Neue Podcastfolge! Exklusiv: Die TOP 5 der Recruiting-Trends 2026

(cs) Unsere neue Episode der „Düsseldorfer Wirtschaft“ ist online! Heute sprechen wir mit TOP-Jobexperte Matthias Wiesmann von der „personalisten“ über die Recruiting-Trends 2026. Es spricht über bessere Tools fürs Matching, welche Rolle KI spielen wird und verrät: „Geschwindigkeit“ wird ein Wettbewerbsvorteil werden. Seien Sie gespannt auf diese Podcastfolge in diesem Jahr.

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Produzent: Frank Wiedemeier

Eine Produktion von Streamboxstudios & Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung.

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Rheinmetall testet erstmalig neues Drohenabwehrsystem

(ud) Rheinmetall in Düsseldorf hat im Rahmen der Ground-Based Air Defence (GBAD) Demo Days auf dem Schießplatz im finnischen Lohtaja erfolgreich seine Fähigkeiten im Bereich der Drohnenabwehr (Counter-small Unmanned Aerial Systems (c-sUAS)) präsentiert. Die Teilnahme von Vertretern der Rheinmetall Air Defence erfolgte auf Einladung des Inspekteurs der Flugabwehr der finnischen Streitkräfte.

Trotz herausfordernder klimatischer Bedingungen in einem abgelegenen Waldgebiet überzeugte Rheinmetall mit einer leistungsstarken und zuverlässigen Demonstration. Das gezeigte Spektrum an Bedrohungen – von Jet-Drohnen bis hin zu kleinen Quadcoptern – sowie die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Veranstalter XD Solutions und den finnischen Streitkräften verdeutlichten die Einsatzreife der gezeigten Technologien. Der Schwerpunkt der Demonstration lag auf der Detektion, Klassifikation und dem Verfolgen verschiedenster Drohnen in unterschiedlichen Lufträumen und Fluggeschwindigkeiten.

Im Zentrum der Präsentation stand der Skyspotter, Rheinmetalls multi­sensorisches Frühwarn- und Aufklärungssystem zur Detektion, Klassifikation und Verfolgung von Luftbedrohungen. Skyspotter ist darauf ausgelegt, kritische Infrastruktur zu schützen und großflächige Areale gegen Drohnenangriffe abzusichern. Das System zeichnet sich durch eine offene Architektur aus, die die Integration unterschiedlicher Sensoren und Effektoren je nach Bedrohungslage zulässt. In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH konnte das Skyspotter System in einer schnell verlegbaren Ausführung auf Basis des Rheinmetall HX Truck vor Ort präsentiert werden. Dies unterstreicht die Flexibilität der Systemarchitektur als auch die Fähigkeiten des Konzerns.

Während der Vorführung zeigte Rheinmetall ein integriertes Gesamtsystem, bestehend aus dem Skyspotter, mehreren dislozierten Passive Emitter Locator Sensoren sowie einem schnell verlegbaren, spezialisierten C2-Shelter. Dieser gewährleistet – in sicherem Abstand zu aktiven Komponenten – eine optimale Führungsfähigkeit und erhöht den Schutz des Bedienpersonals.

Skyspotter hat die Fähigkeit, verschiedene Effektoren zu integrieren. Je nach Bedrohungslage kann der Bediener auswählen ob er einen Jammer zur Bekämpfung einsetzt, eine Interceptor Drohne oder im äußersten Falle die sich in der Konzeptphase befindliche. hochflexible Revolver Gun 30mm. Dabei kommt die individuell programmierbare KETF-Munition (kinetic energy time fuze) zum Einsatz, die allein mit kinetischer Energie wirkt (sog. Wuchtmunition).

Konecranes öffnet seine Türen für interessierte Besucher

(cs) Unser Mitglied Konecranes freut sich stets über interessierte Besucher in seinen Betrieben, der Produktion und den modernen Trainingszentren und bietet spannende Einblicke in die Welt der industriellen Hebezeuge und Kranantriebe. Heute berichtet das SociaMedia-Team über die Erkundung von interessierten Fachleuten.

