Future Tech Fest 2026: Wo Start-ups und etablierte Unternehmen aufeinandertreffen

Innovation erleben, Kontakte knüpfen und neue Geschäftsideen entdecken: Am 10. September wird das AREAL BÖHLER in Düsseldorf zum Treffpunkt der internationalen Start-up- und Technologieszene. Die Unternehmerschaft Düsseldorf lädt ihre Mitglieder zu einer exklusiven Führung über das Future Tech Fest ein.


Von Christoph Sochart


Wie können etablierte Unternehmen und innovative Start-ups voneinander profitieren? Und welche Technologien werden Wirtschaft und Arbeitswelt in den kommenden Jahren verändern? Antworten auf diese Fragen will das Future Tech Fest 2026 geben. Die Veranstaltung am 10. September im AREAL BÖHLER in Düsseldorf ist eine Kombination aus B2B-Expo, Konferenz, Networking und Start-up-Pitches. Mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet. Rund 300 nationale und internationale Tech-Start-ups präsentieren ihre Lösungen.

Für Unternehmen aus Düsseldorf bietet die Unternehmerschaft Düsseldorf einen besonderen Zugang: Mitglieder können an einer exklusiven, geführten Tour teilnehmen. Von 11 bis 13 Uhr geht es gemeinsam über das Festivalgelände. Dabei werden ausgewählte Start-ups und deren Lösungen vorgestellt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, direkt mit Gründerinnen und Gründern ins Gespräch zu kommen und Kontakte für mögliche Kooperationen zu knüpfen.

Beliebt: unsere Führung beim Future Tech Fest. Foto: Christoph Sochart

Ein ganzer Tag im Zeichen von Technologie und Innovation

Das Programm des Future Tech Fest beginnt bereits am Morgen und läuft über den gesamten Tag. Die Expo öffnet um 8.00 Uhr, ab 8.30 Uhr gibt es ein kostenloses Frühstück. Auf mehreren Bühnen stehen anschließend Technologie, Unternehmertum, künstliche Intelligenz, Gesundheit, Bildung und weitere Zukunftsthemen im Mittelpunkt.

Auf der Main Stage beginnt das Programm um 10 Uhr. Nach der Eröffnung folgt um 10.30 Uhr ein Beitrag von Prof. Michael Groß. Um 11.10 Uhr geht es in einem HealthTech-Panel um Entwicklungen im Gesundheitsbereich. Am Mittag steht ein Panel zur Künstlichen Intelligenz auf dem Programm. Am Nachmittag folgen unter anderem Auftritte von Ana Ivanović, Unternehmer und Investor Tillman Schulz sowie Sara Nuru. Den Abschluss des offiziellen Bühnenprogramms bildet am Abend die Aftershow-Party.

Eine wichtige Rolle spielt die Startup Stage. Hier können junge Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und Ideen vor Publikum präsentieren. Die ersten Pitch-Runden starten bereits um 10.40 Uhr. Es folgen weitere Pitch-Runden am Mittag und Nachmittag. Ergänzt wird das Programm durch sogenannte „Fuck Up Stories“, bei denen Gründerinnen und Gründer über Erfahrungen, Fehler und Rückschläge auf ihrem Weg sprechen. Am späten Nachmittag treten die Finalisten im letzten Pitch gegeneinander an. Um 17.40 Uhr werden die Gewinnerinnen und Gewinner der Startup Pitches ausgezeichnet.

Kontakte statt Visitenkarten sammeln

Auf der Vision Stage steht vor allem die Vernetzung im Mittelpunkt. Bereits um 10.30 Uhr startet ein B2B-Speed-Dating. Unternehmen, Start-ups und weitere Akteure können dabei gezielt neue Geschäftskontakte knüpfen. Später folgen unter anderem die Vorstellung des deutschen IHK-/AHK-Netzwerks, ein Programmpunkt zum Thema „Education becomes future“, ein Beitrag von Prof. Anja Karlshaus sowie am Nachmittag der European AI Summit.

Auch Workshops gehören zum Programm. Die beiden Workshop-Bereiche öffnen um 10.45 beziehungsweise 11 Uhr. Im Mittelpunkt stehen dabei praktische Einblicke und die Möglichkeit, sich intensiver mit konkreten Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Mehr als 250 Start-ups in der Expo

Herzstück des Future Tech Fest ist die große Expo. Dort können Besucherinnen und Besucher die digitalen Innovationen von mehr als 250 nationalen und internationalen Tech-Start-ups unmittelbar kennenlernen. Der Veranstalter spricht für 2026 sogar von rund 300 ausstellenden Start-ups. Im Investors & Corporate Lounge sind zudem persönliche 1:1-Gespräche mit interessanten Kontakten möglich.

Damit bietet das Future Tech Fest gerade für etablierte Unternehmen interessante Anknüpfungspunkte. Wer neue Technologien sucht, digitale Prozesse weiterentwickeln möchte oder nach innovativen Geschäftsideen Ausschau hält, kann hier direkt mit den Entwicklern und Gründern hinter den Lösungen sprechen.

Exklusive Führung für Mitglieder der Unternehmerschaft

Genau hier setzt die gemeinsame Veranstaltung der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Unternehmerschaft Düsseldorf an. Die exklusive Führung soll den Zugang zur Start-up-Szene erleichtern und gezielt Verbindungen zwischen etablierten Unternehmen und jungen Technologieunternehmen schaffen.

Treffpunkt ist am Donnerstag, 10. September 2026, um 11 Uhr im AREAL BÖHLER. Die Führung dauert bis etwa 13 Uhr. Anschließend können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das gesamte Future Tech Fest weiter besuchen und das umfangreiche Programm nutzen.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei und exklusiv für Mitglieder der Unternehmerschaft Düsseldorf. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine verbindliche Anmeldung ist daher erforderlich.

Das Wichtigste auf einen Blick

Future Tech Fest 2026
Donnerstag, 10. September 2026
AREAL BÖHLER, Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf
Exklusive Führung der Unternehmerschaft: 11 bis 13 Uhr

Das Future Tech Fest ist von morgens bis abends geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Programm findet überwiegend auf Englisch statt, da zahlreiche internationale Aussteller und Gäste erwartet werden.

Für die Düsseldorfer Wirtschaft ist das Festival damit nicht nur eine Leistungsschau neuer Technologien, sondern vor allem eine Gelegenheit, Innovation konkret zu erleben, neue Kontakte zu knüpfen und mögliche Kooperationen zwischen Mittelstand und Start-up-Szene anzustoßen.

Das vollständige Programm des Future Tech Fest 2026

ElectronicPartner setzt auf Zukunftsthemen und Zusammenarbeit auf der IFA 2026

Alle Fotos: ELECTRONICPARTNER

Von Christoph Sochart

Die IFA 2026 hat erneut gezeigt, wie dynamisch sich die Welt der Consumer Electronics und Home Appliances entwickelt. Für unser Mitgliedsunternehmen ElectronicPartner standen dabei nicht nur neue Technologien im Mittelpunkt. Ebenso wichtig waren der persönliche Austausch innerhalb der Branche und die Frage, wie der Fachhandel die aktuellen Veränderungen aktiv mitgestalten kann.

Eigener IFA-Empfang für Mitglieder

Bereits am Donnerstagabend, noch vor dem offiziellen Messebeginn, lud ElectronicPartner seine Mitglieder aus dem EP:Fachhandel sowie aus weiteren Vertriebslinien und erstmals auch die MEDIMAX-Franchisepartner zu einem eigenen IFA-Empfang ein.

„Gemeinsam haben wir uns auf die kommenden Tage eingestimmt und konnten in den direkten Austausch miteinander gehen. Gerade jetzt, wo sich so viel in der Branche, der Welt, aber auch bei uns in der Verbundgruppe tut, wollen wir jede Gelegenheit nutzen, um persönlich ins Gespräch zu kommen und direktes Feedback zu erhalten“, erklärte ElectronicPartner-Vorstand Patrick van Tent.

