Update Ausstellungen in Düsseldorf

Jörg Immendorf, Für alle Lieben in der Welt, 1966. Foto: Screenshot www.kunstpalast.de

Düsseldorf ist Wirtschaftsstandort – und Kulturstadt. Beides gehört für uns eng zusammen. Denn Kunst und Kultur sind nicht nur Ausdruck gesellschaftlicher Vielfalt und kreativer Freiheit. Sie sind auch ein wichtiger Standortfaktor.

Kunstförderung ist deshalb immer auch Wirtschaftsförderung. Zum einen sind Künstlerinnen und Künstler selbst Unternehmerinnen und Unternehmer – häufig als Solo-Selbstständige oder kleine Unternehmen. Auch Galerien, Kulturveranstalter und viele weitere Akteure der Kreativwirtschaft sind Unternehmen, die Wertschöpfung schaffen und Arbeitsplätze sichern.

Zum anderen brauchen Unternehmen ein Umfeld, in dem sich Fach- und Führungskräfte nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut leben und ihre Freizeit attraktiv gestalten können. Eine lebendige Kunst- und Kulturszene macht einen Wirtschaftsstandort interessanter – für Menschen, die hier arbeiten, ebenso wie für Unternehmen, die Fachkräfte gewinnen und halten wollen.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf das, was Düsseldorf in den kommenden Monaten kulturell zu bieten hat.


Von Christoph Sochart


„Made in Düsseldorf #8“: In Szene gesetzt

Im Kunstpalast startet heute (21. August 2026) die achte Ausgabe der Ausstellungsreihe „Made in Düsseldorf“. Unter dem Titel „In Szene gesetzt“ werden Fotografien, Filme, Toninstallationen und Skulpturen aus der Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf präsentiert.

Im Mittelpunkt steht eine spannende Frage: Wie wirklich ist das, was wir sehen, hören und wahrnehmen?

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler hinterfragen die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Medien, Realität abzubilden. Dabei werden Fotografie, Film, Ton und Skulptur selbst zum Thema. Die Werke zeigen, wie Wirklichkeit konstruiert, verändert und interpretiert werden kann – und eröffnen damit neue Perspektiven auf unsere eigene Wahrnehmung.

Zu sehen sind Arbeiten von Jan Dibbets, Simon Dybbroe Møller, Andreas Gefeller, Gudrun Kemsa, Sophie Meuresch, Steven Pippin, Barbara Probst, Amanda Ross-Ho und Juergen Staack.

„Made in Düsseldorf“ ist eine Ausstellungsreihe der Stadtsparkasse Düsseldorf in Kooperation mit dem Kunstpalast. Sie stellt zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler vor, die durch ihr Studium, ihren Wohnort oder ihre künstlerische Arbeit mit Düsseldorf und dem Rheinland verbunden sind.

Kuratiert wird die achte Ausstellung von Esther Breinig.

Niki de Saint Phalle. Foto: Screenshot www.kunstpalast.de

Niki de Saint Phalle: Kunst mit gesellschaftlicher Sprengkraft

Ab 10. September 2026 widmet sich der Kunstpalast mit „DREAM MACHINE“ der französisch-amerikanischen Künstlerin Niki de Saint Phalle. Weltbekannt wurde sie unter anderem durch ihre farbenfrohen, voluminösen Nana-Figuren.

Die Ausstellung blickt auf vier Jahrzehnte ihres Schaffens und insbesondere auf ihren künstlerischen Kampf gegen Strukturen, die die Selbstbestimmung von Frauen einschränken – vor allem über den eigenen Körper.

Zu sehen sind unter anderem ihre berühmten Schießbilder, Frauenfiguren, Happenings und Filme sowie Modelle von Großplastiken. Auch ihr künstlerisches Umfeld und ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie Jean Tinguely und Robert Rauschenberg werden beleuchtet. Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke von Zeitgenossinnen wie Yayoi Kusama, Dorothy Iannone und Alina Szapocznikow.

Mehr als 100 Werke zeigen die gesellschaftliche Sprengkraft von Niki de Saint Phalles Kunst ebenso wie ihre Sehnsucht nach Harmonie. Damit ist die Ausstellung nicht nur ein Rückblick auf eine außergewöhnliche Künstlerinnenkarriere, sondern auch eine Auseinandersetzung mit Fragen, die bis heute aktuell sind.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Nationalmuseum in Wrocław sowie in enger Zusammenarbeit mit der Niki Charitable Art Foundation San Diego und dem Sprengel Museum Hannover. Kuratorin ist Heike van den Valentyn.

Franz Marc: Auf der Suche nach einer besseren Welt

Nur zwei Tage später, am 12. September 2026, startet in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 die Ausstellung „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“.

Die ikonischen Tierbilder und eindrucksvollen Naturdarstellungen des Künstlers stehen im Mittelpunkt. Die erste umfangreiche Einzelausstellung zu Franz Marc seit 20 Jahren bietet die Gelegenheit, rund 120 Meisterwerke aus allen Schaffensphasen an einem Ort zu erleben.

Leuchtende Farben, Tiere und Natur sind dabei ebenso wichtige Themen wie Marcs Entwicklung hin zu zunehmend abstrakten Kompositionen. Dank zahlreicher nationaler und internationaler öffentlicher und privater Leihgeber konnten Gemälde und Arbeiten auf Papier zusammengeführt werden, die die gesamte Bandbreite seines nur wenige Jahre währenden, aber außergewöhnlich produktiven Schaffens zeigen.

