Kundenzufriedenheitsanalyse 2017: 18 Unternehmen nutzen Gemeinschaftsstudie

Der Bereich Information und Kommunikation wird in B2B-Unternehmen häufig vernachlässigt. In diesem Leistungsbereich sind sehr unterschiedliche Performances der beteiligten Firmen zu beobachten – das ist eins von zahlreichen Ergebnissen der diesjährigen „Kundenzufriedenheitsanalyse Groß- und Außenhandel 2017“.

In diesem Jahr beteiligten sich Unternehmen aus drei großen Landesverbänden im Groß- und Außenhandel. Die Durchführung der Analyse übernahmen wieder die GfK SE – eines der größten Marktforschungsunternehmen weltweit – und die Marktforschungsberatung research tools.

Die Gemeinschaftsstudie wurde in diesem Jahr bereits das fünfte Mal durchgeführt. Seit 2011 nahmen bereits ca. 70 Unternehmen verschiedener Landesverbände im Groß- und Außenhandel die Möglichkeit wahr, mehr über die eigenen Stärken und Schwächen des Unternehmens aus Kundensicht zu erfahren. Überwiegend sind diese Unternehmen KMU und im B2B-Geschäft tätig. Für B2C-Unternehmen wurde der Fragebogen angepasst. Auch große Unternehmen sehen die Vorzüge des Verbandsangebots bei Benchmarking und Preis-/Leistungsverhältnis.

Wie steht es um die Information und die Kommunikation in Ihrem Unternehmen?

Im Leistungsbereich „Information und Kommunikation“ reicht die Spanne der Kundenzufriedenheit von 77% voll und ganz zufriedener und sehr zufriedener Kunden bis hin zu lediglich 39% (siehe Abbildung). Damit weisen 72% der teilnehmenden Firmen lediglich eine Quote von weniger als zwei Drittel voll und ganz und sehr zufriedener Kunden auf. Die Ergebnisse zeigen, dass Firmen des Groß- und Außenhandels nicht selten Optimierungspotenzial im Bereich „Information und Kommunikation“ haben. Dabei erhält der Einzelaspekt „Gestaltung des Internetauftritts“ durchschnittlich die schlechtesten Noten durch die eigenen Kunden in der diesjährigen Studie.

Neben der Gestaltung wurde u.a. auch nach der Zufriedenheit mit dem „Informationsgehalt des Internetauftritts“ gefragt. Einige Unternehmen ließen zudem weiter differenzieren und nach Gestaltung und Inhalt des Web-Shops fragen. Erstmals wurde dieses Jahr standardmäßig auch die Zufriedenheit mit dem Aspekt Social Media Aktivitäten untersucht. Damit können nun auch Verbesserungsbedarfe in der Online-Kommunikation identifiziert werden.

Ablauf der Analyse generell

Abgefragt werden über 50 einzelne Leistungsaspekte zu sieben Leistungsbereichen. Es wird ein Standardfragebogen vorgeschlagen und für jedes Unternehmen besteht die Möglichkeit, einzelne Aspekte kostenfrei zu streichen. Gegen einen Aufpreis kann auch jedes Unternehmen neue, individuelle und auf den eigenen Prozess zugeschnittene Fragen zusätzlich programmieren lassen. Für alle abgefragten Standardaspekte hat jedes Unternehmen später im Ergebnisbericht den anonymen Vergleich mit allen anderen Studienteilnehmern, was einen großen Vorteil gegenüber einer individuell in Auftrag gegebenen Kundenzufriedenheitsanalyse darstellt.

Die relative Einordnung (zusätzlich differenziert nach Branchenschwerpunkten) ermöglicht die umfassende Beurteilung der eigenen Ergebnisse. Alle Unternehmen bekommen eine ID zugeteilt, so dass jedes Unternehmen anonym teilnimmt. Nach Abstimmung und Freigabe des Fragebogens beginnt die dreiwöchige Felddurchführung. In dieser Zeit werden die von den Unternehmen zufällig ausgewählten, eigenen Kunden im Auftrag zur Teilnahme per E-Mail eingeladen. Die Kunden können den Online-Fragebogen mittels eines individuellen Fragebogenlinks beantworten. Alle Kunden erhalten nach etwa einer Woche eine Erinnerung (optional auch mehrere), wenn sie den Fragebogen noch nicht vollständig beantwortet haben.

In den meisten Fällen wird eine Rücklaufquote von zehn Prozent und mehr erreicht. Bei den teilnehmenden Unternehmen sind die Antworten ihrer Kunden im O-Ton auf die beiden offenen Fragen sehr beliebt: Zum einen die Frage nach konkreten Verbesserungsvorschlägen und zum anderen die Frage danach, was denn am Unternehmen besonders geschätzt wird. Diese Kundenantworten werden zusätzlich zum 60-seitigen Ergebnisbericht mit Management Summary zur Verfügung gestellt.

Wenn Ihr Unternehmen an der kommenden Kundenzufriedenheitsanalyse teilnehmen möchte oder nähere Informationen dazu wünscht, wenden Sie sich bitte an den Verband, Frau Christina Moeser (Kontaktdaten) oder direkt bei dem Ansprechpartner der durchführenden Dienstleister, Herrn Dr. Fabian Weyer (research tools), Tel.: 0711-365 495 03 oder per E-Mail an fabian.weyer@research-tools.net. Die nächste Befragungswelle ist für 2019 vorgesehen.

