Wie entsteht ein Hafenkran? „StuBo unterwegs“ zu Gast bei Konecranes

Unser Bild zeigt einen Teil der Gruppe während der Betriebserkundung. Aufgrund der Teilnehmerzahl musste die Gruppe geteilt werden. Foto: Britta Schweiger

Vom Stahlblech bis zum fertigen Kran: Düsseldorfer Studien- und Berufswahlkoordinator*innen erhielten bei „StuBo unterwegs“ exklusive Einblicke in die Produktion von Konecranes.

Von Christoph Sochart

Wie entsteht aus einem Stahlblech ein Hafenkran – und wie gelangt er von Düsseldorf aus in die ganze Welt? Diesen Fragen gingen heute Düsseldorfer Studien- und Berufswahlkoordinator*innen bei „StuBo unterwegs“ nach. Das exklusive Betriebs-Erkundungsformat für Lehrkräfte wird von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung unserer Stiftung Pro Ausbildung ermöglicht.

Ausbildungsleiter Rainer van Exyk und Britta Schweiger aus der Unternehmenskommunikation führten die Gruppe zwei Stunden lang durch die Produktion. Dabei zeigten sie, wie aus einzelnen Stahlteilen ein Hafenkran entsteht und nachts von Düsseldorf aus in alle Welt verschifft wird. Ein spannender Einblick in einen komplexen Produktionsprozess.

Düsseldorfer Technik für Häfen weltweit

Konecranes zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Kranen und Hebezeugen. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für den Materialumschlag in Werften und Häfen ebenso wie für produzierende Unternehmen. Zu den Kunden zählen unter anderem Häfen in Hamburg, Antwerpen und San Diego.

Auch im Hamburger Hafen kommt Technik aus Düsseldorf zum Einsatz: Die HHLA Container Terminals Altenwerder (CTA) und Burchardkai (CTB) nutzen hochgradig automatisierte, fahrerlose Systeme, um den Containerumschlag effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Batterieelektrische Transportfahrzeuge bewegen Container autonom zwischen den Containerbrücken an der Kaikante und den Lagerbereichen. Dabei orientieren sie sich an Tausenden im Boden eingelassenen Transpondern, die per RFID-Funk kommunizieren. Auch Ladestationen steuern die Fahrzeuge selbstständig an – eine Innovation aus Düsseldorf.

Ausbildung mit Einblicken in die Praxis

Konecranes bietet verschiedene Ausbildungsberufe in der Produktion und Verwaltung an. Die Teilnehmenden erfuhren mehr über die unterschiedlichen Berufsbilder und die vielseitige Ausbildung. Besonders spannend: Auszubildende können gelegentlich Fachkräfte auf Reisen begleiten und miterleben, wie ein Kran vor Ort aufgebaut wird.

Auch die Ausbildungsvergütung ist attraktiv und tarifgebunden. Elektroniker*innen für Betriebstechnik in der Fachrichtung Schalt- und Steueranlagen verdienen bereits im ersten Ausbildungsjahr fast 1.300 Euro.

Beliebtes Format für Lehrkräfte

„StuBo unterwegs“ ermöglicht Lehrkräften, Unternehmen und Ausbildungsberufe direkt vor Ort kennenzulernen. Eingeladen werden die Studien- und Berufswahlkoordinator*innen über die Kommunale Koordinierung sowie die Düsseldorfer Arbeitskreise Schule/Wirtschaft. Das Format ist sehr beliebt – und bietet wertvolle Einblicke, die Lehrkräfte in ihre Beratung zur Studien- und Berufswahl einbringen können.