Henkel-Jahreshauptversammlung: Das sagte Carsten Knobel – Dividende auf Vorjahresniveau beschlossen

Heute fand die Henkel- Hauptversammlung auf dem Messegelände statt.

In seiner Rede geht Henkel-Vorstand Carsten Knobel auf die wesentlichen Entwicklungen und die Ergebnisse im Geschäftsjahr 2023 ein, er berichtet zudem über die Fortschritte bei der Umsetzung der Wachstumsagenda von Henkel. Zudem stellt er das geschäftliche Umfeld dar und erläutert den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. „Aber viel wichtiger als einzelne Zahlen, Daten und Fakten ist mir, Ihnen heute drei Botschaften mitzugeben: Wir liefern. Wir verändern uns und wir haben die richtige Strategie“, hebt Carsten Knobel in seiner Rede hervor.

Trotz aller Herausforderungen im Umfeld – von der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden globalen Lieferengpässen, dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie den dramatischen Kostensteigerungen und einer globalen Inflation – stellt der Vorstandsvorsitzende fest: „Wir liefern, was wir uns vorgenommen haben. Und was wir Ihnen versprochen haben. Greifbare Fortschritte. In unseren Geschäften. Beim Umsatz. Beim Gewinn. Im Bereich Nachhaltigkeit.“

Zu den Veränderungen im Unternehmen sagt er: „Wir wollen, dass sich unsere Ergebnisse nachhaltig verbessern. Dazu müssen wir uns ständig verändern und weiterentwickeln. Und das tun wir. In allen Bereichen. Wir verändern unsere Strukturen, unsere Prozesse und auch unsere Teams. Damit wir in Zukunft noch besser aufgestellt sind.“

Er zeigt sich zudem überzeugt, dass Henkel mit einer klaren Strategie auf dem richtigen Weg sei. „Auch wenn die vergangenen Jahre nicht einfach waren. Auch wenn sich unsere Fortschritte und besseren Ergebnisse noch nicht im vollen Umfang in unserem Aktienkurs widerspiegeln, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Ich bin mir sicher: Wir haben die richtige Strategie. Wir sind ein starkes, globales Team. Geleitet von einer gemeinsamen Kultur. Und wir arbeiten alle mit vollem Einsatz daran, Henkel stetig besser zu machen. Tag für Tag. Für eine erfolgreiche Zukunft.“

Im Geschäftsjahr 2023 hat Henkel seine wichtigsten Finanzziele für Umsatz und Ergebnis erreicht. Und das Unternehmen konnte damit seine zum Jahresbeginn 2023 gegebene Prognose deutlich übertreffen. „Das ist vor allem der Verdienst unseres globalen Teams. Daher möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit ganz herzlich danken. Für ihren großartigen Einsatz. Und für ihre starken Ergebnisse im abgelaufenen Jahr.“

Auf Basis der Geschäftsentwicklung schlägt Henkel seinen Aktionär:innnen eine stabile Dividende für die Vorzugs- und Stammaktien vor. Die vorgeschlagene Ausschüttung liegt leicht oberhalb der angestrebten Bandbreite von 30 bis 40 Prozent des bereinigten Jahresüberschusses. Sie liegt damit im Rahmen der etablierten Dividendenpolitik des Unternehmens.

Zum Abschluss seiner Rede erläutert Carsten Knobel die bereits Anfang März veröffentlichte Jahresprognose von Henkel für 2024 und zeigt sich zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres: „Für mich ist klar: wir wollen und werden auch 2024 wieder liefern.“ Er fügt hinzu, Henkel sei gut ins Jahr gestartet. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung in den ersten drei Monaten werden am 8. Mai mit der Quartalsmitteilung veröffentlicht.

Mit der Veröffentlichung der Rede des Vorstandsvorsitzenden im Vorfeld der Hauptversammlung will das Unternehmen den Aktionärinnen und Aktionären wie bereits in den Vorjahren die Gelegenheit geben, sich auf die Veranstaltung vorzubereiten.

Nähere Informationen zur Hauptversammlung, die Agenda und organisatorische Informationen finden Sie unter:
https://www.henkel.de/investoren-und-analysten/hauptversammlung/hauptversammlung2024

Presse-Informationen zur Hauptversammlung sowie den Redetext von Carsten Knobel finden Sie unter:
Hauptversammlung der Henkel AG & Co. KGaA

Dividende auf Vorjahresniveau beschlossen

Auf der Hauptversammlung der Henkel AG & Co. KGaA am 22. April 2024 stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre allen Tagesordnungspunkten zu. Insgesamt waren rund 90 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten. Wie bereits im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung wieder als Präsenzveranstaltung in der CCD-Stadthalle in Düsseldorf statt.

Dividende auf Vorjahresniveau beschlossen

Wie von den Gremien vorgeschlagen hat die Hauptversammlung für beide Aktiengattungen eine Dividende auf Vorjahresniveau beschlossen. Je Vorzugsaktie wird eine Dividende von 1,85 Euro und je Stammaktie von 1,83 Euro gezahlt. Insgesamt zahlt Henkel damit eine Dividende von rund 800 Mio. Euro.

Neue Mitglieder in den Aufsichtsrat und Gesellschafterausschuss gewählt

Im Rahmen der Neuwahlen zum Aufsichtsrat wurden Vinzenz Gruber und Anja Langenbucher neu in den Aufsichtsrat gewählt. Sie folgen auf Philipp Scholz, der aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, und Poul Weihrauch, der in den Gesellschafterausschuss gewählt wurde. Zudem wurde im Rahmen der Neuwahlen zum Gesellschafterausschuss auch Thomas Manchot in den Gesellschafterausschuss gewählt. Aus dem Gesellschafterausschuss ausgeschieden sind Johann-Christoph Frey und Norbert Reithofer.

Remote Work für Klein- und Mittelständische Unternehmen – Chancen, Risiken, Beste Beispiele, Checkliste

Remote Work wird in unseren Unternehmen in Düsseldorf immer beliebter. Aber, es verändert auch unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen: von flexiblen Arbeitszeiten bis hin zu innovativen Technologien. Unsere Redaktion hat sich in unseren Betrieben umgeschaut und erfahren, was gut läuft und worauf Unternehmerinnen und Unternehmen und Führungskräfte unbedingt achten sollten. Schauen wir also hinter die Kulissen von Remote Work in Düsseldorf. 

