„Chefs in Town“ 2026 zeigt, was Düsseldorf kulinarisch und unternehmerisch bewegt

Schnappschuss während der Pressekonferenz. Foto: Henning Ross

Von Christoph Sochart

Es gibt Termine, die man sich in Düsseldorf nicht nur im Kalender markieren, sondern eigentlich direkt auf den Teller legen möchte. „Chefs in Town“ gehört zweifellos dazu. Vom 25. bis 27. September wird die Stadt erneut zur Bühne für Gastronomie, Hotellerie und Hospitality – und zu einem Treffpunkt für Menschen, die mit Leidenschaft Gastgeber sind.

Bei der Pressekonferenz im mexikanischen Restaurant Mamacita auf dem METRO Campus wurde deutlich, welche Entwicklung das Festival seit seiner Premiere im Jahr 2024 genommen hat. Aus einer mutigen Idee ist eine der sichtbarsten Brancheninitiativen Deutschlands geworden. Tausende Gäste, mehr als 200 kulinarische Erlebnisse, über 100 teilnehmende Betriebe und mehr als 100 Spitzenköchinnen und -köche: Diese Zahlen beeindrucken. Noch wichtiger ist aber, was hinter ihnen steht – eine Branche, die sich zeigt, vernetzt und gemeinsam nach vorne blickt.


So berichtete die Podcast-Redaktion „Düsseldorfer Wirtschaft“ 2025 über „Chefs in Town“: bitte hier klicken!


Gastronomie ist mehr als gutes Essen

Für uns als Unternehmerschaft Düsseldorf ist „Chefs in Town“ deshalb weit mehr als ein Festival für Genießerinnen und Genießer. Gastronomie ist ein Wirtschaftsfaktor, ein Kulturträger und ein Ort der Begegnung. In Restaurants, Cafés, Bars, Hotels und auf Märkten kommen Menschen miteinander ins Gespräch – unabhängig davon, woher sie kommen oder welchen beruflichen und persönlichen Hintergrund sie haben.

Düsseldorf bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Menschen aus mehr als 180 Nationen prägen unsere Stadt. Diese Internationalität findet sich auch in der Gastronomie wieder: vom Food-Truck über das Familienrestaurant bis zum Sternehaus. Rund 1.870 Unternehmen stehen in Düsseldorf für mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz und über 14.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, Ideen, Arbeitsplätze und Unternehmen, die unsere Stadt jeden Tag ein Stück lebendiger machen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat bei der Pressekonferenz treffend beschrieben, warum das Festival so gut zu Düsseldorf passt: Die Stadt steht für Vielfalt, Qualität und Gastfreundschaft – und „Chefs in Town“ macht genau diese Stärken weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar.

Gemacht wird „Chefs in Town“ von unserem Mitgliedsunternehmen METRO!

Austausch statt Einzelkämpfertum

Besonders wertvoll ist der Austausch, den das Festival ermöglicht. „Chefs in Town“ bringt lokale Gastgeberinnen und Gastgeber mit nationalen und internationalen Größen der Hospitality-Welt zusammen. Es entstehen Gespräche, neue Ideen und manchmal auch Kooperationen, die über das Festivalwochenende hinaus Wirkung entfalten.

Dr. Steffen Greubel, CEO der METRO AG, bringt den Gedanken auf den Punkt: Die Gastronomie gehöre ins Zentrum unseres gesellschaftlichen Lebens und unserer Aufmerksamkeit. Mit „Chefs in Town“ werde sichtbar, welche Kraft entstehen kann, wenn eine Branche nicht nur über Herausforderungen spricht, sondern gemeinsam Chancen schafft.

Diese Haltung ist gerade in einer Zeit wichtig, in der Gastronomiebetriebe vor großen Aufgaben stehen. Nachwuchsgewinnung, Ausbildung, Fachkräftesicherung, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Wertschätzung sind Themen, die nicht an einzelnen Betriebstüren enden. Sie betreffen die gesamte Branche. Formate wie „Chefs in Town“ schaffen Aufmerksamkeit – und sie geben denjenigen eine Bühne, die mit Kreativität, Ausdauer und persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass Gastfreundschaft in Düsseldorf täglich erlebbar bleibt.

