Charlotte Beissel verlässt Düsseldorf

Dr. Charlotte Beissel; Foto: ENBW Michael Lübke
(cs) Führungswechsel bei einem der größten Energiekonzerne Deutschlands – und der ist frühzeitig eingefädelt! Beim Versorger EnBW Energie Baden-Württemberg AG rückt eine neue Frau an die Spitze eines Schlüsselressorts: Dr. Charlotte Beissel aus Düsseldorf, bislang Vorstandsmitglied der Stadtwerke in Düsseldorf, wird zum 1. Juli 2026 in den Vorstand berufen – und übernimmt schon zwei Monate später das wichtige Personalressort.
Damit ist klar: Die Zeit von Colette Rückert-Hennen im Vorstand läuft aus. Die langjährige Personalchefin verabschiedet sich zum 31. August 2026 vorzeitig in den Ruhestand – und macht den Weg frei für einen reibungslosen Übergang. Hinter den Kulissen geht es um viel mehr als nur einen Personalwechsel. EnBW steckt mitten im Umbau – Energiewende, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle. Genau hier soll Beissel liefern. Sie übernimmt künftig die Bereiche Personal, Recht & Compliance sowie Immobilien – ein Machtpaket im Konzern.
Beissel selbst gibt sich kämpferisch: Sie will die Transformation des Konzerns aktiv vorantreiben und die Personalarbeit zu einem entscheidenden Faktor für die Zukunft machen. Große Worte – denen jetzt Taten folgen müssen.
Beissel schrieb zunächst auf SocialMedia ganz offen über den Wechsel: „Heute schlagen buchstäblich zwei Herzen in meiner Brust, weil mit dem Aufbruch auch ein Abschied von den Stadtwerken Düsseldorf verbunden ist. Was ich vor allem anderen aus der Zeit bei den Stadtwerken mitnehme? Die Menschen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskollegen Julien Mounier und Jan Huth. Und mit dem Betriebsrat um Klarissa Lerp.
Die neue Vorständin bringt dafür reichlich Erfahrung mit. Zuletzt arbeitete sie bei der Stadtwerke Düsseldorf AG, wo sie seit 2021 als Personalvorständin und Arbeitsdirektorin tätig war. Dort verantwortete sie nicht nur HR, sondern auch Digitalisierung, IT und Vertrieb – ein breites Portfolio, das ihr nun auch bei EnBW zugutekommen dürfte.
Klar ist: Dieser Wechsel ist kein Zufall, sondern Teil eines langfristigen Plans. EnBW stellt frühzeitig die Weichen für die Zukunft – und setzt dabei auf eine Managerin, die Wandel nicht nur verwaltet, sondern gestalten soll. Jetzt wird sich zeigen, ob sie den Konzern durch die nächste Phase der Transformation führen kann.