Remote Work wird in Düsseldorf immer beliebter. Wir schauen uns die Chancen und Risiken an. Foto: Provinzial

Zunächst: worum geht es eigentlich? Remote Work, auch bekannt als Re-Mote-Work, hat sich zu einer bedeutenden Arbeitsweise entwickelt, die es Mitarbeitern ermöglicht, ihre Aufgaben von jedem beliebigen Ort aus zu erledigen, ohne an ein physisches Büro gebunden zu sein. Diese Flexibilität bietet Unternehmen und Mitarbeitern zahlreiche Vorteile. Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) können von Remote Work profitieren, indem sie ihre Betriebskosten senken, das Mitarbeiterengagement steigern und den Zugang zu einem breiteren Talentpool ermöglichen.

Wir erlebten im Rahmen der Arbeit zu unserem Artikel vielfältige Praxisbeispiele: Ein aufstrebendes Düsseldorfer Start-up-Unternehmen im Bereich digitales Marketing hat Remote Work als Kernbestandteil seiner Unternehmenskultur integriert. Durch flexible Arbeitszeiten und regelmäßige virtuelle Brainstorming-Sitzungen können die Mitarbeiter innovative Ideen entwickeln und gleichzeitig eine ausgewogene Work-Life-Balance aufrechterhalten. Dies hat zu einer Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und -produktivität geführt, was wiederum das Wachstum und den Erfolg des Unternehmens vorangetrieben hat.

Das Homeoffice schafft Freiräume und Flexibilität. Angestellte können so leichter nach ihrem Biorhythmus arbeiten und zugleich den Spagat zwischen Familie, Beruf und Freizeit besser meistern. Gleich mehrere Studien zeigen: Im Homeoffice arbeiten die Mitarbeiter sogar mehr und effektiver. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen wir im Rahmen der Recherche zu diesem Artikel gesprochen haben, begrüßen vor allem die oftmals flexible Arbeitszeiten, denn: Remote Work ermöglicht es Mitarbeitern, ihre Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Diese Flexibilität kann die Mitarbeiterzufriedenheit und -produktivität erhöhen.

Auch beim Remote Work gilt die Grundformel „Kommunikation geht oft schief“. Nein, im Ernst. Kommunikation ist immer sehr komplex, egal ob es im privaten Bereich oder im Unternehmen ist. Fehlt der direkte Kontakt in der Kantine oder an der Kaffeemaschine müssen neue Komunikationstools her.

„Skills Session“, kleine Online-Fortbildungen im Team-Alltag oder digitale Mittagspausen sind zwei Beispiele, wie es funktionieren kann. Umso „remoter“ unsere Arbeit wird, umso mehr sollte man auf analoge Meetings und Events Wert legen. Das stärkt die Gemeinschaft und die Teamentwicklung. So lädt der Chef eines unserer Mitgliedsunternehmen jeden Freitag um 14 Uhr zum Grillen ein: kein Muss, aber die Einladung wird gerne angenommen.

Im Gespräch mit einem Vorstand wurde uns auch noch einmal deutlich, dass das Unternehmen klare Richtlinien für die Kommunikation festlegen sollte, um sicherzustellen, dass Teams effektiv zusammenarbeiten können. Dies umfasst die Verwendung von geeigneten Kommunikationstools, die Festlegung von Erreichbarkeitszeiten und die Förderung offener Kommunikation.

Die schöne neue Arbeitswelt wird oft auch in internen Mitarbeiter-Zeitschriften thematisiert. Symbolbild: Unternehmerschaft Düsseldorf

Wir hatten zuvor ja bereits ein Best-Practice-Beispiel erwähnt. Wir fanden auch weitere: Ein mittelständisches Familienunternehmen, das Produkte für den lokalen Markt herstellt, hat Remote Work für bestimmte Abteilungen eingeführt, um die Produktivität zu steigern und den Mitarbeitern mehr Flexibilität zu bieten. Durch klare Kommunikationsrichtlinien und regelmäßige virtuelle Teammeetings bleiben die Mitarbeiter effektiv vernetzt und können ihre Aufgaben erfolgreich erledigen, unabhängig von ihrem Standort.

In unseren Gesprächen fanden wir auch zwei Fallstricke heraus, nämlich mangelnde Kommunikation und fehlende Transparenz.

+ Mangelnde Kommunikation: Eine unzureichende Kommunikation kann zu Missverständnissen und Konflikten führen. Unternehmen sollten klare Kommunikationsrichtlinien festlegen und sicherstellen, dass Teams regelmäßig miteinander kommunizieren, um eine effektive Zusammenarbeit zu gewährleisten.

+ Fehlende Transparenz: Unternehmen sollten transparent über Entscheidungen, Veränderungen und Erwartungen kommunizieren, um das Vertrauen und die Motivation der Mitarbeiter zu erhalten. Eine transparente Kommunikation trägt dazu bei, Unsicherheiten zu reduzieren und das Engagement der Mitarbeiter zu steigern.

Das Ergebnis unserer Recherche ist auch eine Checkliste für Unternehmen:

– Klare Richtlinien für Remote Work festlegen
– Geeignete Technologien und Tools bereitstellen
– Regelmäßige Kommunikation und Feedback ermöglichen
– Sicherheitsmaßnahmen für den Datenschutz implementieren
– Leistungsorientierte Beurteilung der Mitarbeiter fördern

Insgesamt bietet Remote Work Klein- und Mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, flexibler, effizienter und agiler zu arbeiten, wenn klare Richtlinien und unterstützende Maßnahmen vorhanden sind. Es gibt aber auch eine Risiken, auf die uns unser Mitgliedsunternehmen Provinzial in Wersten aufmerksam macht:

1.) Einsamkeit und Überlastung: Neben der gewonnenen Flexibilität kann das Arbeiten im Homeoffice auch belasten. Oft fehlt den Angestellten das soziale Miteinander. Weil Gespräche und Meetings nur per Telefon und über Videokonferenzen erfolgen können, bleiben sie meist auf berufliche Anliegen beschränkt – für den Austausch auf persönlicher Ebene bleibt kaum mehr Raum. Andere können sich kaum noch von der Arbeit losreißen oder fühlen sich mit ihren Aufgaben allein gelassen und überfordert. Auch dies kann sich negativ auf die seelische Gesundheit auswirken. Psychische Beeinträchtigungen sind nicht zu unterschätzen. Mittlerweile sind sie weitaus häufiger der Auslöser für eine anhaltende Berufsunfähigkeit als körperliche Beschwerden.

