Fachprogramm „Destination Zukunft“ bringt Tourismus, Politik und Caravaningbranche zusammen

Zu jeder Jahreszeit entfaltet Tirol seinen besonderen Reiz und überzeugt Caravaning-Fans mit einer hervorragend ausgebauten Infrastruktur, hochwertigen und abwechslungsreichen Campinganlagen sowie einem breiten Komfortangebot. Foto: Messe Düsseldorf

(ud) Caravaning gewinnt für die touristische Entwicklung von Regionen zunehmend an Bedeutung. Mit dem wachsenden Interesse am mobilen Reisen steigen auch die Anforderungen an Destinationen, passende Angebote und zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln. Genau hier setzt das Fachprogramm „Destination Zukunft“ auf dem CARAVAN SALON Düsseldorf an: Vom 31. August bis 2. September 2026 diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, wie sich Destinationen angesichts veränderter Reisemotive, neuer Mobilitätsformen und gesellschaftlicher Trends zukunftsfähig aufstellen können.

BASF eröffnet neue Produktionsanlage in Düsseldorf

Bei der symbolischen Eröffnung vor der neuen Produktionsanlage:
Helya Masoud, Werksleiterin BASF Düsseldorf, Paul Höller, Staatssekretär NRW, Christian Zaum, Wirtschaftsdezernent der Stadt Düsseldorf, Peter Weinert, Leiter des Personal Care Geschäfts EMEA. Foto: BASF

(ud) BASF hat am Standort Düsseldorf eine neue Anlage für die Produktion von Emollient-Spezialitäten, insbesondere für Haut- und Sonnenschutzprodukte eröffnet. Mit einer Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich in die neue Produktionsanlage, werden die Kapazitäten für die Herstellung der Spezialprodukte gezielt erweitert, um der wachsenden Marktnachfrage gerecht zu werden.

Paul Höller, Staatssekretär im NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerium und der Wirtschaftsdezernent der Stadt Düsseldorf, Christian Zaum, sowie weitere Vertreter von Politik, Behörden und Verbänden, würdigten gemeinsam mit Kunden und Vertretern des BASF-Managements, den erfolgreichen Abschluss des ambitionierten Projekts.

Mona Neubaur, NRW-Wirtschaftsministerin sowie stellvertretende Ministerpräsidentin erklärte dazu: „Die neue Anlage ist ein starkes Signal: Sie zeigt, dass sich Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft auch in herausfordernden Zeiten in Nordrhein-Westfalen verwirklichen lassen. Innovation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg gehen hier Hand in Hand. Ich freue mich, dass sich Unternehmen wie BASF auch weiterhin klar zum Standort bekennen, in moderne, zukunftsorientierte Produktion investieren und so hochwertige Arbeitsplätze sichern. Das ist ein wichtiges Zeichen – für unsere Wirtschaft, für die Menschen in der Region und für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.“

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betonte das Signal für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf: „Die Eröffnung dieser neuen Anlage ist ein starkes Signal für unseren Wirtschaftsstandort. Sie zeigt, dass hier beste Voraussetzungen für Investitionen in Innovation und Zukunftstechnologien gegeben sind. Als Stadt werden wir auch künftig verlässliche und attraktive Rahmenbedingungen für Innovation und Wachstum schaffen – dazu gehören eine unternehmensfreundliche Verwaltung sowie die aktive Förderung von Kooperationen zwischen Wirtschaft, Start-ups und Wissenschaft.“

Werksleiterin Helya Masoud stellte die Bedeutung der Investition für den Standort und die Leistung aller Beteiligten heraus: „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zu unserem Produktionsstandort in Düsseldorf. Der Neubau einer Anlage inmitten bestehender Produktionsstrukturen und in unmittelbarer Nähe zur Nachbarschaft außerhalb des Werkszauns, war eine außergewöhnliche Herausforderung. Der erfolgreiche Abschluss dieses Projekts zeigt, was durch technische Kompetenz, partnerschaftliche Zusammenarbeit und das Engagement aller Beteiligten möglich ist. Gleichzeitig schaffen wir mit modernen und effizienten Produktionskapazitäten eine wichtige Voraussetzung für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Dafür danke ich allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

Peter Weinert, Leiter des BASF-Geschäfts mit Inhaltstoffen für Kosmetikprodukte in Europa, fasste die Botschaft an die Kunden zusammen: „Mit der neuen Anlage unterstreichen wir unser langfristiges Bekenntnis zum europäischen und globalen Personal-Care-Markt. Als führender Anbieter investieren wir gezielt in zusätzliche Kapazitäten, um das Wachstum unserer Kunden zu unterstützen und die steigende Nachfrage nach Spezialitätenlösungen zu bedienen. Unsere Stärke liegt in der Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe zu hochwertigen Emollients, die aktuelle Markttrends aufgreifen und innovative Formulierungen für silikonfreie Hautpflegeprodukte und octocrylenfreie Sonnenschutzanwendungen ermöglichen.“

Emollients binden und erhalten die Hautfeuchtigkeit und verbessern die Sensorik eines Pflegeproduktes. Der Produktionsstandort der BASF in Düsseldorf ist auf Inhaltsstoffe für die Kosmetik und Körperpflegeindustrie spezialisiert und bietet bereits jetzt das umfangreichste Portfolio für Emollients und stärkt seine Position nun mit der Kapazitätserweiterung.

In Düsseldorf befindet sich der drittgrößte BASF-Standort in Europa, der gleichzeitig der weltweit größte BASF-Standort für die Herstellung und Entwicklung kosmetischer Inhaltsstoffe ist.

Karriere zum Anfassen: 50 Jugendliche erleben Führungsalltag in der Chemiebranche

(ud) Wie fühlt es sich an, an der Spitze eines Unternehmens zu stehen? Diese Erfahrung machen aktuell 50 Jugendliche aus dem Rheinland im Rahmen der Aktion „Meine Position ist spitze“. Bereits zum zwölften Mal ermöglicht die Brancheninitiative ChemCologne Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren, für einen Tag in die Rolle von Top-Führungskräften regionaler Chemieorganisationen zu schlüpfen.

