Immer mehr Doppelverdiener: Das Ende des klassischen Ein-Verdiener-Modells

(cs) Das traditionelle Familienmodell, in dem eine Person arbeitet und die andere zu Hause bleibt oder nur geringfügig beschäftigt ist, verliert in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Neue Zahlen des Statistisches Bundesamt zeigen: Die Erwerbsbeteiligung in Partnerschaften hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Fest steht: Das klassische Ein-Verdiener-Modell ist nicht verschwunden – aber es ist längst nicht mehr der Standard. Stattdessen prägt ein neues Normal die Gesellschaft: Partnerschaften, in denen beide zum Einkommen beitragen. Wir haben uns die Zahlen angeschaut.

Im Jahr 2025 lebten rund 14 Millionen Paare in Deutschland, in denen beide Partner zwischen 15 und 64 Jahre alt waren. In mehr als zwei Dritteln dieser Beziehungen – konkret 68,8 Prozent – gingen beide Partner einer über geringfügige Beschäftigung hinausgehenden Arbeit nach. Damit ist das sogenannte Doppelverdiener-Modell längst zur dominierenden Lebensrealität geworden.

Nur noch etwa jedes vierte Paar (25,2 Prozent) entspricht dem klassischen Muster, bei dem eine Person voll oder in größerem Umfang arbeitet, während die andere nur geringfügig oder gar nicht erwerbstätig ist. Noch deutlicher wird der Wandel im Zeitvergleich: 2015 traf dieses Modell immerhin noch auf knapp ein Drittel aller Paare (32,5 Prozent) zu.

Parallel dazu ist der Anteil der Paare gewachsen, in denen beide Partner aktiv am Arbeitsmarkt teilnehmen. 2015 lag dieser Wert noch bei 59,8 Prozent – ein Anstieg um fast neun Prozentpunkte innerhalb eines Jahrzehnts. Dagegen ist der Anteil der Paare, in denen beide keiner oder nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, weiter zurückgegangen: von 7,7 Prozent im Jahr 2015 auf 6,0 Prozent im Jahr 2025.

Warum immer mehr Paare gemeinsam arbeiten

Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen. Viele haben ihre Arbeitszeit ausgeweitet oder sind aus Minijobs in reguläre Teilzeit- oder Vollzeitstellen gewechselt. Auch wirtschaftliche Faktoren spielen eine Rolle: Steigende Lebenshaltungskosten machen es für viele Haushalte notwendig, auf zwei Einkommen zu setzen.

Zudem haben sich gesellschaftliche Rollenbilder verändert. Erwerbsarbeit wird zunehmend als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden, während unbezahlte Arbeit – etwa Kinderbetreuung oder Pflege – stärker zwischen den Partnern aufgeteilt wird.

Wer nicht arbeitet – und warum

Die Statistik unterscheidet klar zwischen verschiedenen Formen der Nicht-Erwerbstätigkeit. Erwerbslose Personen suchen aktiv nach Arbeit, während sogenannte Nichterwerbspersonen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen – etwa wegen Ausbildung, gesundheitlicher Einschränkungen oder weil sie bewusst keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

Ein struktureller Wandel mit Folgen

Der Trend hin zu mehr Doppelverdiener-Paaren hat weitreichende Auswirkungen: auf die Organisation von Familienleben, auf die Nachfrage nach Kinderbetreuung und auf den Arbeitsmarkt insgesamt. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Angebote und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewinnen weiter an Bedeutung.

Future-Crafted Chemistry: Wie Innovation und Industrie im Rheinland zusammenfinden

Foto: ChemCologne

(cs) Das ist die „Chemiewelt von morgen“: Unter dem Motto „Future-Crafted Chemistry – Where Industry Meets Innovation“ kamen beim Kooperationstag der ChemCologne mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Startup-Szene zusammen – mit einem klaren Ziel: die Transformation der Chemieindustrie aktiv zu gestalten.

Bühne für Start-ups: Ideen für die Industrie von morgen

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Startup Pitch Session. Sechs junge Unternehmen präsentierten ihre Lösungen für die Herausforderungen der Branche. Mit dabei waren unter anderem Naion.tech, FindIQ, Sybilion, Hyperheat und Mycolever – ein breites Spektrum von datengetriebenen Anwendungen bis hin zu nachhaltigen Produktionstechnologien.

Am Ende überzeugte ein Team besonders: Hyperheat gewann das Publikumsvoting. Das Startup, vertreten durch Gründer Frederick Lessmann, setzt auf die Elektrifizierung industrieller Hochtemperaturprozesse. Temperaturen von bis zu 2.000 Grad Celsius sollen künftig ohne fossile Brenner erzeugt werden – ein Ansatz, der insbesondere für die energieintensive Chemieindustrie erhebliches Transformationspotenzial birgt.

Foto: ChemCologne

Austausch über Gründung und Finanzierung

Wie sich solche Ideen erfolgreich skalieren lassen, diskutierten im Anschluss Branchen- und Finanzierungsexperten. Tilman Spitz, Gründer und CEO der goatAM GmbH, sprach gemeinsam mit Stephanie Grubenbecher und Sebastian Hanny-Busch über Herausforderungen beim Unternehmensaufbau – von der ersten Idee bis zur Finanzierung.

