Der Guide MICHELIN: Von Reifen bis zur Hotelbewertung

Fotos: Guide Michelin

Der Guide MICHELIN blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück. Ursprünglich 1900 als Werkstattwegweiser für Auto- und Radfahrer konzipiert, entwickelte sich der Guide rasch zu einem der bekanntesten Restaurant- und Hotelführer der Welt. Die höchste Auszeichnung für ein Restaurant ist bis heute der begehrte MICHELIN Stern. Seit diesem Jahr haben die MICHELIN-Kritiker jedoch auch einen verstärkten Fokus auf Hotels gelegt und mit den neuen MICHELIN Keys eine besondere Auszeichnung eingeführt.

Diese neue Bewertung setzt Maßstäbe für außergewöhnliche Aufenthalte und geht weit über die bloße Ausstattung eines Hotels hinaus. Reisende können nun die besten Unterkünfte auf der ganzen Welt anhand der MICHELIN Keys identifizieren – ein, zwei oder sogar drei Schlüssel können verliehen werden. Diese Auszeichnung zeichnet Hotels aus, die durch herausragenden Service, Design, Architektur und ihre besondere Persönlichkeit glänzen.


Von Christoph Sochart


Düsseldorfer Hotels unter den ersten Preisträgern

In Düsseldorf dürfen sich gleich mehrere Hotels über diese Auszeichnung freuen. Das Breidenbacher Hof, eines der bekanntesten Luxushotels der Stadt, wurde mit zwei MICHELIN Keys ausgezeichnet. Die Kritiker empfehlen das Haus für seinen außergewöhnlichen Service, seine unverwechselbare Atmosphäre und die Liebe zum Detail. Hier erwartet Gäste ein unvergesslicher Aufenthalt, der über den Standard hinausgeht.

Das Steigenberger Parkhotel an der Königsallee sowie das Hotel The Wellem, das in dem historischen Gebäude des ehemaligen Amts- und Landgerichts in der Altstadt untergebracht ist, haben jeweils einen MICHELIN Key erhalten. Beide Hotels überzeugen durch ihren einzigartigen Charakter, der den Gästen eine besondere Erfahrung bietet, sei es durch ihre Lage, das Interieur oder den ausgezeichneten Service.

Was bedeuten die MICHELIN Keys?

Die MICHELIN Keys bieten Reisenden eine neue Orientierungshilfe bei der Auswahl ihrer Unterkunft. Ähnlich wie die berühmten MICHELIN Sterne für Restaurants, stehen die Keys für die besten Hotelerlebnisse. Hier ein Überblick:

  • Ein MICHELIN Key: Diese Hotels zeichnen sich durch ihren besonderen Charakter und ihre Individualität aus. Sie bieten mehr als vergleichbare Unterkünfte in derselben Preisklasse und garantieren einen unvergesslichen Aufenthalt.
  • Zwei MICHELIN Keys: Hotels mit zwei Schlüsseln bieten ein außergewöhnliches Erlebnis. Sie bestechen durch herausragenden Komfort, stilvolles Design und exzellenten Service. Diese Häuser werden mit Stolz und Hingabe geführt und bieten ein Erlebnis, das Reisende nicht so schnell vergessen werden.
  • Drei MICHELIN Keys: Die absolute Spitze der Hotellerie. Hotels mit drei Schlüsseln bieten das ultimative Erlebnis, bei dem Luxus, Stil und Gastfreundschaft auf höchstem Niveau vereint sind. Solche Hotels sind wahre Meisterwerke, die sich durch einmalige Erlebnisse, beeindruckendes Design und außergewöhnlichen Service auszeichnen.

Die Worte des Guide MICHELIN

Gwendal Poullennec, Internationaler Direktor des Guide MICHELIN, fasst die Einführung der MICHELIN Keys in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit folgenden Worten zusammen:

