Warum der Ingenieurarbeitsmarkt 2040 Anlass zur Zuversicht gibt

Von Christoph Sochart

Manchmal erzählen Zahlen zunächst eine Geschichte der Sorge. Im vierten Quartal 2025 waren in Deutschland 96.760 Stellen in Ingenieur- und Informatikberufen unbesetzt. Gleichzeitig stieg die Zahl der arbeitslosen Menschen in diesen Berufsfeldern auf 58.392 – den höchsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2011. Dies teilt uns der VDI in Düsseldorf mit.

Das sind Zahlen, die wir ernst nehmen müssen. Sie spiegeln die konjunkturelle Schwäche, den Strukturwandel und die Veränderungen in wichtigen Branchen wider. Gerade im Maschinenbau, in der Fahrzeugtechnik und in der Industrie werden Geschäftsmodelle neu ausgerichtet. Stellenprofile verändern sich, manche Aufgaben verschwinden, neue entstehen.

Aber ich möchte diese Entwicklung nicht als Niedergang des Ingenieurberufs verstehen. Im Gegenteil: Für mich zeigen die aktuellen Zahlen vor allem, dass wir mitten in einer Transformation stehen. Und jede Transformation eröffnet auch neue Chancen.

Der Bedarf bleibt hoch

Der aktuelle VDI/IW-Ingenieurmonitor macht deutlich: Der Fachkräftebedarf verschwindet nicht. Er verändert sich.

Auf 100 Arbeitslose in Ingenieur- und Informatikberufen kamen im vierten Quartal 2025 noch immer 166 offene Stellen. In den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen lag die Zahl sogar bei 173 offenen Stellen je 100 Arbeitslose. Der strukturelle Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist also weiterhin vorhanden – er wird derzeit nur von der konjunkturellen Lage überlagert.

Das ist eine wichtige Unterscheidung. Weniger offene Stellen als im Vorjahr bedeuten nicht automatisch, dass Deutschland künftig weniger Ingenieurinnen und Ingenieure braucht. Im Gegenteil: Die großen Aufgaben unserer Zeit sind ohne technisches Wissen kaum zu bewältigen.

Wir müssen Energieversorgung und Mobilität weiterentwickeln, digitale Systeme sicher gestalten, medizinische Innovationen voranbringen und unsere industrielle Basis modernisieren. Dafür brauchen wir Menschen, die nicht nur über Technologie sprechen, sondern sie verstehen, entwickeln und in die Praxis bringen.

Bis 2040 steckt viel Potenzial im Arbeitsmarkt

Der Ausblick des VDI/IW-Ingenieurmonitors ist deshalb bemerkenswert. In einem Best-Case-Szenario könnte die Beschäftigung in Ingenieur- und Informatikberufen bis 2040 auf rund 1,95 Millionen steigen. Das wären 194.100 zusätzliche Fachkräfte.

Der damit verbundene volkswirtschaftliche Effekt wird mit einem zusätzlichen Wertschöpfungspotenzial von bis zu 24,1 Milliarden Euro pro Jahr beziffert.

Für mich ist das eine ermutigende Botschaft: Deutschland verfügt über erhebliche Potenziale. Wir müssen sie nur besser erschließen.

Die Frage lautet deshalb nicht allein: Wo finden wir neue Fachkräfte? Sie lautet auch: Wie schaffen wir es, vorhandene Potenziale zu aktivieren, Menschen weiterzuqualifizieren und mehr Menschen für technische Berufe zu gewinnen?

Qualifizierung wird zum Schlüssel

Ein zentraler Hebel ist das sogenannte Re-Skilling – also der gezielte Erwerb neuer Kompetenzen. Wenn sich Branchen und Technologien verändern, müssen sich auch Qualifikationsprofile weiterentwickeln.

Ingenieurinnen und Ingenieure bringen häufig eine hervorragende Grundlage mit: analytisches Denken, technisches Verständnis, Problemlösungskompetenz und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erfassen. Darauf lässt sich aufbauen.

Unternehmen sollten Weiterbildung deshalb nicht als Kostenfaktor betrachten, sondern als Investition in die eigene Zukunft. Wer Beschäftigte bei der Entwicklung neuer Kompetenzen unterstützt, hält Wissen im Unternehmen und ermöglicht zugleich berufliche Perspektiven.

Auch die Politik ist gefordert: Weiterbildung muss einfacher zugänglich, besser anerkannt und stärker an den tatsächlichen Anforderungen der Arbeitswelt ausgerichtet werden. Die Transformation gelingt nicht, wenn Menschen nur auf neue Anforderungen hingewiesen werden. Sie gelingt, wenn sie konkrete Möglichkeiten erhalten, sich darauf vorzubereiten.

Mehr Frauen für technische Berufe gewinnen

Ein besonders großes Potenzial liegt in der stärkeren Beteiligung von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen. Nach den Berechnungen des VDI könnten bis 2040 allein dadurch rund 91.700 zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden.

Das ist keine abstrakte Zahl. Dahinter stehen junge Frauen, die sich für Technik interessieren, erfahrene Ingenieurinnen, die ihre Kompetenzen einbringen möchten, und viele gut ausgebildete Frauen, deren berufliche Entwicklung noch immer durch starre Arbeitsmodelle erschwert wird.

Flexible Arbeitszeiten, verlässliche Betreuungsangebote und echte Entwicklungschancen sind deshalb nicht nur Fragen der Familienfreundlichkeit. Sie sind auch zentrale Instrumente moderner Fachkräftesicherung.

Unternehmen, die Arbeitsbedingungen zeitgemäß gestalten, gewinnen nicht nur mehr Bewerberinnen. Sie werden insgesamt attraktiver – für Frauen und Männer, für jüngere und ältere Beschäftigte und für Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen.

Erfahrung ist ein Zukunftsfaktor

Auch ältere Beschäftigte müssen stärker in den Blick genommen werden. In den Fachrichtungen Maschinenbau, Metallverarbeitung, Kraftfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge sind 28,5 Prozent der Erwerbstätigen mindestens 55 Jahre alt.

In den kommenden Jahren werden viele von ihnen in den Ruhestand wechseln. Damit droht nicht nur ein Verlust an Arbeitskraft, sondern auch ein Verlust an Erfahrung, Wissen und praktischer Kompetenz.

Deshalb brauchen wir mehr Möglichkeiten, Wissen systematisch weiterzugeben. Mentoring, altersgemischte Teams und flexible Übergänge in den Ruhestand können dabei helfen. Wer ältere Beschäftigte länger im Erwerbsleben hält und ihre Erfahrung mit dem Wissen jüngerer Kolleginnen und Kollegen verbindet, stärkt die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens.

Erfahrung ist kein Gegenmodell zur Veränderung. Erfahrung kann Veränderung sicherer und erfolgreicher machen.

Zuwanderung als Teil der Lösung

Deutschland wird den Fachkräftebedarf außerdem nicht allein aus dem eigenen Nachwuchs decken können. Qualifizierte Zuwanderung bleibt deshalb ein wichtiger Baustein.

Damit Menschen aus dem Ausland in Deutschland erfolgreich arbeiten können, braucht es verlässliche Verfahren, gute Sprachförderung, Anerkennung von Abschlüssen und eine Willkommenskultur in Unternehmen und Gesellschaft.

Integration ist dabei keine Einbahnstraße. Unternehmen müssen offen sein, internationale Kompetenzen nutzen und neue Kolleginnen und Kollegen gut begleiten. Wer Menschen aus anderen Ländern gewinnt, gewinnt häufig auch neue Perspektiven, Erfahrungen und Kontakte in internationale Märkte.

Technik braucht Vertrauen

Der Ingenieurarbeitsmarkt 2040 ist deshalb weit mehr als eine Frage von Stellenbesetzungen. Es geht um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Wir brauchen technische Fachkräfte, aber wir brauchen auch Vertrauen in Technik. Dieses Vertrauen entsteht dort, wo Innovation verständlich erklärt, verantwortungsvoll entwickelt und konkret erlebbar wird.

Gerade Unternehmen haben dabei eine wichtige Aufgabe. Sie können zeigen, wie technische Lösungen den Alltag verbessern, Arbeitsplätze sichern und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen. Sie können junge Menschen für MINT-Berufe begeistern und ihnen vermitteln, dass Ingenieurarbeit nicht nur aus Formeln und Maschinen besteht, sondern aus Ideen, Verantwortung und dem Wunsch, etwas zu bewegen.

Mein Fazit: Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung – und genau darin liegt die Chance

Die aktuellen Zahlen sind ein Weckruf. Sie zeigen, dass konjunkturelle Schwäche und Strukturwandel Spuren hinterlassen. Sie zeigen aber ebenso, dass der langfristige Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren ungebrochen ist.

Bis 2040 können bis zu 194.100 zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden. Dafür brauchen wir mehr Qualifizierung, bessere Chancen für Frauen, flexible Arbeitsmodelle, längere Erwerbsperspektiven für Ältere und eine gelingende Zuwanderung.