Bei einem Besuch konnten Interessierte hautnah erleben, wie moderne Smart Features, digitale Tools und der innovative Lifecycle-Care-Ansatz den Betrieb von Krananlagen sicherer, effizienter und transparenter machen. Besonders beeindruckend war das praxisnahe Testen intelligenter Assistenzfunktionen in den Trainingszentren. Darüber hinaus bot Konecranes Einblicke in aktuelle Rechts- und Normanforderungen, Modernisierungsmöglichkeiten für Bestandsanlagen sowie präzise Kranbahnvermessungen inklusive Sanierungsoptionen.
Konecranes hat ein Werk im Düsseldorfer Süden und ist ein weltweit führender Hersteller von Krananlagen und Hebelösungen für die Industrie. Das Produktportfolio umfasst Brückenkrane, Portalkrane, Kettenzüge, Seilwinden sowie modernste Krankomponenten. Dabei setzt das Unternehmen auf innovative Technologien und digitale Lösungen, um Produktionsprozesse effizienter und sicherer zu gestalten.

Großauftrag aus den Niederlanden: Rheinmetall liefert Skyranger 30 für die mobile Luftverteidigung

(ud) Das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen Rheinmetall hat einen weiteren Großauftrag für mobile Luftverteidigungssysteme erhalten. Das niederländische Verteidigungsministerium hat Rheinmetall Air Defence mit der Lieferung einer zweistelligen Zahl von Skyranger-Flugabwehr¬systemen für die niederländischen Streitkräfte beauftragt. Der Auftragswert liegt im dreistelligen MioEUR-Bereich. Die ersten Skyranger-Waffenplattformen sollen Ende 2028 ausgeliefert werden, die letzte Lieferung erfolgt Ende 2029. Ein großer Teil der Wertschöpfung erfolgt vor Ort in den Niederlanden.

Die Skyranger-Waffenplattform besteht aus einem Standard-Skyranger-30-Turm und einer Tragstruktur. Hierdurch lässt sich das System entweder mobil auf einem gepanzerten Kampfunter¬stützungs¬fahrzeug des Kunden oder abgesetzt vom Boden aus einsetzen. Darüber hinaus hat der Kunde taktische Führungscontainer und  Transportplatt¬formen für den rein stationären Einsatz bestellt. Zum Lieferumfang gehören auch die Integration in die bestehende niederländische Luftverteidigungsarchitektur, stationäre Simulatoren und ein umfassendes integriertes Logistikunterstützungs¬paket.

Der Skyranger 30 bietet die ideale Balance zwischen Mobilität, Schutz, Flexibilität und Präzision und erfüllt damit die steigenden Anforderungen anspruchsvoller Bedrohungsszenarien auf kurze und sehr kurze Distanz. Der Turm ist als modulare Hybridlösung konzipiert und beherbergt eine leistungsstarke KCE-Revolverkanone im Kaliber 30 x 173 mm sowie die erforderlichen Sensoren, darunter ein Tracking-Radar. Zukünftig kann er auch mit zusätzlichen Effektoren wie Boden-Luft-Lenkflugkörpern ausgestattet werden. Sein durchdachtes Design, seine hohe Dynamik, sein großer Höhenrichtbereich und seine hochmodernen Sensoren ermöglichen einen autonomen und vernetzten Betrieb. Die Airburst-Munition des Systems, deren Detonationspunkt programmierbar ist, ist besonders wirksam gegen Drohnen.

