15 Jahre Kompetenzzentrum „Berufliche Orientierung“ (Folge 3): Warum gerade jetzt Praktika so wertvoll sind!

Vor 15 Jahren wurde in der Landeshauptstadt das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung gegründet. Heute ist die Denkschmiede gemeinsam mit der Kommunalen Koordinierung in Düsseldorf ein verlässlicher Partner im Themenbereich Berufs- und Studienorientierung für Schülerinnen und Schüler, Unternehmen, Eltern und Lehrkräfte. Beheimatet bei der Stiftung PRO AUSBILDUNG sind weitere Partner die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft und die IHK. In der 3. Folge der Jubiläumsserie spricht Christoph Sochart mit Dirk Werner (Foto), Experte für Berufsorientierung und Duale Ausbildung im Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

Es geht um die Bedeutung von Praktika für Schülerinnen und Schüler und für die Unternehmen. Für die einen ist ein Praktikum ein guter Praxischeck, für anderen die Möglichkeit, ihre potentiellen Auszubildenden frühzeitig kennenzulernen. Dirk Werner sagt, was Unternehmen jetzt tun sollten um auch in Sachen Praktikum wieder voll durchstarten zu können und gibt praxisnahe und umsetzbare Tipps. Außerdem geht es in diesem Gespräch um die neusten Trends im Azubimarketing und um neue digitale Wege, junge Menschen für eine Ausbildung im eigenen Unternehmen zu gewinnen. Die Begrüßung übernimmt freundlicherweise Jens Peschner von der IHK Düsseldorf. Wir freuen uns sehr, Ihnen die dritte Folge zeigen zu können. Sie sehen sie ab sofort unter www.kompetenzzentrum-duesseldorf.de. Dort gibt es auch die ersten beiden Folgen in der Mediathek.

Podcast-Folge 64: Die Trends des digitalen Lernens

In der 64. Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ spricht Lisa Marie Fitzner mit Rebecca Wanzl (Foto) und Dr. Albert Wunsch von der Hochschule FOM über die Trends des digitalen Lernens. Ein kurzweiliges Gespräch bei dem es auch um wichtige „Future Skills“ gehen wird. Weiterführende Infos unter https://www.fom.de/hochschulzentren/studium-in-neuss.html.

Außerdem im Programm die Nachrichten aus der Düsseldorfer Wirtschaft und der Termintipp für die kommende Woche. Zudem freuen wir uns über Renate Kiszkiel vom Düsseldorfer „Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung“, die über den Relaunch des Bildungswegenavigator (www.biwenav.de) berichten wird.

Wenn Ihnen gefällt was Sie hören, dann empfehlen Sie uns bitte weiter in Ihren beruflichen und privaten Netzwerken. Unsere Stimme der Düsseldorfer Wirtschaft ist kostenfrei und gibt’s auf ApplePodcast, Spotify, Anchor und www.unternehmerschaft.de.

Technologiekonzern Rheinmetall: Wachstumsmarkt Wasserstoff – Kurzfristiges Auftragspotenzial von bis zu 220 MioEUR für Brennstoffzellen-Systemkomponenten

Rheinmetall treibt die Wasserstoffstrategie des Unternehmens weiter voran und ist jetzt auch Teil der vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützten nationalen Wasserstoff- und Brennstoffzelleninitiative. Rheinmetall ist industrieller Partner des Forschungs- und Entwicklungskonsortiums des in Punkto Wasserstoff renommierten Zentrums für Brennstoffzellen Technik (ZBT) in Duisburg, das als eines von vier in Deutschland geförderten Innovations- und Technologiezentren für Wasserstofftechnologie (ITZ) ausgewählt wurde. Zum Auf- und Ausbau des ITZ, das sich hauptsächlich den Mobilitätsanwendungen in Verbindung mit der Wasserstofftechnologie widmen wird, sollen nach Duisburg und an die beteiligten Konsortialpartner in den kommenden Jahren bis zu 100 MioEUR Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der NRW-Landesregierung fließen.

Rheinmetall entwickelt und produziert seit über zwanzig Jahren Produkte für Brennstoffzellensysteme. Kurzfristig sieht das Unternehmen bei Komponenten für Brennstoffzellensysteme für sich ein Potenzial zwischen 150 MioEUR und 220 MioEUR. Allein in den vergangenen Monaten wurden davon Aufträge mit einem Laufzeitvolumen von rund 50 MioEUR gebucht. Die Erfahrung und Kompetenz auf diesem Gebiet wird Rheinmetall künftig einsetzen, um sich noch stärker als ein führendes Unternehmen im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zu positionieren.

