Premiere an unserem Flughafen: Teileröffnung der neuen Lounge

Geglückte Teileröffnung: Die Airport-Geschäftsführer Pradeep Pinakatt und Lars Redeligx (oben) begrüßten die ersten Gäste der neuen DUS Rhein Lounge. Fotos: Flughafen Düsseldorf / Frederic Scheidemann

(cs) Die Flughafen-Geschäftsführer Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt eröffneten jetzt im Flugsteig B die neue „DUS Rhein Lounge“. Insgesamt investiert der Airport rund sieben Millionen Euro in die Modernisierung seiner Loungebereiche.

„Schon jetzt ist unsere neue Rhein Lounge ein Ort, der ein völlig neues Flughafenerlebnis bietet“, sagte Redeligx bei der Eröffnung. Der Anspruch: „Destination of Excellence“ – Qualität bis ins Detail, starker Service und eine sichtbare Verankerung in der Region.

320 Quadratmeter mit Rheinblick-Atmosphäre

Zunächst ist die obere Ebene der Lounge zugänglich – rund 320 Quadratmeter von insgesamt geplanten 935 Quadratmetern. Helle, warme Farben, klare Linien und hochwertige Materialien prägen das Bild. Besonders ins Auge fallen die komfortablen Möbel des Designers Walter Knoll, die sowohl Rückzugsorte zum Arbeiten als auch kommunikative Bereiche schaffen.

Kunst und Gestaltung greifen immer wieder das Leitmotiv des Rheins auf. Die Räume wirken offen, zugleich strukturiert. Licht- und Akustikkonzept sorgen für eine angenehme Atmosphäre – fernab vom Trubel des Terminals.

Kulinarik ohne klassisches Buffet

Auch beim gastronomischen Konzept geht der Flughafen neue Wege. Statt Selbstbedienungsbuffet erwartet die Gäste eine kuratierte Auswahl von rund 20 Speisen. Vier Linien strukturieren das Angebot: „Green Corner“, „Heimatliebe“, „Fernweh“ und „Aktion“. Vegetarische und laktosefreie Optionen sind selbstverständlich integriert.

Per QR-Code können Gäste die digitale Karte direkt am Platz aufrufen und sich durch Menüempfehlungen leiten lassen. Der Service bringt die Speisen an den Tisch – ein Konzept, das eher an ein modernes Restaurant als an eine klassische Flughafenlounge erinnert.

Terrasse mit Vorfeldblick als neuer Hotspot

Ein besonderes Highlight soll im Frühjahr folgen: Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen öffnet die 130 Quadratmeter große Terrasse mit freiem Blick aufs Vorfeld. Schon jetzt wird sie intern als einer der künftigen Instagram-Hotspots der Stadt gehandelt.

Im Sommer steht dann die vollständige Eröffnung an – inklusive der 485 Quadratmeter großen Fläche auf der unteren Ebene.

Zugang ab 49 Euro

Der Zugang zur DUS Rhein Lounge kostet 49 Euro pro Person und kann direkt über die Website des Flughafens gebucht werden. Auch verschiedene Airlines wie Air France, KLM oder Condor haben die Lounge in ihre Tarifmodelle integriert. Zudem ist sie Teil verschiedener Priority-Pass-Programme. Wer im Premium-Parkbereich P1 parkt, erhält den Loungezugang inklusive.

Neu in unserem Bildungs-BLOG: Warum wir immer noch kein Pflichtfach Technik an unseren Schulen haben

Foto: zdi düsseldorf

(cs) Deutschland versteht sich als Industrienation, als Exportweltmeister, als Hightech-Standort. Doch ausgerechnet bei der systematischen technischen Bildung in den Schulen leistet sich das Land eklatante Defizite. Für das Gelingen des Geschäftsmodells der deutschen Wirtschaft ist die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte im technischen Bereich von zentraler Bedeutung – und dennoch fehlt ein flächendeckendes Pflichtfach Technik an weiterführenden Schulen. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob wir Technikunterricht verpflichtend einführen sollten – sondern warum wir es uns immer noch leisten, darauf zu verzichten. In unserem Bildungs-BLOG suchen wir nach Antworten (hier bitte klicken!)