„Wir freuen uns sehr, den Reisenden aus aller Welt unsere erste MICHELIN Key-Auswahl für Deutschland, Österreich und die Schweiz zu präsentieren. Mit nicht weniger als 271 herausragenden Hotels lädt diese Auswahl dazu ein, die drei Länder zu erkunden, ihre geschichtsträchtigen Städte zu besichtigen, sich bei reizvollen Landschaften zu entspannen oder die beeindruckenden Berglandschaften zu genießen. Von Boutique-Hotels und historischen Grand Hotels in Großstädten bis hin zu Landhäusern in traumhafter Umgebung, von atemberaubenden Berg-Resorts bis hin zu exklusiven Wintersport-Chalets: Jedes Hotel, das mit einem, zwei oder drei MICHELIN Keys ausgezeichnet wurde, ist ein von talentierten Fachleuten geschaffenes Juwel. Über die digitalen Plattformen des Guide MICHELIN können Reisende nun ihre Suche filtern und Hotels für hoffentlich unvergessliche Aufenthalte buchen.“

Mit dieser neuen Auszeichnung setzt der Guide MICHELIN erneut Maßstäbe in der Welt des Reisens und gibt Gästen die Möglichkeit, ganz besondere Orte zu entdecken und zu erleben.

Emotionale Bindung als Schlüssel zur Gesundheit am Arbeitsplatz: AOK-Fehlzeiten-Report 2024 liefert wertvolle Erkenntnisse

Mitarbeitende, die eine starke emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben, fehlen seltener und fühlen sich gesünder – das ist eine der zentralen Erkenntnisse des neuen Fehlzeiten-Reports 2024 der AOK. Der Report, der vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) veröffentlicht wurde, zeigt deutlich, dass eine positive Bindung von Mitarbeitenden zu ihrem Unternehmen sowohl durch das Verhalten der Führungskräfte als auch durch die Übereinstimmung zwischen den Arbeitsbedingungen und den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der Beschäftigten gefördert wird.


Von Christoph Sochart


Die diesjährige Studie mit dem Titel „Bindung und Gesundheit – Fachkräfte gewinnen und halten“ verdeutlicht, wie wichtig die emotionale Bindung für die Gesundheit und Zufriedenheit der Belegschaft ist. Laut den Ergebnissen der repräsentativen Befragung sind Mitarbeitende, die eine stärkere emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben, zufriedener mit ihrer Arbeit, fehlen seltener und haben eine geringere Wechselabsicht. Diese Verbindung zwischen Bindung und Gesundheit ist auch aus anderen Studien bekannt, wird jedoch in der aktuellen Untersuchung nochmals eindrucksvoll bestätigt.

Ergebnisse der Befragung: Bindung stärkt Arbeitszufriedenheit und senkt Fehlzeiten

Die Befragung von 2.501 abhängig Beschäftigten im Alter von 18 bis 66 Jahren durch das forsa-Institut zeigt, dass Mitarbeitende, die eine stärkere emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber verspüren, deutlich seltener krankgeschrieben sind und weniger häufig trotz Erkrankung zur Arbeit gehen (Präsentismus). Diese Beschäftigten sind zufriedener mit ihrer Arbeitssituation und zeigen ein geringeres Interesse, den Arbeitgeber zu wechseln.

Johanna Baumgardt, Forschungsbereichsleiterin für Betriebliche Gesundheitsförderung im WIdO und Mitherausgeberin des Fehlzeiten-Reports, fasst die Ergebnisse so zusammen: „Wenn Organisationen ihre Mitarbeitenden langfristig an sich binden wollen, sollten sie gezielt Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitszufriedenheit ergreifen. Dazu gehört eine bessere Passung der Arbeitsinhalte zu den Bedürfnissen der Mitarbeitenden und eine gezielte Förderung von Führungskompetenzen. Ergänzt wird dies idealerweise durch Betriebliche Gesundheitsförderung, die die Gesundheit der Beschäftigten aktiv unterstützt.“

Betriebliche Gesundheitsförderung wird gut angenommen

Ein weiteres Ergebnis der Befragung zeigt, dass die Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung in vielen Unternehmen bereits präsent sind: 91,9 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Arbeitgeber entsprechende Angebote bereitstellt, und etwa die Hälfte der Beschäftigten hat diese auch bereits genutzt. Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Belegschaft spielen somit eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bindung und der langfristigen Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

Krankenstände auf historischem Höchststand: Analyse der Krankschreibungen 2024

Neben der emotionalen Bindung beleuchtet der Fehlzeiten-Report 2024 auch die Entwicklung der Krankenstände. Die Analyse zeigt, dass die Krankschreibungen im bisherigen Jahresverlauf auf einem historischen Höchststand verharren: Im Zeitraum von Januar bis August 2024 wurden 225 Arbeitsunfähigkeitsfälle pro 100 erwerbstätige AOK-Mitglieder verzeichnet – und das vor dem Beginn der typischen Erkältungswelle im Herbst und Winter. Damit liegt die Zahl der Krankschreibungen bereits auf dem Niveau des gesamten Vorjahres.

