Podcastfolge Hoch hinaus 198: „Lust auf Handwerk“ (Termintipp) und das Dachdecker-Handwerk: Chancen, die man anfassen kann

Sebastian Leinung (rechts). Foto: Altenhofen

(cs) In unserer neuen Podcast-Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ (ab dem 22. April 2026; 05:55 Uhr) sprechen wir darüber, wie vielseitig und anspruchsvoll das Dachdecker-Handwerk wirklich ist, warum Teamgeist und Verantwortung eine große Rolle spielen – und weshalb gerade junge Menschen ab Klasse 8 die Chance nutzen sollten, bei der Düsseldorfer Mitmach-Messe „Lust auf Handwerk“ selbst auszuprobieren, was im Handwerk alles möglich ist. Der Podcast wird gemacht von den Streamboxstudios und der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Wenn Sie wissen wollen,
• warum das Dachdecker-Handwerk heute Hightech, Teamarbeit und echte Leidenschaft vereint,
• wie die duale Ausbildung jungen Menschen nicht nur einen Beruf, sondern eine echte Perspektive bietet,
• was traditionelle Handwerkskunst mit Digitalisierung, Drohnen, moderner Technik und lndustrieklettern zu tun hat,
• und warum die Mitmach-Messe „Lust auf Handwerk“ in Düsseldorf für Schüler*innen, Eltern und Betriebe so wichtig ist, dann sind Sie bei diesem Podcast genau richtig.

Wir sprechen heute mit  Sebastian Leinung – Dachdeckermeister, Geschäftsführer und Industriekletterer. Seit 2002 ist er auf Deutschlands Dächern unterwegs, seit 2012 führt er seinen eigenen Betrieb.

„Lust auf Handwerk“ ist eine Veranstaltung der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf und der Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf, die zeigt: Handwerk ist modern, zukunftssicher- und macht richtig Lust. Freuen Sie sich auf ein inspirierendes Gespräch über Chancen, Mut, Nachwuchsförderung und echte Perspektiven im Handwerk.

Der Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ ist eine Produktion der Streamboxstudios und der Unternehmerschaft Düsseldorf.

www.unternehmerschaft.de/podcast

KI in der Ausbildung: Arbeitsminister Laumann besucht Siemens Düsseldorf

(cs) Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Ausbildungsalltag – und verändert, wie junge Menschen lernen und arbeiten. Mit dem neuen Projekt „AzubiTrain – Deine Zukunft mit KI“ will die Landesregierung Nordrhein-Westfalen diesen Wandel aktiv gestalten. Beim Besuch des NRW-Arbeitsministers Karl-Josef Laumann im Ausbildungszentrum von Siemens AG in Düsseldorf wurde deutlich, welches Potenzial in der Verbindung von Ausbildung und KI steckt.

Lernen mit KI: individuell, praxisnah und zukunftsorientiert

Rund 240 Auszubildende und dual Studierende werden bei Siemens in technischen Berufen ausgebildet – und lernen dabei längst auch den Umgang mit KI-Tools. Diese unterstützen nicht nur beim Verständnis komplexer Inhalte, sondern ermöglichen zunehmend personalisierte Lernwege. Ob beim Programmieren, bei der Fehlersuche in elektronischen Systemen oder bei der Prüfungsvorbereitung: KI kann Lernprozesse effizienter und individueller gestalten.

Genau hier setzt „AzubiTrain“ an. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Auszubildende sowie Ausbilderinnen und Ausbilder in ganz Nordrhein-Westfalen. Es kombiniert Online-Module, Live-Sessions und Veranstaltungen vor Ort und vermittelt praxisnahes Wissen – von der Funktionsweise Künstlicher Intelligenz über den Einsatz von Chatbots bis hin zu Themen wie Datenschutz, Urheberrecht und der kritischen Bewertung von KI-generierten Inhalten.

