Globale Bühne für Verpackung und Verarbeitung: Die interpack 2026 in Düsseldorf

Mit über 1.000 Ausstellern ist der Packmittelbereich auf der interpack eine Mega-Messe für sich. Foto: Messe Düsseldorf

(cs) Vom 7. bis 13. Mai wird Düsseldorf damit erneut zum Treffpunkt einer Branche, die im Hintergrund wirkt, aber die Welt zusammenhält. Die interpack 2026 zeigt eindrucksvoll, wie zentral Verpackung für die globale Wirtschaft ist – nicht als bloße Hülle, sondern als Schlüsseltechnologie für Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und industrielle Innovation. Tipp für Autofahrer: Besonders voll wird es im Düsseldorfer Norden am Sonntag wegen der Interface und des Fortuna-Spiels.

Wenn sich im Mai 2026 die Tore der interpack 2026 öffnen, wird Düsseldorf erneut zum Zentrum einer Industrie, die im Alltag oft übersehen wird – und doch unverzichtbar ist. Mehr als 2.800 Aussteller aus 65 Ländern kommen zusammen, um auf der weltweit größten Messe für Processing & Packaging ihre Innovationen zu präsentieren.

Die Dimensionen sind beeindruckend: Über sämtliche Hallen hinweg zeigt die interpack die gesamte Wertschöpfungskette – von hochkomplexen Verpackungsmaschinen und vollständigen Produktionslinien bis hin zu Materialien, Packmitteln und Prozesstechnik für Branchen wie Lebensmittel, Pharma, Kosmetik und Industriegüter. Anders als viele Fachmessen bleibt es dabei nicht bei Theorie: Zahlreiche Anlagen laufen live, Produktion wird vor Ort sichtbar und greifbar.

Neue Regulierung als Treiber des Wandels

Ein beherrschendes Thema ist die geplante Europäische Verpackungsverordnung, kurz PPWR. Sie wird tief in die industrielle Praxis eingreifen – von der Materialauswahl über das Verpackungsdesign bis hin zu kompletten Produktionsprozessen.

Ab August 2026 sollen die neuen Regeln verbindlich gelten und sämtliche Verpackungen im EU-Binnenmarkt betreffen. Auf der interpack zeigt sich bereits jetzt, wie Unternehmen darauf reagieren: mit neu entwickelten Materialien, recyclingfähigen Konzepten und Investitionen in die Transformation ihrer Anlagen.

Stabile Branche in unsicheren Zeiten

Trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten präsentiert sich die Branche robust. Der deutsche Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbau zählt weiterhin zu den stabilen Säulen der Industrie. Laut VDMA war 2025 von Produktionswachstum und starken Exporten geprägt.

Diese Stabilität ist kein Zufall: Die globale Nachfrage nach Lebensmitteln und Pharmazeutika steigt kontinuierlich. Verpackung übernimmt dabei eine Schlüsselrolle – sie schützt Produkte, verlängert ihre Haltbarkeit und ermöglicht erst die weltweite Distribution. Ohne sie wären moderne Lieferketten kaum denkbar.

Drei Themen, die die Zukunft prägen

Die interpack 2026 setzt gezielt Schwerpunkte auf drei zentrale Zukunftsfelder:

  • Smart Manufacturing: Datengetriebene Produktion, Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Robotik sorgen für Effizienz und Flexibilität in der Fertigung.
  • Innovative Materials: Neue Materialien und Design-for-Recycling-Konzepte stehen im Fokus nachhaltiger Verpackungslösungen.
  • Future Skills: Der Wandel der Arbeitswelt erfordert neue Kompetenzen – von digitalem Know-how bis zur Arbeit mit automatisierten Systemen.

Mehr als eine Messe: Plattform für Austausch und Impulse

Neben der Ausstellung bietet die interpack ein umfangreiches Rahmenprogramm. Im Spotlight Forum diskutieren Expertinnen und Experten aktuelle Entwicklungen rund um Regulierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit.

Mit der Initiative SAVE FOOD wird die Reduzierung von Lebensmittelverlusten entlang der gesamten Wertschöpfungskette thematisiert – ein Bereich, in dem Verpackung eine entscheidende Rolle spielt.

Zugleich schafft das Format Women in Packaging Raum für Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in einer traditionell technisch geprägten Branche.