Die Hauptursache für diesen Anstieg sind Atemwegserkrankungen, die in den letzten Jahren durch neue virale Erkrankungen verstärkt wurden. Baumgardt merkt jedoch an, dass auch die Einführung der elektronischen Krankmeldungen (eAU) zu einer vollständigen Erfassung der Krankmeldungen beigetragen haben könnte: „Es ist möglich, dass vor der eAU nicht alle Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bei den Kassen eingereicht wurden, sodass wir nun ein umfassenderes Bild erhalten.“

Fachkräftemangel erfordert stärkere Bindung der Mitarbeitenden

Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels und der hohen Zahl offener Stellen wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Mitarbeitenden langfristig zu binden. Der Report zeigt, dass eine starke emotionale Bindung an den Arbeitgeber nicht nur die Fehlzeiten senkt, sondern auch die Wechselabsichten der Mitarbeitenden reduziert. Nur 6,4 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb der nächsten zwölf Monate den Arbeitgeber wechseln zu wollen. Demgegenüber gaben 57,3 Prozent der Befragten an, bis zur Rente bei ihrem aktuellen Arbeitgeber bleiben zu wollen – ein klares Zeichen für die Bedeutung der emotionalen Bindung.

Fazit: Bindung und Gesundheitsförderung als Schlüssel zum Erfolg

Der Fehlzeiten-Report 2024 liefert deutliche Hinweise darauf, dass eine starke emotionale Bindung von Mitarbeitenden an ihr Unternehmen nicht nur deren Zufriedenheit und Gesundheit verbessert, sondern auch für die langfristige Personalbindung von großer Bedeutung ist. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden durch gezielte Gesundheitsförderung und eine wertschätzende Führungskultur unterstützen, können nicht nur Krankheitsausfälle reduzieren, sondern auch die Motivation und Loyalität ihrer Belegschaft stärken.

Die vollständige Studie bietet tiefere Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Bindung, Gesundheit und den Herausforderungen der Arbeitswelt und kann wertvolle Ansätze für Unternehmen liefern, die ihre Fachkräfte langfristig binden und fördern möchten.

METRO setzt Umsatzwachstum fort: Positive Entwicklung trotz herausfordernder Rahmenbedingungen

Das Foto entstand bei unserem beliebten Format „Unternehmerschaft im Dialog“. Neben Dr. Greubel sehen Sie auf dem Bild unsere Vorsitzende Jutta Zülow und Hauptgeschäftsführer Michael Grütering. Archivfoto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Die konsequente Umsetzung der sCore-Strategie trug im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 erneut zu einer positiven Umsatzentwicklung bei. Insbesondere das starke Wachstum im Belieferungsgeschäft sowie auf dem Online-Marktplatz METRO MARKETS sorgten für Dynamik und festigten METROs Position als führender Akteur im Großhandel.

Im Gesamtjahr 2023/24 erreichten die Umsätze die obere Hälfte der Prognosespanne, trotz schwieriger Marktbedingungen und fortlaufender Transformationsprozesse. Steffen Greubel, Vorstandschef der METRO, erklärte dazu: „Wir beenden das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 5,9 Prozent und einem Wachstum in allen Segmenten und Vertriebskanälen.“


Von Christoph Sochart


Jedoch bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt: Die anhaltenden Herausforderungen im Großhandel, der steigende Kostendruck und das Auslaufen von Posttransaktionseffekten führten dazu, dass das bereinigte EBITDA am unteren Ende der Prognosespanne erwartet wird. Auch ein negatives Ergebnis je Aktie (EPS) wird für das Jahr vorausgesagt.

Solides Umsatzwachstum in fast allen Segmenten

Im vierten Quartal 2023/24 konnte METRO den Umsatz in lokaler Währung um 3,8 % steigern. Dabei trugen die meisten geografischen Segmente zu diesem Wachstum bei:

  • In Deutschland stagnierte der Umsatz auf Vorjahresniveau.
  • Das Segment West verzeichnete ein leichtes Wachstum von 0,7 %.
  • Das Segment Ost legte um 7,4 % zu.

