thyssenkrupp elevator gewinnt Design Award

Die Designkabine des innovativen MULTI-Aufzugsystems von thyssenkrupp Elevator hat den German Design Award 2018 in der Kategorie „Buildings and Elements“ gewonnen. Der Design Award, verliehen vom Rat für Formgebung, ist eine der international führenden Auszeichnungen für wegweisende Gestaltungskonzepte.

Die Auszeichnung der MULTI-Kabine für den German Design Award beweist nachdrücklich, dass die Form selbst in einer Branche, in der es auf die Funktion ankommt, kein Schattendasein führen muss. „Das MULTI-Aufzugsystem bewegt sich nicht nur vertikal, sondern auch horizontal. Die revolutionäre Technik spiegelt sich dabei sowohl im futuristischen Leightweight-Design der Kabine, als auch im ikonischen Interface wider“, betont das Team des German Design Award.

Das Kabinen-Designkonzept wurde für thyssenkrupp von der Juniorprofessur für Technisches Design an der Technischen Universität Dresden entwickelt. Die Designagentur neongrau hat Lichtkonzept und Interface konzipiert. Der Entwurf wurde vom Unternehmen Composyst GmbH realisiert. Zurzeit wird die transparente Kabine im Foyer des thyssenkrupp-Testturms für Hochgeschwindigkeitszüge in Rottweil ausgestellt.

Revolutionär in Technik – und Design
Leben ist Bewegung: Mit dem neuen MULTI-Aufzugssystem spielt es keine Rolle, ob es auf- oder abwärts geht – oder auch zur Seite. Das bahnbrechende seillose System revolutioniert die gesamte Aufzugbranche mit zukunftsweisender Technologie. Dass das Design diese neue Technik auch abbilden sollte, liegt nahe.

Gespräche mit potenziellen Kunden des MULTI hatten schon in der Entwicklungsphase ein großes Interesse gezeigt, das neue System an seinem Einsatzort „sichtbar“ zu machen. Angeregt wurde eine transparente Panoramakabine, die eine Beobachtung des Schachtes und des gesamten Gebäudes vom Aufzug aus erlaubt. Dazu Dr. Thomas Kuczera, Head of Mechanical Development des MULTI: „Die Herausforderung war die Entwicklung einer leichten Kabine, die unter dem für den Linearmotor optimierten Gewicht bleiben und gleichzeitig ein modernes, transparentes Design haben würde.“

Karbon oder Kohlenstofffasern – also oxidiertes, karbonisiertes Nylongarn — waren die Lösung. „Das innovative Material ist so stabil wie Stahl, wiegt jedoch noch ein Drittel weniger als Aluminium“, erklärt Stefan Utecht, Geschäftsführer der Composyst GmbH. Karbon korrodiert auch in feuchtem Klima nicht, ist formunabhängig, was der MULTI-Showkabine abgerundete Ecken ermöglicht, und benötigt weniger Wartung als herkömmliche Aufzüge. Stabilität, Funktionalität und Designfreiheit zeichnen die Möglichkeiten des Leichtbaus aus.

„Wir waren begeistert und beeindruckt, als wir die Kabine zum ersten Mal gesehen haben“, so Thomas Kuczera vom MULTI-Team. „Von Kunden haben wir bereits die Rückmeldung, dass sie die Kabine genauso haben wollen.“

Innovatives Bedienfeld
Die Kabine ist natürlich nicht nur von außen ein Blickfang. Auch das Bedienfeld im Innenraum ist komplett neu und überraschend – schließlich soll es die horizontale bzw. kreislaufartige Bewegung des Aufzuges abbilden. Dementsprechend ist es kreisrund, reagiert auf Berührung und zeigt die Stockwerke im Uhrzeigersinn. Auch die jeweilige Fahrtrichtung sowie Umsteigemöglichkeiten werden angezeigt. Bei einer Wandstärke von nur wenigen Millimetern gelang es Technikern und Designern, Be- und Entlüftung, Beleuchtung sowie Soundsystem unauffällig in die Kabinenwand zu integrieren. Auch das macht die Fahrt mit dem MULTI zu einem einmaligen Erlebnis.

