Zum Beschluss der Bundesregierung zu verpflichtenden Coronatest-Angeboten in den Betrieben

„Die von der Bundesregierung beschlossenen verpflichtenden Testangebote in den Betrieben sind angesichts der großen Anstrengungen der Unternehmen zur Bekämpfung der Pandemie in den vergangenen Wochen weder angemessen noch nachvollziehbar. Mit dieser Verordnung ignoriert die Politik die großen Fortschritte, die innerhalb kürzester Zeit trotz der erheblichen organisatorischen und finanziellen Belastungen sowie der immer noch eingeschränkten Verfügbarkeit der Corona-Tests erzielt wurden. Angesichts der erkennbaren Schwierigkeiten bei Testungen im Öffentlichen Dienst sowie an Schulen und Kindergärten wäre hier mehr Wertschätzung für das enorme Engagement in der privaten Wirtschaft angebracht gewesen. Anstatt zu meinen, mit einer Verordnung alle Probleme vom Tisch wischen zu können, sollte die Politik stattdessen insbesondere kleine und mittlere Betriebe organisatorisch und finanziell bei der Durchführung der Corona-Tests unterstützen. Die Unternehmen werden auch darüber hinaus ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten – wie etwa mit umfassenden Hygienekonzepten und dem Angebot des Arbeitens von zu Hause. Die Wirtschaft ist zudem bereit, mit ihren Betriebsärzten ihren Teil dazu beizutragen, dass wir schneller den notwendigen Impfschutz in der Bevölkerung erreichen.“

Von Johannes Pöttering
Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. (unternehmer nrw)

Neuer Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit

Der rasante Anstieg der weltweiten Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen erfordert von der Automobilindustrie eine Vielzahl von nachhaltigen Hochleistungslösungen in der Produktion, um sich auf eine elektrische Zukunft einzustellen. Als verlässlicher Partner für OEMs und Komponentenhersteller trägt Henkel dazu bei, diesen Wandel aktiv mit zu gestalten. Die Einführung eines bestimmten thermischen Gap Fillers (Spaltfüller) ermöglicht einem der weltweit größten Automobilhersteller, Lithium-Ionen-Batteriepacks nachhaltiger und kosteneffizienter zu entwickeln und zu produzieren – und zwar in den hohen Stückzahlen, die erforderlich sind, um Elektrofahrzeuge auf dem Massenmarkt zu etablieren. Bergquist Gap Filler TGF 3010 APS verlängert nicht nur die Lebensdauer von Batterien durch seine leistungsstarke Wärmeableitung, sondern ermöglicht mehrere Nachhaltigkeitsvorteile in jedem Schritt der Wertschöpfungskette. Die Entwicklung von Bergquist Gap Filler TGF 3010 APS und die Einführung unter der Marke Loctite hebt Henkel deshalb auch in seinem aktuellen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht als bedeutenden Meilenstein.

DRK eröffnet Testzentrum in Düsseldorf

Das DRK Düsseldorf, unser Mitglied, hat ein Corona-Testzentrum auf dem ehemaligen Hochschulcampus in Golzheim eröffnet. Die Terminvergabe erfolgt ausschließlich online, die Testungen werden weitestgehend kontaktlos nach Drive-in-Prinzip vorgenommen.

Corona-Praxen des DRK KV Mettmann in Hilden und Ratingen: Drive in Teststation für Autofahrer, Mitarbeiter bei der Testung
– Juli 2020. Foto: DRK Düsseldorf

Das in Form eines Drive-in konzipierte Corona-Testzentrum errichtete das DRK-Düsseldorf auf dem Gelände der ehemaligen Fachhochschule Düsseldorf im Stadtteil Golzheim, Die Einfahrt befindet sich auf der Josef-Gockeln-Straße. Hier bietet das Deutsche Rote Kreuz zunächst von montags bis freitags, zwischen 06:30 und 14:00 Uhr zertifizierte Antigen-Schnelltestungen oder PCR-Testungen an; je nach Verfahren mit Nasenabstrich oder Speicheltest. Die Kosten hierfür reichen vom POC-Schnelltest für 35 Euro, bis hin zum PCR-Test, für zum Beispiel Auslandsreisende, für 70 Euro. Und auch einen kostenlosen Bürgertest führen die qualifizierten Einsatzkräfte des DRK-Düsseldorf durch.