„Wir sind dankbar für das Vertrauen der niederländischen Streitkräfte in unsere Fähigkeiten“, so Oliver Dürr, Geschäftsführer der Rheinmetall Air Defence. „Dieser jüngste Auftrag festigt die Position Rheinmetalls als Weltmarktführer im Bereich der kanonenbasierten Luftabwehr. Er setzt auch den Erfolg des Skyranger 30 fort. Die Konfiguration für die niederländischen Streitkräfte, die sowohl hochmobile Einsätze als auch den stationären Einsatz ohne Trägerfahrzeug ermöglicht, ist bislang einzigartig. Ein weiteres NATO-Land hat bereits Interesse an dieser Konfiguration bekundet.“

IW-Konjunkturprognose 2026: Deutschlands Wirtschaft tastet sich aus der Stagnation

(cs) Nach mehreren Jahren wirtschaftlicher Schockstarre zeichnet sich für Deutschland erstmals ein zarter konjunktureller Aufwärtstrend ab. Die neue Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) signalisiert für 2026 ein leicht positives Bild – doch ein kräftiger Aufschwung ist weiterhin nicht in Sicht. Zu groß bleiben die Unsicherheiten, insbesondere aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. (Um das Bild komplett zu sehen, bitte anklicken.)

Lange Seitwärtsbewegung statt Erholung

Zwar konnte die deutsche Wirtschaft den pandemiebedingten Einbruch überraschend rasch überwinden, doch von dynamischem Wachstum war seither nichts zu spüren. Im dritten Quartal 2025 lag das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) lediglich 0,1 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2019 – ein Wert, der die Stagnation der vergangenen Jahre bestätigt.

Ein Blick auf die Nachfragekomponenten zeigt die Ursachen: Der Staat stabilisierte mit steigenden Konsumausgaben die Entwicklung, während private Haushalte kaum Impulse setzten. Besonders auffällig ist die Investitionsschwäche: Die Ausgaben für Maschinen, Anlagen, Forschung sowie Wohn- und Geschäftsgebäude lagen im Herbst 2025 real rund 8,5 Prozent unter dem Niveau von 2019.

Vorsichtiger Optimismus für 2026

Angesichts globaler und politischer Unsicherheiten fällt die Prognose für das kommende Jahr differenziert aus. Das IW rechnet mit einem realen BIP-Wachstum von 0,9 Prozent – ein zaghafter Aufschwung, aber noch weit entfernt von nachhaltiger Dynamik.

Zu den größten Belastungsfaktoren zählen weiterhin ungelöste geopolitische Konflikte, etwa in der Ukraine oder in Ostasien. Die US-amerikanische Zollpolitik sorgt für zusätzliche Risiken, ebenso wie potenzielle Rohstoffrestriktionen Chinas. Gleichzeitig bleibt unklar, ob die deutsche Politik kurzfristig Rahmenbedingungen schaffen kann, die Investitionen stärken.

Dennoch sieht das IW einzelne Lichtblicke: Das Sondervermögen des Bundes könnte, sofern effizient eingesetzt, einen nachhaltigen Investitionsimpuls auslösen.

Außenhandel: Leichte Belebung mit begrenzter Wirkung

Deutschland wird 2026 nur eingeschränkt vom globalen Handelswachstum profitieren. Hohe Energiekosten mindern die internationale Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen. Die Exporte dürften preisbereinigt lediglich um 0,3 Prozentzulegen. Während Europa leichte Impulse liefern könnte, bleiben die Perspektiven im Handel mit den USA und China verhalten. Die Importe wachsen voraussichtlich stärker als die Exporte – unter anderem aufgrund höherer Ausgaben für militärische Ausrüstung.

Investitionen: Erste Erholungstendenzen

Nach Jahren der Flaute dürfte 2026 erstmals wieder Bewegung in die Investitionstätigkeit kommen. Das IW erwartet ein reales Wachstum der Anlageinvestitionen von 2,2 Prozent.

  • Ausrüstungsinvestitionen (u.a. Maschinen, Nutzfahrzeuge) drehen ins Plus, vor allem durch Ersatzbeschaffungen – die Prognose bleibt hier allerdings besonders unsicher.

  • Bauinvestitionen könnten um 1,5 Prozent steigen, dank leicht verbesserter Bedingungen im Wohnungsbau.