Am Standort Neuss wird Rheinmetall dazu in den kommenden Jahren ein leistungsfähiges Technologie- und Industrialisierungszentrum für mobile wie auch für stationäre Anwendungen der Wasserstofftechnologie aufbauen. Neben der sicheren Erzeugung und Distribution von Wasserstoff sowie der Datensicherheit für die Wasserstoffinfrastruktur wird der Schwerpunkt auf dem Brennstoffzellensystem selbst liegen. In Neuss soll in synergetischer Ergänzung zum ITZ in Duisburg die eigene produktnahe Erforschung, Entwicklung und Industrialisierung von Wasserstofftechnologie vorangetrieben werden.

Das Rheinmetall-Technologiezentrum für Wasserstoff dient aber auch als Umgebung für kleinere und mittlere Unternehmen oder für Start-ups, in der diese ihre Produktideen mit Hilfe eines etablierten Technologiekonzerns schneller in den Markt bringen können. Als Konsortialpartner wird Rheinmetall im Wesentlichen die Expertise bei der Industrialisierung neuer Produkte und in der Unterstützung von jungen Unternehmen beim Marktzugang in das von Duisburg aus gesteuerte ITZ einbringen. Damit will der Düsseldorfer Technologiekonzern einen Beitrag leisten, um Deutschland und Nordrhein-Westfalen als führenden Standort für Wasserstofftechnologie in Europa zu etablieren.

Wasserstoff gilt als ein Schlüsselelement bei der Umstellung auf eine klimaneutrale Energieversorgung der Zukunft und im Rahmen der klimaneutralen Transformation der Industrie. Fachleute gehen daher von einem weltweit erheblichen Wachstumspotenzial für die Produktion, Lagerung, Verteilung und Anwendung von Wasserstoff aus. Eine Projektion auf Basis der Ziele des Pariser Klimaabkommens geht davon aus, dass sich das jährliche Marktvolumen von derzeit rund 5 MrdEUR auf über 100 MrdEUR bis im Jahr 2030 ausweiten könnte.

Landeshauptstadt Düsseldorf führt 2G-Regel für eigene, städtische Veranstaltungen ab 1. Oktober ein

Die Landeshauptstadt Düsseldorf führt für ihre eigenen Veranstaltungen, zu denen sie als Veranstalter einlädt, zum 1. Oktober 2021 die 2G-Regel ein, wonach dann nur noch Erwachsene Zugang haben, die geimpft oder genesen sind. Zudem wird beabsichtigt, die 2G-Regelung ab 1. November 2021 auch auf kulturelle Einrichtungen der Stadt auszuweiten.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Laut Einschätzung der Experten und auch in der Runde der Kliniken geht man von einem starken Anstieg der Infektionen im Herbst und Winter aus. Die gilt es zu vermeiden. Der größtmögliche Schutz für uns alle kann nur erreicht werden, wenn wir auf die 2G-Regel setzen, wie es andere Bundesländer bereits tun, und wir würden uns freuen, wenn andere unserem Beispiel folgen würden.”

Krisenstabsleiter und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: “Durch unsere dezentralen und mobilen Impfangebote gibt es – ausgenommen medizinische Gründe – keinen Grund mehr, sich nicht gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass der weit überwiegende Anteil der registrierten Neu-Infizierten keinen oder keinen vollständigen Impfschutz hat.”

Für Gremiensitzungen gilt weiterhin die 3G-Regel.

Rheinmetall gründet neues Unternehmen am Standort Düsseldorf

Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Rahmenvertrag bei dem Vorhaben „Bereitstellung der Unterbringung im Einsatz“ erhalten. Die Vereinbarung wurde im August 2021 mit dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) geschlossen. Damit steht Rheinmetall den deutschen Streitkräften als ein verlässlicher Partner zur Verfügung, um künftig auch Einsatzinfrastruktur zu errichten, zu betreiben und gegebenenfalls zurückzubauen. Rheinmetall ist eine von drei Firmen, die von der Bundeswehr als strategische Partner für die Unterbringung im Einsatz ausgewählt worden sind. Der Vertrag beginnt mit der Unterzeichnung und hat eine Grundlaufzeit von vier Jahren mit einer dreimaligen Option einer einjährigen Verlängerung. Rheinmetall verpflichtet sich innerhalb dieser Zeit zur Erbringung der Dienstleistungen im Rahmen von Einzelabrufen.