Unternehmer schlagen Alarm: „Sieben Jahre ohne Wachstum“

Screenshot: Johannes Pöttering/Instagram

(cs) „Die Lage ist dramatisch.“ Arndt G. Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen, findet klare Worte in der traditionellen Aschermittwochs-Pressekonferenz in Düsseldorf. Die Wirtschaft in Deutschland steckt in einer schweren Krise. Seit 2019 ist die Wirtschaft real nicht mehr gewachsen. Das sagen die Unternehmer in Nordrhein-Westfalen.

Industrie in NRW besonders betroffen

Nach Angaben der Unternehmer sind die Investitionen seit 2018 um elf Prozent gesunken. In Nordrhein-Westfalen sei die Industrieproduktion seitdem um 20 Prozent zurückgegangen. Auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Industrie sei um sechs Prozent gesunken. Monatlich verliere die NRW-Industrie mehr als 2.800 Stellen. Kirchhoff sagt: Das sei kein normales Konjunktur-Problem. Es sei ein Politik-Problem. Deutschland habe viele Jahre wirtschaftlichen Aufschwung nicht genutzt, um wichtige Reformen umzusetzen. Jetzt zeigten sich die Folgen.

Arnd Kirchhoff. Screenshot: Johannes Pöttering/Instagram

Forderung nach Reformen in Berlin und Brüssel

Die Unternehmer fordern schnelle und tiefgreifende Reformen – in Düsseldorf, Berlin und Brüssel. Mit Blick auf Europa betont Kirchhoff: Die Europäische Union müsse geschlossen auftreten, gerade in schwierigen Zeiten. Er verweist auf die Handelspolitik des früheren US-Präsidenten Donald Trump. Nur ein starkes Europa könne auf Zölle oder Drohungen angemessen reagieren. Kritisch äußerte sich Kirchhoff zum Abstimmungsverhalten im Europäischen Parlament beim geplanten Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten. Auch die AfD griff er scharf an. Sie habe mit ihrem Verhalten deutschen Interessen geschadet und zeige eine europafeindliche Haltung.

Kritik an der Sozialpolitik

In Berlin richtet Kirchhoff seinen Appell an SPD und CDU sowie an die CSU. Er fordert Reformen in der Kranken- und Rentenversicherung. Jedes Jahr gingen rund 400.000 Menschen mehr in Rente, als neu in den Arbeitsmarkt einträten. Das sei einfache Mathematik, sagt er. Zugleich kritisiert er die Debattenkultur in der Sozialpolitik:
„Hört auf mit der Klassenkampf-Rhetorik“, fordert Kirchhoff. Viele Vorschläge würden reflexartig empört zurückgewiesen. Das helfe nicht weiter.

Screenshot: Johannes Pöttering/Instagram

Streit um Erbschaftsteuer und Unternehmenssteuern

Besonders kritisch sieht Kirchhoff einen Vorschlag aus der SPD zur Reform der Erbschaftsteuer. Er warnt: Davon wären vor allem Familienunternehmen betroffen. Gerade diese Betriebe seien wichtig für Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Deutschland sei ohnehin ein Hochsteuerland. Deshalb begrüßt Kirchhoff den Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die Körperschaftsteuer schneller zu senken.

Warnung vor frühem Wahlkampf in NRW

Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen warnt Kirchhoff davor, jetzt schon in den Wahlkampfmodus zu gehen. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage müsse die Politik sich auf Reformen konzentrieren. Positiv bewertet er Schritte zum Bürokratieabbau, etwa Vereinfachungen im Planungsrecht und bei Bauvorschriften. Zugleich kritisiert er neue Regelungen wie das geplante Tarifentgeltsicherungsgesetz. Das schaffe zusätzliche Bürokratie.

Infrastruktur als Schlüssel

Auch bei Verkehr und Infrastruktur sieht Kirchhoff Handlungsbedarf. Brücken, Straßen, Kanäle und Schleusen müssten schneller saniert und ausgebaut werden. Er begrüßt, dass zusätzliche Mittel in die Infrastruktur fließen sollen. Gleichzeitig fordert er, dass der Bund mehr Geld in wichtige Verkehrswege im Westen Deutschlands investiert.