  • Investitionen in sonstige Anlagen – etwa Forschung, Software oder Datenbanken – legen voraussichtlich um 3 Prozent zu. Dies deutet auf Fortschritte bei Digitalisierung und Innovation hin und gilt als positives Signal für den Standort.

Konsum: Staat bleibt Stabilisator

Der private Konsum bleibt 2026 ein Schwachpunkt. Unsicherheit und Sparneigung prägen das Verhalten der Haushalte; ein reales Plus von lediglich rund 1 Prozent ist zu erwarten. Der Staat bleibt damit weiterhin der wichtigste Nachfrageanker – ein ungewöhnliches, aber konjunkturell prägendes Muster.

Arbeitsmarkt: Kaum Bewegung

Auch am Arbeitsmarkt sind nur geringe Veränderungen zu erwarten. Der jüngste Anstieg der Arbeitslosigkeit dürfte sich nicht fortsetzen, aber neue Stellen entstehen kaum. Trotz Investitionsimpulsen bleibt der Arbeitsmarkt 2026 voraussichtlich stabil, aber ohne Dynamik. Die Zahl der Erwerbstätigen verharrt bei knapp 46 Millionen.

Fazit: Ein Schritt vorwärts – aber ein sehr kleiner

Die IW-Prognose für 2026 zeichnet ein vorsichtig hoffnungsvolles Bild: Die deutsche Wirtschaft verlässt die Null-Linie, doch der Weg bleibt steinig. Außenwirtschaftliche Risiken, politische Unsicherheiten und eine weiterhin zögerliche private Nachfrage begrenzen die Erholung. Gleichzeitig zeigen erste Investitionsimpulse und steigende Zukunftsausgaben, dass die Talsohle überwunden sein könnte.

Von einem kraftvollen Aufschwung zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. 2026 wird ein Jahr der langsamen Stabilisierung – nicht der wirtschaftlichen Befreiung.

Neue ifaa-Analyse: Zwölf Handlungsfelder für höhere KI-Akzeptanz in der Produktion

(ud) Produzierende Unternehmen stehen vor der Herausforderung, KI-Lösungen erfolgreich einzuführen. Eine aktuelle wissenschaftliche Publikation des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. zeigt: Neben benutzerfreundlicher und verlässlicher Technik sind vor allem menschliche und organisatorische Faktoren entscheidend für die Akzeptanz von KI.

„Akzeptanz für KI entsteht vor allem dann, wenn Unternehmen in eine offene und transparente Kommunikation sowie die gezielte Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden investieren und so passende kulturelle Rahmenbedingungen aufbauen“, betont Jennifer Link, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifaa. Link zur Studie: https://openaccess.cms-conferences.org/publications/book/978-1-964867-75-5/article/978-1-964867-75-5_114

Auf Basis einer systematischen Literaturanalyse nach dem PRISMA-Standard identifizierte das Forschungsteam zwölf Kategorien mit 44 konkreten Maßnahmen, die die Einführung von KI in der Produktion erleichtern.

Zu den zentralen Hebeln gehören unter anderem:

  • Transparente Nutzenvermittlung: Vorteile und Risiken verständlich erklären, konkrete Anwendungsbeispiele zeigen.
  • Qualifizierung: Technische und nicht-technische Kompetenzen ausbauen, um Sicherheit und Vertrauen zu stärken
  • Frühe Partizipation: Mitarbeitende aktiv einbinden, Feedback nutzen und Praxistauglichkeit erhöhen.
  • Kultur und Strategie: Eine vertrauens- und lernorientierte Organisations- und Führungskultur sowie eine klare KI-Strategie schaffen Orientierung.
  • Benutzerfreundlichkeit und Erklärbarkeit: Intuitive Bedienung und nachvollziehbare Algorithmen erhöhen die Akzeptanz.

Die Analyse zeigt zudem: Viele Maßnahmen wirken besonders in der frühen Implementierungsphase. KI-Projekte sollten daher von Beginn an als ganzheitlicher Veränderungsprozess verstanden werden – nicht nur als technische Einführung.

