Rheinmetall-Destinus-Joint-Venture setzt auf europäische Marschflugkörper

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(cs) Das Düsseldorfer Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall und Destinus hat seine strategischen Prioritäten vorgestellt. Im Fokus steht die beschleunigte Entwicklung des Marschflugkörpers Ruta Block 3, der für strategische Tiefenangriffe auf Entfernungen von mehr als 2.000 Kilometern ausgelegt ist.
Der Flugkörper soll einen Gefechtskopf von bis zu 250 Kilogramm tragen und aus standardisierten Containern gestartet werden können. Diese lassen sich auf Landfahrzeugen, darunter Rheinmetall-HX-Lkw, sowie auf maritimen Plattformen einsetzen. Die Feuerbereitschaft soll innerhalb von rund zwei Minuten erreicht werden.
Parallel dazu startet das Joint Venture die Produktion seiner ersten Systeme: des Marschflugkörpers Kryla sowie des Ruta Block 2. Während Kryla mit einem 50-Kilogramm-Gefechtskopf für kosteneffiziente Sättigungsschläge konzipiert wurde und auch aus bestehenden Mehrfachraketenwerfern gestartet werden kann, richtet sich Ruta Block 2 mit seinem 250-Kilogramm-Gefechtskopf gegen hochwertige und gehärtete Ziele.
Nach Angaben des Unternehmens wird die NATO-Zertifizierung des Ruta Block 3 mit hoher Priorität vorangetrieben. Ziel ist es, das System künftig allen NATO- und EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung zu stellen.
Für die industrielle Umsetzung errichtet Rheinmetall Destinus Strike Systems eine eigene Anlage für Endmontage, Integration und Erprobung in Deutschland. Die erste Lieferbereitschaft ist bereits für 2026 vorgesehen. Die Arbeitsteilung im Joint Venture sieht vor, dass Destinus die technologischen Kernkomponenten der Flugkörper liefert, während Rheinmetall Gefechtsköpfe und Booster-Raketenmotoren beisteuert.
