150 Jahre Henkel: Ein Jubiläum für Menschen, Mut und Düsseldorf

Dr. Simone Bagel-Trah Foto: HENKEL

Von Christoph Sochart

150 Jahre Unternehmensgeschichte sind weit mehr als eine beeindruckende Zahl. Sie erzählen von Mut, Veränderungsbereitschaft, Verantwortung und vor allem von den Menschen, die ein Unternehmen über Generationen hinweg prägen. Henkel feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen – und macht dabei deutlich: Dieses Jubiläum gehört vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Am Samstag, 26. September 2026, wird der Düsseldorfer Hauptsitz zum Mittelpunkt eines großen Familienfestes. Rund 18.000 Henkel-Mitarbeitende und ihre Angehörigen werden zu einem Festival auf dem Werksgelände erwartet. Mitarbeiterfeste an den weltweiten Standorten ergänzen die Feierlichkeiten. Damit wird aus dem Jubiläum ein globales Ereignis, das die internationale Gemeinschaft der Henkelaner sichtbar macht.

Für Düsseldorf ist dieses Jubiläum von besonderer Bedeutung. Henkel ist nicht nur eines der bekanntesten Unternehmen unserer Stadt, sondern auch ein prägender Teil ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Als Unternehmensmitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf verbindet uns eine langjährige und enge Zusammenarbeit.

Von Aachen nach Düsseldorf – und in die Welt

Die Geschichte von Henkel begann am 26. September 1876 in Aachen. Fritz Henkel gründete dort eine kleine Waschmittelfabrik. Wenige Jahre später verlegte das Unternehmen seinen Sitz nach Düsseldorf. Aus dem Start-up des 19. Jahrhunderts entwickelte sich ein global tätiges Unternehmen mit heute rund 50.000 Beschäftigten in mehr als 70 Ländern.


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Marken wie Persil und Schwarzkopf sind vielen Menschen seit Jahrzehnten vertraut. Mit dem Unternehmensbereich Adhesive Technologies ist Henkel zudem weltweit führend bei Kleben, Dichten und Beschichten. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr unternehmerischer Pioniergeist, Innovationskraft und die Bereitschaft zur Veränderung zusammengehören.

Dass Henkel heute auf 150 Jahre erfolgreiche Entwicklung zurückblicken kann, ist keineswegs selbstverständlich. Märkte, Technologien und gesellschaftliche Erwartungen haben sich immer wieder verändert. Henkel hat diese Veränderungen angenommen und daraus neue Chancen entwickelt.

Dr. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses von Henkel, bringt diesen Gedanken treffend auf den Punkt. Ihr Ururgroßvater hätte sich vor 150 Jahren vermutlich nicht vorstellen können, dass einmal rund 50.000 Henkelanerinnen und Henkelaner auf allen Kontinenten ein solches Jubiläum feiern würden. Möglich geworden sei diese Entwicklung durch Menschen, die über Generationen hinweg Verantwortung übernommen und Pioniergeist gezeigt hätten.

Ein Fest für die Menschen hinter dem Erfolg

Das große Festival am Düsseldorfer Hauptsitz stellt genau diese Menschen in den Mittelpunkt. Auf dem Werksgelände entstehen interaktive Erlebniswelten, Markenstände und geöffnete Innovationszentren. Die Besucherinnen und Besucher können dort die Unternehmensbereiche, Produkte und Technologien kennenlernen.

Eine „Memory Lane“ nimmt die Gäste mit auf eine Reise durch 150 Jahre Henkel-Geschichte. Sie macht sichtbar, wie aus einem kleinen Waschmittelhersteller ein international erfolgreiches Unternehmen geworden ist. Kulinarische Angebote, Musik und zahlreiche Mitmachaktionen sorgen dafür, dass das Jubiläum zu einem gemeinsamen Erlebnis für mehrere Generationen wird.

Auf drei Bühnen gibt es Musik, Live-Talks und Gespräche mit bekannten Gästen aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. Für Familien wird eine eigene Kids Area eingerichtet – mit Spielbereichen, Workshops sowie einer Kinderbühne mit Musik, Comedy und Zauberei.

Der musikalische Höhepunkt des Tages ist ein eigens für das Jubiläum konzipiertes Konzert. Nach dem Auftritt der Henkel-Firmenband „Red Pack“ wird Johannes Oerding ein zweieinhalbstündiges Konzert geben. Weitere Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Genres und Generationen sollen bis zum Abend eine Überraschung bleiben.

CEO Carsten Knobel bei der Unternehmerschaft Düsseldorf; Foto: Frank Wiedemeier

Henkel und die Unternehmerschaft Düsseldorf

Die Verbindung zwischen Henkel und der Unternehmerschaft Düsseldorf reicht weit zurück. Konrad Henkel hat die Düsseldorfer Unternehmerschaft gegründet. Diese historische Verbindung ist für uns ein wichtiger Teil unserer eigenen Geschichte und unseres Selbstverständnisses.

Bis heute ist Henkel als Unternehmensmitglied eng mit der Unternehmerschaft Düsseldorf verbunden. Wir verstehen uns als Netzwerk, das Unternehmen zusammenbringt, den Austausch fördert und die Bedeutung von Unternehmertum für unsere Stadt sichtbar macht.

Besonders gefreut haben wir uns deshalb, dass Henkel-CEO Carsten Knobel Ehrengast bei unserem „Düsseldorfer Arbeitgebertag“ war. Der Austausch über wirtschaftliche Entwicklungen, Führung, Innovation und die Zukunft des Standorts Düsseldorf hat gezeigt, wie wichtig starke Persönlichkeiten und verlässliche Netzwerke gerade in Zeiten großer Veränderungen sind.