Daniel Wauben, Geschäftsführer von ChemCologne, erklärt: „Wir wollen jungen Menschen zeigen, wie vielfältig und zukunftsorientiert die chemische Industrie ist und welche Bedeutung sie für unsere Region hat.“

Beim gestrigen Auftakttreffen in Köln trafen die Jugendlichen erstmals auf ihre Gastgeberinnen und Gastgeber aus den Unternehmen. Dabei konnten sie ihre künftigen Aufgaben besprechen und einen ersten Eindruck vom Führungsalltag gewinnen. Die Vorfreude war groß: „So eine Gelegenheit bekommt man nicht oft“, sagte eine Teilnehmerin. Ein anderer ergänzte: „Ich bin gespannt, wie echte Entscheidungen getroffenwerden.“

Mit 29 teilnehmenden Unternehmen verzeichnet die Aktion in diesem Jahr einen neuen Höchststand. Ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung in der Branche! „Die Resonanz zeigt, wie wichtig es ist, junge Talente frühzeitig für unsere Industrie zu begeistern“, so Wauben.

Nachfolgende Kandidatinnen und Kandidaten werden bei den aufgeführten Unternehmen eingesetzt:

  • Luba Telesh, Geschäftsführerin beim Arbeitgeberverband Chemie Rheinland in Köln
  • Carla Petry, Leiterin Logistik und Lagerhaltung bei BASF Personal Care and Nutrition in Düsseldorf
  • Grete Raaymann, Werksleiterin bei BASF Personal Care and Nutrition in Düsseldorf
  • Jan André Leipzig, Leiter Process Engineering & Technologies bei Bayer in Wuppertal
  • Jiarui Li, Leiterin Supply Center bei Bayer in Wuppertal
  • Sofiia Korchaka, Standortleiterin bei Bayer Crop Science in Monheim
  • Julia Zaefferer, Betriebsleiterin Pflanzenschutzmittel-Produktion bei Bayer Crop Science in Dormagen
  • Vijay Arumuga, Technischer Standortleiter bei Bayer Crop Science im Chemiepark Knapsack
  • Alice Kraft, Industrial Procurement Leader bei Braskem Europe in Wesseling
  • Gabriel Winners Pizaña, Maintenance Leader bei Braskem Europe in Wesseling
  • Simon Wörlen, Site Leader bei Braskem Europe in Wesseling
  • Kseniia Urbanska, Head of Customer Focus & Growth bei Chemion Logistik in Leverkusen
  • Mara Krause, Head of Sales Europa Chemie bei Clariant im Chemiepark Knapsack
  • Ylvi Schmidt, Leiterin des Verbesserungsmanagements bei Clariant im Chemiepark Knapsack
  • Betül Manav, Geschäftsführerin bei cotac europe in Dormagen
  • Nour Alkhalaf, Leiterin Communications & Marketing bei Currenta in Leverkusen
  • Smilla Rühle, Leiterin der Werkfeuerwehr bei Deutsche Infineum in Köln
  • Matti Schulte, Teamleiter Prozessleit- und Sicherheitssysteme bei Deutsche Infineum in Köln
  • Vincent Tang, Teamleiter Elektrische Instandhaltung bei Deutsche Infineum in Köln
  • Jasper Schilder, Leiter Betrieb, Service & HSQE bei ENGIE Deutschland in Köln
  • Emilia Millhoff, Werksleiterin Klebstoffproduktion bei Henkel in Düsseldorf
  • Max Grosche, Senior Manager Operations Logistics SCS bei HOYER in Dormagen
  • Ben Menzenbach, Director Supply Chain Solutions bei HOYER in Dormagen
  • Carla Bautz, Head of Corporate Sustainability bei LANXESS in Köln
  • Linn Walker, Ausbildungsleiterin Deutschland bei LANXESS in Leverkusen
  • Konrad Kosicke, Leiter Werkfeuerwehr bei Lülsdorf Functional Solutions im Chemiepark Lülsdorf
  • Leon Krieger, Logistikleiter bei LyondellBasell in Wesseling
  • Hana Nobori, Standortleiterin bei LyondellBasell im Chemiepark Knapsack
  • Amelie Betke, Leiterin des Labors für chemische Analyse bei Momentive Performance Materials in Leverkusen
  • Julius Hübschen, Leiter Umweltsicherheit, Gesundheitsschutz & Arbeitssicherheit bei Momentive Performance Materials in Leverkusen
  • Christiana Tenambou, Leiterin Instandhaltung bei Momentive Performance Materials in Leverkusen
  • Felix Weng, Werksleiter und Geschäftsführer bei Momentive Performance Materials in Leverkusen
  • Niklas Maximilian Lennartz, Leiter Instandhaltung bei Nippon Gases Deutschland in Hürth
  • Danio Perrone, Betriebsleiter Pipeline bei Nippon Gases Deutschland in Hürth
  • Roman Distel, Betriebsingenieur bei Orion Engineered Carbons in Kalscheuren
  • Lucy Lou Fischer, Vice President Liquid Systems Innovation bei Orion Engineered Carbons in Kalscheuren
  • Franka Leininger, Personalleiterin Deutschland bei Orion Engineered Carbons in Kalscheuren
  • Grâce Kukanina, Leiterin Forschung bei OXEA Services in Oberhausen
  • Julian Alexander Lennartz, Geschäftsführer bei plantIng in Köln
  • Mikhail Mikhed, Technischer Geschäftsführer bei plantIng in Köln
  • Matvii Andrusha, Geschäftsführer der Rhein-Erft Akademie im Chemiepark Knapsack
  • Stella Geyssel, Betriebsleiterin bei Röhm in Wesseling
  • Séraphine Lemburg, Werksleiterin bei Röhm in Wesseling
  • Nazli Yavuz, Standortleiterin bei Rösberg Engineering in Köln
  • Sofiia Korshykova, Leiterin Analysen-Labor und Produktqualität bei der Shell Rheinland Raffinerie in Köln-Godorf
  • Ignat Resch, Leiter Werkfeuerwehr bei SYNEQT in Wesseling
  • Nico Buschmann, Prodekan für Lehre und Studium bei der TH Köln am Campus Leverkusen
  • Mykhailo Poliakov, Betriebsleiter Produktionsanlagen bei Wacker Chemie in Köln-Merkenich
  • Taissa Goldstein, Standortleiterin Facility Management Industrie bei WISAG Industrie Service in Düsseldorf
  • Luise Heinemann, Leiterin der Personalabteilung bei YNCORIS im Chemiepark Knapsack

