Nordrhein-Westfalen plant neues Zentrum für Verteidigungstechnologie

Screenshot: Rheinmetall Instagram

(cs) Unser Bundesland reagiert auf die veränderte Sicherheitslage in Europa. Das Land will mehr für die eigene Verteidigungsfähigkeit tun. Dafür plant es ein neues Technologie- und Entwicklungszentrum: das Production Launch Centre Defence (PLCD). Mit diesem Zentrum übernimmt Nordrhein-Westfalen Verantwortung in einer Zeit, die oft als „Zeitenwende“ bezeichnet wird. Gemeint ist: Deutschland und Europa müssen sich besser schützen können.

Was ist das Ziel?

Das PLCD soll Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups enger zusammenbringen. Gemeinsam sollen sie neue Technologien für die Sicherheit und Verteidigung entwickeln. Dabei geht es zum Beispiel um Anforderungen der Bundeswehr und der NATO. Wichtig ist: Im Mittelpunkt stehen konkrete Projekte. Es geht nicht nur um Forschung im Labor, sondern um Lösungen, die schnell genutzt und produziert werden können.

Was sagt die Landesregierung?

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, sagt: Die Zeitenwende sei kein Schlagwort, sondern ein klarer Auftrag zu handeln. Wer Frieden sichern wolle, müsse auch in Verteidigung investieren. Innovationen aus Forschung und Industrie müssten schneller einsatzbereit werden. Nordrhein-Westfalen habe starke Unternehmen, gute Forschung und viele Fachkräfte. Mit dem PLCD solle Europa technologisch unabhängiger und widerstandsfähiger werden.

Wer macht mit?

Das Zentrum wird vom Wirtschaftsministerium des Landes geplant – gemeinsam mit Partnern aus der Industrie.

Zu den ersten Kernpartnern gehören:

  • Rheinmetall

  • Mubea

  • Lockheed Martin

Diese Unternehmen haben zusammen mit Ministerin Neubaur am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz eine Absichtserklärung unterschrieben.

Stimmen aus der Industrie

Der Vorstandschef von Rheinmetall, Armin Papperger, erklärt: Das neue Zentrum soll helfen, schneller von der Entwicklung zur Serienproduktion zu kommen. Nordrhein Westfalen könne sich so als wichtiger Standort für Verteidigungstechnologie in Europa etablieren.

Auch Dennis Goege von Lockheed Martin betont: Die Zusammenarbeit stärke die Industrie in Europa und den USA. Das helfe auch der Bundeswehr und der NATO.

Felix Muhr von Mubea sagt: Die Initiative unterstütze Unternehmen dabei, Innovationen schneller für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie nutzbar zu machen – jetzt und in Zukunft.

Was bedeutet das für Nordrhein-Westfalen?

Für das Land bringt das Projekt:

  • neue Investitionen

  • mehr Hightech-Arbeitsplätze

  • bessere Chancen für Start-ups und mittelständische Unternehmen

  • stärkere internationale Sichtbarkeit

Das PLCD soll eine offene Plattform sein. Auch kleine und mittlere Unternehmen sollen leichter an sicherheitsrelevanten Projekten teilnehmen können. Nordrhein-Westfalen will seine industrielle Stärke nutzen, um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken. Mit dem Production Launch Centre Defence entsteht ein neues Zentrum, das Forschung, Wirtschaft und Sicherheit enger verbinden soll. Ziel ist mehr Sicherheit – und zugleich neue wirtschaftliche Chancen für das Land.