boot 2026: Düsseldorf wird wieder zum Treffpunkt der internationalen Wassersportwelt

(cs) Mit vollen Segeln steuert die boot Düsseldorf 2026 auf neue Ufer zu: Am Samstag, 17. Januar, eröffnet die weltweit größte Boot- und Wassersportmesse ihre Tore und macht die Landeshauptstadt für neun Tage erneut zum Zentrum der Branche. Bis zum 25. Januar präsentieren internationale Werften, Händler und Ausrüster ihre Neuheiten – und nutzen die boot wieder als wichtigste Plattform zum Start in die neue Saison.

Nach einer marktbedingten Flaute in den vergangenen beiden Jahren zeigt sich die Branche wieder deutlich optimistischer. „Im Sommer konnten wir erfolgreiche Gespräche mit den Herstellern führen und können uns auf eine umfassende und vielversprechende boot 2026 freuen“, sagt boot Director Petros Michelidakis. Vor allem Katamaran- und große Serienboothersteller setzen im Januar auf Präsenz in Düsseldorf. Viele Unternehmen hätten erkannt, dass ein erfolgreiches Bestehen im Markt eng mit der Teilnahme an der boot verbunden sei. Denn nirgendwo sonst träfen internationale Facheinkäufer, Spezialisten und ein breites, begeistertes Publikum aus Seglern, Motorbootfahrern, Surfern, Tauchern, Kanuten und Wassersportfans so konzentriert aufeinander.

Über 1.000 Boote in 16 Hallen

Internationale Werften und Händler zeigen 2026 wieder Flagge. Mehr als 1.000 Boote und Yachten legen in 16 Messehallen an und verwandeln das Gelände in eine der größten Marinas der Welt. Die Bandbreite reicht von kompakten Einsteigerbooten bis zu luxuriösen Yachten. Im Fokus stehen zudem technische Innovationen: leistungsstarke Elektromotoren mit großer Reichweite, nachhaltige Antriebs- und Materialkonzepte sowie futuristisch anmutende Rumpfdesigns, die Effizienz und Performance weiter steigern sollen.

Aussteller aus 68 Nationen

Mit Ausstellern aus 68 Ländern bildet die boot Düsseldorf erneut den globalen Wassersportmarkt ab. Neben bekannten Marken prägt vor allem die Vielfalt an Herstellern das Bild der Messe. Ein besonderes Signal setzt die boot 2026 mit Blick auf den Nachwuchs: Erstmals ist einer der weltweit größten Dinghy-Hersteller vertreten. In Halle 15 stehen zudem internationale Highlights des Regattasports, Verbände sowie Nachwuchs- und Förderprojekte im Mittelpunkt.

„Wir möchten das Segeln stärker im sportlichen Angebot für Kinder und Jugendliche verankern und mehr Aufmerksamkeit für diese Sportart schaffen“, betont Michelidakis. Schließlich hätten in den vergangenen fünf Jahrzehnten viele tausend junge Seglerinnen und Segler ihre ersten Wenden und Halsen in der boot Sailing School gelernt. Ergänzt wird das Angebot durch E-Sailing, das besonders bei jüngeren Besuchern an mehreren Stationen ausprobiert werden kann.

Große Vielfalt für Besucher

Einen umfassenden Überblick bietet die Ausstellerdatenbank mit rund 1.500 Anbietern – von Herstellern über Händler bis hin zu Destinationen und Charterfirmen. Dort lassen sich auch einige bekannte Namen wiederfinden, die in den wirtschaftlich schwierigen Jahren zuletzt gefehlt hatten. Sowohl die Motorboot- als auch die Segelhallen zeigen sich 2026 wieder in starker Besetzung.

Hinweis für Pendler

Pendler sollten die boot ab Montag, 19. Januar, fest einplanen: Vor allem auf den Autobahnen rund um Düsseldorf sowie auf den Zufahrtsstraßen zum Messegelände ist mit erheblich mehr Verkehr zu rechnen.

Mit ihrer internationalen Strahlkraft, technischen Innovationen und der großen thematischen Vielfalt unterstreicht die boot Düsseldorf 2026 einmal mehr ihren Anspruch als Nummer eins der weltweiten Boot- und Wassersportmessen.

ElectronicPartner startet Neuausrichtung

(ud) Wie beim Branchentreff im vergangenen November bereits angekündigt, geht ElectronicPartner 2026 in die Offensive. Ziel ist es, das eigene Mitglieder-Netzwerk als führenden lokalen Lösungsanbieter für Technik und Service zu positionieren. Die hierfür notwendigen strukturellen und personellen Anpassungen am Standort Düsseldorf finden im Laufe der kommenden Monate statt. 