Die Düsseldorfer Marke Pritt spendet 150.000 Klebestifte für Schulen, Kitas und gemeinnützige Einrichtungen

(ud) Zum 150-jährigen Firmenjubiläum startet Henkel in Holthausen eine besondere Aktion seiner führenden Klebstoffmarke Pritt: Unter dem Motto ‚150 Jahre Henkel – 150.000 kreative Chancen‘ spendet das Unternehmen insgesamt 150.000 Pritt Stifte an Schulen, Kitas und gemeinnützige Einrichtungen. Ziel dieser besonderen Aktion ist es, im Einklang mit dem Markenkern von Pritt die Kreativität von Kindern zu fördern und dabei Organisationen zu unterstützen, die hierbei einen zentralen gesellschaftlichen Beitrag für die Entwicklung junger Menschen leisten.

Teilnehmen können spendenberechtigte Einrichtungen bis zum 30. August 2026 über ein Online-Formular unter folgendem Link: Bewerbung für die Jubiläumsaktion „150 Jahre Henkel – 150.000 kreative Chancen“. Der Fokus liegt dabei auf Schulen, Kitas und gemeinnützigen Einrichtungen in Düsseldorf und der näheren Umgebung, weil Henkel mit der Spende insbesondere Schulen und Kitas rund um seinen Heimatstandort unterstützen möchte. Der Bedarf an Pritt Stiften pro Bewerber sollte mindestens 1000 Stück betragen, die Ausgabe ist zum Schulstart für Anfang September geplant.

„Kinder zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, ihre Ideen durch Basteln kreativ zum Ausdruck zu bringen, ist seit jeher Teil der Mission von Pritt – deshalb engagieren wir uns seit vielen Jahren in unterschiedlichen sozialen Projekten weltweit“, erklärt Philippe Guegan, Director für Bastelklebstoffe bei Henkel in Europa. „Unser 150-jähriges Firmenjubiläum ist ein besonderer Anlass, zu dem wir auch rund um unsere Heimat Düsseldorf etwas zurückgeben wollen und gezielt Organisationen unterstützen, die jeden Tag einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung unserer Kinder leisten. Wir hoffen auf eine hohe Teilnahme, die uns die Auswahl der einzelnen Einrichtungen möglichst schwer macht.“

Seit ihrer Erfindung im Jahr 1969 ermöglichen Pritt Klebestifte unzähligen Kindern auf der ganzen Welt, ihre Kreativität beim Basteln auszuleben und ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Die aktuelle Generation der Pritt Klebestifte enthält 97 Prozent naturbasierte Inhaltsstoffe (inklusive Wasser) und bis zu 65 Prozent postindustriell recyceltem Kunststoff im Stift – ohne Kompromisse bei der Leistung. Die Produkte bieten eine starke Anfangshaftung, einfaches Korrigieren und erzielen die besten Bastelergebnisse in der Kategorie Klebestifte.

Mit der alljährlichen Back-to-School Kampagne bringt Pritt in jedem Frühjahr themenspezifische Sondereditionen seiner Klebestifte auf den Markt, mit der Kinder ihre Fantasie rund um den Schulstart lebendig werden lassen. In diesem Jahr können sie unter dem Motto ‚Magical World‘ als Drache, Fee, Oger oder Einhorn in die magische Welt von Pritt eintauchen.

Tarifkonflikte spitzen sich zu: Zähe Verhandlungen im Großhandel, Eskalation im Einzelhandel – schwierige Vorzeichen für die Metallindustrie

Lena, Mitarbeiterin der Arbeitgeberverbände in Düsseldorf, schaut sich das neue Infomaterial im Rahmen der kommenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie an. Foto: Christoph Sochart

(cs) Die Tariflandschaft in Deutschland bleibt angespannt. Während im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel auch die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis endete, verschärft sich der Konflikt im Einzelhandel erheblich. Gleichzeitig richten sich die Blicke bereits auf die anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie, die vor dem Hintergrund eines anhaltenden Beschäftigungsabbaus unter besonders schwierigen wirtschaftlichen Vorzeichen beginnen werden.

Groß- und Außenhandel NRW: Annäherung ohne Abschluss

In Düsseldorf kamen Arbeitgeber und Gewerkschaft zur vierten Tarifverhandlung für den Groß- und Außenhandel in Nordrhein-Westfalen zusammen. Beide Tarifparteien stiegen zügig in rund vierstündige Sondierungsgespräche ein, um Möglichkeiten für einen Tarifabschluss auszuloten.

Trotz intensiver Bemühungen beider Seiten konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Nach Angaben der Arbeitgeber verliefen die Gespräche in einer sachlichen, ruhigen und konstruktiven Atmosphäre. Ein gemeinsames Ergebnis sei jedoch an den weiterhin deutlich auseinanderliegenden Positionen gescheitert.

Aus Sicht der Arbeitgeber hält die Gewerkschaft ver.di unverändert an Entgelterhöhungen fest, deren finanzielles Volumen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage für die Unternehmen nicht tragbar sei. Der nächste Verhandlungstermin wurde für den 31. August 2026 vereinbart.