Jun.-Prof. Jens Krzywinski, Technisches Design der TU Dresden, sagt: „Dass die MULTI-Kabine wenig mit einem konventionellen Aufzug zu tun haben würde, war uns schnell klar. Die an uns herangetragene Aufgabe war es, den absoluten Neuheitsgrad des Aufzugssystems in der Kabinengestaltung sowohl im Interieur als auch im Exterieur konsequent spürbar werden zu lassen. Gemeinsam mit dem Entwicklungs- und Designteam ist es uns gelungen, eine extrem leichte Kabine zu entwerfen, in der die Anforderungen an das neue Fahrerlebnis vom Grundkonzept bis zu Detaillösungen erfüllt werden.“

Martin Fiedler von der Designagentur neongrau sagt: „Wir haben viel Zeit damit verbracht, diese neue Art der Fortbewegung in Gebäuden zu verstehen und zu visualisieren. Oberstes Ziel war es, die komplexen Zusammenhänge und neuen Möglichkeiten dieses Transportmittels über ein intuitives User Interface in die Kabine zu transportieren.“

Das geringe Gewicht war entscheidend: Die reinen Karbonbauteile der Kabine bringen lediglich 150 Kilo auf die Waage – bei einer baugleichen Edelstahlkabine kommen selbst ohne Seile und Gegengewicht schnell 500 Kilogramm zusammen. Komplett mit Türen, Türantrieb und Display wiegt die 1,80 x 1,25 x 2,20 große Konstruktion nur rund 300 Kilogramm und fasst maximal acht Passagiere (630 Kilogramm).

Das MULTI-Aufzugssystem
Aufgrund der weltweiten Urbanisierung und des Hochhausbaus hat thyssenkrupp Elevator sich darangemacht, den Aufzug neu zu erfinden, um neue Wege zu erschließen. Gebäude werden zu einer Art vertikaler Stadt – und diese benötigt ein flexibles Beförderungssystem, ähnlich dem einer U-Bahn innerhalb des Gebäudes. Das macht MULTI zu einer der bedeutsamsten Innovationen. Er vereint bahnbrechende Technologie mit einem einfachen Betriebskonzept und Fahrgastkomfort. Ingenieure erproben derzeit das neue Transportsystem in thyssenkrupp-Testturm in Rottweil. Schon 2019 soll der MULTI erstmals in Berlin verbaut werden.

„Wir bei thyssenkrupp glauben, dass MULTI die Art, wie sich Menschen innerhalb von Gebäuden bewegen, verändern wird. Wartezeiten für Fahrgäste werden kürzer und das System benötigt deutlich weniger Platz“, sagt Andreas Schierenbeck, CEO von thyssenkrupp Elevator. „MULTI läutet das Ende der 160-jährigen Vorherrschaft konventioneller Seilaufzugssysteme ein.“ thyssenkrupp hat für den MULTI bei den Edison Awards 2017 in New York bereits Gold in der Kategorie Transport und Logistik erhalten.

Über den German Design Award
Der German Design Award zeichnet innovative Produkte und Projekte, ihre Hersteller und Gestalter aus, die in der deutschen und internationalen Designlandschaft wegweisend sind.
Sein Ziel: einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen. Der 2012 initiierte Award zählt zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit und genießt weit über die Fachkreise hinaus hohes Ansehen.

