Ukraine-Hilfe: Rheinmetall übergibt mobiles Feldhospital an die Streitkräfte

Rheinmetall hat ein mobiles Feldhospital an die Ukraine geliefert. Den Auftrag dazu und zu begleitenden Ausbildungsleistungen hatte die Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Mobile Systeme GmbH (RMS) erst im September 2022 vom Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) erhalten. Der Auftrag hat einen Wert von rund 9 MioEUR.

Das moderne Lazarett umfasst 32 Patientenbetten, darunter acht Intensivbetten, einen Operationssaal mit zugehöriger Sterilisation, eine bildgebende Diagnostik mit Röntgen und Computertomographie, ein Labor, eine Apotheke sowie Verwaltungs- und Personalbereiche. Es entspricht damit dem Role-2-Standard der NATO. In zwei weiteren Lieferungen Ende 2023 und Anfang 2024 wird RMS zusätzlich zwei hochmobile Rettungsstationen an die Ukraine übergeben.

Neben dem jetzt gelieferten Feldhospital selbst hat Rheinmetall auch die erforderlichen Transporteinheiten an die Ukraine geliefert. Die insgesamt zehn Lkw-Gespanne mit Anhängern haben die 20 Container an ihren Zielort verbracht.

Das Hospital ist eine komplett autarke sanitätsdienstliche Versorgungseinheit. Es enthält nicht nur medizinische Module in erweiterbaren Containern und Zelten, sondern versorgt sich über Generatoren auch selbständig mit Strom und medizinischen Gasen. Ebenso integriert sind die Wasserversorgung inklusive -aufbereitung und Dekontamination sowie Unterbringungseinheiten mit Sanitärmodulen für Patienten und Personal. Die Qualität des Systems lässt sich in den Details erkennen: So sind beispielsweise die Wassernetzwerke beheizt und der sensible Computertomograph im Container ist mit einem aufwendigen Transportsystem gefedert. Dies ermöglicht einen Transport zu Land, zu Wasser und in der Luft sowie eine sofortige Einsatzbereitschaft nach Verlegung des Systems. Grundsätzlich werden im gesamten Lazarett ausschließlich wiederverwendbare Materialien eingesetzt, da das System für den mobilen Einsatz konzipiert ist.

RMS-Geschäftsführer Hauke Bindzus: „Was uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist nicht nur unsere Erfahrung, sondern auch der detaillierte Umgang in der Zusammenführung der einzelnen Komponenten und vor allem der Fokus auf die Ergonomie und Belastbarkeit des Systems. Wir ermöglichen unseren Partnern höchst-qualitative medizinische Versorgung in einem wirklich mobilen System.“

Die Übergabe des mobilen Feldhospitals erfolgte in zwei Schritten: Zunächst absolvierten zehn ukrainische Soldaten eine 14-tägige Schulung im Auf- und Abbau sowie im Transport und im Betrieb des Hospitals. Im Anschluss daran erfolgte die offizielle Übergabe an die Ukraine am festgelegten Übergabeort.

Das Training durch die RMS-Mitarbeiter absolvierten die ukrainischen Soldatinnen und Soldaten im August 2023 in einer Messehalle in Friedrichshafen (Baden-Württemberg). Sie verfügten jeweils zur Hälfte bereits über eine medizinische beziehungsweise über eine technische Ausbildung. Für die zweiwöchige Schulung kamen sie direkt aus ihrem Einsatzgebiet in der Ukraine nach Deutschland.