Zwei Düsseldorfer Künstler von Weltformat

Und auch zwei Künstler, die eng mit Düsseldorf verbunden sind, bekommen in den kommenden Monaten große Bühnen.

Jörg Immendorff ist ab 25. September 2026 im Kunstpalast zu sehen. Die Ausstellung beleuchtet sämtliche Phasen seines Schaffens – von den Anfängen an der Kunstakademie bis zu seinen letzten Arbeiten im Düsseldorfer Atelier.

Rund 100 Exponate zeigen großformatige Gemäldeserien, Holz- und Bronzeskulpturen sowie bislang nicht gezeigte Zeichnungen und Archivmaterial. Dabei geht es nicht nur um die künstlerische Entwicklung Immendorffs. Die Ausstellung fragt auch nach der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft und nach den politischen und persönlichen Widersprüchen, die sein Werk geprägt haben.

Wer die Ausstellung nicht allein entdecken möchte, kann sie auch im Rahmen einer Privatführung erleben – als individuelles Kulturangebot, als Geburtstagsgeschenk oder beispielsweise als Team-Event. Eine 60-minütige deutschsprachige Führung kostet 93 Euro zuzüglich Eintritt und kann für Gruppen mit bis zu 20 Personen gebucht werden.

Ab 14. November 2026 folgt schließlich im K21 der Kunstsammlung NRW eine Ausstellung mit Werken von Thomas Schütte, einem weiteren Düsseldorfer Künstler von internationalem Rang.

Kultur ist Standortqualität

Die kommenden Monate zeigen damit eindrucksvoll, welche kulturelle Vielfalt Düsseldorf zu bieten hat. Von zeitgenössischer Fotografie über Niki de Saint Phalle und Franz Marc bis hin zu Jörg Immendorff und Thomas Schütte reicht das Spektrum.

Für uns ist das mehr als ein Freizeitangebot. Eine Stadt, in der Menschen gerne leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen, ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Deshalb gehören Wirtschaftsförderung, Standortqualität und Kulturförderung für uns zusammen.

Gießereien: Klein an Zahl, groß für die deutsche Wirtschaft

Gießereien sind ein unsichtbarer Schlüssel der deutschen Industrie. Ob Automobil, Maschinenbau oder andere industrielle Anwendungen: Ohne Gussteile würden viele Produkte nicht funktionieren. Eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, wie groß die wirtschaftliche Bedeutung der Branche tatsächlich ist.


Von Christoph Sochart


In Deutschland gibt es derzeit 545 Gießereien mit rund 67.700 Beschäftigten. Die Unternehmen arbeiten mit unterschiedlichen Verfahren wie Sand-, Druck- oder Feinguss und verarbeiten Eisen, Stahl und Leichtmetalle. Die Bandbreite ihrer Produkte ist enorm: Sie reicht von wenigen Gramm schweren Bauteilen bis zu Gussteilen mit mehreren hundert Tonnen Gewicht.

Besonders eng ist die Gießereiindustrie mit der Automobilwirtschaft verbunden. 45 Prozent des Gesamtwerts der 2024 gelieferten Gießereiprodukte gingen an die Automobilindustrie. Damit ist sie mit Abstand der wichtigste Abnehmer. Weitere 30 Prozent entfallen auf den Maschinenbau. Gusskomponenten finden sich unter anderem in Zylinderköpfen, Bremsteilen, Getrieben, Achsen, Karosseriestrukturen und Batteriegehäusen für Elektrofahrzeuge.

In Deutschland im Jahr 2025

125.000 Arbeitsplätze hängen daran

Die Bedeutung der Branche geht allerdings weit über die direkt Beschäftigten hinaus. Nach Berechnungen der IW Consult sichert die Gießereiindustrie in Deutschland knapp 125.000 Arbeitsplätze und steht direkt und indirekt für rund 10,3 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung.

Noch größer wird die Dimension, wenn man die Unternehmen betrachtet, die für ihre eigene Produktion auf Gussprodukte angewiesen sind. Dieses sogenannte Guss-Kundennetzwerk steht für eine Bruttowertschöpfung von rund 428 Milliarden Euro, einen Produktionswert von etwa 1.150 Milliarden Euro und 3,85 Millionen Arbeitsplätze.

Damit wird deutlich: Was auf den ersten Blick wie eine kleine Spezialbranche wirkt, ist tatsächlich ein wichtiger Baustein der deutschen Industrie.


In unserer neuen Podcastserie spielt die Gießerei-Industrie in unserer Stadt eine große Rolle. Unter anderem mit dabei die Chefin der Gießerei Dillenberg in Eller, Kathrin Grüne.

„Schornsteine & Schicksale“ – der neue Industriegeschichten-Podcast der Podcast-Redaktion „Düsseldorfer Wirtschaft“.

Folge 1: „Von Aachen an den Rhein“ – die Geschichte von Fritz Henkel

Die erste Folge ist ab sofort überall dort verfügbar, wo es Podcasts gibt. Suchen Sie einfach nach „Düsseldorfer Wirtschaft“. Weitere Informationen zur Podcastserie und zu den kommenden Folgen finden Sie auf unserer Website unter www.unternehmerschaft.de


Unter Druck

Gleichzeitig stehen die Gießereien vor erheblichen Herausforderungen. Die Produktion in Deutschland ist seit 2018 bereits um 35 Prozent zurückgegangen. Hinzu kommen die schwache Entwicklung wichtiger Kundenbranchen, insbesondere der Automobilindustrie und des Maschinenbaus.