Die jetzt erfolgte Auswahl als Partner zur Bereitstellung für die Unterbringung im Einsatz (UiE) erfolgt im Rahmen des Vorhabens „German Armed Forces Contractor Augmentation Program (G-CAP)“.

Dieses vom BAIUDBw initiierte Projekt soll die stationäre Unterbringung im Einsatz durch gewerbliche Dienstleister ermöglichen. Die Bundeswehr folgt mit diesem Programm dem weltweiten Trend, denn auch zahlreiche andere Streitkräfte und weitere Bedarfsträger lassen Dienstleister solche Leistungen erbringen. Experten gehen von einem weltweiten jährlichen Umsatzvolumen von rund 350 MrdEUR in diesem Marktsegment aus.

Auch vor diesem Hintergrund stellt sich Rheinmetall für dieses Vorhaben in einem internationalen Schlüsselmarkt neu auf. So hat das Düsseldorfer Unternehmen eine eigene Gesellschaft gegründet. Die Rheinmetall Project Solutions GmbH soll künftig Ressourcen und Fähigkeiten für den Bereich Einsatzunterstützung bündeln. Ziel ist es, die Kunden auch durch spezifische Dienstleistungen bei ihren Missionen langfristig zu unterstützen. Das neue Geschäftsfeld soll auch durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit Rheinmetall Canada mit ihrem speziellen technologischen Knowhow international ausgebaut werden.

Erste Erfolge sind neben dem G-CAP-Rahmenvertrag auch der kürzlich ebenfalls durch die Rheinmetall Project Solutions GmbH gewonnene Dienstleistungsauftrag zur Rundumüberwachung eines Feldlagers mittels eines Überwachungsfesselballons (Aerostats).

Dr. Deniz Akitürk, Geschäftsführer der Rheinmetall Project Solutions GmbH: „Wir freuen uns über diesen Erfolg und sind stolz darauf, als Partner der Bundeswehr für Einsätze und Missionen im Bereich der Infrastrukturleistungen ausgewählt worden zu sein. Unseren Kunden können wir versichern, dass der Name Rheinmetall auch in diesem neuen Geschäftsfeld für höchste Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Flexibilität steht.“

G-CAP soll eine zusätzliche Möglichkeit an Einsatzinfrastruktur über die gewerbliche Wirtschaft schaffen, um die die eigenen Ressourcen der Bundeswehr zu schonen, damit sie für hohe Bedrohungslagen verfügbar sind. So gilt die Unterbringung im Einsatz grundsätzlich als militärische Kernfähigkeit und erstreckt sich von der Einrichtung eines Feldlagers bis hin zum Aufbau einer festen Einsatzinfrastruktur. Hierzu zählen beispielsweise Unterkünfte, Wasserversorgung, Stromerzeugung, Verpflegung, Abfallwirtschaft und Reinigungsleistungen.

ElectronicPartner – unsere Farbe verpflichtet!

Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz treibt die Verbundgruppe ElectronicPartner das Thema Nachhaltigkeit aktiv voran. Sowohl die Kernmarken EP:, MEDIMAX und comTeam als auch die Düsseldorfer Zentrale sind Teil des neuen Konzeptes „GO GREEN“. Aufbauend auf den Erfahrungen aus den letzten Jahren, sind bereits weitere Projekte und Maßnahmen umgesetzt worden.

„Nachhaltigkeit ist aktuell in aller Munde – aber das allein reicht nicht. Bei uns folgen Worten auch Taten. Wir haben schon in der Vergangenheit viele Ideen zum Thema Nachhaltigkeit realisiert, über die andernorts immer noch diskutiert wird. Dazu gehören neben vielen weiteren Punkten massives Stromsparen, Ressourcenschonung in der Kantine und eine Dachbegrünung. Aber natürlich gibt es auch bei uns zusätzliches Handlungspotenzial und genau das gehen wir jetzt noch aktiver an!“, erklärt ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol (Foto).

binary comment

Zu den Maßnahmen, die ElectronicPartner erst kürzlich in der eigenen Zentrale umgesetzt hat, gehören: die Forcierung papierfreier Büros, die Nutzung von Wasserspendern, um auf PET-Flaschen zu verzichten, Mobile Arbeit und eine fast vollständige Abschaffung von Dienstwagen, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Nun wird es noch konkreter. Grundlage des neuen Projektes „GO GREEN“ ist ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht, der sich an den 17 Zielen der Vereinten Nationen orientiert. Erstellt wird dieser aktuell durch das eigens gegründete, interne Projektteam, das kurz- und langfristige Ziele für die gesamte Kooperation definiert.