Einzelhandel: Verhandlungen ausgesetzt, Streits eskalieren

Noch deutlich konfliktgeladener präsentiert sich die Lage im Einzelhandel. Die Arbeitgeber haben die laufenden Tarifverhandlungen in Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie Berlin-Brandenburg vorerst abgesagt.

Als Begründung führen sie an, der ver.di-Bundesvorstand habe eine zuvor in Baden-Württemberg erzielte Verständigung unterlaufen. „Unter diesen Voraussetzungen sehen wir derzeit keine Grundlage für zielführende Verhandlungen in Bayern“, erklärte Verbandssprecher Bernd Ohlmann.

Ver.di weist diesen Vorwurf zurück. Eine Sprecherin betonte, es gebe keinen entsprechenden Beschluss des Bundesvorstands. Zudem sei der in Baden-Württemberg erreichte Sondierungsstand aus Sicht der Gewerkschaft nicht ausreichend, um in den Tarifgebieten zu einem Abschluss zu kommen.

Der bayerische ver.di-Verhandlungsführer Thomas Gürlebeck sprach von einem „Skandal“ und kündigte eine Ausweitung der Warnstreiks an. Bereits in den vergangenen Wochen hatten bundesweit zahlreiche Beschäftigte die Arbeit zeitweise niedergelegt.

Inhaltlich liegen beide Seiten ebenfalls noch deutlich auseinander. Ver.di fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten bislang 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten an. Sie verweisen darauf, bereits in der zweiten Verhandlungsrunde ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt zu haben, um ihre Bereitschaft zu einem Tarifabschluss trotz der historisch schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche zu unterstreichen.

Metall- und Elektroindustrie: Tarifrunde vor schwieriger Ausgangslage

Mit Sorge blickt die Industrie zudem auf die im Frühherbst beginnende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich zuletzt weiter verschlechtert.

Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren im Mai 2026 noch 3,736 Millionen Menschen in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt. Das sind 100.800 Beschäftigte beziehungsweise 2,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Saisonbereinigt gingen gegenüber April weitere 5.700 Arbeitsplätze verloren. Damit setzt sich der Beschäftigungsabbau seit nahezu zweieinhalb Jahren ununterbrochen fort.

Seit 2019 hat die Branche insgesamt rund 327.000 Arbeitsplätze verloren – ein Rückgang um acht Prozent. Gleichzeitig ist die Produktion im selben Zeitraum um rund 15 Prozent gesunken.

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander bezeichnete die Entwicklung als dramatisch. Jeder verlorene Arbeitsplatz bedeute weniger Wohlstand, geringere Zukunftsperspektiven, sinkende Steuereinnahmen und zusätzlichen Druck auf die Sozialversicherungen. Ursache seien vor allem hohe Standortkosten und übermäßige Bürokratie, die Investitionen in Deutschland zunehmend unattraktiv machten. Zander forderte deshalb umfassende Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.

Tarifherbst mit hohem Konfliktpotenzial

Die Entwicklungen in den verschiedenen Branchen zeigen ein einheitliches Bild: Gewerkschaften verweisen auf den Nachholbedarf bei den Einkommen und fordern deutliche Lohnsteigerungen, während Arbeitgeber angesichts einer schwachen Konjunktur, hoher Kosten und rückläufiger Beschäftigung vor einer Überforderung der Unternehmen warnen.

Ob im Groß- und Außenhandel, im Einzelhandel oder in der Metall- und Elektroindustrie – die Tarifauseinandersetzungen dürften die Arbeitsbeziehungen in den kommenden Monaten maßgeblich prägen. Vieles spricht dafür, dass der Tarifherbst 2026 zu den konfliktträchtigsten der vergangenen Jahre werden könnte.

Was bedeutet Künstliche Intelligenz für meine eigene berufliche Zukunft?

(cs) Was bedeutet KI eigentlich für meine eigene Zukunft im Beruf? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Menschen. Vielleicht sogar mehr als jede andere Frage rund um Künstliche Intelligenz.

Vor einigen Tagen laß ich einen Kommentar meines Bildungs- Kollegen Josef Buschbacher aus einem Workshop zum Thema KI und Zukunft der Arbeit. Es wurde diskutiert, analysiert, prognostiziert. Wie werden sich Berufe verändern? Welche Branchen werden besonders betroffen sein? Welche Fähigkeiten werden künftig gefragt sein?

Doch manchmal bleibt am Ende eines Tages nicht die große Theorie hängen, sondern ein einziger Gedanke.

Ein Gedanke, der alles auf den Punkt bringt.

Als die Diskussion vielleicht wieder einmal in Richtung „Welche Jobs wird KI ersetzen?“ ging, stellte Josef eine Gegenfrage:

„Was bedeutet das eigentlich für meine eigene Beschäftigungsfähigkeit?“

Seine Antwort darauf war bemerkenswert klar.

Er sagte sinngemäß:

Wir sollten weniger über Jobs sprechen und viel mehr über Tätigkeiten.

Denn ein kompletter Beruf verschwindet selten über Nacht. Was sich verändert, sind die einzelnen Aufgaben, aus denen ein Beruf besteht.

Dieser Perspektivwechsel hat bei mir etwas ausgelöst.

Statt über abstrakte Zukunftsszenarien nachzudenken, richtet sich der Blick plötzlich auf den eigenen Arbeitsalltag.

Josef schlug eine einfache Übung vor:

Schreibe die 20 wichtigsten Tätigkeiten deiner Rolle auf und ordne sie drei Kategorien zu.

Automatisierbar.
Alles, was wiederholbar, regelbasiert, digital und mit überschaubarem Risiko verbunden ist.