Foto: MAGS


„KI-Kompetenzen sind heute eine Schlüsselqualifikation – für Schule, Ausbildung und Beruf. Mit der KI-Skilling-Initiative stärkt Nordrhein-Westfalen gezielt Lehrkräfte und damit die Basis für eine zukunftsfähige Ausbildung. Als Siemens Ausbildungszentrum Düsseldorf bringen wir unsere industrielle Praxis ein und verstehen uns als aktiven Teil dieses Bildungs-  und Strukturwandels von der Kohle zur KI“. Holger Bentler


Pilotphase startet – landesweiter Rollout geplant

Aktuell geht das Projekt in die Pilotphase. Unternehmen wie Siemens testen die Inhalte im Ausbildungsalltag und geben Feedback zur Weiterentwicklung. Ziel ist es, „AzubiTrain“ zum Beginn des Ausbildungsjahres 2026 flächendeckend anzubieten. Die Lerninhalte sollen anschließend auch flexibel online abrufbar sein.

„KI ist ein wertvolles Werkzeug, das aber noch nicht in allen Betrieben gleichermaßen zugänglich ist“, betonte Minister Laumann. „Mit ‚AzubiTrain‘ schaffen wir ein Angebot, das allen jungen Menschen hilft, KI kompetent und verantwortungsvoll zu nutzen.“

KI als Ergänzung – nicht als Ersatz

Im Ausbildungszentrum von Siemens zeigt sich, dass KI zwar Prozesse erleichtern kann, aber kein Ersatz für praktisches Lernen und kritisches Denken ist. Vielmehr wird sie als unterstützendes Werkzeug verstanden. „KI ersetzt nicht unser kritisches Bewusstsein oder die Eigenleistung“, so Laumann. „Aber sie kann Ausbildung sinnvoll ergänzen und modernisieren.“

Auch aus Unternehmenssicht ist die Entwicklung klar: „KI-Kompetenzen sind heute eine Schlüsselqualifikation“, erklärt Holger Bentler, Ausbildungsleiter bei Siemens in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen sieht sich als aktiver Teil eines tiefgreifenden Strukturwandels – „von der Kohle zur KI“.

Foto: MAGS

Ausbildung bleibt Schlüssel für Wirtschaft und Gesellschaft

Neben der Digitalisierung bleibt die berufliche Ausbildung ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es entscheidend, Ausbildungsplätze zu sichern und junge Menschen gezielt zu fördern, so Laumann.

Programme wie die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das Förderprogramm „Ausbildungswege NRW“ oder das Werkstattjahr NRW flankieren diesen Ansatz. Sie unterstützen Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf und stärken die duale Ausbildung langfristig.

Mit „AzubiTrain“ kommt nun ein weiterer Baustein hinzu – einer, der digitale Kompetenzen in den Mittelpunkt stellt und zeigt, wie KI sinnvoll in die Ausbildung integriert werden kann. Nordrhein-Westfalen setzt damit ein deutliches Signal: Die Zukunft der Arbeit beginnt in der Ausbildung – und sie ist zunehmend digital.

Teleoperation und robuste Robotik: Rheinmetall zeigt Zukunft der Industrie auf der Hannover Messe

Am Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 demonstrieren das Rheinmetall Technology Center und YardStick Robotics GmbH, wie sich autonome Systeme und menschliche Steuerung intelligent verbinden lassen. Im Zentrum steht ein Fahrstand, über den Besucher Fahrzeuge in Echtzeit fernsteuern können – sowohl ein Testfahrzeug in Düsseldorf als auch ein Logistikfahrzeug direkt auf dem Messegelände. Foto: Rheinmetall

(cs) Auf der Hannover Messe 2026 dreht sich in diesem Jahr alles um die „Industrial Transformation“. Vom 20. bis 24. April präsentiert die weltweit wichtigste Industriemesse Innovationen rund um Automatisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung. Mitten im Geschehen: der Technologiekonzern Rheinmetall, der gemeinsam mit seinen Tochterfirmen neue Ansätze für Robotik und teleoperiertes Fahren vorstellt.

