Rheinmetall liefert Feldhospitäler nach Dänemark

Screenshot: Rheinmetall

(cs) Die Rheinmetall Mobile Systeme GmbH, eine Tochter des Düsseldorfer Technologiekonzerns Rheinmetall, hat Ende 2025 einen Großauftrag aus Dänemark erhalten. Das dänische Verteidigungsministerium beauftragte das Unternehmen mit der Lieferung von fünf sogenannten Role-2-Feldhospitälern. Der Auftragswert liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Verbucht wurde der Auftrag im vierten Quartal 2025. Die Auslieferung aller Systeme soll innerhalb von zwei Jahren erfolgen.

Geliefert werden drei Hospitäler des Typs Role 2B „Basic“ und zwei der Kategorie Role 2E „Enhanced“. Die Basic-Variante ist vollständig containerbasiert und wird auf Lastwagen betrieben. Dadurch sind die Systeme schnell einsatzbereit und flexibel verlegbar. Zum Umfang gehört außerdem ein sogenanntes Forward Module in Zelten, das das Basissystem ergänzt oder eigenständig eingesetzt werden kann. Die Role 2B-Version verfügt über ein umfassendes Trauma-System mit Diagnostik und Operationsmöglichkeit. Nach der Erstversorgung nahe der Front können Patientinnen und Patienten in weiter rückwärtige Einrichtungen transportiert werden.

Die Enhanced-Variante bietet erweiterte Kapazitäten. Sie verfügt über zwei Operationssäle sowie zusätzliche Intensivplätze. Darüber hinaus sind unter anderem ein Computertomograph, ein Labor- und Apothekencontainer sowie Möglichkeiten zur zahnärztlichen Behandlung integriert. Die Container gelten als felderprobt und sind speziell für militärische Anforderungen und Transportbelastungen ausgelegt. Bei der Auswahl der Medizintechnik wurde eng mit dänischen Stellen zusammengearbeitet, sodass Geräte zum Einsatz kommen, die im dänischen Sanitätsdienst bereits eingeführt sind.

Sowohl die Basic- als auch die Enhanced-Systeme können über einen bestimmten Zeitraum autark betrieben werden. Sie verfügen über eigene Strom-, Wasser- und Sauerstoffversorgung. Militärische Sanitätseinheiten ergänzen den Lieferumfang.

Armin Krenn, Geschäftsführer der Rheinmetall Mobile Systeme GmbH, bezeichnete die Beauftragung als wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit mit einem NATO-Partner. Die Kooperation mit der dänischen Beschaffungsbehörde und den späteren Nutzern sei von Beginn an professionell und partnerschaftlich verlaufen. Gemeinsam habe man leistungsfähige und einsatzorientierte Lösungen für den dänischen Sanitätsdienst entwickelt.

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