Augmentierbar.
Aufgaben, bei denen KI unterstützen, vorbereiten, analysieren oder beschleunigen kann – während der Mensch weiterhin prüft, entscheidet und Verantwortung trägt. (PS: „augmentierbar“ bedeutet bezogen auf KI: Ein System ist augmentierbar, wenn seine Fähigkeiten durch zusätzliche Daten, Werkzeuge oder Module erweitert werden können.)

Menschlich differenzierend.
Beziehungsgestaltung. Vertrauen. Kreativität. Strategie. Konfliktlösung. Empathie. Kontextverständnis. Genau die Dinge also, die Menschen nicht nur erledigen, sondern verkörpern.

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr erkannte ich, wie treffend dieser Ansatz ist.

In meinem eigenen Arbeitsumfeld sehe ich bereits heute, wie KI viele Aufgaben schneller und effizienter macht. Recherchen dauern deutlich kürzer (auch wenn man alle Aussagen überprüfen sollte). Texte entstehen schneller. Analysen werden unterstützt. Prozesse werden vereinfacht.

Und trotzdem wird gleichzeitig etwas anderes immer wichtiger:

Menschen, die Orientierung geben.

Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Menschen, die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen.

Menschen, die Vertrauen schaffen.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft hinter der KI-Debatte.

Nicht die Frage, welche Arbeit verschwindet.

Sondern die Frage, welche Arbeit an Bedeutung gewinnt.

Deshalb nehme ich aus diesem Workshop vor allem drei Gedanken mit:

➡️ Was automatisierbar ist, sollten wir verstehen und – wenn möglich – selbst automatisieren lernen.

➡️ Was augmentierbar ist, sollten wir mithilfe von KI besser, schneller und wirkungsvoller machen.

➡️ Was uns als Menschen einzigartig macht, sollten wir bewusst stärken und weiterentwickeln.

Die entscheidende Frage lautet daher aus meiner Sicht nicht:

„Ist mein Job sicher?“

Sondern:

„Welche Teile meiner Arbeit übernimmt die Technologie – und welche machen mich als Menschen künftig noch wertvoller?“

Diese Perspektive verändert alles.

Sie nimmt der Diskussion die Angst und gibt ihr eine Richtung.

Vielen Dank an Josef Buschbacher für diesen starken Denkanstoß. Er erinnert uns daran, dass Zukunft nicht einfach geschieht. Zukunft wird von Menschen gestaltet, die bereit sind zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und Veränderung aktiv mitzugestalten.

Wie würdet ihr eure eigenen Aufgaben einordnen? Was ist bei euch automatisierbar, was augmentierbar – und was bleibt zutiefst menschlich?

Quelle: unser Bildungs-BLOG unter www.kompetenzzentrum-duesseldorf.de

Ohne Zuwanderung geht dem Arbeitsmarkt die Luft aus

(cs) Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor einem tiefgreifenden Wandel – und die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit 2024 wird das Beschäftigungswachstum ausschließlich von ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern getragen. Während immer mehr Deutsche altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden, sorgen Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland dafür, dass Unternehmen überhaupt noch genügend Personal finden.

Der Grund dafür ist der demografische Wandel. Die Babyboomer verabschieden sich nach und nach in den Ruhestand, gleichzeitig rücken deutlich weniger junge Menschen nach. Das verändert den Arbeitsmarkt nachhaltig. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter mit deutscher Staatsangehörigkeit um rund 3,9 Millionen gesunken. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter mit ausländischer Staatsangehörigkeit um etwa 3,4 Millionen. Ohne Zuwanderung wäre das Arbeitskräftepotenzial in Deutschland bereits heute deutlich kleiner.

Besonders sichtbar wird dieser Trend bei der Beschäftigung. Zwischen 2014 und Mitte 2025 entfielen 43 Prozent des Beschäftigungswachstums auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Drittstaaten. Weitere 26 Prozent kamen aus den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz. Deutsche Beschäftigte trugen nur noch rund ein Drittel zum Beschäftigungsaufbau bei.

Seit dem vergangenen Jahr hat sich die Entwicklung weiter zugespitzt: Neue Jobs entstehen praktisch nur noch durch ausländische Beschäftigte. Die Zahl der deutschen Erwerbstätigen stagniert oder geht aufgrund der Altersstruktur sogar zurück.

Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit zeigt sich darin vor allem eines: Deutschland ist zunehmend auf Erwerbsmigration angewiesen. „Die Demografie verändert den Arbeitsmarkt. Die Zahl der deutschen und EU-Beschäftigten sinkt bereits. Vor allem Beschäftigte aus Drittstaaten stabilisieren den Arbeitskräftebedarf der Unternehmen“, betont BA-Vorständin Vanessa Ahuja.

Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Geflüchtete. Ihre Integration in den Arbeitsmarkt schreitet spürbar voran. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den wichtigsten Herkunftsländern von Geflüchteten hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre mehr als verdoppelt. Für die Bundesagentur ist das nicht nur ein Erfolg der Integrationspolitik, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von Fachkräften und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gleichzeitig steigt die Erwerbsbeteiligung insgesamt. Sowohl Deutsche als auch ausländische Staatsangehörige arbeiten heute häufiger als noch vor einigen Jahren. Allerdings konzentrieren sich die Beschäftigungszuwächse bei deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zunehmend auf ältere Jahrgänge. Die jüngeren Generationen werden dagegen immer stärker durch Zuwanderung geprägt.

Auch in den Unternehmen macht sich diese Entwicklung bemerkbar. Während deutsche Beschäftigte vor allem in hochqualifizierten Berufen zulegen, schließen ausländische Fach- und Arbeitskräfte zunehmend Lücken bei Fachkräften und Helfertätigkeiten. In sogenannten Engpassberufen hat sich ihr Anteil seit 2014 sogar von sieben auf rund 14 Prozent verdoppelt.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In Westdeutschland tragen deutsche und ausländische Beschäftigte gemeinsam zum Beschäftigungsaufbau bei. In vielen ostdeutschen Regionen dagegen wären steigende Beschäftigungszahlen ohne internationale Arbeitskräfte kaum noch möglich. Dort federt Zuwanderung die Folgen des demografischen Wandels besonders stark ab.

