Bankenverband: Warum jetzt nach dem Urlaub der Finanzcheck jetzt wichtig ist
(cs) Kontoauszüge prüfen, Kartenabrechnungen kontrollieren und Sicherheitseinstellungen zurücksetzen: Nach der Reise lohnt sich ein genauer Blick auf die eigenen Finanzen. Der Bankenverband gibt Tipps, wie Urlauber unliebsame Überraschungen vermeiden können.
Der Urlaub ist vorbei, die Koffer sind ausgepackt – jetzt sollten auch die Finanzen noch einmal auf den Prüfstand. Denn gerade nach einer Reise können sich auf Kontoauszügen und Kreditkartenabrechnungen zahlreiche Buchungen sammeln. Wer diese zeitnah kontrolliert, behält den Überblick und kann Unstimmigkeiten schnell klären.
Kreditkartenabrechnung genau prüfen
Kartenzahlungen sind im Urlaub praktisch. Push-Nachrichten und Banking-Apps ermöglichen es inzwischen, Ausgaben unmittelbar nachzuvollziehen. Trotzdem empfiehlt sich nach der Rückkehr ein genauer Blick auf die Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen.
Taucht dort eine Abbuchung auf, die nicht nachvollziehbar ist, sollten sich Verbraucher möglichst schnell an ihre kartenausgebende Bank wenden. Hilfreich sind dafür Belege, Rechnungen oder die Kommunikation mit dem jeweiligen Händler oder Anbieter. Je nach Bank und Kartenart können unterschiedliche Fristen und Verfahren für eine Reklamation gelten.
Sicherheitseinstellungen nicht vergessen
Wer seine Karte für die Reise besonders freigeschaltet oder Sicherheitslimits verändert hat, sollte nach der Rückkehr auch diese Einstellungen überprüfen. Bei vielen Banken lassen sich beispielsweise Länderfreigaben oder bestimmte Limits direkt über das Online-Banking oder die Banking-App steuern.
Nach dem Urlaub können diese Einstellungen wieder auf den normalen persönlichen Bedarf zurückgesetzt werden – etwa auf eine Nutzung in Deutschland oder Europa.
Fremdwährung kann zusätzliche Kosten verursachen
Wer außerhalb des Euro-Raums unterwegs war, sollte außerdem auf mögliche Gebühren achten. Informationen zu den Kosten für Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen in fremder Währung finden sich im Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank. Zusätzlich können Geldautomatenbetreiber im Ausland eigene Gebühren verlangen.
Besonders wichtig ist die Frage, in welcher Währung eine Zahlung abgerechnet wird. Wird am Kartenterminal oder Geldautomaten die Umrechnung in Euro angeboten, ist es in der Regel günstiger, diese abzulehnen und stattdessen die Landeswährung zu wählen. So lässt sich eine oft ungünstigere Umrechnung durch den Anbieter vermeiden.
Was tun mit übrig gebliebenem Urlaubsgeld?
Nach einer Reise bleibt nicht selten Bargeld in der jeweiligen Landeswährung übrig. Bei kleineren Beträgen lohnt sich ein Rücktausch häufig nicht, weil Wechselkurse und Gebühren ungünstig sein können.
Eine Alternative: Das restliche Geld kann gespendet werden. An vielen Flughäfen gibt es Sammelstellen für Fremdwährungen, auch gemeinnützige Organisationen nehmen solche Beträge teilweise entgegen. Der Gegenwert kann anschließend sozialen Projekten zugutekommen.
Was hat der Urlaub tatsächlich gekostet?
Zum Finanzcheck nach der Reise gehört schließlich auch eine persönliche Bilanz. Wie hoch waren die gesamten Urlaubsausgaben? Wo wurde das Budget überschritten? Welche Kosten waren unerwartet?
Ein solcher Rückblick hilft nicht nur dabei, die aktuelle finanzielle Situation im Blick zu behalten. Er kann auch eine gute Grundlage für die Planung der nächsten Reise sein. Denn wer weiß, wofür im vergangenen Urlaub besonders viel Geld ausgegeben wurde, kann das nächste Reisebudget realistischer kalkulieren.
Kurz gesagt: Koffer auspacken, Konto checken – und mit einem guten Überblick in den Alltag zurückkehren.