Ich bin überzeugt: Deutschlands technologische Zukunft ist kein Selbstläufer. Aber sie ist möglich. Wir verfügen über starke Hochschulen, innovative Unternehmen, engagierte Fachkräfte und eine große industrielle Erfahrung.

Jetzt kommt es darauf an, diese Stärken zusammenzuführen.

Wer heute in Menschen investiert, baut an den Lösungen von morgen.

Quelle

Grundlage dieses Beitrags ist der aktuelle VDI/IW-Ingenieurmonitor 2025/IV. Die vollständige Veröffentlichung steht beim VDI unter www.vdi.de/ingenieurmonitor zur Verfügung.

Neue Podcastfolge: Raus aus dem Schmerz – warum Bewegung mehr kann als Spritzen und Tabletten

(cs) Rücken, Nacken, Bandscheiben: Orthopädische Beschwerden gehören für viele Menschen zum Arbeitsalltag. Der Düsseldorfer Personal-Trainer Uli Magis erklärt in dieser neuen Episode der „Düsseldorfer Wirtschaft“, warum häufig nicht der Schmerz selbst, sondern eine falsche Bewegungskette die Ursache ist – und wie gezieltes Training helfen kann. Im Gespräch geht es um Führungskräfte, sitzende Arbeit, Prävention im Betrieb und die Frage, wie viel Verantwortung wir für unsere eigene Gesundheit übernehmen können.
Rückenschmerzen, Verspannungen im Nacken oder Beschwerden an Schulter und Knie gehören für viele Beschäftigte längst zum Arbeitsalltag. Wie sich solche Beschwerden durch gezieltes Training verbessern lassen können, stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Unternehmerschaft Düsseldorf bei der Provinzial Versicherung in Düsseldorf-Wersten. Referent war der Sportwissenschaftler und Medical Fitness Master Trainer Uli Margies, der seit vielen Jahren Führungskräfte, Unternehmer und Unternehmen betreut.
Dazu gibt es eine neue Podcast-Episode der „Düsseldorfer Wirtschaft“ am 09. September 2026 ab 05.55 Uhr mit dem Titel „Raus aus dem Schmerz – warum Bewegung mehr kann als Spritzen und Tabletten“. Sie hören diese unter www.unternehmerschaft.de/podcast und auf Ihrer Lieblings-Podcast-Plattform.
Die spannende Veranstaltung bei der Provinzial hat unser Berichterstatter textlich und mit der Videokamera begleitet: https://kurzlinks.de/pax1

Wenn die ganze Stadt zur Bühne wird: Das Düsseldorf Festival 2026 verbindet Menschen, Orte und Kulturen

Shechter II – IN THE BRAIN. Foto: Todd MacDonald

Von Christoph Sochart

Am 16. September beginnt das Düsseldorf Festival 2026. Schon beim Blick auf die Zahlen wird deutlich, was dieses Festival so besonders macht: 19 Tage, 16 Spielorte, 37 internationale Kompanien, Bands und Künstlerinnen und Künstler sowie 75 Vorstellungen. Zahlreiche Sponsoren unterstützen das Festival, auch Mitgliedsbetriebe der Unternehmerschaft Düsseldorf

Doch Zahlen allein erzählen noch nicht die ganze Geschichte. Das Düsseldorf Festival ist vor allem ein großes Versprechen an die Stadt: Kunst kommt zu den Menschen. Sie findet nicht nur in klassischen Theatern statt, sondern auch in Kirchen, historischen Gebäuden, auf öffentlichen Plätzen und an ungewöhnlichen Orten. Düsseldorf wird zum Festivalraum – offen, neugierig und voller Überraschungen.

Ein Theaterzelt als Treffpunkt der Stadt

Im Zentrum steht auch in diesem Jahr das Theaterzelt auf dem Burgplatz. Es ist Bühne, Treffpunkt und Ausgangspunkt für viele besondere Erlebnisse. Hier begegnen sich Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt und ein Publikum, das sich auf neue Perspektiven einlässt.

Gleichzeitig führt das Festival weit über den Burgplatz hinaus. Die verschiedenen Spielorte machen sichtbar, wie vielfältig Düsseldorf ist. Kirchen werden zu Klangräumen, historische Gebäude zu Bühnen und Stadtviertel zu Orten des Erzählens. Genau diese Verbindung aus Kunst und Stadtraum macht den besonderen Charakter des Festivals aus.

Internationale Kunst, die berührt und bewegt

Das Programm ist so vielfältig wie die Stadt selbst. Zeitgenössischer Tanz trifft auf Theater, Neuer Zirkus auf Jazz, Weltmusik und Klassik. Viele Produktionen sind als Deutschland- oder NRW-Premieren zu erleben.

Mit „Pixel“ eröffnet die Kompanie Käfig von Mourad Merzouki das Festival. Urban Dance, zeitgenössische Choreografie und digitale Videokunst verbinden sich zu einem poetischen und spektakulären Auftakt.

Auch Hofesh Shechter, Sharon Eyal, Circa, Gravity & Other Myths, Nubya Garcia und Oum gehören zu den Gästen. Dazu kommen außergewöhnliche Entdeckungen wie das US-amerikanische Vokalensemble Lyyra, der belarussische Akkordeonist Yegor Zabelov oder das Projekt „Sonic Bridges“ von Mehdi Nassouli und dem Marmoucha Orchestra zum Abschluss des Festivals.

Besonders beeindruckend ist die Bandbreite der Themen: Es geht um Bewegung und Gemeinschaft, um Licht und Dunkelheit, um Natur, Rituale, kulturelle Grenzen und gesellschaftlichen Wandel. Kunst darf dabei unterhalten. Sie darf aber auch Fragen stellen, irritieren und neue Gespräche anstoßen.

Kirchen, Klänge und neue Perspektiven

Viele Veranstaltungen finden in Düsseldorfer Kirchen statt. Das Programm reicht von Verdis „Requiem“ in St. Andreas über Musik von Morricone bis Verdi in der Neanderkirche bis zu französischer Sakralmusik in der Basilika St. Lambertus.

Diese Konzerte zeigen, wie gut Tradition und Gegenwart zusammenpassen können. Kirchen sind nicht nur historische Orte. Sie sind Räume mit einer besonderen Akustik, Atmosphäre und Geschichte. Wenn dort neue Musik, internationale Stimmen und zeitgenössische Projekte zu erleben sind, entsteht eine Verbindung zwischen dem Vertrauten und dem Unerwarteten.

Gerade darin liegt eine große Stärke des Düsseldorf Festivals: Es nimmt die Orte der Stadt ernst und gibt ihnen zugleich neue Möglichkeiten.

Ein Festival, das die Menschen zusammenbringt

Formate wie die Silent Disco Walking Tour oder die neuen Veranstaltungen „Slo-Mo Disco“ und „Grief Disco“ mit Guru Dudu laden dazu ein, nicht nur zuzuschauen, sondern selbst Teil des Geschehens zu werden.

Die Stadt wird dabei zur gemeinsamen Bühne. Menschen tanzen, hören, staunen, diskutieren und entdecken ihre Umgebung neu. Vielleicht führt der Weg nach einer Vorstellung noch in ein Gespräch. Vielleicht wird ein Ort, an dem man bisher nur vorbeigegangen ist, plötzlich mit einer besonderen Erinnerung verbunden.

Das ist kulturelle Teilhabe im besten Sinne: niedrigschwellig, offen und mitten im Leben.

Die Festival-Chefs: Christiane Oxenfort & Andreas Dahmen. Foto: Susanne Diesner

Danke an die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer

Ein Festival dieser Größe und Qualität kann nur gelingen, wenn viele Menschen, Unternehmen und Organisationen Verantwortung übernehmen. Deshalb gilt unser besonderer Dank auch in diesem Jahr wieder den Mitgliedsfirmen und befreundeten Organisationen, die das Düsseldorf Festival unterstützen und damit kulturelles Leben in unserer Stadt möglich machen.

Ein Beispiel ist das Autohaus Ulmen, das erneut die Fahrzeugflotte für den Künstlerinnen- und Künstlershuttle sowie für interne Fahrten zur Verfügung stellt. Diese Unterstützung wirkt vielleicht auf den ersten Blick im Hintergrund. Tatsächlich ist sie ein wichtiger Teil des Festivalbetriebs: Internationale Künstlerinnen und Künstler müssen zuverlässig zu ihren Auftritten, Proben und Veranstaltungsorten gelangen können.

Als neuer Hauptsponsor ist in diesem Jahr Uber dabei. Das Unternehmen verbindet das Festivalprogramm mit dem urbanen Leben und unterstützt kurze und verlässliche Wege zwischen den verschiedenen Spielorten. Auch dafür sagen wir herzlich Danke.

Die Unterstützung aus der Wirtschaft ist ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit Düsseldorf. Unternehmen übernehmen damit nicht nur finanzielle oder logistische Verantwortung. Sie zeigen auch, dass eine lebendige Stadt mehr braucht als gute Infrastruktur und wirtschaftliche Stärke. Sie braucht Begegnungsorte, Kreativität und kulturelle Offenheit.