Zwar hat die schwache Konjunktur das Beschäftigungswachstum zuletzt gebremst, insbesondere in der Industrie. An der grundsätzlichen Entwicklung ändert das jedoch wenig. Der demografische Wandel bleibt die zentrale Herausforderung des deutschen Arbeitsmarktes – und Zuwanderung entwickelt sich immer mehr zu einem entscheidenden Faktor für Wachstum, Wohlstand und die Sicherung von Fachkräften.

Die Reiselust bleibt ungebrochen: Düsseldorfer Flughafen steuert auf Rekordsommer zu – Tipps für Ihre Anreise zum Flughafen

Foto: Flughafen

(cs) Wer in den kommenden Wochen den Düsseldorfer Flughafen betritt, sollte Zeit mitbringen. Zum Start der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen rechnet der Airport mit einem der verkehrsreichsten Reisezeiträume des Jahres. Mehr als 3,4 Millionen Passagiere werden zwischen dem 17. Juli und 1. September erwartet. Rund 23.000 Starts und Landungen sind in den Ferien geplant – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Lust aufs Reisen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten ungebrochen ist.

Besonders an den Wochenenden wird das Terminal an seine Kapazitätsgrenzen stoßen. Bereits für das erste Ferienwochenende prognostiziert der Flughafen mehr als 220.000 Reisende. Als stärkster Reisetag gilt nach aktuellem Stand der 19. Juli, an dem rund 79.000 Passagiere abgefertigt werden sollen.

„Die Reiselust ist auch in diesem schwierigen Jahr ungebrochen“, sagt Flughafenchef Lars Redeligx. Gemeinsam mit Airlines, Sicherheitsdiensten und weiteren Partnern habe sich der Airport intensiv auf die Hauptreisezeit vorbereitet. Ziel sei es, den Urlaub bereits am Flughafen angenehm beginnen zu lassen – unter anderem mit einem erweiterten Gastronomieangebot, neuen Geschäften und der erst kürzlich eröffneten DUS Rhein Lounge mit Blick auf das Vorfeld.

Mallorca und Antalya bleiben Spitzenreiter

Die beliebtesten Reiseziele liegen auch in diesem Sommer am Mittelmeer. Besonders gefragt sind Palma de Mallorcaund Antalya. Während der Ferien starten mehr als 830 Flüge nach Mallorca und über 660 Verbindungen in die türkische Urlaubsregion.

Auch klassische Sonnenziele wie Heraklion, Hurghada, Korfu, Rhodos, Malaga, Ibiza, Kos, Olbia, Faro sowie die Kanarischen Inseln gehören zu den gefragtesten Destinationen. Insgesamt stehen den Reisenden mehr als 160 Ziele ab Düsseldorf zur Auswahl.

Eine besondere Rolle spielt weiterhin die Türkei. Mit über 2.000 geplanten Abflügen zu 23 Zielen ist sie das am stärksten vertretene Land im Sommerflugplan. Neben den Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir werden zahlreiche Städte angeflogen, die vor allem für Familienbesuche von Bedeutung sind. Auch Verbindungen in den Kosovo, nach Marokko, Tunesien oder in den Nahen Osten profitieren traditionell vom Reiseverkehr zu Verwandten und Freunden.

Airlines erweitern ihr Angebot

Zur Hauptreisezeit bauen zahlreiche Fluggesellschaften ihre Kapazitäten aus. Eurowings nimmt mit Kayseri ein neues Ziel in den Flugplan auf und bietet insgesamt mehr als 100 Destinationen ab Düsseldorf an. Zusätzlich kehren saisonale Verbindungen wie Palermo, Marrakesch und Kütahya/Zafer zurück.

Auch andere Airlines erhöhen ihre Frequenzen: Condor fliegt häufiger nach Sardinien und Samos, Turkish Airlinesstockt die Verbindungen nach Istanbul auf, während Corendon und SunExpress ihr Angebot in die türkischen Ferienregionen erweitern.

Ebenso wächst das Streckennetz Richtung Nordafrika. Royal Air Maroc, Nouvelair, Nesma Airlines und Nile Air erhöhen ihre Flugzahlen nach Marokko, Tunesien und Ägypten. Darüber hinaus bleibt auch die Golfregion gut erreichbar. Emirates verbindet Düsseldorf wieder zweimal täglich mit Dubai – darunter eine Verbindung mit dem Airbus A380. Auch Etihad Airways und Qatar Airways setzen auf zusätzliche Kapazitäten.

Gut vorbereitet auf den Ferienansturm

Um den erwarteten Andrang möglichst reibungslos zu bewältigen, hat der Flughafen gemeinsam mit Airlines, Sicherheitsdienstleistern und der Bundespolizei umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Gleichzeitig appelliert der Airport an die Reisenden, selbst zu einem entspannten Reisebeginn beizutragen.

Empfohlen werden der Online-Check-in sowie eine frühzeitige Information über die Öffnungszeiten von Check-in und Gepäckaufgabe. Für die Sicherheitskontrolle können Passagiere kostenlos vorab ein Zeitfenster reservieren. Zudem wächst das Angebot für die automatische Gepäckaufgabe: Bereits 15 Airlines bieten inzwischen den sogenannten Self Bag Drop an, weitere Gesellschaften sollen folgen.

Auch bei der Anreise rät der Flughafen zu guter Planung. Wer mit dem Auto anreist, sollte seinen Parkplatz vorab reservieren. Bahnreisende werden gebeten, mögliche Fahrplanänderungen zu berücksichtigen. Beim Handgepäck gilt weiterhin: Nur das Nötigste mitnehmen. Powerbanks, Akkus und E-Zigaretten gehören grundsätzlich ins Handgepäck und dürfen nicht im aufgegebenen Koffer transportiert werden.

