Klüh übernimmt infrastrukturelle Leistungen am „ruhr tech kampus essen“

Foto: KLÜH
Von Christoph Sochart
Der „ruhr tech kampus essen“ erhält einen neuen Partner für die infrastrukturelle Bewirtschaftung: Klüh Cleaning, Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf, übernimmt ab sofort zentrale Gebäudedienstleistungen am Technologie- und Innovationsstandort im Essener Westen. Die Leistungen werden im Rahmen einer auf fünf Jahre angelegten Arbeitsgemeinschaft mit SPIE erbracht.
Während Klüh für die infrastrukturellen Services verantwortlich ist, übernimmt SPIE federführend das technische Facility Management und die Leitung der Arbeitsgemeinschaft. Auftraggeber ist das Management des ruhr tech kampus essen.
Ein Campus mit unterschiedlichen Anforderungen
Der rtke ist ein vielseitig genutzter Standort. In insgesamt zehn Gebäuden finden sich Büro-, Veranstaltungs- und Gastronomieflächen. Der Campus bietet damit Raum für rund 6.000 Menschen, die dort arbeiten, sich austauschen und neue Ideen entwickeln.
Diese Mischung stellt besondere Anforderungen an den Gebäudebetrieb. Unterschiedliche Nutzungszeiten, wechselnde Besucherzahlen und vielfältige Flächen müssen zuverlässig aufeinander abgestimmt werden. Ein leistungsfähiges Facility Management muss deshalb nicht nur einzelne Dienstleistungen erbringen, sondern die Abläufe am gesamten Standort im Blick behalten.
Genau hier setzt die Zusammenarbeit von Klüh und SPIE an. Technische und infrastrukturelle Leistungen werden in einer gemeinsamen Bewirtschaftungsstruktur koordiniert. Ziel ist es, Schnittstellen zu verringern, Verantwortlichkeiten klarer zu organisieren und den Betrieb für den Auftraggeber verlässlich zu steuern.
Breites Leistungsspektrum von Klüh
Klüh übernimmt am rtke unter anderem die Unterhalts-, Sonder- und Grundreinigung. Hinzu kommen die Reinigung von Glasflächen und Sanitärbereichen sowie die Bereitstellung von Bedarfsartikeln.
Ergänzt wird das Angebot durch Winterdienst, Grün- und Graupflege, Schädlingsbekämpfung und Innenbegrünung. Insgesamt sind rund 70 Klüh-Mitarbeitende täglich vor Ort im Einsatz. Sie betreuen eine Fläche von mehr als 600.000 Quadratmetern und über 4.000 Räume.
Für Frank Theobald, CEO der Klüh-Unternehmensgruppe, zeigt der Auftrag, wie wichtig das Zusammenspiel verschiedener Facility-Management-Kompetenzen für eine leistungsfähige Gebäudebewirtschaftung ist. Gerade an einem anspruchsvollen Standort wie dem rtke komme es darauf an, infrastrukturelle und technische Leistungen eng miteinander zu verbinden.
Digitale Steuerung des Tagesgeschäfts
Eine zentrale Rolle spielt dabei das digitale Managementsystem EcoServ. Die Lösung bündelt Informationen aus Sensorik, Smart Buttons und digitalen Runsheets. So können Hinweise zur Gebäudenutzung und zum aktuellen Leistungsbedarf direkt in die Einsatzplanung einfließen.
Für den Betrieb bedeutet das: Leistungen lassen sich bedarfsgerechter planen, Abläufe werden transparenter und vorhandene Ressourcen können gezielter eingesetzt werden. Business-Intelligence-Auswertungen schaffen darüber hinaus eine Grundlage, um die Qualität und Effizienz der Prozesse kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Der Einsatz digitaler Systeme ersetzt dabei nicht die Erfahrung der Mitarbeitenden vor Ort. Er unterstützt sie vielmehr dabei, Prioritäten besser zu erkennen, Aufgaben nachvollziehbar zu dokumentieren und auf veränderte Anforderungen schneller zu reagieren.
Facility Management als integrierte Aufgabe
Der Auftrag am ruhr tech kampus essen macht deutlich, wie komplex moderne Gebäudebewirtschaftung inzwischen geworden ist. Wo Büro, Gastronomie, Veranstaltungen und Innovation aufeinandertreffen, reicht es nicht aus, Dienstleistungen isoliert zu betrachten.
Gefragt sind abgestimmte Prozesse, klare Kommunikation und eine Infrastruktur, die sich an der tatsächlichen Nutzung orientiert. Mit der gemeinsamen Bewirtschaftungsstruktur von Klüh und SPIE sowie der digitalen Unterstützung durch EcoServ soll genau diese Verbindung geschaffen werden.
Für die Nutzerinnen und Nutzer des Campus bleibt das idealerweise unsichtbar – und genau darin liegt ein wesentlicher Qualitätsmaßstab: Der Standort soll zuverlässig funktionieren, damit sich die Menschen auf ihre Arbeit, ihre Veranstaltungen und ihre Projekte konzentrieren können.