Der Empfang bot Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Kontakte zu vertiefen und gemeinsame Perspektiven auf die Zukunft des Fachhandels zu entwickeln.

Gemeinsamer Auftritt in der IFA Retail Zone

Eine Premiere war der gemeinsame Stand von ElectronicPartner, Expert und Euronics in der IFA Retail Zone des CityCubes. Der Messeauftritt unterstrich die Bedeutung des kooperierten Fachhandels in der aktuellen Branchenlandschaft und machte gemeinsame Interessen sichtbar.

Dazu gehört unter anderem das Thema Recht auf Reparatur. Für den Fachhandel ist es entscheidend, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auch künftig kompetente Beratung, Reparaturmöglichkeiten und verlässlichen Service erhalten. Der gemeinsame Auftritt zeigte, dass die Verbundgruppen bei zentralen Branchenthemen den Schulterschluss suchen.

Service als entscheidendes Differenzierungsmerkmal

Ein weiteres Zeichen für die Zusammenarbeit innerhalb der Branche war die Pressekonferenz der Service-Allianz am 4. September. Die Verbundgruppen EK Retail, Telering, Euronics und ElectronicPartner stellten dabei zukünftige Schwerpunkte und erste konkrete Schritte vor.

„Wir müssen jetzt die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Service vom Kunden als signifikantes Differenzierungsmerkmal des Fachhandels wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Dafür braucht es eine gemeinsame Stimme sowie ein leistungsfähiges Netzwerk, qualifizierte Fachkräfte und verlässliche Prozesse“, betonte Matthias Assmann.

Die Service-Allianz arbeitet dabei mit verschiedenen Partnern zusammen. Dazu gehören Weyrauch Repair, Krix Academy, ASWO und Wertgarantie, Küsters Kaffeeservice, smartsecur und mySWOOP. Gemeinsam sollen Strukturen und Angebote weiterentwickelt werden, die den Fachhandel beim Ausbau seiner Serviceleistungen unterstützen.

Robotik erreicht den Fachhandel

Zu den auffälligsten Trends der diesjährigen IFA gehörte das Thema Robotik. Auch ElectronicPartner ist in dieses Geschäftsfeld eingestiegen und präsentierte gemeinsam mit Terra Robotics verschiedene Lösungen am eigenen Messestand.

Parallel dazu startete im MEDIMAX Berlin-Pankow eine erste Pilotfläche mit drei Robotern. Gezeigt werden ein autonomer Reinigungsroboter für größere Flächen, ein Empfangsroboter für Gastronomie, Hotellerie und Handel sowie ein intelligenter Kehrroboter für Industrie- und Gewerbeanwendungen.

„Wir sind überzeugt, dass der Fachhandel bei der Heranführung der Kunden an dieses neue Produktfeld sowie bei der langfristigen Betreuung der Geräte eine wichtige Rolle spielen wird. Innovationen müssen nicht nur verfügbar sein – sie müssen verständlich erklärt, eingeordnet und auf den konkreten Nutzen für Verbraucherinnen und Verbraucher übertragen werden“, erklärte Matthias Assmann.

Damit wird deutlich, welche Rolle dem Fachhandel bei neuen Technologien zukommt: Er stellt nicht nur Produkte bereit, sondern schafft Orientierung, erklärt Anwendungsmöglichkeiten und begleitet Kundinnen und Kunden auch nach dem Kauf.

Zukunft entsteht durch Kooperation

Die IFA bleibt damit ein zentraler Treffpunkt für Hersteller, Handel und weitere Branchenakteure. Für ElectronicPartner bietet die Messe die Möglichkeit, Trends frühzeitig zu erkennen, Kontakte zu vertiefen und gemeinsam mit Partnern die Entwicklungen im Fachhandel einzuordnen.

Der gemeinsame Auftritt der Verbundgruppen und die Arbeit der Service-Allianz zeigen: Die Zukunft des Fachhandels entsteht nicht durch Isolation, sondern durch Zusammenarbeit und Dialog. Gerade bei Themen wie Reparatur, Service und Robotik sind gemeinsame Standards, qualifizierte Fachkräfte und ein enger Austausch innerhalb der Branche entscheidend.

ElectronicPartner setzt damit auf Zukunftsthemen, Kooperation und die Stärke des Fachhandels. Für unser Mitgliedsunternehmen ist die IFA 2026 deshalb nicht nur eine Bühne für neue Technologien, sondern auch ein wichtiger Ort, um die nächsten Schritte für eine kundennahe und leistungsfähige Branche zu entwickeln.

Wir sind dabei bei „Unternehmen im Fluss“

Die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. ist bei „Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“ dabei. Die Veranstaltung findet am 8. September 2026 an Bord der MS RheinMagie statt.

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen rund um Physical Defence, Cyber Defence und Innovationen. Keynotes, Talkrunden mit hochkarätigen Gästen sowie die Vorstellung von Start-ups bieten Raum für wichtige Impulse und persönliche Gespräche.

Der Veranstaltungsabend beginnt um 17:00 Uhr in Köln und endet mit einem Get-together bei Buffet und Getränken. Für Düsseldorfer Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht ein kostenloser Bus-Shuttle ab der Rotterdamer Straße zur Verfügung.

Wir freuen uns auf den Austausch und viele spannende Gespräche entlang des Rheins.

Weitere Informationen zum Programm

New York ist wieder näher – eine Chance für Düsseldorf

Im Pressegespräch (von rechts): Flughafenchef Lars Redeligx, US-Generalkonsulin Preeti V. Shah und Christian Vernet, CEO „La Compagnie“; Fotos: Christoph Sochart

Von Christoph Sochart

Es gibt Nachrichten, die zunächst wie eine Meldung aus der Verkehrspolitik klingen – und bei genauerem Hinsehen eine viel größere Bedeutung haben. Die angekündigte neue Direktverbindung von Düsseldorf nach New York gehört für mich eindeutig dazu.

Ab dem Frühjahr 2027 fliegt die französische Airline La Compagnie fünfmal pro Woche nonstop von Düsseldorf nach New York-Newark. Der erste Flug ist für den 21. April 2027 geplant. Für unseren Flughafen, für die Region und vor allem für die internationale Ausrichtung unseres Wirtschaftsstandortes ist das eine bemerkenswerte Nachricht.

New York ist nicht einfach nur ein attraktives Reiseziel. New York ist eines der wichtigsten wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentren der Welt. Eine direkte Verbindung dorthin verkürzt Wege, erleichtert persönliche Begegnungen und schafft neue Möglichkeiten für Unternehmen, Investoren, Messegäste und Veranstalter.

Sehr kuschelig: per Smart-Business nach New York. Foto: Christoph Sochart

Eine Region mit engen transatlantischen Verbindungen

In der Region Düsseldorf gibt es rund 700.000 Betriebe. Zugleich sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 1.700 US-Unternehmen ansässig. Diese Zahlen machen deutlich: Die Verbindung zwischen unserer Region und den Vereinigten Staaten ist längst eng und vielfältig. Sie reicht von Industrie und Handel über Technologie und Dienstleistungen bis hin zu Messe, Kongress und Kultur.

Nordrhein-Westfalen exportierte allein im Jahr 2025 Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro in die USA. Die Vereinigten Staaten sind damit der wichtigste außereuropäische Absatzmarkt der nordrhein-westfälischen Wirtschaft.

Eine direkte Flugverbindung kann diese Beziehungen nicht allein begründen. Aber sie kann ihnen einen neuen Schub geben. Geschäftsreisen werden einfacher planbar, amerikanische Gäste erreichen Düsseldorf ohne Umstieg, und Unternehmen erhalten einen weiteren direkten Zugang zum US-Markt.

Der Flughafen-Chef Lars Redeligx hat deshalb zu Recht von einer „neuen Chance für den Wirtschaftsstandort“ gesprochen. Auch für Düsseldorf als Messe-, Kongress- und Veranstaltungsstandort ist die Verbindung ein starkes Signal.