Mensch und Maschine im Zusammenspiel

Am Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 demonstrieren das Rheinmetall Technology Center und YardStick Robotics GmbH, wie sich autonome Systeme und menschliche Steuerung intelligent verbinden lassen. Im Zentrum steht ein Fahrstand, über den Besucher Fahrzeuge in Echtzeit fernsteuern können – sowohl ein Testfahrzeug in Düsseldorf als auch ein Logistikfahrzeug direkt auf dem Messegelände.

Die dahinterliegende Idee: Teleoperation als Ergänzung zur Automatisierung. Wo autonome Systeme an Grenzen stoßen – etwa in komplexen Verkehrssituationen oder unübersichtlichen Umgebungen – kann ein Mensch aus der Ferne eingreifen. Die vom Rheinmetall Technology Center gemeinsam mit der MIRA GmbH entwickelte Lösung schafft so mehr Sicherheit und Flexibilität, etwa in Logistik, öffentlichem Nahverkehr oder Spezialanwendungen.

Sichere Daten als Grundlage

Damit diese Echtzeitsteuerung zuverlässig funktioniert, braucht es leistungsfähige und sichere Dateninfrastrukturen. Im Projekt „POQUASIA“ wurde eine skalierbare IoT-Plattform entwickelt, die genau das ermöglicht. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ist das Projekt Teil der europäischen Initiative für ein Cloud-Edge-Ökosystem, das Daten zwischen verschiedenen Anbietern sicher und effizient verknüpft.

Besucher erleben auf der Messe live, wie Fahrzeuge aus der Distanz gesteuert werden – ein anschauliches Beispiel für das Zusammenspiel von Cloud-Technologien, Echtzeitkommunikation und menschlicher Kontrolle.

Roboter für extreme Einsätze

Neben Teleoperation zeigt Rheinmetall auch Fortschritte in der Robotik. Der „YARO Cobot“ von YardStick Robotics ist speziell für raue, unstrukturierte Umgebungen konzipiert. Ob Industrieanlagen, Tiefsee oder perspektivisch sogar Weltraummissionen – der Roboter soll dort arbeiten, wo klassische Systeme an ihre Grenzen stoßen.

Im Fokus steht dabei das Prinzip „dull, dirty & dangerous“: Roboter übernehmen monotone, schmutzige oder gefährliche Aufgaben und erhöhen so Sicherheit und Effizienz. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, die Systeme einfacher bedienbar zu machen.

KI macht Robotik zugänglich

Im Forschungsprojekt „RoX“ zeigt YardStick Robotics, wie KI-gestützte Anwendungen auch für Nicht-Experten nutzbar werden. Mithilfe einfacher Lernalgorithmen können Roboter Bewegungsabläufe erfassen und optimieren. Ein angeschlossener Bahnplanungsservice verbessert diese Abläufe automatisch und spielt sie zurück in die Anwendung.

Das Ziel: ein offenes, föderiertes Ökosystem, in dem Daten, Software und Komponenten flexibel kombiniert werden können. Grundlage dafür ist eine Infrastruktur, die transparent regelt, wer auf welche Daten zugreifen darf – ein entscheidender Faktor für Vertrauen und Zusammenarbeit in der Industrie.

Blick in die vernetzte Zukunft

Der Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 bündelt verschiedene Initiativen, die an der digitalen Transformation arbeiten – von Manufacturing-X über Cloud-Edge-Infrastrukturen bis hin zu neuen Mobilitätskonzepten. Sie alle eint die Vision einer datengetriebenen Industrie, in der Systeme intelligent vernetzt sind und neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

Mit seinen Lösungen zeigt Rheinmetall, wie diese Vision konkret aussehen kann: durch die Kombination aus Robotik, Teleoperation und sicheren Datenräumen. Die Industrie der Zukunft wird nicht nur automatisiert sein – sie bleibt auch menschlich steuerbar.