Terminvergabe, Testungen und die anschließende Bezahlung erfolgen weitestgehend kontaktfrei. Getestet werden kann nur, wer vorher online einen Termin über die Internetseite www.testzentrum-drkduesseldorf.de vereinbart hat. „Dank des Drive-in-Verfahrens, können wir das Infektionsrisiko minimieren und die Testabwicklung deutlich vereinfachen. Durch bequemes Einfahren mit dem eigenen Auto und einfachem Vorzeigen der Buchungsmail können unsere Einsatzkräfte den Test schnell und sicher durchführen“, erklärt Till Nagelschmidt, Geschäftsführer Rettungs- und Einsatzdienste DRK-Düsseldorf, das Konzept des DRK-Testzentrums. Dieses sieht auch vor, dass die Probanden ausschließlich mit dem Auto kommen können. Das darf auf dem gesamten Gelände des Testzentrums nicht verlassen werden.

Kostenlose Schnelltests führt das DRK im Drive-in-Testzentrum auch bei Kindern und Lehrpersonal durch. Und auch Unternehmen wird das Rote Kreuz am Standort in Golzheim regelmäßige Reihentestungen für die eigenen Mitarbeitenden anbieten können.

Leicht und massiv: Fahrwerkskomponenten aus Aluminium für Elektroautos

Der chinesische Automobilzulieferer Ningbo Xusheng Auto Technology Co., Ltd. hat der SMS group(www.sms-group.com) die Endab­nahme für die neue vollautomatische Gesenkschmiedelinie am Standort Ningbo, Provinz Zhejiang, erteilt. Die gelieferte Schmiede­linie besteht aus einer Exzenterschmiedepresse MP 2500 und einer automatischen Reckwalze als Vorformaggregat. Die maximale Press­kraft der Exzenterpresse beträgt 25 MN. Auf der neuen Schmiede­linie wird Ningbo Xusheng Auto Technology Fahrwerkskomponenten aus Aluminium für den Einsatz insbesondere in Elektroautos herstellen.

Mithilfe einer speziellen Simulationssoftware hat SMS group gemein­sam mit Ningbo Xusheng das technologische Verfahren sowie Schmiedewerkzeuge für Aluminium entwickelt. Die für Aluminium-Schmiedeteile geforderten exzellenten mechanischen Eigenschaften und ein gleichmäßiges Gefüge stellen eine wichtige Voraussetzung für die Sicherheit von massengefertigten Automobil-Fahrwerksteilen dar.

Mit einer Taktzeit von bis zu fünf Sekunden produziert die neue Schmiedelinie hochqualitative Aluminium-Schmiedeteile. Bei einem engen Temperaturfenster bei der Massivumformung von Aluminium müssen alle Fertigungsschritte perfekt aufeinander abgestimmt sein. Mit einer Nennwalzkaft von 1.250 kN walzt die Reckwalze den er­wärmten Schmiederohling in eine definierte Vorform. Durch eine optimale Materialverteilung verbessert sich die Materialausnutzung bei dem nachfolgenden Schmiedeprozess deutlich. In der vollauto­matischen Schmiedepresse durchläuft das Werkstück mehrere Schmiedeoperationen. Der Teiletransport erfolgt durch die ebenfalls zum Lieferumfang gehörende elektrische Hubbalkenautomatik.

Speziell für Ningbo Xusheng entwickelte die SMS group ein funktionsoptimiertes Sprühsystem. Drei im 3D-Druck hergestellte Gesenksprühköpfe verbessern die Gesenkpflege signifikant. Dank dem 3D-Druck-Verfahren ist eine bestmögliche Anordnung der Sprühdüsen in den Gesenksprühköpfen möglich, sodass die Sprühkegel exakt die Gravur von jedem Gesenk benetzen.

Mit der gelieferten Werkzeughalterwechseleinrichtung sowie dem Werkzeugwechselarm lässt sich die Wartungs- und Werkzeug­wechselzeit beim Produktwechsel deutlich reduzieren.