Mit dem neuen A321neo nach New York; Foto: Christoph Sochart

Ein ungewöhnliches Angebot

La Compagnie bringt ein besonderes Konzept nach Düsseldorf: Die Fluggesellschaft bietet ausschließlich Business-Class-Sitze an. Zum Einsatz soll ein neuer Airbus A321neo LR mit 76 Plätzen kommen. Alle Sitze lassen sich in flache Betten verwandeln. Hinzu kommen WLAN, Lounge-Zugang, ein persönlicher Service sowie Speisen und Getränke auf Business-Class-Niveau.

Das ist kein Massenprodukt – und genau darin liegt die Chance. Die Airline positioniert sich zwischen klassischer Linienfluggesellschaft und exklusiver Boutique-Airline. Für Geschäftsreisende kann dieses Angebot attraktiv sein, insbesondere dann, wenn Zeitersparnis, Ruhe und ein verlässlicher Service entscheidend sind.

Auch für private Reisende mit einem besonderen Anspruch kann die Verbindung interessant sein. Für den Wirtschaftsstandort ist aber vor allem entscheidend, dass die Strecke von Unternehmen, Messen und internationalen Gästen angenommen wird.

Die entscheidende Frage lautet: Trägt die Strecke?

Bei aller Freude über die neue Verbindung sollte man deshalb realistisch bleiben. Eine Direktverbindung ist zunächst eine Chance – noch kein wirtschaftlicher Erfolg. Die Strecke muss sich dauerhaft rechnen. Fünf Flüge pro Woche brauchen eine ausreichende Nachfrage, und diese Nachfrage muss aus der Region kommen.

Man kann daher nur hoffen, dass die Verbindung auch ökonomisch funktioniert. Dafür braucht es mehr als gute Nachrichten und schöne Bilder vom Erstflug. Unternehmen müssen die Strecke nutzen. Veranstalter und Messegesellschaften müssen sie in ihre internationale Planung einbeziehen. Wirtschaftsförderung, Kammern, Verbände und Politik sollten gemeinsam dazu beitragen, dass Düsseldorf und die Region in New York sichtbar werden – und umgekehrt.

Auch die amerikanische Seite ist gefordert. Die neue Verbindung muss nicht nur Reisende aus Nordrhein-Westfalen nach New York bringen. Sie muss ebenso amerikanische Unternehmen, Investoren, Fachkräfte, Messebesucher und Touristen nach Düsseldorf und in die Region führen.

Ein Standortvorteil, den wir aktiv nutzen müssen

Im Pressegespräch haben Flughafen-Chef Lars Redeligx, US-Generalkonsulin Preeti V. Shah und Christian Vernet, CEO von La Compagnie, die Bedeutung der neuen Verbindung unterstrichen. Das ist ein gutes Zeichen. Jetzt kommt es darauf an, aus der Ankündigung einen nachhaltigen Standortvorteil zu machen.

Düsseldorf verfügt über vieles, was internationale Gäste suchen: eine starke Unternehmenslandschaft, kurze Wege, eine leistungsfähige Messe, eine hohe Lebensqualität und eine zentrale Lage in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Die neue Verbindung nach New York kann diese Stärken sichtbarer und zugänglicher machen.

Sie kann helfen, neue Geschäftskontakte zu knüpfen, bestehende Partnerschaften zu vertiefen und Düsseldorf im transatlantischen Wettbewerb besser zu positionieren. Vor allem aber kann sie zeigen, dass unser Standort international denkt und international erreichbar ist.

Eine Chance, die wir nicht verstreichen lassen sollten

Ich freue mich deshalb über die neue Verbindung. Nicht, weil jeder von uns regelmäßig nach New York fliegen muss. Sondern weil internationale Erreichbarkeit im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte eine immer größere Rolle spielt.

Die Verbindung nach New York ist tatsächlich eine neue Chance für unseren Düsseldorfer Wirtschaftsstandort. Sie sollte von Unternehmen, Institutionen und der gesamten Region als solche verstanden und genutzt werden.

Am Ende wird der Erfolg nicht allein daran gemessen, ob die Flugzeuge starten. Entscheidend ist, ob aus der Verbindung mehr Begegnungen, mehr Geschäfte, mehr Investitionen und mehr internationale Aufmerksamkeit für Düsseldorf entstehen.

Die Voraussetzungen sind da. Jetzt muss die Region zeigen, dass sie diese Chance verdient – und dass sich New York und Düsseldorf wirtschaftlich genauso gut verstehen wie geografisch verbinden lassen.

Düsseldorfs Zukunft: Aufbruch in die Zukunft – der letzte Teil unserer Serie!

Wie gelingt Aufbruch in Düsseldorf? 🤝 Welche Rolle spielen Netzwerke, Unternehmen, Hochschulen und Organisationen der Wirtschaft für die Zukunft unserer Stadt?

Zum Abschluss sprechen Wirtschaftsdezernent Christian Zaum und der „Energie-Prof“ Stefan Graf von der HSD über Ideen, Zusammenarbeit und die Kräfte, die Düsseldorf voranbringen können.

🎙️ „Düsseldorfer Wirtschaft“ – der Podcast der Podcast-Redaktion, eine Produktion der Streamboxstudios und der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Jetzt reinhören und erfahren, wie Düsseldorf gemeinsam Zukunft gestaltet!

Die U 80/81 ist endlich fertig – freie Fahrt zum Flughafen

Die neue Straßenbahn zum Flughafen ist eröffnet. Foto: Flughafen

(cs) Direkter Stadtbahnanschluss für den Flughafen Düsseldorf: Mit der neuen U80/81 rücken Flughafen, Messe und Innenstadt noch enger zusammen. Für Passagiere, Beschäftigte und internationale Gäste wird die Anreise künftig noch komfortabler.

Es ist ein wichtiger Schritt für die Mobilität in Düsseldorf: Mit der Eröffnung des neuen U-Bahnhofs „Flughafen Terminal“ verfügt der Flughafen Düsseldorf erstmals über einen direkten Anschluss an das Düsseldorfer Stadtbahnnetz.

Damit wird die ohnehin sehr gute Erreichbarkeit des Airports nochmals verbessert. Die neue U80/81 verbindet den Flughafen direkt mit wichtigen Zielen in Düsseldorf und schafft zugleich eine schnelle Verbindung zur Messe Düsseldorf.

„Der Flughafen Düsseldorf zählt schon heute zu den am besten angebundenen Flughäfen Deutschlands“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf. Die neue Stadtbahnverbindung verkürze die Wege für viele Reisende nochmals deutlich. Besonders für internationale Messegäste sei die neue Verbindung ein großer Vorteil: In nur sieben Minuten geht es vom Flughafen zum Messegelände.

Auch die Düsseldorfer Innenstadt rückt näher: Die Altstadt ist künftig in rund 15 Minuten erreichbar.

Flughafen, Messe und Stadt wachsen mobil zusammen

Die U80/81 ergänzt das bereits breite Mobilitätsangebot des Flughafens. Neben Autobahnen, Fernbahnhof und S-Bahn stehen den Reisenden Bus- und Fernbusverbindungen zur Verfügung.

Von der neuen Stadtbahn profitieren insbesondere Passagiere und Beschäftigte aus Düsseldorf. Perspektivisch verbessert sie auch die Anbindung der linksrheinischen Stadtteile.

Für den Wirtschafts- und Messestandort Düsseldorf ist die neue Verbindung deshalb mehr als ein zusätzliches Verkehrsmittel. Sie schafft eine direkte Achse zwischen Flughafen, Messe, Innenstadt und Hotels – und erleichtert damit insbesondere internationalen Gästen die Orientierung und den Wechsel zwischen den zentralen Standorten.

Für einen internationalen Messestandort ist das ein echter Standortvorteil.

Ein Sonderzug im Terminal „Flughafen“; Foto: Christoph Sochart

Mehr Auswahl für Reisende

Die neue Stadtbahn zahlt zudem auf eine zentrale Strategie des Flughafens ein: Reisenden möglichst viele attraktive Möglichkeiten für ihre An- und Abreise anzubieten.

