Rheinmetall erzielt neue Rekordwerte – Nachfrage im Rüstungsgeschäft bleibt hoch
(cs) Die Düsseldorfer Rheinmetall AG setzt ihren Wachstumskurs fort und verzeichnet nach den ersten neun Monaten 2025 neue Rekordwerte bei Umsatz und Ertrag. Angesichts der angespannten sicherheitspolitischen Lage und deutlich steigender Verteidigungsbudgets in zahlreichen Ländern bleibt die Nachfrage im militärischen Bereich ungebrochen. Kernmärkte des Düsseldorfer Technologiekonzerns sind weiterhin Europa, Deutschland und die Ukraine.
Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 7,52 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,27 Milliarden Euro). Das operative Konzernergebnis erhöhte sich um 18 Prozent auf 835 Millionen Euro (Vorjahr: 705 Millionen Euro). Besonders stark trug der militärische Bereich zum Ergebnis bei: Das operative Ergebnis aus dem Geschäft mit den Streitkräften lag bei 825 Millionen Euro, ein Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
„Wir haben uns kraftvoll entwickelt und sind mit solidem Wachstum auf gutem Kurs zur Erreichung unserer anspruchsvollen Jahresziele“, sagte Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Jetzt sind die Weichen gestellt für ein starkes viertes Quartal, zumal die geplanten Großprogramme der Bundeswehr nun in der Finanzplanung des Bundes abgesichert sind und in den kommenden Monaten in die Beauftragung gehen werden.“
Trotz Verzögerungen bei der Auftragsvergabe infolge der späten Verabschiedung des Bundeshaushalts nach den Neuwahlen im Frühjahr 2025 blieben die Auftragsbücher auf Rekordniveau. Im Gegensatz dazu zeigt sich das zivile Geschäft weiterhin schwach und liegt erneut unter dem Vorjahreswert.
Starke Abhängigkeit von deutscher Nachfrage
Das Geschäft mit der Bundeswehr gewinnt zunehmend an Bedeutung: Der Anteil des in Deutschland erzielten Umsatzes stieg nach neun Monaten um 3,5 Prozentpunkte auf 34 Prozent, während der Auslandsanteil 66 Prozent beträgt. Damit profitiert Rheinmetall stark von den Investitionen in die europäische Sicherheitsarchitektur.
Die Konzernführung bestätigt vor diesem Hintergrund die Jahresprognose: Sowohl das erwartete Umsatzwachstum als auch die operative Ergebnismarge sollen mindestens im bisherigen Zielkorridor liegen.
Massive Expansion der Produktionskapazitäten in Europa
Rheinmetall investiert massiv in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten. „Aktuell sind es 13 Werke, die wir in Europa entweder neu entstehen lassen oder massiv ausbauen“, erklärte Papperger. Erst vor wenigen Tagen sei in Litauen der Spatenstich für ein neues Werk erfolgt, Lettland werde folgen. Zudem habe Rheinmetall mit der bulgarischen Regierung den Aufbau zweier großer Werke für Munition und Pulver vereinbart.
„Mit den Projekten, die wir in der Pipeline haben, werden wir künftig in allen wichtigen Bereichen ein relevanter Akteur sein – zu Lande, zu Wasser, in der Luft und auch im Weltraum“, so Papperger weiter. Durch den geplanten Zukauf von NVL, dem Marineschiffbaugeschäft der Lürssen-Gruppe, will der Konzern seine Position in der maritimen Verteidigung stärken.



