Rheinmetall investiert in Kapazitätsausbau am Standort Aschau am Inn

Foto: Rheinmetall

Das Düsseldorfer Technologieunternehmen Rheinmetall baut die Produktionskapazitäten seiner Tochterfirma Nitrochemie am Standort Aschau a. Inn im Rahmen des Projekts „Firepower“ erheblich aus. Bei der Grundsteinlegung für eine neue Pulverfabrik – nach Unternehmensangaben eine der größten und modernsten Europas – waren Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Dr. Nils Schmid sowie der Bayerische Wirtschaftsminister Dr. Hubert Aiwanger zugegen.


Von Christoph Sochart


Die Werksfläche wächst von rund 90 auf 110 Hektar, mehrere hundert Millionen Euro werden investiert. Die Belegschaft, seit 2022 bereits um rund 80 Prozent auf über 800 Beschäftigte gestiegen, soll auf 1.400 Mitarbeitende anwachsen. Ab 2027 soll die Produktion in den neuen Anlagen schrittweise starten, die maximale Fertigungskapazität ist für 2028 vorgesehen.

Ministerpräsident Söder sprach von einem „guten Tag für die Sicherheit“ und betonte die Bedeutung für Resilienz und Autonomie im Verteidigungsbereich. Staatssekretär Schmid verwies auf die sicherheitspolitische Notwendigkeit des Kapazitätsausbaus für Deutschland und seine Partner. Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Armin Papperger hob hervor, dass der Standort Aschau zur nationalen Souveränität und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas beitrage.

Bis 2030 strebt der Rheinmetall-Konzern eine jährliche Gesamtkapazität von 20.000 Tonnen Treibladungspulver an; über ein Fünftel davon soll künftig aus Aschau stammen.