Rheinmetall Naval Systems startet Fertigung des letzten Flottendienstbootes vor Zeitplan

Foto: Rheinmetall

(ud) Auf der Wolgaster Peene-Werft wurde heute gemeinsam mit Vertretern der Bundeswehr offiziell der erste Stahl des dritten und letzten Flottendienstbootes der Klasse 424 geschnitten. Der Brennbeginn erfolgt damit früher als geplant. Die Flottendienstboote werden nach Zulauf von Deutscher Marine und dem Cyber- und Informationsraum (CIR) gleichermaßen genutzt.

„Der vorgezogene Brennstart, mit dem sich nun alle Schiffe dieser Klasse im Bau befinden, ist weit mehr als ein technischer Meilenstein – er ist ein strategisches Signal. In der aktuellen sicherheitspolitischen Lage, die sich schneller verändert als je zuvor, leisten wir als Industriepartner unseren Beitrag für eine beschleunigte Aufrüstung. Geschwindigkeit ist heute ein sicherheitsrelevanter Faktor – und genau hier setzen wir an“, sagte Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems. Das Technologie-Unternehmen Rheinmetall hat seinen Sitz in unserer Stadt.

Die rund 130 Meter langen Flottendienstboote der Klasse 424 werden der Bundeswehr als Aufklärungsplattformen zur seegestützten Informationsgewinnung dienen und sind mit modernster Sensorik ausgerüstet. Ihre Auslegung erfüllt die neuesten militärischen Anforderungen an zukunftsfähige Marineschiffe.

Die insgesamt drei neuen Schiffe werden künftig die Einheiten der OSTE-Klasse ersetzen.

Rheinmetall baut jetzt auch in der Schweiz

Foto: Rheinmetall

(ud) Die Schweizer Tochter des Düsseldorfer Technologiekonzerns Rheinmetall, Rheinmetall Air Defence, errichtet in Studen/SZ eine neue Werkstatt- und Lagerhalle. Dazu erfolgte nun der Spatenstich im Beisein von Vertretern des Konzerns, Gemeindevertretern und des Baumanagements.

Die neue Halle soll voraussichtlich bis Ende 2026 bezugsfertig sein. Planung und Umsetzung erfolgen in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen, wodurch die lokale Wertschöpfung gezielt gestärkt wird.

Am Standort des Erprobungszentrums Ochsenboden, der durch die Rheinmetall Waffe Munition Schweiz AG betrieben wird, können Ressourcen durch die gezielte Nutzung der bestehenden Infrastruktur effizient eingesetzt und wertvolle Synergien realisiert werden. Das Bauprojekt ist ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie von Rheinmetall Air Defence. Ziel ist es, bisher dezentrale Abnahme- und Versandprozesse nachhaltig zu optimieren. Die neue Halle wird künftig als zentraler Knotenpunkt für Abnahmevorbereitungen, Systemabnahmen, Reparaturen, Finishing sowie Verpackung und Versand fungieren.

Für den Betrieb der neuen Abnahme- und Versandprozesse ist ein schrittweiser Aufbau von bis zu 30 Mitarbeitenden vorgesehen. Rund acht Mitarbeitende werden dauerhaft vor Ort tätig sein.

Ein wesentlicher Vorteil des Standorts ist die Nähe zum Erprobungszentrum Ochsenboden der Rheinmetall Waffe Munition Schweiz AG. Mit dieser Investition bekennt sich Rheinmetall klar zum Industriestandort Schweiz und sichert dessen langfristige Wettbewerbsfähigkeit im Bereich hochmoderner Verteidigungstechnologie.