Hauke Bindzus: „Wir haben Wort gehalten und in kürzester Zeit ein großes Feldhospital erster Güte an die ukrainischen Streitkräfte geliefert. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Partner haben großen Einsatz für diesen Auftrag gezeigt. Uns allen war die Bedeutung der schnellen Auslieferung tagtäglich bewusst. Mit diesem System können in der Ukraine hoffentlich viele Menschenleben gerettet werden. Wir sind stolz hiermit eine besondere Fähigkeit in die Rheinmetall-Unterstützung für die Ukraine einbringen zu können.“

Kritik am geplanten Zuständigkeitswechsel für jugendliche Arbeitslose – Pressegespräch mit OB Keller – Michael Grütering: keine Einsparung von Mitteln / Lohnnebenkosten werden steigen

Sigrid Wolf (v.l.), DGB-Region Düsseldorf Bergisch Land, OB Dr. Stephan Keller, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Michael Grütering, Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V., äußerten sich zu den Plänen der Bundesregierung. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller kritisiert die Pläne der Bundesregierung, die Zuständigkeit für arbeitslose junge Menschen unter 25 Jahren ab 1. Januar 2025 von den Jobcentern in die Bundesagentur für Arbeit zu verlagern. In der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde seit 2005 eine Beratung aufgebaut, die auf die spezifischen lokalen Unterstützungsnetzwerke zurückgreift.

Neben OB Dr. Keller äußerten sich auch Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Hintzsche, Sigrid Wolf, Regionsgeschäftsführerin DGB-Region Düsseldorf Bergisch Land, und Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V., am Freitag, 8. September, im Rahmen eines Pressegesprächs zu den Plänen der Bundesregierung. Durch den Zuständigkeitswechsel sollen in ganz Deutschland rund 900 Millionen Euro Steuermittel eingespart werden, da die Leistungen dann aus der Arbeitslosenversicherung gedeckt werden.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Die in den letzten rund 18 Jahren aufgebauten lokalen Strukturen des Düsseldorfer Jugend-Jobcenters kommen den betroffenen Jugendlichen im Fall der Verlagerung nicht mehr zu Gute. Gerade die enge Zusammenarbeit der ‚Berufsberatung vor dem Erwerbsleben‘ der Agentur für Arbeit, dem örtlichen Jugendhilfeträger und dem Jobcenter in einem Haus der kurzen Wege hat bisher in der Arbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Erfolg geführt. Durch die Verlagerung der Zuständigkeit wird sich die Beratung und Betreuung der jungen Menschen deutlich verschlechtern. Außerdem wird es durch die zusätzliche Schnittstelle zu Reibungsverlusten kommen.“

„Den herausfordernden Lebenslagen von erwerbfähigen Leistungsbeziehern unter 25 Jahren wird in den Jobcentern mit einer Vielzahl von Maßnahmen, gut ausgebauten Netzwerken und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begegnet. Für uns steht fest: Damit Jugendliche die bestmögliche Betreuung erfahren, muss der Zugang zu den ausschließlich im SGB II geregelten Förderinstrumenten bestehen bleiben, die Förderstruktur durch ein funktionierendes Netzwerk gesichert, unnötige Schnittstellen vermieden und beste Möglichkeiten geschaffen werden für einen Wechsel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. All das ist bislang nicht geklärt! Unser gemeinsames Ziel muss sein, drohende Verschlechterungen für die betroffenen Menschen und die Beschäftigen in den Arbeitsverwaltungen zu verhindern“, erklärt Sigrid Wolf, DGB-Regionsgeschäftsführerin Düsseldorf.

Bei der Beratung von arbeitslosen jungen Menschen ist häufig eine vielfältige soziale Beratung bis hin zu einem Fallmanagement, also einer auf den einzelnen Fall zugeschnittenen Hilfeleistung, notwendig: So stehen oftmals etwa psychische Probleme, Sucht, Schulden oder Konflikte mit den Eltern einer schnellen und erfolgreichen Vermittlung in eine Berufsausbildung oder eine Arbeitsstelle, die die Jugendlichen unabhängig von staatlicher Unterstützung machen könnten, entgegen. Auch lokale Förderangebote, die den Jugendlichen eine Struktur geben, erfordern eine eingehende Beratung.