Dabei wurde deutlich: Der Zugang zu Kapital, belastbare Netzwerke und enge Kooperationen mit der Industrie sind entscheidende Faktoren, um Innovationen aus der Forschung in den Markt zu bringen.

Impulse für die nächste Generation

Auch der wissenschaftliche Nachwuchs spielte eine zentrale Rolle. In Impulsvorträgen gaben Expertinnen und Experten Einblicke in die Arbeitswelt von morgen und in neue Forschungsansätze. Louisa Bock von Bayer sprach über Schlüsselkompetenzen, die künftig in der Industrie gefragt sind.

Anschließend stellte Ulrich Schörken das Graduiertencluster „Aufbruch“ vor. Im Fokus steht dabei die Transformation hin zu einer nachhaltigen Bioökonomie im Rheinischen Revier – einem der zentralen industriellen Wandelräume in Deutschland.

Foto: ChemCologne

Chemiecluster als Motor der Transformation

Für Christoph Kappenhagen, Vorstandsvorsitzender von ChemCologne, zeigt die Veranstaltung vor allem eines: den hohen Stellenwert von Kooperationen. Der Austausch zwischen Industrie, Start-ups und Wissenschaft liefere wichtige Impulse für die Zukunft der Branche.

Die ChemCologne-Region gilt als eine der stärksten Chemieregionen Europas. Sie erstreckt sich von Krefeld bis Bonnund von Aachen bis Wuppertal. Mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent am deutschen Chemieumsatz kommt ihr eine Schlüsselrolle bei der industriellen Transformation zu.

>> Der Kooperationstag in Leverkusen macht deutlich: Die Zukunft der Chemie entsteht im Zusammenspiel. Start-ups liefern neue Technologien, die Industrie bringt Skalierung und Anwendungskompetenz, und die Wissenschaft sorgt für den notwendigen Innovationsnachschub. Formate wie „Future-Crafted Chemistry“ zeigen, wie dieses Zusammenspiel konkret funktionieren kann – und warum das Rheinland dabei eine zentrale Rolle spielt.

Hauptversammlung 2026: Henkel beschließt Dividendenerhöhung und stellt Weichen für weiteres Wachstum

Dr. Simone Bagel-Trah und Carsten Knobel. Foto: Henkel

(cs) Auf der Hauptversammlung der Henkel AG & Co. KGaA am 27. April 2026 haben die Aktionärinnen und Aktionäre sämtlichen Tagesordnungspunkten zugestimmt. Rund 87 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals waren vertreten. Die Versammlung fand – wie bereits in den Vorjahren – als Präsenzveranstaltung in der CCD-Stadthalle in Düsseldorf statt.

Deutliche Dividendenerhöhung

Die Anteilseigner folgten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und beschlossen eine Dividendenerhöhung um 1,5 Prozent für beide Aktiengattungen. Je Vorzugsaktie werden 2,07 Euro und je Stammaktie 2,05 Euro ausgeschüttet. Die Ausschüttungsquote liegt damit bei rund 38 Prozent und bewegt sich innerhalb der angestrebten Bandbreite von 30 bis 40 Prozent. Insgesamt zahlt Henkel rund 840 Millionen Euro an seine Aktionärinnen und Aktionäre aus.

Veränderungen im Gesellschafterausschuss

Im Rahmen einer Ergänzungswahl wurde Stefan Hartung in den Gesellschafterausschuss gewählt. Er folgt auf Jean-François van Boxmeer, der sein Mandat mit Ablauf der Hauptversammlung niedergelegt hatte.

Neue rechtliche Struktur für Unternehmensbereiche

Zudem stimmte die Hauptversammlung der geplanten Weiterentwicklung der Konzernstruktur zu. Demnach werden die beiden Unternehmensbereiche Adhesive Technologies und Consumer Brands zunächst in Deutschland in eigenständige rechtliche Einheiten überführt. Ziel ist es, Prozesse zu beschleunigen und die Organisation agiler aufzustellen, ohne die strategische und operative Steuerung des Konzerns zu verändern.


Bericht des Vorstandsvorsitzenden

In seiner Rede blickte der Vorstandsvorsitzende Carsten Knobel auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und ordnete die aktuelle Entwicklung ein.

Knobel betonte, dass Henkel im Jahr 2025 auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurückgeblickt habe und hob hervor, dass diese lange Tradition eine solide Grundlage für die Zukunft bilde.

Mit Blick auf das vergangene Geschäftsjahr erklärte er, dass 2025 erneut von erheblichen Herausforderungen geprägt gewesen sei. Dazu hätten insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie weitere geopolitische Krisen gehört. Die daraus resultierende wirtschaftliche Unsicherheit und gestiegene Kosten hätten sowohl die Konsumstimmung als auch die industrielle Nachfrage belastet.

