Starkes Signal für Gleichberechtigung und moderne Unternehmenskultur: Henkel zieht positive Bilanz bei globalem Elternzeitprogramm
Zwei Jahre nach der Einführung eines weltweit einheitlichen Elternzeitprogramms zieht Henkel eine positive Zwischenbilanz. Das Unternehmen verzeichnet eine deutlich höhere Inanspruchnahme der voll vergüteten Elternzeit und sieht sich in seinem Ansatz bestätigt, Familienfreundlichkeit und Gleichberechtigung global zu fördern. Besonders bemerkenswert: Immer mehr Väter nehmen das Angebot wahr – auch in Ländern, in denen Elternzeit für Männer bislang kaum etabliert war.
Von Christoph Sochart
Seit 2024 gewährt Henkel allen neuen Eltern weltweit acht Wochen voll bezahlte Elternzeit. Das Programm gilt unabhängig von Geschlecht, Familienmodell oder Standort und umfasst neben leiblichen Eltern auch Adoptiv- und Pflegeeltern, gleichgeschlechtliche Paare sowie Alleinerziehende. Nach Unternehmensangaben ist die Regelung im DAX weiterhin einzigartig.
„Mit der Einführung der globalen Henkel-Elternzeit haben wir vor zwei Jahren eine mutige und wegweisende Entscheidung getroffen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel. Das Programm sei nicht nur ein Beitrag zur Förderung von Gleichberechtigung, sondern stärke zugleich die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber sowie die Bindung der Beschäftigten.
Deutlicher Anstieg bei der Nutzung
Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: Weltweit stieg die Inanspruchnahme der voll vergüteten Elternzeit im vergangenen Jahr um 15 Prozent gegenüber 2024. Besonders stark fiel der Zuwachs bei männlichen Beschäftigten aus. Die Zahl der Väter, die Elternzeit nahmen, erhöhte sich um 35 Prozent.
Wie tiefgreifend der kulturelle Wandel ausfällt, zeigt ein Beispiel aus dem Nahen Osten. Während dort im Jahr 2024 kein einziger Mitarbeiter Elternzeit in Anspruch nahm, waren es im vergangenen Jahr bereits 84 Väter. Für Henkel ist dies ein Hinweis darauf, dass unternehmensweite Standards gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen und traditionelle Rollenbilder aufbrechen können.
Auch Personalvorständin Sylvie Nicol bewertet die Entwicklung positiv. Die globale Umsetzung sei sowohl organisatorisch als auch kulturell anspruchsvoll gewesen. Die hohe Akzeptanz zeige jedoch, dass konsequent umgesetzte Maßnahmen nachhaltige Veränderungen bewirken können – sowohl innerhalb des Unternehmens als auch darüber hinaus.
Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor
In Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung. Flexible Arbeitsmodelle, Betreuungsangebote und familienfreundliche Leistungen gelten längst nicht mehr nur als Zusatzleistungen, sondern als wichtige Faktoren im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.
Mit seinem globalen Elternzeitprogramm positioniert sich Henkel als Arbeitgeber, der moderne Lebensrealitäten berücksichtigt und Chancengleichheit aktiv fördert. Insbesondere die steigende Beteiligung von Vätern könnte langfristig dazu beitragen, familiäre Aufgaben gleichmäßiger zu verteilen und Karrierechancen für Frauen zu verbessern.
Anerkennung durch renommierte Auszeichnungen
Die Initiative findet auch außerhalb des Unternehmens Anerkennung. Für die globale Elternzeitregelung erhielt Henkel den DEI Corporate Excellence Award 2026 des F.A.Z.-Instituts. Bereits 2024 wurde das Programm mit Gold beim Deutschen Personalwirtschaftspreis ausgezeichnet.
Beide Preise würdigen Maßnahmen, die Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion nachhaltig stärken. Für Henkel sind die Auszeichnungen eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses und zugleich ein Signal, dass familienfreundliche Personalpolitik zunehmend als wichtiger Bestandteil moderner Unternehmenskultur wahrgenommen wird.
Die bisherige Bilanz zeigt: Das Programm wirkt. Es fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, stärkt die Mitarbeiterbindung und setzt zugleich ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung – weit über die Grenzen des Unternehmens hinaus.