Schon heute nutzen mehr als 20 Prozent der Fluggäste für ihre An- oder Abreise die Bahn oder den öffentlichen Nahverkehr. Der Flughafen geht davon aus, dass die U80/81 den ÖPNV für weitere Passagiere und Beschäftigte attraktiver machen wird.

„Die Mobilitätsbedürfnisse unserer Passagiere und Beschäftigten sind vielfältig“, betont Redeligx. Entscheidend seien deshalb möglichst nahtlose Übergänge zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern. Die U80/81 sei ein wichtiger Baustein dieser Strategie.

Schon heute an morgen gedacht

Der neue U-Bahnhof ist zugleich auf die langfristige Entwicklung des Flughafenstandorts ausgerichtet. Beim Bau des Zugangsbereichs wurden bereits Vorkehrungen für mögliche zukünftige Erweiterungen getroffen.

Das ist mit Blick auf den Masterplan 2045 des Flughafens von Bedeutung. Dieser sieht unter anderem die Option einer Verlängerung des Terminals vor. Sollte diese Perspektive Realität werden, könnte die heutige Rolltreppenanlage der U-Bahn-Haltestelle künftig ebenerdig in das Terminalgebäude führen.

Die neue Infrastruktur ist damit nicht nur eine Antwort auf den heutigen Mobilitätsbedarf, sondern bereits auf die Entwicklung des Flughafens in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet.

DUSconnect: Der nächste Schritt

Parallel zur Eröffnung der U80/81 laufen weitere Planungen für die Mobilität rund um den Flughafen. Der Flughafen Düsseldorf arbeitet gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der EUREF AG am Projekt DUSconnect.

Auf dem Areal zwischen Flughafen, Fernbahnhof und EUREF-Campus soll ein trimodaler Mobilitäts-Hub entstehen. Ziel ist es, Luft-, Schienen- und Straßenverkehr intelligent mit dem öffentlichen Nahverkehr und dem Radverkehr zu verbinden.

Damit zeichnet sich bereits die nächste Entwicklungsstufe ab: Aus einzelnen Verkehrsträgern soll ein vernetztes Mobilitätssystem werden.

Die U80/81 ist dafür ein wichtiger Baustein. Sie bringt Flughafen, Messe und Stadt näher zusammen – und stärkt damit einen der entscheidenden Standortfaktoren Düsseldorfs: seine Erreichbarkeit.

Konjunktur: Wir brauchen wieder unternehmerisches Vertrauen!

if-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest

Die gute Nachricht zuerst: Die deutsche Wirtschaft kommt wieder in Bewegung. Die schlechte: Von einem kräftigen Comeback kann noch keine Rede sein. Zwischen Exportboom, Staatsgeld und struktureller Schwäche liegt eine ziemlich große Lücke.


Von Christoph Sochart


Es ist ein bemerkenswerter Moment. Jahrelang war Deutschland das Land, das wirtschaftspolitisch vor allem über Probleme sprach: Energiepreise, Bürokratie, Fachkräftemangel, schwache Industrie, sinkende Wettbewerbsfähigkeit. Nun liefern die Wirtschaftsforschungsinstitute plötzlich eine andere Vokabel: Erholung.

Das ifo Institut erwartet für Deutschland 2026 ein reales Wachstum von 1,4 Prozent, 2027 sollen weitere 1,2 Prozent hinzukommen. Das IWH kommt für 2026 ebenfalls auf 1,4 Prozent, ist für 2027 mit 0,8 Prozent allerdings deutlich vorsichtiger.

Das klingt nach Aufbruch.

Ist es aber nur zur Hälfte.

Denn die deutsche Wirtschaft wächst derzeit nicht aus eigener Kraft. Sie bekommt Rückenwind von außen – und Unterstützung von oben.

Rotlicht am Konjunkturbahnhof? Deutschlands Wirtschaft setzt wieder Signale auf Erholung – doch der Weg zurück auf Wachstum bleibt holprig. Foto: Christoph Sochart

Zwei Motoren ziehen Deutschland aus dem Tal

Der erste Motor heißt Weltwirtschaft.

Vor allem die steigende Auslandsnachfrage hilft der deutschen Industrie. Das IWH sieht darin einen wesentlichen Grund dafür, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr wieder auf Wachstumskurs gekommen ist. Die Exporte haben dabei eine zentrale Rolle gespielt.

Der zweite Motor heißt Staat.

Deutschland investiert wieder mehr. Infrastruktur, Verteidigung, Klimaneutralität – der Staat öffnet die finanziellen Schleusen. Das ifo Institut beziffert die zusätzlichen finanzpolitischen Impulse allein für 2026 auf knapp 40 Milliarden Euro. In den beiden Folgejahren sollen weitere 27 beziehungsweise 18 Milliarden Euro hinzukommen.

Man könnte es auch nüchterner formulieren:

Die Konjunktur bekommt Anschubhilfe aus Washington, Peking und Berlin.

Das ist zunächst einmal gut. Eine Volkswirtschaft muss nicht aus Prinzip leiden, wenn der Staat investiert und die Weltwirtschaft Nachfrage erzeugt.

Doch die entscheidende Frage lautet:

Was passiert, wenn einer dieser beiden Motoren ausfällt?

Die Industrie bleibt der Prüfstein

Hier liegt der eigentliche Kern der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Die Industrie war jahrzehntelang das Kraftzentrum des deutschen Geschäftsmodells. Nun gibt es dort erste Lichtblicke. Das ifo Institut berichtet von einer seit Jahresbeginn verbesserten Auftragslage und zuletzt deutlich besseren Exporterwartungen.

Das ist wichtig.

Denn eine Volkswirtschaft kann sich nicht dauerhaft gesundrechnen.

Sie braucht Unternehmen, die investieren. Menschen, die arbeiten. Produkte, die international gefragt sind. Und Geschäftsmodelle, die auch ohne staatliche Unterstützung funktionieren.

Genau hier bleibt das IWH skeptisch. Die aktuelle Erholung sei weiterhin stark von der Auslandsnachfrage abhängig. Und diese kann schnell wieder schwächer werden. Hinzu kommt das Risiko, dass deutsche Anbieter international weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Das ist die unbequeme Wahrheit hinter den schönen Wachstumszahlen.

1,4 Prozent Wachstum sind erfreulich. Aber 1,4 Prozent Wachstum sind noch kein neues deutsches Geschäftsmodell.

Der Staat kann Nachfrage schaffen. Wettbewerbsfähigkeit nicht.

Die Bundesregierung kann Straßen bauen lassen. Sie kann Brücken finanzieren. Sie kann Verteidigungsausgaben erhöhen. Sie kann Investitionen anschieben.

Was sie nicht per Haushaltsbeschluss erzeugen kann, ist ein Unternehmen, das auf dem Weltmarkt dauerhaft konkurrenzfähig ist.

Dafür braucht es andere Dinge: niedrigere Kosten, verlässliche Energie, weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen, Innovation, Kapital und vor allem eine höhere Produktivität.

Genau deshalb sollte man die aktuelle Erholung nicht mit einer Rückkehr zur alten Normalität verwechseln.

Deutschland ist wieder unterwegs. Aber wir wissen noch nicht, wohin.

Und dann ist da noch der Arbeitsmarkt

Auch hier lohnt sich ein zweiter Blick.

Die Erholung der Wirtschaft wird sich nach Einschätzung des ifo Instituts zunächst kaum auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen. 2026 dürfte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt sogar noch sinken. Erst 2027 und 2028 wird wieder mit einem Beschäftigungsaufbau gerechnet.

Das ist ein bemerkenswertes Detail.

Denn normalerweise gilt: Wirtschaft wächst, Unternehmen verdienen mehr, Beschäftigung steigt.

Diesmal läuft die Geschichte komplizierter.

Produktivität, Automatisierung, demografischer Wandel und strukturelle Veränderungen sorgen dafür, dass Wachstum nicht automatisch neue Arbeitsplätze produziert.

Der deutsche Arbeitsmarkt wird damit zum nächsten großen Test.