Kultur ist Standortqualität

Das Düsseldorf Festival ist deshalb auch ein wichtiges Signal für den Standort. Internationale Künstlerinnen und Künstler, Gäste aus der Stadt und Besucherinnen und Besucher von außerhalb erleben Düsseldorf als weltoffene, neugierige und lebendige Stadt.

Kultur schafft Verbindungen. Sie bringt Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. Sie öffnet den Blick über die eigenen Grenzen hinaus. Und sie stärkt damit genau jene Offenheit, die eine internationale Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt auszeichnet.

Wenn sich in Düsseldorf zeitgenössischer Tanz, klassische Musik, Jazz, Weltmusik, Zirkuskunst und Theater begegnen, dann zeigt sich darin auch die besondere Energie dieser Stadt: unterschiedliche Einflüsse kommen zusammen und entwickeln etwas Eigenes.

Vorfreude auf 19 Tage voller Begegnungen

Ich freue mich auf ein Festival, das Düsseldorf in Bewegung bringt. Auf Abende im Theaterzelt, auf Musik in Kirchen, auf Akrobatik und Tanz, auf überraschende Begegnungen und auf die vielen Menschen, die dieses Festival mit Leidenschaft und Engagement möglich machen.

Das Düsseldorf Festival 2026 lädt dazu ein, die Stadt mit neuen Augen zu sehen. Es zeigt, dass Kunst nicht auf einen einzigen Ort beschränkt ist. Sie kann dort entstehen, wo Menschen zusammenkommen – auf dem Burgplatz, in einer Kirche, in einem historischen Gebäude, im Glasmacherviertel oder mitten im öffentlichen Raum.

Allen Künstlerinnen und Künstlern, den Organisatorinnen und Organisatoren, den Förderern, Partnern, Mitgliedsfirmen und befreundeten Organisationen wünsche ich ein großartiges Festival. Und allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich viele besondere Momente.

Vom 16. September bis zum 4. Oktober wird Düsseldorf zur Bühne. Wir sehen uns beim Düsseldorf Festival 2026.

205 Folgen, sieben große Linien: Was die „Düsseldorfer Wirtschaft“ über Unternehmen, Menschen und den Standort erzählt

Von Christoph Sochart

Wer die 205 Folgen der „Düsseldorfer Wirtschaft“, dem Podcast der Unternehmerschaft Düsseldorf,  nicht chronologisch, sondern thematisch betrachtet, erkennt mehr als eine Reihe einzelner Interviews. Über sechs Jahre ist ein fortlaufendes Porträt der Düsseldorfer Wirtschaft entstanden: mit Unternehmerinnen und Unternehmern, Auszubildenden, Gründerinnen und Gründern, Führungskräften, Wissenschaftlern, Verbänden, Verwaltung und vielen Menschen, die den Standort jeden Tag prägen.

Der Podcast der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e. V. fragt dabei selten nur: „Was macht ein Unternehmen?“ Im Mittelpunkt steht meist die größere Frage: Wie kann Wirtschaft in einer sich verändernden Stadt und Welt verantwortlich, wettbewerbsfähig und menschlich bleiben?

Die Antwort zieht sich wie ein roter Faden durch die Folgen: Zukunft entsteht nicht allein durch Technologie oder Kapital. Sie entsteht, wenn Menschen miteinander sprechen, Wissen teilen, Nachwuchs fördern, Risiken eingehen und aus Ideen konkrete Zusammenarbeit machen.

Methodischer Hinweis: Diese Zusammenfassung ist eine redaktionelle Auswertung der öffentlich verfügbaren Episodentitel und Beschreibungstexte der 205 Folgen. Sie ist kein wortgetreues Transkript sämtlicher Audioinhalte, sondern eine thematische Verdichtung wiederkehrender Motive.

Die sieben wiederkehrenden Hauptthemen im Überblick

Themenfeld Die wiederkehrende Leitfrage
1. Menschen, Ausbildung und Fachkräfte Wie finden, entwickeln und halten Unternehmen die Menschen, die sie morgen brauchen?
2. Digitalisierung, KI und Kommunikation Wie wird technischer Wandel vom Schlagwort zur praktischen Verbesserung?
3. Start-ups, Innovation und Kooperation Wie werden aus Ideen, Kontakten und Experimenten neue Geschäfte?
4. Mittelstand, Krisen und Wettbewerbsfähigkeit Wie bleiben Unternehmen handlungsfähig, wenn Planung immer schwieriger wird?
5. Verantwortung, Arbeitswelt und gute Führung Welche Kultur trägt Unternehmen durch Veränderung und Belastung?
6. Düsseldorf als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Was muss eine Stadt leisten, damit Unternehmen, Talente und Ideen bleiben?
7. Industriegeschichte, Handwerk und Identität Woher kommt die wirtschaftliche Stärke Düsseldorfs – und wie wird sie weiterentwickelt?

1. Menschen, Ausbildung und Fachkräfte: Wirtschaft beginnt nicht bei Stellen, sondern bei Potenzialen

Kaum ein Themenstrang kehrt so regelmäßig wieder wie die Frage nach den Menschen hinter den Unternehmen. Fachkräftesicherung wird in den 205 Folgen nicht als isoliertes Recruiting-Problem behandelt, sondern als Zusammenspiel aus Ausbildung, Berufsorientierung, Führung, Unternehmenskultur und persönlicher Entwicklung.

Die duale Ausbildung erscheint dabei als ein zentraler Zukunftsweg. Die Folge über 100 Jahre Ausbildung bei Henkelverbindet Tradition mit der Frage, wie junge Menschen heute für Industrie und Technik gewonnen werden können. Das Stipendium TidA – Talente in der Ausbildung richtet den Blick auf Auszubildende, deren Engagement und Entwicklungschancen. Formate wie „komm auf Tour“ oder „Lust auf Handwerk“ zeigen wiederum, dass Berufsorientierung besonders dann wirkt, wenn Jugendliche etwas ausprobieren, eigene Stärken entdecken und Berufe praktisch erleben können.

Damit verschiebt sich der Blick: Nachwuchsgewinnung beginnt nicht erst mit der ausgeschriebenen Stelle. Sie beginnt in Schulen, in Werkstätten, auf Ausbildungsmessen und bei Begegnungen mit Menschen, die ihren Beruf glaubwürdig vermitteln können.

Auch die andere Seite des Arbeitslebens kommt zur Sprache: Bewerbungsgespräche, Jobwechsel, Arbeitsrecht, Krankmeldungen und die Unsicherheit in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Die Folge zur telefonischen Krankschreibung steht beispielhaft für den Anspruch, rechtliche Fragen verständlich und mit Blick auf den betrieblichen Alltag zu erklären.

Das wiederkehrende Fazit: Fachkräftesicherung gelingt nicht durch eine einzelne Maßnahme. Unternehmen müssen Perspektiven schaffen, Kompetenzen entwickeln, Vielfalt ermöglichen und zeigen, wofür sie als Arbeitgeber stehen.

2. Digitalisierung, KI und Kommunikation: Technologie muss im Alltag ankommen

Die „Düsseldorfer Wirtschaft“ spricht über Digitalisierung nicht als abstrakte Zukunftsmusik, sondern anhand konkreter Anwendungen und Erfahrungen. Es geht um Daten, Cyber-Sicherheit, digitale Geschäftsmodelle, hybride Veranstaltungen und die Frage, wie Kommunikation in einer überfüllten Medienwelt Wirkung erzielt.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung in den jüngeren Folgen zur Künstlichen Intelligenz. In der Episode „Management Automation“ reicht der Blick von KI-gestützter Budget- und Ressourcenplanung über Risiko- und Chancenanalysen bis hin zu Frühwarn- und Entscheidungssystemen. Die zentrale Erkenntnis lautet: Die entscheidende Hürde ist oft nicht die Technologie. Sie liegt in der Auswahl sinnvoller Anwendungsfälle, im Aufbau von Kompetenzen und in der Bereitschaft, Arbeitsabläufe tatsächlich zu verändern.

Die Jubiläumsfolge 200 führt diese Perspektive in den Mittelstand: KI und Automatisierung können Finanz- und Reportingprozesse verbessern, aber technischer Nutzen entsteht erst, wenn Mitarbeitende beteiligt und befähigt werden. Digitalisierung ist damit immer auch Organisationsentwicklung.

Zur digitalen Transformation gehört außerdem die Kommunikation. Podcasts, Webinare, hybride Events und professionelle Bildsprache werden als Werkzeuge betrachtet, mit denen Unternehmen Vertrauen, Orientierung und Sichtbarkeit schaffen. Die Folge über Personal Branding macht deutlich, dass Marken nicht nur durch Logos entstehen. Menschen verkörpern Werte und Unternehmenskultur – im Gespräch, im Bild und im täglichen Handeln.

Das wiederkehrende Fazit: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist dann erfolgreich, wenn sie Entscheidungen verbessert, Prozesse erleichtert, Menschen mitnimmt und einen erkennbaren Nutzen für Kunden oder Mitarbeitende schafft.