2.) Schäden an der Arbeitsausrüstung: Das berufliche Leben hat sich weitestgehend von den Büros in die Wohnungen verlagert. In den eigenen vier Wänden, in denen auch der Familienalltag mit Kindern stattfindet, kann aber schon eine kleine Unaufmerksamkeit ausreichen, dass die Arbeitsausrüstung Schaden nimmt: Das Firmenhandy fällt aus der Hand oder der Arbeitslaptop wird vom Küchentisch gestoßen. Doch wer muss für diesen Schaden aufkommen? Die gute Nachricht: In den meisten Fällen haftet, wie im Büro, der Arbeitgeber und muss für den entstandenen Schaden aufkommen.

3.) Cyberkriminalität: Das Arbeiten von Zuhause bietet zugleich eine breite Angriffsfläche für Cyberkriminelle. Insbesondere dort, wo die Grenzen zwischen beruflicher und privater Nutzung verschwimmen. Wenn sich Mitarbeiter beispielsweise von ihrem privaten Gerät ins Firmennetzwerk einwählen, sind die Sicherheitslücken meist größer. Auch Updates müssen im Homeoffice oft in Eigenverantwortung installiert werden. Falls nun auch noch private Mails geöffnet und bearbeitet werden, haben Cyberkriminelle leichtes Spiel.

Nachfolgend von unserer Redaktion eingefangene Stimmen von Mitarbeitenden unserer Betriebe:

1. Anna: „Remote Work hat unser Unternehmen verändert. Dank der Flexibilität können wir Mitarbeiter aus der ganzen Welt einstellen und so von einem breiteren Talentpool profitieren.“

2. David: „Ich war anfangs skeptisch, aber Remote Work hat meine Produktivität tatsächlich gesteigert. Die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, hat es mir ermöglicht, mich besser auf meine Aufgaben zu konzentrieren.“

3. Lena: „Remote Work hat meine Work-Life-Balance erheblich verbessert. Früher habe ich Stunden im Verkehr verbracht, aber jetzt kann ich meine Zeit viel effizienter nutzen und habe mehr Zeit für meine Familie.“

4. Max: „Remote Work ist großartig, aber es gibt definitiv Herausforderungen. Die Kommunikation kann manchmal schwierig sein und es erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation, um effektiv zu sein.“

5. Sophie: „Remote Work hat unsere Teamkultur verändert. Es ist schwieriger, ein Gefühl der Verbundenheit aufrechtzuerhalten, aber wir haben kreative Lösungen gefunden, um weiterhin zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig zu unterstützen.“

Text: Christoph Sochart

Digitale Stadt Düsseldorf: Spannende Einblicke in die Cyberwelt: Diskussion über die Sicherheitslage in Deutschland

Ein hochkarätiges Event lockte gestern Abend rund 150 Interessierte in die Skylounge auf dem Vodafone-Campus: Die „Digitale Stadt Düsseldorf“ hatte zu einer Diskussion unter dem Titel „Angriff aus dem Netz – Zur Sicherheitslage in Deutschland“ geladen. Als Gastgeber eröffnete Stephan Schneider, Vorsitzender der „Digitalen Stadt Düsseldorf“, die Veranstaltung und begrüßte unter anderem niemand Geringeren als NRW-Innenminister Herbert Reul.

1. Maßnahmen gegen die Cyberbedrohung

In einem einleitenden Interview skizzierte Minister Reul die aktuelle Bedrohungslage im Cyberspace als alarmierend hoch. Dabei verwies er auf ein eindrückliches Zitat des ehemaligen FBI-Chefs Robert Mueller aus dem Jahr 2012: „Es gibt nur zwei Arten von Unternehmen: Solche, die gehackt wurden, und solche, die noch gehackt werden.“ Reul betonte die Notwendigkeit von grundlegenden Schutzmaßnahmen wie sichere Passwörter und die Nutzung von 2-Faktor-Authentifizierung. Zudem hob er hervor, dass NRW die Polizeibehörden im Bereich Cyberkriminalität ausbaut und spezialisierte Experten in den Behörden etabliert, um schnell auf Cyberangriffe reagieren zu können. Dabei betonte er jedoch auch die Eigenverantwortung der Unternehmen und Bürger, sich aktiv vor Cyberbedrohungen zu schützen.

2. Ausbau staatlicher Strukturen und Zusammenarbeit

Auf die Frage nach dem generellen Umgang des Staates mit der Cyberbedrohung hob Reul die Bedeutung einer vernetzten und kooperativen Herangehensweise hervor. Er betonte die Schaffung von Koordinierungsstellen wie der „Koordinierungsstelle für Cybersicherheit NRW“, die den Austausch zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren fördern und die Cybersicherheit auf Landesebene stärken soll. Reul unterstrich die Wichtigkeit eines offenen Dialogs zwischen Staat, Wirtschaft und Bürgern, um gemeinsam gegen Cyberkriminalität vorzugehen.

3. Unterstützung für die Wirtschaft

Abschließend hob Reul die Bedeutung des Wirtschaftsschutzes hervor und betonte die Rolle der Polizei und des Verfassungsschutzes bei der Beratung und Unterstützung von Unternehmen im Bereich Cybersicherheit. Er versicherte den Anwesenden, dass diese Dienstleistungen kostenfrei seien und Unternehmen somit direkte Unterstützung bei der Abwehr von Cyberangriffen erhalten können.

Neben Minister Reul traten auch weitere hochkarätige Gäste auf, darunter Generalmajor Jürgen Setzer von der Bundeswehr und Oberstaatsanwalt Markus Hartmann, Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW).

