Peter Sebastian Krause ist neuer Vorsitzender von Südwestmetall

(ud) Peter Sebastian Krause, Vorsitzender auch des Düsseldorfer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie „düsseldorf metall“, ist neuer Vorsitzender des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie (M+E), Südwestmetall. Der Vorstand des Verbands wählte ihn auf seiner Sitzung am 14. Januar 2026 zum Nachfolger von Dr. Joachim Schulz (69), der nach knapp vier Jahren an der Verbandsspitze seinen Rücktritt erklärt hatte. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Katrin Stegmaier-Hermle, Sprecherin der Geschäftsführung der Balluff GmbH (Neuhausen auf den Fildern), gewählt. Sie bekleidet dieses Amt neben Dr. Harald Marquardt (stv. Vorsitzender seit 2009).

Der Jurist Krause gehört dem Vorstand von Südwestmetall bereits seit 2010 an. Damals wurde er als Vorstandsmitglied der Kolbenschmidt Pierburg AG in Neckarsulm (heute Rheinmetall Automotive) in das Gremium gewählt. Seit November 2020 ist er Mitglied im Engeren Vorstand, seit 2022 stellvertretender Vorsitzender des Verbands. Zuletzt war er als Vorstandsmitglied für Personal und Arbeitsdirektor der Rheinmetall AG tätig.

Schulz hatte bereits bei seiner Wiederwahl im Juni 2024 erklärt, dass aus persönlichen Gründen die 2026 endende zweijährige Amtsperiode seine letzte sein würde. Der um einige Monate vorgezogene Wechsel im Vorsitz, so Schulz, schaffe nun die Voraussetzung, dass in der Vorbereitungsphase der für den Herbst anstehenden Tarifrunde Kontinuität herrsche: „Unsere Industrie steht vor enormen Herausforderungen. Dieser Tarifrunde kommt daher eine ganz besondere Bedeutung zu. Deshalb braucht es schon frühzeitig im Vorfeld der Verhandlungen eine klare Führung, damit auch eine durchgängige Verantwortlichkeit gesichert ist.“ Sein Nachfolger Krause bringe „genau die Erfahrung und Expertise mit, die wir jetzt benötigen, um den Verband in dieser entscheidenden Zeit zu führen und um die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen kraftvoll zu vertreten“.

Krause kündigte an, einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Tarifpolitik legen zu wollen: „Wir müssen einen Rahmen schaffen, der die Unternehmen noch besser dabei unterstützt, die Transformation erfolgreich zu bewältigen. Dabei muss der sehr heterogenen Lage in den Firmen Rechnung getragen werden. Der Erfolg der Tarifpolitik muss sich daran messen lassen, ob es gelingt, den Arbeitsplatzabbau zu bremsen und am Standort Deutschland wieder mehr zu investieren.“

Seinem Vorgänger dankte Krause für das langjährige und intensive Engagement im Verband: „Dr. Schulz hat das Amt im Mai 2022 übernommen, einer Zeit, die noch im Zeichen der Corona-Krise, vor allem aber unter dem Eindruck des gerade ausgebrochenen Ukraine-Kriegs stand.“ Schulz habe den Verband in diesen Jahren mit Weitblick und tiefem analytischem Verständnis durch zwei schwierige Tarifrunden geführt und die Organisationsentwicklung des Verbands vorangetrieben: „Der Verband und unsere Industrie sind ihm zu großem Dank verpflichtet.“ Schulz gehört dem Südwestmetall-Vorstand seit 2009 an. Auch nach seinem Rücktritt als Verbandsvorsitzender bleibt er als Vorsitzender der Bezirksgruppe Stuttgart weiterhin Mitglied des Führungsgremiums.