Trotz dieser Rahmenbedingungen sei 2025 insgesamt ein gutes Jahr für Henkel gewesen, so Knobel. Das Unternehmen habe wichtige Ziele erreicht oder sogar übertroffen, die Transformation konsequent vorangetrieben und die Fortschritte auch wirtschaftlich untermauert.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Ausführungen lag auf der Wachstumsstrategie. Knobel erklärte, dass Akquisitionen weiterhin ein zentraler Bestandteil dieser Strategie seien. Im ersten Quartal 2026 habe Henkel mehrere Zukäufe angekündigt beziehungsweise vereinbart, die beide Unternehmensbereiche stärken sollen. Diese Akquisitionen repräsentierten zusammen ein Umsatzvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro und böten zusätzliches Wachstums- und Ertragspotenzial.

Darüber hinaus unterstrich Knobel die zentrale Bedeutung von Innovationen für den Unternehmenserfolg und verwies auf konkrete Beispiele sowie auf die jüngst definierten neuen Nachhaltigkeitsziele.

Ausblick auf 2026

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Vorstandsvorsitzende vorsichtig optimistisch. Knobel erläuterte, dass Henkel weiterhin von einem organischen Umsatzwachstum sowie von Ergebnissteigerungen ausgehe.

Mit Blick auf die geopolitische Lage, insbesondere die Krise im Nahen Osten, erklärte er, dass das Unternehmen die Entwicklungen mit großer Sorge verfolge. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen seien derzeit nicht absehbar. Henkel beobachte die Situation aufmerksam und wolle flexibel reagieren. Die Sicherheit der Mitarbeitenden in der Region habe dabei oberste Priorität.

Fotos: Screenshots Henkel Instagram

Dank an die Belegschaft

Abschließend würdigte Knobel die Leistungen der weltweit rund 47.000 Beschäftigten. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und betonte, dass ihr Einsatz maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitrage.

Zum Abschluss zeigte sich Knobel überzeugt, dass Henkel strategisch gut aufgestellt sei. Das Unternehmen verfüge über die richtigen Strukturen, investiere gezielt in Marken und Technologien, stärke die Innovationskraft und erschließe durch Akquisitionen neue Wachstumsfelder. Zudem werde nachhaltiges Wirtschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter vorangetrieben. Henkel sei damit gut für die Zukunft gerüstet.

IW-Wohnindex: Im Umland der Metropolen wird es spürbar teurer – in Düsseldorf kletterten die Mieten um 5,9%

(cs) Die Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt bleibt angespannt – und verschiebt sich zunehmend ins Umland der großen Städte. Das zeigt der aktuelle Wohnindex des Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für das erste Quartal 2026. Während die Mieten weiter deutlich steigen, treten die Kaufpreise für Immobilien weitgehend auf der Stelle.

Mieten steigen deutlich – Kaufpreise stagnieren

Bundesweit lagen die Neuvertragsmieten im ersten Quartal 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. In besonders gefragten Städten fiel der Anstieg noch stärker aus: In Düsseldorf kletterten die Mieten um 5,9 Prozent, in Köln um 5,7 Prozent und in Hamburg um 5,1 Prozent.

Eine Entspannung ist trotz leicht nachlassender Dynamik nicht in Sicht. Gleichzeitig zeigt sich der Kaufmarkt deutlich verhaltener: Eigentumswohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser lediglich um 0,7 Prozent. Gegenüber dem Vorquartal stagnierten beide Segmente nahezu (+0,1 Prozent).

Umland besonders unter Druck

Auffällig ist die Entwicklung außerhalb der Metropolen. Rund um die sieben größten deutschen Städte stiegen die Mieten um 4,2 Prozent, im Umland anderer Großstädte um 3,9 Prozent. Damit liegt das Plus sogar über dem Anstieg in den Städten selbst (3,8 Prozent).

Der Grund ist strukturell: Immer mehr Menschen weichen aus den teuren Innenstädten ins Umland aus – und treiben dort die Nachfrage. Der Preisdruck verlagert sich damit zunehmend in die Peripherie.

Eine Ausnahme bildet Berlin. Hier gingen die Mieten um 0,8 Prozent zurück. Allerdings handelt es sich laut IW um einen statistischen Effekt: Nach dem Auslaufen des Mietendeckels waren die Preise zuvor überdurchschnittlich stark gestiegen, da viele Vermieter aufgestaute Anpassungen nachholten. Der aktuelle Rückgang relativiert diese Entwicklung lediglich, ohne die angespannte Marktlage grundlegend zu verändern.

Energieeffizienz bleibt zentraler Preisfaktor

Auch geopolitische Entwicklungen wirken sich auf den Wohnungsmarkt aus. Der Iran-Krieg führt zu einer weltweiten Ölverknappung, deren Folgen jedoch bislang weniger gravierend ausfallen als der Energiepreisschock nach dem Russischer Angriff auf die Ukraine.

Ein erneuter Preiseinbruch wie im Jahr 2022 gilt daher als unwahrscheinlich. Zwar steigen die Energiekosten, jedoch moderater – zudem sind viele Risiken inzwischen in den Markt eingepreist.