Darüber hinaus trugen auch die Belieferungsspezialisten in ihren jeweiligen Regionen zum Umsatzwachstum bei. Insgesamt stieg der berichtete Umsatz um 1,7 % auf 8,0 Mrd. €, wobei negative Wechselkurseffekte – insbesondere in der Türkei – das Ergebnis leicht belasteten.

Transformation und Fokus auf Gastronomie und Hotellerie

METRO-Chef Greubel verfolgt eine klare Strategie: Der Konzern wird verstärkt auf das Großhandelsgeschäft setzen und sich insbesondere auf Kunden aus der Gastronomie und Hotellerie fokussieren. „Unsere Strategie zielt darauf ab, den Großhandel mit einem starken Multi-Channel-Ansatz voranzutreiben“, sagte Greubel. Dazu gehören sowohl digitale Plattformen als auch die gezielte Belieferung der Kunden.

Ein wichtiger Teil dieser Strategie ist die Erweiterung des Eigenmarkenanteils, die Verschlankung des Sortiments und der Ausbau der Lieferketten. Durch den Rückzug von weniger rentablen Produkten wird die Profitabilität des Unternehmens gestärkt.

Mit einem Netzwerk von 624 Standorten weltweit ist die METRO bestens aufgestellt, um weiterhin ihre Kunden zu bedienen und den Großhandel erfolgreich weiterzuentwickeln. Trotz des positiven Umsatzwachstums bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jedoch anspruchsvoll, was das Unternehmen im kommenden Geschäftsjahr weiterhin vor Herausforderungen stellen wird.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2023/24 hatte METRO ein Umsatzwachstum von 3 bis 7 % prognostiziert. Während diese Ziele im Umsatz erreicht wurden, bleibt das bereinigte EBITDA aufgrund der genannten Faktoren am unteren Ende der Erwartungsspanne.

Für das kommende Jahr bleibt der Blick auf eine weiterhin erfolgreiche Umsetzung der sCore-Strategie gerichtet, um auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu bleiben und die Herausforderungen in der Großhandelsbranche zu meistern.

Gerresheimer nimmt erfolgreich Photovoltaik-Anlage in Betrieb

Das Düsseldorfer Unternehmen Gerresheimer baut mit der 2,3 MWp Photovoltaik-Dachanlage den Anteil der Ökostromversorgung des Standortes in Momignies aus. Foto: obs

Das Düsseldorfer Unternehmen Gerresheimer, innovativer System- und Lösungsanbieter und globaler Partner für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranche, hat erfolgreich eine Photovoltaik-Anlage am Standort Momignies, Belgien, in Betrieb genommen.

Hier produziert Gerresheimer mit rund 750 Mitarbeitern Flakons und Tiegel aus Glas für die Kosmetikbranche. Mit einer installierten Leistung von 2,3 MWp wird sie jährlich rund 2.100 MWh Solarstrom produzieren und im Vergleich zur Versorgung mit konventionellem Strom in Belgien voraussichtlich rund 300 t CO2 einsparen. Der erzeugte Strom wird zu fast 100% direkt vor Ort verbraucht. PV-Anlagen auf geeigneten Dachflächen wie am Standort in Momignies und der Abschluss von Stromlieferverträgen mit Betreibern von Wind- und Solarparks sind wichtige Bausteine für Gerresheimer, um den Ökostromanteil für die Energieversorgung weiter auszubauen. Im Rahmen der Unternehmensstrategie formula g hat sich Gerresheimer ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Bis 2030 will das Unternehmen die Stromversorgung komplett auf Strom aus erneuerbaren Quellen umstellen.

„Die Photovoltaikanlage in Momignies ist ein Beispiel dafür, wie wir unsere Nachhaltigkeitsziele Schritt für Schritt vorantreiben“, erläutert Dietmar Siemssen, CEO der Gerresheimer AG. „Wir bauen damit den Ökostromanteil bei der Stromversorgung unserer Produktionsstandorte aus und reduzieren gleichzeitig unsere CO2-Emissionen. Auch ökonomisch lohnen sich solche Projekte für Gerresheimer.“

Nahezu 100 % Eigenverbrauch

Die neue Photovoltaik-Anlage am Standort Momignies erstreckt sich über 15.000 m2 auf dem Dach einer Produktionshalle – das entspricht etwa zwei Fußballfeldern. Der von der PV-Anlage produzierte Ökostrom wird zu fast 100 % direkt vor Ort verbraucht. Nur etwaige Lastspitzen werden ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Weitere Flächen für eine Erweiterung werden bereits geprüft.