3. Start-ups, Innovation und Kooperation: Neue Ideen brauchen Anschluss

Ein weiterer großer Themenkomplex ist die Düsseldorfer Gründungs- und Innovationsszene. In Kooperation mit der Start-up Unit und der Wirtschaftsförderung wird immer wieder sichtbar, wie vielfältig die Szene ist: von neuen Geschäftsmodellen über digitale Services bis zu Technologien in Gesundheit, Bildung und Industrie.

Die Folgen zur Startup-Woche Düsseldorf und zur Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups kreisen um eine praktische Frage: Wie kann aus gegenseitigem Interesse eine belastbare Kooperation werden? Start-ups bringen oft Geschwindigkeit, neue Perspektiven und technologische Lösungen mit. Mittelständler und Konzerne verfügen über Marktzugang, Erfahrung, Infrastruktur und Kundenbeziehungen. Beides zusammenzuführen, ist anspruchsvoll – und genau deshalb wertvoll.

Folge 205 über das Future Tech Fest 2026 bündelt diesen Themenstrang besonders anschaulich. Rund 300 nationale und internationale Tech-Start-ups präsentierten dort ihre Lösungen. Im Mittelpunkt standen nicht nur KI, HealthTech oder digitale Geschäftsmodelle, sondern vor allem Gespräche, Pitches, Workshops und B2B-Speed-Dating. Innovation wird so nicht als Ausstellungsstück verstanden, sondern als Beziehungsgeschehen.

Das ist eine der stärksten Botschaften des gesamten Podcasts: Kontakte sind kein Nebeneffekt von Innovation, sondern häufig ihre Voraussetzung. Eine neue Geschäftsidee entsteht nicht nur am Schreibtisch. Sie kann in einem Gespräch, bei einer Führung, auf einer Bühne oder durch eine unerwartete Begegnung entstehen.

4. Mittelstand, Krisen und Wettbewerbsfähigkeit: Zwischen Druck und Aufbruch

Die Folgen zeichnen ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage. Unternehmen berichten von steigenden Kosten, Energiepreisen, unsicheren Lieferketten, geopolitischen Risiken, Fachkräftemangel und wachsenden regulatorischen Anforderungen. Themen wie Rezession, Jobangst, Tarifverhandlungen und strategische Neuausrichtung zeigen, wie eng globale Entwicklungen und betriebliche Entscheidungen miteinander verbunden sind.

Die Folge „Wenn Krieg, Kosten und Tarifverhandlungen auf einmal treffen“ beschreibt eine Situation, in der langfristige Planung schwieriger wird und Unternehmen stärker „auf Sicht“ fahren müssen. Die Folge zur wirtschaftlichen Lage Düsseldorfs fragt, ob der Stadt ein Wohlstandsverlust droht. In beiden Fällen geht es nicht um Krisenrhetorik um ihrer selbst willen, sondern um die Frage, welche Entscheidungen unter Unsicherheit möglich bleiben.

Die Jubiläumsfolge 200 bringt die verschiedenen Belastungen zusammen: Kosten, Fachkräfte, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Unternehmensnachfolge lassen sich nicht getrennt voneinander lösen. Auch die strategische Neuausrichtung der ElectronicPartner-Gruppe steht beispielhaft für den Versuch, auf veränderte Märkte nicht nur defensiv zu reagieren. Mehr Kundennähe, neue Geschäftsmodelle und eine stärkere Zukunftsorientierung werden zu strategischen Antworten auf strukturellen Druck.

Das wiederkehrende Fazit: Zukunftsfähigkeit ist kein einzelnes Projekt. Sie entsteht aus der Fähigkeit, das Geschäftsmodell, die Organisation, die Mitarbeitenden und die gesellschaftlichen Erwartungen gemeinsam zu betrachten.

5. Verantwortung, Arbeitswelt und gute Führung: Kultur wird im Alltag sichtbar

Die „Düsseldorfer Wirtschaft“ behandelt Unternehmen nicht nur als ökonomische Einheiten. Immer wieder geht es um Verantwortung: gegenüber Beschäftigten, Kunden, jungen Menschen, der Stadt und der Gesellschaft.

Besonders deutlich wird das in den Gesprächen über mentale Gesundheit, flexible Arbeitsmodelle, Leistungsdruck und Kreativität. Die Folge mit Lisa Charlotte Robben von Saatchi & Saatchi stellt mentale Stärke als Wirtschaftsfaktor heraus. Eine stabile Unternehmenskultur ist demnach keine weiche Ergänzung zur Strategie, sondern eine Voraussetzung dafür, dass Teams auch unter Veränderungsdruck leistungsfähig und innovativ bleiben.

Verantwortung zeigt sich dabei nicht in großen Leitbildern allein. Sie zeigt sich in der Art, wie geführt wird, wie Konflikte angesprochen werden, wie Arbeitszeiten gestaltet sind, wie Entwicklung ermöglicht wird und wie Unternehmen mit Fehlern oder Belastungen umgehen.

Auch Nachhaltigkeit wird in den Folgen zunehmend als strategisches Thema sichtbar. Sie ist nicht nur eine Frage von Berichten und Vorgaben, sondern kann Kosten senken, Prozesse verbessern, neue Produkte ermöglichen und Wettbewerbsvorteile schaffen.

Das wiederkehrende Fazit: Gute Führung verbindet wirtschaftliche Klarheit mit menschlicher Aufmerksamkeit. Unternehmenskultur ist kein Imageprojekt, sondern die Summe alltäglicher Entscheidungen.

6. Düsseldorf als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort: Zukunft entsteht im Netzwerk

Ein roter Faden der 205 Folgen ist die Stadt selbst. Düsseldorf erscheint als Standort mit starken Unternehmen, einer vielfältigen Branchenstruktur, engagierten Institutionen und einer lebendigen Gründerszene. Gleichzeitig wird deutlich, dass Standortqualität nicht selbstverständlich ist.

Die Serie „Düsseldorfs Zukunft: Aufbruch in die Zukunft“ fragt deshalb, wer die Entwicklung der Stadt gestaltet. Die Antwort der abschließenden Folge 204 ist eindeutig: Zukunft entsteht dort, wo Unternehmen, Hochschulen, Verwaltung, Wirtschaftsförderung und Organisationen der Wirtschaft zusammenkommen, Wissen teilen und ins Handeln kommen.

Diese Netzwerkperspektive prägt auch die Live-Formate des Podcasts. Die 200. Folge wurde gemeinsam mit dem Podcast „#DIGI DUS“ der Stadtsparkasse Düsseldorf aufgezeichnet. Andere Episoden entstehen auf Veranstaltungen, bei Unternehmensbesuchen oder in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung und der Start-up Unit. Der Podcast ist damit nicht nur Beobachter der Stadt, sondern Teil ihrer wirtschaftlichen Öffentlichkeit.

Düsseldorf wird in den Folgen zugleich als Stadt der Chancen und der Aufgaben beschrieben. Talente sollen gewonnen und gehalten werden. Unternehmen brauchen gute Rahmenbedingungen. Hochschulen müssen mit der Praxis verbunden sein. Innovation braucht Räume und Begegnungen. Und wirtschaftliche Stärke muss sich in langfristigen Bleibeperspektiven für Fachkräfte, Familien und Unternehmensnachfolgen ausdrücken.

Das wiederkehrende Fazit: Ein Standort wird nicht allein durch Infrastruktur stark. Er wird stark durch die Qualität seiner Beziehungen.

7. Industriegeschichte, Handwerk und Identität: Herkunft ist kein Gegensatz zur Zukunft

Mit der Serie „Schornsteine & Schicksale“ öffnet der Podcast ein weiteres Kapitel: die Industriegeschichte Düsseldorfs. Die Geschichten von Fritz Henkel, Ernst Sieglin und den Industrieorten Gerresheims zeigen, wie eng Unternehmergeist, technische Ideen, Märkte, Marken und Stadtentwicklung miteinander verbunden sind.

Die historische Perspektive erfüllt dabei mehr als eine Erinnerungsfunktion. Sie macht sichtbar, dass wirtschaftlicher Wandel immer von Menschen ausgeht, die etwas ausprobieren, investieren, Rückschläge verkraften und ihre Ideen in neue Märkte tragen. Die alten Fabrikhallen, Ringofenziegeleien und Verkehrswege werden zu Zeugen einer Stadt, die sich durch industrielle Dynamik verändert hat.

Parallel dazu richtet der Podcast den Blick auf das Handwerk und auf Unternehmen, die heute oft unter dem Begriff „Hidden Champions“ zusammengefasst werden. In den auditiven Betriebserkundungen wird Wirtschaft hörbar: Maschinen, Arbeitsabläufe, Produkte und die Stimmen der Beschäftigten vermitteln ein Bild, das klassische Unternehmenskommunikation häufig nicht leisten kann.

So entsteht ein weiter Wirtschaftsbegriff. Er umfasst den globalen Konzern ebenso wie den Handwerksbetrieb, die junge Gründung ebenso wie das traditionsreiche Familienunternehmen. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern die Frage, welchen Beitrag ein Unternehmen zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung leistet.