Ningbo Xusheng ist seit Langem in der Massenproduktion und Ver­marktung von spezifischen Alu-Druckgussteilen unter anderem für die Automotive-Industrie tätig und verfügt über einen namhaften Stamm von internationalen Abnehmern. Mit der neuen SMS-Schmiedelinie erweitert Ningbo Xusheng seine Produktions­kapazitäten und kann nun auch den wachsenden Markt mit an­spruchsvoll geschmiedeten Aluminimumteilen mit herausragenden Eigenschaften bedienen.

Spitzengespräch Bündnis Zukunft der Industrie: Wie kommen wir gestärkt aus der Krise?

Die deutsche Industrie steht weiter unter Druck. Daran ließen die 17 Organisationen des „Bündnis Zukunft der Industrie“ in ihrem Spitzengespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier keinen Zweifel. Im Zentrum des Gesprächs standen die aktuelle industriepolitische Lage und mögliche Auswege aus der Krise. 

Die Forderungen der chemisch-pharmazeutischen Industrie für ein erfolgreiches Refit-Programm der Bundesregierung brachten BAVC-Präsident Kai Beckmann, der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis und VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup im Spitzengespräch mit Nachdruck ein. Auch die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sowie Vertreter weiterer Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften berichteten aus ihren Branchen. 

Wirtschaftliche Lage bleibt angespannt 

In der chemisch-pharmazeutischen Industrie gab es im Frühjahr 2020 einen Produktionseinbruch, der aber deutlich milder verlief als in der Industrie insgesamt. Unsere Branche konnte mit Blick auf die produzierten Mengen schon ab Sommer 2020 bis zum Ende des Jahres wieder deutliche Steigerungen verzeichnen. Im Januar 2021 kam es dann erneut auch in der chemisch-pharmazeutischen Industrie zu einem leichten Rückschlag. In Summe lag die Produktion dennoch gut vier Prozent höher als im Januar 2020.

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STANDPUNKT BAVC-Präsident Kai Beckmann

„Gut 20.000 Betriebe, über sechs Millionen Beschäftigte und fast 700 Milliarden Euro direkter Beitrag zur deutschen Wertschöpfung pro Jahr – das sind keine Superlative, sondern Fakten aus der deutschen Industrie. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam mit der Politik Wege finden müssen, unsere Industrie zukunftsfest zu machen. Auch das ist eine Lehre aus der Pandemie: Ein stabiler Staat braucht eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft braucht eine starke Industrie!“

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Die im Jahresverlauf 2020 in vielen Unternehmen eingetretenen Verluste sind jedoch mit dem Aufholprozess nicht verschwunden; sie finden sich in den Bilanzen wieder und stehen dauerhaft nicht mehr für Investitionen, Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Und selbst mit dem für 2021 zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Wachstum von etwa drei Prozent bräuchte die Wirtschaft noch mindestens zwei weitere Jahre mit ähnlicher Erholungsdynamik, um wieder an die konjunkturell erfolgreiche Zeit Mitte der 2010er Jahre anzuknüpfen. Dies wird jedoch nicht von selbst passieren. Dafür müssen jetzt die wirtschaftspolitischen Weichen konsequent und überall auf Vorfahrt für Wachstum gestellt werden – so lautet die gemeinsame Forderung der Bündnispartner.

Vorfahrt für Wachstum – welche Weichen müssen gestellt werden?  

Höchste Priorität muss eine Beschleunigung der Impfungen haben. Je eher wir eine Durchimpfung erreichen, umso besser für die Erholung von Wirtschaft und Gesellschaft. Der BAVC hat sich deshalb frühzeitig in der Politik dafür eingesetzt, auch Betriebsärzte in die Impfstrategie der Bundesregierungmit einzubeziehen.

Die Impfbereitschaft der Mitarbeiter ist vor Ort in den Unternehmen erfahrungsgemäß hoch und verbandsübergreifende Umfragen haben gezeigt, dass die werksärztlichen Strukturen schnell einsatzbereit sind. Nach unseren Berechnungen könnten die über 500.000 Beschäftigten unserer Industrie innerhalb eines Monats geimpft werden.

Bis in ausreichender Menge Impfstoff verfügbar ist und die Belegschaften tatsächlich geimpft sind, können Selbst- und Schnelltests eine wertvolle Brücke in der Pandemiebekämpfung sein. Der BAVC unterstützt daher ausdrücklich den Appell der Spitzenverbände an die Unternehmen, ihren Beschäftigten Selbsttests, und wo dies möglich ist, Schnelltests anzubieten. 