Friedrich Sobol

Agieren statt reagieren

Für den stationären Fachhandel ist es aktuell von zentraler Bedeutung, eine Differenzierung zum Wettbewerb über Service, Kompetenz und Vertrauen zu schaffen – Eigenschaften, die vom Konsumenten zunehmend wichtiger eingeschätzt werden als die Produkte selbst. „Und genau hierauf wird unser Fokus liegen“, hält Friedrich Sobol, Vorstand von ElectronicPartner, fest. „Wir wollen agieren und nicht reagieren – das haben wir immer getan und das tun wir auch jetzt. Wir werden weiterhin die Zukunft des stationären Elektronikhandels mitgestalten und so ein verlässlicher und verantwortungsvoller Partner für unsere Mitglieder bleiben“, führt er aus. Erreichen möchte die Verbundgruppe dies durch eine Transformation zum Lösungsanbieter. Die Substanz und das Know-how dazu sind bereits vorhanden.

Voraussetzungen geschaffen – Basis erarbeitet

ElectronicPartner bietet schon heute mit über 5.000 Mitgliedsbetrieben das größte Elektronik-Vertriebsnetzwerk in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz. Die vor über zehn Jahren gestartete Qualitätsoffensive bei EP: und die erfolgreiche Privatisierung von MEDIMAX bilden eine klare Basis für lokales Unternehmertum und kundenzentrierten Service. Hinzu kommen starke Kooperationen – etwa mit der MHK im Bereich Küche – und neue Warenbereiche, wie nachhaltige Energiegewinnung mit der Marke WENDEpunkt, die das Kompetenzportfolio in Richtung Zukunftsmarkt erweitern. Auch das Technologie-Netzwerk comTeam als Nummer Eins im unabhängigen Systemhausgeschäft erschließt neue Wachstumsfelder wie IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz und Robotik.

Bedarf erkennen, Chancen nutzen

Im rasant wachsenden Segment Elektrotechnik fehlt es aktuell an einem flächendeckenden Vertriebs- und Servicenetzwerk, das Beratung, Installation, Integration, Reparatur und langfristigen Service aus einer Hand bietet. ElectronicPartner wird dieses Netzwerk sein – lokal verankert, technisch kompetent, nachhaltig und zuverlässig: Durch die strategische Zusammenarbeit mit der KRIX Academy, mit ASWO und mehr als 1.000 zertifizierten Servicepartnern ist die Verbundgruppe hier aktuell der stärkste Anbieter im Markt – in Österreich erstreckt sich dies in beispielhafter Weise auch auf den öffentlichen Sektor, wie die Arbeit mit der Caritas und dem Klima- und Energiefonds zeigt. „Als Zentrale unterstützen wir das Netzwerk der Mitglieder mit anwendungsorientierten Lösungen und Dienstleistungen aus einer Hand, die einfach zugänglich, kosteneffizient und wettbewerbsfähig sind. Dabei kommt uns auch zugute, dass wir in den vergangenen Jahren bereits intensiv in modernste Technologie und Digitalisierung investiert haben“, erklärt Matthias Assmann, ebenfalls Vorstand von ElectronicPartner.

 

Prozess gestartet

 

Die geplante Offensive beinhaltet eine Neuorganisation der Zentrale in Düsseldorf, um Strukturen und Prozesse auf das Zielbild anzupassen. Als Teil dieser Maßnahmen ist auch ein Stellenabbau in den kommenden Monaten geplant. Dabei bleibt ElectronicPartner seiner Linie treu, indem der Transformationsprozess gewohnt verantwortungsbewusst, fair und mit sozialer Rücksichtnahme durchgeführt wird – in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern. Außerdem wird das Unternehmen, welches sich nach wie vor im Besitz der Gründerfamilie befindet, aus eigener Kraft die Neuausrichtung gestalten, ohne finanzielle Unterstützung. „Der Spruch ‚Handel ist Wandel‘ ist so alt wie die Branche selbst und wird immer Gültigkeit behalten. Wir müssen uns ständig weiterentwickeln, Warten hilft niemandem – nicht unseren Mitgliedern, nicht unseren Mitarbeitenden, nicht uns als Unternehmen. ElectronicPartner hat sich in seiner Geschichte mehrfach erfolgreich gewandelt: überlegt, konsequent und mit ruhiger Hand – und das werden wir nun wieder tun. Wir agieren und bleiben dabei eigenständig und gestalten unsere Zukunft selbst“, fasst Matthias Assmann zusammen.