Henkel stiftet Lehrstuhl für Nachhaltigkeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gibt es ab dem Wintersemester 2018/2019 einen neuen Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, den Henkel-Stiftungslehrstuhl für Sustainability Management. Gestiftet wird dieser von Dr. Christoph Henkel, der Konrad-Henkel-Stiftung sowie der Fritz Henkel Stiftung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

„Durch das Engagement der Konrad-Henkel-Stiftung, die 1985 zum 70. Geburtstag meines Vaters Konrad Henkel gegründet wurde, besteht eine lange Verbundenheit mit der Heinrich-Heine-Universität. Diese Tradition möchten wir fortführen und stiften daher zum 25-jährigen Jubiläum einen Lehrstuhl, um die exzellente Forschung und Lehre der Fakultät auf einem Gebiet zu stärken, das meinem Vater außerordentlich wichtig war“, sagte Dr. Christoph Henkel, Vorsitzender des Kuratoriums der Konrad-Henkel-Stiftung und stellvertretender Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von Henkel, beim Festakt der Fakultät am 18. Oktober.

Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität, dankte den Stiftern für ihr Engagement: „Die Entwicklung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät kann ohne Übertreibung als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Wie die jüngsten Rankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), des Handelsblatts und der FAZ belegen, gehört die Fakultät heute in Forschung und Lehre zu den Top-Adressen. Diese erfolgreiche Entwicklung wäre ohne privates Engagement nicht möglich gewesen. Der zum Jubiläum gestiftete Lehrstuhl wird die Fakultät erheblich stärken. Dafür möchte ich den Stiftern meinen herzlichen Dank aussprechen. Es ist ein großartiger Tag für die Universität!“.

Beitrag zur Lehre und Forschung im Bereich Sustainability Behaviour

Die Professur soll die Lehre und internationale Spitzenforschung auf dem Gebiet Sustainability Management, im speziellen Sustainability Behaviour, vorantreiben und somit einen Beitrag zu globalen Herausforderungen des nachhaltigen Wirtschaftens leisten. Der Schwerpunkt wird dabei auf dem nachhaltigkeitsbezogenen Verhalten wesentlicher Akteure liegen – das heißt von Konsumenten, Kunden sowie von weiteren Akteuren entlang der gesamten unternehmerischen Wertschöpfungskette.

In vielen Bereichen ist ihr Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck von Produkten, Technologien und Dienstleistungen ein entscheidender Faktor, um im Bereich der Nachhaltigkeit Fortschritte zu erzielen und mehr Lebensqualität bei gleichzeitig geringerem Material- und Rohstoffverbrauch zu ermöglichen.

Vertiefte Partnerschaft mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Kathrin Menges, Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Councils von Henkel sowie Vorstandsmitglied der Fritz Henkel Stiftung, erläuterte: „Die Fritz Henkel Stiftung setzt sich in ihrem Engagement vor allem für Bildungsprojekte ein. Mit dieser Stiftung unterstützen wir nicht nur die hervorragende universitäre Ausbildung in unserer Heimatstadt Düsseldorf, sondern fördern auch den wissenschaftlichen Diskurs über das für Henkel so wichtige Thema Nachhaltigkeit.“

Die Stifter stellen eine über 10 Jahre gestaffelte Fördersumme von insgesamt rund 2 Millionen Euro zur Verfügung. Daraus werden die Personalkosten für die Professur, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das Sekretariat finanziert.

„Wir ergänzen mit dem Henkel-Stiftungslehrstuhl zu zentralen Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens das Lehrangebot und Spektrum an Forschungsthemen in der Betriebswirtschaftslehre in einem zunehmend äußerst relevanten und zukunftsweisenden Bereich. Wir wollen noch in diesem Jahr ausschreiben, damit die Professur zum kommenden Wintersemester 2018/19 besetzt ist und die Arbeit aufnehmen kann“, so Prof. Dr. Stefan Süß, Lehrstuhl für BWL, insb. Organisation und Personal.

25 Jahre Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf begeht am 18. Oktober ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie wurde drei Jahre nach Aufnahme ihres Vorlesungsbetriebs im Frühjahr 1992 als vierte Fakultät der Heinrich-Heine-Universität offiziell gegründet. Im bundesweiten Vergleich ist die Fakultät somit eine der jüngsten ihrer Art. Die Entscheidung zur Einrichtung war eine Folge der am Wirtschaftsstandort Düsseldorf wie auch der regional sehr hohen Nachfrage nach Studienplätzen in der Betriebswirtschaft.