Das wird jetzt wichtig

Die Unternehmer in Nordrhein-Westfalen sehen Deutschland in einer tiefen Strukturkrise. Sie fordern weniger Bürokratie, niedrigere Steuern, Reformen bei Sozialversicherungen und eine starke europäische Wirtschaftspolitik. Präsident Kirchhoff macht deutlich: Ohne grundlegende Reformen drohten weitere Arbeitsplatzverluste – und ein weiterer Verlust an Wettbewerbsfähigkeit.

Quelle: unternehmer nrw

Nordrhein-Westfalen plant neues Zentrum für Verteidigungstechnologie

Screenshot: Rheinmetall Instagram

(cs) Unser Bundesland reagiert auf die veränderte Sicherheitslage in Europa. Das Land will mehr für die eigene Verteidigungsfähigkeit tun. Dafür plant es ein neues Technologie- und Entwicklungszentrum: das Production Launch Centre Defence (PLCD). Mit diesem Zentrum übernimmt Nordrhein-Westfalen Verantwortung in einer Zeit, die oft als „Zeitenwende“ bezeichnet wird. Gemeint ist: Deutschland und Europa müssen sich besser schützen können.

Was ist das Ziel?

Das PLCD soll Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups enger zusammenbringen. Gemeinsam sollen sie neue Technologien für die Sicherheit und Verteidigung entwickeln. Dabei geht es zum Beispiel um Anforderungen der Bundeswehr und der NATO. Wichtig ist: Im Mittelpunkt stehen konkrete Projekte. Es geht nicht nur um Forschung im Labor, sondern um Lösungen, die schnell genutzt und produziert werden können.

Was sagt die Landesregierung?

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, sagt: Die Zeitenwende sei kein Schlagwort, sondern ein klarer Auftrag zu handeln. Wer Frieden sichern wolle, müsse auch in Verteidigung investieren. Innovationen aus Forschung und Industrie müssten schneller einsatzbereit werden. Nordrhein-Westfalen habe starke Unternehmen, gute Forschung und viele Fachkräfte. Mit dem PLCD solle Europa technologisch unabhängiger und widerstandsfähiger werden.

Wer macht mit?

Das Zentrum wird vom Wirtschaftsministerium des Landes geplant – gemeinsam mit Partnern aus der Industrie.

Zu den ersten Kernpartnern gehören:

  • Rheinmetall

  • Mubea

  • Lockheed Martin

Diese Unternehmen haben zusammen mit Ministerin Neubaur am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz eine Absichtserklärung unterschrieben.

Stimmen aus der Industrie

Der Vorstandschef von Rheinmetall, Armin Papperger, erklärt: Das neue Zentrum soll helfen, schneller von der Entwicklung zur Serienproduktion zu kommen. Nordrhein Westfalen könne sich so als wichtiger Standort für Verteidigungstechnologie in Europa etablieren.

Auch Dennis Goege von Lockheed Martin betont: Die Zusammenarbeit stärke die Industrie in Europa und den USA. Das helfe auch der Bundeswehr und der NATO.

Felix Muhr von Mubea sagt: Die Initiative unterstütze Unternehmen dabei, Innovationen schneller für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie nutzbar zu machen – jetzt und in Zukunft.

Was bedeutet das für Nordrhein-Westfalen?

Für das Land bringt das Projekt:

  • neue Investitionen

  • mehr Hightech-Arbeitsplätze

  • bessere Chancen für Start-ups und mittelständische Unternehmen

  • stärkere internationale Sichtbarkeit

Das PLCD soll eine offene Plattform sein. Auch kleine und mittlere Unternehmen sollen leichter an sicherheitsrelevanten Projekten teilnehmen können. Nordrhein-Westfalen will seine industrielle Stärke nutzen, um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken. Mit dem Production Launch Centre Defence entsteht ein neues Zentrum, das Forschung, Wirtschaft und Sicherheit enger verbinden soll. Ziel ist mehr Sicherheit – und zugleich neue wirtschaftliche Chancen für das Land.

