Mittelstand stärken, Zukunft gestalten: Impulse vom Düsseldorfer Wirtschaftsforum

Foto: Christoph Sochart
(cs/ud) Das Düsseldorfer Wirtschaftsforum zeigte einmal mehr, wie wertvoll der Austausch zwischen Wirtschaft, Bildung und Politik für die Zukunft des Mittelstands ist. Dank der hervorragenden Organisation durch Professor Nowak und sein Team von der IST-Hochschule bot die Veranstaltung eine starke Plattform für praxisnahe Impulse und offene Diskussionen. Christoph Sochart war vor Ort und berichtet nachfolgend.
Beim Wirtschaftsforum stand in diesem Jahr das Generalthema „LEISTUNG – Weil wir es können“ im Mittelpunkt. Die Veranstaltung griff damit eine Debatte auf, die für Wirtschaft und Gesellschaft aktueller kaum sein könnte: Wie verändert sich der Begriff von Leistung in Zeiten von Fachkräftemangel, Generationenwandel und Künstlicher Intelligenz?
Im Zentrum der Diskussionen stand die Frage, ob Leistung künftig ausschließlich an Zahlen und Effizienz gemessen werden kann – oder ob auch Kreativität, Verantwortung, Sinn und gesellschaftliche Wirkung stärker in den Fokus rücken müssen. Dabei wurde deutlich, dass sich insbesondere zwischen den Generationen unterschiedliche Erwartungen an Arbeit, Erfolg und Verantwortung entwickeln.
Auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz wurde intensiv beleuchtet. Die Teilnehmer diskutierten darüber, wie Unternehmen Effizienzgewinne durch KI nutzen können, ohne dabei Menschlichkeit, Vertrauen und Unternehmenskultur aus dem Blick zu verlieren.
Vor allem für den Mittelstand gewinnt die Frage an Bedeutung, welche Formen von Leistung künftig tatsächlich zählen und wie diese sichtbar gemacht werden können. Leistung, so der Tenor des Forums, müsse heute breiter gedacht werden: nicht nur als messbarer Output, sondern als nachhaltige Wirkung für Unternehmen, Beschäftigte und Gesellschaft.
Dabei rückte zunehmend ein relationales Verständnis von Leistung in den Vordergrund. Nicht allein die individuelle Leistung stehe im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Wirkung das eigene Handeln langfristig entfaltet. Orientierung bot dabei auch der Gedanke des „Infinite Game“ von Simon Sinek: Erfolgreich sei nicht derjenige, der kurzfristig gewinnt, sondern wer langfristig Verantwortung übernimmt und nachhaltige Wirkung ermöglicht.
Im Fokus meines Beitrages stand die Thematik, was „Leistung“ für uns als Unternehmerschaft bedeutet. Grundsätzlich aber ging es um „Leistung“ im Mittelstand in Düsseldorf und seine Rolle bei zentralen Zukunftsthemen.
Gleichzeitig muss sich der Mittelstand stärker sichtbar machen. Ein weiteres zentrales Thema war der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. KI ist kein Jobfresser, sondern eröffnet neue Chancen: Sie entlastet Mitarbeitende von Routineaufgaben und schafft Raum für anspruchsvollere Tätigkeiten. Gleichzeitig entstehen neue Berufsbilder, von denen viele heute noch gar nicht absehbar sind.

Foto: Christoph Sochart
Wie schon immer im Mittelstand gilt auch künftig: Generationen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Vielmehr braucht es ein bewusstes Miteinander – Mentoring in beide Richtungen, bei dem Erfahrung auf neue Perspektiven trifft. Die besten Ideen entstehen dort, wo unterschiedliche Blickwinkel zusammenkommen. Externe Impulse können diesen Prozess zusätzlich bereichern.
Nicht zuletzt wurde deutlich, wie essenziell die lokale Vernetzung ist. Der enge Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und wirtschaftsnahen Organisationen bleibt ein Schlüssel, um den Mittelstand in Düsseldorf nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen.