Das Team setzt sich dauerhaft auf verschiedenen Ebenen für eine nachhaltige Unternehmensausrichtung ein, ermittelt Handlungsfelder und stößt konkrete Aktionen an. Diese umfassen unter anderem die Prozesse in der ElectronicPartner Zentrale. „Wir haben alle Mitarbeiter ins Boot geholt und eingeladen, sich zu beteiligen, Ideen einzubringen und die einzelnen Maßnahmen mitzutragen“, erklärt Friedrich Sobol. Ein Großprojekt der Zentrale steht derzeit bereits kurz vor seinem Abschluss: die vollständige, energetische Renovierung des ältesten Gebäudeteils.

Auch für die Marken EP: und MEDIMAX entstehen aktuell zielgerichtete Nachhaltigkeitskonzepte und damit verbundene Werbemaßnahmen. In Zukunft werden die Themen Reparieren statt Wegwerfen sowie energieeffiziente, umweltfreundliche und auch Made in Germany-Produkte noch aktiver vorangetrieben.

Bereits in der Umsetzung bzw. kurz vor ihrem Abschluss befinden sich die Projekte: hundert Prozent klimafreundlicher Versand, CO2-neutrale Websites, nachhaltige Printwerbung und Start der Förderung regionaler Umweltprojekte. Damit alle Maßnahmen effektiv und individuell auch vor Ort umgesetzt werden können, entwickelt ElectronicPartner sie in enger Abstimmung mit den Mitgliedergremien.

„Das von uns gewählte Motto ‚GO GREEN‘ bezieht sich auf eine vollumfassende Unternehmensausrichtung. Nachhaltiges Handeln ist ein wichtiger Bestandteil unserer DNA, den wir ab sofort noch stärker kultivieren und leben“, fasst Friedrich Sobol zusammen und ergänzt: „Dabei ist es uns wichtig, unseren Mitgliedern und ihren Kunden klar zu zeigen, dass wir nicht auf einen Modetrend aufsteigen, sondern es uns ein besonders Anliegen ist, an der Erreichung der Klimaziele der UN mitzuwirken. Auch unsere Gesellschaften in den Niederlanden, in Österreich und der Schweiz sind bereits nachhaltig unterwegs und werden in Zukunft auf diesem Gebiet noch enger mit uns zusammenarbeiten.“

Einmal in der Woche im Homeoffice spart eine Strecke von 14.000 mal zum Mond hin- und zurück

Die Corona-Pandemie hat eindeutig gezeigt, dass das Arbeiten von zu Hause im sogenannten Homeoffice nicht nur Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Beschäftigten hat, sondern auch positive Effekte auf die Umwelt.

Nach Hochrechnungen des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. sorgte das Arbeiten im Homeoffice für enorme Einsparpotenziale auf Pendelstrecke, Fahrtzeit und CO2-Ausstoß. „Hochgerechnet kann man es so vergleichen: Wenn 25 Prozent der Beschäftigten, durchschnittlich einen Tag in der Woche zu Hause arbeiten würden, entspräche das einem Einsparpotenzial von etwa 11,3 Milliarden Kilometer für Pendelstrecken allein in Deutschland. Das entspräche in etwa 14 000 mal zum Mond hin und zurück* oder 283 000 Erdumrundungen“, so Dr. Ufuk Altun, wissenschaftlicher Experte des ifaa**.

Laut einer aktuellen Studie  (Statistisches Bundesamt, zitiert nach de.statista.com, 2021) arbeiten rund 25 Prozent der Beschäftigten in Deutschland ausschließlich oder teilweise zu Hause. Weniger Fahrten zur Arbeit bedeutet auch, dass die Beschäftigten 333.300.000 Stunden (333,3 Millionen Stunden) an Fahrzeit gespart haben. Folglich lägen die positiven Effekte für einen reduzierten CO2-Ausstoß bei 2.133.120.000 kg (2,133 Milliarden Kilogramm). Neben Umweltaspekten hat dies auch positive Effekte zur Freizeitgestaltung. So haben die Menschen mehr Flexibilität für soziale und kulturelle Aktivitäten sowie für Familie und Freunde.