„Es handelt sich um keine Einsparung von Mitteln, sondern lediglich um eine Verschiebung von einem steuerfinanzierten Bereich in einen beitragsfinanzierten Bereich“, sagt Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e. V. „Dadurch werden sich die Kosten bei der Agentur für Arbeit erhöhen und somit werden die Lohnnebenkosten jetzt für die Unternehmen und Beschäftigten steigen. Nur diese beiden Gruppen werden diese Verschiebung bezahlen müssen. Darüber hinaus wird die behördliche Umstellung zudem Zeit kosten – Zeit, die man nicht hat. Zwei bis drei Jahre werden sicher vergehen, um die Aufgaben komplett umzustellen. Das heißt auch: Zwei bis drei Schulabgänger-Jahrgängen kann man in dieser Zeit möglicherweise nur eine eingeschränkte Förderung ermöglichen. Die Agenturen für Arbeit haben bislang schon genug Probleme und Arbeit und können mit solchen weiteren Aufgaben nicht belastet werden. Wir werden junge Menschen auf diesem Weg verlieren.“

„Durch eine Änderung der Zuständigkeit werden die bisher durch das Jobcenter betreuten Jugendlichen nicht marktnäher oder einfacher vermittelbar – die Probleme werden bei nicht-adäquater Unterstützung eher größer als kleiner und bringen erhebliche soziale und fiskalische Folgekosten mit sich“, sagt OB Dr. Keller. „Als Wirtschaftsstandort möchten wir nicht auf eine Teilmenge der Jugendlichen als künftige Fachkräfte verzichten. Das Ziel des Jugend-Jobcenters, keinen Jugendlichen zurückzulassen, kann der Zuständigkeitswechsel aber nicht mehr erfüllen.“

Invictus Games werden am Samstag offiziell eröffnet – Karten für die Eröffnungsfeier kann man noch kaufen – alle weiteren Sportveranstaltungen sind kostenfrei

Meghan unterstützt die Spiele wie ihr Mann Harry. Ob sie allerdings die Abschlussveranstaltung moderieren wird, ist noch nicht ganz klar. Foto: Bundeswehr / Invictus Games IG 23 / Jan Reumann

Lange erwartet – jetzt geht es los: am Samstag beginnen die Invictus Games in Düsseldorf. Die Sportwettkämpfe für kriegsversehrte Soldatinnen und Soldaten werden am morgigen Samstag offiziell eröffnet. Bei den Spielen messen sich 500 Aktive eine Woche lang unter anderem im Sitz-Volleyball, Tischtennis oder in der Leichtathletik. Sie kommen aus über 20 Ländern und werden hier von über 2.500 Helferinnen und Helfern unterstützt. Schirmherr der Spiele ist Prinz Harry, der sich am Samstagnachmittag ins „Goldene Buch“ im Rathaus eintragen wird. Abends findet dann in der Arena die große Eröffnungsfeier statt, bei der auch US-Rapper Macklemore auftreten wird. Dafür können wir noch Tickets kaufen. Der Eintritt zu den Sportveranstaltungen ist dann kostenlos.

Ab Samstag, 9. September, können alle Wettbewerbe der INVICTUS GAMES DÜSSELDORF 2023 presented by Boeing sowie die Opening und Closing Ceremonies auf der Website (https://invictusgames23.de) und auf dem YouTube-Kanal (https://youtube.com/@invictusgamesdusseldorf2023) kostenlos und ohne Login gestreamt werden.

Los geht es am Samstag ab 18 Uhr mit der spektakulären Opening Ceremony, mit dabei sind Gäste wie Prinz Harry, der Rapper Macklemore oder der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. An den Wettkampftagen beginnt der Stream ab 8.30 Uhr und endet gegen 21 Uhr. Der Olympiasieger und Weltmeister in Dreisprung sowie erfahrene Moderator Jonathan Edwards wird die Live-Übertragung mit Highlights von vorherigem Tag und Interviews aus dem Studio moderieren. Ebenfals mit dabei sind die Entertainerin, Schauspielerin und Sportkommentatorin Eloise Cupido und der TV- Moderator und Schauspieler Layne Redman.