Die Inflation ist noch nicht besiegt

Auch die Verbraucher bekommen vom neuen Optimismus nicht sofort viel zu spüren.

Das ifo Institut erwartet für 2026 eine Inflationsrate von 2,8 Prozent und für 2027 sogar 3,0 Prozent. Erst 2028 soll sich die Teuerung mit 2,3 Prozent wieder stärker dem Ziel der Europäischen Zentralbank annähern.

Das bedeutet: Selbst wenn die Wirtschaft wächst, bleibt die Kaufkraft unter Druck.

Und damit wird aus der schönen Überschrift „Aufschwung“ schnell eine kompliziertere Geschichte.

Wachstum ja. Wohlstandsgefühl noch nicht unbedingt.

Das größte Risiko kommt von außen

Die beiden Institute benennen einen gemeinsamen Unsicherheitsfaktor: die Energiepreise und die geopolitische Lage.

Das IWH warnt insbesondere vor einer neuen Energiekrise. Europa bleibt beim Erdgas stark auf Importe angewiesen, während die Lagerbestände vergleichsweise niedrig sind. Gleichzeitig hängt die deutsche Erholung stark von der internationalen Nachfrage ab.

Das ifo Institut sieht ebenfalls erhebliche Risiken durch die Energiepreise und die geopolitischen Konflikte. Hinzu kommt das historische Niedrigwasser auf wichtigen deutschen Flüssen, das die Logistik und damit Teile der Produktion belastet.

Deutschland hat also wieder Rückenwind.

Aber es fährt gleichzeitig durch eine ziemlich unruhige Wetterzone.

Die neue deutsche Realität

Vielleicht liegt genau darin die wichtigste Botschaft dieser Prognosen.

Deutschland steckt nicht mehr tief in der Rezession.

Aber Deutschland ist auch noch nicht zurück.

Die Wirtschaft erholt sich. Die Industrie zeigt erste Lebenszeichen. Die Weltwirtschaft hilft. Der Staat investiert.

Und trotzdem bleiben die strukturellen Fragen ungelöst.

Wie wird Deutschland wieder produktiver?
Wie wird Energie wieder wettbewerbsfähig?
Wie gewinnt die Industrie verlorene Märkte zurück?
Wie bekommen Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit?
Und wie schafft es der Staat, aus seinen Investitionen langfristig privates Wachstum entstehen zu lassen?

Das sind die Fragen, die über den nächsten Konjunkturzyklus hinausreichen.

Die aktuelle Prognose liefert deshalb eine gute Nachricht – aber keinen Freibrief.

Deutschland hat die Talsohle offenbar verlassen. Jetzt muss es beweisen, dass es auch wieder bergauf gehen kann.

Und dafür reicht Staatsgeld allein nicht.

Dafür braucht es wieder etwas, das in Deutschland zuletzt knapp geworden ist:

unternehmerisches Vertrauen.

Das Tor, das keiner filmen konnte: Wie das Düsseldorfer Unternehmen Vodafone gemeinsam mit Borussia Dortmund einen ungesehenen Moment der Bundesliga-Geschichte mit künstlicher Intelligenz rekonstruiert

Michael Jungwirth; Mitglied der Geschäftsführung bei Vodafone und Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf; Collage: Michael Jungwirth/Vodafone/Unternehmerschaft Düsseldorf

Das erste Tor der Bundesliga dauerte nur einen Augenblick. Seine Wiedergeburt brauchte 63 Jahre, monatelange Recherche und eine Technologie, die es 1963 noch nicht einmal als Gedankenexperiment gab.


Von Christoph Sochart


Am 24. August 1963 schrieb Borussia Dortmund im Bremer Weserstadion Fußballgeschichte. In der ersten Spielminute traf BVB-Stürmer Timo Konietzka zum 1:0 gegen Werder Bremen – das erste Tor in der Geschichte der neu gegründeten Bundesliga. 35.000 Zuschauer waren dabei. Doch kein Foto und keine Filmaufnahme dokumentierten den historischen Moment. Was blieb, waren Erinnerungen, Erzählungen und die wenigen schriftlichen Berichte jener Zeit.

Nun ist dieses Tor erstmals in bewegten Bildern zu sehen. Möglich macht das eine Kooperation, die auch eine Düsseldorfer Geschichte ist: Vodafone Deutschland, in Düsseldorf ansässig und Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf, hat gemeinsam mit Borussia Dortmund und dem KI-Produktionsunternehmen PROMPTR den ungesehenen Treffer rekonstruiert.

Erinnerung wird zu Bild und Ton

Das Projekt zeigt, wozu künstliche Intelligenz heute in der Lage ist – und wo ihre Qualität beginnt: nicht beim bloßen Erfinden, sondern bei der sorgfältigen Auswertung vorhandener Informationen.

Über mehrere Monate trugen die Projektteams unterschiedliche Daten zusammen. Sie sichteten Archivmaterial und Medienberichte, analysierten Spiele aus derselben Zeit und befragten Zeitzeugen. Zu ihnen gehörten Gerd Kolbe, heute Chefhistoriker von Borussia Dortmund, Günther Konietzka, der Bruder des damaligen Torschützen, sowie Eugen Kraas, Vorsitzender eines großen BVB-Fanclubs.

Die persönlichen Erinnerungen lieferten wichtige Hinweise: Wie bewegten sich die Spieler? Wo standen die Zuschauer? Wie wirkte die Situation unmittelbar vor dem Treffer? Ergänzend wurden aus Aufzeichnungen anderer Spiele Bewegungsmodelle erstellt. Mit der U19-Mannschaft von Borussia Dortmund wurde die Spielsituation nachgestellt. Fanexperten halfen dabei, die Atmosphäre im Stadion von 1963 nachzuempfinden. Auch Wettermodelle flossen in die Rekonstruktion ein.

Aus diesen vielen einzelnen Spuren entstand ein Gesamtbild. Mehrere KI-Modelle analysierten die Daten und übersetzten sie schließlich in Bewegtbild und Ton. Das Ergebnis ist keine Filmaufnahme aus der Vergangenheit. Es ist eine technologisch gestützte Rekonstruktion – und damit der Versuch, eine historische Lücke so plausibel und realitätsgetreu wie möglich zu schließen.

„Das erste Tor der Bundesliga, das bislang nur in den Erinnerungen weniger Zeitzeugen existierte, gibt’s jetzt für alle Fußballfans in bewegten Bildern“, sagt Vodafone-Deutschland-Chef Marcel de Groot. Für ihn macht das Projekt ein Stück deutsche Fußballgeschichte zugänglich.

BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke mit Vodafone Deutschland CEO Marcel de Groot bei Dreharbeiten im Stadion zur Dokumentation ‚The Unseen Goal‘. Foto: Borussia Dortmund

Düsseldorfer Technologie für ein Dortmunder Jahrhunderttor

Für Vodafone ist die Rekonstruktion mehr als ein Ausflug in die Sportgeschichte. Das Unternehmen verbindet damit seine technologische Kompetenz mit einem Ereignis, das Millionen Menschen emotional erreicht. Der Fußball wird zum Anwendungsfall für künstliche Intelligenz – und die Vergangenheit zum Material für eine neue Form des Erinnerns.

Gerade darin liegt der Reiz des Projekts. KI arbeitet hier nicht im luftleeren Raum. Sie ersetzt weder Zeitzeugen noch Archive. Sie führt deren Hinweise zusammen, macht Muster sichtbar und entwickelt daraus eine audiovisuelle Darstellung. Die Technologie übernimmt die Übersetzungsarbeit – die historische Verantwortung bleibt bei den Menschen, die Quellen prüfen, Erinnerungen einordnen und Grenzen der Rekonstruktion benennen.

BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke spricht von einem anspruchsvollen Vorhaben und einem besonderen Highlight für traditionsbewusste Fans. Zeitzeuge Gerd Kolbe erinnert sich daran, dass der Schiedsrichter Ott am 24. August 1963 um 16:59 Uhr anpfiff. Die Zuschauer hinter dem BVB-Tor erwarteten einen gewöhnlichen Bundesliganachmittag. Dann fiel das erste Tor – und mit ihm begann eine Geschichte, die bis heute fortgeschrieben wird.