Der Düsseldorfer Großhändler Sonepar und UNIS Group kooperieren zukünftig bei Reparaturen von Industrieelektronik und Motoren

Sonepar bietet Industriekunden gemeinsam mit der UNIS Group einen Reparaturservice für Industrieelektronik und Motoren an. Defekte Komponenten können professionell instand gesetzt werden, anstatt sie auszutauschen. Foto: UNIS Group

(ud) Der Elektrogroßhändler Sonepar, Mitglied der Düsseldorfer Unternehmerschaft, und UNIS Group bieten Industriekunden einen Reparaturservice für Industrieelektronik und Motoren an. Defekte Komponenten können professionell instand gesetzt werden, anstatt sie auszutauschen. So lassen sich Anlagen länger nutzen, Ausfallzeiten reduzieren und Ressourcen schonen.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Industriekunden mit Reparaturbedarf bei Industrieelektronik und Motoren. Zum Spektrum der reparablen Komponenten zählen unter anderem SPS, Servo-Steuerungen, Servo-Motoren, HMI-Panels und Monitore, CNC-Steuerungen, industrielle Motoren, Frequenzumrichter und Softstarter sowie Roboter-Elektronik.


Sonepar ist ein unabhängiges familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf und weltweiter Marktführer im B-to-B-Vertrieb von Elektroprodukten, -lösungen und -dienstleistungen. In 2025 erreichte Sonepar einen Umsatz von 33,6 Milliarden Euro. Vertreten in 40 Ländern mit einem dichten Netzwerk aus verschiedenen Marken, verfolgt die Gruppe das ambitionierte Transformationsziel, das Leben ihrer Kunden einfacher zu machen, indem sie ihnen ein Einkaufserlebnis über alle Vertriebskanäle sowie nachhaltige Lösungen in den Bereichen Gebäude, Industrie und Energie bietet. Die 46.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sonepar engagieren sich dafür, die Elektrifizierung der Welt voranzutreiben und werden von dem gemeinsamen Purpose angetrieben: Den Fortschritt für zukünftige Generationen voranzutreiben.


„Mit der UNIS Group stärken wir unsere Position als Lösungsanbieter für die Industrie“, erklärt Sven Lausch, Leiter Geschäftsentwicklung Vertrieb bei Sonepar in Deutschland. „Wir helfen unseren Kunden, Anlagen länger zu nutzen, Ausfallzeiten zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Die Reparatur und Wiederverwendung defekter Industrieelektronik leistet zugleich einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.“

„Qualität und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand“, ergänzt Peter de Vries, CEO der UNIS Group. „Die Reparatur von Industrieelektronik nach höchsten Qualitätsstandards ist Teil unserer DNA. So helfen wir unseren Kunden, die Lebensdauer ihrer Komponenten zu verlängern. Gemeinsam mit Sonepar machen wir hochwertige Reparaturen zu einem wichtigen Pfeiler für eine stärker kreislauforientierte Industrie.“

Qualität und Erfahrung für einen zuverlässigen Service

Die UNIS Group bringt mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Reparatur von Industrieelektronik in die Kooperation ein. Seit 1984 repariert das Unternehmen jährlich mehr als 70.000 Elektronikkomponenten. Ein Testzentrum mit mehr als 1.400 Prüfständen unterstützt die Qualitätssicherung bei der Instandsetzung.

Dank eines umfangreichen Lagers mit sofort verfügbaren Teilen können Reparaturen im Durchschnitt innerhalb von drei bis vier Wochen durchgeführt werden. In dringenden Fällen, etwa bei drohendem Produktionsstillstand, sind auch Eilreparaturen möglich. Für Kunden gilt zudem das Prinzip „no cure, no pay“: Ist eine Reparatur nicht möglich, fallen keine Kosten an. Auf Reparaturen und Austauschkomponenten wird eine Garantie von bis zu zwei Jahren gewährt.

Einfache Abwicklung über Sonepar

Die Abwicklung des Reparaturservices ist für die Kunden von Sonepar bewusst einfach und schlank gestaltet. Nach einer Reparaturanfrage bei Sonepar übernimmt die UNIS Group die kostenlose Abholung der defekten Ware. Im Anschluss an die technische Prüfung wird ein Kostenvoranschlag auf Basis von Festpreisen erstellt, aus dem Sonepar ein individuelles Angebot für den Kunden generiert. Nach Freigabe und erfolgter Reparatur wird die instandgesetzte Komponente über das Zentrallager von Sonepar an den Kunden zurückgeliefert.