Das wiederkehrende Fazit: Wer die Zukunft gestalten will, sollte die eigene Herkunft kennen. Tradition wird dann zur Stärke, wenn sie nicht festhält, sondern Orientierung für Veränderung gibt.

Was von 205 Folgen bleibt

Die 205 Folgen ergeben zusammen kein einheitliches Programm im engen Sinn – und gerade darin liegt ihre Stärke. Der Podcast wechselt zwischen Arbeitsrecht und KI, Ausbildung und Industriegeschichte, Start-ups und Tarifpolitik, Live-Events und Unternehmensporträts. Was die Themen verbindet, ist der Blick auf die Menschen und Entscheidungen hinter den Schlagworten.

Aus der Vielzahl der Gespräche lassen sich fünf übergreifende Schlussfolgerungen ziehen:

  1. Wirtschaft ist Beziehungsarbeit. Kooperationen, Netzwerke und Vertrauen entscheiden mit darüber, ob aus einer Idee ein Projekt wird.
  2. Fachkräfte gewinnt man nicht nur mit Stellenanzeigen. Ausbildung, Orientierung, Kultur und Entwicklungsmöglichkeiten gehören zusammen.
  3. Technologie braucht Übersetzung. KI und Digitalisierung entfalten ihren Wert erst in konkreten Prozessen und mit Menschen, die sie verstehen und mitgestalten.
  4. Krisenfestigkeit entsteht aus Veränderungsfähigkeit. Unternehmen müssen ihr Geschäftsmodell, ihre Organisation und ihre Kompetenzen kontinuierlich weiterentwickeln.
  5. Düsseldorf ist dann zukunftsfähig, wenn der Standort als Gemeinschaft handelt. Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sind aufeinander angewiesen.

Die vielleicht wichtigste Botschaft lautet deshalb: Innovation ist kein Zustand, sondern ein Gespräch, das in Handlung übergeht. Genau dort setzt die „Düsseldorfer Wirtschaft“ an – als Plattform für Stimmen aus Unternehmen, als akustischer Stadtrundgang durch die Wirtschaft und als Einladung, miteinander im Gespräch zu bleiben.

Was unser Körper wirklich braucht: Uli Margies über Bewegung und Ernährung

der Düsseldorfer Sport- und Ernährungsexperte Uli Margies; Foto: Christoph Sochart

Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Insulin und die richtige Ernährung im Alltag: Für Uli Margies gehört Ernährung genauso zu einem gesunden Lebensstil wie Bewegung. Der Düsseldorfer Sportexperte und Medical Fitness Master Trainer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit körperlicher Leistungsfähigkeit, Training und Ernährung. Seine Hauptzielgruppe sind Topmanager und Führungskräfte – deshalb arbeitet er auch eng mit der Unternehmerschaft Düsseldorf zusammen.


Von Christoph Sochart


Wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, stößt schnell auf widersprüchliche Empfehlungen. Die einen reduzieren Kohlenhydrate, andere setzen auf viel Eiweiß oder verzichten weitgehend auf Fett. Dazu kommen Begriffe wie Insulin, Blutzuckerspiegel oder glykämischer Index.

Doch was braucht der Körper tatsächlich? Für Uli Margies gibt es darauf keine einfache Ernährungsregel. Sein Ansatz verbindet Bewegung, Training und Ernährung.

Bewegung und Ernährung gehören zusammen

Für Margies lässt sich Ernährung nicht von Bewegung trennen. Als Sportwissenschaftler und Medical Fitness Master Trainer arbeitet er seit vielen Jahren mit Menschen an körperlicher Leistungsfähigkeit. Sein Ansatz richtet sich unter anderem an Führungskräfte, Unternehmer und Unternehmen – auch deshalb gibt es die Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Unternehmerschaft.

Die Ernährungsberatung gehört seit Jahren ebenso zu seinen Tätigkeitsfeldern. Der Fokus liegt auf drei wichtigen Energielieferanten: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße erfüllen im Körper unterschiedliche Aufgaben. Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle und werden unter anderem zu Glukose abgebaut. Fette liefern ebenfalls Energie und übernehmen wichtige Funktionen im Körper. Eiweiß liefert Aminosäuren, die unter anderem für Muskeln, Gewebe und zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt werden.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht: „Welchen Nährstoff darf ich essen?“ Viel wichtiger ist, wie die einzelnen Bestandteile zusammenspielen und wie viel Energie der Körper tatsächlich benötigt.

Was hat Insulin damit zu tun?

Kohlenhydrate können den Blutzuckerspiegel erhöhen. Darauf reagiert der Körper unter anderem mit der Ausschüttung von Insulin. Das Hormon hilft dabei, Glukose aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren, wo sie zur Energiegewinnung genutzt oder gespeichert werden kann.

Wie schnell und wie stark der Blutzucker steigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa von Art und Menge der Kohlenhydrate, dem Verarbeitungsgrad und der Zusammensetzung der gesamten Mahlzeit.

Nicht alle Kohlenhydrate sind gleich

Der glykämische Index (GI) beschreibt vereinfacht, wie stark ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Ein höherer GI steht tendenziell für einen schnelleren Anstieg.

Doch der GI allein entscheidet nicht darüber, ob ein Lebensmittel gesund oder ungesund ist. Portionsgröße und Zusammensetzung der gesamten Mahlzeit spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Ballaststoffe, Eiweiß und Fett können beeinflussen, wie Kohlenhydrate aufgenommen werden.

Ernährung als Kette verstehen

Zwischen dem ersten Bissen und der Nutzung der Energie im Körper liegt eine ganze Kette von Vorgängen: Das Essen wird verdaut, Nährstoffe werden aufgenommen, der Blutzuckerspiegel verändert sich, Hormone reagieren und die Energie wird genutzt oder gespeichert.

Wer diese Zusammenhänge versteht, kann Ernährung bewusster gestalten. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Lebensmittel zu verbieten, sondern um Qualität, Menge, Zusammensetzung und den persönlichen Bedarf.

Wie sieht ein guter Ernährungstag aus?

Eine Ernährung, die für alle Menschen gleichermaßen funktioniert, gibt es nicht. Alter, Bewegung, berufliche Belastung und persönliche Ziele beeinflussen den individuellen Bedarf.

Grundsätzlich kann ein Tag abwechslungsreich gestaltet werden: Zum Frühstück etwa mit Haferflocken, Naturjoghurt oder Quark, Obst und Nüssen. Mittags mit Gemüse, einer Eiweißquelle und Kartoffeln, Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten. Am Abend können Gemüse und eine gute Eiweißquelle durch eine passende Menge Kohlenhydrate ergänzt werden.

Entscheidend ist nicht die Zahl der Mahlzeiten, sondern was zum eigenen Alltag und Energiebedarf passt.

Keine Diät, sondern ein Blick auf den ganzen Menschen

Ernährung sollte nicht als kurzfristige Diät verstanden werden. Sie ist Teil eines größeren Systems aus Bewegung, Energieverbrauch, Regeneration und Alltag. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: „Was darf ich essen?“ Sondern vielmehr: „Was braucht mein Körper – und wie kann ich das dauerhaft in meinen Alltag integrieren?“

Wem dieser Artikel gefällt, der könnte sich auch für diesen Text interessieren: Schmerzfrei durch Bewegung? Sportwissenschaftler Uli Margies zu Gast bei der Unternehmerschaft Düsseldorf: https://kurzlinks.de/pax1

INFO:

Uli Margies – Bewegung und Gesundheit im Unternehmen

Uli Margies ist Sportwissenschaftler und Medical Fitness Master Trainer in Düsseldorf. Seine Schwerpunkte sind Bewegung, Prävention, funktionelles Training und Ernährungsberatung. Sein Trainingskonzept hat seinen Ursprung im Leistungssport und wurde auf die besonderen Anforderungen von Führungskräften und Beschäftigten übertragen.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Gesundheit im Betrieb. Dabei arbeitet Margies eng mit der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung zusammen. Im Mittelpunkt stehen Bewegung, körperliche Leistungsfähigkeit und die Frage, wie Menschen auch bei hoher beruflicher Belastung gesund bleiben können.

Sein Angebot richtet sich an Vorstände, Topmanager, Unternehmer und Führungskräfte ebenso wie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist es, Gesundheitsförderung nicht erst bei Beschwerden beginnen zu lassen, sondern Bewegung und Prävention frühzeitig in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Mit „Health Nutrition“ gehören inzwischen auch Ernährung und Stoffwechselumstellung zu seinem Angebot für Unternehmen und Privatpersonen.