GESAMTMETALL hat einen neuen Präsidenten

(ud) Dr. Udo Dinglreiter ist neuer Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. Der Gesamtvorstand des Verbandes wählte am gestrigen Dienstag, 9. Dezember 2025, den Mitinhaber und Geschäftsführer des Maschinen- und Anlagenbauers R. Scheuchl GmbH im bayerischen Ortenburg einstimmig zum 15. Präsident in der 135-jährigen Geschichte von Gesamtmetall. Damit ist er der zweite bayerische Gesamtmetall-Präsident nach Anton von Rieppel (1911 bis 1919) und der erste aus einem nicht tarifgebundenen Unternehmen. Dr. Dinglreiter wird das Amt zum 1. Januar 2026 antreten.

„Wir stehen am Standort Deutschland mit dem Rücken zur Wand. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden kommt hier eine besondere Verantwortung zu. Die Tarifpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist einer der wenigen verbliebenen Standortvorteile. Und wir haben keine leichte Aufgabe vor uns. Ich möchte, dass Deutschland wieder um seine Wettbewerbsfähigkeit beneidet wird, statt wie im Moment eher bemitleidet. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Meiner tiefen Überzeugung nach bilden Unternehmer und Beschäftigte eine Einheit: Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein und wir wollen alle den unternehmerischen Erfolg. Ich danke dem Vorstand für sein Vertrauen und freue mich auf die Aufgabe”, sagte Dr. Dinglreiter nach seiner Wahl.

Zu seiner Rolle als OT-Mitglied betonte er: „Ich habe großen Respekt vor der Tarifautonomie und gemeinsam erzielten Ergebnissen. Der Flächentarif ist jedoch nicht für jedes Unternehmen das passende Regelwerk. Als Präsident von Gesamtmetall vertritt man die Interessen von T- und OT-Unternehmen gleichermaßen. Für die Debatte mit Gewerkschaften, Politik und Öffentlichkeit darum, wie man den Flächentarif wieder attraktiver macht, ist diese Perspektive sicher hilfreich. Bei der Aufgabe als Gesamtmetall-Präsident geht es außerdem im Kern um den Ausgleich verschiedener Interessen und Handlungszwängen, um Verhandlungen und Kommunikation sowie Moderation. Das alles ist Alltag jeden Unternehmers, ob mit oder ohne Tarifbindung.“

Dr. Dinglreiter dankte zudem im Namen des gesamten Vorstands seinem Vorgänger Dr. Stefan Wolf: „Gesamtmetall und seine Mitgliedsverbände, das Ehrenamt und das Hauptamt der Verbände sind Dr. Stefan Wolf zu großem Dank verpflichtet. Er hat mitten in der Corona-Zeit das Amt übernommen und für den Standort, die Branche und die Unternehmen mit enormem Engagement, Herzblut und unermüdlicher Energie gekämpft. Er hat Klartext gesprochen, auch dann mutig, wenn es keinen Beifall versprach, dabei aber mit Empathie und Verständnis für die Handlungszwänge seiner Gesprächspartner in Politik wie Gewerkschaften.“

Dr. Dinglreiter (56) ist Mitglied des Vorstands des Bayerischen Unternehmensverbandes Metall und Elektro bayme.

Strategische Erweiterung des Rheinmetall-Konzernnetzwerks: Über Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart

(ud) Das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen Rheinmetall hat die Übernahme der Muni Berka GmbH bekannt gegeben, einem in Dietersdorf/ Sachsen-Anhalt ansässigen Spezialisten im Bereich der Munitionsdelaborierung und -lagerung. Ziel der jetzt vertraglich vereinbarten Übernahme ist eine signifikante Erhöhung der konzerneigenen Lagerkapazitäten, die durch den deutlichen Aufwuchs der Produktion des Konzerns bei Munition und Komponenten erforderlich wird.

