Campus-Netz für das erste 5G-Klinikum in Europa

In Düs­sel­dorf ent­steht das ers­te 5G-Kli­ni­kum Euro­pas. Voda­fone und das ansäs­si­ge Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum (UKD) bau­en auf dem Medi­zin-Cam­pus der Lan­des­haupt­stadt ein kom­plet­tes 5G Cam­pus-Netz. Die wich­tigs­ten tech­ni­schen Bau­stei­ne kom­men aus der neu­en Voda­fone Red­Box: Klei­ne 5G-Anten­nen und Echt­zeit-Rechen­zen­tren (MEC) machen den Daten­aus­tausch in Echt­zeit mög­lich. Das Ziel der Koope­ra­ti­ons­part­ner: Mit 5G Leben ret­ten.

Pflas­ter wer­den zum digi­ta­len Beschüt­zer am Kran­ken­bett. Die bes­ten Exper­ten in ihrem Fach­ge­biet schal­ten sich im OP-Saal vir­tu­ell hin­zu, um ihre Kol­le­gen vor Ort zu bera­ten. Ärz­te haben dank Mixed Rea­li­ty immer das gesam­te medi­zi­ni­sche Lexi­kon mit zahl­rei­chen vir­tu­el­len Infor­ma­tio­nen vor Augen. Die Digi­ta­li­sie­rung hält Ein­zug ins Gesund­heits­we­sen. Haupt­schlag­ader für Ser­vices, die Ärz­te ent­las­ten und Pati­en­ten noch bes­ser ver­sor­gen sol­len, ist die neue Mobil­funk-Tech­no­lo­gie 5G. Voda­fone und das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum bau­en jetzt das ers­te 5G-Kli­ni­kum in Euro­pa – mit einem 5G Cam­pus-Netz im ZOM II, dem moderns­ten Gebäu­de des Uni­ver­si­tät­kli­ni­kums. Im kom­men­den Jahr sol­len mehr als 100.000 Pati­en­ten von 5G-Pflas­tern und Co. pro­fi­tie­ren. Die Lan­des­re­gie­rung NRW will das Pro­jekt, das Voda­fone und die Uni­ver­si­täts­kli­nik Düs­sel­dorf gemein­sam mit Tech­no­lo­gie-Part­nern star­tet, för­dern.

5G kann Leben ret­ten“, so Voda­fone Deutsch­land CEO Han­nes Amets­rei­ter. „Unse­re Wirt­schaft braucht 5G. Wir brin­gen 5G – für jede Bran­che. Auch und gera­de für unser Gesund­heits­we­sen. In Düs­sel­dorf ent­steht jetzt eine ech­te 5G-Inno­va­ti­on made in NRW. Das ers­te 5G-Kli­ni­kum Euro­pas.“

Herz­stück für das Pro­jekt ist ein 5G-Cam­pus-Netz, das Netz-Exper­ten von Voda­fone auf dem Medi­zin-Cam­pus des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums auf­bau­en. „Wir schnei­dern für das ers­te 5G-Kli­ni­kum Euro­pas ein Netz nach Maß“, so Amets­rei­ter. Die Voda­fone Red­Box bil­det die zen­tra­le Schnitt­stel­le zur IT-Infra­struk­tur des Uni­ver­si­tät­kli­ni­kums. Klei­ne 5G-Anten­nen (Radi­odots) sor­gen für eine opti­ma­le Netz­ab­de­ckung im Gebäu­de­in­nern. Echt­zeit-Rechen­zen­tren (MEC) ver­ar­bei­ten die Daten in direk­ter Umge­bung. Voda­fone bringt das 5G Cam­pus-Netz mit der über­grei­fen­den Mobil­funk-Infra­struk­tur zusam­men. So kön­nen digi­ta­le Ser­vices bei­spiels­wei­se auch schon im Kran­ken­wa­gen zum Ein­satz kom­men.

Schnel­le und digi­ta­le Tech­nik kann Leben ret­ten. Das haben wir nicht zuletzt wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie gese­hen. Der siche­re Aus­tausch von Daten mit hoher Geschwin­dig­keit ist wich­tig, um in Echt­zeit und ver­läss­lich den Zustand von Pati­en­ten beur­tei­len zu kön­nen. Mit der För­de­rung der ‚Giga for Health‘-Projekte kön­nen wir digi­ta­len Tech­ni­ken im Kran­ken­haus einen wich­ti­gen Schub geben. Ich freue mich daher sehr über die Emp­feh­lung zur För­de­rung“, erläu­tert Prof. Dr. Dr. Frank Schnei­der, Ärzt­li­cher Direk­tor und Vor­stands­vor­sit­zen­der des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Düs­sel­dorf.

Im Düs­sel­dor­fer Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum sol­len zahl­rei­che Ser­vices über das neue 5G-Netz in Echt­zeit rea­li­siert wer­den. Ein Bei­spiel: soge­nann­te Moni­to­ring-Patches, die in der Not­fall­me­di­zin zum Ein­satz kom­men. Dabei bekom­men Pati­en­ten in der Not­auf­nah­me und den Sta­tio­nen ein Tech­nik-Pflas­ter auf die Haut geklebt, das die Vital­wer­te selbst­stän­dig und in Echt­zeit über das 5G-Netz an eine zen­tra­le Pati­en­ten-Über­wa­chungs­ein­heit sen­det. Stimmt etwa die Herz­fre­quenz nicht mehr, kön­nen Ärz­te und Hel­fer schnell dar­auf reagie­ren und schlim­me­ren Fol­gen vor­beu­gen.

Auch bei der com­pu­ter-assis­tier­ten Tumor-Chir­ur­gie soll die Daten­über­tra­gung in Echt­zeit hel­fen. Im Rah­men der so genann­ten ‚Mixed Rea­li­ty‘ kön­nen zum Bei­spiel hoch­kom­ple­xe 3D-Struk­tu­ren des Gehirns sowie deren wesent­li­che funk­tio­nel­le Struk­tu­ren vom Com­pu­ter vir­tu­ell in den Raum pro­ji­ziert wer­den, damit sich Ope­ra­teu­re bes­ser ori­en­tie­ren kön­nen. Qua­si ein vir­tu­el­les Medi­zin-Lexi­kon, das Ärz­te immer öff­nen kön­nen, wenn sie es benö­ti­gen. Zudem kön­nen sich die bes­ten Exper­ten des Lan­des in weni­gen Sekun­den vir­tu­ell in den OP-Saal hin­zu­schal­ten, um die Ärz­te vor Ort zu bera­ten.

Neben Voda­fone und dem UKD unter­stüt­zen auch die RWTH Aachen, das Unter­neh­men Brain­lab, die Fach­hoch­schu­le Dort­mund, die Ber­gi­sche Uni­ver­si­tät Wup­per­tal, das Bun­des­amt für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te, die Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung Nord­rhein und die Phil­ips GmbH das ers­te 5G-Kli­ni­kum in Euro­pa.