Schmerzfrei durch Bewegung? Sportwissenschaftler Uli Margies zu Gast bei der Unternehmerschaft Düsseldorf

Rückenschmerzen, Verspannungen im Nacken oder Beschwerden an Schulter und Knie gehören für viele Beschäftigte längst zum Arbeitsalltag. Wie sich solche Beschwerden durch gezieltes Training verbessern lassen können, stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Unternehmerschaft Düsseldorf bei der Provinzial Versicherung in Düsseldorf-Wersten. Referent war der Sportwissenschaftler und Medical Fitness Master Trainer Uli Margies, der seit vielen Jahren Führungskräfte, Unternehmer und Unternehmen betreut.


Von Christoph Sochart


Vor zahlreichen Gästen stellte Margies sein Trainingskonzept vor, das seinen Ursprung im Leistungssport hat und in den vergangenen Jahren auf die Anforderungen von Führungskräften und Beschäftigten in Unternehmen angepasst wurde. Im Mittelpunkt steht dabei nach seinen Angaben die Analyse von Bewegungsabläufen, Körperhaltung und muskulären Dysbalancen, um die Ursachen orthopädischer Beschwerden zu erkennen und mit individuell abgestimmten Übungen zu behandeln.

„Viele Menschen behandeln lediglich die Symptome ihrer Schmerzen. Entscheidend ist jedoch, die eigentlichen Ursachen zu finden“, erklärte Margies während seines Vortrags. Sein Ansatz kombiniere sportwissenschaftliche Erkenntnisse mit funktionellen Trainingsmethoden und orientiere sich an modernen Konzepten aus der Sporttherapie.



Vom Spitzensport in die Unternehmen

Margies beschäftigt sich seit mehr als 17 Jahren mit medizinisch orientiertem Fitnesstraining. Nach eigenen Angaben entwickelte er ein System weiter, das ursprünglich aus dem Spitzensport stammt und heute unter anderem bei Vorständen, Geschäftsführern, Unternehmern sowie Führungskräften großer Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen zum Einsatz kommt.

Im Unterschied zum klassischen Krafttraining in Fitnessstudios setzt sein Konzept auf funktionelle Bewegungen statt auf isoliertes Training einzelner Muskelgruppen. Zum Einsatz kommen unter anderem Übungen mit Medizinbällen, Gymnastikbällen, Widerstandsbändern, Balance-Systemen sowie Schlingentrainern. Ziel sei es, die Tiefenmuskulatur zu aktivieren und natürliche Bewegungsabläufe wiederherzustellen.

Vor jedem Trainingsprogramm steht nach Angaben des Referenten eine ausführliche Analyse der körperlichen Voraussetzungen. Auf dieser Grundlage werde ein individueller Trainingsplan entwickelt.

Prävention gewinnt in Unternehmen an Bedeutung

Das Interesse der Unternehmen an Angeboten zur Gesundheitsförderung wächst seit Jahren. Langes Sitzen, Bewegungsmangel und hohe Arbeitsbelastung führen häufig zu Beschwerden des Bewegungsapparates. Entsprechend gewinnt die betriebliche Gesundheitsförderung zunehmend an Bedeutung.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf greift dieses Thema regelmäßig in ihren Veranstaltungsformaten auf. Ziel ist es, Arbeitgebern neue Impulse für gesunde Arbeitsbedingungen und leistungsfähige Belegschaften zu geben.

Margies zeigte anhand verschiedener Praxisbeispiele, wie sich Fehlhaltungen erkennen und Bewegungsabläufe verbessern lassen. Nach seinen Erfahrungen könnten viele Beschwerden durch konsequentes funktionelles Training reduziert werden. Er verwies dabei auf eigene Erfahrungen aus der Arbeit mit Unternehmen sowie auf die Zusammenarbeit mit Ärzten und Orthopäden.