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Kurz & kompakt

  • Uli Margies, Düsseldorf
  • Sportwissenschaftler und Medical Fitness Master Trainer
  • Schwerpunkte: Bewegung, Prävention, Medical Fitness und Ernährung
  • Zielgruppen: Topmanager, Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Zusammenarbeit mit derUnternehmerschaft Düsseldorf im Bereich Gesundheit im Betrieb
  • Aktuell:Health Nutrition – Ernährung und Stoffwechselumstellung

Kontakt:
www.regreat.eu
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Glasfaserausbau nimmt Fahrt auf: OXG und Vodafone erreichen eine Million Haushalte

Michael Jungwirth (links), Mitglied der Geschäftsführung Vodafone und Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf: „Eine Million Mal Glasfaser. Wir machen Tempo beim Ausbau von schnellem Internet.“ Foto: VODAFONE

Von Christoph Sochart

Der Glasfaserausbau in Deutschland kommt weiter voran. Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen Vodafone und sein Joint Venture OXG haben beim gemeinsamen Ausbau die Marke von einer Million sogenannten „Homes Passed“ erreicht. Damit sind eine Million Haushalte für einen Anschluss an das neue Glasfasernetz erschlossen beziehungsweise erreichbar.

Vodafone bezeichnet das aktuelle Ausbautempo als das zweithöchste im deutschen Markt. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres sollen bereits mehr als 1,2 Millionen Haushalte an das OXG-Netz angeschlossen sein. Der Ausbau soll in den kommenden Jahren weiter beschleunigt werden.

Foto: VODAFONE

Open Access schafft mehr Auswahl

OXG setzt beim Glasfaserausbau auf ein offenes Netz. Das Open-Access-Modell ermöglicht es grundsätzlich, dass mehrere Anbieter die Infrastruktur nutzen können. Für Verbraucherinnen und Verbraucher kann das künftig mehr Auswahl bei Internet-, Telefonie- und TV-Angeboten bedeuten.

Vodafone übernimmt zunächst die Vermarktung der Anschlüsse und bietet entsprechende Dienste über das Netz an. Gleichzeitig soll das offene Modell dazu beitragen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die vorhandene Infrastruktur besser auszulasten. Der Ausbau erfolgt eigenwirtschaftlich und damit ohne öffentliche Fördermittel.

„Wir setzen auf offene Netze. Das stärkt Wettbewerb, Auswahl und den digitalen Standort Deutschland“, sagt Dr. Sören Trebst, CEO von OXG.

Glasfaser als Grundlage für die digitale Zukunft

Leistungsfähige Glasfaseranschlüsse sind eine wichtige Voraussetzung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie schaffen stabile Bandbreiten für Homeoffice, Streaming, Gaming, digitale Bildungsangebote und vernetzte Anwendungen in Unternehmen und privaten Haushalten.

Nach Angaben von Vodafone können deutschlandweit inzwischen 15,2 Millionen Haushalte Glasfaserangebote des Unternehmens buchen. Darin enthalten sind neben den gemeinsam mit OXG gebauten Anschlüssen auch Angebote über weitere Partnerschaften, unter anderem mit Deutsche Giganetz und Westconnect.

Insgesamt erreicht Vodafone nach eigenen Angaben 31,3 Millionen Haushalte mit Gigabit-schnellem Internet. Dazu zählen auch Anschlüsse über das Kabelnetz. Der Glasfaseranteil soll durch den weiteren Ausbau mit OXG kontinuierlich wachsen.

Investition in den digitalen Standort Düsseldorf

Für Düsseldorf ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung. Vodafone hat seinen Deutschland-Sitz in der Landeshauptstadt und zählt zu den wichtigsten Unternehmen der regionalen Digital- und Kommunikationswirtschaft. Der Ausbau moderner Netzinfrastruktur stärkt nicht nur die private Nutzung, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Start-ups und öffentlichen Einrichtungen.

Schnelle und zuverlässige Netze werden zunehmend zu einem Standortfaktor. Sie erleichtern mobiles und hybrides Arbeiten, ermöglichen neue Geschäftsmodelle und schaffen die technische Grundlage für Anwendungen in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Internet of Things und Smart City.

Vodafone plant gemeinsam mit OXG, in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH-Anschlüsse zu bauen. FTTH steht für „Fiber to the Home“ – die Glasfaser wird dabei bis in die Wohnung oder das Gebäude geführt.

Neue Eigentümerstruktur bei OXG erwartet

Auch bei der Eigentümerstruktur von OXG gibt es Veränderungen. Die französische Großbank Société Générale S.A. hat angekündigt, den 50-prozentigen Anteil von Altice an der OXG Glasfaser Beteiligungs-GmbH zu übernehmen. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen regulatorischen Gremien und wird nach Angaben von Vodafone für Ende 2026 erwartet.

Der erreichte Meilenstein zeigt: Der Glasfaserausbau in Deutschland gewinnt an Dynamik. Entscheidend wird nun sein, dass die neuen Anschlüsse möglichst schnell bei den Haushalten ankommen und die Vorteile offener Netze tatsächlich in Form von Auswahl, Wettbewerb und leistungsfähigen Angeboten spürbar werden.

Quelle und weiterführende Informationen: Vodafone Newsroom – Glasfaser von OXG und Vodafone jetzt für eine Million Haushalte

Unser Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ live vom Future Tech Fest 2026

(cs) Wir waren mit „Unternehmerschaft im Gespräch“ auf dem Future Tech Fest 2026 im Düsseldorfer Areal Böhler zu Gast. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Start-ups und etablierten Unternehmen aus Düsseldorf, Neuss, dem Kreis Mettmann, Köln und Gelsenkirchen, unser Live-Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ sowie exklusive Führungen für unsere Mitgliedsunternehmen, organisiert von der Wirtschaftsförderung Düsseldorf.

Eröffnet wurde das Festival von Düsseldorfs Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Landrätin Katharina Reinhold aus dem Rhein-Kreis Neuss. Mit mehr als 5.000 Teilnehmenden, rund 300 nationalen und internationalen Start-ups sowie führenden Köpfen aus Wirtschaft, Technologie und Politik zeigte das Future Tech Fest, wie aus Innovation konkrete industrielle Anwendungen, Pilotprojekte und neue Geschäftsmodelle entstehen.

Unseren Podcast hören Sie auf Ihrer Lieblings-Podcast-Plattform und hier: www.unternehmerschaft.de/podcast.

Adventure School Düsseldorf 2026: MINT-Angebot stößt auf große Nachfrage

Foto: Stiftung

Von Christoph Sochart

728 Kinder und Jugendliche nutzten 48 Workshops zu Künstlicher Intelligenz, Robotik, Naturwissenschaften und Technik – Gesamtprogramm etwa 3,5-fach überbucht

Die Adventure School Düsseldorf 2026 ist mit einer äußerst positiven Bilanz zu Ende gegangen. Besonders groß war die Nachfrage nach den MINT-Angeboten, die in weiten Teilen durch das zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf umgesetzt wurden. 728 Kinder und Jugendliche nahmen an insgesamt 48 Workshops teil und sammelten dabei praktische Erfahrungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Für das MINT-Programm standen 741 Plätze zur Verfügung. Mit 728 Teilnehmenden waren die Angebote nahezu vollständig ausgelastet. Insgesamt wurden 774 Workshopstunden durchgeführt. 30 Referentinnen und Referenten gestalteten das Programm mit einem Umfang von 210 Dozententagen. Die Teilnehmenden kamen dabei auf insgesamt rund 13.200 Teilnehmendenstunden.

„Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie groß das Interesse von Kindern und Jugendlichen an MINT-Themen und Zukunftstechnologien ist“, sagt Ekkehard Hostert vom zdi-Team der Stiftung Pro Ausbildung. „In den Workshops konnten die Teilnehmenden nicht nur zuhören, sondern selbst ausprobieren, tüfteln und Lösungen entwickeln. Genau diese praktischen Erfahrungen machen MINT greifbar und können wichtige Impulse für die weitere Bildungs- und Berufsorientierung geben.“

Das Angebot der Adventure School richtete sich an Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse. Die Workshops ermöglichten altersgerechte Zugänge zu einem breiten Themenspektrum – von Künstlicher Intelligenz und Virtueller Realität über Robotik und Programmierung bis hin zu naturwissenschaftlichen Experimenten, Nachhaltigkeit und kreativen Technikprojekten. Im Mittelpunkt standen das eigenständige Arbeiten, Teamarbeit und das Entwickeln eigener Ideen.

Auch über den MINT-Bereich hinaus war die Adventure School stark nachgefragt. Für das Gesamtprogramm lagen 1.183 Anmeldungen vor. Das Angebot war damit in diesem Jahr nach Angaben der Veranstalter etwa 3,5-fach überbucht. Im Sommer 2025 hatte der entsprechende Überbuchungsfaktor noch bei etwa 2,1 gelegen.