Mexikanisches Lebensgefühl mitten in Düsseldorf

Ein schönes Beispiel dafür ist das Mamacita auf dem METRO Campus. Nico Buchmann hat das Restaurant im Mai gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eröffnet. Für das „Chefs in Town“-Wochenende plant das Team ein Mercadito sowie besondere Aktionen wie Piñata-Workshops.

Das ist mehr als ein zusätzliches Programmpunkt. Es zeigt, wie Gastronomie Kulturen erlebbar macht und Menschen zusammenbringt. Authentische Aromen, neue Rezepte und das Lebensgefühl Mexikos werden dabei nicht abstrakt vermittelt, sondern ganz konkret: bei einem gemeinsamen Essen, im Gespräch und beim Ausprobieren.

Genau diese Verbindung aus Internationalität und lokaler Verwurzelung macht die Düsseldorfer Gastroszene so besonders. Wer bei Mamacita, im Riva oder in einem der vielen weiteren teilnehmenden Betriebe zu Gast ist, erlebt nicht nur ein Gericht, sondern immer auch ein Stück Unternehmergeist und persönliche Geschichte.

Robotik, Service und die Zukunft der Branche

„Chefs in Town“ richtet den Blick zugleich auf die Zukunft. Die Gastronomie verändert sich – durch neue Technologien, veränderte Erwartungen der Gäste und innovative Servicekonzepte. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Trends, sondern die Frage, wie Innovation einen konkreten Nutzen schaffen kann.

Das Festival bietet Raum, solche Entwicklungen zu diskutieren und praktisch zu erleben. Es geht um neue Formen des Arbeitens, um bessere Prozesse und um die Frage, wie Technik Menschen unterstützen kann, ohne die persönliche Seite der Gastfreundschaft zu ersetzen. Denn auch im digitalen Zeitalter bleibt der entscheidende Unterschied oft der menschliche Kontakt.

Die deutsche Spitzenköchin Clara Hunger beschreibt „Chefs in Town“ deshalb als „Klassentreffen der Gastronomie“. Dieses Bild gefällt uns besonders gut: Man trifft bekannte und neue Gesichter, tauscht Erfahrungen aus, entdeckt neue Perspektiven – und spürt, dass eine Branche stärker ist, wenn sie zusammenhält.

Düsseldorf bittet zu Tisch

Wir freuen uns auf ein Wochenende, an dem ganz Düsseldorf den Menschen in der Gastronomie seine Aufmerksamkeit schenkt. Auf neue Geschmackserlebnisse, überraschende Begegnungen und viele Gespräche. Vor allem aber freuen wir uns auf die Geschichten hinter den Betrieben: auf Gründerinnen und Gründer, Familienunternehmen, junge Talente, erfahrene Gastgeberinnen und Gastgeber sowie auf alle, die mit ihrer Arbeit unsere Stadt prägen.

Direkt im Anschluss geht der Austausch weiter. Vom 28. bis 29. September findet in den Böhler Werken zum dritten Mal die Rolling Pin.Convention statt. Mit Jamie Oliver als prominentem Stargast, zahlreichen Bühnen, Kochdemonstrationen, Masterclasses und Fachvorträgen werden rund 10.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher erwartet.

Damit wird Düsseldorf für mehrere Tage zum Zentrum der deutschsprachigen Gastronomie- und Hospitality-Szene. „Chefs in Town“ und die Rolling Pin.Convention zeigen gemeinsam: Die Zukunft der Branche entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, ihr Wissen teilen und sich gegenseitig inspirieren.

Düsseldorf bittet zu Tisch. Und wir finden: Es wäre schade, diese Einladung auszuschlagen.

Weitere Informationen zu „Chefs in Town“ und zum Programm gibt es auf der Website der Veranstalter.