Die Maßnahmen für die Neuausrichtung sind bereits gestartet. Zum ElectronicPartner Kongress am 20. und 21. März 2026 wird die Verbundgruppe erste konkrete Ergebnisse und Zielsetzungen präsentieren.

Chemiearbeitgeber fordern tarifpolitische Atempause!

(ud) Am Mittwoch (14. Januar 2026) trafen die Chemiearbeitgeber und die Gewerkschaft IGBCE für den Bezirk Nordrhein zum Auftakt der diesjährigen bundesweiten Chemie-Tarifrunde in Köln aufeinander. Die Verhandlungen blieben ohne Ergebnis und sollen am 3. Februar auf der Bundesebene fortgesetzt werden.

Die IGBCE fordert eine Erhöhung der Einkommen für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden, die die Kaufkraft weiter stärkt, sowie tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung.

Randolf Bursian, Verhandlungsführer der Chemiearbeitgeber Nordrhein und Thomas Meiers, Verhandlungsführer IGBCE Nordrhein

In einer intensiven und kontroversen Debatte erklärte der Verhandlungsführer der Chemiearbeitgeber Nordrhein, Randolf Bursian, dass historisch schlechte Umstände die deutsche Chemieindustrie belasten: „Hohe Energie- und Arbeitskosten, steigender Importdruck und neue Zölle, überbordende Bürokratie und schwache Nachfrage, geopolitische Verschiebungen und tiefgreifende strukturelle Veränderungen setzen die Unternehmen massiv unter Druck. Die Auslastung liegt auf einem historisch niedrigen Niveau. Tarifliche Regelungen müssen den Unternehmen Luft zum Atmen lassen, um Innovationen, Transformation und den Erhalt industrieller Wertschöpfung in Deutschland und in unserer Region zu ermöglichen. Eine tarifpolitische Atempause ist unverzichtbar“, unterstreicht Bursian.

Derzeit werden in der deutschen Chemieindustrie Tausende Arbeitsplätze abgebaut oder stehen zur Disposition. „Wir erleben auch hier in Nordrhein Anlagenschließungen und damit einhergehende Arbeitsplatzverluste infolge fehlender Wettbewerbsfähigkeit. Wenn einzelne Bausteine aus dem Verbundsystem wegbrechen, ist das ganze Produktionsnetzwerk der Region gefährdet“, verdeutlicht Friedrich Überacker, Geschäftsführer der Chemiearbeitgeber Nordrhein. „Sichere Arbeitsplätze lassen sich nicht verordnen, weder durch die Politik noch durch die Sozialpartner auf Branchenebene. Je schneller wir wieder wettbewerbsfähig werden, desto besser sind die Perspektiven für eine sichere Beschäftigung“, so Überacker.

Peter Sebastian Krause ist neuer Vorsitzender von Südwestmetall

(ud) Peter Sebastian Krause, Vorsitzender auch des Düsseldorfer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie „düsseldorf metall“, ist neuer Vorsitzender des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie (M+E), Südwestmetall. Der Vorstand des Verbands wählte ihn auf seiner Sitzung am 14. Januar 2026 zum Nachfolger von Dr. Joachim Schulz (69), der nach knapp vier Jahren an der Verbandsspitze seinen Rücktritt erklärt hatte. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Katrin Stegmaier-Hermle, Sprecherin der Geschäftsführung der Balluff GmbH (Neuhausen auf den Fildern), gewählt. Sie bekleidet dieses Amt neben Dr. Harald Marquardt (stv. Vorsitzender seit 2009).

Der Jurist Krause gehört dem Vorstand von Südwestmetall bereits seit 2010 an. Damals wurde er als Vorstandsmitglied der Kolbenschmidt Pierburg AG in Neckarsulm (heute Rheinmetall Automotive) in das Gremium gewählt. Seit November 2020 ist er Mitglied im Engeren Vorstand, seit 2022 stellvertretender Vorsitzender des Verbands. Zuletzt war er als Vorstandsmitglied für Personal und Arbeitsdirektor der Rheinmetall AG tätig.