Foto: Stiftung

„Die Entwicklung der Nachfrage ist ein klares Signal“, betont Hostert. „Kinder und Jugendliche wollen Zukunft nicht nur erklärt bekommen – sie wollen sie verstehen und mitgestalten. Dafür brauchen sie Orte, an denen sie unabhängig von ihrer Herkunft Zugang zu digitalen Kompetenzen, Technik und naturwissenschaftlichem Denken erhalten. Die Adventure School schafft genau solche Erfahrungsräume.“

MINT-Bildung darf keine Frage des Elternhauses sein“, erklärt Christoph Sochart, Geschäftsführer der Stiftung Pro Ausbildung. „Wenn wir über Fachkräftesicherung und die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts sprechen, müssen wir früh ansetzen. Begeisterung entsteht dort, wo Kinder selbst aktiv werden dürfen – wenn aus einer Idee ein Roboter, ein Programm oder ein funktionierendes Experiment wird. Die Adventure School hat auch in diesem Jahr gezeigt, welches Potenzial in solchen Angeboten steckt.“

Die Adventure School Düsseldorf wird von der Landeshauptstadt Düsseldorf organisiert und in weiten Teilen durch das zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf umgesetzt. Das Ferienprogramm verbindet Bildung, praktisches Erleben und Berufsorientierung und eröffnet Kindern und Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen, die ihre Zukunft prägen werden.

Zahlen und Fakten zum MINT-Programm 2026

  • 741 verfügbare Plätze
  • 728 Teilnehmende
  • 48 Workshops
  • 30 Referentinnen und Referenten
  • 210 Dozententage
  • 774 Workshopstunden
  • 13.200 Teilnehmendenstunden

Zahlen für die gesamte Adventure School 2026

  • 1.183 angemeldete Teilnehmende
  • Das Gesamtprogramm war damit etwa 3,5-fach überbucht.
  • Im Sommer 2025 lag der Überbuchungsfaktor noch bei etwa 2,1.

Über die Adventure School Düsseldorf

Die Adventure School ist ein Ferienbildungsangebot der Landeshauptstadt Düsseldorf für Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse. In den letzten drei Wochen der Sommerferien können Kinder und Jugendliche kostenfrei an Workshops aus unterschiedlichen Themenbereichen teilnehmen. Das Programm verbindet praktische Erfahrungen, kreatives Arbeiten und Zukunftsorientierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Angeboten aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. www.portal-adventure-school.de

„Chefs in Town“ 2026 zeigt, was Düsseldorf kulinarisch und unternehmerisch bewegt

Schnappschuss während der Pressekonferenz. Foto: Henning Ross

Von Christoph Sochart

Es gibt Termine, die man sich in Düsseldorf nicht nur im Kalender markieren, sondern eigentlich direkt auf den Teller legen möchte. „Chefs in Town“ gehört zweifellos dazu. Vom 25. bis 27. September wird die Stadt erneut zur Bühne für Gastronomie, Hotellerie und Hospitality – und zu einem Treffpunkt für Menschen, die mit Leidenschaft Gastgeber sind.

Bei der Pressekonferenz im mexikanischen Restaurant Mamacita auf dem METRO Campus wurde deutlich, welche Entwicklung das Festival seit seiner Premiere im Jahr 2024 genommen hat. Aus einer mutigen Idee ist eine der sichtbarsten Brancheninitiativen Deutschlands geworden. Tausende Gäste, mehr als 200 kulinarische Erlebnisse, über 100 teilnehmende Betriebe und mehr als 100 Spitzenköchinnen und -köche: Diese Zahlen beeindrucken. Noch wichtiger ist aber, was hinter ihnen steht – eine Branche, die sich zeigt, vernetzt und gemeinsam nach vorne blickt.


So berichtete die Podcast-Redaktion „Düsseldorfer Wirtschaft“ 2025 über „Chefs in Town“: bitte hier klicken!


Gastronomie ist mehr als gutes Essen

Für uns als Unternehmerschaft Düsseldorf ist „Chefs in Town“ deshalb weit mehr als ein Festival für Genießerinnen und Genießer. Gastronomie ist ein Wirtschaftsfaktor, ein Kulturträger und ein Ort der Begegnung. In Restaurants, Cafés, Bars, Hotels und auf Märkten kommen Menschen miteinander ins Gespräch – unabhängig davon, woher sie kommen oder welchen beruflichen und persönlichen Hintergrund sie haben.

Düsseldorf bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Menschen aus mehr als 180 Nationen prägen unsere Stadt. Diese Internationalität findet sich auch in der Gastronomie wieder: vom Food-Truck über das Familienrestaurant bis zum Sternehaus. Rund 1.870 Unternehmen stehen in Düsseldorf für mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz und über 14.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, Ideen, Arbeitsplätze und Unternehmen, die unsere Stadt jeden Tag ein Stück lebendiger machen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat bei der Pressekonferenz treffend beschrieben, warum das Festival so gut zu Düsseldorf passt: Die Stadt steht für Vielfalt, Qualität und Gastfreundschaft – und „Chefs in Town“ macht genau diese Stärken weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar.

Gemacht wird „Chefs in Town“ von unserem Mitgliedsunternehmen METRO!

Austausch statt Einzelkämpfertum

Besonders wertvoll ist der Austausch, den das Festival ermöglicht. „Chefs in Town“ bringt lokale Gastgeberinnen und Gastgeber mit nationalen und internationalen Größen der Hospitality-Welt zusammen. Es entstehen Gespräche, neue Ideen und manchmal auch Kooperationen, die über das Festivalwochenende hinaus Wirkung entfalten.

Dr. Steffen Greubel, CEO der METRO AG, bringt den Gedanken auf den Punkt: Die Gastronomie gehöre ins Zentrum unseres gesellschaftlichen Lebens und unserer Aufmerksamkeit. Mit „Chefs in Town“ werde sichtbar, welche Kraft entstehen kann, wenn eine Branche nicht nur über Herausforderungen spricht, sondern gemeinsam Chancen schafft.

Diese Haltung ist gerade in einer Zeit wichtig, in der Gastronomiebetriebe vor großen Aufgaben stehen. Nachwuchsgewinnung, Ausbildung, Fachkräftesicherung, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Wertschätzung sind Themen, die nicht an einzelnen Betriebstüren enden. Sie betreffen die gesamte Branche. Formate wie „Chefs in Town“ schaffen Aufmerksamkeit – und sie geben denjenigen eine Bühne, die mit Kreativität, Ausdauer und persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass Gastfreundschaft in Düsseldorf täglich erlebbar bleibt.

Mexikanisches Lebensgefühl mitten in Düsseldorf

Ein schönes Beispiel dafür ist das Mamacita auf dem METRO Campus. Nico Buchmann hat das Restaurant im Mai gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eröffnet. Für das „Chefs in Town“-Wochenende plant das Team ein Mercadito sowie besondere Aktionen wie Piñata-Workshops.

Das ist mehr als ein zusätzliches Programmpunkt. Es zeigt, wie Gastronomie Kulturen erlebbar macht und Menschen zusammenbringt. Authentische Aromen, neue Rezepte und das Lebensgefühl Mexikos werden dabei nicht abstrakt vermittelt, sondern ganz konkret: bei einem gemeinsamen Essen, im Gespräch und beim Ausprobieren.

Genau diese Verbindung aus Internationalität und lokaler Verwurzelung macht die Düsseldorfer Gastroszene so besonders. Wer bei Mamacita, im Riva oder in einem der vielen weiteren teilnehmenden Betriebe zu Gast ist, erlebt nicht nur ein Gericht, sondern immer auch ein Stück Unternehmergeist und persönliche Geschichte.

Robotik, Service und die Zukunft der Branche

„Chefs in Town“ richtet den Blick zugleich auf die Zukunft. Die Gastronomie verändert sich – durch neue Technologien, veränderte Erwartungen der Gäste und innovative Servicekonzepte. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Trends, sondern die Frage, wie Innovation einen konkreten Nutzen schaffen kann.

Das Festival bietet Raum, solche Entwicklungen zu diskutieren und praktisch zu erleben. Es geht um neue Formen des Arbeitens, um bessere Prozesse und um die Frage, wie Technik Menschen unterstützen kann, ohne die persönliche Seite der Gastfreundschaft zu ersetzen. Denn auch im digitalen Zeitalter bleibt der entscheidende Unterschied oft der menschliche Kontakt.

Die deutsche Spitzenköchin Clara Hunger beschreibt „Chefs in Town“ deshalb als „Klassentreffen der Gastronomie“. Dieses Bild gefällt uns besonders gut: Man trifft bekannte und neue Gesichter, tauscht Erfahrungen aus, entdeckt neue Perspektiven – und spürt, dass eine Branche stärker ist, wenn sie zusammenhält.

Düsseldorf bittet zu Tisch

Wir freuen uns auf ein Wochenende, an dem ganz Düsseldorf den Menschen in der Gastronomie seine Aufmerksamkeit schenkt. Auf neue Geschmackserlebnisse, überraschende Begegnungen und viele Gespräche. Vor allem aber freuen wir uns auf die Geschichten hinter den Betrieben: auf Gründerinnen und Gründer, Familienunternehmen, junge Talente, erfahrene Gastgeberinnen und Gastgeber sowie auf alle, die mit ihrer Arbeit unsere Stadt prägen.

Direkt im Anschluss geht der Austausch weiter. Vom 28. bis 29. September findet in den Böhler Werken zum dritten Mal die Rolling Pin.Convention statt. Mit Jamie Oliver als prominentem Stargast, zahlreichen Bühnen, Kochdemonstrationen, Masterclasses und Fachvorträgen werden rund 10.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher erwartet.