Gut durch den Sommer: So schützen Sie sich an heißen Tagen

(cs) Hohe Temperaturen belasten den Körper – besonders ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren. Die Verbraucherzentrale NRW gibt hilfreiche Tipps für einen sicheren Umgang mit Hitze.

Die ersten Hitzetage des Sommers haben gezeigt, wie belastend extreme Temperaturen sein können. Was für viele lediglich unangenehm ist, kann für besonders gefährdete Menschen schnell gesundheitliche Folgen haben. Ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Schwangere sowie Säuglinge und Kinder reagieren besonders empfindlich auf Hitze. Umso wichtiger ist es, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und den Alltag an die hohen Temperaturen anzupassen.

Warnsignale ernst nehmen

Hitze belastet den Kreislauf und kann den Flüssigkeitshaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht bringen. Erste Anzeichen sind häufig Müdigkeit, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme. Auch Unruhe oder Verwirrtheit können Hinweise darauf sein, dass der Körper mit der Hitze kämpft.

Kommen Symptome wie starke Blässe, Übelkeit, Muskelkrämpfe, Herzrasen oder ausbleibendes Schwitzen hinzu, kann bereits eine ernsthafte Hitzeerkrankung vorliegen. Betroffene sollten sofort in eine kühle Umgebung gebracht und mit Getränken versorgt werden. Verschlimmern sich die Beschwerden oder treten Bewusstseinsstörungen auf, muss umgehend der Notruf 112 verständigt werden.

Besonders gefährdete Menschen unterstützen

Nicht jeder Mensch verträgt hohe Temperaturen gleich gut. Gerade ältere Menschen verspüren häufig weniger Durst und schwitzen weniger als jüngere Personen. Dadurch steigt das Risiko einer Dehydrierung erheblich. Pflegebedürftige oder alleinlebende Menschen sollten deshalb regelmäßig besucht oder kontaktiert werden. Oft reicht schon eine kurze Nachfrage, ob ausreichend getrunken wurde oder Hilfe benötigt wird.

Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten während Hitzeperioden besonders aufmerksam auf ihren Gesundheitszustand achten, da sich bestehende Beschwerden verschlechtern können.

Ausreichend trinken – aber mit Bedacht

An heißen Tagen benötigt der Körper deutlich mehr Flüssigkeit als gewöhnlich. Empfehlenswert sind Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Saftschorlen. Wer etwas Abwechslung möchte, kann sein Wasser mit Minze, Gurke, Zitrone oder Beeren aromatisieren.

Auf alkoholische Getränke sollte möglichst verzichtet werden, da sie den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich belasten. Auch stark gezuckerte Getränke sind weniger geeignet.

Für Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen gilt jedoch eine wichtige Ausnahme: Sie sollten ihre Trinkmenge nicht eigenständig erhöhen, sondern sich mit ihrer behandelnden Arztpraxis oder dem Pflegedienst abstimmen.

Leichte Kost entlastet den Körper

Schwere Mahlzeiten belasten den Organismus zusätzlich. Bei hohen Temperaturen sind mehrere kleine, leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt angenehmer als große Portionen.

Ideal sind frische Salate, gedünstetes Gemüse, wasserreiches Obst, Rohkost oder leichte Suppen. Sie versorgen den Körper gleichzeitig mit Flüssigkeit und wichtigen Nährstoffen.

Wohnung möglichst kühl halten

Damit sich Wohnräume nicht unnötig aufheizen, empfiehlt es sich, früh morgens oder nachts zu lüften. Tagsüber sollten Fenster und Türen möglichst geschlossen bleiben. Rollläden, Jalousien oder Vorhänge helfen zusätzlich, die Sonneneinstrahlung zu reduzieren.

Wer Termine oder Spaziergänge plant, sollte möglichst die kühleren Morgen- oder Abendstunden nutzen. Leichte, helle Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz tragen ebenfalls dazu bei, den Körper vor Überhitzung zu schützen.

Medikamente nicht vergessen

Hohe Temperaturen können auch die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Manche Arzneimittel verändern das Durstgefühl, die Schweißproduktion oder den Kreislauf. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte deshalb in der Arztpraxis oder Apotheke nachfragen, ob während einer Hitzewelle Besonderheiten zu beachten sind.

Ebenso wichtig ist die richtige Lagerung. Einige Medikamente müssen kühl aufbewahrt oder sogar im Kühlschrank gelagert werden. Ein Blick in die Packungsbeilage oder eine Rücksprache mit der Apotheke schafft hier Sicherheit.

Gut vorbereitet durch heiße Tage

Extreme Hitze wird in den Sommermonaten immer häufiger. Umso wichtiger ist es, auf sich selbst und auf andere zu achten. Wer ausreichend trinkt, seinen Tagesablauf anpasst und Warnsignale ernst nimmt, kann das Risiko gesundheitlicher Probleme deutlich verringern. Ein kurzer Anruf bei älteren Angehörigen oder Nachbarn kann dabei manchmal ebenso wichtig sein wie ein Glas Wasser.

Tipp: Die Verbraucherzentrale NRW bietet am 16. Juli ein kostenfreies Onlineseminar zum Thema „Hitzeschutz und Pflege“ an. Dort erhalten Interessierte praktische Hinweise, wie besonders gefährdete Menschen sicher durch heiße Sommertage begleitet werden können: https://join.next.edudip.com/de/webinar/hitzeschutz-und-pflege/2528950

Zukunft zum Einsteigen: Rheinbahn testet teleoperierte Shuttle-Fahrzeuge am Flughafen Düsseldorf

von links: Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf, Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn, Win Neidlinger, Geschäftsführer der MIRA GmbH. Foto: Rheinmetall

Innovative Mobilität unter realen Bedingungen: Seit dem 13. Juli 2026 erproben die Rheinbahn, Rheinmetall mit ihrer Tochtergesellschaft MIRA sowie der Flughafen Düsseldorf gemeinsam den Einsatz teleoperierter Shuttle-Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr. Das Projekt soll zeigen, welches Potenzial die Technologie für den öffentlichen Nahverkehr der Zukunft bietet.