Belastungsmoratorium ernsthaft umsetzen 

Für eine schnelle Erholung der Wirtschaft bleiben aber die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zentral. Unsere Unternehmen brauchen Freiräume, weniger Bürokratie und stattdessen mehr Unterstützung für einen reibungslosen internationalen Handel. Die Bundesregierung sollte sich daher in einem ersten Schritt ernsthaft an ihr Bekenntnis zum Belastungsmoratorium halten. Neue Gesetze, deren positive Wirkung zweifelhaft, deren bürokratiesteigernde Wirkung hingegen sicher ist, sind nicht angebracht (z.B. Sorgfaltspflichtengesetz und Rechtsanspruch auf mobile Arbeit). In einem zweiten Schritt muss auch das bestehende Umfeld für wirtschaftliches Handeln überprüft und wieder weitaus mehr auf Wachstumsförderung zugeschnitten werden. Dies wird die zentrale Aufgabe der nächsten Bundesregierung sein.

Sozialsysteme im Blick behalten 

Unsere Sozialsysteme haben während der Corona-Pandemie gut funktioniert und viele Krisenfolgen abgefedert. Die Krise darf aber nicht den Blick der Politik auf die Herausforderungen verstellen und von dringend notwendigen Strukturreformen ablenken. Aufgrund des demografischen Wandels stehen die Sozialversicherungen schon lange unter Druck und befinden sich inzwischen in einer besorgniserregenden finanziellen Schieflage. Die nächste Bundesregierung täte gut daran, grundlegende Reformen auf den Weg zu bringen – auch wenn dies nicht bei allen Wählern gut ankommt. Die Steuer- und Abgabenbelastung der Unternehmen muss insgesamt wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gesenkt werden. Ansonsten findet die Wirtschaft nicht zurück auf den Wachstumspfad und die Lage am Arbeitsmarkt verschlechtert sich.

In Ausbildung investieren 

Nicht das Jahr 2020, sondern 2021 wird die eigentliche Bewährungsprobe für den Ausbildungsmarkt. Denn auch in der Chemie-Industrie gerät die Ausbildung zunehmend von zwei Seiten unter Druck: Zum einen führen strukturelle Effekte wie Digitalisierung oder Elektromobilität in den Unternehmen längst dazu, dass die Ausbildung über den Bedarf hinaus auf dem Prüfstand steht. Zum anderen ist die Vor-Ort-Ausbildung unter Corona-Bedingungen erheblich aufwändiger und schränkt verfügbare Ausbildungskapazitäten ein. 

Angesichts dieser Herausforderungen zeigt das weiterhin große Engagement unserer Betriebe, wie wichtig den Unternehmen die duale Ausbildung ist. Moderne Ausbildungsberufe mit digitalen Wahl- und Zusatzqualifikationen wie Chemikanten, die Labor- oder die Metall- und Elektroberufe bereiten junge Menschen optimal auf die Arbeitswelt der Zukunft vor. Auch hier sollte die Politik den Unternehmen jedoch Freiräume lassen und keine zusätzlichen Fesseln anlegen. Vielmehr sollte sie sich auf die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur konzentrieren. Dazu zählen auch die Berufsschulen, die seit Jahren unter einer schlechten Ausstattung leiden.

Henkel baut Partnerschaft mit Sozialunternehmen Plastic Bank deutlich aus

Henkel und Plastic Bank haben die ersten drei Sammelcenter für Plastikabfall in Ägypten, in der Umgebung von Kairo, eröffnet. Das Projekt ist Teil der erfolgreichen und langfristigen Partnerschaft von Henkel mit dem Sozialunternehmen. Das gemeinsame Ziel: Plastikmüll in der Umwelt vermeiden und gleichzeitig das Leben von Menschen in Armut verbessern.