Bewegung statt Schonhaltung

Ein zentraler Gedanke seines Vortrags lautete, dass der menschliche Körper für Bewegung geschaffen sei. Dauerhafte Schonhaltungen oder einseitige Belastungen könnten Beschwerden verstärken. Deshalb sei es wichtig, Bewegungsmuster neu zu erlernen und den Körper wieder möglichst natürlich einzusetzen.

Viele der vorgestellten Übungen benötigen keine großen Fitnessgeräte und lassen sich nach entsprechender Anleitung auch zu Hause oder am Arbeitsplatz durchführen. Gerade dieser alltagstaugliche Ansatz stieß bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf großes Interesse.

Mit der Veranstaltung setzte die Unternehmerschaft Düsseldorf ihre Reihe zu aktuellen Themen rund um Gesundheit, Arbeitswelt und Fachkräftesicherung fort. Die Resonanz zeigte: Die Frage, wie Beschäftigte gesund und leistungsfähig bleiben können, beschäftigt Unternehmen heute mehr denn je.

Mehr Infos: www.regreat.eu

Hitzewelle: Ein Eis ist heute schneller verdient als vor 25 Jahren

(cs) Wenn die Temperaturen steigen, gehört ein Eis für viele Menschen einfach zum Sommer dazu. Doch angesichts steigender Preise fragen sich viele Verbraucher: Kann man sich den kleinen Luxus überhaupt noch leisten? Eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) liefert eine überraschende Antwort: Trotz höherer Eispreise müssen die Deutschen heute für viele Eissorten sogar kürzer arbeiten als noch vor einem Vierteljahrhundert.

Grund dafür sind die deutlich gestiegenen Einkommen. Während der durchschnittliche Nettostundenlohn zur Jahrtausendwende noch bei 12,55 Euro lag, beträgt er im Jahr 2026 nach IW-Berechnungen rund 26,45 Euro. Die Löhne sind damit stärker gestiegen als viele Preise des täglichen Lebens.

Ein anschauliches Beispiel liefert das bekannte Domino-Eis: Dafür müssen Arbeitnehmer heute durchschnittlich lediglich zwei Minuten und 57 Sekunden arbeiten. Vor 26 Jahren waren dafür noch drei Minuten und 40 Sekunden erforderlich – ein Unterschied von 43 Sekunden.

Grafik: CS

Auch bei anderen beliebten Eissorten zeigt sich ein ähnliches Bild. Zwar haben sich die Verkaufspreise teilweise deutlich erhöht – ein Magnum kostet heute mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2000. Doch weil die Einkommen ebenfalls kräftig gestiegen sind, fällt die zusätzliche Arbeitszeit vergleichsweise gering aus. Für viele Verbraucher ist ein Eis deshalb gemessen an ihrer Arbeitszeit heute sogar erschwinglicher als früher.

Die IW-Experten weisen darauf hin, dass Verbraucher Preissteigerungen häufig stärker wahrnehmen als Einkommenszuwächse. Gerade bei Produkten des täglichen Bedarfs entsteht schnell der Eindruck, alles werde unbezahlbar. Der Blick auf die notwendige Arbeitszeit zeigt jedoch ein differenzierteres Bild der Kaufkraftentwicklung.

Besonders günstig bleibt der Eiskauf im Supermarkt. Wer statt eines einzelnen Eises am Kiosk eine Vorratspackung kauft, spart pro Stück oft deutlich. Gerade Familien können so an heißen Sommertagen mehrere Euro sparen.

Die aktuelle Hitzewelle sorgt zwar für volle Eisdielen und lange Schlangen vor den Kühltruhen. Doch zumindest aus Sicht der Kaufkraft gibt es eine gute Nachricht: Der Sommerklassiker Eis ist für die meisten Beschäftigten heute schneller verdient als noch vor einem Vierteljahrhundert – auch wenn der Preis auf dem Etikett etwas anderes vermuten lässt.

