Niedrigwasser auf dem Rhein wird zum Standortproblem für die Industrie

Robert Lamers Foto: FORTIN

(cs) Der Rhein ist seit Jahrhunderten die wichtigste Lebensader der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Für zahlreiche Düsseldorfer Unternehmen ist der Fluss bis heute ein unverzichtbarer Transportweg für Rohstoffe und Waren. Doch immer häufiger machen lang anhaltende Niedrigwasserphasen der Industrie zu schaffen – mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen.

Wie die Rheinische Post in ihrer Ausgabe vom 31. Juli 2026 berichtet, sieht sich auch das traditionsreiche Düsseldorfer Familienunternehmen Fortin, Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf, mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Unabhängig vom Standort spielte der Rhein für das Unternehmen stets eine zentrale Rolle bei der Anlieferung von Getreide.

Heute jedoch wird dieser Wettbewerbsvorteil zunehmend zum Risiko. „Die Situation ist sehr angespannt. Man kann schon von einer Krise sprechen“, wird Geschäftsführer Robert Lamers in der Rheinischen Post zitiert. Das Unternehmen arbeite inzwischen bereits an einem „Plan B“, falls der Gütertransport auf dem Rhein künftig noch stärker eingeschränkt werde.

Folgen reichen weit über ein einzelnes Unternehmen hinaus

Das Beispiel Fortin steht stellvertretend für viele Industrieunternehmen entlang des Rheins. Metall- und Elektro-, Chemie-, Stahl-, Energie-, Baustoff- und Lebensmittelunternehmen sind in hohem Maße auf eine funktionierende Binnenschifffahrt angewiesen. Sinkende Pegelstände führen dazu, dass Schiffe nur noch mit reduzierter Ladung fahren können. Dadurch steigen die Transportkosten erheblich, Lieferketten geraten unter Druck und zusätzliche Transporte auf Straße und Schiene werden notwendig.

Gerade der Wirtschaftsstandort Düsseldorf profitiert seit Jahrzehnten von seiner Lage am Rhein. Der Fluss verbindet Unternehmen mit internationalen Häfen und europäischen Wirtschaftszentren. Fällt diese Stärke zunehmend weg oder wird unzuverlässig, entstehen Wettbewerbsnachteile für den gesamten Industriestandort.

Klimaanpassung wird zur wirtschaftspolitischen Aufgabe

Die zunehmenden Extremwetterlagen zeigen, dass Klimaanpassung längst auch ein wirtschaftliches Thema ist. Neben Investitionen in eine widerstandsfähige Infrastruktur gewinnen alternative Logistikkonzepte, moderne Lagerstrategien und eine bessere Verzahnung der Verkehrsträger an Bedeutung.

Für Unternehmen bedeutet dies zusätzliche Investitionen und langfristige Planungen. Gleichzeitig sind Politik und Infrastrukturbetreiber gefordert, die Wasserstraße Rhein auch unter veränderten klimatischen Bedingungen leistungsfähig zu halten und die Voraussetzungen für einen zuverlässigen Güterverkehr zu schaffen.

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Die Situation bei Fortin macht deutlich, dass die Herausforderungen durch Niedrigwasser längst keine Ausnahme mehr sind. Sie betreffen zahlreiche Unternehmen in der Region und entwickeln sich zunehmend zu einem Standortfaktor.

Damit Düsseldorf auch künftig ein starker Industrie- und Wirtschaftsstandort bleibt, braucht es verlässliche Verkehrswege, moderne Infrastruktur und eine kluge Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Der Rhein bleibt das Rückgrat der regionalen Wirtschaft – seine langfristige Nutzbarkeit ist deshalb von zentraler Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Wie dürfen an dieser Stelle NICHT auf den heutigen Artikel von Kollege Jens-Uwe Ruhnau in der RHEINISCHEN POST verlinken, empfehlen diesen aber sehr gerne!

HENKEL-Renntag

Foto: HENKEL

(ud) Am Sonntag, den 2. August 2026, ist es wieder so weit: Auf der Galopprennbahn in Düsseldorf-Grafenberg findet der Henkel-Preis der Diana statt. Im Jahr seines 150-jährigen Firmenjubiläums lädt Henkel gemeinsam mit dem Düsseldorfer Reiter- und Rennverein zu einem der Höhepunkte der Rennsportsaison ein. Die Besucher:innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm aus hochklassigem Pferderennsport sowie vielfältigen Mitmach-Aktionen für die ganze Familie.

„Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützen wir diese Veranstaltung mit großer Überzeugung. Umso mehr freuen wir uns, auch im Jahr unseres 150-jährigen Henkel-Jubiläums Teil davon zu sein. Im Mittelpunkt steht für uns das gemeinsame Erlebnis: sportliche Spitzenleistungen auf der Rennbahn und ein abwechslungsreiches Programm, das Menschen aller Generationen zusammenbringt“, sagt Alexander Pieper, Leiter Corporate Sponsoring & Events bei Henkel.

Pferderennsport der Extraklasse beim Henkel-Preis der Diana

Beim Henkel-Renntag werden verschiedene hochkarätige Pferderennen stattfinden – darunter auch das Rennen um den Henkel-Preis der Diana mit einem Preisgeld von 500.000 Euro. Der Preis der Diana fand erstmals im Jahr 1857 in Berlin-Tempelhof statt und gehört heute zu den wichtigsten internationalen Stutenrennen in Europa. Ausschließlich dreijährige Stuten dürfen hier antreten.

„Der Henkel-Renntag steht seit Jahren für erstklassigen Galoppsport und zieht Teilnehmer:innen aus dem In- und Ausland an“, sagt Dr. Alexander Bethke-Jaenicke, Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins. „Wir erwarten erneut starke Starterfelder und spannende Wettbewerbe auf höchstem Niveau.“

Foto: HENKEL

Wer hat den schönsten Hut?

Zu den Highlights des Renntag-Programms gehört der Syoss-Hut-Wettbewerb, bei dem die kreativsten Hüte prämiert werden. Besucher:innen mit Hut können direkt vor Ort am Wettbewerb teilnehmen und sich fotografieren lassen. In der Jury sitzen Dr. Simone Bagel-Trah, Aufsichtsratsvorsitzende und Vorsitzende des Gesellschafterausschusses von Henkel, Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel, Meike Folkerts, Erste Beigeordnete und Stadtkämmerin der Stadt Neuss, Model Annika Gassner, Journalistin Dagmar Haas-Pilwat sowie Kostümdesigner und Theatermacher Hazy Hartlieb. Die Gewinner:innen können sich über attraktive Preise freuen, unter anderem ein Wellness-Erlebnis im Vabali Spa Düsseldorf und Einkaufsgutscheine bei Falconeri und Breuninger.

Ein Fest für die ganze Familie

Der Henkel-Renntag überzeugt nicht nur mit sportlichen Höhepunkten und dem Hut-Wettbewerb, sondern auch mit einem vielfältigen Begleitprogramm: Zahlreiche Marken, darunter Persil, Schauma und Pattex, laden mit Aktionen und Gewinnspielen zum Mitmachen ein. Jüngere Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Bastelstationen, Karussellfahrten und Ponyreiten. Wer eine Pause einlegen möchte, findet in der Picknick-Area mit Blick auf die Rennbahn und Live-Musik eine entspannte Atmosphäre. Anlässlich des 150-jährigen Henkel-Jubiläums erhalten die Besucher:innen zudem spannende Einblicke in die Unternehmensgeschichte. Beim Dosenwerfen können sie darüber hinaus gemeinnützige Initiativen unterstützen.

Tickets und Anreise

Eintrittskarten sind online unter shop.duesseldorf-galopp.de oder an der Tageskasse verfügbar. Stehplätze kosten 19 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 12 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Zu jedem online gebuchten Ticket gibt es ein Programmheft gratis dazu (nach Verfügbarkeit). Einlass und Beginn des Rahmenprogramms ist ab 12 Uhr. Es empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln – ab dem Parkplatz am Staufenplatz sowie dem Metro-Parkplatz an der Schlüterstraße, der für Renntags-Besucher:innen ebenfalls zur Verfügung steht, fahren kostenlose Shuttlebusse zur Galopprennbahn in Düsseldorf-Grafenberg.

Future Tech Fest 2026: Innovationen erleben und Zukunft gestalten

(cs) Die Unternehmerschaft Düsseldorf lädt ihre Mitgliedsunternehmen am 10. September zum Future Tech Fest ein – Deutschlands führender B2B-Startup-Messe und -Konferenz.