Um dazu beizutragen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Situation in Ägypten zu verbessern, haben Henkel und Plastic Bank in einem ersten Schritt drei Sammelcenter für Kunststoffabfall eröffnet. Das Engagement soll in den nächsten Jahren stetig ausgebaut werden. Bis 2023 möchten die Partner damit eine jährliche Kapazität für 5.000 Tonnen Plastik erreichen. An den Sammelcentern können Menschen Plastikmüll abgeben und gegen Geld eintauschen. So wird verhindert, dass der Kunststoffabfall in die Flüsse und Ozeane gelangt – und gleichzeitig wird die zum Teil schwierige Lebenssituation der lokalen Bevölkerung verbessert. Plastic Bank bereitet das abgegebene Kunststoffmaterial wieder auf und führt es als sogenanntes Social Plastic® in die Wertschöpfungskette zurück. Henkel ist 2017 als erstes globales Konsumgüterunternehmen eine Partnerschaft mit Plastic Bank eingegangen und hat bereits Produktverpackungen aus Social Plastic® auf den Markt gebracht.

„Nachhaltigkeit ist tief in unserer Unternehmenskultur verankert und ein integraler Bestandteil unseres strategischen Rahmens für ganzheitliches Wachstum. Die einzigartige Kooperation mit Plastic Bank trägt dazu bei, mehr recyceltes Plastik in die Verpackungen unserer Produkte zu integrieren und unterstützt unsere ehrgeizigen Ziele zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft und zur Vermeidung von Plastikmüll“, sagt Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

„Plastikabfall in der Umwelt ist eine der größten globalen Herausforderungen, und wir sind uns unserer Verantwortung als globales Konsumgüterunternehmen sehr bewusst. Henkels Zusammenarbeit mit Plastic Bank zeigt auf eindrucksvolle Weise, welchen positiven Beitrag wir durch Partnerschaften für die Umwelt und die Gesellschaft leisten können“, sagt Sylvie Nicol, Personalvorständin und Vorsitzende des Sustainability Councils von Henkel. „Wir freuen uns sehr, unsere Kooperation mit Plastic Bank weiter auszubauen. Mit vereinten Kräften können wir dazu beitragen, den sozialen Fortschritt auf der ganzen Welt voranzutreiben, gleichzeitig Plastikmüll in der Umwelt zu reduzieren und eine Kreislaufwirtschaft zu fördern.“

„Wir sind stolz darauf, mit Henkel zusammenzuarbeiten, um Recycling-Infrastrukturen zu erweitern und nachhaltige Verpackungslösungen zu fördern“, sagt David Katz, Gründer und CEO von Plastic Bank. „Seit Beginn unserer Partnerschaft hat Henkel dazu beigetragen, dass mehr als 1,7 Millionen Kilogramm Plastikmüll gesammelt wurde und so verhindert, dass über 86 Millionen Plastikflaschen ins Meer gelangen. Mit unseren neuen Sammelcentern in Ägypten machen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um Meeresplastik zu stoppen und das Leben auf dem afrikanischen Kontinent zu verbessern.“

Abfall in Chancen verwandeln

Plastic Bank baut Recycling-Ökosysteme in Ländern auf, in denen es noch keine ausreichende Infrastruktur für die Abfallentsorgung gibt. Die Sammler:innen erhalten eine Vergütung für die von ihnen gesammelten Materialien, die dazu beiträgt, die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu decken – etwa durch Lebensmittel, Brennstoff wie Kohle für die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten, die Finanzierung des Schulbesuchs oder der Krankenversicherung. Der gesammelte Kunststoff wird als Social Plastic® aufbereitet und kann als Teil einer geschlossenen Lieferkette wieder in Produkte und Verpackungen integriert werden.

Allein in Ägypten wollen Henkel und Plastic Bank über einen Zeitraum von zwei Jahren durch den Aufbau einer langfristigen Recycling-Infrastruktur rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen, was einen direkten positiven Einfluss auf über 4.000 ägyptische Bürger:innen haben wird. Die beiden Unternehmen bauen dabei auf ihre erfolgreiche Partnerschaft in Haiti auf, die 2017 begann.

Henkel hat Social Plastic® bereits in mehrere seiner Verpackungen integriert. Die Haar- und Körperpflegemarke Nature Box war die erste Kosmetikmarke, die Social Plastic® als Verpackungsmaterial für ihr gesamtes Flaschenportfolio eingeführt hat. Hier bestehen alle Flaschenkörper zu 98 Prozent aus Social Plastic®. Henkels Unternehmensbereich Laundry & Home Care ist beispielsweise mit seiner Produktreihe Pro Nature auf PET-Flaschen umgestiegen, die zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen, davon sind 50 Prozent Social Plastic®.