Podcast-Episode 194: Warum „Personal Branding“ für uns immer wichtiger wird und was ein „gutes Foto“ damit zu tun hat

Foto: CS

(cs) Heute sprechen wir in unserer neusten Podcast-Episode über ein Thema, das oft mit Influencern und Social Media in Verbindung gebracht wird – aber in Wahrheit uns alle betrifft: Personal Branding. Oder anders gesagt: Der Mensch als Marke.
Denn ganz gleich, ob Unternehmerin, Führungskraft, Mitarbeiter oder Auszubildende – wir alle wirken. Mit unserer Haltung, unserer Kommunikation, unserer Präsenz. Und genau daraus entsteht eine persönliche Marke. Nicht künstlich konstruiert, sondern authentisch gelebt.
Gerade für Unternehmen ist das spannender denn je: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht nur Teil des Betriebs – sie verkörpern unsere Werte, unsere Kultur und unsere Markenidentität. Sie sind Botschafter nach innen und außen. Und die Frage ist: Wie sichtbar, wie klar und wie professionell treten wir dabei eigentlich auf?
Ein entscheidender Faktor dabei ist die visuelle Kommunikation – insbesondere professionelle Fotografie. Bilder transportieren Persönlichkeit in Sekundenbruchteilen. Sie schaffen Vertrauen, Nähe und Wiedererkennung. Ein starkes Porträt kann Kompetenz ausstrahlen, Haltung zeigen und Geschichten erzählen – noch bevor das erste Wort gesprochen ist.
Wie also gelingt authentisches Personal Branding?
Wo liegt die Grenze zwischen Inszenierung und Echtheit?
Und warum ist professionelle Fotografie weit mehr als „nur ein schönes Bild“?
Darüber sprechen wir heute mit unserem Gast: Kommunikationsexperte Frank Wiedemeier. Er begleitet seit vielen Jahren Unternehmen und Persönlichkeiten dabei, ihre Marke klar zu positionieren und sichtbar zu machen.
Überall da, wo Sie Ihre Lieblings-Podcasts hören und hier: www.unternehmerschaft.de/podcast

Durchbruch in Düsseldorf für die Seasnake: Schweden kauft neues Waffensystem

 

(cs) Schweden hat ein neues Waffensystem für seine Marine bestellt. Es geht um die „Seasnake 30“ des Düsseldorfer Unternehmens Rheinmetall. Für das Unternehmen ist das ein wichtiger Erfolg: Zum ersten Mal kauft ein Mitglied der NATO dieses System.

Acht Systeme für schnelle Boote

Schweden hat acht Waffensysteme vom Typ „Seasnake 30“ bestellt. Sie sollen auf neuen schnellen Militärbooten eingesetzt werden. Diese Boote heißen Combat Boat 90. Der Auftrag hat einen Wert von rund 63 Millionen Euro. Er wurde im Februar 2026 gebucht. Das erste System soll bis Februar 2028 geliefert werden.

Im Vertrag ist noch mehr enthalten:

  • spezielle Airburst-Munition (explodiert in der Luft),

  • Übungsmunition im Kaliber 30 Millimeter,

  • Ersatzteile,

  • Service und Wartung.

Der Vertrag läuft in diesem Bereich vier Jahre. Außerdem kann Schweden später bis zu 29 weitere Systeme bestellen.

Was kann die Seasnake 30?

Die „Seasnake 30“ ist ein modernes, fernbedienbares Geschütz für Schiffe. Das bedeutet: Soldaten müssen nicht direkt an der Waffe stehen.

Das System hat:

  • Kameras für den Tag,

  • Infrarot-Sensoren für die Nacht,

  • einen Laser, der die Entfernung misst.

Die Waffe erkennt Ziele automatisch und kann mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen. Die Kanone schafft bis zu 1.100 Schuss pro Minute. Besonders wichtig ist die sogenannte Airburst-Funktion. Dabei explodiert die Munition in der Luft. Das ist zum Beispiel nützlich, um Drohnen abzuwehren. Außerdem ist die Seasnake 30 kompakt gebaut und schwer zu erkennen. Das kann im Einsatz ein Vorteil sein.

Bedeutung für Rheinmetall und die NATO

Mit dem Auftrag aus Schweden erreicht Rheinmetall einen wichtigen Schritt. Die Seasnake 30 wird zum ersten Mal bei einem NATO-Mitglied eingesetzt. Für Schweden ist das ebenfalls bedeutend. Das Land ist erst seit Kurzem Mitglied der NATO und baut seine Verteidigung weiter aus. Der Auftrag zeigt: Schweden setzt auf moderne Technik für seine Marine. Und Rheinmetall stärkt seine Rolle als wichtiger Partner für die Verteidigung auf See.