“Bilden wir gerade die Fachkräfte von morgen aus – oder die Arbeitslosen von übermorgen?”

Screenshot Instagram

Diese Frage klingt provokant. Vielleicht sogar beunruhigend. Und genau deshalb sollten wir sie stellen, sagt Transformationexperte Joseph Buschbacher.

Nicht, um Angst zu erzeugen. Sondern weil sich unsere Arbeitswelt in einem Tempo verändert, das wir in dieser Form noch nie erlebt haben.

Künstliche Intelligenz verändert bereits heute Berufsbilder, Arbeitsabläufe und Kompetenzprofile. Während viele Unternehmen noch darüber diskutieren, ob sie KI einsetzen, verändert sich längst die eigentliche Frage: https://kurzlinks.de/2hq9

Studie: Rentenwelle verschärft Fachkräftemangel

Gut 83 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ab 55 Jahren arbeiten in einem Beruf, für den mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich ist

(cs) Der demografische Wandel trifft den deutschen Arbeitsmarkt mit voller Wucht. In den kommenden zehn bis 15 Jahren werden Millionen Beschäftigte in den Ruhestand gehen – und besonders betroffen sind ausgerechnet Berufe, in denen schon heute qualifizierte Fachkräfte fehlen. Darauf weist eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hin.

Für Unternehmen in Düsseldorf und der Region ist diese Entwicklung längst keine Zukunftsprognose mehr, sondern Alltag. Ob Industrie, Handwerk, Gesundheitswesen, Logistik oder technische Berufe – viele Betriebe suchen bereits heute händeringend nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wenn nun die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer den Arbeitsmarkt verlassen, dürfte sich die Situation weiter zuspitzen.

Nach Angaben des IW arbeiten zahlreiche Beschäftigte, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, in sogenannten Engpassberufen. Das sind Tätigkeiten, in denen offene Stellen nur schwer oder gar nicht besetzt werden können. Der bevorstehende Generationenwechsel droht deshalb die bestehenden Personalengpässe deutlich zu verschärfen.

Auch Düsseldorfer Unternehmen spüren den Druck

Die Landeshauptstadt verfügt über eine vielfältige Wirtschaftsstruktur – von der Industrie über Handel und Dienstleistungen bis hin zu Gesundheitswirtschaft und Digitalisierung. Viele dieser Branchen sind auf erfahrene Fachkräfte angewiesen.

Besonders kritisch ist die Lage in Gesundheits- und Pflegeberufen, im Handwerk, in technischen Berufen, im Bauwesen sowie in zahlreichen Ingenieur- und IT-Berufen. Gleichzeitig benötigen die Unternehmen zusätzliche Fachkräfte, um die Digitalisierung, die Energiewende und große Infrastrukturprojekte umzusetzen.

Erfahrung darf nicht verloren gehen

Mit jedem Renteneintritt geht nicht nur eine Arbeitskraft verloren, sondern häufig auch jahrzehntelang aufgebautes Fachwissen. Viele Unternehmen reagieren deshalb bereits mit neuen Strategien. Dazu gehören flexible Übergänge in den Ruhestand, Teilzeitmodelle für ältere Beschäftigte sowie Programme zur systematischen Wissensweitergabe an jüngere Kolleginnen und Kollegen.

Gleichzeitig gewinnt die betriebliche Ausbildung weiter an Bedeutung. Jeder erfolgreich besetzte Ausbildungsplatz hilft dabei, den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Ebenso wichtig sind Qualifizierungsangebote für Beschäftigte sowie attraktive Bedingungen für Quereinsteiger.

Fachkräftesicherung bleibt Gemeinschaftsaufgabe

Experten sind sich einig: Den demografischen Wandel kann Deutschland nicht verhindern – seine Auswirkungen jedoch abmildern. Dazu gehören eine stärkere Erwerbsbeteiligung, qualifizierte Zuwanderung, lebenslanges Lernen und eine moderne Berufsorientierung für junge Menschen. Unternehmen, Schulen, Kammern, Politik und Arbeitsmarktakteure stehen dabei gleichermaßen in der Verantwortung.

