Rheinmetall auf Rekordkurs: Verteidigungsriese wächst rasant und peilt nächste Milliarden-Sprünge an

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG Foto: Frank Wiedemeier

(cs) Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall AG (Mitglied in der Unternehmerschaft Düsseldorf) bleibt im Höhenflug. Das Unternehmen meldet für das Geschäftsjahr 2025 neue Rekordzahlen – und stellt für 2026 bereits den nächsten Wachstumssprung in Aussicht. Getrieben wird der Boom vor allem durch steigende Verteidigungsausgaben in Europa.

Rheinmetall entwickelt sich rasant zu einem der wichtigsten europäischen Verteidigungsunternehmen. Hohe Auftragsbestände, steigende Verteidigungsetats und eine klare strategische Ausrichtung sorgen dafür, dass der Düsseldorfer Konzern auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleiben dürfte.

Rekordjahr 2025: Umsatz und Gewinn explodieren

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

  • Umsatz: 9,9 Milliarden Euro – ein Plus von 29 %

  • Operatives Ergebnis: 1,84 Milliarden Euro – 33 % mehr als im Vorjahr

  • Operative Marge: gestiegen auf 18,5 %

  • Auftragsbestand: neuer Rekord von 63,8 Milliarden Euro

  • Dividende: soll auf 11,50 Euro je Aktie steigen

Damit setzt der Konzern seinen Wachstumskurs eindrucksvoll fort. Besonders bemerkenswert: Der Gewinn wächst noch schneller als der Umsatz – ein Zeichen für steigende Effizienz und hohe Nachfrage.

Sicherheitslage treibt Nachfrage

Hinter dem Boom steht die veränderte geopolitische Lage. Viele europäische Staaten investieren massiv in ihre Streitkräfte. Davon profitiert Rheinmetall stark – vor allem durch Aufträge der Bundeswehr und anderer NATO-Partner.

Der Anteil des Deutschland-Geschäfts stieg zuletzt auf 38 % des Konzernumsatzes, während 62 % international erzielt werden.

Vorstandschef Armin Papperger bringt es auf den Punkt:

„Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet.“

Transformation zum Rüstungs-Systemhaus

Strategisch stellt sich Rheinmetall neu auf. Der Konzern trennt sich von seinem zivilen Automotive-Geschäft und konzentriert sich vollständig auf den Verteidigungssektor.

Zugleich baut das Unternehmen seine Rolle als umfassender Systemanbieter aus. Neben Land- und Luftsystemen ist Rheinmetall inzwischen auch in neuen Bereichen aktiv:

  • Marine und Schiffbau

  • Digitale Gefechtsführung

  • Drohnen-Technologie

  • Satelliten und Space

  • Flugabwehrsysteme

Durch Übernahmen und Partnerschaften entwickelt sich der Konzern immer stärker zum technologischen Komplettanbieter für moderne Streitkräfte.


Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet. Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen und eine wirksame Abschreckung zu schaffen. Mit unseren Produkten werden wir an den steigenden Ausgaben für die Ausstattung der Streitkräfte einen bedeutenden Anteil haben und liefern, was moderne Streitkräfte im 21. Jahrhundert brauchen. Gemeinsam mit unserem neuen Bereich Naval Systems setzen wir die Segel in den Wind und nehmen jetzt volle Fahrt auf.“


Wachstumstreiber: Fahrzeuge, Munition und Digitalisierung

Besonders stark liefen 2025 mehrere Geschäftsbereiche:

Vehicle Systems

  • Umsatz: 4,99 Milliarden Euro (+32 %)

  • Wichtige Projekte: Boxer-Radpanzer und Militär-Lkw

Weapon and Ammunition

  • Umsatz: 3,53 Milliarden Euro (+27 %)

  • Operative Marge: 29 %

Electronic Solutions

  • Umsatz: 2,5 Milliarden Euro (+45 %)

  • Treiber: Digitalisierung der Bundeswehr und Flugabwehrsysteme

Vor allem der Bereich Munition und Schutzsysteme wächst rasant – ausgelöst durch steigende Nachfrage aus NATO-Staaten und der Ukraine.

Mega-Ausblick für 2026

Auch für das laufende Jahr stellt Rheinmetall weitere Rekorde in Aussicht.

Die Prognose:

  • Umsatz: 14 bis 14,5 Milliarden Euro

  • Wachstum: bis zu 45 %

  • Operative Marge: rund 19 %

Damit würde der Konzern innerhalb von nur zwei Jahren seinen Umsatz fast verdoppeln.