BGL Mitgliederversammlung zeigt Trends im Bildergeschäft

Die BGL-Mitglieder (Bundesverband der Photo-Großlaboratorien), die sich Ende November zu ihrer Mitgliederversammlung trafen, sind durchaus zufrieden mit der Geschäftsentwicklung 2014. Dabei macht sich ein erfreulicher Trend zu hochwertigen Produkten bemerkbar. Zudem haben die BGL-Mitglieder „besser performt“ als der Markt: Sie verzeichneten im Q3 einen Zuwachs von abermals 12 % (Menge) bei den Fotobüchern und gehen zuversichtlich ins immer wichtiger werdende Q4 (Weihnachtsgeschäft). Was bei Kalendern selbstverständlich ist, gilt auch für die Grußkarten – so werden rund die Hälfte aller Foto-Grußkarten in diesem Quartal gefertigt.

Den Status quo und aktuelle Trends erläuterte Torsten Ziehl (Fujifilm Imaging Germany) anhand von Future-Source-Zahlen: Während das analoge und digitale Bildergeschäft nicht nur der BGL-Mitglieder mit Standardformaten weiter rückläufig ist, legen die weit umsatzstärkeren Fotobücher Europaweit und in Deutschland abermals zu: 8,9 Mio. Exemplare im Wert von 255 Mio. Euro sollen bis Ende des Jahres hierzulande verkauft worden sein. Dabei gewinnen insbesondere das Format A3 und die quadratischen Formate an Bedeutung. Bei den Fotobüchern hierzulande erreichen die BGL-Mitgliedsunternehmen nach eigenen Angaben geschätzt rund 75 % Markt-Anteil.

Auch das Geschäft mit Foto-Mehrwertprodukten gewinnt abermals. Im Trend liegen Grußkarten und Canvas-Produkte (darunter Bilder hinter Acrylglas, auf Alu-Dibond oder auf Keilrahmen). Letztere sind neben den Kalendern im deutschen Photo-Merchandise-Markt die umsatzstärksten Segmente.

Auf der Mitgliederversammlung des BGL wurde Dr. Rolf Hollander (Cewe) erneut und einstimmig für weitere 3 Jahre zum Vorstands-Vorsitzenden gewählt.

Düsseldorfer Tage der Studien- und Berufsorientierung: Anmeldefrist für Unternehmen läuft am 23.12. ab

Vom 20.-25. März 2015 finden wieder die Düsseldorfer Tage der Studien- und Berufsorientierung statt. Unternehmen, Hochschulen und Bildungsträger können ihre Termine noch bis 23.12.2014 eintragen unter http://www.berufsorientierungstage.de/. Diese Frist kann auch nicht verlängert werden. Eingeladen zu den Düsseldorfer Tagen der Studien- und Berufsorientierung werden alle Düsseldorfer Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe.

Die teilnehmenden Betriebe haben zahlreiche Möglichkeiten der Beteiligung: Vorträge zum Unternehmen, Rundgänge, gemeinsame Gespräche, Mitnahme zu Kunden, Interviews mit Auszubildenden führen lassen, kleinere handwerkliche Tätigkeiten selber ausführen lassen, Verkaufsgespräche simulieren, ein kleiner Kurs zum richtigen telefonieren. Dies sind nur einige wenige Ideen. Weitere Anregungen, wie Unternehmen einen Schnuppertag für Schüler am besten gestalten können, gibt es ebenfalls auf der Webseite http://www.berufsorientierungstage.de/

Wir helfen gerne auch persönlich weiter: 0211.6690822 bzw. baecker@unternehmerschaft.de.
Achtung Deadline: 23.12.2014!!!
Tragen Sie jetzt Ihre Termine ein!!

Anmeldungen und Einstellen von Veranstaltungen unter http://buchung.berufsorientierungstage.de.

Tariflöhne versus Effektivlöhne: Die Schere öffnet sich

Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass im dritten Quartal 2014 die monatlichen Tariflöhne um 3,6 Prozent gestiegen sind. Auch wenn der Anstieg aufgrund von Sonderzahlungen im Öffentlichen Dienst etwas überzeichnet ist: Tarif- und Effektivlöhne entwickeln sich derzeit auseinander. Dies deutet an, dass die Tariflohndynamik zu expansiv ist. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die monatlichen Tariflöhne in den ersten drei Quartalen um durchschnittlich 2,8 Prozent, ebenso die Effektivlöhne, also die tatsächlich ausgezahlten Bruttolöhne. Andere Berechnungen kommen allerdings zum Ergebnis, dass die Tariflohnentwicklung über 3 Prozent lag. Auf Stundenbasis ist die Entwicklung laut Bundesbank jedenfalls eindeutig: Einem tariflichen Plus von 3,1 Prozent steht ein effektives Mehr von lediglich 2,0 Prozent gegenüber. Die Bruttolöhne je Stunde wurden im ersten Quartal 2014 zwar durch einen Sondereffekt gedrückt (hohes Arbeitsvolumen aufgrund geringer Fehlzeiten, höhere Anzahl an Arbeitstagen und Überstunden). Die auseinanderlaufende Dynamik für den gesamten Zeitraum gibt dennoch Anlass zur Sorge: Steigen die Tariflöhne zu stark, gefährdet das einerseits die gute Arbeitsmarktentwicklung; andererseits steigen mehr Unternehmen aus der derzeit stabilen Tarifbindung aus, um sich der tariflichen Lohnkostenbelastung zu entziehen. Auch deshalb wären die Gewerkschaften gut beraten, bei ihren Lohnforderungen die tatsächliche Lohnentwicklung im Auge zu behalten.