Annahme: Die Anzahl der Beschäftigten, die zu Hause arbeiten, wird steigen
Eine aktuelle Bitkom-Studie  zeigt, dass weitere Unternehmen ihren Beschäftigten Homeoffice ermöglichen werden und weitere Beschäftigte gerne zu Hause arbeiten möchten. Wenn angenommen wird, dass 50 Prozent der Beschäftigten einen Tag in der Woche zu Hause arbeiten, würde das konkret bedeuten: Ersparnisse an 22.664.400.000 km Pendelstrecke, 666.600.000 Stunden Fahrzeit und 4.266.240.000 kg CO2-Ausstoß.

* Entfernung zum Mond: der Mittelwert liegt bei 384.403 Kilometern (Hin und zurück bei 768.806 km).
** Der Erdumfang beträgt – am Äquator gemessen – 40.075,017 km

Fehlzeiten-Report: Resiliente Beschäftigte und Unternehmen bestehen Pandemie-Stresstest

  • Die meisten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen geben ihren Vorgesetzten gute Noten für die Bewältigung der Pandemie.
  • Das ist das Ergebnis des neuen AOK-Fehlzeitenreport.
  • Die Pflegekräfte haben allerdings stark unter den Arbeitsbedingungen in der Pandemie gelitten.

Beschäftigte, die sich von ihrer Führungskraft gerecht behandelt fühlen, weisen weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten auf. Diejenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihren Vorgesetzten die besten Noten für Fairness geben, kommen durchschnittlich auf nur 12,7 Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr. Dagegen weist die Gruppe der Berufstätigen, die ihren Chef als eher ungerecht wahrnehmen, im Durchschnitt 15,0 Fehltage auf. Dies ist ein Ergebnis des am Dienstag (29. September 2020) vorgestellten Fehlzeiten-Reports 2020 des Wissenschaftlichen Instituts der AOKs (WIdO).

Dafür wurden 2.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren zu ihrem Gerechtigkeitsempfinden am Arbeitsplatz befragt und die Auswirkungen auf die Gesundheit analysiert. „Gefühlte Ungerechtigkeit bringt dabei insbesondere emotionale Irritationen und psychosomatische Beschwerden mit sich“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports 2020.

Nahezu ein Viertel der Beschäftigten, die sich von ihrem Vorgesetzten ungerecht behandelt fühlen, berichtet über Gefühle der Gereiztheit wie Wut und Ärger (23,3 Prozent), rund jeder Fünfte über Lustlosigkeit (21,2 Prozent), Erschöpfung (19,7 Prozent) oder Schlafstörungen (18,1 Prozent). Sogar körperliche Beschwerden wie Rücken- und Gelenkschmerzen (25,8 Prozent) oder Kopfschmerzen (10,2 Prozent) kommen häufiger vor.

Im Mittel über alle Beschwerden berichten immerhin 13,0 Prozent dieser Beschäftigten über eine höhere Betroffenheit. Demgegenüber treten diese Beschwerden in der Gruppe, die ihre Führungskraft als fair bewerten, deutlich seltener auf (3,4 Prozent). Schröder: „Die gesundheitlichen Belastungen bei Beschäftigten mit einer als fair empfundenen Führungskraft sind damit nur ein Viertel so hoch wie bei den Beschäftigten mit einer als unfair empfundenen Führungskraft.“

Die Befragung zeigt zudem, dass empfundene Fairness des Unternehmens und der Führungskraft mit einer hohen Bindung des Beschäftigten an das Unternehmen einhergeht. Sie fühlen sich im Unternehmen gut aufgehoben, stark verbunden und würden ihr Unternehmen als Arbeitgeber auch weiterempfehlen. „Auch dies ist in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiges Ergebnis: Fairen Betrieben gelingt es eher, hochqualifizierte, selbstständig arbeitende, zufriedene und gesunde Beschäftigte auch dauerhaft an das Unternehmen zu binden“, erklärt Schröder

https://www.wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/fehlzeiten-report/2020/

VCI: Notfall-Plattform “Corona” erfolgreich

Über 104 Millionen Impfdosen gegen Covid-19 sind in Deutschland bislang verabreicht worden. Mit der „Notfallplattform-Corona“ hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) auf Bitte der Bundesregierung wesentlich dazu beigetragen, dass die Verfügbarkeit von notwendigem Zubehör wie Kanülen, Spritzen oder Kochsalzlösung für die Corona-Impfungen gewährleistet war.