Starker Einsatz für eine Kreislaufwirtschaft

Die Partnerschaft mit Plastic Bank ist nur eine von vielen Initiativen von Henkel, um eine Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Verpackungslösungen zu fördern. Das Unternehmen hat sich dabei ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2025 sollen alle Verpackungen recycelbar oder wiederverwendbar* sein. Der Anteil an recyceltem Kunststoff in den Verpackungen von Konsumgütern soll auf 30 Prozent steigen. Schon heute bestehen viele Produktverpackungen zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Um Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit voranzutreiben, arbeitet Henkel mit verschiedenen Partnern entlang der Wertschöpfungskette zusammen und beteiligt sich an branchenübergreifenden Initiativen. So ist das Unternehmen zum Beispiel Mitglied der New Plastics Economy und Gründungsmitglied der globalen Alliance to End Plastic Waste.

So will Henkel die Kreislauf­wirtschaft entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette fördern

Recyceln, wiederverwenden, Emissionen sparen – das Thema Kreislaufwirtschaft ist hoch im Kurs. Verpackungsmaterialien wie Plastik bieten viele Vorteile, doch die Allgegenwart des beliebten Kunststoffs stellt uns auch vor neue Herausforderungen: Wie können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastik im Sinne einer Kreislaufwirtschaft fördern und mit Recycling das Plastikmüll-Problem eindämmen? Und wie können wir die Kreislaufwirtschaft entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben und damit das Klima schützen?

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Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie

Die Metallarbeitgeber und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag in Düsseldorf bei der 7. Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs ein Ergebnis erzielt.

  • Corona-Beihilfe im Juni 2021 in Höhe von 500 Euro
  • Automatische Entlastung für krisenbetroffene Betriebe
  • Jährliche Sonderzahlung von 18,4 Prozent im Februar 2022 sowie von 27,6 Prozent ab Februar 2023
  • Gesamtlaufzeit von 21 Monaten
  • Optionale tarifliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung und zur Begleitung betrieblicher Transformationsprozesse

Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, bezeichnete den Tarif-Kompromiss am Dienstag in Düsseldorf als „ein von Fairness, Vernunft und Weitsicht geprägtes Ergebnis in einer außergewöhnlich schwierigen Wirtschaftslage“. Es sei gelungen, der enorm heterogenen wirtschaftlichen Situation Rechnung zu tragen.

„Für uns ist es ganz wichtig, dass unsere Unternehmen wie schon im Jahr 2020 auch im Jahr 2021 keine Erhöhung der Tabellenentgelte verkraften müssen“, betonte Kirchhoff. Zudem sei mit der IG Metall für das laufende Jahr erstmals ein automatisch wirksamer Entlastungsmechanismus für krisenbetroffene Betriebe vereinbart worden. Die neue jährliche Sonderzahlung von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts im Februar 2022 sowie von 27,6 Prozent eines Monatsentgelts ab Februar 2023 sei für die Unternehmen „schmerzhaft und nur schwer verdaulich, aber mit einem verhalten optimistischen Blick auf verbesserte konjunkturelle Aussichten im kommenden Jahr so gerade noch vertretbar“.

Der Tarifabschluss biete den Firmen „einen unbürokratischen und einfach umsetzbaren“ tariflichen Rahmen für betriebliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung und die Begleitung von Transformationsprozessen. Die entsprechenden Regelungen seien bewusst an bereits bestehende Tarifvereinbarungen angekoppelt worden. „Das vermeidet zusätzliche Komplexität und vereinfacht den betrieblichen Umsetzungsprozess“, sagte Kirchhoff.

Die Tarifvereinbarung sieht im Einzelnen vor:

  • eine Corona-Beihilfe von 500 Euro im Juni 2021,
  • eine neue Sonderzahlung von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts im Februar 2022 steigend auf 27,6 Prozent eines Monatsentgelts ab Februar 2023, die künftig jährlich anfällt.

Laufzeit:

  • Der Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar 2021, hat eine Gesamtlaufzeit von 21 Monaten und endet am 30. September 2022.

Differenzierung:

  • Die tarifliche Leistung des Tariflichen Zusatzgeldes B (T-Zug B) wird im Oktober fällig und kann in Abhängigkeit vom Unternehmensergebnis entfallen.