Neben dem Reparaturservice bietet die Kooperation auch Zugang zu „Refurbished“-Produkten. Dabei handelt es sich um generalüberholte Gebrauchtbaugruppen, die über den Hersteller oft nicht mehr zu beziehen sind, wodurch die Verfügbarkeit seltener Ersatzteile für Sonepar-Kunden deutlich verbessert wird.

Konsequenter Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft

Die Partnerschaft mit der UNIS Group zahlt direkt auf die Nachhaltigkeitsstrategie von Sonepar ein. Im Rahmen des „Bold Commitments“ zum Produktkreiskauf verfolgt das Unternehmen das Ziel, bis zum Jahr 2028 nicht nur Verpackungen aus 100 Prozent recycelten Materialien zu verwenden, sondern auch 100 Prozent der von Kunden zurückgegebenen Produkte dem Recycling zuzuführen. Die Förderung von Reparaturen und der längeren Nutzung von Industrieelektronik ist ein wesentlicher Baustein, um dieses Ziel zu erreichen und den ökologischen Fußabdruck in der Industrie nachhaltig zu reduzieren.

Neue Düsseldorfer Studie: Deutschland nutzt das Potenzial von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen noch immer nicht ausreichend.

(ud) Deutschland lässt wirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe ungenutzt: Kurz vor der Hannover Messe, dem weltweit wichtigsten Branchentreff der Industrie, hat der Düsseldorfer Verein VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Zahlen zur Rolle von Ingenieurinnen für den Standort Deutschland vorgestellt: Deutschland nutzt das Potenzial von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen noch immer nicht ausreichend.

Mit bis zu 56.100 zusätzlichen weiblichen Fachkräften bis 2035 sind rund 7 Milliarden Euroweitere Wertschöpfung pro Jahr möglich, wenn die Potenziale von Frauen für die Ingenieur- und Informatikberufe konsequenter gehoben werden. Das entspricht einem spürbaren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und könnte noch deutlich höher ausfallen, wenn zusätzlich Frauen mit einem Ingenieurstudium auch in anderen Berufsfeldern – etwa Bildung, Forschung oder öffentlichem Dienst – mit eingerechnet werden. Aktuell liegt der Frauenanteil in Ingenieurberufen bei 20,6 Prozent. Das entspricht rund 217.400 Ingenieurinnen bei insgesamt etwa 1,05 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Beruf.

„Die Hannover Messe zeigt, welche Technologien unsere Zukunft prägen werden. Doch klar ist auch: Die größte Herausforderung der Transformation ist nicht die Technik, sondern ihre Umsetzung“, sagt Adrian Willig, Direktor des VDI. „Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheidet sich nicht an unseren Potenzialen, sondern daran, ob wir sie konsequent heben. Dazu gehört auch, dass wir das Potenzial von Ingenieurinnen endlich stärker nutzen. Mehr Ingenieurinnen sind nicht nur ein Gleichstellungsthema, sondern ein 7-Milliarden-Euro-Wachstumsprogramm für Deutschland. Es geht nicht um Ersatz, sondern um die konsequente Nutzung vorhandener Talente“, so Willig weiter.

Ingenieurinnen sind keine Randfrage, sondern ein zentraler Hebel für Wachstum und Innovation in Deutschland. Die VDI-Initiative „ Zukunft Deutschland 2050“ zeigt, dass hier ein zentraler Hebel liegt, wenn Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will.