Außerdem erweitert der Konzern mit dem Zukauf sein Netzwerk um Kapazitäten für die Entsorgung und das Recycling von Sprengstoffen und gewinnt weitere Entwicklungs- und Forschungsexpertise im Bereich Explosivstoffe, Zünder und Pyrotechnik hinzu.

Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.

Muni Berka unterhält neben Dietersdorf einen Standort in Ochtrup (Nordrhein-Westfalen). Die vorhandene Infrastruktur ermöglicht Rheinmetall eine direkte Ausschöpfung der erworbenen Kapazitäten ohne Zeitverlust und weitere Folgeinvestments.

Mit dem Erwerb steigert der Konzern seine Lagerkapazität für Rohmaterialien, wie Sprengstoff, aber auch für Projektile, Zünder, Primer und Treibladungsmodule (alles zusammen „Full Shot“) signifikant. Mit dem Zukauf ist Rheinmetall unmittelbar in der Lage, mehr als 1 Million 155mm Projektile oder 500.000 Stück 155mm Full Shot dauerhaft einzulagern. Dieser Aufwuchs ist insbesondere auch im Zusammenhang mit dem neuen Werk Niedersachsen am Standort Unterlüß, wo zukünftig bis zu 350.000 Artilleriegranaten pro Jahr hergestellt werden sollen, erforderlich. Die strategische Intention ist dabei auch, den Anforderungen an die Versorgungssicherheit Deutschlands mittels inländischer Wertschöpfung gerecht werden zu können.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Zur Sicherung der strategischen Souveränität Deutschlands im Bereich der Munitionsherstellung schaffen wir in Unterlüß/ Niedersachsen eine nationale Produktionsstätte, die vor allem die Versorgung der Bundeswehr sicherstellen wird. Indem wir nun auch die erforderlichen Lagerkapazitäten erheblich erweitern, investieren wir ein weiteres Mal für die Sicherheit und die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes sowie der Partnerstaaten.“

Mit Ochtrup als großem Standort in Nordrhein-Westfalen und einem weiteren Werk in Deutschland fügen sich die übernommenen Standorte der Muni Berka nahtlos in das Produktionsnetzwerk von Rheinmetall ein. Selbst die Produktion aus Spanien kann hier gelagert werden. Hier verfügt Rheinmetall seit dem Zukauf von Expal Munitions im August 2023 über sieben operative Standorte. Rheinmetall plant, bis 2030 bis zu rund 1,5 Millionen Artilleriegeschosse pro Jahr zu produzieren.

Digitalstandort Deutschland in der Krise: IT-Entscheider stellen schlechtes Zeugnis aus – Rechtsunsicherheit bremst KI-Einsatz

(cs) Deutschland droht bei der nächsten Welle der digitalen Transformation ins Hintertreffen zu geraten. Eine aktuelle Befragung im Rahmen des eco Branchenpuls, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., zeigt ein alarmierendes Bild: Über ein Drittel der IT-Entscheider:innen bewertet den Zustand des Digitalstandorts Deutschland mit der Schulnote 6. Insgesamt stufen sogar 72 Prozent den Fortschritt der digitalen Transformation als schlecht oder sehr schlecht ein.

Nur 10 Prozent sehen Deutschland gut für die KI-Zukunft aufgestellt

Trotz der zentralen Bedeutung künstlicher Intelligenz für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft glaubt nur eine kleine Minderheit von zehn Prozent, dass Deutschland ausreichend vorbereitet sei, um von der nächsten KI-Revolution zu profitieren. Damit verfestigt sich der Eindruck, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland im globalen Vergleich weiter zurückfällt – insbesondere gegenüber dynamischeren KI-Märkten wie den USA oder China.

Zwei Drittel der Unternehmen nutzen KI – doch regionale Kluft wächst

Auf Unternehmensebene nutzen bundesweit bereits mehr als zwei Drittel KI-basierte Technologien. Gleichzeitig geben über ein Viertel der Befragten (26,6 %) an, dass der Einsatz von KI-Tools nicht einmal geplant sei. Besonders markant ist die digitale Kluft zwischen Ost- und Westdeutschland: Während im Westen 71,2 Prozent der Unternehmen KI einsetzen, sind es im Osten lediglich rund 52 Prozent.