Schulz hatte bereits bei seiner Wiederwahl im Juni 2024 erklärt, dass aus persönlichen Gründen die 2026 endende zweijährige Amtsperiode seine letzte sein würde. Der um einige Monate vorgezogene Wechsel im Vorsitz, so Schulz, schaffe nun die Voraussetzung, dass in der Vorbereitungsphase der für den Herbst anstehenden Tarifrunde Kontinuität herrsche: „Unsere Industrie steht vor enormen Herausforderungen. Dieser Tarifrunde kommt daher eine ganz besondere Bedeutung zu. Deshalb braucht es schon frühzeitig im Vorfeld der Verhandlungen eine klare Führung, damit auch eine durchgängige Verantwortlichkeit gesichert ist.“ Sein Nachfolger Krause bringe „genau die Erfahrung und Expertise mit, die wir jetzt benötigen, um den Verband in dieser entscheidenden Zeit zu führen und um die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen kraftvoll zu vertreten“.

Krause kündigte an, einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Tarifpolitik legen zu wollen: „Wir müssen einen Rahmen schaffen, der die Unternehmen noch besser dabei unterstützt, die Transformation erfolgreich zu bewältigen. Dabei muss der sehr heterogenen Lage in den Firmen Rechnung getragen werden. Der Erfolg der Tarifpolitik muss sich daran messen lassen, ob es gelingt, den Arbeitsplatzabbau zu bremsen und am Standort Deutschland wieder mehr zu investieren.“

Seinem Vorgänger dankte Krause für das langjährige und intensive Engagement im Verband: „Dr. Schulz hat das Amt im Mai 2022 übernommen, einer Zeit, die noch im Zeichen der Corona-Krise, vor allem aber unter dem Eindruck des gerade ausgebrochenen Ukraine-Kriegs stand.“ Schulz habe den Verband in diesen Jahren mit Weitblick und tiefem analytischem Verständnis durch zwei schwierige Tarifrunden geführt und die Organisationsentwicklung des Verbands vorangetrieben: „Der Verband und unsere Industrie sind ihm zu großem Dank verpflichtet.“ Schulz gehört dem Südwestmetall-Vorstand seit 2009 an. Auch nach seinem Rücktritt als Verbandsvorsitzender bleibt er als Vorsitzender der Bezirksgruppe Stuttgart weiterhin Mitglied des Führungsgremiums.

Susanne Wege übernimmt CEO-Position bei TEEKANNE – neue Doppelspitze ab April 2026

(cs) Die Düsseldorfer TEEKANNE stellt ihre Unternehmensführung neu auf: Zum 1. April 2026 übernimmt Susanne Wege (52) die Position der Chief Executive Officer (CEO). Gemeinsam mit Dr. Christian Mestwerdt, der weiterhin als Chief Financial Officer und Chief Operating Officer (CFO/COO) tätig ist, bildet sie künftig die neue Doppelspitze des Familienunternehmens.

Susanne Wege folgt auf Frank Schübel (61), der TEEKANNE in den vergangenen neun Jahren entscheidend geprägt hat. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen zu einer der am stärksten wachsenden Teemarken weltweit. Schübel verantwortete zentrale Investitionen in das internationale Produktionsnetzwerk, trieb Prozessinnovationen voran und stellte die Organisation strategisch neu auf. Er hat die Neuausrichtung der Geschäftsführung aktiv mitgestaltet und verabschiedet sich zum 1. April 2026 in den Ruhestand.

Die Neuordnung der Unternehmensführung ist Teil einer langfristig angelegten Nachfolgestrategie. „Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung haben die Gesellschafter und ich seit zwei Jahren die neue Gruppenstruktur und anstehende Nachfolgeregelungen vorbereitet“, betont Frank Schübel. Der erfahrene Manager war zuvor unter anderem bei Nestlé, der Molkerei Weihenstephan und Berentzen tätig und gilt als ausgewiesener Kenner der Konsumgüter- und Lebensmittelbranche. Für die Zukunft des 143 Jahre alten Unternehmens sieht er „inhaltliche Konsistenz und keine Überraschungen“. Nach seinem Ausscheiden möchte Schübel sich verstärkt privaten Themen widmen und neue Projekte auch außerhalb der Lebensmittelbranche verfolgen.

Fotos: Teekanne

Mit Susanne Wege gewinnt TEEKANNE eine international erfahrene Führungspersönlichkeit mit ausgeprägtem Marken- und Verbraucherfokus. Zuletzt war sie seit 2019 Geschäftsführerin für die Region DACH und Polen beim italienischen Kaffeeunternehmen Lavazza mit Hauptsitz in Turin. In dieser Rolle verantwortete sie die strategische Ausrichtung, die kommerzielle Entwicklung sowie den organisatorischen Ausbau mehrerer Kernmärkte. Zuvor war Wege in verschiedenen leitenden Marketing- und Vertriebsfunktionen bei Red Bull tätig, unter anderem als Geschäftsführerin in Schweden. Weitere Karrierestationen umfassen die Position des Sales Directors bei Danone Waters Deutschland.