Vom Stadion ins Museum

Die Rekonstruktion ist Teil der Kurzdokumentation „The Unseen Goal“. Ihre Premiere feiert sie im BORUSSEUM, dem Vereinsmuseum von Borussia Dortmund. Anschließend soll der Film unter anderem über die YouTube-Kanäle von Vodafone und dem BVB verfügbar sein. Auch im Stadion, im linearen Programm von Sky Sport News HD und später als festes Exponat im Deutschen Fußballmuseum wird das rekonstruierte Tor zu sehen sein.

So kehrt ein Moment, der bislang nur in den Köpfen der damaligen Zuschauer existierte, in die Öffentlichkeit zurück. Nicht als Originalaufnahme, die es nie gegeben hat. Sondern als sorgfältig erarbeitete Annäherung an das, was damals geschah.

Das Projekt ist damit auch ein Beispiel für den Wandel, den künstliche Intelligenz gerade durchläuft. Sie ist nicht nur Werkzeug für die Zukunft. Sie kann helfen, die Vergangenheit neu zu befragen – vorausgesetzt, sie wird mit Recherche, Verantwortung und Respekt vor den Fakten eingesetzt.

Und manchmal braucht es dafür ein Düsseldorfer Unternehmen, einen Dortmunder Verein und ein Tor, das 63 Jahre lang niemand sehen konnte.

UNTERNEHMERSCHAFT IM GESPRÄCH! Future Tech Fest 2026 in Düsseldorf: Wo Start-ups und etablierte Unternehmen gemeinsam Zukunft gestalten

Innovation erleben, neue Technologien entdecken und konkrete Kooperationen anstoßen: Am 10. September 2026 wird das AREAL BÖHLER zum Treffpunkt der internationalen Start-up- und Technologieszene. Die Unternehmerschaft Düsseldorf lädt ihre Mitgliedsunternehmen zu einer exklusiven Führung über das Future Tech Fest ein.


Von Christoph Sochart


Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Welche Technologien werden Geschäftsmodelle verändern – und wo entstehen daraus konkrete Chancen für Unternehmen? Antworten auf diese Fragen gibt das Future Tech Fest 2026 am Donnerstag, 10. September, in Düsseldorf.

Das Festival verbindet B2B-Expo, Konferenz, Networking und Start-up-Pitches miteinander. Erwartet werden mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie rund 300 nationale und internationale Tech-Start-ups. Für die Düsseldorfer Wirtschaft ist die Veranstaltung damit weit mehr als eine Ausstellung neuer Technologien: Sie bietet einen direkten Zugang zu Gründerinnen und Gründern, Investorinnen und Investoren, Unternehmen, Forschung und Wissenschaft.

Innovation wird dort greifbar, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen

Neue Technologien entfalten ihren wirtschaftlichen Wert nicht allein durch ihre technische Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist, ob sie konkrete Herausforderungen lösen, Prozesse verbessern, Ressourcen schonen oder neue Märkte erschließen können. Genau an diesem Punkt setzt das Future Tech Fest an.

In der Expo präsentieren junge Unternehmen ihre Lösungen und Geschäftsmodelle. Besucherinnen und Besucher können direkt mit den Teams hinter den Produkten sprechen, Fragen stellen und erste Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit prüfen. Für etablierte Unternehmen eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, Entwicklungen frühzeitig kennenzulernen und besser einzuschätzen, welche Innovationen für die eigene Organisation relevant sein könnten.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem Zukunftsthemen wie:

  • künstliche Intelligenz und digitale Geschäftsmodelle,
  • Klimaschutz und Ressourceneffizienz,
  • nachhaltige Technologien,
  • HealthTech und Gesundheit,
  • Bildung und die Arbeitswelt der Zukunft,
  • internationale Kooperationen und neue Formen des Unternehmertums.

Die Veranstaltung schafft damit einen Raum für den Austausch zwischen unterschiedlichen Unternehmensgenerationen. Start-ups bringen neue Perspektiven, hohe Innovationsgeschwindigkeit und häufig spezialisierte technologische Lösungen ein. Etablierte Unternehmen verfügen über Markterfahrung, Branchenwissen, Kundenkontakte und die Fähigkeit, Innovationen in größerem Maßstab umzusetzen. Wo beides zusammenkommt, können aus Ideen tragfähige Geschäftsmodelle werden.

Exklusive Führung der Unternehmerschaft Düsseldorf

Die Unternehmerschaft Düsseldorf gestaltet den Besuch des Future Tech Festes mit einem eigenen Programm. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf bietet sie ihren Mitgliedern eine exklusive geführte Tour über das Festivalgelände an.

Die Führung findet am 10. September von 11 bis 13 Uhr statt. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Start-ups und ihre Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Orientierung auf dem weitläufigen Festivalgelände, lernen interessante Aussteller kennen und bekommen Gelegenheit, unmittelbar mit Gründerinnen und Gründern ins Gespräch zu kommen.

Ergänzt wird der Besuch durch einen Podcast vor Ort. Dabei kommen spannende Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner aus Wirtschaft und Start-up-Szene zu Wort. So entstehen Einblicke aus erster Hand: Welche Technologien sind bereits einsatzbereit? Wo liegen die größten Hürden bei der Umsetzung? Und was braucht es, damit aus einem ersten Kontakt eine erfolgreiche Kooperation wird?

Die Führung richtet sich an Mitgliedsunternehmen, die:

  • neue Technologien und innovative Geschäftsmodelle kennenlernen möchten,
  • Impulse für die digitale oder nachhaltige Transformation suchen,
  • Kooperationsmöglichkeiten mit Start-ups prüfen,
  • den eigenen Innovationsradar erweitern wollen,
  • neue Kontakte zu Unternehmen, Investoren und weiteren Akteuren knüpfen möchten.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei und exklusiv für Mitglieder der Unternehmerschaft Düsseldorf und der Arbeitgeberverbände. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich.

Ein ganzer Tag für Technologie, Unternehmertum und Austausch

Das Future Tech Fest beginnt bereits am Morgen und bietet über den gesamten Tag hinweg ein dichtes Programm auf mehreren Bühnen. Die Expo öffnet um 8 Uhr; ab 8.30 Uhr steht ein kostenloses Frühstück bereit. Damit bietet sich schon früh die Gelegenheit, erste Gespräche zu führen und sich einen Überblick über die Aussteller und Programmpunkte zu verschaffen.

Main Stage: Perspektiven auf die Zukunft

Auf der Main Stage beginnt das offizielle Bühnenprogramm um 10 Uhr. Nach der Eröffnung folgen Beiträge und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in Technologie und Wirtschaft. Vorgesehen sind unter anderem ein Beitrag von Prof. Michael Groß sowie ein HealthTech-Panel.

Im weiteren Tagesverlauf rückt die künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt. Weitere Programmpunkte mit Ana Ivanović, Unternehmer und Investor Tillman Schulz sowie Sara Nuru setzen zusätzliche Akzente aus Sport, Unternehmertum, Investment und gesellschaftlichem Engagement.

Das offizielle Bühnenprogramm endet am Abend mit einer Aftershow-Party. Der Tag verbindet damit fachliche Impulse, persönliche Begegnungen und die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre Gespräche zu vertiefen.

Startup Stage: Ideen auf dem Prüfstand

Auf der Startup Stage präsentieren junge Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und technologischen Lösungen in kurzen Pitch-Formaten. Die ersten Pitch-Runden starten bereits um 10.40 Uhr; weitere Runden folgen am Mittag und am Nachmittag.

Die Pitches zeigen, wie unterschiedlich Innovation entstehen kann: durch neue Softwarelösungen, spezialisierte Anwendungen, nachhaltige Technologien oder Geschäftsmodelle, die etablierte Abläufe neu denken. Für Unternehmen sind die Präsentationen eine kompakte Möglichkeit, zahlreiche Ideen in kurzer Zeit kennenzulernen.