Für die Unternehmen kommen weitere Belastungen hinzu: hohe Strompreise, unsichere handelspolitische Rahmenbedingungen und die anspruchsvolle Transformation hin zu einer klimafreundlicheren Produktion.

Gerade die Energiefrage ist für Gießereien entscheidend. Die Herstellung von Metallprodukten benötigt große Mengen Energie. Wenn die Kosten am Standort Deutschland deutlich höher liegen als bei internationalen Wettbewerbern, wird es für Unternehmen schwieriger, wettbewerbsfähig zu produzieren und gleichzeitig in neue Technologien zu investieren.

Was passiert, wenn die Gießereiindustrie weiter schrumpft?

Die IW Consult hat deshalb verschiedene Szenarien berechnet. Besonders deutlich ist das Negativszenario: Würde die heimische Gussproduktion vom heutigen Niveau aus noch einmal um 50 Prozent sinken, könnte die deutsche Bruttowertschöpfung um 65 Milliarden Euro zurückgehen. Das entspräche 1,6 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Rund 588.000 Arbeitsplätze könnten verloren gehen.

Umgekehrt zeigt die Analyse auch die Chancen einer stärkeren Industrieproduktion. Würde die Gießereiindustrie ihre Produktion entsprechend der europäischen industriepolitischen Ziele ausweiten, könnten allein in der Branche rund 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und die Wertschöpfung um knapp 900 Millionen Euro steigen.

Auch für Düsseldorf relevant

Für eine Industriestadt wie Düsseldorf ist diese Entwicklung von besonderem Interesse. Die Stadt und die Region sind eng mit der industriellen Wertschöpfung, dem Maschinenbau, der Metallverarbeitung und der Automobilwirtschaft verbunden. Die Stärke eines Industriestandorts entsteht dabei nicht nur durch große bekannte Unternehmen, sondern auch durch zahlreiche spezialisierte Zulieferer und industrielle Dienstleister.

Die Gießereiindustrie zeigt exemplarisch, wie eng diese Wertschöpfungsketten miteinander verbunden sind.

Industriepolitik bedeutet deshalb auch, die weniger sichtbaren Glieder der industriellen Kette im Blick zu behalten. Wenn ein einzelner Baustein wegbricht, kann das Auswirkungen auf zahlreiche weitere Unternehmen haben.

Die Botschaft der IW-Analyse ist deshalb klar: Gießereien mögen zahlenmäßig eine überschaubare Branche sein. Für die industrielle Leistungsfähigkeit Deutschlands sind sie alles andere als unbedeutend.

Gerade in Zeiten von Transformation, hohen Energiekosten und internationalem Wettbewerbsdruck wird sich entscheiden, ob Deutschland auch künftig ein leistungsfähiger Industriestandort mit vollständigen Wertschöpfungsketten bleibt.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW), „Alles aus einem Guss“, 10. August 2026.

Düsseldorfer Unternehmen spüren den wachsenden Wettbewerbsdruck auf den Weltmärkten

(cs) Die Industrie in Düsseldorf, NRW und Deutschland kommt auf den internationalen Märkten weiterhin nicht voran. Jedes vierte Unternehmen in Deutschland – 25,4 Prozent – fürchtet, außerhalb der Europäischen Union an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des ifo Instituts. Auch innerhalb Europas verschärft sich die Lage: 17 Prozent der Unternehmen sehen ihre Wettbewerbsposition bei Industrieprodukten auf dem EU-Markt verschlechtert.

„Die deutsche Industrie kann auf den internationalen Märkten weiterhin keinen Boden gutmachen“, sagt Klaus Wohlrabe vom ifo Institut. „Gerade außerhalb Europas bleibt der Wettbewerbsdruck hoch.“

Nur 5,2 Prozent der Unternehmen sehen ihre Wettbewerbsposition außerhalb Europas verbessert. Innerhalb Europas sind es lediglich 6,3 Prozent. Die Zahlen zeigen damit ein deutliches Ungleichgewicht: Verschlechterungen werden wesentlich häufiger wahrgenommen als Verbesserungen.

Automobilindustrie besonders stark betroffen

Besonders angespannt ist die Situation in der Automobilindustrie. 43 Prozent der Unternehmen aus dieser Branche berichten von einer schlechteren Wettbewerbsposition auf Märkten außerhalb der EU. Damit ist die Autoindustrie mit deutlichem Abstand am stärksten betroffen.

Auch andere wichtige deutsche Industriezweige stehen unter Druck. In der Metallerzeugung und -bearbeitung sehen 29,1 Prozent der Unternehmen ihre Position auf internationalen Märkten geschwächt. In der Chemischen Industrie sind es 26 Prozent, im Maschinenbau 25,5 Prozent. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen liegt der Anteil bei 25,3 Prozent, bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen bei 24,5 Prozent.

Auch innerhalb der Europäischen Union fällt der Blick auf die Automobil- und Chemieindustrie besonders kritisch aus. 24,8 Prozent der Unternehmen aus der Automobilbranche und 22,1 Prozent der Chemieunternehmen berichten von einer Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition.

Strukturproblem statt kurzfristiger Delle

Für Klaus Wohlrabe sind die Ergebnisse mehr als ein vorübergehendes konjunkturelles Problem. „Die Wettbewerbsprobleme der deutschen Industrie sind struktureller Natur“, sagt der ifo-Experte. „Kurzfristige konjunkturelle Verbesserungen allein werden daran wenig ändern.“

Damit rückt die grundsätzliche Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland in den Mittelpunkt. Hohe Kosten, internationale Konkurrenz und der Wandel wichtiger Märkte setzen insbesondere exportorientierte Unternehmen unter Druck.