Diese Entwicklung beobachtet auch Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des eco Verbands, mit Sorge:
„Die Studie zeigt, dass sich Deutschland beim Einsatz von Zukunftstechnologien weiter auseinander entwickelt. Während Unternehmen im Westen zunehmend auf KI setzen, hemmen im Osten Misstrauen und strukturelle Defizite die Transformation. […] Wenn wir nicht gegensteuern und der Osten schnell nachzieht, riskieren wir eine digitale Zwei-Klassen-Wirtschaft.“

Rechtsunsicherheit bremst Innovationen

Die größten Hürden bei der Einführung von KI-Technologien sehen die Befragten in der unklaren Rechtslage (41 %) – noch vor Sicherheitsbedenken (40 %). Fehlendes Know-how im Unternehmen (rund 30 %) sowie fehlende Geschäftsmodelle und Einsatzgebiete (28 %) folgen als weitere zentrale Herausforderungen.

Besonders die Unsicherheit rund um den europäischen AI Act lastet schwer auf Investitionsentscheidungen. „Leitlinien und Standards sind noch nicht entwickelt, und das nationale Umsetzungsgesetz für den AI Act liegt ebenfalls noch nicht vor“, kritisiert Süme. Die Folge: Unternehmen scheuen notwendige Investitionen aus Angst vor regulatorischen Risiken.

Der eco-Vorstand fordert daher eine schnelle Standardisierung und klare Definitionen, um Planungssicherheit zu schaffen. Denkbar wäre aus seiner Sicht auch, Teile des AI Acts erst dann verpflichtend anzuwenden, wenn die entsprechenden Standards vorliegen.

Deutschland droht den Anschluss zu verlieren

Der Handlungsdruck ist groß: KI gilt als Schlüsseltechnologie, die Produktivitätsverluste ausgleichen und wirtschaftliches Wachstum sichern kann. Doch solange Rechtsunsicherheit, Sicherheitsbedenken und strukturelle Hürden Innovationen ausbremsen, könnte der Standort Deutschland weiter an Boden verlieren.

Die Ergebnisse des eco Branchenpuls zeigen deutlich: Es braucht jetzt klare politische Signale, regulatorische Orientierung und gezielte Investitionen in digitale Kompetenzen, damit Deutschland nicht endgültig den internationalen Anschluss verpasst.

„So sieht mein Beruf wirklich aus“: Ausbildungsbotschafter bringen ihre Berufe ins Klassenzimmer – Unternehmen profitieren von dem Einsatz ihrer Auszubildenden

(cs) In dieser Woche waren „sie“ wieder unterwegs: die Düsseldorfer Ausbildungsbotschafter, gemacht von der Unternehmerschaft Düsseldorf und der IHK für das Düsseldorfer Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung.

Seit 2013 vermittelt das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung mit dieser Initiative Jugendlichen einen authentischen Einblick in die Welt der Beruflichen Bildung.

Die Botschafter – Auszubildende verschiedener Branchen – berichten aus erster Hand über ihre Ausbildungsberufe, den Berufsalltag sowie über Karriere- und Entwicklungschancen. So erhalten Schülerinnen und Schüler praxisnahe Orientierung und wertvolle Entscheidungshilfen für ihren eigenen beruflichen Weg.

Getragen wird das Kompetenzzentrum von der Stiftung Pro Ausbildung und der Landeshauptstadt Düsseldorf, gefördert von der Agentur für Arbeit Düsseldorf und der Stadt. Zu den starken Partnern zählen die Unternehmerschaft Düsseldorf, IHK, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft, alle weiterführenden Schulen sowie zahlreiche Unternehmen in Düsseldorf.

Kontakt:
Christina Moeser
0211.6690813
moeser@unternehmerschaft.de

Mehr Informationen: www.ausbildungsbotschafter-duesseldorf.de