Mit der neuen Doppelspitze richtet TEEKANNE seine Führung gezielt auf die weitere Stärkung der Marke, nachhaltiges Wachstum im Kernmarkt sowie den Ausbau des internationalen Geschäfts aus. Susanne Wege bringt dafür umfassende internationale Erfahrung, strategische Steuerungskompetenz und eine klare Perspektive auf Marken- und Geschäftsentwicklung mit.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei TEEKANNE“, sagt Susanne Wege. „TEEKANNE ist eine Marke, die über 140 Jahre Tradition und Innovationskraft verbindet. Gemeinsam mit Christian Mestwerdt und den TEEKANNE-Teams werden wir die Weiterentwicklung des Familienunternehmens vorantreiben, Wachstumspotenziale im Kern- und internationalen Geschäft erschließen und die Marke zukunftssicher positionieren.“

IHK-Empfang in Düsseldorf: Austausch, Impulse und starke Netzwerke

(cs) Beim diesjährigen Empfang der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf kamen rund 1.300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand der persönliche Austausch: Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberververbände, nutzte die Gelegenheit, um mit Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsbetriebe über aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen, Perspektiven und regionale Entwicklungen zu sprechen.

Ein inhaltlicher Höhepunkt des Abends war die Keynote des ehemaligen Bundesaußenministers Sigmar Gabriel. In seinem Vortrag ordnete er die aktuellen geopolitischen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein und gab Impulse für die Rolle der deutschen Wirtschaft in einem zunehmend komplexen internationalen Umfeld. Der IHK-Empfang bot damit erneut eine wichtige Plattform für Dialog, Vernetzung und Meinungs­austausch innerhalb der regionalen Wirtschaft.

Fotos: IHK

 

Sigmar Gabriel sprach in Düsseldorf

(cs) Sigmar Gabriel (SPD), Mitglied im Rheinmetall-Aufsichtsrat, sprach am Montag vor rund 1.300 Gästen auf dem Neujahrsempfang der IHK. Er mahnte eine „kriegstüchtige“ und eigenständige EU an, die sich nicht auf die USA verlassen könne, besonders angesichts der amerikanischen Neigung zum Rückzug aus globaler Verantwortung. Gabriel betonte, dass Europa unter Trump politisch und militärisch mehr zusammenwachsen müsse, um als Machtfaktor bestehen zu können. Er sagte auch, dass Amerikas Rückzug als globale Ordnungsmacht schon vor Trump begann und Europa deshalb selbst ein ernstzunehmendes Machtzentrum werden muss. Zudem sieht Sigmar Gabriel Europa durch interne EU-feindliche Parteien und fehlende Führungsfiguren gefährdet, wenn es nicht entschlossen handelt. Gabriel ist Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, die sich mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen befasst, und gilt als Experte auf diesem Gebiet. Nach 75 Jahren euro-atlantischer Partnerschaft und 70 Jahren, in denen die USA der wichtigste Garant für die außenpolitische Sicherheit Deutschlands gewesen sei, könnte eine Ära zu Ende zu gehen. Europa steht nun vor der Aufgabe, sich sicherheitspolitisch neu zu orientieren, so Gabriel. Und zur Thematik Wirtschaft erklärte der ehemalige deutsche Außenminister, dass die ökonomische Leistungsfähigkeit Europas von Deutschland abhinge.

Indeed: Arbeitsmarkt 2026 stabilisiert sich in „zwei Geschwindigkeiten“

(cs) Der deutsche Arbeitsmarkt hat das Jahr 2025 mit einem deutlichen Dämpfer beendet. Im Dezember ging die Zahl der Stellenausschreibungen saisonbereinigt um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Im Jahresvergleich ergibt sich sogar ein Minus von 11,6 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Düsseldorfer Unternehmens Indeed.