Generalmajor Jürgen Setzer, stellvertreter Inspekteur Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr, präsentierte wichtige Entwicklungen im Bereich der Cyber- und Informationsraum (CIR) der Bundeswehr. Er hob die Einrichtung einer eigenen „Teilstreitkraft“ für den CIR hervor, die als Reaktion auf die steigende Bedrohungslage im Cyberspace beschlossen wurde. Diese Teilstreitkraft ist dafür verantwortlich, die Verteidigung und Kampffähigkeit im Cyber- und Informationsraum sicherzustellen und umfasst verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise das Stören gegnerischer Kommunikation, die Abwehr von Cyberangriffen und die Sicherstellung einer effektiven Informationsgewinnung. Setzer betonte die Bedeutung der CIR-Truppe als zentrales Nervensystem der Bundeswehr und als Treiber der Digitalisierung, um die Streitkräfte insgesamt digital kriegstüchtig zu machen. Er betonte außerdem die Rolle des Zentrums Digitalisierung der Bundeswehr bei der Entwicklung und Einführung von Zukunftstechnologien wie Cloud-Lösungen und künstlicher Intelligenz.

Oberstaatsanwalt Markus Hartmann, Leiter des ZAC NRW, präsentierte die Cybersicherheitsstrategie unseres Bundeslandes. Diese Strategie zielt darauf ab, das Cybersicherheitsniveau in Nordrhein-Westfalen durch eine vernetzte und integrierte Herangehensweise zu verbessern. Sie umfasst drei Handlungsfelder: Cybersicherheit in Nordrhein-Westfalen, Koordination und Kooperation in Nordrhein-Westfalen sowie Cybersicherheit als Erfolgsfaktor für Nordrhein-Westfalen. Die Strategie verfolgt sechs strategische Ziele, darunter die Steigerung der allgemeinen Wahrnehmung von Cybersicherheit, die Prävention für kleine und mittlere Unternehmen und die Verbesserung der Cybersicherheitskompetenzen von Bürgern und Unternehmen. Hartmann hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Akteuren, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft hervor, um gemeinsam gegen Cyberbedrohungen vorzugehen. Die Strategie wird regelmäßig evaluiert und angepasst, um auf neue Technologien und sich ändernde Bedrohungslagen reagieren zu können.

Die Diskussion in der Vodafone-Skylounge bot damit einen umfassenden Einblick in die aktuellen Herausforderungen und Strategien zur Bekämpfung von Cyberbedrohungen und unterstrich die Notwendigkeit einer koordinierten und vernetzten Vorgehensweise auf allen Ebenen.

Text: Christoph Sochart
Fotos: Unternehmerschaft Düsseldorf

Mangel an IT-Fachkräften droht sich dramatisch zu verschärfen

In unserem Land werden im Jahr 2040 rund 663.000 IT-Fachleute fehlen, wenn die Politik nicht massiv gegensteuert. Das zeigt eine Studie des Digitalverbands Bitkom. Im vergangenen Jahr gab es 149.000 unbesetzte IT-Stellen in deutschen Unternehmen, fünf Jahre zuvor waren es erst 82.000. Hinzu kommen tausende offene Stellen mit IT-Schwerpunkt in Verwaltungen, Schulen oder Wissenschaftseinrichtungen.

„Der sich seit Jahren verschärfende Mangel an IT-Fachkräften betrifft das ganze Land und bremst die dringend notwendige Digitalisierung. Eine immer größer werdende Fachkräftelücke in der IT bedeutet einen Verlust von Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Wachstum und Wohlstand. Ohne IT-Spezialistinnen und -Spezialisten verspielt Deutschland seine digitale Zukunft“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Die gute Nachricht ist: Wenn wir jetzt konsequent handeln, muss diese Projektion nicht Realität werden. Notwendig ist, dass in allen Bereichen gleichzeitig die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden.“

Die drohende Fachkräftelücke lässt sich nach den Berechnungen des Bitkom nur schließen, wenn umgehend massiv gegengesteuert wird. So könnten bis 2040 durch die Förderung des Quereinstiegs rund 129.500 zusätzliche IT-Fachkräfte gewonnen werden, durch Maßnahmen im Bereich Studium und Ausbildung kämen weitere rund 108.000 hinzu und 68.500 ließen sich aktivieren, indem ältere Beschäftigte länger im Job bleiben. Unverzichtbar ist aus Bitkom-Sicht, weitere 321.000 IT-Expertinnen und -Experten über bessere Zuwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland zu holen. Wintergerst: „Wenn wir uns extrem anstrengen, können wir die absehbare Fachkräftelücke etwa zur Hälfte aus dem Inland schließen. Die andere Hälfte aber braucht zwingend qualifizierte Zuwanderung aus allen Teilen der Welt.“

Den Berechnungen zufolge wird das Angebot an IT-Fachkräften von derzeit 1,136 Millionen bis 2040 auf 1,256 leicht um rund 120.000 zulegen – sofern die entsprechenden Maßnahmen auf dem aktuellen Niveau fortgeführt werden. Dabei spielt auch der vergleichsweise geringe Altersdurchschnitt in den IT-Berufen eine Rolle. Während bis 2040 in der Gesamtwirtschaft 50,5 Prozent der derzeitigen Beschäftigten aus dem Berufsleben ausscheiden werden, sind es in den IT-Berufen nur 32,5 Prozent. „Diese zunächst positive Ausgangslage bedeutet aber auch, dass die demographische Entwicklung die IT nach 2040 umso härter trifft. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt die Weichen stellen und erfolgreich gegensteuern“, so Wintergerst. Denn gleichzeitig wird bis 2040 der Bedarf an IT-Fachkräften in der Wirtschaft rasant steigen. Liegt er derzeit bei 1,29 Millionen, so werden es dann 1,92 Millionen sein. Das ist eine Zunahme um rund 630.000.