Gleichzeitig verfestigt sich ein Trend, der seit der Energiekrise deutlich an Bedeutung gewonnen hat: die Energieeffizienz von Gebäuden. „Spätestens seit 2022 achten Käufer stärker darauf, wie viel Energie ein Gebäude verbraucht“, erklärte IW-Immobilienökonom Pekka Sagner. Energieeffizienz sei längst kein kurzfristiges Krisenthema mehr, sondern ein dauerhafter Faktor bei der Preisbildung.

Mieten steigen auch im Umland

Schauen wir auf das Umland von Düsseldorf stellen wir fest, dass auch dort die Mieten steigen können. Es gibt dazu zwar keine Informationen im Wohnindex des IW. Dennoch können wir die Entwicklung aber gut einordnen und mit lokalen Daten konkretisieren. Beispiel Korschenbroich:

  • Laut IW stiegen die Mieten im Umland großer Städte im Schnitt um +4,2 % (Q1 2026 vs. Vorjahr).
  • Korschenbroich liegt im Einzugsgebiet von Düsseldorf und gehört genau zu diesem „Umland“-Segment.

Konkrete Zahlen für Korschenbroich:

  • Lokale Marktdaten zeigen deutlich geringere Dynamik: etwa +2,6 % im Jahresvergleich (Q1 2026)
  • Andere Datensätze sprechen sogar von nahezu stagnierenden Mieten (+0 % bis +0,6 %)

👉 Fazit:

  • IW-Perspektive (regional): rund +4 % im Umland
  • Korschenbroich konkret: eher +0 % bis +3 %, also spürbar schwächer als der Durchschnitt des Umlands

Mit Extras gegen den Azubi-Mangel – warum Benefits allein nicht reichen

(cs) Der Kampf um Nachwuchskräfte wird für Unternehmen in Deutschland immer intensiver. Trotz steigender Nachfrage nach Ausbildungsplätzen bleiben viele Stellen unbesetzt. Ende September 2025 waren rund 54.000 Ausbildungsplätze vakant – eine alarmierende Zahl für Betriebe, die dringend Fachkräfte von morgen suchen. Die Kölner Redaktion des IWD hat die konkreten Fakten.

Ein Grund für diese Entwicklung liegt nicht nur in der konjunkturellen Schwäche, sondern auch in einem strukturellen Problem: Die Wünsche junger Menschen passen häufig nicht zum tatsächlichen Bedarf der Unternehmen vor Ort. Um diese Lücke zu schließen, setzen viele Betriebe zunehmend auf sogenannte Benefits – also Zusatzleistungen, die über die klassische Ausbildungsvergütung hinausgehen.

Immer mehr Extras in Stellenanzeigen

Ein Blick auf aktuelle Daten zeigt: Benefits sind längst kein Randthema mehr. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung, an der auch das Institut der deutschen Wirtschaft beteiligt war, hat sich die Zahl der beworbenen Zusatzleistungen in Online-Ausbildungsanzeigen seit 2019 vervielfacht.

Besonders verbreitet sind sogenannte entgeltähnliche Leistungen. Dazu zählen vor allem Urlaubs- und Weihnachtsgeld – klassische Extras, die 2025 bereits in fast 24 Prozent aller Anzeigen genannt wurden. Zum Vergleich: 2019 waren es nur 7,5 Prozent. Insgesamt enthielt zuletzt rund jede dritte Anzeige entsprechende finanzielle Zusatzleistungen.

Auch das Jobticket hat an Bedeutung gewonnen und wird inzwischen in etwa 12 Prozent der Ausschreibungen beworben. Ergänzt wird das Angebot durch vermögenswirksame Leistungen und andere finanzielle Anreize.

Doch nicht nur beim Geld legen Unternehmen nach. Mehr als die Hälfte aller Ausbildungsanzeigen hebt zusätzliche Qualifizierungsangebote hervor – deutlich mehr als noch vor sechs Jahren. Ebenso gewinnen Gesundheitsangebote, etwa vergünstigte Fitnessstudio-Mitgliedschaften, sowie Maßnahmen zur Altersvorsorge an Gewicht.

In so viel Prozent aller Online-Anzeigen für betriebliche Ausbildungsplätze wurden diese Zusatzleistungen beworben

Was junge Menschen wirklich wollen

Die Strategie scheint auf den ersten Blick sinnvoll: Finanzielle Extras kommen bei jungen Menschen gut an. Mehr als 90 Prozent der 14- bis 25-Jährigen halten Zusatzleistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld für wichtig.

Dennoch zeigt sich: Benefits allein entscheiden nicht über die Wahl eines Ausbildungsplatzes.

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen für viele Jugendliche andere Faktoren – allen voran ein gutes Betriebsklima, interessante Aufgaben und die Aussicht auf eine Übernahme nach der Ausbildung. Auch ein attraktives Gehalt nach Abschluss der Lehre spielt eine zentrale Rolle.

So viel Prozent der jungen Menschen in Deutschland halten diese Zusatzleistungen im Rahmen einer Berufsausbildung für so wichtig bzw. unwichtig

Mehr als nur ein Lockmittel

Für Unternehmen bedeutet das: Benefits sind ein wichtiges Instrument im Wettbewerb um Nachwuchs – aber kein Allheilmittel.