Ingenieurinnen fehlen in industriellen Schlüsselbranchen

Viele Ingenieurinnen arbeiten laut Erhebung nicht in industriellen Kernbranchen bzw. außerhalb ihres eigentlichen Berufsfeldes. Ingenieurinnen entscheiden sich häufiger für wissensintensive Bereiche wie Forschung, Lehre oder Bildung. Sie sind unter anderem Lehrkräfte in MINT-Fächern, Prüferinnen, Unternehmensberaterinnen oder Vertrieblerinnen technischer Produkte. Junge Frauen zeigen insbesondere bei zukunftsrelevanten Themen wie dem Klimaschutz ein starkes Interesse. In industriellen Schlüsselbranchen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik sind Ingenieurinnen jedoch deutlich unterrepräsentiert. Im Maschinenbau liegt der Frauenanteil bei 9,0 Prozent. In der Elektroindustrie liegt er nur etwas höher bei 9,5 Prozent.

Vorhandene Potenziale besser nutzen

Die Beschäftigung von jungen Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen ist in den letzten zehn Jahren bereits gestiegen. „Wenn wir das Potenzial von Frauen stärker nutzen, reden wir über ein Wachstumsprogramm in Milliardenhöhe für den Standort Deutschland“, sagt Prof. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. „Allein durch eine weitere Erhöhung des Anteils von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen könnten bis 2035 rund 56.000 zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden. Entscheidend ist, vor allem vorhandene Potenziale besser zu heben und zusätzlich neue Qualifikationen zu schaffen.“

„Ingenieurinnen sind in vielen wichtigen Bereichen aktiv. Netzwerke, Sichtbarkeit und Role Models sind entscheidend, um mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen und sie langfristig in diesen Feldern zu halten“, sagt Prof. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Co-Vorsitzende des Netzwerks Frauen im Ingenieurberuf. Der VDI setzt hier gezielt an; unter anderem mit dem Netzwerk „ Frauen im Ingenieurberuf“, Mentoring-Programmen und der Initiative „Zukunft Deutschland 2050“. Ziel ist es, die Rolle von Ingenieurinnen stärker sichtbar zu machen und vorhandene Potenziale systematisch zu erschließen.

Handlungsempfehlungen der VDI-/IW-Studie

Um dieses Potenzial zu heben, formuliert die Studie konkrete Handlungsempfehlungen. Entscheidend sind bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitsmodelle sowie gezielte Weiterbildungs- und Re-Skilling-Angebote – insbesondere für industrielle Schlüsselbranchen. Gleichzeitig gilt es, mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen und ihre Sichtbarkeit durch Netzwerke und Role Models zu stärken. Ziel ist es, vorhandene Qualifikationen konsequenter in den Bereichen einzusetzen, in denen sie die größte Wirkung für Innovation und Wertschöpfung entfalten.

Die Studie „Ingenieurinnen in Deutschland – Potenziale, Herausforderungen und Entwicklungen“ hier kostenlos herunterladen .

Düsseldorfer Unternehmer setzt auf Elektromobilität

Screenshot: Michael Jungwirth Instagram

(cs) Michael Jungwirth, Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf und Mitglied der Geschäftsführung bei Vodafone Deutschland, hat auf LinkedIn einen Beitrag veröffentlicht, der über die reine Energiepolitik hinausgeht – und persönlich wird.
Spritpreise sind mehr als ein Ärgernis an der Zapfsäule. Das ist die Botschaft, mit der Jungwirth seinen Post eröffnet. Fossile Energie sei strukturell volatil, abhängig von Weltmarktpreisen, Fördermengen, geopolitischen Krisen und Wechselkursen – alles Faktoren, die Europa kaum kontrollieren könne. Die Konsequenzen träfen Pendler, Handwerker, Logistiker und Familien direkt.
Bemerkenswert ist, dass Jungwirth nicht bei der Analyse bleibt. Er berichtet, dass bei Vodafone seit Januar 2025 alle neuen Dienstwagen elektrisch sind – und dass er selbst kürzlich umgestiegen sei. Sein Fazit: Der Alltag mit dem E-Auto fühle sich anders an als die öffentliche Debatte erwarten lässt. Keine Reichweitenangst, Lademöglichkeiten schneller auffindbar als gedacht.
Den prägnantesten Satz des Beitrags liefert allerdings seine Tochter: „Die Sonne kann ja nicht teurer werden.” Ein Kind bringt auf den Punkt, was Energiepolitiker seit Jahren erklären wollen.
Für die Unternehmerschaft Düsseldorf, die die Interessen der regionalen Wirtschaft vertritt, ist die Positionierung ihres Vorsitzenden ein Signal: Energieunabhängigkeit und erneuerbare Energien sind längst keine grüne Nischenthematik mehr, sondern handfeste Standortfragen.​​​​​​​​​​​​​​​​

