Neue Podcastfolge: Tarifrunde im Groß- und Außenhandel NRW startet

Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering; Foto: Frank Wiedemeier

(ud/cs) Mit dem Verhandlungsauftakt in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen startet am 17. April die Tarifrunde 2026 im Groß- und Außenhandel. Die Entgelttarifverhandlungen finden in einem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und vor dem Hintergrund eines Beschäftigungsrückgangs in der Branche statt. Dazu gibt es auch eine neue Podcast-Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ (hier bitte klicken) mit Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering (Foto).

Unbeeindruckt davon fordert die Gewerkschaft ver.di auch in diesem Jahr je nach Tarifgebiet wieder Entgelterhöhungen von 7 % und mehr. Dabei zeigt sich eine große Bandbreite von reinen prozentualen Forderungen über einen Mix aus Prozenten verbunden mit Mindestbeträgen bis hin zu reinen Festbetragsanhebungen.

So fordert ver.di in Bayern 7 % mehr Entgelt. In anderen Tarifgebieten sind es auch 7 %, aber verbunden mit einer Mindestanhebung um 220 Euro (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) oder um 250 Euro (Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen). In den unteren Entgeltgruppen bedeutet das teilweise eine Erhöhung um mehr als 10 %. In Berlin und Brandenburg verlangt die Gewerkschaft pauschal 220 Euro mehr, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein 225 Euro sowie in Hessen und Rheinland-Pfalz 250 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen in den meisten Tarifgebieten um 150 Euro steigen, in Berlin und Brandenburg um 200 Euro.

Weitere erste regionale Verhandlungsrunden stehen am 20. April in Hamburg, am 27. April in Rheinland-Rheinhessen, am 29. April in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie am 30. April in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Danach folgen am 4. Mai Hessen und am 8. Mai Niedersachsen.