„Wer nur mit Extras wirbt, greift zu kurz“, sagen Arbeitsmarktexperten. Entscheidend sei eine glaubwürdige und umfassende Strategie. Dazu gehört, die Ausbildungsinhalte transparent darzustellen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und ein realistisches Bild des Arbeitsalltags zu vermitteln.

Zudem sind Betriebe gefordert, mit überholten Rollenbildern aufzuräumen. Klischees über „typische Männer- oder Frauenberufe“ schrecken potenzielle Bewerberinnen und Bewerber eher ab, als dass sie Orientierung bieten.

Der Ausbildungsmarkt hat sich zu einem Bewerbermarkt entwickelt – zumindest in vielen Branchen. Unternehmen reagieren darauf mit kreativen Angeboten und attraktiven Zusatzleistungen. Doch am Ende bleibt entscheidend, ob das Gesamtpaket stimmt.

Denn für die Generation von morgen zählt nicht nur, was auf dem Papier steht – sondern vor allem, wie sich die Ausbildung im Alltag anfühlt.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW zeigt: Viele Snacks für Kinder enthalten überraschend hohe Salzmengen – mit möglichen Folgen für die Gesundheit.

Foto: Verbraucherzentrale

(cs) Bunte Verpackungen, lustige Tierformen und wohlklingende Werbeversprechen: Kinder-Knabbersnacks sind aus Supermärkten und Drogerien kaum wegzudenken. Für viele Eltern vermitteln sie den Eindruck, speziell auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt zu sein. Doch eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf, zeichnet ein anderes Bild: Zahlreiche dieser Produkte enthalten deutlich mehr Salz, als für Kinder empfehlenswert ist.

Hohe Salzwerte hinter kindgerechter Optik

Untersucht wurden 30 Knabbersnacks wie Knuspertiere, Stangen und Bällchen, die gezielt für Kinder vermarktet werden. Das Ergebnis: Im Durchschnitt enthalten die Produkte 1,92 Gramm Salz pro 100 Gramm. Besonders auffällig ist ein Spitzenwert von 2,8 Gramm – versehen mit dem Hinweis „ohne Aufstreusalz“. Eine Angabe, die leicht missverstanden werden kann, da sie suggeriert, das Produkt sei besonders salzarm.

„Die Verpackungen wirken oft gesund und kindgerecht, doch ein Blick auf die Nährwertangaben zeigt ein anderes Bild“, erklärt Ernährungsexpertin Katrin Böttner von der Verbraucherzentrale NRW. Tatsächlich trugen fast die Hälfte der untersuchten Produkte ähnliche Hinweise, die den Salzgehalt beschönigen könnten.

Schnell an der Tagesgrenze

Gerade bei Kindern kann der Salzkonsum rasch problematisch werden. Ein Beispiel aus der Untersuchung: Ein 50-Gramm-Snack enthält bereits 1,35 Gramm Salz – fast die Hälfte der empfohlenen Tageshöchstmenge für vier- bis sechsjährige Kinder. Diese liegt je nach Alter bei etwa zwei bis fünf Gramm.

Hinzu kommt: Salz steckt nicht nur in Snacks, sondern auch in alltäglichen Lebensmitteln wie Brot, Käse oder Wurst. „Auch ohne Knabberprodukte ist die empfohlene Menge schnell erreicht“, so Böttner. Ihr Rat: Salzige Snacks sollten, wenn überhaupt, nur in kleinen Portionen angeboten werden – und nicht als sättigende Zwischenmahlzeit dienen.

Frühe Gewöhnung mit langfristigen Folgen

Ein hoher Salzkonsum im Kindesalter kann weitreichende gesundheitliche Konsequenzen haben. Studien zeigen, dass sich Geschmacksvorlieben früh entwickeln. Wer sich bereits als Kind an stark gesalzene Lebensmittel gewöhnt, greift auch später eher zu salzigen Produkten.

Das Risiko: Bluthochdruck kann sich bereits in jungen Jahren entwickeln und erhöht langfristig die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Deshalb ist es wichtig, Kinder früh an weniger salzige Lebensmittel zu gewöhnen“, betont Böttner.

Kaum Regulierung für Kinderprodukte

Ein weiteres Problem: Für die meisten Kinderlebensmittel gelten keine speziellen gesetzlichen Vorgaben. Anders ist das nur bei Produkten für Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren. Diese unterliegen strengeren EU-Regeln, etwa beim Salzgehalt. Für Eltern ist der Unterschied jedoch oft schwer zu erkennen, da die Produkte im Handel häufig nebeneinander platziert sind und sich nur durch kleine Hinweise unterscheiden.

Bessere Alternativen gefragt

Die Verbraucherzentrale rät Eltern, genauer hinzuschauen und Produkte zu vergleichen. Als gesündere Snack-Alternativen eignen sich etwa frisches Gemüse, Obst, ungesalzene Nüsse oder Naturjoghurt.