Junge Menschen für IT begeistern, Studium und Ausbildung verbessern

Durch bildungspolitische Maßnahmen wie ein Pflichtfach Informatik, mehr Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft sowie zusätzliche Informatik-Lehrstühle ließe sich das zuletzt bereits gestiegene Interesse an IT-Berufen verstetigen und weiter erhöhen. Dadurch könnten laut Bitkom bis 2040 rund 27.000 IT-Fachkräfte zusätzlich gewonnen werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Mädchen und Frauen liegen. So sind aktuell nur rund 21 Prozent der Studierenden und 10 Prozent der Auszubildenden im Bereich Informatik weiblich. Wintergerst: „Es gibt keinen wirklichen Grund, warum nicht genauso viele Frauen einen IT-Beruf anstreben und ergreifen sollten wie Männer.“ Wenn der Frauenanteil unter denjenigen, die Studium und Ausbildung abschließen, auf 50 Prozent erhöht würde, könnten bis 2040 weitere 25.500 IT-Fachkräfte zur Verfügung stehen. Ein weiterer Ansatzpunkt im Bereich Studium ist die Reduzierung der Abbrecherquote in den Informatik-Studiengängen, die mit 42 Prozent deutlich über dem Durchschnitt aller Studiengänge von derzeit 27 Prozent liegt. Wenn die Abbrecherquote auf 20 Prozent gesenkt würde, könnten bis 2040 weitere rund 55.000 hochqualifizierte IT-Fachkräfte in Deutschland gewonnen werden.

Ältere Beschäftigte im Arbeitsmarkt halten

Zugleich könnten bis 2040 weitere rund 68.500 IT-Fachkräfte zusätzlich zur Verfügung stehen, wenn ältere Beschäftigte über das Renteneintrittsalter hinaus freiwillig im Arbeitsmarkt blieben. Aktuell sind gerade einmal 0,9 Prozent der IT-Beschäftigten 65 Jahre alt oder älter. Um diesen Anteil zu erhöhen, braucht es finanzielle Anreize für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen, zugleich sollten die Sozialabgaben für Erwerbstätige im Rentenalter ganz abgeschafft oder zumindest deutlich verringert werden. „Die IT bietet häufig Arbeitsbedingungen, die eine Tätigkeit auch im Alter ermöglicht und viele Beschäftigte würden auch gerne länger arbeiten. Arbeiten jenseits der 65 ist allerdings häufig weder für die Unternehmen noch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv“, so Wintergerst. „Die Unternehmen selbst sind gefordert, ältere Beschäftigte kontinuierlich weiterzubilden – und wir müssen gerade in den besonders jugendorientierten Tech-Unternehmen eine Kultur entwickeln, die Ältere als wichtigen Teil von Diversität begreift und das auch lebt.“

Quereinstieg in die IT weiter erleichtern

Die IT bietet schon heute ideale Voraussetzungen für den Quereinstieg, rund ein Viertel aller Fachkräfte in der IT-Branche sind Quereinsteigerinnen oder Quereinsteiger. Durch konkrete Maßnahmen wie die Förderung von Quereinstiegsprogrammen und Bootcamps sowie den Ausbau von Beratungsangeboten kann nach Berechnungen des Bitkom die Zahl der Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger um 50 Prozent erhöht werden, was rund 129.500 zusätzlichen Fachkräften entspricht. „Wichtig sind Flexibilität und Kreativität. So sollten etwa gemäß dem Modell Bildungsteilzeit Menschen, die sich in die IT, aber auch in andere Mangelberufe orientieren wollen, gezielt finanziell unterstützt werden. Aber auch die Unternehmen selbst müssen in ihre Zukunft investieren und Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowohl von aktiven als auch von potenziellen Beschäftigten massiv ausbauen“, sagt Wintergerst.

Fachkräftelücke lässt sich nur mit Zuwanderung schließen

Allerdings selbst wenn alle diese Maßnahmen greifen, bleibt im Jahr 2040 noch eine Lücke von etwa 357.000 fehlenden IT-Spezialistinnen und -Spezialisten. Zuletzt sind bereits jährlich etwa 13.000 ausländische Fachkräfte aus der EU und anderen Ländern in IT-Berufe zugewandert. Durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz sollen nach dem Willen der Bundesregierung pro Jahr 75.000 zusätzliche Fachkräfte aus Drittstaaten außerhalb der EU nach Deutschland kommen, auf IT-Berufe bezogen wären das 4.000 pro Jahr. Ein ähnlicher Anstieg müsse auch für EU-Staaten erreicht werden. „Wir werden mit dem inländischen Potenzial und der bisherigen Zuwanderung die IT-Fachkräftelücke nicht schließen können. Deutschland muss als Arbeits- und Lebensmittelpunkt für IT-Fachleute viel attraktiver werden“, so Wintergerst. „Diese Menschen werden weltweit umworben. Damit wir für sie attraktiv sind, muss Deutschland eine offene, tolerante und freie Gesellschaft bleiben. Xenophilie statt Xenophobie, darum muss es gehen.“ Bitkom plädiert dafür, die Ausländerbehörden zu Willkommensagenturen umzubauen, das internationale Marketing für den IT-Standort Deutschland zu verstärken und die Einwanderung deutlich zu entbürokratisieren und zu beschleunigen, etwa durch eine umfassende Digitalisierung der Verfahren. Nach den Bitkom-Berechnungen könnten so bis 2040 insgesamt etwa 321.000 zusätzliche Fachkräfte aus Drittstaaten und der EU nach Deutschland kommen.

Werden alle Maßnahmen kurzfristig angegangen, so ließe sich die Fachkräftelücke in der IT bis 2040 auf rund 35.800 reduzieren. „Digitalisierung braucht Technologie, sie braucht aber vor allem Menschen, die sie voranbringen“, sagt Wintergerst. „Der Fachkräftemangel ist kein Naturereignis. Wir müssen auf niemanden warten oder auf etwas hoffen, wir müssen selbst aktiv werden. Seit Jahren diskutieren wir über den Fachkräftemangel in der IT und starten einzelne Projekte. Woran es fehlt, ist eine ambitionierte Gesamtstrategie. Sie muss jetzt kommen.“

Ausgezeichnete MINT-Förderung in Düsseldorf! „zdi Netzwerk MINT Düsseldorf“ erhält Qualitätssiegel 2024

Am gestrigen Freitag wurde das „zdi Netzwerk MINT Düsseldorf“ im Landtag NRW mit dem Qualitätssiegel 2024 ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte durch die Hände von NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes. Das zdi Netzwerk MINT Düsseldorf bietet ein breites und vielfältiges außerschulisches Angebot im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für junge Menschen an. Dies ermöglicht mehreren Tausend Schülerinnen und Schülern jedes Jahr, in verschiedene MINT-Bereiche hineinzuschnuppern, MINT-Berufe und Studiengänge kennenzulernen sowie sich auszuprobieren.