Am Samstag, 16. September, werden die Teilnehmende in einer außergewöhnlichen Closing Ceremony für ihren Einsatz, ihre Stärke und ihren Kampfgeist noch einmal gefeiert. Mit Special Guests Sam Ryder (Zweitplatzierten des ESC 2022), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Prinz Harry, The Duke of Sussex, werden die Games zu Ende gehen, bevor Sängerin Rita Ora die INVICTUS GAMES DÜSSELDORF 2023 presented by Boeing mit ihrem Konzert zu ihrem krönenden Abschluss bringt.

Wer dieses einmalige Event nicht im Stream, sondern live in der MERKUR SPIEL-Arena erleben will, kann hier Tickets für beide Events hier kaufen: https://invictusgames23.de/en/tickets/

Los geht es am Samstag ab 18 Uhr mit der spektakulären Opening Ceremony, mit dabei sind Gäste wie Prinz Harry, der Rapper Macklemore oder der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (Foto). Foto: Bundesregierung

ElectronicPartner blickt zufrieden auf die Internationale Funkausstellung 2023 zurück

Unser Mitgliedsunternehmen ElectronicPartner zieht für seinen Auftritt bei der Internationalen Funkausstellung 2023 ein positives Fazit. EP:Mitglieder, MEDIMAX Franchisepartnerinnen und -partner sowie viele weitere Angehörige der Verbundgruppe sind nach Berlin gereist, um die neuesten Produkte der wichtigsten Elektronikhersteller live zu erleben. Außerdem konnten sie in den direkten Austausch mit der Industrie gehen und erhielten im IFA-Palais in entspannter Atmosphäre aktuelle Infos aus ihrer Verbundgruppe.

Hier, im Schatten des Funkturms, hatte ElectronicPartner wieder einen exklusiven Meeting- und Erholungsbereich für die eigenen Mitglieder und das Branchenpublikum geschaffen. Mit einem neuen, grünen Standdesign setzte die Verbundgruppe aufmerksamkeitsstarke Akzente in Sachen Nachhaltigkeit. „Insgesamt 16 Bäume, samt Wurzeln und Erde, symbolisieren ein Stück weit unsere vielfältigen nachhaltigen Aktivitäten im Rahmen der grünen Unternehmensausrichtung Go Green“, erläutert Karl Trautmann, Vorstand ElectronicPartner. „Natürlich haben die Bäume auch nach der IFA weiterhin ein glückliches Leben“, ergänzt er.

Umwelt- und Klimaschutz waren nicht nur visuell gegenwärtig, sondern standen insgesamt im Fokus des Messeauftritts. „Wir arbeiten intensiv an diversen Stellschrauben, um in der gesamten Verbundgruppe Potenziale für umweltschonenderes Handeln aufzudecken und zu nutzen. Zu unseren größeren Projekten zählen die Unterstützung der Initiative ‚Mittelstand & Moor‘, bei der wir die Wiederbewässerung einer 100 Hektar großen Moorlandschaft finanzieren, und die neue Photovoltaik-Anlage auf unserem rund 7.000 Quadratmeter großen Dach in Düsseldorf“, zählt der Vorstand auf.

Ein weiteres zentrales Thema im IFA-Palais war die neue Kampagne „Partner werden“. Diese wurde hier erstmals im Detail den Mitgliedsbetrieben präsentiert und ist insbesondere für diejenigen interessant, die in den kommenden Jahren eine Nachfolge suchen. „Wir sprechen Unternehmerinnen und Unternehmer an, die unser Erfolgskonzept für sich nutzen und dabei massiv von unserer Erfahrung und einem Rundum-Service-Paket profitieren wollen“, betont ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol.

Darüber hinaus konnten die Verbundgruppen-Mitglieder während der IFA mit ihren Ansprechpartnerinnen und -partnern aus dem Vertrieb, Einkauf, Marketing und E-Commerce das wichtige Jahresendgeschäft besprechen. Auch weitere Kooperationspartner – beispielsweise die MHK Group oder Ladenbau Balzer – zeigten ihre Dienstleistungen im Palais. Neben den nationalen Teilnehmenden nutzten ebenso die internationalen ElectronicPartner Teams aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz sowie aus den 16 Ländern des E-Square-Verbunds die Möglichkeit für persönliches Networking auf der Elektronik-Leitmesse.

„Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die IFA eine exklusive Plattform für den intensiven und komprimierten Branchenaustausch bietet. Wo sonst treffe ich die wichtigsten Ansprechpartner so nah beieinander, umrahmt von den neuesten Techniktrends aller Warengruppen. Wir sind jetzt schon gespannt darauf, was uns erwartet, wenn die IFA 2024 in ihrem hundertsten Jahr die Tore öffnet“, lautet das Fazit von Karl Trautmann, Vorstand ElectronicPartner.

Henkel hebt Umsatz- und Ergebnisprognose für 2023 an

Die Henkel-Zentrale in Holthausen. Foto: Henkel

Henkel hat im ersten Halbjahr 2023 in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.

„Wir haben in beiden Unternehmensbereichen ein sehr starkes Wachstum erzielt. Zugleich ist es uns gelungen, trotz der anhaltenden Belastung durch hohe Material- und Logistikpreise, unsere Ergebnisse deutlich zu verbessern. Nach der starken Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr blicken wir zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf und haben unsere Jahresprognose für Umsatz und Ergebnis deutlich angehoben“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

„Wir haben in den ersten sechs Monaten des Jahres auch gute Fortschritte bei der Umsetzung unserer strategischen Wachstumsagenda gemacht. Im Unternehmensbereich Consumer Brands kommen wir mit der Integration schneller voran als geplant. Zugleich setzen wir die Fokussierung des Portfolios auf margen- und wachstumsstarke Marken und Produkte konsequent um. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen des Bereichs wider. Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies haben wir die Organisationsstruktur noch stärker auf unsere Kunden ausgerichtet, um unsere global führende Position auszubauen und die Wachstumsdynamik weiter zu steigern. Darüber hinaus treiben wir wichtige Initiativen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung voran, um unsere Wettbewerbsposition weiter auszubauen“, erläuterte Carsten Knobel.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 angehoben

Henkel geht auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2023 nun von einem organischen Umsatzwachstum von 2,5 bis 4,5 Prozent aus (bisher: 1,0 bis 3,0 Prozent). Dabei wird für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies ein Wachstum in der Bandbreite von 2,0 bis 4,0 Prozent (bisher: 1,0 bis 3,0 Prozent) und für den Unternehmensbereich Consumer Brands zwischen 3,0 und 5,0 Prozent (bisher: 1,0 bis 3,0 Prozent) erwartet. Die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) soll auf Konzernebene nun in der Bandbreite von 11,0 bis 12,5 Prozent liegen (bisher: 10,0 bis 12,0 Prozent). Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies wird dabei eine bereinigte Umsatzrendite zwischen 13,5 und 15,0 Prozent (bisher: 13,0 bis 15,0 Prozent) erwartet, für den Unternehmensbereich Consumer Brands zwischen 9,5 und 11,0 Prozent (bisher: 7,5 bis 9,5 Prozent). Für die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwartet Henkel nun ein Wachstum in der Bandbreite von +5 bis +20 Prozent (bisher: -10 bis +10 Prozent).

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2023

Mit 10.926 Mio. Euro lag der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2023 um 0,1 Prozent über dem Vorjahresniveau (Q2: 5.316 Mio. Euro, -5,8 Prozent). Dies entspricht einem sehr starken organischen Umsatzwachstum von 4,9 Prozent (Q2: 3,2 Prozent). Wechselkurseffekte wirkten sich mit -2,5 Prozent negativ auf die Umsatzentwicklung aus (Q2: -5,8 Prozent). Akquisitionen und Divestments reduzierten den Umsatz um -2,2 Prozent (Q2: -3,2 Prozent).