Zum Programm gehören außerdem sogenannte „Fuck Up Stories“. Gründerinnen und Gründer berichten darin offen über Fehler, Rückschläge und schwierige Entscheidungen. Diese Beiträge machen deutlich, dass Innovation nicht nur aus Erfolgen besteht. Der offene Umgang mit Erfahrungen kann gerade für etablierte Unternehmen wertvolle Impulse liefern – etwa für eine neue Fehlerkultur, schnellere Lernprozesse und einen realistischeren Blick auf Veränderung.

Am späten Nachmittag treten die Finalistinnen und Finalisten im letzten Pitch gegeneinander an. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Startup Pitches werden um 17.40 Uhr ausgezeichnet.

Vision Stage: Kontakte mit konkretem Mehrwert

Auf der Vision Stage steht die Vernetzung im Mittelpunkt. Beim B2B-Speed-Dating, das um 10.30 Uhr beginnt, können Unternehmen, Start-ups und weitere Akteure gezielt neue Geschäftskontakte knüpfen.

Das Format ist besonders für diejenigen interessant, die nicht nur Inspiration suchen, sondern konkrete Gespräche führen möchten. Eine kurze Begegnung kann dabei der erste Schritt sein – für einen Pilotversuch, einen Technologie-Check, eine gemeinsame Entwicklung oder einen späteren Vertriebskontakt.

Weitere Programmpunkte widmen sich unter anderem dem deutschen IHK-/AHK-Netzwerk, dem Thema „Education becomes future“, einem Beitrag von Prof. Anja Karlshaus und dem European AI Summit. Die Themen zeigen, dass technologische Entwicklung immer auch Fragen von Bildung, Qualifizierung, internationaler Zusammenarbeit und gesellschaftlicher Verantwortung berührt.

Workshops: Wissen vertiefen und Anwendungen diskutieren

Neben den Bühnen gehören Workshops zum Programm. Die beiden Workshop-Bereiche öffnen um 10.45 Uhrbeziehungsweise 11 Uhr. Dort können sich Besucherinnen und Besucher intensiver mit konkreten Fragestellungen auseinandersetzen und praktische Einblicke gewinnen.

Damit ergänzt das Future Tech Fest die kurzen Impulse und Pitches um Formate, in denen Diskussion und Vertiefung möglich sind. Gerade für Unternehmen, die sich bereits mit einer bestimmten Technologie oder einem konkreten Transformationsprojekt beschäftigen, können diese Workshops eine gute Gelegenheit bieten, Fragestellungen zu schärfen und neue Lösungsansätze kennenzulernen.

Die Expo als Herzstück des Future Tech Festes

Herzstück der Veranstaltung ist die große Expo. Dort zeigen mehr als 250 beziehungsweise rund 300 nationale und internationale Tech-Start-ups ihre Innovationen. Die Aussteller machen sichtbar, in welchen Bereichen sich neue Technologien derzeit besonders dynamisch entwickeln – und wie breit das Spektrum der Lösungen ist.

Für etablierte Unternehmen ergeben sich daraus mehrere Vorteile. Sie können:

  1. Technologien direkt erleben: Statt ausschließlich über Marktberichte oder Präsentationen erhalten Besucherinnen und Besucher einen unmittelbaren Eindruck von Produkten und Anwendungen.
  2. Ansprechpartner kennenlernen: Hinter jeder Lösung stehen Menschen, die ihre Technologie erklären, Anwendungsfälle einordnen und Fragen zur Zusammenarbeit beantworten können.
  3. Bedarfe abgleichen: Im direkten Gespräch lässt sich schneller klären, ob eine Lösung zu den eigenen Anforderungen, Prozessen und Rahmenbedingungen passt.
  4. Kooperationen vorbereiten: Aus einem ersten Austausch können Pilotprojekte, Partnerschaften oder weitere Gespräche entstehen.
  5. Entwicklungen frühzeitig beobachten: Wer regelmäßig mit Start-ups und Innovationen in Kontakt bleibt, kann technologische Veränderungen besser einordnen.

Darüber hinaus bietet die Investors & Corporate Lounge die Möglichkeit zu persönlichen 1:1-Gesprächen. Sie schafft damit einen geschützten Rahmen für vertiefende Kontakte zwischen Start-ups, Unternehmen, Investoren und weiteren relevanten Akteuren.

Warum Düsseldorf ein geeigneter Standort für Zukunftsthemen ist

Das Future Tech Fest zeigt auch, welche Bedeutung Düsseldorf als Innovationsstandort besitzt. Die Landeshauptstadt verbindet eine starke Unternehmenslandschaft mit einer wachsenden Start-up-Szene, zahlreichen Netzwerken, Förderangeboten und Veranstaltungen, die den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gründerszene fördern.

Für die regionale Wirtschaft ist dieser Austausch von besonderer Bedeutung. Innovation entsteht selten isoliert. Sie braucht Begegnungen, Wissenstransfer und die Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Veranstaltungen wie das Future Tech Fest schaffen dafür eine Plattform.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf unterstützt diesen Austausch, indem sie ihre Mitgliedsunternehmen mit relevanten Akteuren der Innovationsszene zusammenbringt. Der persönliche Zugang ist dabei ein entscheidender Faktor: Eine geführte Tour erleichtert die Orientierung, bündelt relevante Kontakte und macht es möglich, in kurzer Zeit gezielt mit passenden Start-ups ins Gespräch zu kommen.

Von der Inspiration zur Zusammenarbeit

Ein Besuch auf einer Innovationsveranstaltung ist dann besonders wertvoll, wenn aus den gewonnenen Eindrücken konkrete nächste Schritte entstehen. Unternehmen können den Tag daher nutzen, um gezielt Fragen mitzunehmen:

  • Welche Herausforderungen in unserem Unternehmen könnten durch neue Technologien besser gelöst werden?
  • In welchen Bereichen benötigen wir mehr Effizienz oder Ressourcenschonung?
  • Welche Prozesse eignen sich für einen ersten Pilotversuch?
  • Welche Kompetenzen müssen wir intern aufbauen oder ergänzen?
  • Welche Start-ups könnten zu unseren Produkten, Märkten oder strategischen Zielen passen?
  • Welche Rahmenbedingungen braucht eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und Start-up?

Die Antworten müssen nicht am selben Tag vollständig vorliegen. Entscheidend ist, Gespräche zu beginnen, Kontakte zu dokumentieren und nach der Veranstaltung gezielt anzuknüpfen. Aus einem kurzen Austausch am Messestand kann so ein weiterer Termin, ein gemeinsamer Workshop oder ein konkretes Kooperationsprojekt entstehen.

Jetzt anmelden und Innovation gemeinsam erleben

Das Future Tech Fest 2026 bietet Unternehmen aus Düsseldorf die Möglichkeit, Zukunftstechnologien nicht nur auf einer Bühne zu verfolgen, sondern unmittelbar kennenzulernen. Die Kombination aus Expo, Konferenz, Pitches, Workshops und Networking schafft zahlreiche Anknüpfungspunkte für neue Ideen und Geschäftsbeziehungen.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf lädt ihre Mitglieder herzlich ein, das Festival gemeinsam zu besuchen und an der exklusiven Führung teilzunehmen.

Termin auf einen Blick

Future Tech Fest 2026
Donnerstag, 10. September 2026
AREAL BÖHLER
Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf

Exklusive Führung der Unternehmerschaft Düsseldorf:
11 bis 13 Uhr

Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei und exklusiv für Mitglieder der Unternehmerschaft Düsseldorf und der Arbeitgeberverbände. Die Plätze sind begrenzt; eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.

Jetzt zur exklusiven Führung anmelden

Das vollständige Programm des Future Tech Fest 2026 ansehen

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Tag mit neuen Perspektiven, spannenden Begegnungen und konkreten Impulsen für die Zukunft von Wirtschaft und Technologie.

Düsseldorf bittet zu Tisch: „Chefs in Town“ bringt vom 25. bis 27. September 2026 Starköche, lokale Gastgeber und außergewöhnliche kulinarische Ideen zusammen

Gemacht wird „Chefs in Town“ von unserem Mitgliedsunternehmen METRO!