„Der Arbeitsmarkt beendet das Jahr mit einem deutlichen Dämpfer“, erklärt Dr. Virginia Sondergeld, Ökonomin und Arbeitsmarktexpertin bei Indeed. Zwar sei ein leichter Rückgang zum Jahresende saisonal nicht ungewöhnlich, doch die aktuelle Entwicklung falle schwächer aus als erwartet: „Der besonders schwache Beginn der Winterpause überrascht. Denn in der zweiten Jahreshälfte waren erste Anzeichen einer Stabilisierung zu beobachten.“

Tatsächlich hatten die Stellenausschreibungen im August und November 2025 jeweils um bis zu 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zugelegt. Selbst im Dezember 2024, trotz Rezession, schrieben Unternehmen noch 0,6 Prozent mehr Stellen aus. Vor diesem Hintergrund fällt der aktuelle Rückgang umso stärker ins Gewicht. Dennoch gibt Sondergeld einen vorsichtig optimistischen Ausblick: „Es gibt Licht am Ende des Tunnels: Für 2026 rechne ich mit einer verhaltenen Entspannung.“


Ausblick 2026: Ein Arbeitsmarkt der zwei Geschwindigkeiten

Die erwartete Stabilisierung des Arbeitsmarktes im Jahr 2026 stützt sich unter anderem auf die Prognose des Sachverständigenrats, der von einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent ausgeht. Mit dem konjunkturellen Aufschwung dürften Unternehmen wieder häufiger neue Stellen ausschreiben.

Allerdings warnt Sondergeld davor, diese Entwicklung als flächendeckende Entwarnung zu verstehen:
„Das erwartete Wachstum ist ein wichtiger Lichtblick und wird auch den Arbeitsmarkt stützen. Die Beschäftigungsimpulse sind jedoch ungleich verteilt.“

Für 2026 zeichnet sich damit ein Arbeitsmarkt der zwei Geschwindigkeiten ab:

  • Wachstumsbranchen wie das Bauwesen, der Gesundheits- sowie Sozialsektor profitieren von staatlichen Investitionen und dem demografischen Wandel.

  • Wissensintensive Büro- und Tech-Berufe bleiben hingegen unter Druck. Unternehmen setzen hier weiterhin auf Kostendisziplin und nutzen verstärkt Produktivitätsgewinne durch Künstliche Intelligenz.

  • In der Industrie droht bei anhaltender Exportschwäche in vielen Bereichen weiterer Stellenabbau.


Gewinner- und Verliererbranchen im Überblick

Die aktuellen Indeed-Daten bestätigen diese strukturelle Zweiteilung des Arbeitsmarktes:

Zuwächse im Jahresvergleich:

  • Bauwesen: +4,2 Prozent

  • Sozialdienst & Sozialarbeit: +4,9 Prozent

Deutliche Rückgänge:

  • Softwareentwicklung: –18,4 Prozent

  • Marketing: –15,6 Prozent

  • Büro & Verwaltung: –15,9 Prozent

  • Kundenservice: –22,2 Prozent

Gerade klassische Büro- und Tech-Berufe stehen damit weiter unter erheblichem Anpassungsdruck.


Dezember 2025: Nur drei von 24 Berufsgruppen mit Zuwächsen

Auch im Monatsvergleich (November zu Dezember 2025) zeigt sich ein überwiegend negatives Bild. Lediglich drei von 24 analysierten Berufsgruppen konnten zulegen:

  • Buchhaltung: +4,3 Prozent (trotz Minus im Jahresvergleich)

  • Sozialdienst & Sozialarbeit: +1,4 Prozent

  • Management: +0,1 Prozent

Die stärksten Rückgänge verzeichneten:

  • Kundenservice: –6,7 Prozent

  • Softwareentwicklung: –4,0 Prozent

  • Einzelhandel und Lagerhaltung: jeweils –3,3 Prozent


Datengrundlage: Der Indeed Arbeitsmarkt Index

Die Analyse basiert auf dem Indeed Arbeitsmarkt Index, den Dr. Virginia Sondergeld regelmäßig auswertet. Der Index misst die Entwicklung der Personalnachfrage auf Grundlage von mehreren Millionen Stellenausschreibungen, die entweder direkt auf Indeed veröffentlicht oder über Karrierewebseiten von Unternehmen aggregiert werden. Dadurch lassen sich Veränderungen am Arbeitsmarkt nahezu in Echtzeit beobachten und einordnen.

Aktuelle Daten und weiterführende Analysen zum deutschen und internationalen Arbeitsmarkt sind unter data.indeed.com abrufbar.