Das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr war von beiden Unternehmensbereichen getragen. Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies verzeichnete eine sehr starke organische Umsatzsteigerung von 4,7 Prozent, die durch die Geschäftsfelder Mobilität & Elektronik und Handwerk, Bau & Gewerbe getragen war. Der Unternehmensbereich Consumer Brands erreichte ein sehr starkes organisches Umsatzwachstum von 5,7 Prozent, getragen von den Geschäftsfeldern Laundry & Home Care und Hair.

Im ersten Halbjahr lag das organische Umsatzwachstum in der Region Europa bei 2,4 Prozent (Q2: 0,8 Prozent). In der Region IMEA legte der Umsatz organisch um 25,7 Prozent zu (Q2: 23,6 Prozent). In der Region Nordamerika stieg der Umsatz organisch um 3,8 Prozent (Q2: 0,9 Prozent). Die Region Lateinamerika verzeichnete einen organischen Umsatzanstieg von 13,2 Prozent (Q2: 9,4 Prozent). Die Region Asien/Pazifik verzeichnete hingegen eine rückläufige organische Umsatzentwicklung von -2,7 Prozent (Q2: -0,6 Prozent), die im Wesentlichen auf das weiterhin herausfordernde Marktumfeld in China zurückzuführen ist.

Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes EBIT) stieg im ersten Halbjahr um 7,6 Prozent auf 1.254 Mio. Euro, nach 1.166 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Anstieg wurde durch die Entwicklung der Absatzpreise sowie durch Einsparungen aus der Schaffung des integrierten Unternehmensbereichs Consumer Brands und Maßnahmen zur Portfolio-Optimierung gestützt.

Die bereinigte Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) legte um 80 Basispunkte zu und erreichte 11,5 Prozent.

Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie stieg im ersten Halbjahr 2023 auf 2,13 Euro. Bei konstanten Wechselkursen ist das ein Anstieg von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das Netto-Umlaufvermögen erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent vom Umsatz (Vorjahreszeitraum: 5,2 Prozent).

Der Free Cashflow in Höhe von 749 Mio. Euro lag sehr deutlich über dem Wert des ersten Halbjahres 2022 (46 Mio. Euro), was insbesondere auf den im Berichtsjahr höheren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist.

Die Nettofinanzposition belief sich zum 30. Juni 2023 auf -1.311 Mio. Euro (31. Dezember 2022: -1.267 Mio. Euro).

Am 20. April 2023 hatte Henkel den Abschluss einer Vereinbarung über den Verkauf der Geschäftsaktivitäten in Russland an ein Konsortium von lokalen Finanzinvestoren bekanntgegeben. Die Aufgabe seiner russischen Geschäfte hatte das Unternehmen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im vergangenen Jahr angekündigt. Die Transaktion ist abgeschlossen, der Verkaufspreis beläuft sich auf 54 Mrd. Rubel (rund 600 Mio. Euro).

Entwicklung der Unternehmensbereiche im ersten Halbjahr 2023

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 eine stabile nominale Entwicklung von 0,1 Prozent auf 5.475 Mio. Euro (Q2: 2.683 Mio. Euro, -5,4 Prozent). Organisch erhöhte sich der Umsatz um 4,7 Prozent (Q2: 2,7 Prozent). Diese Entwicklung wurde durch eine zweistellige Preissteigerung erzielt, während das Volumen bedingt durch eine verhaltene Nachfrage in einigen wesentlichen Endmärkten unter dem Niveau des Vorjahres blieb. Das Geschäftsfeld Mobilität & Elektronik erzielte eine zweistellige organische Umsatzsteigerung von 10,9 Prozent (Q2: 9,2 Prozent). Im Geschäftsfeld Verpackungen & Konsumgüter lag die organische Umsatzentwicklung bei -1,5 Prozent (Q2: -3,7 Prozent). Im Geschäftsfeld Handwerk, Bau & Gewerbe erhöhte sich der Umsatz organisch um 4,9 Prozent (Q2: 2,9 Prozent). Das bereinigte betriebliche Ergebnis stieg im ersten Halbjahr 2023 um 3,0 Prozent auf 766 Mio. Euro, nach 743 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte Umsatzrendite erhöhte sich auf 14,0 Prozent gegenüber 13,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Hier wirkten sich insbesondere Preissteigerungen positiv aus.