Chemische Industrie: Neuer Höchststand bei Ausbildungsplatzangebot und Übernahme

Die chemische Industrie in Nordrhein steigert die Zahl der in diesem Jahr neu angebotenen Ausbildungsplätze im Vergleich zu 2016 um gut 6 %. Mehr als 90 % derjenigen, die in diesem Jahr ihre Ausbildung in der Chemie abgeschlossen haben, wurden in ein Arbeitsverhältnis übernommen.

Über diese sehr positive Entwicklung freuten sich die Chemiesozialpartner in Nordrhein anlässlich ihres „Runden Tisches für Ausbildung und Arbeitsmarktfragen“ am 22.11.2017 in Düsseldorf.

In dem Tarifvertrag Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg haben die Chemietarifparteien vereinbart, die Berufsausbildung in der chemischen Industrie voranzutreiben. Gewerkschaft und Arbeitgeber wollen das bisher erreichte hohe Ausbildungsniveau der Chemie auch künftig beibehalten. „Mit 1.917 neuen Ausbildungsplätzen in einem Jahr setzt die Chemie in Nordrhein neue Maßstäbe.“ sagt Frank Löllgen, Landesbezirksleiter der Gewerkschaft IG BCE Nordrhein. „Die Chemieunternehmen in Nordrhein wappnen sich zurzeit nicht nur durch Investitionen in neue Anlagen, sondern auch mit höheren Ausbildungszahlen für die Zukunft.“ Aufgrund der demografischen Entwicklung stehen in den nächsten Jahren in zahlreichen Unternehmen Generationswechsel an, so dass ein erhöhter Bedarf an Nachwuchskräften besteht.

Aus diesem Grund sind auch die Perspektiven der Auszubildenden in der Chemie sehr gut. „Über 90 % der jungen Menschen wurden in diesem Jahr nach Ihrer Ausbildung von den Unternehmen übernommen. Davon 58 % direkt mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Aber auch bei einer zunächst befristeten Übernahme schließt sich in fast allen Fällen ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in der chemischen Industrie an.“ so Friedrich Überacker, Geschäftsführer des Landesausschusses der ChemieArbeitgeber NRW.

Im nächsten Jahr gehen die Tarifvertragsparteien von einem weiteren Anstieg der Ausbildungszahlen aus. Neben naturwissenschaftlichen Ausbildungen, bietet die Chemieindustrie eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Technik, Wirtschaft und IT. Insgesamt sind es nahezu 50 Ausbildungsberufe, die in der Chemie möglich sind. Weitere Informationen dazu unter www.elementare-vielfalt.de.

comTeam gründet Start-up-Netzwerk

Was haben Start-Ups und das Technologie-Netzwerk comTeam gemeinsam? Häufig sind die Fragestellungen von Gründern nicht weit von denen etablierter Unternehmer entfernt und ähnliche Serviceleistungen können das Tagesgeschäft erleichtern.

„Bei comTeam und in der gesamten Verbundgruppe ElectronicPartner haben wir uns darauf spezialisiert, eigenständigen Unternehmern eine Infrastruktur zu bieten, die ihnen den Rücken freihält und gleichzeitig Impulse für erfolgreiche Weiterentwicklung setzt. Den gleichen Bedarf haben viele Start-Up-Unternehmen“, erläutert Sven Glatter, Geschäftsführer comTeam, den Schritt. Da diese sich vielleicht nicht direkt mit dem Angebot klassischer Verbundgruppen wiederfinden, erfolgte die Gründung eines eigenen Netzwerks.

Services für Start-Ups
Das Angebot von growr ist dabei speziell auf die Anforderungen junger Unternehmer und ihrer Arbeitsweise zugeschnitten. Dazu zählen die Organisation von günstiger Computer-Hardware, Leasing-Angebote für Büroeinrichtung oder Firmenwagen und die Unterstützung bei der Gestaltung von Verträgen. Außerdem gibt growr wertvolle Tipps, um Themen wie Finanzen, Vertrieb oder CRM von Anfang an optimal zu organisieren.

Das Herz im growr-Netzwerk sind die sogenannten Wingwomen und Wingmen. Das Team hilft telefonisch oder per Mail – ähnlich wie ein Concierge – bei allen Fragen rund um die Gründung weiter, vermittelt Kontakte oder spezialisierte Ansprechpartner.

Schnittstellen der Netzwerke
Aktuell haben sich bei growr in der Betaphase bereits 200 Gründer organisiert. Für comTeam ist das Netzwerk die ideale Schnittstelle zwischen erfolgreich am Markt platzierten Unternehmern und künftigen Technologieexperten. „Wir unterstützen in einer frühen Phase Menschen mit tollen Ideen. Viele von ihnen werden sich ihren Platz oder ihre Marktlücke im Technologie- oder IT-Sektor sichern und dann vielleicht künftig unser comTeam Netzwerk verstärken. Außerdem ist es denkbar, growr-Mitglieder und comTeam Partner zu vernetzten, um beispielsweise eine Vertriebsoberfläche für innovative Software-Lösungen zu eröffnen. Insofern ergänzen sich beide Plattformen hervorragend“, ist sich Sven Glatter sicher.