Der Befund der Stichprobe macht deutlich: Kinderprodukte sind nicht automatisch kindgerecht. Wer auf die Gesundheit seines Nachwuchses achten will, kommt um einen kritischen Blick auf die Zutatenliste nicht herum.

Aufruf an unsere Mitgliedsbetriebe: Jetzt Ausbildung stärken – Chancen nutzen!

(cs) Die betriebliche Berufsausbildung steht bei den Jugendlichen in Düsseldorf hoch im Kurs – und das mehr denn je. Der Eindruck aus der Berufsberatung der vergangenen Monate bestätigt diesen positiven Trend deutlich: Von Oktober 2025 bis einschließlich März 2026 haben sich 2.562 junge Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit als Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle registrieren lassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 3,6 Prozent.

Besonders bemerkenswert ist, dass sich zunehmend auch Jugendliche mit Fach- und Hochschulabschluss für eine duale Ausbildung entscheiden. Gleichzeitig wächst der Anteil junger Menschen mit internationaler Herkunft, die den Einstieg in das Berufsleben über eine betriebliche Ausbildung suchen.

Leider stellen wir einen rückläufigen Trend bei den angebotenen Ausbildungsstellen fest.

Unsere klare Botschaft: Nutzen Sie diese Chance!
Gerade im Zuge der wirtschaftlichen und strukturellen Transformation ist es entscheidend, die Potenziale am Ausbildungsmarkt aktiv zu erschließen. Wer heute nicht ausbildet, wird in drei bis fünf Jahren spürbare Engpässe bei qualifizierten Nachwuchsfachkräften erleben – insbesondere vor dem Hintergrund des bevorstehenden Renteneintritts der geburtenstarken Jahrgänge.

Unser Appell an Sie als Mitgliedsbetrieb:

  • Schreiben Sie Ausbildungsstellen verstärkt aus.
  • Nutzen Sie die Unterstützung der Agentur für Arbeit bei der Vermittlung geeigneter Bewerberinnen und Bewerber.

Die Agentur für Arbeit bietet Unternehmen vielfältige Instrumente, um passgenaue Nachwuchskräfte zu finden und den Rekrutierungsprozess zu erleichtern.

Zugleich braucht berufliche Orientierung eine breite und praxisnahe Umsetzung. Praktika sowie verbindliche Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen sind hierfür unverzichtbar.

Gemeinsam stark im Netzwerk:
Im Rahmen unseres Kompetenzzentrums engagieren wir uns als Unternehmerschaft und unserer Stiftung gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, der Stadt Düsseldorf sowie IHK, HWK und Kreishandwerkerschaft für eine wirkungsvolle Vernetzung von Schulen und Betrieben. Erfolgreiche Beispiele sind unter anderem:

Diese Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag, um junge Menschen frühzeitig für berufliche Perspektiven zu begeistern und Betriebe mit potenziellen Auszubildenden zusammenzubringen.

Unser Fazit:
Das Interesse der Jugendlichen ist da – jetzt liegt es an uns, die entsprechenden Ausbildungsangebote bereitzustellen und gemeinsam die Fachkräfte von morgen zu sichern.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an:
Christoph Sochart
sochart@unternehmerschaft.de
0211 6690812

Rheinufertunnel öffnet planmäßig am Samstag Morgen – wird aber für den Marathon wieder komplett geschlossen

(cs) Nach vier Wochen Vollsperrung ist es geschafft: Der Rheinufertunnel in Düsseldorf wird am Samstagmorgen, 25. April 2026, wieder für den Verkehr freigegeben – pünktlich und ohne Verzögerungen. Für eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt ist das eine gute Nachricht, nachdem Pendler und Anwohner wochenlang mit Umleitungen und längeren Fahrzeiten zurechtkommen mussten.

Mammutprojekt unter Zeitdruck

Hinter der termingerechten Wiedereröffnung steckt ein technisch anspruchsvolles Bauprojekt. Im Mittelpunkt stand der Austausch von zwei riesigen Axialventilatoren, die jeweils rund fünfeinhalb Meter hoch sind und etwa sechs Tonnen wiegen. Die neuen Anlagen sind Teil eines überarbeiteten Sicherheitskonzepts für den Brandfall – insbesondere für Szenarien mit Stau im Tunnel. Ziel ist es, im Ernstfall größere Luftmengen gezielt abführen zu können.

Parallel dazu wurde die Sperrung genutzt, um zahlreiche weitere Maßnahmen umzusetzen: Die Fahrbahndecke wurde auf einer Fläche von rund 33.000 Quadratmetern erneuert, die Beleuchtung weiter auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt und zusätzliche Wartungs- sowie Instandhaltungsarbeiten durchgeführt.

Gute Planung zahlt sich aus

Dass die Arbeiten nicht nur im Zeitplan blieben, sondern in Teilen sogar früher abgeschlossen werden konnten, führen die Verantwortlichen vor allem auf eine präzise Vorbereitung zurück. Baumaterialien waren bereits im Vorfeld in Betriebsräumen gelagert worden, sodass Bauöffnungen an der Rheinuferpromenade schneller als geplant geschlossen werden konnten. Auch die Baustelleneinrichtung wird rechtzeitig vor dem anstehenden Düsseldorf Marathon vollständig zurückgebaut.