Eine positive Ausnahme gibt es allerdings: die Getränkeindustrie. Sie ist nach den aktuellen Zahlen die einzige Branche, die ihre Wettbewerbsposition sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU verbessern konnte.

Für unsere Industrie bleibt der Befund dennoch ernüchternd: Während sich die internationale Konkurrenz verschärft, gelingt es bislang nur wenigen Branchen und Unternehmen, ihre Position auf den Weltmärkten nachhaltig auszubauen.

20 Jahre Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung: Wie Düsseldorf Schule und Wirtschaft zusammenbringt

Berufsorientierungstage bei Soeffing Kälte Klima GmbH, Foto: Ingo Lammert

(mw/cs) Seit zwei Jahrzehnten begleitet das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung junge Menschen auf dem Weg von der Schule in den Beruf. Das „Düsseldorfer Modell“ gilt inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus als Beispiel dafür, wie erfolgreiche Berufsorientierung funktionieren kann.

Es begann am 16. August 2006 mit einer Idee, die ihrer Zeit voraus war: Schule, Wirtschaft, Arbeitsagentur und Stadt sollten bei der beruflichen Orientierung junger Menschen enger zusammenarbeiten. Heute, 20 Jahre später, ist daraus eine feste Größe der Düsseldorfer Bildungslandschaft geworden: das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung.

Was damals als innovatives Kooperationsmodell gestartet wurde, ist inzwischen ein Netzwerk, das junge Menschen, Schulen und Unternehmen miteinander verbindet. Ziel ist dabei immer dasselbe geblieben: Jugendliche sollen ihre Talente entdecken, berufliche Perspektiven kennenlernen und möglichst gut vorbereitet den Schritt von der Schule in Ausbildung und Arbeitswelt gehen.

Hinter dem „Düsseldorfer Modell“ stehen die Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Agentur für Arbeit Düsseldorf, die Stiftung Pro Ausbildung, die Unternehmerschaft Düsseldorf, die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, die Handwerkskammer Düsseldorf und die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf. Gemeinsam werden Bedarfe identifiziert, Angebote aufeinander abgestimmt, neue Ansätze der beruflichen Orientierung entwickelt und umgesetzt.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Verbindung von öffentlicher Hand und Wirtschaft. Die Kommunale Koordinierung gestaltet und koordiniert im Rahmen von “Kein Abschluss ohne Anschluss“ KAoA den kommunalen Gesamtprozess im Übergang Schule–Beruf und bringt die beteiligten Akteure zusammen. Die Stiftung Pro Ausbildung gestaltet diesen Prozess als starker Partner und bringt dabei insbesondere seine Nähe zu Unternehmen ein. Das Kompetenzzentrum versteht sich folglich als Ideen- und Projektschmiede: Mit seiner besonderen Nähe zu Jugendlichen, Schulen und Unternehmen greift es Bedarfe aus der Praxis auf, entwickelt gemeinsam mit den Partnern neue Formate, erprobt sie und bringt sie in die Umsetzung.

Ein Beispiel ist die Düsseldorfer Praktikumsbörse, die Schulen und Unternehmen digital zusammenbringt. Hinzu kommen Angebote zur Stärkung der dualen Ausbildung, zur Elternarbeit und zur gezielten Berufsvorbereitung. Viele der in Düsseldorf entwickelten Ansätze haben inzwischen Modellcharakter für Nordrhein-Westfalen.

„Talente erkennen, Perspektiven schaffen, Brücken bauen“ – diese Leitidee beschreibt die Arbeit des Kompetenzzentrums. Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, Jugendlichen einen Praktikumsplatz oder eine Ausbildungsstelle zu vermitteln. Berufliche Orientierung soll jungen Menschen helfen, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und realistische Vorstellungen von der Arbeitswelt zu entwickeln.

Das ist angesichts des Fachkräftebedarfs wichtiger denn je. Unternehmen suchen Nachwuchs, gleichzeitig stehen Jugendliche vor einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt. Umso wichtiger sind persönliche Kontakte, praktische Erfahrungen und verlässliche Ansprechpartner.

Das Kompetenzzentrum versteht sich deshalb als Dienstleister für Jugendliche, Eltern, Schulen und Unternehmen. Die Stärke liegt vor allem in der Vernetzung: Wo andere Institutionen nebeneinander arbeiten könnten, sollen hier gemeinsame Lösungen entstehen.

20 Jahre „Düsseldorfer Modell“ sind damit auch 20 Jahre Erfahrung mit der Erkenntnis, dass berufliche Orientierung am besten gelingt, wenn alle Beteiligten an einem Tisch sitzen.

Für die kommenden Jahre soll dieser Ansatz weiterentwickelt werden. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, neue Berufsbilder und der Wandel der Arbeitswelt verändern auch die Anforderungen an die Berufsorientierung. Das Kompetenzzentrum will deshalb weiterhin neue Wege ausprobieren und dafür sorgen, dass Jugendliche frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt bekommen.

Der Anspruch bleibt dabei derselbe: Kein junger Mensch soll am Übergang von der Schule verloren gehen. Alle Jugendlichen sollen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um eine für sie passende und tragfähige Anschlussperspektive zu entwickeln – ob in Ausbildung, Studium, weiterführender Bildung oder auf einem anderen Weg in die Arbeitswelt.

Das Düsseldorfer Modell hat gezeigt, dass aus einer guten Idee eine dauerhafte Erfolgsgeschichte werden kann – wenn Stadt, Schule, Wirtschaft und Arbeitsmarktakteure nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten.