Die Ministerin betonte bei der Verleihung, dass das zdi-Qualitätssiegel eine Anerkennung für die engagierte und qualitativ hochwertige Arbeit darstellt, die von den zdi-Netzwerken zur Förderung des MINT-Nachwuchses gemeinsam mit ihren Partnern geleistet wird. Durch die regionale Vernetzung von Schulen, Unternehmen, Hochschulen und weiteren Partnern entstünden bedarfsgerechte und zielgruppenspezifische Angebote. Die zdi-Akteurinnen und -Akteure sorgten somit für praxisorientierte und spannende Kurse, in denen sich junge Menschen ausprobieren könnten. Dies sei ein wertvoller Beitrag zur Fachkräftenachwuchssicherung in NRW.

von rechts: Eva Deckers, Ekkehard Hostert, Rosalba Vitellaro

Das Qualitätssiegel wird jährlich vom Wissenschaftsministerium an zdi-Netzwerke verliehen, die die vereinbarten Kriterien für hochwertige MINT-Angebote in NRW erfüllen. Es dokumentiert die erfolgreiche Arbeit dieser Netzwerke. Zu den Kriterien zählen unter anderem erfolgreiche Vernetzung und gelungene Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus unterschiedlichen Bereichen, die Umsetzung des Bottom-up-Ansatzes sowie das deutliche Sichtbarmachen von MINT-Angeboten in der Region. Nicht zuletzt gehört auch ein umfangreiches und hochwertiges Angebotsportfolio dazu.

Im Namen von Landtagspräsident Andre Kuper begrüßte Florian Braun, Vorsitzender des Ausschusses für Schule und Bildung, die anwesenden zdi-Akteurinnen und -Akteure.

Autor: Christoph Sochart

Wird die Rheinbahn ab Montag bestreikt?

Markiert Montag, den 15. April, den Beginn neuer Streiks bei den Nahverkehrsbetrieben?  Diese Information wurde der Rheinischen Post zugespielt, die am heutigen Samstag darüber berichtet. Im Gegensatz zu den flächendeckenden Warnstreiks im Februar und März, die praktisch alle ÖPNV-Anbieter in NRW betrafen, darunter auch die Rheinbahn in Düsseldorf, plant die Gewerkschaft nun eine „Strategie der Nadelstiche“.

Unter dem Namen „Stichelstreiks“ sollen gezielt einzelne Orte zeitweise vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten werden, während andere unbeeinträchtigt bleiben. Die genauen Ziele und Dauer der Arbeitsniederlegungen will Verdi erst am diesem Wochenende bekannt geben. Parallel zu den neuen Streiks finden auch neue Gespräche mit den Arbeitgebern statt.

Wie konkret die Streiks ablaufen werden bleibt abzuwarten. Möglicherweise werden Leitzentralen und Kundencenter stark betroffen sein. Auch Blockaden von Fahrzeugdepots durch streikende Fahrer sind denkbar, schreibt die Zeitung.

Quelle: Rheinische Post

NRW bleibt Top-Investitionsziel trotz Sorgen um deutsche Wettbewerbsfähigkeit

Ausländische Konzerne bewerten laut einer Studie die Bedingungen in Deutschland zwar insgesamt schlechter als in den Vorjahren. Die meisten Manager würden sich jedoch für Investitionen in Nordrhein-Westfalen entscheiden. Unser Foto zeigt den beschaulichen Innenhafen in Düsseldorf. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Eine Studie von KPMG zeigt, dass ausländische Investoren die Standortbedingungen in Deutschland im Vergleich zu früheren Jahren als weniger attraktiv einschätzen. Doch NRW sticht heraus, da es das bevorzugte Investitionsziel unter allen deutschen Bundesländern ist, dank seiner zentralen Lage, großen Markt, starken Industriestandort und hochqualifizierten Arbeitskräfte. Trotzdem warnt Johannes Pöttering von Unternehmer NRW vor einem Wettbewerbsfähigkeitsproblem und fordert Maßnahmen zur Verbesserung der Energiepolitik, Infrastruktur und Fachkräftesicherung. Ministerpräsident Wüst kündigt an, dass NRW weiterhin international werben wird, mit geplanten Reisen in die USA, um dort mit Vertretern verschiedener Branchen zu sprechen. Beispielsweise reist er am Sonntag (14.04.) in die Vereinigten Staaten von Amerika. Auf dem Programm stehen zahlreiche Termine in den Regionen Los Angeles, San Francisco und Seattle.

Neue Horizonte entdecken: Future Tech Fest 2024 – Das Event der Zukunft!

Erleben Sie das „Future Tech Fest“ hautnah! Heute fand im Haus der Unternehmerschaft Düsseldorf ein wichtiges Zukunftstreffen statt. Suzana Novinscak, vom Bereich „Unternehmensservice“ der Düsseldorfer Wirtschaftsförderung, wurde herzlich von Lisa Marie Schelig und Christoph Sochart begrüßt, um das neue „Future Tech Fest“ zu besprechen. Dieses Fest, das eher einem Festival gleicht, verspricht ein „Business-Erlebnis“ zu werden.

Suzana Novinscak (links) und Lisa Marie Schelig. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Das „Future Tech Fest“ ist Deutschlands größte B2B-Start-up-Expo und -Konferenz und kehrt unter einem neuen Namen zurück! Am 22. August 2024 findet das Future Tech Fest (FTF) unter dem Motto „The Future of Tech“ auf dem Gelände des AREAL BÖHLER statt.