Wenn sich am 10. September 2026 das AREAL BÖHLER in Düsseldorf-Oberkassel/Meerbusch in einen Treffpunkt der internationalen Innovationsszene verwandelt, ist die Unternehmerschaft Düsseldorf erneut mit dabei. Das Future Tech Fest ist das offizielle Highlight der Startup Week Düsseldorf und bringt Start-ups, etablierte Unternehmen, Investorinnen und Investoren sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Wissenschaft zusammen.

Im Mittelpunkt stehen zukunftsweisende Lösungen für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und nachhaltige Technologien. Die Veranstaltung bietet eine hervorragende Gelegenheit, innovative Geschäftsmodelle kennenzulernen, neue Technologien zu entdecken und mit Gründerinnen und Gründern direkt ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, Unternehmen und Start-ups miteinander zu vernetzen, neue Perspektiven aufzuzeigen und Impulse für erfolgreiche Kooperationen zu schaffen.

Ein Schnappschuss unserer beliebten und exklusiven Führungen durch den Tag des Future Tech Festes. Foto: Christoph Sochart

Die Unternehmerschaft Düsseldorf gestaltet den Besuch mit einem eigenen Programm. Dazu gehören ein Podcast vor Ort, in dem spannende Gesprächspartner aus Wirtschaft und Start-up-Szene zu Wort kommen, sowie eine geführte Tourüber das Festivalgelände. Dabei erhalten die Teilnehmenden Einblicke in ausgewählte Start-ups und deren innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen.

Das Future Tech Fest zeigt zugleich, warum Düsseldorf zu den dynamischsten Innovationsstandorten Deutschlands gehört. Neben erfolgreichen Gründungen prägen Investitionen etablierter Unternehmen, Veranstaltungen wie die Düsseldorf Fashion Days – Festival Edition sowie zahlreiche Förderprogramme und Netzwerke die wirtschaftliche Entwicklung der Landeshauptstadt.

Die Teilnahme an der Exkursion ist kostenfrei und exklusiv für Mitglieder der Unternehmerschaft Düsseldorf und der Arbeitgeberverbände. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten.

Termin auf einen Blick

Datum: Donnerstag, 10. September 2026, 11:00 Uhr
Ort: AREAL BÖHLER, Düsseldorf-Oberkassel/Meerbusch

Jetzt anmelden: https://kurzlinks.de/cf96

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Tag voller Innovationen, neuer Kontakte und spannender Einblicke in die Zukunft von Wirtschaft und Technologie.

Weniger Jobwechsel bremsen den Arbeitsmarkt: Auch Düsseldorfer Unternehmen spüren sinkende Dynamik bei Einstellungen

Der Arbeitsmarkt in Deutschland wirkt auf den ersten Blick stabil. Doch hinter den Zahlen verbirgt sich eine Entwicklung, die auch für Unternehmen in Düsseldorf zunehmend zur Herausforderung wird: Die Zahl der Jobwechsel geht zurück. Was zunächst nach mehr Stabilität klingt, ist tatsächlich ein Zeichen dafür, dass die wirtschaftliche Unsicherheit den Arbeitsmarkt bremst.


Von Christoph Sochart


Nach einer aktuellen Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die „Fluktuation“ – also die Zahl der Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz wechseln – seit 2023 deutlich rückläufig. Unternehmen besetzen weniger offene Stellen, gleichzeitig entscheiden sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bewusst gegen einen Wechsel des Arbeitgebers. Die Folge: Der Arbeitsmarkt verliert an Dynamik. (Institut der deutschen Wirtschaft (IW))

Gerade in einer wirtschaftsstarken Region wie Düsseldorf hat diese Entwicklung weitreichende Folgen. Viele Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und der Informations- und Kommunikationswirtschaft suchen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Gleichzeitig werden frei werdende Stellen häufiger gar nicht erst neu ausgeschrieben oder erst mit zeitlicher Verzögerung besetzt.

Fluktuationsrate in Deutschland in Prozent

„Ein funktionierender Arbeitsmarkt lebt davon, dass Menschen Chancen nutzen und Unternehmen neue Mitarbeitende gewinnen können“, sagen Personalverantwortliche immer wieder. Bleiben diese Bewegungen aus, verlangsamt sich nicht nur die Besetzung offener Stellen. Auch Arbeitslose und Berufseinsteiger haben es schwerer, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden.

