Chemiepartner vereinbaren Brücken-Lösung

Hans Oberschulte
Die Tarifvertragsparteien der chemischen Industrie, der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und die IG BCE, haben die derzeit laufende Tarifrunde mit einer „Brücken-Regelung“ bis zum Oktober 2022 ausgesetzt. Hintergrund hierfür sei die wachsende Unsicherheit aufgrund des Krieges in der Ukraine und seiner Folgen für die Wirtschaft.
Wesentliches Element dieser Brücken-Regelung ist eine Einmalzahlung („Brückenzahlung“) in Höhe von 1.400 Euro, die den Beschäftigten bis Ende Mai 2022 auszuzahlen ist. Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten (Verlust in 2021; Nettoumsatzrendite unter 3 Prozent für 2021 oder voraussichtlich für 2022) wird die Zahlung auf 1.000 Euro gekürzt. Neben weiteren Vereinbarungen u. a. in den Themenfeldern Ausbildung und Mobiles Arbeiten, hat man sich auf die Entwicklung eines Sozialpartnermodells zur betrieblichen Altersvorsorge verständigt, das bis zum 30. Juni 2022 tariflich geregelt werden soll.
Foto: BAVC