Damit wird Düsseldorf für mehrere Tage zum Zentrum der deutschsprachigen Gastronomie- und Hospitality-Szene. „Chefs in Town“ und die Rolling Pin.Convention zeigen gemeinsam: Die Zukunft der Branche entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, ihr Wissen teilen und sich gegenseitig inspirieren.

Düsseldorf bittet zu Tisch. Und wir finden: Es wäre schade, diese Einladung auszuschlagen.

Weitere Informationen zu „Chefs in Town“ und zum Programm gibt es auf der Website der Veranstalter.

Unternehmen im Fluss: Der Rhein verbindet – trotz Niedrigwasser

Organisator Stephan Schneider (Digitale Stadt Düsseldorf) mit der Neusser Unternehmerin Jutta Zülow (rechts) und Nina Luig, Geschäftsführerin der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt. Foto: Christoph Sochart

Von Christoph Sochart

„Volle Hütte“ mit rund 600 Gästen bei der Veranstaltung „Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“. Der Abend brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Stadtgesellschaft, Wissenschaft und Sicherheitsbereich zusammen und widmete sich zentralen Fragen unserer Zeit: Wie können Unternehmen, Infrastruktur und Gesellschaft widerstandsfähiger werden? Welche Bedeutung haben physische und digitale Sicherheit für den Wirtschaftsstandort? Und welche Rolle spielen Innovationen und Start-ups bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen?

Die Veranstaltung der Digitalen Stadt Düsseldorf, der Unternehmerschaft Düsseldorf, dem Rhein-Kreis Neuss und weiteren Partnern fand an Bord der MS RheinMagie statt. Geplant war ein gemeinsamer Abend auf dem Rhein, der Düsseldorf und Köln miteinander verbinden sollte. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers konnte das KD-Schiff jedoch nicht nach Düsseldorf fahren. Die Veranstaltung fand deshalb nur in Köln statt. Für die Düsseldorfer Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde ein kostenloser Bus-Shuttle organisiert.

Die kurzfristige Änderung des Veranstaltungsortes tat der Bedeutung des Abends keinen Abbruch. Im Gegenteil: Das Niedrigwasser führte sehr konkret vor Augen, wie abhängig Wirtschaft, Infrastruktur und Mobilität von verlässlichen Rahmenbedingungen und einer leistungsfähigen Infrastruktur sind. Der Rhein ist Verkehrsweg, Wirtschaftsraum und verbindendes Element zugleich. Wenn sich seine Bedingungen verändern, sind davon nicht nur die Schifffahrt, sondern auch Unternehmen, Lieferketten, Logistik und regionale Verbindungen betroffen.

600 geladene Gäste amüsierten sich prächtig auf der „RheinMagie“. Foto: Christoph Sochart

Ein Abend im Zeichen der Sicherheit

Nach dem Veranstaltungsbeginn standen zunächst strategische Fragen der Sicherheits- und Innovationspolitik im Mittelpunkt. Die Keynote hielt Rene Gassen, Direktor vom Bundesamt für Ausrüstung der Bundeswehr. In seinem Beitrag ging es um die Bedeutung von Innovation, technologischer Entwicklung und vorausschauendem Handeln in einer Zeit, in der sich Sicherheitslagen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen schnell verändern.

Ein Grußwort sprach Andreas Feicht, CEO der RheinEnergie. Die Energieversorgung gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort. Unternehmen benötigen sichere, bezahlbare und belastbare Energie – ebenso wie eine Infrastruktur, die auch in Krisensituationen handlungsfähig bleibt.

Im Anschluss folgte eine Talkrunde zum Thema „Physical Defence“. Dabei wurde deutlich, dass Sicherheit nicht erst bei einer akuten Krise beginnt. Der Schutz von Verkehrswegen, Energieversorgung, Häfen, Produktionsstandorten und kritischer Infrastruktur ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

An der Gesprächsrunde nahmen Susanne Fabry, Vorständin der RheinEnergie, Karen Florschütz, Sicherheitsexpertin, Markus Bangen, CEO der Duisburger Hafen AG, sowie Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Moderation), Mitglied des Europäischen Parlaments, teil.

Cyber Defence: Digitale Sicherheit ist Wirtschaftsschutz

Ein zweiter Schwerpunkt lag auf dem Thema „Cyber Defence“. Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen neue Chancen, schafft zugleich aber neue Angriffsflächen. Produktionsprozesse, Logistik, Energieversorgung, Verwaltung und Kommunikation sind heute eng miteinander vernetzt. Ein Cyberangriff kann deshalb weitreichende Folgen haben – für einzelne Unternehmen ebenso wie für ganze Lieferketten und Regionen.

Die Talkrunde verband wissenschaftliche, unternehmerische und sicherheitspolitische Perspektiven. Diskutiert wurde unter anderem mit Dr. Michael Karl vom Institut für KI-Sicherheit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Tim Seil, Public Affairs Manager Defence & Security der Daimler Truck AG, und Steffen Bauer, CEO der HGK AG. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Markus Hartmann, Leitender Oberstaatsanwalt und Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen.

Die Diskussion machte deutlich: Digitale Sicherheit ist kein reines IT-Thema. Sie betrifft die Geschäftsführung, die Beschäftigten, die Organisation von Lieferketten und die Verantwortung gegenüber Kunden und Partnern. Unternehmen müssen Risiken erkennen, Schutzmaßnahmen entwickeln und sich auf den Ernstfall vorbereiten. Gleichzeitig braucht es einen engen Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Sicherheitsbehörden und Politik.

Start-ups bringen neue Perspektiven ein

Neben den großen strategischen Fragen erhielten auch junge Unternehmen eine Bühne. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Start-ups vorgestellt, die mit neuen Technologien, Geschäftsmodellen und Ideen an den Herausforderungen von morgen arbeiten.

Gerade diese Verbindung von etablierten Unternehmen, öffentlichen Institutionen und jungen Innovationsunternehmen ist für einen starken Wirtschaftsstandort entscheidend. Start-ups bringen Tempo, neue Denkweisen und technologische Lösungen ein. Etablierte Unternehmen verfügen über Erfahrung, Marktkenntnis und belastbare Strukturen. Wenn beide Seiten zusammenarbeiten, können daraus tragfähige Lösungen für die Praxis entstehen.

Der Rhein als Wirtschafts- und Lebensraum

Der Titel der Veranstaltung – „Der Rhein verbindet“ – war auch unter den besonderen Bedingungen des Abends passend gewählt. Der Rhein verbindet Städte und Regionen, Unternehmen und Märkte, Menschen und Ideen. Zugleich erinnert das anhaltende Niedrigwasser daran, dass diese Verbindung nicht selbstverständlich ist.

Der Rhein ist eine zentrale Verkehrs- und Wirtschaftsachse. Der Hafenstandort Duisburg, die Logistikregion am Niederrhein, die Unternehmen in Düsseldorf und Köln sowie zahlreiche weitere Betriebe entlang des Flusses sind eng miteinander verflochten. Veränderungen am Rhein wirken sich deshalb unmittelbar auf Mobilität, Versorgung und Wertschöpfung aus.

Die Tatsache, dass das Schiff nicht nach Düsseldorf fahren konnte, war somit mehr als eine organisatorische Einschränkung. Sie war ein anschauliches Beispiel dafür, wie eng wirtschaftliche Entwicklung mit Infrastruktur, Umweltbedingungen und Resilienz verbunden ist. Ein leistungsfähiger Standort muss nicht nur Wachstum ermöglichen, sondern auch mit Veränderungen und Störungen umgehen können.

Unternehmerschaft im Gespräch: Michael Grütering, Christoph Sochart, Christina Moeser (von rechts). Fotomontage: cs

Unternehmerschaft im Gespräch

Für die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. bot der Abend eine wichtige Gelegenheit zum Austausch. Die Gespräche an Bord und am Veranstaltungsort zeigten, wie groß der Bedarf an Vernetzung und an gemeinsamen Lösungen ist.

Unternehmen stehen vor Herausforderungen, die sich nicht isoliert lösen lassen. Fragen der Energieversorgung, des Hochwasserschutzes, der Logistik, der Cybersicherheit und der Fachkräftesicherung berühren viele Branchen gleichzeitig. Umso wichtiger sind Formate, die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und den persönlichen Dialog ermöglichen.

Die Unternehmerschaft versteht sich als Stimme der Unternehmen in Düsseldorf und Umgebung. Dazu gehört auch, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, relevante Akteure miteinander zu vernetzen und die Interessen der Wirtschaft in gesellschaftliche Debatten einzubringen.

„Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“ hat gezeigt, wie eng Sicherheit, Infrastruktur, Digitalisierung und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbunden sind. Die Veranstaltung bot fachliche Impulse, kontroverse Perspektiven und Raum für persönliche Begegnungen.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. freut sich, bei diesem wichtigen Austausch dabei gewesen zu sein. Denn ein zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort entsteht dort, wo Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander im Gespräch bleiben.