Oberbürgermeister Stephan Keller zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf: Die Kombination aus sorgfältiger Planung und effizienter Zusammenarbeit aller Beteiligten habe sich ausgezahlt. Gleichzeitig betonte er die Belastung für den Verkehr während der Sperrung und dankte den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld.

Auch Stadtkämmerin Dorothée Schneider lobte den reibungslosen Ablauf der Arbeiten. Die technische und organisatorische Koordination der verschiedenen Gewerke habe „hervorragend funktioniert“.

Verkehr lief stabil – trotz Sperrung

Nach Angaben der Stadt verlief auch der „Stresstest“ für den Verkehr weitgehend erfolgreich. Umleitungen wurden im Vorfeld optimiert, Ampelschaltungen angepasst und die Verkehrslage kontinuierlich überwacht. So konnten Engpässe schnell erkannt und nachgesteuert werden.

Millioneninvestition in Infrastruktur

Insgesamt investierte die Stadt rund sieben Millionen Euro in die Maßnahmen, davon etwa 4,5 Millionen Euro allein für die neuen Ventilatoren. Die Modernisierung gilt als wichtiger Schritt, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Tunnels langfristig zu sichern.

Weitere Einschränkungen folgen

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten allerdings noch nicht: Für den Düsseldorf Marathon am Sonntag, 26. April, wird der Tunnel vorübergehend erneut gesperrt.

Zudem steht die finale Umrüstung der Beleuchtung noch aus. Dafür wird der Rheinufertunnel ab dem 4. Mai bis zum 21. August 2026 jeweils nachts unter der Woche gesperrt – mit deutlich geringeren Auswirkungen auf den Verkehr als während der Vollsperrung.

EDEKA Rhein-Ruhr ist Hauptsponsor des Marathons: alle Infos zum Lauf hier!

Seit Wochen bereiten sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer auf auf den Marathon vor. Screenshot: Stox

(cs) Am Sonntag wird Düsseldorf erneut zur Laufmetropole: Unter dem Motto „Run to the Beat“ geht der Düsseldorf Marathon 2026 am 26. April an den Start – begleitet von Musik entlang der Strecke und tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern. Rund 23.000 Läuferinnen und Läufer gehen an den Start.

Im Mittelpunkt steht die klassische Marathondistanz über 42,195 Kilometer. Der Startschuss fällt um 9.45 Uhr am Joseph-Beuys-Ufer, das Ziel liegt traditionell an der Unteren Rheinwerft in der Altstadt. Bereits früher am Morgen gehen die Halbmarathonläuferinnen und -läufer auf die Strecke (Start: 8.00 Uhr), während die Marathon-Staffel um 10.15 Uhr beginnt. Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz: Mit dem Kids Cup Maxi am Sonntag sowie dem Kids Cup Mini und dem Bambini Cup am Samstag richtet sich das Event an alle Altersklassen.

Foto: Christoph Sochart

Die Strecke führt zunächst entlang der Rheinpromenade Richtung Norden, vorbei am Aquazoo, durch Messe und Nordpark zurück in die Innenstadt. Nach rund 13 Kilometern überqueren die Teilnehmenden die Oberkasseler Brücke und erreichen auf der linken Rheinseite in Oberkassel die Halbmarathonmarke. Anschließend geht es zurück über den Rhein, unter anderem über die Königsallee, bevor der Kurs durch den Medienhafen führt. Das Finale erwartet die Läuferinnen und Läufer schließlich mitten in der Altstadt – ein stimmungsvoller Zieleinlauf direkt am Rhein.

Auch wirtschaftlich gewinnt die Veranstaltung weiter an Bedeutung. Mit EDEKA Rhein-Ruhr konnte ein neuer Hauptsponsor gewonnen werden, der gemeinsam mit der Stadtsparkasse Düsseldorf das Event unterstützt. Die Partnerschaft ist zunächst auf drei Jahre angelegt und stellt insbesondere die Themen Ernährung und regionale Verbundenheit in den Fokus. So übernimmt EDEKA unter anderem die Verpflegung im Zielbereich am Burgplatz und sorgt entlang der Strecke für frisches Obst und Getränke. EDEKA ist mit seinem „Foodservice“ Mitglied in unserer Unternehmerschaft.

„Dort, wo Menschen durch den Sport zusammenkommen, stehen wir für Nähe, Gemeinschaft und die Qualität regionaler Lebensmittel“, betont Tim Holzapfel, Leiter Marketing bei EDEKA Rhein-Ruhr. Die Zusammenarbeit soll damit nicht nur sportliche Höchstleistungen unterstützen, sondern auch ein Bewusstsein für ausgewogene Ernährung im Laufsport schaffen.

Nach seinem erfolgreichen Comeback im vergangenen Jahr knüpft der Düsseldorf Marathon damit an seine Rolle als eines der wichtigsten Laufevents im Westen Deutschlands an – und verspricht auch 2026 wieder ein sportliches und stimmungsvolles Highlight zu werden.