Berufsorientierungstage – SchülerInnen besuchen die Firma Teekanne, Foto: Ingo Lammert

 

Neue Podcastserie: Schornsteine & Schicksale – die Düsseldorfer Industriekultur

HENKEL-Biograf Professor Joachim Scholtyseck

(cs) Was haben ein 17-jähriger Junge aus dem nordhessischen Vöhl, ein Hinterhof in Aachen und Düsseldorf gemeinsam?

Eine Geschichte von Mut, Chemie, Unternehmergeist – und einer Idee, die die Welt verändern sollte.

Mit Fritz Henkel beginnt unsere neue „Düsseldorfer Wirtschaft“ – Podcastserie „Schornsteine & Schicksale – Die Düsseldorfer Industriekultur: gestern, heute, morgen“.

Im ersten Teil erzählen wir die Geschichte eines jungen Mannes, der sich früh für Chemie begeistert, den Weg in die Selbstständigkeit wagt und schließlich in Düsseldorf Industriegeschichte schreibt.

Doch Fritz Henkel ist erst der Anfang.

Wir gehen auf Spurensuche: zu den Menschen, Unternehmen und Orten, die Düsseldorf geprägt haben. Wir erzählen von Schornsteinen und Fabrikhallen, von Erfindungen und Rückschlägen, von Mut und Schicksalen. Und wir fragen: Was ist von dieser Industriegeschichte geblieben – und wie sieht die Industrie der Zukunft in Düsseldorf aus?

„Schornsteine & Schicksale“ – der neue Industriegeschichten-Podcast der Podcast-Redaktion „Düsseldorfer Wirtschaft“.

Folge 1: „Von Aachen an den Rhein“ – die Geschichte von Fritz Henkel

Die erste Folge ist ab sofort überall dort verfügbar, wo es Podcasts gibt. Suchen Sie einfach nach „Düsseldorfer Wirtschaft“. Weitere Informationen zur Podcastserie und zu den kommenden Folgen finden Sie auf unserer Website unter www.unternehmerschaft.de

Eine Produktion der Streamboxstudios und der Unternehmerschaft
Düsseldorf. Produzent: Frank Wiedemeier. Sprecher*innen: Andrea Voß und
Christoph Sochart

Die weiteren Folgen erscheinen jeweils um 05:55 Uhr:

Teil 2: 22. August 2026
Teil 3: 29. August 2026
Teil 4: 5. September 2026

Hören Sie rein und entdecken Sie die Geschichten hinter den Schornsteinen Düsseldorfs.

Mercedes-Benz auf dem Caravan Salon Düsseldorf 2026

Neue Sprinter- und Marco-Polo-Modelle, Allrad-Innovation für vollintegrierte Reisemobile und 140 Jahre Automobilgeschichte: Mercedes-Benz zeigt auf dem Caravan Salon Düsseldorf 2026, wie Tradition und Zukunft des mobilen Reisens zusammenfinden.

(cs) Wenn sich vom 28. August bis 6. September 2026 auf dem Düsseldorfer Messegelände alles um Camping, Caravaning und mobiles Reisen dreht, ist auch Mercedes-Benz wieder mit zahlreichen Neuheiten dabei. In Halle 17 verbindet der Autobauer aktuelle Reisemobiltechnik mit einem ganz besonderen Stück Automobilgeschichte: Auf dem Messestand ist der historische Benz Patent-Motorwagen zu sehen.

Für Mercedes-Benz ist der Caravan Salon damit zugleich Bühne für Gegenwart und Vergangenheit. Der Patent-Motorwagen erinnert an die Anfänge des Automobils vor 140 Jahren, während neue Reisemobile auf Sprinter-Basis zeigen, wohin sich das mobile Reisen entwickelt.

Foto: Mercedes-Benz

Neue Marco-Polo-Modelle feiern Messepremiere

Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen der neue Mercedes-Benz Marco Polo und der Marco Polo HORIZON. Beide Modelle feiern in Düsseldorf ihre Messepremiere und sollen mit zahlreichen Neuerungen noch mehr Komfort und Wohnlichkeit bieten.

Eine wichtige Veränderung betrifft die Produktion: Künftig werden Marco Polo und Marco Polo HORIZON vollständig im eigenen Unternehmen gefertigt. Damit will Mercedes-Benz flexibler auf die weiterhin hohe Nachfrage reagieren können.

Verbessert wurden unter anderem das Raumgefühl, das Licht- und Verdunkelungskonzept sowie Akustik und Konnektivität. Ziel ist ein Reisemobil, das Komfort und Alltagstauglichkeit noch stärker miteinander verbindet.

Thomas Klein, Leiter Mercedes-Benz Vans, unterstreicht die strategische Bedeutung des Reisemobilgeschäfts: „Seit der Erfindung des Automobils prägt Mercedes-Benz Mobilität durch Innovation.“ Der Anspruch, attraktive Fahrzeuge für die Kunden zu entwickeln, sei zugleich Ansporn im Reisemobilsegment. Der Messeauftritt in Düsseldorf unterstreiche die Bedeutung der Branche für Mercedes-Benz.

Foto: Mercedes-Benz

Allradantrieb künftig auch für vollintegrierte Reisemobile

Eine weitere Premiere dürfte vor allem Reisemobilisten interessieren, die auch abseits befestigter Straßen unterwegs sein möchten. Mercedes-Benz kündigt an, das bewährte Torque-on-Demand-Allradsystem des Sprinter erstmals für vollintegrierte Reisemobile anzubieten.