Bis Ende 2024 wird der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen an der Stromversorgung am Standort Momignies zusammen mit dem Strom aus der neuen PV-Anlage auf rund 25 % steigen. Der Standort in Momignies zählt aufgrund der energieintensiven Glasproduktion zu den Gerresheimer Standorten mit hohem Energiebedarf. Insgesamt lag der Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen für alle 35 Produktionsstandorte weltweit Ende 2023 bereits bei 45,6 %.

Hochwertig und nachhaltig – Glasverpackungen für die Kosmetikbranche

Der Gerresheimer Standort in Momignies, Belgien, ist auf die Produktion und Veredelung von Flakons und Tiegel aus Glas als Primärverpackung für Parfüm, Haut- und Körperpflegeprodukte spezialisiert. Gerresheimer nutzt dabei bis zu 40 % post-consumer recyceltes Glas (PCR). Damit werden bei der Produktion hochwertiger Primärverpackungslösungen Ressourcen geschont und der Energiebedarf reduziert.

Transparentes Nachhaltigkeitsreporting

Gerresheimer veröffentlicht jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht und legt relevante Daten darüber hinaus unter anderem im Rahmen des CDP- und des EcoVadis-Ratings offen. Auch MSCI, Sustainalytics und ISS bewerten die Nachhaltigkeitsleistung von Gerresheimer. Eine Übersicht der externen Nachhaltigkeitsbewertungen von Gerresheimer gibt es hier.

Proaktives Handeln und Innovation im Fokus: Düsseldorf präsentiert sich auf der Expo Real

Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf, Segro, u.a.

Auf der Immobilienmesse Expo Real in München stand proaktives und dynamisches Handeln im Mittelpunkt der Präsentation der Landeshauptstadt Düsseldorf. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller nutzte seinen Vortrag, um einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen des Düsseldorfer Immobilienmarkts zu geben und betonte dabei die Bedeutung von entschlossenem Handeln in herausfordernden Zeiten.

„Es geht nicht nur darum, durchzuhalten, sondern weiterzudenken! Und das vor allem hier in Düsseldorf – einer Stadt, die nicht nur eine Wirtschaftsmetropole ist, sondern auch als Vorreiter für innovative und nachhaltige Stadtentwicklung fungiert“, erklärte Dr. Keller. „Dieser Moment bietet uns die Chance, neue Wege zu gehen – für die Stadt und die gesamte Branche.“

Unter dem Leitgedanken „Weiterdenken. Weiter bauen. Gemeinsam weiter in Düsseldorf.“ stellte der Oberbürgermeister die Vision der Stadt vor, urbane Räume für mehr Lebensqualität zu schaffen und dabei auf Nachhaltigkeit und zukunftsweisende Lösungen zu setzen. Mit einer positiven Grundstimmung betonte er die Bedeutung einer schnellen und entschlossenen Entscheidungsfindung, um auf die Herausforderungen der Gegenwart reagieren zu können. Die Landeshauptstadt setzt hierbei auf enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und einer handlungsstarken Stadtverwaltung, die den Mut zum Umdenken zeigt.

Als Beispiel für dieses Vorgehen präsentierte Dr. Keller zentrale städtische Projekte wie den neuen Opernstandort am Wehrhahn unter dem Motto „Düsseldorf denkt um“ und das Impulsprogramm Wohnungsbau, das auf schlanke Prozesse und eine zügige Umsetzung setzt. Ein herausragendes Beispiel ist das von der Wilma Development Group umgesetzte Wohnquartier an der Königsberger Straße.

„Dynamische Zeiten erfordern dynamisches Handeln“, betonte Dr. Keller. „Düsseldorf zeigt, wie man trotz Herausforderungen und hoher Anforderungen den Faktor Geschwindigkeit berücksichtigt. Stadt, Verwaltung und Wirtschaft arbeiten hier Hand in Hand, um ambitionierte Vorhaben zielgerichtet und termingerecht zu realisieren.“

Auf der Messe wurden zudem wegweisende Projekte der Standpartner vorgestellt, darunter das nachhaltige Holz-Hybrid-Bauprojekt Timber Port von UBM und sop Architekten, die Revitalisierung der Halle 29 durch die developer sowie das markante Icon by Covivio, realisiert von Lindner Architekten.