„Vor allem in der Startphase der Impfkampagne haben Bundesländer und Pharmagroßhandel unsere Plattform in großem Umfang für die Beschaffung von Impfzubehör genutzt. Temporäre Engpässe konnten so zügig behoben oder vermieden werden. Unsere Initiative hat Ziel und Auftrag, in einer Notsituation zu helfen, voll erfüllt – zügig, pragmatisch und kostenfrei“, bilanziert VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup die Mission der Verbandsinitiative.

Mittlerweile hat das Impftempo in Deutschland spürbar nachgelassen. Im September ist die Schließung vieler Impfzentren geplant. Entsprechend ist die Nachfrage nach Impfzubehör deutlich gesunken. Dies spiegelt sich auch in stark sinkenden Interaktionen zwischen den Nutzern auf der Plattform wider. Daher schaltet der VCI jetzt seine Corona-Plattform ab, die er im März dieses Jahres mit Unterstützung von Boston Consulting und Boston Consulting Digital Ventures gestartet hatte. Ziel war es, Markttransparenz für Angebot und Nachfrage von Impfzubehör zu schaffen. Aber auch konkrete Anwendungsfragen zu Transport, Lagerung und Verwendung der Impfstoffe konnten mit den Herstellern über die Plattform geklärt werden.

Große Entrup: „Unsere Online-Plattform hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass kontinuierlich Impfungen in den Impfzentren, Arztpraxen und bei Betriebsärzten stattfinden konnten. Alle an der Plattform Beteiligten haben dies in einem gemeinsamen Kraftakt möglich gemacht. Wir danken insbesondere dem Bundeskartellamt für die unbürokratischen Freigaben, unseren Mitgliedsfirmen und -verbänden für ihr Engagement auf der Plattform, den Vertretern der Bundesländer, dem Wirtschafts- und Gesundheitsministerium sowie dem Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels für die pragmatische Zusammenarbeit.“ Der VCI weist darauf hin, dass die Plattform kurzfristig reaktiviert werden kann, falls erneut eine Notsituation eintreten sollte.

Metall- und Elektro-Industrie: Sozialpartner setzen neue Standards für Weiterbildung

Die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), der Arbeitgeberverband Gesamtmetall, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) wollen neue Qualifikationsanforderungen der digitalen Arbeitswelt gezielt in die berufliche Weiterbildung aufnehmen und neue Standards setzen. Sie reagieren damit auf die Herausforderungen des Strukturwandels in der Metall- und Elektro-Industrie.

Bereits 2018 wurden im Rahmen der Modernisierung der Ausbildung in den industriellen Metall- und Elektroberufen für sieben zentrale Handlungsfelder der Digitalisierung und der Industrie-4.0-Technologien relevante Kompetenzen in Form sogenannter Zusatzqualifikationen beschrieben. Diese wurden dann als bundeseinheitliche Qualifizierungsstandards in die Ausbildungsordnungen des Bundes aufgenommen. Relevante Bereiche waren dabei vor allem die Systemintegration, digitale Vernetzung, additive Fertigung, Prozessintegration, Programmierung oder IT-Sicherheit.

Diese Standards sollen nun verstärkt für die betriebliche Weiterbildung der Beschäftigten genutzt werden. Damit entsteht eine attraktive Möglichkeit, die berufliche Handlungsfähigkeit der Fachkräfte zu fördern und weiterzuentwickeln und dabei das berufliche Lernen mit den aktuellen Arbeitsanforderungen im Betrieb zu verbinden, hieß es von Seiten der Sozialpartner.

Diese Möglichkeit ist für die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie wichtig und wertvoll. Auch die Vermittlung digitaler Kompetenzen nimmt dabei immer größeren Raum ein. Viele Unternehmen treiben dahingehend den Strukturwandel bereits intensiv voran – mit neuen Produkten, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen einerseits, und dem gezielten Auf- und Ausbau der notwendigen Fachkenntnisse ihrer Mitarbeiter andererseits.

Mit den neuen Weiterbildungsstandards können die im Digitalisierungsprozess unterschiedlich aufgestellten Unternehmen bedarfsgerecht Kompetenzen ihrer Beschäftigten für den digitalen Wandel aufbauen.

Die neuen Weiterbildungsstandards betreffen folgende Bereiche:

  • Digitale Vernetzung
  • Programmierung
  • IT-Sicherheit
  • Additive Fertigung
  • Prozessintegration
  • Systemintegration
  • IT-gestützte Anlagenänderung

IG Metall, Gesamtmetall, VDMA und ZVEI stellen zu den neuen Weiterbildungsstandards umfangreiche Informationen und Beispiele in einer aktuellen Broschüre zur Verfügung.