Das System verteilt die Antriebskraft automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse – und zwar innerhalb von Millisekunden und abhängig von der jeweiligen Fahrsituation. Der Fahrer muss den Allradantrieb nicht manuell zuschalten.

Gerade bei wechselnden Straßenverhältnissen, Schnee oder unwegsamem Untergrund kann diese Technik Vorteile bringen. Gleichzeitig soll der Einstieg in die Allradwelt einfacher und komfortabler werden.

Wie das Konzept in der Praxis aussehen kann, ist in Düsseldorf bereits zu sehen. Der schwedische Reisemobilhersteller KABE präsentiert in Halle 6 den Prototyp KABE Imperial Ri830 TRAQ 4×4 auf Sprinter-Basis.

Das vollintegrierte Reisemobil verfügt unter anderem über eine hochwertige Isolierung, einen Schlafbereich mit zwei Betten, Küche und Essbereich sowie ein Bad. Eine großzügige Garage bietet Platz für umfangreiche Ausrüstung – beispielsweise für Ski beim Wintercamping. Perspektivisch soll das Fahrzeug zudem mit einem zusätzlichen Offroad-Paket erhältlich sein.

Foto: Mercedes-Benz

Zahlreiche weitere Sprinter-Neuheiten

Der Sprinter ist auf dem Caravan Salon aber nicht nur bei Mercedes-Benz selbst präsent. Zahlreiche Reisemobilhersteller setzen auf das Basisfahrzeug und zeigen in Düsseldorf ihre aktuellen Entwicklungen.

Zu den angekündigten Neuheiten gehören unter anderem der Core von Rhön Camp, der Kreos H 5109 von LAIKA, der Verge von Offtrack, der TAKLAMAKAN 4×4 XL von AllRoad, der HISPANIOLA von Captain Camper sowie der Carbon 4×4 von ATLANTIS.

Damit wird der Caravan Salon auch zu einer Leistungsschau dafür, wie unterschiedlich ein gemeinsames Fahrzeugkonzept interpretiert werden kann – vom komfortablen Reisemobil bis zum robusten Fahrzeug für anspruchsvollere Touren.

140 Jahre Automobilgeschichte auf dem Messestand

Neben den aktuellen Fahrzeugen dürfte auf dem Mercedes-Benz-Messestand vor allem ein historisches Fahrzeug für Aufmerksamkeit sorgen: der Benz Patent-Motorwagen.

1886 meldete Carl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ zum Patent an. Das gilt als Geburtsstunde des modernen Automobils. 140 Jahre später steht der Patent-Motorwagen symbolisch für eine Entwicklung, die mit technischen Innovationen begann und heute bis zu hochmodernen, vernetzten Reisemobilen reicht.

Gerade auf dem Caravan Salon entsteht dadurch ein spannender Kontrast: Auf der einen Seite ein Fahrzeug, das vor 140 Jahren den Grundstein für eine neue Form der Mobilität legte. Auf der anderen Seite moderne Reisemobile, die mit digitaler Vernetzung, intelligenten Antriebssystemen und Allradtechnik neue Möglichkeiten für das Reisen eröffnen.

Der Caravan Salon Düsseldorf 2026 wird damit für Mercedes-Benz zu einer Zeitreise durch 140 Jahre Mobilität – und gleichzeitig zu einem Blick in die Zukunft des mobilen Reisens.

Dr. Sandra Garbade neue BIBB-Präsidentin

Foto: BIBB/Jörg Müller

Das Bundeskabinett hat Dr. Sandra Garbade am 1. Juli 2026 zur neuen Präsidentin des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn berufen. Sie hat ihr Amt zum 1. August 2026 angetreten und ist damit die erste Frau an der Spitze des Instituts in dessen 56-jähriger Geschichte. Lesen dazu unsere Meinung im Bildungs-BLOG!

Future Tech Fest 2026: Wo Start-ups und etablierte Unternehmen aufeinandertreffen

Innovation erleben, Kontakte knüpfen und neue Geschäftsideen entdecken: Am 10. September wird das AREAL BÖHLER in Düsseldorf zum Treffpunkt der internationalen Start-up- und Technologieszene. Die Unternehmerschaft Düsseldorf lädt ihre Mitglieder zu einer exklusiven Führung über das Future Tech Fest ein.


Von Christoph Sochart


Wie können etablierte Unternehmen und innovative Start-ups voneinander profitieren? Und welche Technologien werden Wirtschaft und Arbeitswelt in den kommenden Jahren verändern? Antworten auf diese Fragen will das Future Tech Fest 2026 geben. Die Veranstaltung am 10. September im AREAL BÖHLER in Düsseldorf ist eine Kombination aus B2B-Expo, Konferenz, Networking und Start-up-Pitches. Mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet. Rund 300 nationale und internationale Tech-Start-ups präsentieren ihre Lösungen.

Für Unternehmen aus Düsseldorf bietet die Unternehmerschaft Düsseldorf einen besonderen Zugang: Mitglieder können an einer exklusiven, geführten Tour teilnehmen. Von 11 bis 13 Uhr geht es gemeinsam über das Festivalgelände. Dabei werden ausgewählte Start-ups und deren Lösungen vorgestellt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, direkt mit Gründerinnen und Gründern ins Gespräch zu kommen und Kontakte für mögliche Kooperationen zu knüpfen.