Besonders betroffen sind junge Menschen. Sie profitieren normalerweise von einer hohen Wechselbereitschaft auf dem Arbeitsmarkt, weil dadurch zusätzliche Stellen frei werden. Sinkt diese Dynamik, entstehen weniger Einstiegsmöglichkeiten – sowohl für Auszubildende als auch für Hochschulabsolventinnen und -absolventen. (Institut der deutschen Wirtschaft (IW))

Für die Unternehmen bedeutet die Entwicklung einen Spagat. Einerseits sorgt eine geringere Fluktuation für mehr Kontinuität in den Belegschaften. Andererseits fehlen frische Impulse durch neue Beschäftigte, während notwendige Veränderungen und Transformationen langsamer umgesetzt werden können.

Gerade die Düsseldorfer Wirtschaft befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klimaschutz und der demografische Wandel verändern nahezu alle Branchen. Dafür benötigen Unternehmen Mitarbeitende mit neuen Qualifikationen sowie Beschäftigte, die bereit sind, sich weiterzubilden und neue Aufgaben zu übernehmen.

Experten sehen deshalb in einer höheren beruflichen Mobilität grundsätzlich einen positiven Faktor. Jobwechsel bedeuten nicht automatisch Unzufriedenheit, sondern häufig auch beruflichen Aufstieg, bessere Entwicklungsmöglichkeiten oder den Wechsel in zukunftsfähige Branchen. Gleichzeitig können Unternehmen neue Kompetenzen gewinnen und Innovationen schneller vorantreiben. (IAB Berufsforschung)

Für Düsseldorf bleibt deshalb die Fachkräftesicherung eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Neben einer starken beruflichen Orientierung, attraktiven Ausbildungsangeboten und gezielter Weiterbildung wird es darauf ankommen, den regionalen Arbeitsmarkt beweglich zu halten. Denn wirtschaftliche Stärke zeigt sich nicht nur an der Zahl der Arbeitsplätze, sondern auch daran, wie gut Menschen und Unternehmen zusammenfinden.

Führungswechsel bei Mercedes-Benz Düsseldorf: Axel Ediger übernimmt die Werkleitung

Axel Ediger, derzeit Leiter Produktionsplanung Montage am Standort Sindelfingen, übernimmt die Produktions- und Standortleitung des Mercedes-Benz Werks in Düsseldorf. Foto: Mercedes-Benz

Das Mercedes-Benz Vans Werk in Düsseldorf bekommt zum 1. September 2026 eine neue Führung. Axel Ediger übernimmt die Produktions- und Standortleitung des traditionsreichen Werks und folgt auf Claudia Malkus, die zum 1. Oktober die Leitung der weltweiten Powertrain-Produktion von Mercedes-Benz in Stuttgart übernimmt.


Von Christoph Sochart


Mit dem Führungswechsel setzt Mercedes-Benz auf einen international erfahrenen Produktionsmanager. Ediger soll die erfolgreiche Entwicklung des Düsseldorfer Werks fortführen und die Transformation des Standorts weiter vorantreiben. Ein Schwerpunkt wird dabei der Produktionsanlauf neuer Fahrzeuge auf Basis der kommenden Mercedes-Benz Van Architecture (VAN.A) sein.

Elke Pusskeiler, Leiterin Mercedes-Benz Vans Global Operations, würdigte die Arbeit von Claudia Malkus ausdrücklich. Sie habe den Standort Düsseldorf mit großer Energie, klarer Orientierung und einem konsequenten Blick nach vorne geprägt. Gemeinsam mit ihrem Team habe sie wichtige Veränderungen angestoßen und entscheidende Weichen für die Zukunft des Werks gestellt. Gleichzeitig zeigte sie sich überzeugt, dass Axel Ediger mit seiner umfassenden internationalen Erfahrung die erfolgreiche Entwicklung des Düsseldorfer Standorts fortsetzen werde.

Claudia Malkus, bislang Produktions- und Standortleitung des Mercedes-Benz Werks in Düsseldorf, übernimmt die Leitung Produktion Powertrain für Mercedes-Benz in Stuttgart. Foto: Mercedes-Benz

Internationale Erfahrung für einen Zukunftsstandort

Axel Ediger begann seine Laufbahn bei Mercedes-Benz bereits 1993 im Werk Sindelfingen. Nach verschiedenen Führungsaufgaben in der Fabrikplanung und Montage sammelte der Diplom-Ingenieur umfangreiche internationale Erfahrungen. So leitete er unter anderem das CKD-Werk im thailändischen Bangkok sowie später Produktionsbereiche in Peking, wo er für die Fertigung verschiedener Mercedes-Benz Baureihen verantwortlich war.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland übernahm er eine Schlüsselrolle beim Produktionsanlauf der hochmodernen Factory 56 in Sindelfingen. Seit 2023 verantwortet er die weltweite Produktionsplanung der Montage bei Mercedes-Benz. Mit diesem Erfahrungsschatz übernimmt er nun die Leitung eines der bedeutendsten deutschen Transporterwerke.