Pendler am Limit: Düsseldorfs Verkehr vor der Beinah-Katastrophe – Bahnchaos verschärft die Lage – mit einer wichtigen Ausnahme

(cs/ud) Düsseldorf steuert verkehrlich auf schwierige Zeiten zu – und für viele Pendler fühlt sich das bereits jetzt wie eine Beinah-Katastrophe an. Während die Landeshauptstadt ab Februar 2026 die Theodor-Heuss-Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sperrt und damit eine zentrale Rheinquerung faktisch aus dem Wirtschafts- und Lieferverkehr nimmt, kommt es parallel zu massiven Einschränkungen auf einer der wichtigsten Bahnachsen ins Ruhrgebiet. Die Belastungen überlagern sich – mit spürbaren Folgen für Arbeitnehmer, Unternehmen und den Standort Düsseldorf insgesamt.

Als wäre das nicht genug, trifft Pendlerinnen und Pendler seit dem 9. Januar 2026 die nächste Hiobsbotschaft: Vier Wochen lang ist die zentrale Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Essen gesperrt. Grund sind Bauarbeiten an einer maroden Autobahnbrücke in Duisburg. Bis zum 6. Februar fahren auf diesem Abschnitt keine Züge. Ausfälle, Umleitungen und Ersatzbusse prägen den Alltag. Fernzüge halten nicht mehr in Duisburg und Oberhausen, ICE-Verbindungen werden ausgedünnt, Fahrzeiten verlängern sich spürbar.

Gerade für Berufspendler aus dem Ruhrgebiet nach Düsseldorf ist das ein harter Schlag. Wer täglich auf verlässliche Bahnverbindungen angewiesen ist, muss mehr Zeit einplanen, mehrfach umsteigen oder auf überfüllte Ersatzbusse ausweichen. In der Summe entsteht der Eindruck eines Verkehrssystems, das nur noch reagiert, statt vorausschauend zu planen.

Allerdings gibt es in diesem Bahnchaos einen wichtigen Lichtblick: Die S-Bahn-Linie S6 zwischen Essen und Düsseldorf ist von der Sperrung nicht betroffen. Sie steht Pendlern weiterhin als direkte Schienenverbindung zur Verfügung und wird von der Bahn ausdrücklich als Alternative empfohlen. Für viele dürfte sie in den kommenden Wochen zur rettenden Lebensader werden – auch wenn bereits jetzt absehbar ist, dass die Züge deutlich voller sein werden als sonst.

Straße dicht, Schiene gestresst – und kein Gesamtkonzept

Das eigentliche Problem liegt tiefer. Düsseldorf erlebt nicht eine einzelne Baustelle, sondern eine Kumulation von Einschränkungen: Rheinbrücken am Limit, Autobahnbrücken marode, Bahnstrecken gesperrt. Jede Maßnahme für sich mag begründbar sein. In der Summe aber entsteht eine Situation, die für Pendler und Wirtschaft gleichermaßen hochriskant ist. Wenn Lieferverkehre ausweichen müssen, steigen Staus. Wenn Bahnverbindungen wegfallen, wechseln mehr Menschen ins Auto. Das System gerät weiter unter Druck.

Besonders kritisch sehen viele Beobachter, dass der geplante Neubau der Theodor-Heuss-Brücke erneut ohne schienengebundenen ÖPNV auskommen soll. Zwei Fahrspuren pro Richtung mögen heute ausreichend erscheinen, doch sie sind keine Antwort auf die wachsenden Pendlerströme von morgen. Wer Jahrzehnte vorausplant, müsste größer denken – gerade in einer Metropolregion wie Rhein-Ruhr.

So bleibt der Eindruck, dass Düsseldorf verkehrlich von Baustelle zu Baustelle hangelt, ohne dass ein belastbares Gesamtkonzept erkennbar ist. Für die Menschen, die täglich hierher pendeln, ist das mehr als ein Ärgernis. Es ist eine Beinah-Katastrophe – mit Ansage.

Kommentar: Düsseldorf kappt eine Lebensader – und lässt Wirtschaft und Pendler im Stau stehen

(cs/ud) Es gibt Entscheidungen, die sind technisch gut begründet – und politisch trotzdem hochproblematisch. Die ab Februar 2026 geplante faktische Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gehört genau in diese Kategorie. Ja, die Brücke ist alt. Ja, sie ist sanierungsbedürftig. Und ja, niemand will Bilder wie aus Dresden oder Genua. Aber die Konsequenzen dieser Maßnahme treffen Düsseldorf an einer empfindlichen Stelle: mitten im Alltag der regionalen Wirtschaft und zehntausender Pendler.