Auch Dr. Simone Bagel-Trah war bereits zu Gast bei unserem Format „Unternehmerschaft im Dialog“ im Düsseldorfer Industrieclub. Solche Begegnungen leben von Offenheit, gegenseitigem Respekt und dem Willen, über die großen Fragen unserer Zeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Henkel steht dabei für eine Unternehmenskultur, die Tradition und Zukunft miteinander verbindet.

Anerkennung für Mitarbeitende

Henkel beschränkt die Wertschätzung für seine Beschäftigten nicht auf die Jubiläumsfeierlichkeiten. Im Jubiläumsjahr erhalten alle Mitarbeitenden in ihrem Geburtsmonat einen zusätzlichen Urlaubstag. Zudem bekommen Teilnehmende am Mitarbeiteraktienprogramm einmalig einen Jubiläumszuschlag von 41 Prozent auf ihre persönliche Investition in Henkel-Aktien.

Damit macht das Unternehmen deutlich, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur Gäste des Jubiläums sind. Sie sind Teilhaberinnen und Teilhaber der gemeinsamen Entwicklung und sollen am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden.

Henkel-CEO Carsten Knobel betont zu Recht, dass ein 150-jähriger Unternehmenserfolg keine Selbstverständlichkeit ist. Entscheidend seien die Menschen, die mit ihren Ideen, ihrem Wissen und ihrem Einsatz dazu beigetragen hätten, Henkel immer wieder weiterzuentwickeln. Dieses Jubiläum sei deshalb vor allem ihr Jubiläum.

Diese Haltung verdient Anerkennung. Denn moderne Unternehmensführung zeigt sich nicht allein in Kennzahlen und Marktpositionen. Sie zeigt sich auch darin, ob ein Unternehmen seine Beschäftigten wahrnimmt, ihnen vertraut und ihren Beitrag sichtbar würdigt.

Investition in die nächste Generation

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Jubiläums ist der Ausbau der Bildungsinitiative „Henkel Forscherwelt“. Seit mehr als 15 Jahren begeistert Henkel Kinder für Naturwissenschaften und Zukunftstechnologien. Bereits mehr als 130.000 Kinder haben weltweit an den Angeboten teilgenommen. Die Initiative ist heute in mehr als 20 Ländern aktiv.

Am Düsseldorfer Hauptsitz soll ein neues, deutlich erweitertes Bildungszentrum entstehen. Kinder und Jugendliche sollen dort praktisch experimentieren, forschen und moderne Technologien kennenlernen können. Das Zentrum wird Angebote für Familien, Grundschulen und weiterführende Schulen schaffen und die Bildungslandschaft unserer Stadt sinnvoll ergänzen.

Besonders wichtig ist der Anspruch, auch Kinder und Jugendliche zu erreichen, die bislang nur eingeschränkten Zugang zu solchen Angeboten haben. Bildung, Neugier und Zukunftschancen dürfen nicht von der Herkunft oder vom Geldbeutel der Familie abhängen.

Bis Ende 2030 sollen neben dem Düsseldorfer Zentrum vier weitere Forscherwelt-Labore weltweit entstehen. Zusätzlich sind mobile Angebote in sechs weiteren Ländern geplant. Für dieses Gesamtprojekt investiert Henkel in den kommenden Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag.

Das ist ein starkes Signal. Unternehmen übernehmen Verantwortung nicht nur dann, wenn sie Arbeitsplätze schaffen oder Innovationen entwickeln. Sie übernehmen Verantwortung auch dann, wenn sie Kindern Räume eröffnen, in denen diese ihre eigenen Talente entdecken können.

Tradition verpflichtet – und gibt Orientierung

Die 150-jährige Geschichte von Henkel ist inzwischen auch wissenschaftlich umfassend aufgearbeitet worden. Die Studie „Henkel – Vom Waschmittelhersteller zum Weltunternehmen“ von Prof. Dr. Joachim Scholtyseck beleuchtet die Entwicklung des Unternehmens von der Gründung bis in die Gegenwart. Das Buch wurde im vergangenen Jahr im Düsseldorfer Industrieclub vorgestellt und von einem Panel renommierter Historiker eingeordnet.

Solche Rückblicke sind wertvoll, weil sie Geschichte nicht als abgeschlossene Vergangenheit verstehen. Sie zeigen, woher ein Unternehmen kommt – und helfen dabei, die richtigen Fragen für die Zukunft zu stellen.

Henkel hat bewiesen, dass Tradition und Innovation keine Gegensätze sein müssen. Im Gegenteil: Wer seine Wurzeln kennt, kann Veränderungen selbstbewusst gestalten. Aus dem Erbe entsteht dann kein Stillstand, sondern Orientierung.

Ein Grund zur Freude für Düsseldorf

Das 150-jährige Jubiläum von Henkel ist ein Grund zur Freude – für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Familien, das Unternehmen und den Standort Düsseldorf.

Es ist ein Fest der Geschichte, aber auch ein Fest der Zukunft. Es würdigt die Menschen, die Henkel geprägt haben, und blickt zugleich auf die nächste Generation. Es zeigt, wie ein international erfolgreiches Unternehmen Verantwortung für seine Beschäftigten, seinen Standort und die Gesellschaft übernehmen kann.

Als Unternehmerschaft Düsseldorf gratulieren wir Henkel sehr herzlich zum 150-jährigen Bestehen. Wir gratulieren einem Unternehmen, das eng mit Düsseldorf verbunden ist, unsere Stadt international sichtbar macht und seit vielen Jahrzehnten für Innovation, Verlässlichkeit und unternehmerischen Mut steht.