Einer der wichtigsten Industriestandorte Düsseldorfs

Das Mercedes-Benz Vans Werk Düsseldorf zählt zu den größten industriellen Arbeitgebern der Landeshauptstadt. Rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren auf einer Fläche von etwa 325.000 Quadratmetern die geschlossenen Varianten des Sprinter und des vollelektrischen eSprinter.

Bereits seit 2019 wird in Düsseldorf der eSprinter gefertigt, seit 2023 läuft dort die neue Generation des elektrischen Transporters vom Band. Das Werk gilt damit als wichtiger Baustein der Elektrifizierungsstrategie von Mercedes-Benz Vans und spielt eine zentrale Rolle bei der Transformation der Automobilindustrie.

Darüber hinaus ist der Standort einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region und leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Düsseldorf.

Blick in die Zukunft

Mit dem Führungswechsel setzt Mercedes-Benz ein deutliches Signal für Kontinuität und Zukunftsfähigkeit. Während Claudia Malkus künftig auf globaler Ebene Verantwortung übernimmt, soll Axel Ediger den Düsseldorfer Standort sicher durch die nächsten Schritte der Transformation führen. Dazu gehören insbesondere die Vorbereitung neuer Fahrzeuggenerationen sowie die weitere Digitalisierung und Elektrifizierung der Produktion.

Für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf ist dies eine wichtige Personalentscheidung. Das traditionsreiche Mercedes-Benz Werk bleibt damit ein bedeutender Innovationsmotor, einer der größten Arbeitgeber der Region und ein zentraler Partner für Ausbildung, Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung.

Handy wichtiger als Toilettenpapier? Neue Festival-Studie überrascht

Foto: Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein via Instagram

„Nicht lang schnacken: Waaaackeeeeen!!“ Gestern wurden die Hinweisschilder für das große, mehrtägige Musikfestival in Wacken aufgestellt und heute überrascht das Düsseldorfer Telekommunikations-Unternehmen Vodafone mit einem interessanten Umfrageergebnis: Wer ein Musikfestival besucht, packt zuerst das Smartphone ein – und denkt erst danach an Toilettenpapier. Demnach gehört das Handy für die allermeisten Festivalgäste zur unverzichtbaren Grundausstattung und ist längst weit mehr als nur ein Gerät zum Telefonieren.


Von Christoph Sochart


Ob der Kontakt mit Freunden auf dem Gelände, das bargeldlose Bezahlen an Essensständen, der Blick auf den Lageplan oder das Teilen von Fotos und Videos in sozialen Netzwerken – ohne Smartphone geht für viele Besucherinnen und Besucher kaum noch etwas. Selbst klassische Festivalutensilien wie Toilettenpapier oder Dosenravioli landen in der persönlichen Prioritätenliste häufig hinter dem Mobiltelefon. Die Umfrage macht deutlich, welchen Stellenwert digitale Vernetzung inzwischen auch bei Freizeitveranstaltungen hat.

Für Mobilfunkanbieter bedeutet diese Entwicklung eine besondere Herausforderung. Während großer Festivals greifen oft zehntausende Menschen gleichzeitig auf das Mobilfunknetz zu. Um die Versorgung sicherzustellen, errichtet Vodafone bundesweit bei mehr als 100 Großveranstaltungen zusätzliche mobile Sendemasten und temporäre Netzkapazitäten. Dadurch sollen Telefonate, Messenger-Dienste, Video-Uploads und mobiles Bezahlen auch bei hoher Auslastung zuverlässig funktionieren.

Die wachsende Bedeutung einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur zeigt sich auch daran, dass Festivalbesucher heute nicht nur kommunizieren, sondern viele organisatorische Abläufe über das Smartphone erledigen – von der Navigation über digitale Tickets bis hin zu Notfallinformationen.