Rheinmetall verkauft seinen Auto-Bereich: ein besonderer Vertrag schützt jetzt die Mitarbeitenden!

Quelle: Rheinmetall/Instagram

(cs) Was passiert bei Rheinmetall? Der Düsseldorfer Konzern will sich verändern. Das Unternehmen stellt unter anderem Teile für Autos her. Jetzt hat die Firmen-Leitung entschieden: Der Auto-Bereich soll verkauft werden. Rheinmetall will sich in Zukunft auf Verteidigungs-Technologien konzentrieren. Denn dieser Bereich wächst stark. Nun wurde mit der IG Metall ein Überleitungsvertrag ausgehandelt.
Was ist ein Überleitungsvertrag?
Ein Überleitungsvertrag regelt, was mit den Mitarbeitern passiert, wenn ihre Firma verkauft wird. Er ist wie eine Brücke: Er sorgt dafür, dass die Beschäftigten sicher auf die andere Seite kommen – zum neuen Besitzer. Bei Rheinmetall betrifft das die Division Power Systems. So heißt der Bereich, der Motoren und Antriebe entwickelt. Tausende Menschen arbeiten dort an verschiedenen Standorten in Deutschland.
Was steht in dem Vertrag?
Rheinmetall hat mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall lange verhandelt. Jetzt gibt es eine Einigung. Der Vertrag garantiert den Beschäftigten wichtige Rechte – und zwar für drei Jahre nach dem Verkauf:
– Arbeitsplatz-Sicherheit: Niemand verliert seinen Job wegen des Verkaufs.
– Standort-Sicherheit: Die Werke in Deutschland bleiben erhalten.
– Tarif-Sicherheit: Die bisherigen Arbeitsverträge und Bezahlungen gelten weiter.
Das Besondere: Diese Regeln gelten auch für den neuen Besitzer. Er muss sich daran halten.
Warum macht Rheinmetall das?
Rechtlich muss Rheinmetall keinen solchen Vertrag abschließen. Das Unternehmen tut es trotzdem – freiwillig. Dr. Vera Saal ist bei Rheinmetall für Personal zuständig. Sie sagt: “Rheinmetall steht zu seiner Verantwortung.” Die Firma will den Mitarbeitern einen fairen Übergang ermöglichen. Die IG Metall hat dem Vertrag bereits zugestimmt. Ihre Mitglieder an den betroffenen Standorten haben in Versammlungen dafür gestimmt. Ende Februar soll der Vertrag offiziell unterschrieben werden.
Wann wird verkauft?
Rheinmetall plant, den Verkauf im ersten Quartal 2026 abzuschließen. Das heißt: bis Ende März. Dann bekommen die Auto-Aktivitäten einen neuen Besitzer. Doch die Beschäftigten wissen jetzt: Ihre Rechte sind für die nächsten drei Jahre geschützt.​​​​​​​​​​​​​​​​

Kiepe-Gruppe in Düsseldorf: Neuausrichtung in turbulenten Zeiten

Unser Geschäftsführer Christoph Sochart im Podcast-Gespräch mit Kiepe-CEO Alexander Ketterl. Diese Podcastfolge aus dem September können Sie hier hören: https://kurzlinks.de/sfpa