TV Zukunft, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung:

  • METALL NRW und IG Metall NRW haben einen tariflichen Rahmen vereinbart, innerhalb dessen Betriebsparteien u.a. betriebliche Transformationsprozesse begleiten können.
  • Darin können auf Basis einvernehmlich erstellter betrieblicher Analysen Gespräche über die Zukunft des Betriebes erfolgen – dieser Prozess kann aber nicht einseitig durch eine Betriebspartei erzwungen werden.
  • Die Betriebsparteien können zur weiteren Beratung eine von denTarifvertragsparteien zu gründende Transformationsagenturhinzuziehen.
  • Besteht keine Einigkeit über einen Regelungsbedarf im Betrieb, kann zur Erreichung eines Konsenses eine Moderation vereinbart werden.
  • Kommt es auch dann zu keiner Einigung, werden von der Moderation die von den Betriebsparteien identifizierten jeweiligen Handlungsbedarfe schriftlich festgehalten.
  • Damit sind die betrieblichen Gespräche zu Transformationsprozessen beendet – es bleibt also bei der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit in diesen Fragen.

Optionale Regelungen zur kollektiven Arbeitszeitabsenkung bei Beschäftigungsproblemen in Betrieben:

  • Wie bisher: Durch Betriebsvereinbarung können Arbeitgeber und Betriebsrat bei vorübergehenden Beschäftigungsproblemen bis zu zwölf Monate die individuelle regelmäßige Wochenarbeitszeit auf eine Dauer von unter 35 bis zu 30 Stunden absenken.
    • Dies kann einheitlich für alle Beschäftigten oder für Teile des Betriebs (Betriebsteile, Abteilungen, Beschäftigtengruppen) erfolgen.
    • Dabei können auch eine unterschiedliche Absenkung der Arbeitszeit und eine unterschiedliche Dauer der Arbeitszeit vereinbart werden.
    • Die monatlichen Vergütungen vermindern sich entsprechend der verkürzten Arbeitszeit.
    • Die Betriebsparteien können Ausgleichszahlungen vereinbaren, die mit den tariflichen Jahresleistungen verrechnet werden. Der Anspruch darauf vermindert sich entsprechend.
  • Neu: Bei einer Arbeitszeitabsenkung ab 13 Monaten insbesondere bei der Begleitung von betrieblichen Transformationsprozessen erhalten die Beschäftigten pro Woche – gemessen am durchschnittlichen Stundenentgelt – einen Zuschlag
    • von 25 Prozent bei einer Absenkung auf 32 Wochenstunden
  • Bei einer Arbeitszeitabsenkung ab 25 Monaten erhalten die Beschäftigten pro Woche – gemessen am durchschnittlichen Stundenentgelt – einen Zuschlag
    • von 25 Prozent bei einer Absenkung auf 33 Wochenstunden
    • von 50 Prozent bei einer Absenkung auf 32 Wochenstunden
  • Bei Konjunktur- oder Transformationsbedingten Arbeitszeitverkürzungen sind betriebsbedingte Kündigungen nicht möglich.

Gemeinsame Erklärung zur Bedeutung des Fachkräftenachwuchses

  • Die Tarifparteien wollen die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben fördern.
  • Die Tarifparteien empfehlen, Dual Studierende nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in ein Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Statement des Präsidenten von METALL NRW, Arndt G. Kirchhoff:

NRW-Metallarbeitgeberpräsident Arndt G. Kirchhoff erklärte, in dieser wirtschaftlichen Ausnahmesituation seien die Tarifparteien in NRW ihrer großen Verantwortung für Unternehmen und Beschäftigte gerecht geworden. Die Pandemie habe das Land weiterhin fest im Griff und sorge bei Unternehmen und Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie für massive Verunsicherung. „Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir als Tarifpartner in Nordrhein-Westfalen in diesen Zeiten der Ungewissheit langfristig verlässliche und tragfähige Perspektiven setzen können“, betonte Kirchhoff. Der Flächentarif stehe seit Jahren massiv unter Druck und müsse sich die Akzeptanz bei den Mitgliedsunternehmen stets aufs Neue verdienen. Der Tarifabschluss sei daher auch ein Punktsieg für die Tarifautonomie in Deutschland.