Die Theodor-Heuss-Brücke ist keine Nebenstraße, sie ist eine der zentralen Rheinquerungen im Norden der Stadt. Wer heute glaubt, man könne den Lieferverkehr „einfach umleiten“, verkennt die Realität. Fast alle Rheinbrücken in Düsseldorf sind oder waren Baustellen. Die Fleher Brücke, die Südbrücke, die Oberkasseler Brücke – sie alle haben in den vergangenen Jahren Kapazität verloren. Das System ist bereits am Limit. Nun fällt mit der Theodor-Heuss-Brücke faktisch eine weitere leistungsfähige Achse für den Wirtschaftsverkehr weg.

3,5 Tonnen – das trifft Handwerk, Handel und Logistik ins Mark

Die Grenze von 3,5 Tonnen klingt moderat, ist es aber nicht. Für viele Handwerksbetriebe, für Lieferdienste, für Handels- und Industrieunternehmen bedeutet sie ein faktisches Durchfahrtsverbot. Transporter, Materialfahrzeuge, kleine Lkw: all das darf künftig nicht mehr über die Brücke. Wer in Heerdt, Lörick oder Meerbusch sitzt und Kunden, Baustellen oder Betriebe auf der linken Rheinseite bedienen muss, wird längere Umwege fahren – mit mehr Zeitverlust, höheren Kosten und zusätzlichem CO₂-Ausstoß. Das ist das Gegenteil dessen, was man sich unter moderner Verkehrs- und Wirtschaftspolitik vorstellt.

Noch gravierender ist die Situation für die vielen Pendler. Tausende Menschen fahren täglich nach Düsseldorf, um hier zu arbeiten – in der Industrie, im Büro, im Groß- und Einzelhandel. Schon heute sind die Alternativrouten regelmäßig überlastet. Wenn sich ab 2026 der Verkehr weiter verdichtet, wird aus dem morgendlichen Stau ein Dauerzustand. Attraktiv ist das nicht – weder für Arbeitnehmer noch für Arbeitgeber.

Verständnis für die Technik, Kritik an der Gesamtstrategie

Die Stadt argumentiert mit harten Fakten: Überlastungen durch Schwerverkehr, teils illegale 44-Tonner, massive Schäden an der Bausubstanz. Dass gehandelt werden muss, steht außer Frage. Aber genau hier beginnt die politische Verantwortung. Warum ist es so weit gekommen, dass eine Brücke von 1957 so lange „auf Verschleiß“ gefahren wurde? Warum wird erst jetzt mit einem Neubau ernsthaft vorangemacht? Und warum gibt es für die Übergangszeit kein schlüssiges, regional abgestimmtes Verkehrskonzept, das Wirtschaft und Pendler wirklich entlastet?

Besonders bitter: Der Neubau wird zwar geplant, aber erneut ohne schienengebundenen ÖPNV. Zwei Fahrspuren pro Richtung – mehr nicht. Das mag technisch nachvollziehbar sein, ist aber verkehrspolitisch mutlos. Wer weiß, dass eine Brücke jahrzehntelang halten soll, müsste größer denken: leistungsfähiger ÖPNV, echte Alternativen zum Auto, Entlastung der Straße. Stattdessen bleibt Düsseldorf im Status quo gefangen – mit allen bekannten Problemen.

Die Gefahr der schleichenden Vollsperrung

Die Stadt betont, man wolle eine vollständige Sperrung „auf ein Minimum reduzieren“. Doch genau diese Gefahr steht unausgesprochen im Raum. Wenn trotz Ablastung weitere Schäden auftreten, wenn Baustellen sich verzögern, wenn der Verkehr weiter wächst, dann droht genau das Szenario, das man eigentlich verhindern wollte. Für die Wirtschaft wäre das ein harter Schlag, für die Stadt ein Standortnachteil.

Natürlich ist Infrastrukturerneuerung eine Mammutaufgabe. Natürlich lässt sich nicht alles gleichzeitig lösen. Aber Düsseldorf muss sich die Frage gefallen lassen, ob es seiner Rolle als Wirtschafts- und Arbeitsstandort gerecht wird, wenn eine der wichtigsten Rheinquerungen für den Lieferverkehr praktisch wegfällt – in einer Phase, in der nahezu alle Alternativen ebenfalls eingeschränkt sind.

Die Theodor-Heuss-Brücke braucht Schutz. Aber Düsseldorf braucht auch Bewegung. Ohne ein belastbares Gesamtkonzept droht aus einer notwendigen Sicherungsmaßnahme ein verkehrspolitischer Offenbarungseid.