Für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf ist klar: Die Sicherung von Fachkräften bleibt eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Denn ohne ausreichend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geraten Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum zunehmend unter Druck.

130 Jahre Transportlösungen: Mercedes-Benz Vans

Foto: Mercedes-Benz

Seit 130 Jahren entwickelt Mercedes-Benz Fahrzeuge für den gewerblichen Einsatz – von den ersten Lieferwagen der Automobilgeschichte bis zu modernen, digital vernetzten Elektrotransportern. Das Jubiläum ist zugleich ein Anlass, auf einen Standort zu blicken, auf den Düsseldorf besonders stolz sein kann: Der weltweit bekannte Mercedes-Benz Sprinter wird im Werk im Stadtteil Rath produziert und steht damit für industrielle Kompetenz „Made in Düsseldorf“.


Von Christoph Sochart


Die Geschichte begann bereits 1896, als Carl Benz mit dem ersten Lieferungswagen den Grundstein für den motorisierten Warentransport legte. Aus dieser Pionierleistung entwickelte sich über Jahrzehnte ein breites Angebot an Transportern für Handwerk, Logistik, Dienstleistungen und viele weitere Branchen.

Heute umfasst das Portfolio von Mercedes-Benz Vans sowohl Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb als auch vollelektrische Modelle. Mit Blick auf die Zukunft arbeitet der Hersteller bereits an einer neuen Fahrzeuggeneration. Zu den kommenden Modellen gehört der elektrische Mercedes-Benz VLE, der auf der neuen Van-Architektur basiert und den nächsten Entwicklungsschritt im Bereich der Elektromobilität markieren soll.

Neben den Fahrzeugen selbst setzt Mercedes-Benz auf umfassende Dienstleistungen. Kunden erhalten individuelle Beratung, Finanzierungsmöglichkeiten, Mietangebote sowie digitale Services, die den Fahrzeugeinsatz effizienter machen. Ein dichtes Netz an Servicebetrieben und mobile Wartungsangebote sollen zusätzlich für hohe Verfügbarkeit sorgen. Für Unternehmen, die auf Elektromobilität umsteigen möchten, gehören auch passende Ladelösungen zum Gesamtangebot.

Besonderen Wert legt der Hersteller auf Qualität, Sicherheit, Komfort und digitale Vernetzung. Gleichzeitig können Kunden ihre Fahrzeuge bereits ab Werk oder über zertifizierte Aufbauhersteller exakt auf ihre betrieblichen Anforderungen anpassen lassen.

Für Düsseldorf besitzt das Jubiläum eine besondere Bedeutung. Im Mercedes-Benz-Werk in Rath entsteht mit dem Sprinter eines der bekanntesten und erfolgreichsten Transportermodelle Europas. Der Standort steht seit Jahren für moderne Fahrzeugproduktion, qualifizierte Arbeitsplätze und hohe Fertigungskompetenz.

Darauf kann die Landeshauptstadt mit Recht stolz sein: Der Sprinter ist weltweit im Einsatz – gebaut wird er in Düsseldorf. Das Jubiläum „130 Jahre Mercedes-Benz Vans“ zeigt eindrucksvoll, wie eng Tradition, Innovation und der Wirtschaftsstandort Düsseldorf miteinander verbunden sind.

Neues Chaos für Bahn-Pendler: RE1, RE5, S6, S11 und S68

Im August heißt es nicht „Warten auf Godot“, sondern auf den Zug. Bahn-Pendler werden im Großraum Düsseldorf auf eine harte Probe gestellt. Foto: Christoph Sochart

Wer regelmäßig mit der Bahn zwischen Essen und Düsseldorf unterwegs ist, braucht erneut starke Nerven. Kaum haben viele Berufspendler die monatelangen Einschränkungen der vergangenen Jahre verarbeitet, kündigt die Deutsche Bahn bereits die nächste umfangreiche Sperrung der stark frequentierten Strecke an.