Die Fakultät – von Anfang an eng mit der beruflichen Praxis verbunden – unterteilt sich grob in zwei etwa gleich große Zweige: Business Administration (Betriebswirtschaft) und Economics (Volkswirtschaft). Das gemeinsame Leitthema ist die Wettbewerbsforschung. Über 20 Professoren und Professorinnen unterrichten an der Fakultät aktuell 2.152 Studierende (Stand 6.10.2017) in acht verschiedenen Studiengängen.

Die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre sind konsequent auf den Bologna-Prozess abgestimmt worden und bieten neben dem Bachelor of Science den Master of Science an. Auch der interdisziplinäre Studiengang Wirtschaftschemie wird als Bachelor- und Masterstudiengang geführt. Sämtliche Studiengänge an der Fakultät sind stark ausgelastet und in Rankings mehrfach gut bewertet worden. Zur beruflichen Weiterbildung wurde auf Initiative der Fakultät im Juni 2002 die „Düsseldorf Business School“ (DBS) als privatwirtschaftlich organisierte GmbH gegründet, die sich im Wesentlichen durch Studienentgelte finanziert.

Mit dem oeconomicum verfügt die Fakultät seit 2010 über einen architektonisch herausragenden Neubau nach dem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven. Zurzeit wird das Fakultätsgebäude baulich erweitert, um dem rasanten Wachstum der Fakultät zu begegnen.

BGA: Dr. Holger Bingmann ist neuer BGA-Präsident

Neuer Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) ist Dr. Holger Bingmann. Er wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in geheimer Abstimmung einstimmig gewählt und übernimmt ab sofort das Amt von Anton F. Börner, der den Spitzenverband der deutschen Wirtschaft 17 Jahre lang erfolgreich geführt hat.

Bingmann ist geschäftsführender Gesellschafter der MELO-Group in München mit Niederlassungen u.a. in Berlin, New York und Dubai. Der 56-jährige, in Stuttgart geborene, promovierte Diplom-Kaufmann ist verheiratet und hat vier Kinder. Nach beruflichen Stationen bei der Daimler Benz AG in Brüssel und als geschäftsführender Gesellschafter bei der Süddeutschen Zeitungszentrale Presse-Grosso GmbH in Stuttgart, gründete er 2001 als geschäftsführender Gesellschafter die MELO-Group in München.

Porträt Dr. Holger Bingmann

Diese ist aus dem 1945 in München gegründeten Presse-Vertrieb Hermann Trunk hervorgegangen. Für die gesamte Gruppe arbeiten heute rund 2.000 Mitarbeiter in mehr als einem Dutzend Unternehmen in sechs Ländern. Die Geschäftsbereiche gliedern sich in die vier Divisionen Logistic Services, Aviation Services, Media Distribution und Content Creation.

In den Herausforderungen der Digitalisierung, die mit ihren Plattformen weder vor Grenzen noch vor Industrien oder Handelsorganisationen Halt mache, sieht Bingmann einen zentralen Punkt seiner künftigen Arbeit: „Wir Händler müssen mehr Innovationen wagen und in neue Ideen investieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir zunächst einen Wandel in der Kultur unserer Unternehmen und in uns selbst schaffen. Diese Entwicklung muss vom Inhaber oder von den leitenden Personen ausgehen, diese Aufgabe kann nicht delegiert werden und muss letztendlich jeden mitziehen. Dann bietet der digitale Wandel dem Großhandel auch beträchtliche Chancen und weitere Absatzmöglichkeiten. Dazu braucht jedes Unternehmen eine individuelle Strategie für die digitale Welt. Sie muss letztlich einen spürbaren Mehrwert für Kunden liefern.“