Diese Projekte verdeutlichen, wie Düsseldorf die Zukunft des Bauens gestaltet – mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Innovation und Zusammenarbeit.

Die Wünsche von Arbeitnehmern zu berücksichtigen, ist für Unternehmen aktuell wichtiger denn je

In einer Zeit, in der viele Betriebe mit Arbeitskräfteengpässen zu kämpfen haben, wird es immer entscheidender, die Bedürfnisse der Arbeitnehmer zu verstehen und darauf einzugehen. Ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, bedeutet dabei für jedes Unternehmen etwas anderes, denn die Wünsche der Beschäftigten sind vielfältig.

Laut der Beschäftigtenbefragung des IW im April 2024 gibt es jedoch einige Aspekte, die nahezu alle Arbeitnehmer vereinen:

  • Sicherheit: Rund 90 Prozent der Befragten gaben an, dass ein sicherer Arbeitsplatz für sie von höchster Bedeutung ist.
  • Fähigkeiten nutzen: Ebenfalls 90 Prozent schätzen es, wenn sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in ihrem Job einbringen können.
  • Kurze Fahrtzeiten: Für ebenso viele Arbeitnehmer ist es wichtig, dass der Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz kurz ist.

Andere Aspekte, wie Karrieremöglichkeiten, sind hingegen weniger einheitlich von Bedeutung. Während rund 77 Prozent der Beschäftigten unter 30 Jahren Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen schätzen, halten nur 38 Prozent der über 55-Jährigen diesen Aspekt für relevant. Ältere Arbeitnehmer legen dafür größeren Wert auf Tarifbindung, während diese für jüngere weniger relevant ist.

Auch die Rolle im Unternehmen spielt eine große Rolle: Beschäftigte mit Führungsverantwortung wünschen sich häufiger eine leistungsabhängige Vergütung, mehr Entscheidungsfreiräume und Karrieremöglichkeiten. Mitarbeiter ohne Führungsfunktion hingegen priorisieren häufiger einen sicheren Arbeitsplatz und Tarifbindung.

So viel Prozent der Beschäftigten halten diese Aspekte bei ihrem aktuellen oder künftigen Arbeitgeber für wichtig

Geschlechterunterschiede bei der Arbeitsplatzwahl

Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede bei der Vorstellung eines idealen Arbeitgebers. Frauen legen häufiger Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz und kurze Fahrtzeiten. Ein Grund dafür könnte sein, dass Frauen nach wie vor oft für Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen verantwortlich sind und lange Fahrtzeiten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erschweren.

Für Arbeitgeber kann hier die Möglichkeit des Homeoffice ein attraktiver Vorteil sein, um auch Beschäftigte mit weiterem Arbeitsweg für sich zu gewinnen. Flexible Arbeitsmodelle sind ein wichtiger Baustein, um die Arbeitswelt an die vielfältigen Bedürfnisse der Beschäftigten anzupassen.

Fünf Millionen Pendler in NRW – Zahl der Einpendler in Düsseldorf steigt deutlich

Im Jahr 2023 pendelten rund fünf Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen zu ihrem Arbeitsplatz in einer anderen Stadt. Dies bedeutet einen Anstieg von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mitteilt.

Besonders hohe Pendlerzahlen verzeichneten die Städte Köln, Düsseldorf und Essen. Düsseldorf sticht dabei hervor: Die Zahl der Einpendler, die in der Landeshauptstadt arbeiten, aber außerhalb wohnen, stieg um 3,2 Prozent. Damit liegt Düsseldorf deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Von den insgesamt 9,4 Millionen Erwerbstätigen in NRW wohnten 4,4 Millionen in der Gemeinde, in der sie auch arbeiten.

Flughafen Düsseldorf erreicht Platz 6 im European Airport Index 2024

Foto: Andreas Wiese / Flughafen Düsseldorf

Der Flughafen Düsseldorf hat sich im European Airport Index 2024 um zehn Plätze verbessert und belegt nun einen starken sechsten Rang. Der Index, erstellt von der amerikanischen Verbraucherschutzgruppe Consumer Choice Center, bewertet die Passagierfreundlichkeit der 30 verkehrsreichsten Flughäfen Europas in 16 Kategorien. Dazu zählen unter anderem die Verkehrsanbindung, Nähe zum Stadtzentrum, Serviceangebote, Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen sowie die Anzahl der Flugziele.