Von Christoph Sochart


Vom 7. bis zum 21. August wird die Linie S6 abschnittsweise gesperrt. Grund sind Bauarbeiten für ein neues modernes Stellwerk, das künftig den Bahnverkehr auf dem Abschnitt zwischen Düsseldorf, Ratingen, Hilden und Solingen steuern soll. Gleichzeitig nutzt die DB InfraGO die Sperrung für weitere Arbeiten an Oberleitungen sowie zur Instandhaltung des Gleisbetts.

Für Pendler bedeutet dies jedoch erneut längere Reisezeiten und Umstiege. Vom 7. bis 17. August fahren zwischen Essen Hauptbahnhof und Düsseldorf-Wehrhahn keine S-Bahnen. Stattdessen setzt die Bahn Ersatzbusse zwischen Essen Hauptbahnhof und Düsseldorf Hauptbahnhof ein. Anschließend, vom 17. bis 21. August, entfällt der Zugverkehr zwischen Kettwig und Düsseldorf-Wehrhahn, auch hier müssen Reisende auf Busse ausweichen.

Aber, es gibt noch mehr Probleme: Ab dem 21. August schränkt die Deutsche Bahn den Betrieb zwischen Düsseldorf und Köln erheblich ein. Grund sind Brückenarbeiten, Gleis- und Weichenerneuerungen sowie Bahnsteigsanierungen. Betroffen sind gleich fünf Linien: RE1, RE5, S6, S11 und S68.

Die erste Bauphase beginnt am Freitag, 21. August, um 21 Uhr und läuft bis zum 4. September. Der RE1 (RRX) muss in dieser Zeit einen Umweg über Neuss Hauptbahnhof und Dormagen fahren. Dafür entfallen die Halte Köln Hauptbahnhof, Köln Messe/Deutz, Köln-Mülheim, Leverkusen Mitte und Düsseldorf-Benrath komplett.

Noch stärker betroffen ist der RE5 (RRX): Zwischen Düsseldorf und Köln-Mülheim fällt die Linie vollständig aus. Als Ersatz kommen Busse zum Einsatz, die tagsüber (5 bis 21 Uhr) im Zehn-Minuten-Takt fahren, abends im 15-Minuten-, nachts im 30-Minuten- und in den frühen Morgenstunden im 20-Minuten-Takt. Ausgangspunkt des Schienenersatzverkehrs ist der Fernbusbahnhof am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Zusätzlich kommt es bei der S11 zwischen Neuss und Köln-Worringen zu Teilausfällen.

Reisende zwischen den beiden Rheinmetropolen sollten sich frühzeitig über alternative Verbindungen informieren und deutlich mehr Zeit einplanen.

Gerade für die vielen Berufspendler, die täglich zwischen dem Ruhrgebiet und der Landeshauptstadt unterwegs sind, reiht sich die Sperrung in eine lange Serie von Einschränkungen ein. Erst nach langwierigen Sanierungsarbeiten und der Beseitigung eines Hangrutsches war die Strecke wieder vollständig befahrbar. Nun folgt bereits die nächste Baustelle.

Die Deutsche Bahn verweist darauf, dass die Investitionen langfristig der Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs dienen sollen. Das neue Stellwerk soll künftig für einen stabileren Betrieb sorgen und die Steuerung der Züge modernisieren. Durch die Bündelung verschiedener Arbeiten während einer Sperrung sollen spätere Einschränkungen möglichst reduziert werden.

Für viele Pendler dürfte diese Aussicht allerdings nur ein schwacher Trost sein. Zusätzliche Fahrzeiten, volle Ersatzbusse und unsichere Anschlüsse gehören in den kommenden Wochen erneut zum Alltag. Besonders Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich zwischen Essen, Ratingen und Düsseldorf pendeln, müssen ihre Wege entsprechend planen und mehr Zeit einrechnen.