(cs) Während die deutsche Industrie mit massiven Herausforderungen kämpft, zeigt das Beispiel der Kiepe-Gruppe aus Düsseldorf-Hassels, dass strategische Neuausrichtung ein Weg durch die Krise sein kann. Nach einem Stellenabbau im vergangenen Jahr meldet das Traditionsunternehmen nun eine erfolgreiche Ausgliederung seines Trolleybus-Geschäfts.
Strategische Weichenstellung nach 120 Jahren
Die Kiepe-Gruppe, die bereits seit 120 Jahren am Standort Düsseldorf ansässig ist, hat sich zu einem bedeutenden Schritt entschlossen: Das Unternehmen konzentriert sich künftig auf sein Kerngeschäft – elektrische Systeme und Komponenten für Schienenfahrzeuge. Der Bereich Trolleybus-Geschäft wurde an die Carrosserie Hess AG übergeben, einen langjährigen Partner des Unternehmens.
„Die Ausgliederung sei Teil der strategischen Neuausrichtung der Kiepe-Gruppe”, teilte das Unternehmen mit. Der Produktions- und Entwicklungsstandort am Hauptsitz Düsseldorf sehe seine zukünftige Kernnutzung im Schienenfahrzeuggeschäft und werde weiterhin für Aktivitäten im Bereich elektrischer Systeme und Komponenten für Schienenfahrzeuge genutzt.
Die Fokussierung wird von einer Unternehmenssprecherin als wichtiger Schritt bezeichnet, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dem Standort in Düsseldorf eine klare, langfristige Perspektive zu geben. Trolleybusse – elektrisch betriebene Verkehrsmittel – werden nun von Carrosserie Hess AG weitergeführt. Die Rheinische Post hatte zuerst darüber berichtet.
Deutsche Industrie in der Krise
Die Neuausrichtung der Kiepe-Gruppe erfolgt vor dem Hintergrund einer tiefgreifenden Krise der deutschen Industrie. Wie der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd.de) in einem aktuellen Dossier berichtet, ist der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung in Deutschland zwischen 2016 und 2024 deutlich gesunken.
Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg fußt traditionell zu einem wesentlichen Teil auf seiner starken Industrie und deren guter Verzahnung mit wirtschaftsnahen Dienstleistern. Doch die hiesige Industrie steckt in der Krise. In den vergangenen Jahren war sie mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Zunächst kam es zu ausfallenden Lieferketten während der Coronapandemie, dann zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und daraus resultierenden hohen Energiekosten.
Mehrfachbelastung für verarbeitendes Gewerbe
Das verarbeitende Gewerbe ist ein essenzieller Bestandteil der deutschen Wirtschaft. Ob Maschinenbau, Automobil- oder Metall- und Elektro-Industrie: Die verschiedenen Industriebranchen zeichnen sich durch hohe Produktivität sowie große Innovationskraft aus und sichern so die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.
Doch in den vergangenen Jahren ist der Druck auf die Industrieunternehmen deutlich gestiegen – unter anderem durch den Fachkräftemangel, Lieferengpässe sowie stark gestiegene Material- und Personalkosten. Darüber hinaus schwächen eine überbordende Bürokratie und eine bröckelnde Infrastruktur die Unternehmen, zudem erschweren Handelshemmnisse wie die von den USA erhobenen Zölle den Export.
Der Fachkräftemangel und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion machen den Betrieben zusätzlich zu schaffen. Dazu kommen noch bürokratische Hürden und eine marode Infrastruktur in Deutschland, durch die das verarbeitende Gewerbe im internationalen Wettbewerb an Boden verliert.
Fokussierung als Antwort
Die Entscheidung der Kiepe-Gruppe, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren und den Trolleybus-Bereich an einen spezialisierten Partner abzugeben, kann als exemplarische Antwort auf diese Herausforderungen gesehen werden. Statt alle Geschäftsbereiche unter den erschwerten Bedingungen weiterzuführen, setzt das Unternehmen auf Spezialisierung und strategische Partnerschaft.
Diese Strategie demonstriert, dass auch traditionsreiche Unternehmen bereit sind, sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. In Zeiten, in denen die Industriequote in Deutschland sinkt, könnte dies ein Weg sein, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten – durch klare Positionierung statt Diversifizierung um jeden Preis.
Der Standort Düsseldorf bleibt dabei erhalten. Für die 120-jährige Geschichte des Unternehmens in der Landeshauptstadt ist dies ein neues Kapitel – geschrieben unter den Vorzeichen einer Industrie im Wandel.