Peter Hornik, Geschäftsführer des Veranstalters digihub, sagt: „Mit einer Fläche von 10.000 Quadratmetern und einem neuen Look richten wir den Blick nicht nur auf das Start-up-Ökosystem in Nordrhein-Westfalen, sondern laden Start-ups aus der ganzen Welt ein, um gemeinsam auf dem FTF einen Ausblick in die Zukunft der Tech-Branche zu geben.“

Das Event bringt aktuelle Trendthemen und neueste internationale Innovationen aus der Tech-Branche zusammen. Mit dem neuen Auftritt kommen auch konzeptionelle Änderungen einher. So gibt es 2024 rund sechs Schwerpunktthemen, die beim FTF auf eigenen Vertical-Bühnen präsentiert werden: HR-Tech, Software as a Service & Plattform, HealthTech, AI/KI, HydroTech & EnergyTech.

Die Location auf dem AREAL BÖHLER verspricht ein großartiges Event für bis zu 5.000+ BesucherInnen und ausstellende Start-ups sowie Unternehmen und InvestorInnen auf der Suche nach passenden Start-up-Innovationen. Unweit des Düsseldorfer Zentrums bietet das weitläufige Areal jede Menge Raum für In- und Outdoor-Bühnen, Flächen für Workshops, Kunst, Musik und vor allem für viel Austausch und Begegnungen.

Für die Mitgliedsunternehmen der Unternehmerschaft Düsseldorf bzw. des Ausbilderkreises wird es spezielle Eintrittsregelungen geben unter dem Motto „First come first serve“, aber: dazu später mehr in internen Informationen. Für die breite Öffentlichkeit gilt: Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets! Der Ticketshop ist bereits geöffnet und bis zum 31.03.2024 gibt es Early-Bird-Rabatte von bis zu 65 Prozent. Tickets sind erhältlich unter: https://www.futuretechfest.de/ticketing

Chemie-Tarifrunde 2024: Verhandlungen zur Sicherung von Standort und Beschäftigung

In der kommenden Woche beginnen die Verhandlungen für die Tarifrunde 2024 zwischen der IGBCE und den Chemie-Arbeitgebern. Die Entgelttarifverträge für 1.700 Betriebe mit 585.000 Beschäftigten laufen am 30. Juni 2024 aus. In Anbetracht der angespannten wirtschaftlichen Lage der Branche liegt der Schwerpunkt der Tarifpolitik von Gewerkschaft und Arbeitgebern auf dem Schutz von Standort und Beschäftigung. Dies wird durch die bereits erfolgte zweite Stufe der Tariferhöhung aus der Chemie-Tarifrunde 2022 für die Beschäftigten seit Anfang 2024 unterstrichen.

Matthias Bürk will als Verhandlungsführer der hessischen Chemie-Arbeitgeber die bewährte Sozialpartnerschaft fortsetzen. Foto: HessenChemie

Matthias Bürk, Verhandlungsführer des BAVC, betont vor Beginn der Chemie-Tarifverhandlungen die Dringlichkeit der Anerkennung der kritischen Lage der Branche durch die IGBCE. Die Gewerkschaft müsse verstehen, dass eine Bewältigung der Krise nur durch gemeinsame Anstrengungen möglich sei. Die bisherige Darstellung der Gewerkschaft verharmlose die Situation, um eine Entgeltforderung zu legitimieren, die nicht mit der wirtschaftlichen Realität vereinbar sei. Seit dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine sei die Produktion von Chemie und Pharma in Deutschland um 9 Prozent gesunken, während der Umsatz um 10 Prozent gesunken sei. Dies führe zu einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit und einer Stagnation in der Produktion seit 2005.

Bürk argumentiert weiter, dass die Forderungen der IGBCE weder der Krise angemessen noch finanzierbar seien. In einer Zeit ohne Wachstum könnten keine zusätzlichen Mittel verteilt werden. Es sei notwendig, den Schutz des deutschen Standorts zu priorisieren und gemeinsam die De-Industrialisierung zu stoppen, um die Beschäftigung zu sichern. Eine Tarifeinigung für die aktuelle Krise sei entscheidend.

Des Weiteren hebt Bürk hervor, dass die Entgelte zu Jahresbeginn bereits um 3,25 Prozent erhöht wurden, zusätzlich zu 1.500 Euro steuer- und beitragsfreiem Inflationsgeld. Da die Inflationsprognose bei 2,3 Prozent liegt, würden die Beschäftigten real mehr Geld in der Tasche haben. Er betont, dass die Chemie- und Pharmaindustrie nach wie vor eine Hochlohn-Branche sei, in der es keinen Bedarf an weiteren Entgeltsteigerungen oder anderen tariflichen Leistungen gebe.

Bürk bekräftigt das Interesse der Chemie-Arbeitgeber an einer Stärkung der Chemie-Sozialpartnerschaft und betont die Notwendigkeit, die Tarifbindung auf beiden Seiten zu erhöhen. Jedoch lehnt er eine bevorzugte Behandlung von Gewerkschaftsmitgliedern ab, da dies zu Spaltungen in den Belegschaften führen könne und von Arbeitgeberseite nicht akzeptiert werde. Die Arbeitgeber haben verschiedene Vorschläge entwickelt, um die Tarifbindung auf beiden Seiten zu stärken, ohne eine bevorzugte Behandlung von Gewerkschaftsmitgliedern.

In Bezug auf eine Modernisierung des Bundesentgelttarifvertrags stehen die Arbeitgeber grundsätzlich offen, solange keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ihr Ziel ist es, die Chemie-Tarifverträge zu vereinfachen und attraktiver zu gestalten, um deren Anwendung schneller, flexibler und einfacher zu machen. Die Diskussionen sollen in der nächsten Woche in Rheinland-Pfalz beginnen, wobei die Gewerkschaft aufgrund von Abschlüssen in anderen Branchen unter Druck steht, hohe Forderungen zu stellen.

Hintergrundinformationen:

In Nordrhein-Westfalen (NRW) gibt es zahlreiche große Chemieunternehmen, die in verschiedenen Branchen tätig sind. Einige der bekanntesten sind:

1. Bayer AG: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Leverkusen ist eines der größten Pharma- und Chemieunternehmen der Welt. Bayer ist in den Bereichen Gesundheit, Agrarwirtschaft und Materialwissenschaften tätig.