Die Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Fahrpläne und den Schienenersatzverkehr zu informieren, da sich Anschlüsse und Fahrzeiten während der Bauphase deutlich verändern können.

Was unsere Betriebe tun können, um ihre Azubis während der Ausbildung zu motivieren

Foto: TEEKANNE Linkedin

In diesen Tagen heißen viele unserer Mitgliedsunternehmen ihre neuen Auszubildenden willkommen. Der erste Tag ist geprägt von Vorfreude, Nervosität und guten Vorsätzen – auf beiden Seiten. Doch die Erfahrung zeigt: Diese anfängliche Motivation trägt nicht von allein durch drei oder mehr Ausbildungsjahre. Die nach wie vor hohe Abbrecherquote in der dualen Ausbildung ist auch ein Alarmsignal dafür, dass Motivation aktiv gepflegt werden muss – von beiden Seiten, aber vor allem vom Betrieb.

Wer verstehen will, warum Azubis abbrechen, muss den ganzen Ausbildungsverlauf betrachten, nicht nur den Einstieg. Hier sind die Hebel, an denen Betriebe konkret ansetzen können: https://kurzlinks.de/3m4y

Düsseldorfer Industriekonzerne setzen starke Signale

Gleich zwei der bedeutendsten Düsseldorfer DAX-Konzerne haben am Donnerstag ihre Halbjahreszahlen vorgelegt – und senden trotz unterschiedlicher Entwicklungen ein positives Signal für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Während Henkel nach einem starken ersten Halbjahr sogar seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr anhebt, bleibt Rheinmetall trotz einer reduzierten Umsatzprognose auf einem außergewöhnlichen Wachstumskurs.


Von Christoph Sochart


Henkel: Mehr Wachstum als erwartet

Der Konsumgüter- und Klebstoffhersteller Henkel blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück. Besonders erfreulich entwickelte sich das organische Umsatzwachstum, das bei 3,2 Prozent lag und damit die Erwartungen der Analysten übertraf. Vor allem das Geschäft mit Klebstofftechnologien entwickelte sich dynamisch und profitierte von einer stabilen Nachfrage aus der Industrie. Auch die Sparte Consumer Brands mit bekannten Marken wie Persil, Schwarzkopf oder Pril konnte zulegen.

Vor diesem Hintergrund hebt Henkel seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Statt eines organischen Umsatzwachstums zwischen einem und drei Prozent rechnet das Unternehmen nun mit einer Steigerung von 1,5 bis 3,5 Prozent. Die Gewinnprognose bleibt unverändert. Das operative Ergebnis im ersten Halbjahr stieg auf rund 1,62 Milliarden Euro und lag ebenfalls über den Erwartungen der Finanzmärkte.

Für den Düsseldorfer Traditionskonzern ist dies ein wichtiges Signal. Nachdem die vergangenen Jahre von umfangreichen Umstrukturierungen, der Zusammenführung der Konsumentengeschäfte und zahlreichen Zukäufen geprägt waren, zeigen sich nun zunehmend die positiven Effekte der strategischen Neuausrichtung.

HENKEL-Chef Carsten Knobel; Foto: HENKEL

Rheinmetall: Rekordwachstum trotz gesenkter Umsatzprognose

Auch Rheinmetall präsentierte starke Geschäftszahlen. Allerdings musste der Düsseldorfer Technologiekonzern seine Umsatzprognose leicht nach unten korrigieren. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung, ein geplantes Fregattenprogramm nicht weiterzuverfolgen. Dadurch entgehen der Marinesparte voraussichtlich Aufträge im Umfang von rund 300 Millionen Euro. Die neue Umsatzprognose für 2026 liegt nun bei 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro statt bisher 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro.