Rheinmetall und Lockheed Martin: F-35-Produktion in Weeze

Screenshot: Rheinmetall Instagram

(cs) Armin Papperger, CEO von Rheinmetall, und Jim Taiclet, CEO von Lockheed Martin, haben gemeinsam das Werk von Rheinmetall Aviation Services GmbH am Flughafen Weeze besucht. Dort bedankten sie sich bei den Mitarbeitern für deren herausragendes Engagement bei der Produktion von Mittelrumpfsektionen für den F-35 Lightning II.
Das Werk in Weeze
Der Standort Rheinmetall Aviation Services GmbH in Weeze, Nordrhein-Westfalen, spielt eine zentrale Rolle in der internationalen Lieferkette des F-35-Programms. In enger Zusammenarbeit mit amerikanischen Partnern produziert das Werk hochkomplexe Mittelrumpfabschnitte für eines der fortschrittlichsten Kampfflugzeuge der Welt. Das Unternehmen wirbt auf seiner Karriereseite mit “spannenden und sicheren Jobs mit hervorragenden Aussichten”.
Der F-35 Lightning II
Der F-35 ist ein multiroles Tarnkappen-Kampfjet der fünften Generation, entwickelt von Lockheed Martin. Das Flugzeug existiert in drei Varianten:
∙ F-35A: Konventioneller Start und Landung (CTOL) für Luftwaffen
∙ F-35B: Kurzstart und vertikale Landung (STOVL) für Marineeinsätze
∙ F-35C: Trägergestützte Variante mit größerer Spannweite
Mit seiner Stealth-Technologie, hochmodernen Sensoren und Vernetzungsfähigkeiten gilt der F-35 als eines der leistungsfähigsten Kampfflugzeuge weltweit. Über 1.000 Maschinen wurden bereits an verschiedene Streitkräfte ausgeliefert, darunter die USA, Großbritannien, Israel, Japan und weitere NATO-Partner.
Bedeutung für Rheinmetall
Die Beteiligung am F-35-Programm unterstreicht Rheinmetalls Position als bedeutender Zulieferer in der internationalen Verteidigungsindustrie und stärkt die transatlantische Zusammenarbeit im Rüstungssektor.​​​​​​​​​​​​​​​​

Michael Jungwirth zu Gast im Sonntags-Talk mit Claudia Monréal

(cs) Am Sonntag war Michael Jungwirth, Vorsitzender unserer Unternehmerschaft, auf ANTENNE DÜSSELDORF zu Gast im „Talk mit Claudia Monréal“. 

Es gab Einblicke in sein Ehrenamt bei unserer Unternehmerschaft, Interessantes aus dem Privatleben, auch seine sehr persönliche Playlist, und Geschichten rund um Düsseldorf.

Viele waren hier schon zu Gast, darunter auch Hugo-Egon Balder, Matze Knop, Jenny Jürgens, Jürgen von der Lippe, Dieter Nuhr, Doro Pesch, Wolfram Kons und Christian Ehring.

Michael Jungwirth: „In Deutschland reden wir oft darüber, was nicht funktioniert. Dabei übersehen wir, wie viel bereits gelingt – und wie klar die Antworten in Teilen direkt vor uns liegen: hier in Düsseldorf.

Wenn ich auf unsere Stadt schaue, sehe ich Digitalisierung, die umgesetzt wird. Von Platz 17 auf Platz 6 im Digitalranking in nur einem Jahr – möglich, weil Stadt und Wirtschaft an einem Strang ziehen.

Transformation entsteht aus Mut, Tempo und gemeinsamen Entscheidungen. Und genau diese Haltung brauchen wir deutschlandweit. Die Fähigkeiten und Menschen sind da. Jetzt braucht es mehr Tempo in der Digitalisierung, mehr gemeinsame Lösungen – und ein Umfeld, das Vielfalt und Zusammenarbeit als echte Stärke versteht.

Hier setzen wir als Unternehmerschaft Düsseldorf an:

Brücken zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu bauen, Start-ups und etablierte Unternehmen zu verbinden, MINT-Angebote zu stärken und Formate zu schaffen, die nicht nur inspirieren, sondern Wirkung erzeugen.

Düsseldorf zeigt jeden Tag, was möglich ist, wenn Menschen in die gleiche Richtung arbeiten – ein Boot, ein Ziel, ein Kurs. Das ist der Spirit, den wir jetzt in der Breite brauchen.“

Danke, Claudia Monréal, für das offene, angenehme Gespräch und die Einladung. 

Das Gespräch mit Michael Jungwirth können Sie hier hören: 

https://kurzlinks.de/0859