Von Christoph Sochart


Wie kann der öffentliche Nahverkehr auch künftig zuverlässig, wirtschaftlich und flexibel bleiben? Eine mögliche Antwort wird derzeit am Düsseldorfer Flughafen getestet. Dort verkehren bis zum 28. August 2026 erstmals teleoperierte Shuttle-Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr. Die Fahrzeuge fahren auf der Strecke zwischen dem Flughafenbahnhof und dem Terminalbereich und werden aus einem Leitstand auf dem EUREF-Campus fernüberwacht und bei Bedarf teleoperiert.

Der Flughafen Düsseldorf bietet für den Praxistest ideale Bedingungen. Unterschiedlichste Verkehrsteilnehmende – vom E-Scooter über Busse und Pkw bis hin zum größten Passagierflugzeug der Welt, dem Airbus A380 – treffen hier auf engem Raum aufeinander. Genau diese komplexen Verkehrsbedingungen machen den Standort zu einem geeigneten Testfeld für neue Mobilitätslösungen.

Praxiserfahrung für die Mobilität von morgen

Im Mittelpunkt des Testbetriebs steht die Frage, wie sich teleoperierte Fahrzeuge im täglichen Verkehr bewähren. Untersucht werden unter anderem die Betriebssicherheit, die Stabilität der Systeme, die Integration in bestehende Verkehrsabläufe sowie die Akzeptanz bei Fahrgästen und Fahrpersonal.

Teleoperation gilt als wichtiger Entwicklungsschritt auf dem Weg zu stärker automatisierten Mobilitätsangeboten. Die während des Projekts gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, den möglichen Einsatz solcher Fahrzeuge künftig im öffentlichen Personennahverkehr oder auch bei internen Betriebsabläufen – beispielsweise auf Betriebshöfen – realistisch bewerten zu können.

„Der öffentliche Nahverkehr steht vor großen Herausforderungen. Deshalb prüfen wir gezielt Technologien, die uns dabei helfen können, Mobilitätsangebote langfristig verlässlich und wirtschaftlich zu gestalten“, erklärt Annette Grabbe, Vorständin der Rheinbahn. Gleichzeitig betont sie, dass technologische Innovation nur gemeinsam mit den Mitarbeitenden gelingen könne: „Wir wollen neue Technologien gemeinsam mit unseren Fahrerinnen und Fahrern erproben, Erfahrungen sammeln und Berührungsängste durch eigenes Erleben abbauen.“

Auch Win Neidlinger, Geschäftsführer der MIRA GmbH, sieht großes Potenzial in der Technologie: „Teleoperation trägt dazu bei, den öffentlichen Nahverkehr trotz zunehmenden Fahrpersonalmangels langfristig leistungsfähig zu halten und neue Mobilitätsangebote wirtschaftlich zu ermöglichen.“

Für den Flughafen Düsseldorf ist das Projekt ein weiterer Schritt in Richtung intelligenter Mobilität. „Mit unserem SkyTrain verfügen wir bereits über langjährige Erfahrungen mit vollautomatischen Systemen. Nun untersuchen wir, wie teleoperierte Fahrzeuge künftig unsere Verkehrs- und Logistikprozesse sinnvoll ergänzen können“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf.

Sicherheit steht an erster Stelle

Während der gesamten Testphase befindet sich zusätzlich eine Begleitperson im Shuttle, die jederzeit eingreifen kann. Die Fahrzeuge werden zwar aus dem Leitstand auf dem EUREF-Campus überwacht und gesteuert, dennoch hat die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden jederzeit höchste Priorität.

Mitfahren ausdrücklich erwünscht

Wer die Zukunft der Mobilität selbst erleben möchte, kann den Testbetrieb kostenlos nutzen. Die Shuttle-Fahrzeuge verkehren montags bis freitags zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr im Abstand von etwa 30 bis 40 Minuten.

Haltepunkte befinden sich an:

  • Flughafen Bahnhof (EUREF-Campus)
  • Mündelheimer Weg
  • Lichtenbroich Quartier
  • Flughafen Halle 7
  • Flughafen Terminal B/C

Darüber hinaus besteht im Juli die Möglichkeit, während der Betriebszeiten den Leitstand auf dem EUREF-Campus zu besuchen und die Teleoperation live zu erleben.

Forschung für den ÖPNV der Zukunft

Der Testbetrieb ist Teil des Forschungsprojekts PoQuaSIA, das im Rahmen der europäischen Initiative 8ra durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer sicheren und leistungsfähigen digitalen Infrastruktur für sicherheitskritische Anwendungen wie die Teleoperation von Fahrzeugen.

Gemeinsam wollen die Projektpartner herausfinden, welchen Beitrag teleoperierte Fahrzeuge künftig leisten können, um den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig weiterzuentwickeln und auch unter veränderten Rahmenbedingungen zuverlässig zu gestalten.


Die Rheinbahn – Mobilität für die Region

Seit ihrer Gründung im Jahr 1896 verbindet die Rheinbahn Menschen und Orte in Düsseldorf und der Region. Mit mehr als 3.700 Mitarbeitenden aus über 60 Nationen, rund 320 Stadt- und Straßenbahnen, etwa 475 Bussen sowie 138 Linien sorgt das Unternehmen täglich dafür, dass über 580.000 Fahrgäste sicher und zuverlässig ihr Ziel erreichen. Auf einem rund 570 Quadratkilometer großen Bediengebiet werden mehr als 1.700 Haltestellen angefahren – und täglich symbolisch drei Mal die Erde umrundet.