An der grundsätzlichen Wachstumsgeschichte ändert dies jedoch wenig. Rheinmetall verzeichnete im zweiten Quartal ein Umsatzplus von rund 70 Prozent. Der Auftragsbestand erreichte mit mehr als 80 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Vor allem die anhaltend hohen Verteidigungsinvestitionen der europäischen NATO-Staaten sorgen für eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. Das Unternehmen hält deshalb an seinen langfristigen Wachstumszielen fest und sieht sich weiterhin auf Kurs, bis zum Ende des Jahrzehnts zu den weltweit führenden Rüstungsunternehmen aufzuschließen.

Gute Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung Düsseldorfs als Sitz international erfolgreicher Industrieunternehmen. Henkel beweist, dass auch klassische Konsumgüterhersteller in einem anspruchsvollen Marktumfeld profitabel wachsen können. Rheinmetall wiederum profitiert von den tiefgreifenden Veränderungen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und baut seine internationale Marktposition konsequent aus.

Für Düsseldorf bedeuten beide Entwicklungen Investitionen, Innovationskraft und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen zeigen die Halbjahreszahlen, dass zwei der wichtigsten Industrieunternehmen der Landeshauptstadt ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen und mit Zuversicht auf die zweite Jahreshälfte blicken.

ElectronicPartner begrüßt neue Auszubildende in der Düsseldorfer Zentrale

v.l.n.r. Personalreferentin Tabea Hageböck, Vorständin Greta Ziob, die neuen Auszubildenden Noah Markow und Anton Grüner, Leiter Personal Timo Stockem sowie Vorstand Matthias Assmann; Foto: ELECTRONICPARTNER

(ud) Die Förderung junger Talente bleibt auch in herausfordernden Zeiten ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie von ElectronicPartner. „Gerade jetzt ist es wichtig, im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten weiter in qualifizierte Fachkräfte für unsere Zukunft zu investieren“, ist ElectronicPartner Vorstand Matthias Assmann überzeugt.

Im August 2026 begrüßt ElectronicPartner zwei Auszubildende in der Düsseldorfer Zentrale. Anton Grüner beginnt seine Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce, Noah Markow startet als Fachinformatiker für Systemintegration. Beide werden in den kommenden Jahren unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenlernen und so die Grundlage für ihr Berufsleben schaffen.

Bereits vor ihrem offiziellen Start erhielten die beiden Nachwuchskräfte im Rahmen eines Pre-Onboardings im Juni erste Einblicke ins Unternehmen. Dabei wurden sie von ihren Azubi-Paten begrüßt, lernten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem Personalbereich kennen und konnten sich bei verschiedenen Kennenlernformaten miteinander vernetzen.

Nun erwarten die beiden zum offizielle Ausbildungsstart umfangreiche Einführungstage in der Düsseldorfer Zentrale. Neben gemeinsamen Kennenlernformaten mit allen Auszubildenden begeben sich die neuen Nachwuchskräfte auf eine Schnitzeljagd, die einen ersten Einblick in die unterschiedlichen Unternehmensbereiche vermittelt. Darüber hinaus lernen Anton Grüner und Noah Markow ihre zukünftigen Teams und Einsatzbereiche kennen.

„Jungen Menschen Chancen zu eröffnen und Talente gezielt zu fördern, bleibt ein wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses“, erklärt Timo Stockem, Leiter Personal bei ElectronicPartner, und ergänzt: „Gut ausgebildete, qualifizierte Fachkräfte werden immer eine wichtige Ressource in unserer Branche sein.“

Rheinmetall präsentiert mit der GMF140 die Fregatte der nächsten Generation

(cs) Das Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall hat jetzt mit der GMF140 (Guided Missile Frigate) eine Fregatte vorgestellt, die neue Maßstäbe in der Einsatzflexibilität und Kampfkraft setzt. Mit einer Länge von 140 Metern und einer Verdrängung von mehr als 6.000 Tonnen wurde die GMF140 speziell für die sich wandelnden Anforderungen der NATO sowie verbündeter Marinen entwickelt und deckt das gesamte Einsatzspektrum moderner maritimer Operationen ab. Rheinmetall adressiert mit der GMF140 die internationalen Märkte und beabsichtigt, sie zunächst im Rahmen eines Beschaffungsvorhabens in Nordamerika anzubieten.