Tarifverhandlung im Groß- und Außenhandel Nordrhein-Westfalen auf Mitte Mai vertagt

Volker Schlinge. Foto: Metro AG

(ud) Die Tarifrunde für den Groß- und Außenhandel Nordrhein-Westfalen ist heute nach mehrstündigen Verhandlungen auf den 18. Mai 2026 vertagt worden. Die heutige Verhandlung bildete den Auftakt für die bundesweit geführten, regionalen Tarifverhandlungen. Über mehrere Stunden tauschten sich die Verhandler über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Erwartungen an die Tarifrunde aus.

„Die Tarifrunde 2026 findet unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen statt. In den letzten Jahren gab es kein Wirtschaftswachstum und keinen realen Umsatzzuwachs. Stattdessen sehen wir mehr Insolvenzen und Beschäftigungsabbau.“ so Volker Schlinge, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.

Auch für die Zukunft seien noch keine Signale für eine Besserung der Lage erkennbar. Die Gewerkschaftsforderung nach einer Entgelterhöhung von 7 %, in den unteren Gruppen noch weitaus mehr, ignoriert die Situation der Unternehmen und sei in diesen Zeiten schlicht nicht finanzierbar.

Schlinge weiter: „Wir brauchen realistische Erwartungen und verantwortungsvolles Handeln auf beiden Seiten. Unser Ziel ist, gemeinsam mit ver.di eine Lösung zu finden, die den berechtigten Interessen der Beschäftigten Rechnung trägt und zugleich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen sowie Beschäftigung sichert.“

Neue Podcastfolge: Tarifrunde im Groß- und Außenhandel NRW startet

Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering; Foto: Frank Wiedemeier

(ud/cs) Mit dem Verhandlungsauftakt in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen startet am 17. April die Tarifrunde 2026 im Groß- und Außenhandel. Die Entgelttarifverhandlungen finden in einem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und vor dem Hintergrund eines Beschäftigungsrückgangs in der Branche statt. Dazu gibt es auch eine neue Podcast-Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ (hier bitte klicken) mit Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering (Foto).

Unbeeindruckt davon fordert die Gewerkschaft ver.di auch in diesem Jahr je nach Tarifgebiet wieder Entgelterhöhungen von 7 % und mehr. Dabei zeigt sich eine große Bandbreite von reinen prozentualen Forderungen über einen Mix aus Prozenten verbunden mit Mindestbeträgen bis hin zu reinen Festbetragsanhebungen.

So fordert ver.di in Bayern 7 % mehr Entgelt. In anderen Tarifgebieten sind es auch 7 %, aber verbunden mit einer Mindestanhebung um 220 Euro (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) oder um 250 Euro (Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen). In den unteren Entgeltgruppen bedeutet das teilweise eine Erhöhung um mehr als 10 %. In Berlin und Brandenburg verlangt die Gewerkschaft pauschal 220 Euro mehr, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein 225 Euro sowie in Hessen und Rheinland-Pfalz 250 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen in den meisten Tarifgebieten um 150 Euro steigen, in Berlin und Brandenburg um 200 Euro.

Weitere erste regionale Verhandlungsrunden stehen am 20. April in Hamburg, am 27. April in Rheinland-Rheinhessen, am 29. April in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie am 30. April in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Danach folgen am 4. Mai Hessen und am 8. Mai Niedersachsen.