Eine Stadt erkennt man nicht nur an ihrer Skyline. Man erkennt sie auch daran, wie sie Menschen an einen Tisch bringt. Düsseldorf kann das besonders gut. Die Stadt ist international, neugierig und genussfreudig – und sie besitzt eine Gastronomie, die mehr ist als die Summe ihrer Restaurants.


Von Christoph Sochart


Vom 25. bis 27. September 2026 wird Düsseldorf erneut zum Schauplatz von „Chefs in Town“, gemacht von der METRO IN DÜSSELDORF. Renommierte Spitzenköchinnen und -köche, Mixologinnen und Mixologen sowie Sommeliers aus dem In- und Ausland treffen auf lokale Gastronominnen und Gastronomen. Aus diesen Begegnungen entstehen kulinarische Erlebnisse, die es so nicht von der Stange gibt.

Das Besondere an „Chefs in Town“ ist nicht allein der prominente Name am Herd. Es ist die Idee des Austauschs. Die internationalen Gäste kommen nicht, um die Düsseldorfer Gastronomie zu überstrahlen. Sie kommen, um sich mit ihr zu verbinden. In sogenannten Matches treffen unterschiedliche Handschriften, Erfahrungen und Küchenwelten aufeinander. Das Ergebnis ist im besten Sinne offen: manchmal Fine Dining, manchmal kreative Alltagsküche, manchmal eine neue Interpretation eines Klassikers – und manchmal die Erkenntnis, dass auch eine Pommesbude ein Ort großer Gastfreundschaft sein kann.

Die Stadt wird zur Bühne

„Chefs in Town“ verwandelt Düsseldorf nicht in eine geschlossene Genussveranstaltung, sondern in eine offene kulinarische Bühne. Die Begegnungen finden dort statt, wo Gastronomie lebt: in Restaurants, Bars, auf dem Wasser und in besonderen Veranstaltungsformaten.

Zu den angekündigten Höhepunkten zählen unter anderem das Treffen der Legenden Pierre Gagnaire und Yoshi Nagaya im Nagaya sowie der britische Celebrity-Chef Jameson Stocks im Agata. Cornelia Poletto und Nelson Müller laden zu einer Küchenparty, Philipp Vogel kocht auf einem Schiff der KD. Tim Raue trifft auf Walid el Sheikh, Thomas Bühner arbeitet im La Vie mit Nick Bril zusammen, und Sven Elverfeld interpretiert bei Goldies einen Burger neu.

Die Liste ließe sich fortsetzen. Doch sie erzählt vor allem eines: Düsseldorf ist nicht Kulisse, sondern Gastgeberin. Die Stadt bringt die Menschen, Orte und Ideen zusammen, die aus einem gastronomischen Wochenende ein Stadterlebnis machen.

Auch die Düsseldorfer Stadtspitze beteiligt sich am Programm. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Wirtschaftsdezernent Christian Zaum übernehmen eine Schicht im Restaurant Die Kurve. Das ist mehr als ein symbolischer Auftritt. Es ist eine sichtbare Anerkennung für eine Branche, die häufig dann wahrgenommen wird, wenn etwas nicht funktioniert – und viel zu selten dann, wenn sie jeden Tag dafür sorgt, dass eine Stadt lebendig, gastfreundlich und attraktiv bleibt.

Wertschätzung für eine Branche mit Haltung

Gastronomie ist Wirtschaft. Sie schafft Arbeitsplätze, belebt Quartiere, zieht Besucherinnen und Besucher an und ist ein Standortfaktor. Aber Gastronomie ist eben auch Kultur. Sie stiftet Begegnung, vermittelt Geschmack und Herkunft, ermöglicht Gespräche und schafft Erinnerungen.

„Chefs in Town“ macht diese Bedeutung sichtbar. Die Initiative wurde 2024 von METRO ins Leben gerufen und wird gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Industrie, darunter Coca-Cola, unterstützt. Die teilnehmenden Restaurants zahlen keine Gebühr. Damit wird ein Format ermöglicht, das nicht nur auf einzelne Stars setzt, sondern die Vielfalt der lokalen Gastronomie in den Mittelpunkt stellt.

Dr. Steffen Greubel, CEO der METRO AG, beschreibt eine lebendige Gastronomieszene als wichtigen Standortfaktor für Wirtschaft und gesellschaftliches Leben. Genau hier liegt die Stärke des Formats: Es stellt die Branche nicht als Servicekulisse dar, sondern als kreativen und gestaltenden Teil der Stadtgesellschaft.

Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betont die Weiterentwicklung und kreative Kraft von „Chefs in Town“. Das Festival zeigt, wie viel Energie in der Düsseldorfer Gastronomie steckt – und wie sehr die Stadt von dieser Energie profitiert.

Nachwuchs am Herd und an der Bar

Ein Festival, das nur die großen Namen feiert, würde zu kurz greifen. „Chefs in Town“ richtet den Blick deshalb auch auf junge Talente. Beim DEHOGA-Kochwettbewerb sowie bei Mix- und Kochsessions im Albrecht-Dürer-Berufskolleg erhalten Nachwuchskräfte Einblicke in die Hotel- und Gastronomiewelt.

Mit dabei sind unter anderem Linh Nguyen und der Schirmherr des Festivals, Heiko Antoniewicz. Solche Begegnungen können für junge Menschen entscheidend sein. Sie erleben, dass Gastronomie nicht nur aus langen Schichten und hohem Einsatz besteht, sondern auch aus Kreativität, Teamgeist, Präzision und der Möglichkeit, eigene Ideen sichtbar zu machen.

Wer jungen Menschen eine Perspektive geben will, muss ihnen Einblicke ermöglichen. „Chefs in Town“ tut genau das. Das Festival öffnet Küchen, macht Berufe erlebbar und zeigt, dass Gastgewerbe eine vielfältige und sinnstiftende Arbeitswelt sein kann.

Genuss, der weiterreicht

Zum Konzept gehört auch gesellschaftliches Engagement. Im RIVA steht der Sonntag im Zeichen der Charity. Beim „Pasta für Zasta-Battle“ mit dem Drei-Sterne-Koch Tohru Nakamura werden 100 Prozent der Erlöse gespendet. Das Engagement im Kinderhilfezentrum mit Alina Meissner-Bebrout wird fortgeführt.

Auch dadurch gewinnt „Chefs in Town“ an Glaubwürdigkeit. Ein Fest der Sinne darf Freude machen. Aber es darf sich zugleich daran erinnern, dass eine Stadt nicht nur aus denen besteht, die sich ein besonderes Menü leisten können. Wo kulinarische Stärke mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden wird, entsteht mehr als ein Event: Es entsteht Wirkung.

Düsseldorf kann Gastronomie

„Chefs in Town“ ist damit eine Liebeserklärung an die Düsseldorfer Gastronomie – an ihre Professionalität, ihre Risikobereitschaft und ihre Bereitschaft, sich immer wieder neu zu erfinden. Vor allem aber ist es eine Anerkennung für die Gastgeberinnen und Gastgeber, die ihre Restaurants, Bars und Küchen auch unter schwierigen Bedingungen offenhalten.

Die Starköche bringen Aufmerksamkeit. Die lokalen Betriebe geben dem Festival sein Gesicht. Die Gäste bringen Neugier mit. Und Düsseldorf liefert den Ort, an dem aus diesen Zutaten etwas Eigenes entsteht.

Vom 25. bis 27. September 2026 wird die Stadt deshalb zum Hotspot für außergewöhnliche kulinarische Begegnungen. Man darf sich auf neue Kombinationen, überraschende Formate und viele Geschichten freuen, die nicht auf der Speisekarte stehen.

Denn am Ende ist ein gutes Essen selten nur ein gutes Essen. Es ist ein Gespräch. Eine Erinnerung. Ein Stück Stadt.

Weitere Informationen und das aktuelle Programm: www.chefsintown.de

Aktuelle Hinweise: www.unternehmerschaft.de