Foto: RHEINMETALL

Die GMF140 ist für Einsätze in hochkomplexen Bedrohungsszenarien ausgelegt und vereint Fähigkeiten zur Luftverteidigung, ballistischen Raketenabwehr,

U-Boot-Bekämpfung sowie zum weitreichenden Präzisionsschlag in einer hochintegrierten, digitalisierten und auf einen reduzierten Personalbedarf ausgelegten Plattform. Das Schiff ist für den weltweiten Hochsee-Einsatz optimiert und eignet sich gleichermaßen für Operationen im Küstenvorfeld sowie für multinationale Einsätze im Bündnisrahmen.

Ein wesentliches Merkmal der GMF140 ist ihre Fähigkeit zur Integration modernster US-amerikanischer Primärradarsysteme. Diese ermöglichen eine leistungsfähige Erfassung, Verfolgung und Bekämpfung konventioneller Luftziele ebenso wie von Hyperschallwaffen und ballistischen Flugkörpern. In Verbindung mit dem bewährten AEGIS Combat System und 64 vertikalen Startzellen (Strike-Length Vertical Launch System) kann die Fregatte das gesamte Spektrum moderner Flugkörper für Luftverteidigung, ballistische Raketenabwehr und Landzielbekämpfung einsetzen. Damit erreicht sie eine Führungs- und Feuerleitfähigkeit, die bislang überwiegend deutlich größeren Überwasserkampfschiffen vorbehalten war.

Das auf der GMF140 installierte AEGIS Combat System kann mit verschiedenen Führungs- und Waffeneinsatzsystemen, unter anderem mit dem CMS330 Combat Management System von Lockheed Martin, kombiniert werden. Dessen offene, interoperable und skalierbare Architektur ermöglicht die nahtlose Integration europäischer Sensor- und Waffensysteme und unterstützt den gemeinsamen Einsatz innerhalb multinationaler Flottenverbände.

Als Multi-Domain-Plattform verfügt die GMF140 über umfassende Fähigkeiten zur U-Boot-Abwehr. Hierzu zählen ein signaturreduzierter Schiffsrumpf, ein integriertes Akustik-management, Rumpf- und Schleppsonaranlagen sowie die Fähigkeit zum Einsatz bemannter und unbemannter luftgestützter Systeme europäischer oder US-amerikanischer Herkunft.

Die GMF140 wurde gezielt entwickelt, um den Anforderungen moderner NATO- und Partnerstaaten gerecht zu werden, die eine leistungsfähige, wirtschaftliche und interoperable Fregatte der nächsten Generation beschaffen möchten. Das Konzept eignet sich insbesondere für Staaten, die ihre Flotten angesichts wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen in Europa, im Nordatlantik und im Indopazifik modernisieren.

Mit ihrer Kombination aus integrierter Luft- und Raketenabwehr, ballistischer Raketenabwehr, leistungsfähiger U-Boot-Abwehr und weitreichenden Präzisionsschlagfähigkeiten zählt die GMF140 zu den modernsten und leistungsfähigsten Fregatten ihrer Gewichtsklasse.

Rheinmetall möchte die GMF140 zunächst im Rahmen eines Beschaffungsvorhabens in Nordamerika anbieten. Darüber hinaus richtet sich das Angebot an weitere verbündete Marinen, die eine zukunftssichere, hochgradig interoperable Überwasserkampfeinheit suchen, die sich nahtlos in die Einsatzverbände der weltweit führenden Seestreitkräfte integrieren lässt.