„Wir sind stolz, uns unter den Top-Ten-Flughäfen in Europa zu platzieren,“ erklärt Dr. Henning Pfisterer, Leiter Aviation des Flughafens Düsseldorf. „Dieses Ergebnis zeigt, dass unsere stetigen Verbesserungen der Services und operativen Abläufe Früchte tragen und unser Ziel, ein erstklassiger Flughafen zu sein, erfolgreich umgesetzt wird.“

Qualitätsoffensive macht sich bezahlt

Der Erfolg ist vor allem auf die fortlaufende Qualitätsoffensive des Flughafens zurückzuführen. Maßnahmen wie das Serviceangebot DUSgateway und der erweiterte Self Bag Drop sorgen für einen bequemen und verlässlichen Aufenthalt. Besonders bei den Sicherheitskontrollen hat der Flughafen überzeugt – 95 Prozent der Fluggäste konnten diese in der Sommersaison in weniger als zehn Minuten passieren.

Perfekte Erreichbarkeit und hoher Komfort

Auch die verkehrstechnische Anbindung des Düsseldorfer Flughafens ist ein großer Pluspunkt. Durch die Nähe zum Stadtzentrum, die Anbindung an mehrere Autobahnen und den Flughafen-Fernbahnhof sowie die S-Bahn-Station direkt am Terminal ist der Airport schnell und bequem erreichbar. Mit dem DUSsharing hub setzt der Flughafen zudem auf zukunftsweisende Mobilitätslösungen wie Carsharing und Uber.

Düsseldorf gehört zu Europas Top-Flughäfen

Neben Flughäfen wie Zürich, Kopenhagen und Brüssel reiht sich Düsseldorf im European Airport Index 2024 unter die besten Flughäfen Europas ein. Auch in weiteren internationalen Rankings, wie den Skytrax World Airport Awards 2024, konnte der Düsseldorfer Flughafen überzeugen und wurde als „Best Regional Airport in Europe“ und bester deutscher Großflughafen in Sachen Pünktlichkeit und Passagierzufriedenheit ausgezeichnet.


Weiterführende Hintergrundinformationen:

Der European Airport Index 2024 ist ein jährlich veröffentlichter Bericht, der die Passagierfreundlichkeit der größten Flughäfen in Europa bewertet. Erstellt wird dieser Index von der amerikanischen Verbraucherschutzgruppe Consumer Choice Center, die regelmäßig die 30 verkehrsreichsten Flughäfen des Kontinents untersucht. Ziel ist es, den Reisenden Informationen darüber zu geben, welche Flughäfen die besten Erfahrungen in Bezug auf Komfort, Effizienz und Service bieten.

Bewertete Kategorien

Der European Airport Index betrachtet insgesamt 16 verschiedene Kategorien, die alle wesentliche Aspekte des Reiseerlebnisses aus der Sicht der Passagiere berücksichtigen. Diese Kategorien umfassen:

  1. Verkehrsanbindung – Wie gut ist der Flughafen über öffentliche Verkehrsmittel, Straßen oder Bahnverbindungen erreichbar?
  2. Nähe zum Stadtzentrum – Wie weit entfernt ist der Flughafen vom Zentrum der jeweiligen Stadt?
  3. Serviceangebote – Welche zusätzlichen Dienstleistungen werden den Passagieren geboten, z. B. Lounges, Informationsschalter oder WLAN?
  4. Shops und Gastronomie – Wie groß und vielfältig ist das Angebot an Geschäften und Restaurants?
  5. Vielfältiges Airline-Portfolio – Wie viele und welche Fluggesellschaften nutzen den Flughafen?
  6. Anzahl der Destinationen – Wie viele Flugziele werden von diesem Flughafen aus angeboten?
  7. Wartezeiten bei Sicherheitskontrollen – Wie effizient sind die Sicherheitskontrollen? Werden lange Wartezeiten vermieden?

Bedeutung und Auswirkungen

Der Index ist für Flughäfen und Flugreisende gleichermaßen relevant. Für Flughäfen fungiert er als Benchmark, um zu sehen, wie sie im Vergleich zu anderen abschneiden und in welchen Bereichen Verbesserungen notwendig sind. Für die Passagiere bietet der Index nützliche Informationen darüber, an welchen Flughäfen sie mit einem besonders angenehmen Reiseerlebnis rechnen können.