Nach Worten des NRW-Metallarbeitgeberpräsidenten zeigten die getroffenen Vereinbarungen alle Elemente eines echten Kompromisses. Die Arbeitgeber hätten ihre wichtigsten Ziele durchsetzen können: Einen langfristigen und damit Planungssicherheit schaffenden Tarifvertrag, automatische Kostenentlastungen für krisenbelastete Betriebe als tarifpolitische Antwort auf die heterogene wirtschaftliche Lage in der M+E-Industrie, einfach umsetzbare betriebliche Wahloptionen zur Beschäftigungssicherung sowie die Beibehaltung der unternehmerischen Freiheit bei betrieblichen Transformationsprozessen.

Bauindustrie in Düsseldorf unterstützt Ziele der neuen Klimagesetze

„Mit dem neuen Klimaschutz- und dem neuen Klimaanpassungsgesetz macht die NRW-Landesregierung zwei wichtige Schritte nach vorne und räumt den Herausforderungen durch den Klimawandel einen angemessenen Stellenwert ein.

Die Häufung von Hitze-, Trocken- und Extremwetterereignisse der letzten Jahre haben aufgezeigt, welche Wirkung der Klimawandel zunehmend auch in unserem Bundesland hat.“ kommentiert Prof. Beate Wiemann (Foto), Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, das vom nordrhein-westfälischen Kabinett gestern beschlossene Klimaschutz- und Klimaanpassungsgesetz.

Dies gelte in besonderem Maße auch für die gebauten Infrastrukturen. Neue Gebäude und Infrastrukturen müssten deshalb nicht nur möglichst CO2-effizient, sondern auch entsprechend der zukünftigen klimatologischen Bedingungen ausgelegt sein und existierende Gebäude und Infrastrukturen baulich angepasst werden.

„Die gesteckten Klimaschutzziele und die Stärkung der Klimaresilienz in unserem Land können nur gemeinsam mit der Bauwirtschaft erreicht werden, unsere Unternehmen haben das erforderliche Know-how – wir können das!“ unterstreicht Wiemann. „Und Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zahlen sich für die Menschen in unserem Land aus – direkt spürbar im täglichen Leben und indirekt durch eine Belebung der Konjunktur. Denn Bauinvestitionen haben immer auch eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung.“, so Wiemann weiter. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro.

Schon jetzt haben in unserer Branche Themen wie CO2-Bepreisung, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Emissionsfreiheit Auswirkungen auf Bauverfahren, Baustoffe und Produkte. Ein an die Folgen des Klimawandels angepasstes Bauen wird stark an Bedeutung gewinnen. „Im Bausektor fordern wir bei der Erreichung der Klimaziele den Fokus nicht nur auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen.

Zukünftig sollte der gesamte CO2-Fußabdruck von Bauwerken in Verbindung mit dem Ressourcenverbrauch und einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen sowie einer langfristigen Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden“, so Wiemann. Für die ausgewogene Planung und Beurteilung eines Bauwerks sollten die unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander betrachtet werden. Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekte sowie soziokulturelle Aspekte spielen von der Gewinnung der Baustoffe bis über die Nachnutzungsphase eine Rolle. Die Baurestmassen stellen ein wertvolles Rohstofflager der Zukunft dar, die nachhaltig nutzbar gemacht werden sollten.

125 Jahre Rheinbahn in 125 Stationen – Bildband gibts ab Donnerstag

Seit 125 Jahren ist die Rheinbahn ein wichtiger Motor für Düsseldorf und das Umland. Als zuverlässiger Partner hält sie die Region seit 1896 im wahrsten Sinne des Wortes am Laufen – auch in schwierigen Zeiten war sie einfach immer da. Passend zum Jubiläum am 25. März veröffentlicht das Verkehrsunternehmen nun einen Bildband, der diese bewegte Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart in 125 Stationen mit großformatigen Fotos und spannenden Fakten aufbereitet und zum Durchblättern anregt.

Der Bilderbogen spannt sich von der Erschließung der linksrheinischen Gebiete über den weltweit ersten Straßenbahn-Speisewagen bis zur Eröffnung der Wehrhahnlinie und zum heutigen Einsatz modernster umweltfreundlicher Fahrzeuge. Interessenten bekommen es ab Donnerstag, 1. April, für 18,96 Euro in jedem KundenCenter der Rheinbahn.