Vodafone hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und gehört zu den Mitgliedsunternehmen der Düsseldorfer Unternehmerschaft. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit mehrere tausend Mitarbeitende und investiert kontinuierlich in den Ausbau seiner digitalen Netzinfrastruktur. Mit den zusätzlichen Festivalnetzen trägt Vodafone dazu bei, dass auch bei Großveranstaltungen Kommunikation und digitale Dienste zuverlässig verfügbar bleiben.

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Humanoide Roboter: Warum Unternehmen jetzt genauer hinschauen sollten

Das von der KI für uns erstellte Foto zeigt einen humanoide Roboter in der Produktion. Das Düsseldorfer ifaa (Institut für angewandte Arbeitswissenschaft) hat dazu das neue Faktenblatt „Humanoide Roboter – Entwicklungsstand, Potenziale und Zukunftsaussichten“ erstellt. Die Veröffentlichung beleuchtet den aktuellen Stand der Technik, zeigt mögliche Einsatzfelder auf und gibt Unternehmen Orientierung bei der Einführung der neuen Systeme. Foto: Chat GBT vom 27. Juli 2026 für Unternehmerschaft Düsseldorf

Humanoide Roboter galten lange als Zukunftsmusik. Inzwischen rückt ihr Einsatz in der Industrie jedoch immer näher. Aktuelle Pilotprojekte in der Automobilproduktion zeigen, dass menschenähnliche Roboter zunehmend unter realen Bedingungen getestet werden. Experten sind sich einig: Die Technologie entwickelt sich rasant und könnte in den kommenden Jahren viele Produktions- und Logistikprozesse verändern.


Von Christoph Sochart


Darauf weist das Düsseldorfer Institut ifaa in seinem neuen Faktenblatt „Humanoide Roboter – Entwicklungsstand, Potenziale und Zukunftsaussichten“ hin. Die Veröffentlichung beleuchtet den aktuellen Stand der Technik, zeigt mögliche Einsatzfelder auf und gibt Unternehmen Orientierung bei der Einführung der neuen Systeme.

Humanoide Roboter unterscheiden sich von klassischen Industrierobotern dadurch, dass sie dem menschlichen Körper nachempfunden sind. Sie können sich in Arbeitsumgebungen bewegen, die ursprünglich für Menschen konzipiert wurden. Dadurch lassen sie sich perspektivisch in bestehenden Produktions- oder Lagerhallen einsetzen, ohne dass umfangreiche Umbauten notwendig werden.

Noch befinden sich viele Anwendungen in der Erprobungsphase. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung mit hoher Geschwindigkeit voran. Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz, Sensorik, Aktorik und Simulationsverfahren sorgen dafür, dass humanoide Roboter immer leistungsfähiger werden. Hinzu kommen eine wachsende Zahl von Herstellern und sinkende Entwicklungskosten.

Die möglichen Einsatzgebiete reichen vom Materialtransport über das Beladen von Maschinen bis hin zu einfachen Montage- und Prüfarbeiten. Besonders körperlich belastende oder sich ständig wiederholende Tätigkeiten könnten künftig verstärkt von Robotern übernommen werden. Beschäftigte würden dadurch entlastet und könnten sich auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren.

Interessant ist diese Entwicklung nicht nur für große Industriekonzerne. Auch kleine und mittlere Unternehmen könnten profitieren. Flexible Robotersysteme könnten Auftragsspitzen abfedern, den Fachkräftemangel entschärfen und ergonomisch ungünstige Arbeiten übernehmen – ohne dass komplette Produktionslinien neu geplant werden müssen.

Allerdings mahnen die Arbeitswissenschaftler zu einer realistischen Betrachtung. Humanoide Roboter seien keine einfache „Plug-and-play-Lösung“. Vor einer Einführung müssten Unternehmen Fragen der Arbeitssicherheit, IT- und Cybersicherheit, der Normung sowie der Qualifizierung der Beschäftigten sorgfältig prüfen. Ebenso wichtig sei es, die Mitarbeiter frühzeitig in Pilotprojekte einzubeziehen und Akzeptanz für die neue Technik zu schaffen.

„Jetzt gilt es, Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen, gemeinsam Erfahrung aufzubauen und zu verbreiten“, betont Dr.-Ing. Tim Jeske vom ifaa.