Alle Verkehrsinfos zum Marathon

So fährt die Rheinbahn 

 

Düsseldorf Festival 2026: Ein Programm der Weltklasse – starke Partner, die teilweise auch mit uns verbunden sind, unterstützen das Festival

Lyyra. Foto: Matthew Johnson

(cs) Wenn sich im Spätsommer die Kulturszene in Düsseldorf versammelt, wird schnell klar: Das Düsseldorf Festival gehört längst zu den herausragenden europäischen Plattformen für zeitgenössische Bühnenkunst. Auch 2026 setzt das Festival Maßstäbe – mit einem Programm, das Tanz, Zirkus, Jazz und Musical eindrucksvoll miteinander verbindet. Unterstützt wird das Ereignis erneut von starken Partnern, auch dabei Mitgliedsunternehmen bzw. Partner unserer Community, der Düsseldorfer Unternehmerschaft, wie der Stadtsparkasse Düsseldorf, der Haubrich Stiftung und F. W. Hempel.

Den Auftakt gestaltet der französische Choreograf Mourad Merzouki mit seiner Kompanie Käfig und dem Erfolgsstück „Pixel“. Die Produktion, die vom 16. bis 19. September im Theaterzelt zu sehen ist, gilt seit ihrer Uraufführung 2014 als Meilenstein des zeitgenössischen Tanzes. Virtuelle Bildwelten verschmelzen hier mit Urban Dance und Hip-Hop zu einem spektakulären Gesamterlebnis, das international gefeiert wird.

PIXEL; Foto: Laurent Philippe

Ein musikalischer Höhepunkt folgt am 19. September in der Johanneskirche: Das junge US-amerikanische Frauen-Vokalensemble Lyyra gibt seine NRW-Premiere. Gefördert von der renommierten Formation VOCES8, vereint das Sextett klassische Präzision mit Elementen aus Jazz, Pop und Folk – ein Klangbild, das Grenzen bewusst überschreitet.

Am 20. September übernimmt die Londoner Saxofonistin Nubya Garcia die Bühne im Theaterzelt. Mit ihrem unverwechselbaren Stil, der Jazz, karibische Einflüsse und moderne Clubbeats kombiniert, knüpft sie an ihren gefeierten Auftritt vor drei Jahren an und präsentiert unter anderem Stücke aus ihrem Album „Odyssey“.

Shechter II; Foto: Todd MacDonald

Ein besonderes Highlight erwartet das Publikum mit dem britischen Star-Choreografen Hofesh Shechter. Seine Deutschlandpremiere „In The Brain“ (22. und 23. September) verspricht ein intensives Erlebnis zwischen Rave und Ritual. Parallel dazu zeigt sein Nachwuchsensemble Shechter II die kreative Zukunft seiner Bewegungssprache.

Mit „In Praise of Shadows“ bringt die schwedische Kompanie Below Zero vom 24. bis 26. September poetischen Zirkus auf höchstem Niveau nach Düsseldorf. Akrobatik, Musik und Choreografie verschmelzen zu einer atmosphärischen Reise zwischen Stille und Dynamik.

Christiane Oxenfort & Andreas Dahmen; Foto Susanne Diesner

Die israelische Choreografin Sharon Eyal präsentiert vom 28. bis 30. September mit ihrer Kompanie Sharon Eyal Dance das gefeierte Stück „Delay the Sadness“. Nach dem Erfolg bei der Ruhrtriennale gilt die Produktion als eines der eindrucksvollsten Werke der aktuellen Tanzszene – eine radikale Neuinterpretation klassischer Bewegungsformen.

Auch der zeitgenössische Zirkus findet seinen Platz im Programm: Die australische Gruppe Gravity & Other Myths zeigt vom 1. bis 3. Oktober „Ten Thousand Hours“ – eine ebenso humorvolle wie beeindruckende Hommage an Disziplin, Präzision und menschliche Leistungsfähigkeit.

Druckfrisch: der Flyer zum Festival; Foto: Christoph Sochart

Den festlichen Abschluss bildet im Dezember die Uraufführung des Musicals „Christmas Tale“. Die Künstler Wolfgang Abendroth und Martin Baltscheit interpretieren gemeinsam mit der Akademie für Chor und Musiktheater die Weihnachtsgeschichte neu – modern, vielschichtig und nah an den Fragen junger Generationen. Aufführungen finden am 5. und 6. sowie vom 11. bis 13. Dezember in der Johanneskirche statt.

Der Vorverkauf für dieses hochkarätige Programm startet am 24. April 2026. Frühentschlossene profitieren bis zum 8. Mai von einem Rabatt von zehn Prozent. Tickets sind online, telefonisch und an bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Mit dieser Auswahl beweist das Düsseldorf Festival einmal mehr, dass es nicht nur internationale Spitzenkunst nach Nordrhein-Westfalen bringt, sondern auch künstlerische Vielfalt und Innovation auf höchstem Niveau vereint.

www.duesseldorf-festival.de