Die Platzierungen im Index beeinflussen auch das Image eines Flughafens und haben in einigen Fällen direkten Einfluss auf Passagierzahlen, da viele Reisende Flughäfen bevorzugen, die in Rankings gut abschneiden.

Ausbildung & Duales Studium bei Vodafone: neue Jobs jetzt online

Screenshot

Der Düsseldorfer Telekommunikations-Dienstleister Vodafone (Mitglied unserer Unternehmerschaft) hat aktuell seine neuen Ausbildungsplätze und Dualen Studiengänge veröffentlicht. Zu den angebotenen Ausbildungsberufen gehören unter anderem die Ausbildung zum Fachinformatiker, IT-Systemelektroniker, Mediengestalter für Digitaltechnik, Kaufmann im Einzelhandel, Kaufmann für IT-System-Management, Kaufmann im Dialogmarketing sowie zum Fachmann für Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie. Zudem bietet Vodafone Ausbildungsplätze zum Hotelfachmann, Koch und Medizinischen Fachangestellten an. Interessierte können sich jetzt über vielfältige Karrieremöglichkeiten informieren und bewerben.

Bei den Dualen Studiengängen bietet Vodafone vielfältige Möglichkeiten in den Bereichen BWL mit den Schwerpunkten Business Sales, General Management, Finance, Business Transformation & Informatics, Customer Experience & Operations, sowie in den Fächern Informatik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Interessierte können sich jetzt über ihre Karrieremöglichkeiten informieren und bewerben.

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Leonardo und Rheinmetall gründen Joint Venture für militärische Gefechtsfahrzeuge

Screenshot: Rheinmetall

Leonardo S.p.A. und die Düsseldorfer Rheinmetall AG haben ein Joint Venture gegründet, das als neuer europäischer Nukleus für die Entwicklung und Produktion militärischer Gefechtsfahrzeuge dienen soll. Bereits Anfang Juli 2024 unterzeichneten die Unternehmen in Rom ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU). Die Gründung des Unternehmens „Leonardo Rheinmetall Military Vehicles“ (LRMV), an dem beide Unternehmen zu gleichen Teilen beteiligt sind, wird bis Januar 2025 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.

Der Hauptsitz der LRMV wird in Rom sein, während die operative Zentrale in La Spezia angesiedelt wird. Ziel des Joint Ventures ist die Entwicklung und Vermarktung eines neuen italienischen Kampfpanzers (MBT) sowie der Lynx-Plattform für das „Armoured Infantry Combat System (AICS)“ der italienischen Armee. Auch weitere Fahrzeugtypen, wie Berge-, Pionier- und Brückenlegefahrzeuge, sind in Planung. Das Joint Venture eröffnet außerdem umfangreiche internationale Absatzchancen.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, erklärte: „Wir schaffen ein neues Schwergewicht im europäischen Panzerbau. Mit Leonardo und Rheinmetall schließen sich zwei führende europäische Verteidigungstechnologie-Anbieter zusammen, um anspruchsvolle Projekte zu realisieren.“ Auch Roberto Cingolani, CEO von Leonardo, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Dies ist ein bedeutender Schritt hin zu einem europäischen Verteidigungssystem, das auf spezialisierten Plattformen basiert.“

Der von Rheinmetall entwickelte Kampfpanzer Panther KF51 wird die Grundlage für den neuen italienischen Kampfpanzer bilden, der den Ariete in der italienischen Armee ablösen soll. Das AICS-Programm der italienischen Armee sieht die Beschaffung von über 1.000 gepanzerten Kampfsystemen in 16 Varianten vor, darunter Schützenpanzer, Flugabwehr- und Aufklärungsfahrzeuge.

Etwa 60 % der Arbeiten im Rahmen des Joint Ventures werden in Italien durchgeführt, darunter Endmontage, Tests, Auslieferungen und logistische Unterstützung. Leonardo wird dabei für die Entwicklung und Produktion der Missionssysteme, Elektronik und Waffenintegration verantwortlich sein.

Rheinmetall ist bereits stark in Italien vertreten und erwirtschaftet dort mit drei Tochtergesellschaften und rund 1.500 Mitarbeitern an fünf Standorten einen Jahresumsatz von etwa 1 Milliarde Euro.