Das neue Faktenblatt fasst den aktuellen Wissensstand kompakt zusammen. Es erläutert technologische Entwicklungen, beschreibt industrielle Einsatzszenarien und bewertet Markt- sowie Kostenentwicklungen. Damit bietet es Unternehmen eine fundierte Grundlage, um Chancen und Herausforderungen humanoider Robotik besser einschätzen zu können.

Das Faktenblatt „Humanoide Roboter – Entwicklungsstand, Potenziale und Zukunftsaussichten“ steht kostenfrei auf der Internetseite des ifaa zum Download bereit.

https://www.arbeitswissenschaft.net/zdf-humanoide

Klüh feiert Bord-Party anlässlich unserer Rheinkirmes

An Bord der KLÜH-Party: (v.l.n.r.:) Christian Frank (CFO von Klüh Multiservices), Meike Folkerts (Erste Beigeordnete und Stadtkämmerin der Stadt Neuss), Dr. Stephan Keller (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf), Ahlem Sehili-Klüh (Mitglied des Klüh-Beirats), Dr. Andreas Gassen (Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung), Manuela Gassen, Frank Theobald (CEO von Klüh Multiservices). Foto: KLÜH

(ud) Das Düsseldorfer Familienunternehmen Klüh, Mitglied unserer Unternehmerschaft, hat zur traditionellen Bordparty auf der „MS RheinGalaxie“eingeladen. Rund 650 Gäste aus dem In- und Ausland genossen einen stimmungsvollen Abend mit Dinner, Livemusik und DJ. Ein Highlight für die Gäste war der Blick auf die Drohnen-Show über dem Rhein und das traditionelle Höhenfeuerwerk der „Größten Kirmes am Rhein“, die vom Schiff aus in besonderer Atmosphäre erlebt werden konnten.

„Unsere Bordparty ist jedes Jahr ein schöner Anlass, um unseren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitenden für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit zu danken. In einer Zeit, in der viele Kontakte digital stattfinden, sind persönliche Begegnungen besonders wertvoll. Der gemeinsame Austausch in entspannter Atmosphäre prägt den Charakter dieses Abends und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur“, sagt Frank Theobald, CEO der Klüh-Unternehmensgruppe.

Seit vielen Jahren gehört das Event fest zum Veranstaltungskalender von Klüh und bietet den passenden Rahmen, um langjährige Kunden, Partner und Wegbegleiter des Unternehmens zusammenzubringen. Neben Mitarbeitenden aus ganz Deutschland waren auch Kolleginnen und Kollegen der internationalen Klüh-Gesellschaften aus den Niederlanden, Polen, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten vertreten. Zahlreiche Kunden und Geschäftspartner nutzten den Abend zudem, um abseits des Tagesgeschäfts miteinander ins Gespräch zu kommen.

Rheinmetall investiert in Kapazitätsausbau am Standort Aschau am Inn

Foto: Rheinmetall

Das Düsseldorfer Technologieunternehmen Rheinmetall baut die Produktionskapazitäten seiner Tochterfirma Nitrochemie am Standort Aschau a. Inn im Rahmen des Projekts „Firepower“ erheblich aus. Bei der Grundsteinlegung für eine neue Pulverfabrik – nach Unternehmensangaben eine der größten und modernsten Europas – waren Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Dr. Nils Schmid sowie der Bayerische Wirtschaftsminister Dr. Hubert Aiwanger zugegen.


Von Christoph Sochart


Die Werksfläche wächst von rund 90 auf 110 Hektar, mehrere hundert Millionen Euro werden investiert. Die Belegschaft, seit 2022 bereits um rund 80 Prozent auf über 800 Beschäftigte gestiegen, soll auf 1.400 Mitarbeitende anwachsen. Ab 2027 soll die Produktion in den neuen Anlagen schrittweise starten, die maximale Fertigungskapazität ist für 2028 vorgesehen.

Ministerpräsident Söder sprach von einem „guten Tag für die Sicherheit“ und betonte die Bedeutung für Resilienz und Autonomie im Verteidigungsbereich. Staatssekretär Schmid verwies auf die sicherheitspolitische Notwendigkeit des Kapazitätsausbaus für Deutschland und seine Partner. Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Armin Papperger hob hervor, dass der Standort Aschau zur nationalen Souveränität und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas beitrage.

Bis 2030 strebt der Rheinmetall-Konzern eine jährliche Gesamtkapazität von 20.000 Tonnen Treibladungspulver an; über ein Fünftel davon soll künftig aus Aschau stammen.