BAU-TURBO IN DÜSSELDORF! Jetzt soll alles schneller gehen
(cs) Düsseldorf drückt aufs Gas! Der Rat der Düsseldorf hat am 19. März den Bau-Turbo beschlossen – und der soll die Wohnungsnot endlich entschärfen. Schluss mit jahrelangen Genehmigungs-Verfahren: Dank eines neuen Bundesgesetzes können Bauprojekte jetzt deutlich schneller durchgewunken werden, ohne erst aufwendige Bebauungspläne aufzustellen. Ziel ist klar: mehr Wohnungen, mehr Tempo, mehr bezahlbarer Wohnraum für die Bürger.
Erste Projekte laufen bereits im Turbo-Modus, etwa an der Hansaallee und am Kennedydamm. Doch einfach nur schneller bauen reicht der Stadt nicht. Planungsdezernentin Cornelia Zuschke stellt klar: Wer vom Bau-Turbo profitieren will, muss auch liefern. Heißt: fertige Konzepte, klare Planung und vor allem die Bereitschaft, schnell umzusetzen. Verzögerungen oder halbgare Ideen haben keine Chance.
Gleichzeitig setzt die Stadt klare Leitplanken. Auch im Eilverfahren müssen Bauprojekte zur Entwicklung einer modernen, lebenswerten Stadt beitragen. Grünflächen, klimagerechtes Bauen, gute Mobilität und vor allem ein sozialer Wohnungsmix bleiben Pflicht. Das bedeutet konkret: Ein Teil der neuen Wohnungen muss bezahlbar sein – auch für Menschen mit kleinerem Einkommen.
Besonders hart geht Düsseldorf gegen Spekulation vor. Jeder Bauherr muss einen Vertrag mit der Stadt abschließen und sich verpflichten, innerhalb von 48 Monaten nach Genehmigung zu bauen. Außerdem müssen Investoren sich an den Kosten für Infrastruktur wie Kitas oder Schulen beteiligen. Grundstücke einfach weiterverkaufen, um Gewinne zu machen, ist nur mit Zustimmung der Stadt möglich.
Der Bau-Turbo soll vor allem dort greifen, wo schnell neuer Wohnraum entstehen kann: bei leerstehenden Gebäuden, auf brachliegenden Flächen oder bei Nachverdichtungen. Große und besonders komplexe Projekte bleiben dagegen im normalen Verfahren. Klar ist: Düsseldorf will Tempo machen – aber nicht um jeden Preis. Freuen werden sich die Unternehmen in der Stadt, deren Mitarbeitenden dringend Wohnraum benötigen.
