Junior-Deutschland-Finale: Streetcycled vom Max-Planck-Gymnasium auf Silber-Rang

Die Freude war riesig, als die Jury nach einem spannenden Wettbewerbstag die Entscheidung verkündete. Zuvor hatten sich die Landessieger der einzelnen Bundesländer an selbstgestalteten Messeständen und bei einer Bühnenpräsentation vorgestellt sowie ein Experteninterview mit der Jury geführt. Auch die Geschäftsberichte der teilnehmenden Unternehmen flossen in die Bewertung mit ein.

Die Schülerfirma dot. Drummel on Tour vom Gymnasium St. Christophorus Werne konnte beim JUNIOR Bundeswettbewerb im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin gegen 14 starke Konkurrenten durchsetzen und wurde von dem Parlamentarischen Staatssekretär Christian Hirte als „Bestes JUNIOR Unternehmen 2018“ ausgezeichnet. Die Schülerfirma hatte sich zuvor auch auf dem Düsseldorfer Arbeitgebertag der Unternehmerschaft vorstellen dürfen.

Den zweiten Platz sicherte sich das Unternehmen Streetcycled vom Max-Planck-Gymnasium in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) mit Einrichtungsaccessoires aus recycelten Verkehrsschildern. Zusätzlich haben sie den Fedex-Award erhalten. Aufgrund der hohen Anzahl an Schülerfirmen in NRW gibt es beim dortigen Landeswettbewerb zwei Sieger, die am Bundeswettbewerb teilnehmen.

Studie zur Digitalisierung: Bis zu 40 Prozent der Erwerbstätigen haben Sprachdefizite

Immer mehr Erwerbstätige haben Sprachdefizite und andere Lücken in der Grundbildung. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Gründe für die Zunahme liegen im starken Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre und in der Zuwanderung. Um die Jobs der Betroffenen langfristig zu sichern, muss die Grundbildung am Arbeitsplatz gefördert werden.

Der deutsche Arbeitsmarkt boomt. Das gilt auch für die sogenannten Helferberufe – also Tätigkeiten, die in der Regel keinen Berufsabschluss voraussetzen. Zwischen 2013 und 2017 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesen Jobs von 4,1 Millionen auf 5 Millionen gestiegen. Viele von ihnen haben Lücken in der Grundbildung. Nach einer aktuellen Auswertung des IW von OECD-Daten aus dem Jahr 2012 verfügen rund 39 Prozent der Helfer nur über sehr geringe Lesekompetenzen, können also nur kurze Texte zu vertrauten Themen lesen und verstehen. Schlecht steht es auch um die mathematischen Kenntnisse: Knapp 44 Prozent der Beschäftigten in Helfertätigkeiten beherrschen nur einfachste mathematische Vorgänge wie Zählen oder Sortieren.

Die Sprachdefizite kommen besonders häufig bei ausländischen Beschäftigten vor. Eine weitere IW-Untersuchung auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) mit Daten aus dem Jahr 2015 zeigt, dass knapp 16 Prozent der ausländischen Erwerbstätigen laut eigenen Angaben Defizite beim Sprechen, Lesen oder Schreiben haben. Von denen, die seit mindestens vier Jahren in Deutschland leben, sind es immer noch gut 13 Prozent. Beide Werte sind im Vergleich zum Jahr 2011 gestiegen. Besonders groß sind die Sprachdefizite wiederum im Helferbereich, wo 28 Prozent der ausländischen Beschäftigten Schwierigkeiten beim Sprechen, Lesen oder Schreiben haben.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer in qualifizierten Tätigkeiten ist zwischen 2013 und 2017 von 1,5 Millionen auf 2,1 Millionen gestiegen, in Helfertätigkeiten von 800.000 auf 1,3 Millionen. Dementsprechend dürften auch die migrationsspezifischen Defizite im Vergleich zur SOEP-Erhebung 2015 weiter zugenommen haben. „Insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung, die auch an Geringqualifizierte neue Anforderungen stellt, müssen Unternehmen mit Unterstützung der Politik mehr für die Grundbildung der Beschäftigten tun“, sagt IW-Experte Wido Geis. Das betreffe besonders die Kommunikationsfähigkeit der Arbeitnehmer. „Auch im Helferbereich werden Sprachkompetenzen immer wichtiger. Arbeitsplatzbezogene Grundbildung ist deshalb entscheidend, um die Beschäftigung langfristig zu sichern.“

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln

Tag der Technik 2018

Am 15. + 16. Juni findet in Düsseldorf wieder der „Tag der Technik“ statt. Auch wir sind vertreten mit einem Stand unseres Arbeitgeberverbandes „Düsseldorf Metall“ sowie mit einem Stand unseres neuen MINT-Netzwerks „zdi“. Auch das Berufsinformationsmobil der Metall- und Elektroindustrie ist dabei.

Spannende Shows, Präsentationen und Experimente

Technik-Show mit Fernsehmoderator Burkhardt Weiß
Freitag, 15. Juni um 10:30 Uhr

Live-Hacking-Show: „Das Smartphone als Spion“
Samstag, 16. Juni um 10:30 Uhr

Schülerwettbewerb: Solar-Autorennen „Lichtblitz 2018“
Freitag, 15. Juni: Testläufe ab 14:00 Uhr. Samstag, 16. Juni: Wettbewerb ab 11:30 Uhr

Präsentation des „Formula Student Fahrzeugs“
Freitag, 15. Juni und Samstag, 16. Juni um 12:00 Uhr
Das E-TRAXX-Team der Hochschule Düsseldorf macht mit seinem elektrischen Rennwagen einen Boxenstopp bei uns in der Handwerkskammer, bevor der Rennbolide für die Nürburgring Classic vom 15. bis 17. Juni 2018 fit gemacht wird. Die Formula Student ist ein internationaler Wettbewerb für Studierende, die Elektro-Rennwagen konstruieren, planen und bauen.

Unternehmen und Verbände wie Daimler AG, Rheinbahn, Linde, der VDE oder der Flughafen Düsseldorf sind mit Live-Demonstrationen und Mitmach-Aktionen dabei und zeigen, dass Naturwissenschaft und Technik alles andere als trocken sind.

Veranstaltungsort:
Handwerkskammer
Georg-Schulhoff-Platz 1
40221 Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Freitag: 9-15 Uhr
Samstag: 10-15 Uhr

Das ganze Programm: tagdertechnik2018