Beliebt: unsere Führung beim Future Tech Fest. Foto: Christoph Sochart

Ein ganzer Tag im Zeichen von Technologie und Innovation

Das Programm des Future Tech Fest beginnt bereits am Morgen und läuft über den gesamten Tag. Die Expo öffnet um 8.00 Uhr, ab 8.30 Uhr gibt es ein kostenloses Frühstück. Auf mehreren Bühnen stehen anschließend Technologie, Unternehmertum, künstliche Intelligenz, Gesundheit, Bildung und weitere Zukunftsthemen im Mittelpunkt.

Auf der Main Stage beginnt das Programm um 10 Uhr. Nach der Eröffnung folgt um 10.30 Uhr ein Beitrag von Prof. Michael Groß. Um 11.10 Uhr geht es in einem HealthTech-Panel um Entwicklungen im Gesundheitsbereich. Am Mittag steht ein Panel zur Künstlichen Intelligenz auf dem Programm. Am Nachmittag folgen unter anderem Auftritte von Ana Ivanović, Unternehmer und Investor Tillman Schulz sowie Sara Nuru. Den Abschluss des offiziellen Bühnenprogramms bildet am Abend die Aftershow-Party.

Eine wichtige Rolle spielt die Startup Stage. Hier können junge Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und Ideen vor Publikum präsentieren. Die ersten Pitch-Runden starten bereits um 10.40 Uhr. Es folgen weitere Pitch-Runden am Mittag und Nachmittag. Ergänzt wird das Programm durch sogenannte „Fuck Up Stories“, bei denen Gründerinnen und Gründer über Erfahrungen, Fehler und Rückschläge auf ihrem Weg sprechen. Am späten Nachmittag treten die Finalisten im letzten Pitch gegeneinander an. Um 17.40 Uhr werden die Gewinnerinnen und Gewinner der Startup Pitches ausgezeichnet.

Kontakte statt Visitenkarten sammeln

Auf der Vision Stage steht vor allem die Vernetzung im Mittelpunkt. Bereits um 10.30 Uhr startet ein B2B-Speed-Dating. Unternehmen, Start-ups und weitere Akteure können dabei gezielt neue Geschäftskontakte knüpfen. Später folgen unter anderem die Vorstellung des deutschen IHK-/AHK-Netzwerks, ein Programmpunkt zum Thema „Education becomes future“, ein Beitrag von Prof. Anja Karlshaus sowie am Nachmittag der European AI Summit.

Auch Workshops gehören zum Programm. Die beiden Workshop-Bereiche öffnen um 10.45 beziehungsweise 11 Uhr. Im Mittelpunkt stehen dabei praktische Einblicke und die Möglichkeit, sich intensiver mit konkreten Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Mehr als 250 Start-ups in der Expo

Herzstück des Future Tech Fest ist die große Expo. Dort können Besucherinnen und Besucher die digitalen Innovationen von mehr als 250 nationalen und internationalen Tech-Start-ups unmittelbar kennenlernen. Der Veranstalter spricht für 2026 sogar von rund 300 ausstellenden Start-ups. Im Investors & Corporate Lounge sind zudem persönliche 1:1-Gespräche mit interessanten Kontakten möglich.

Damit bietet das Future Tech Fest gerade für etablierte Unternehmen interessante Anknüpfungspunkte. Wer neue Technologien sucht, digitale Prozesse weiterentwickeln möchte oder nach innovativen Geschäftsideen Ausschau hält, kann hier direkt mit den Entwicklern und Gründern hinter den Lösungen sprechen.

Exklusive Führung für Mitglieder der Unternehmerschaft

Genau hier setzt die gemeinsame Veranstaltung der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Unternehmerschaft Düsseldorf an. Die exklusive Führung soll den Zugang zur Start-up-Szene erleichtern und gezielt Verbindungen zwischen etablierten Unternehmen und jungen Technologieunternehmen schaffen.

Treffpunkt ist am Donnerstag, 10. September 2026, um 11 Uhr im AREAL BÖHLER. Die Führung dauert bis etwa 13 Uhr. Anschließend können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das gesamte Future Tech Fest weiter besuchen und das umfangreiche Programm nutzen.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei und exklusiv für Mitglieder der Unternehmerschaft Düsseldorf. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine verbindliche Anmeldung ist daher erforderlich.

Das Wichtigste auf einen Blick

Future Tech Fest 2026
Donnerstag, 10. September 2026
AREAL BÖHLER, Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf
Exklusive Führung der Unternehmerschaft: 11 bis 13 Uhr

Das Future Tech Fest ist von morgens bis abends geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Programm findet überwiegend auf Englisch statt, da zahlreiche internationale Aussteller und Gäste erwartet werden.

Für die Düsseldorfer Wirtschaft ist das Festival damit nicht nur eine Leistungsschau neuer Technologien, sondern vor allem eine Gelegenheit, Innovation konkret zu erleben, neue Kontakte zu knüpfen und mögliche Kooperationen zwischen Mittelstand und Start-up-Szene anzustoßen.

Das vollständige Programm des Future Tech Fest 2026

Düsseldorf feiert 80 Jahre NRW

Bürgerfest auf dem Schadowplatz, Konzerte, Ausstellungen und Gespräche: Zum 80. Geburtstag von Nordrhein-Westfalen wird Düsseldorf am 22. und 23. August zum Schauplatz der Landesgeschichte.