2. BASF SE: Obwohl der Hauptsitz in Ludwigshafen liegt, betreibt BASF auch bedeutende Produktionsstätten und Forschungseinrichtungen in NRW, insbesondere im Raum Köln und im Ruhrgebiet. BASF ist das weltweit führende Chemieunternehmen und produziert eine breite Palette von Chemikalien für verschiedene Branchen.

3. Evonik Industries AG: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Essen ist ein weltweit führender Spezialchemiekonzern. Evonik produziert eine Vielzahl von Produkten, darunter Spezialchemikalien, Hochleistungskunststoffe, TiO2 und mehr.

4. Covestro AG: Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen ist ein globaler Hersteller von Hochleistungspolymeren und ist aus dem Bayer-Konzern hervorgegangen. Covestro produziert unter anderem Kunststoffe, Lacke, Klebstoffe und Dämmstoffe.

5. Lanxess AG: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln ist ein Spezialchemieunternehmen, das eine breite Palette von Chemikalien für verschiedene Anwendungen herstellt, darunter Kautschuk, Kunststoffe, Farbstoffe, Additive und Spezialchemikalien.

Diese Unternehmen sind nur einige Beispiele für die vielfältige Chemieindustrie in Nordrhein-Westfalen, die eine wichtige Rolle in der deutschen und globalen Wirtschaft spielt.

Demografische Entwicklungen in unserer Wirtschaftsregion: Herausforderungen und Chancen für die Zukunft

Die Bevölkerungsentwicklung in Nordrhein-Westfalen verzeichnete bis zum Jahr 2023 einen Anstieg, jedoch wird bis 2040 ein Rückgang um etwa eine viertel Million Menschen erwartet. Diese Veränderung ist jedoch nicht homogen verteilt, sondern variiert stark zwischen den verschiedenen Kreisen des Bundeslandes. Unsere Redaktion hat eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung zusammengefasst.

Während Rückgänge in der Bevölkerungszahl in Südwestfalen und Teilen des Ruhrgebiets prognostiziert werden, werden im Rheinland und Münsterland Zuwächse bis 2040 erwartet. Diese ungleiche Entwicklung spiegelt sich deutlich wider, wobei einige Kreise in den kommenden zwei Jahrzehnten wachsen werden, während andere stärker schrumpfen. Die Bandbreite reicht von einem Anstieg um 5,1 Prozent in der Stadt Köln bis zu einem Rückgang um 9,7 Prozent im Kreis Höxter. Schrumpfen werden auch Düsseldorf (minus 0,4% = rund 618.000 Menschen) und der Rhein-Kreis Neuss (minus 0,2%).

Während Rückgänge in der Bevölkerungszahl in Südwestfalen und Teilen des Ruhrgebiets prognostiziert werden, werden im Rheinland und Münsterland Zuwächse bis 2040 erwartet. Diese ungleiche Entwicklung spiegelt sich deutlich wider, wobei einige Kreise in den kommenden zwei Jahrzehnten wachsen werden, während andere stärker schrumpfen. Köln (Foto) wird beispielsweise wachsen. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Besonders deutliche Zuwächse sind auch in den Kreisen Euskirchen, Steinfurt und Heinsberg zu verzeichnen, alle mit einem Wachstum von über 3 Prozent. Unter den kreisfreien Städten sind neben Köln, Mönchengladbach und Münster Bevölkerungszuwächse von mehr als 2,5 Prozent zu erwarten. Auf der anderen Seite stehen der Kreis Höxter sowie der Hochsauerlandkreis, der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Märkische Kreis, bei denen ein Bevölkerungsrückgang von 5 Prozent und mehr zwischen 2020 und 2040 erwartet wird. Diese Erkenntnisse stammen aus der neuen Bevölkerungsvorausberechnung des Datenportals „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann Stiftung.

Die demografische Entwicklung stellt viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Ältere Menschen stellen andere Anforderungen an die kommunale Infrastruktur als jüngere Bevölkerungsgruppen. Daher sollte die kommunale Infrastruktur entsprechend vorbereitet werden, sei es durch die Bereitstellung von Betreuungseinrichtungen für ältere Menschen oder die Anpassung an die Bedürfnisse einer älteren Bevölkerung.

Besonders der Anstieg des Anteils der Bevölkerung im Rentenalter wird zentral sein. Bis zum Jahr 2040 wird der Anteil der Personen im Alter ab 65 Jahren an der Gesamtbevölkerung voraussichtlich um rund 6 Prozentpunkte auf etwa 27 Prozent steigen. Gleichzeitig wird das Erwerbspersonenpotenzial um über 13 Prozent auf etwa 8,5 Millionen Personen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren schrumpfen. Dies stellt nicht nur die Alterssicherungssysteme und den Pflegebedarf vor große Herausforderungen, sondern wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus.

Die geburtenstarken Jahrgänge, die in Nordrhein-Westfalen ins Rentenalter rücken, führen dazu, dass die Zahl der potenziell Erwerbstätigen abnimmt, während die Zahl der potenziellen Bezieher von Leistungen im Alter deutlich ansteigt. Die Anzahl der Personen in den ersten Jahrgängen des Rentenbezugs wird bis zum Jahr 2035 stark zunehmen. Damit steigt der Anteil der 65- bis 79-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von 14,3 Prozent im Jahr 2020 auf 18,2 Prozent im Jahr 2040.

Die demografische Alterung zeigt sich auch am Medianalter, das landesweit bis 2040 um 0,6 Jahre auf 46,2 Jahre steigen wird. In den meisten Kreisen und kreisfreien Städten wird das Medianalter bis 2040 ansteigen. Die Spanne zwischen den Kreisen wird dann bei genau 11 Jahren liegen, von der „jüngsten“ Stadt Münster mit einem Medianalter von 41,0 Jahren bis zum „ältesten“ Kreis Höxter mit einem Medianalter von 52,0 Jahren.

Die Herausforderungen, die sich aus diesen demografischen Veränderungen ergeben, erfordern eine fundierte Planung und Anpassung in vielen Bereichen der Gesellschaft, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden und gleichzeitig die Zukunft des Bundeslandes zu gestalten.