Virtuelle Betriebserkundungen für Eltern und ihre Kinder eine Erfolgsgeschichte – Eltern spielen bei der Berufsorientierung ihrer Kinder eine wichtige Rolle

Mit diesem Erfolg hätten wir nie gerechnet: seit einigen Wochen gibts in unserer Stadt “Virtuelle Betriebserkundungen für Eltern und ihre Kinder”, gemacht von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf und uns! Bisher konnten drei Folgen live produziert werden.

Das Konzept: Die Azubis der Betriebe stellen persönlich und praxisnah ihre Ausbildungsberufe vor, erklären die Ausbildungsabläufe, geben Tipps und beantworten Fragen. Zusätzlich erklärt ein/e Berufsberater/in die Zusammenhänge zum Düsseldorfer Ausbildungsmarkt und gibt Hinweise zum Bewerbungsverfahren. In einem weiteren Step wird erläutert, wie die Schülerinnen und Schüler den Berufswahlpass zur Nachbereitung nutzen können. Für die Moderation fanden wir eine perfekte Inhouse-Lösung mit unseren Teammitgliedern.

Bisher gab es Folgen mit den Ausbildungsbotschaftern der Provinzial, der Stadtwerke und Vodafone. Im zweiten Halbjahr soll die Initiative mit anderen Unternehmen aus unserer Stadt fortgesetzt werden. Alle bisherigen Folgen gibts hier: https://kompetenzzentrum-duesseldorf.de/mediathek/

Eltern spielen bei der Berufsorientierung ihrer Kinder eine wichtige Rolle und sollten ihnen helfend zur Seite stehen. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Berufsorientierung junger Frauen im Wandel hat sich u.a. mit der Frage beschäftigt, wer bei der Berufsorientierung für junge Menschen am wichtigsten ist. Dafür wurden insgesamt 400 Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr befragt.

Das Ergebnis: „Die Eltern sind für ihre Töchter und Söhne die wichtigste Personengruppe im Prozess Berufsorientierung. Dabei sind Vater (29%) und Mutter (28%) praktisch gleich einflussreich. Auch Freundinnen und Freunde haben nach Angabe der Befragten durchaus Einfluss auf die Berufsorientierung. Die Schule hat, so die Angaben der Auszubildenden, überwiegend keinen oder nur geringen Einfluss auf die Berufsorientierung, ebenso wie die Fachkräfte der Berufsberatung“. Die Schilderungen und Erzählungen der hier befragten Auszubildenden belegen, dass das Verhältnis zwischen Kindern bzw. Jugendlichen und ihren Eltern auch in der Phase der Berufsorientierung und des Übergangs von der Schule in die Ausbildung heute eher von Solidarität als von hierarchischer Autorität charakterisiert ist.

An der herausragenden Bedeutung der Eltern für die Berufswahl und die Berufsorientierung Jugendlicher scheint sich seit langem kaum etwas verändert zu haben. So zeigt beispielsweise Beinke (2002 und 2005) in seinen Studien zur Berufswahl, dass Eltern die größte Bedeutung für die Berufswahl der Kinder haben und dass die Eltern die Berufsentscheidung den Kindern überlassen. Ganz ähnlich heißt es in der Studie „Jugend und Beruf“ der Bertelsmann-Stiftung (2005): „Die Berufswahl ist auch einer der wenigen Bereiche, in dem Jugendliche ihre Eltern noch um Rat fragen, in dem sie ihnen noch Kompetenz einräumen“.