Von Christoph Sochart


Nordrhein-Westfalen wird 80 – und Düsseldorf feiert mit. Rund um das Jubiläum der Landesgründung gibt es am Wochenende 22. und 23. August ein umfangreiches Programm in der Innenstadt. Auf dem Schadowplatz stehen Musik, Geschichte, Ausstellungen und Mitmachaktionen im Mittelpunkt. Auch prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft werden erwartet.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte des Landes. Das MuseumMobil der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen ist vom 22. bis 30. August täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Schadowplatz zu Gast. Die mobile Ausstellung macht die Geschichte Nordrhein-Westfalens anhand von Objekten und Geschichten erlebbar und lädt Besucher dazu ein, eigene Erinnerungen an das Land zu teilen.

Auch im Düsseldorfer Stadtbild ist das Jubiläum präsent: Unter dem Titel „80 Bilder. 80 Momente. 80 Jahre NRW“erzählen 80 Plakate an verschiedenen Orten von Ereignissen und Entwicklungen, die Nordrhein-Westfalen geprägt haben. Die Ausstellung ist noch bis Ende August im Stadtraum zu sehen.

Auf dem Schadowplatz gibt es ein großes Fest. Unser Foto zeigt den dortigen Apple-Shop und das denkmalgeschützte Bronzedenkmal für den Maler Friedrich Wilhelm von Schadow. Es wurde am 22. Juni 1869 enthüllt, zeigt eine Porträtbüste des Künstlers im Alter und ehrt seine langjährige Arbeit als Direktor der Kunstakademie sowie als Mitbegründer der Düsseldorfer Malerschule. Das Bild ist ein Symbolbild für Tradition und Moderne. Foto: Christoph Sochart

Musik und Gespräche zum Auftakt

Bereits am Samstag, 22. August, beginnt das Jubiläumsprogramm mit einem musikalischen Blick auf Düsseldorf. Um 11 Uhr startet die Stadtführung „Sound of Düsseldorf“ am Dreischeibenhaus. Auf den Spuren von Bands wie NEU!, Kraftwerk und DAF geht es durch die Altstadt.

Am Abend steht im Salon des Amateurs die Musikgeschichte Düsseldorfs im Mittelpunkt. Um 19 Uhr beginnt ein Panel mit Lena Willikens, Marc Matter, Oliver Räke und Bettina Flörchinger von „Östro 430“. Anschließend gibt es ab 22 Uhr Live-Musik unter anderem mit Inken, ex::En und Fractal Void. Ab 23 Uhr folgen DJ-Sets von Keta Gavasheli, Marc Matter und Lena Willikens.

Sonntag wird zum Familientag

Am Sonntag, 23. August, wird das Programm auf dem Schadowplatz offiziell eröffnet. Zu den Gästen gehören Basil Kerski, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte NRW, Landtagsvizepräsident Rainer Schmeltzer, NRW-Minister und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski sowie die britische Generalkonsulin Roseanna Watson. Für Musik sorgt das JugendJazzOrchester NRW.

Danach können Besucher bei einem „Speed-Dating: Zum Glück NRW“ mit Persönlichkeiten aus Politik, Geschichte und Europa über die vergangenen 80 Jahre und die Zukunft des Landes ins Gespräch kommen. Auf dem Programm stehen außerdem ein Kinderkonzert mit Dominik Merscheid, ein Singalong mit Sascha Förster vom Theatermuseum, Auftritte von Sophie Chassée und der Band Druckluft.

Für einen britischen Akzent sorgt die Preview der Ausstellung „80 Jahre Operation Marriage“. Sie erinnert an die britische Entstehungsgeschichte Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg und beleuchtet die Beziehungen zwischen NRW und Großbritannien. Dazu gibt es unter anderem einen Scones-Stand mit Tee-Verkostung, einen Pimm’s-Pop-up und Siebdruck auf Jutebeuteln.

Der 80. Geburtstag soll damit nicht nur ein Blick zurück sein. Das Programm verbindet Landesgeschichte mit Musik, Kultur und Gesprächen – und macht aus dem Jubiläum ein Fest mitten in Düsseldorf. Wer NRW in den vergangenen acht Jahrzehnten einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchte, bekommt am Schadowplatz reichlich Gelegenheit dazu.

Das Wichtigste auf einen Blick:
Wann: 22. und 23. August 2026
Wo: Schadowplatz und weitere Orte in der Düsseldorfer Innenstadt
MuseumMobil: 22. bis 30. August, täglich 10 bis 18 Uhr
Eintritt: Das Jubiläumsprogramm auf dem Schadowplatz ist als öffentliches Bürgerprogramm angelegt.

Das vollständige Programm mit allen Terminen und Veranstaltungen gibt es bei der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen.

Adventure School gestartet: unsere Stiftung mit großem MINT-Angebot

Foto: Stiftung

Die Landeshauptstadt Düsseldorf startet in diesem Sommer erneut mit einem besonderen Ferienangebot für Kinder und Jugendliche: In den letzten drei Wochen der Sommerferien öffnet die Adventure School wieder ihre Türen. Organisiert von der Stadt Düsseldorf und in weiten Teilen umgesetzt durch das zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf, erwartet Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse ein umfangreiches MINT-Programm – von Künstlicher Intelligenz und Virtueller Realität über Naturwissenschaften bis hin zu kreativen Technikprojekten.

Die Adventure School steht dabei nicht nur für spannende Feriengestaltung, sondern auch für ein zukunftsweisendes Bildungsangebot. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Unterschiede bei digitalen Kompetenzen gewinnen außerschulische Lernorte zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Studie des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Paderborn zeigt, dass die digitale Kluft unter Jugendlichen in Deutschland innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich gewachsen ist.

Weiterlesen hier!

Foto: Stiftung