Rheinmetall verkauft seinen Auto-Bereich: ein besonderer Vertrag schützt jetzt die Mitarbeitenden!

Quelle: Rheinmetall/Instagram

(cs) Was passiert bei Rheinmetall? Der Düsseldorfer Konzern will sich verändern. Das Unternehmen stellt unter anderem Teile für Autos her. Jetzt hat die Firmen-Leitung entschieden: Der Auto-Bereich soll verkauft werden. Rheinmetall will sich in Zukunft auf Verteidigungs-Technologien konzentrieren. Denn dieser Bereich wächst stark. Nun wurde mit der IG Metall ein Überleitungsvertrag ausgehandelt.
Was ist ein Überleitungsvertrag?
Ein Überleitungsvertrag regelt, was mit den Mitarbeitern passiert, wenn ihre Firma verkauft wird. Er ist wie eine Brücke: Er sorgt dafür, dass die Beschäftigten sicher auf die andere Seite kommen – zum neuen Besitzer. Bei Rheinmetall betrifft das die Division Power Systems. So heißt der Bereich, der Motoren und Antriebe entwickelt. Tausende Menschen arbeiten dort an verschiedenen Standorten in Deutschland.
Was steht in dem Vertrag?
Rheinmetall hat mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall lange verhandelt. Jetzt gibt es eine Einigung. Der Vertrag garantiert den Beschäftigten wichtige Rechte – und zwar für drei Jahre nach dem Verkauf:
– Arbeitsplatz-Sicherheit: Niemand verliert seinen Job wegen des Verkaufs.
– Standort-Sicherheit: Die Werke in Deutschland bleiben erhalten.
– Tarif-Sicherheit: Die bisherigen Arbeitsverträge und Bezahlungen gelten weiter.
Das Besondere: Diese Regeln gelten auch für den neuen Besitzer. Er muss sich daran halten.
Warum macht Rheinmetall das?
Rechtlich muss Rheinmetall keinen solchen Vertrag abschließen. Das Unternehmen tut es trotzdem – freiwillig. Dr. Vera Saal ist bei Rheinmetall für Personal zuständig. Sie sagt: “Rheinmetall steht zu seiner Verantwortung.” Die Firma will den Mitarbeitern einen fairen Übergang ermöglichen. Die IG Metall hat dem Vertrag bereits zugestimmt. Ihre Mitglieder an den betroffenen Standorten haben in Versammlungen dafür gestimmt. Ende Februar soll der Vertrag offiziell unterschrieben werden.
Wann wird verkauft?
Rheinmetall plant, den Verkauf im ersten Quartal 2026 abzuschließen. Das heißt: bis Ende März. Dann bekommen die Auto-Aktivitäten einen neuen Besitzer. Doch die Beschäftigten wissen jetzt: Ihre Rechte sind für die nächsten drei Jahre geschützt.​​​​​​​​​​​​​​​​