Der Unternehmensbereich Consumer Brands erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 einen Umsatz von 5.365 Mio. Euro (Q2: 2.594 Mio. Euro). Das entspricht einer nominalen Entwicklung von 0,6 Prozent (Q2: -5,7 Prozent). Organisch lag das Umsatzwachstum preisgetrieben bei 5,7 Prozent (Q2: 4,5 Prozent). Das Volumen entwickelte sich hingegen rückläufig, unter anderem auch bedingt durch die fortgesetzten Maßnahmen zur Portfoliooptimierung. Das Geschäftsfeld Laundry & Home Care verzeichnete ein sehr starkes organisches Umsatzwachstum in Höhe von 5,3 Prozent (Q2: 4,4 Prozent). Das Geschäftsfeld Hair verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 insgesamt eine organische Umsatzentwicklung von 7,9 Prozent (Q2: 6,1 Prozent). Die Weiteren Konsumentengeschäfte verzeichneten im ersten Halbjahr eine stabile Umsatzentwicklung (0,0 Prozent, Q2: -1,4 Prozent). Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag bei 559 Mio. Euro und damit um 15,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dieser Anstieg wurde durch die Entwicklung der Absatzpreise zur fortgesetzten Kompensation der weiterhin hohen Preise für direkte Materialien sowie durch Einsparungen aus der Integration der Konsumgütergeschäfte im neuen Unternehmensbereich Consumer Brands und Maßnahmen zur Portfolio-Optimierung gestützt. Die bereinigte Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,4 Prozent.

Umsetzung der Wachstumsagenda konsequent vorangetrieben

Im ersten Halbjahr 2023 hat Henkel die strategischen Prioritäten seiner Agenda für ganzheitliches Wachstum weiter konsequent vorangetrieben und in allen Bereichen gute Fortschritte erzielt.

So wurde die Zusammenführung der vorherigen Bereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in den Unternehmensbereich Consumer Brands im ersten Halbjahr 2023 schneller als geplant vorangetrieben. Dabei hat Henkel weitere Einsparungen erzielt – insgesamt strebt das Unternehmen an, bis Ende 2026 Netto-Einsparungen (vor Reinvestitionen) in Höhe von mindestens 400 Millionen Euro zu realisieren. Zudem hat Henkel sein Portfolio im Unternehmensbereich Consumer Brands weiter fokussiert. Insgesamt wurden seit Ankündigung der Zusammenführung der Konsumentengeschäfte Marken und Aktivitäten mit einem Gesamtumsatz von rund 0,5 Mrd. Euro verkauft oder eingestellt. Gleichzeitig hat Henkel sein Portfolio mit der Akquisition der Laundry & Home Care-Marke Earthwise in Neuseeland gestärkt. Die Integration des Hair Professional-Geschäfts von Shiseido in Asien/Pazifik, das im vergangenen Jahr erworben wurde, verläuft planmäßig, und das Geschäft entwickelt sich gut.

Im Rahmen der zweiten Phase der Integration, die Anfang dieses Jahres gestartet wurde und sich auf die Optimierung der Supply Chain konzentriert, wurden erste Maßnahmen umgesetzt. Das umfasst unter anderem die Konsolidierung des Produktionsnetzwerks für das europäische Haar- und Körperpflegegeschäft. Zudem wurde in ersten Ländern bereits das so genannte 1-1-1-Prinzip eingeführt. Dabei geht es darum, gemäß dem Grundsatz „one face to the customer“ die kommerzielle Integration mit optimierten Logistikprozessen voranzutreiben. Das bedeutet: ein Auftrag, eine Lieferung, eine Rechnung.

Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies hat Henkel im ersten Halbjahr 2023 eine optimierte Organisationsstrukturetabliert. So kann der Unternehmensbereich entlang der drei Geschäftsfelder Mobilität & Elektronik, Verpackungen & Konsumgüter sowie Handwerk, Bau & Gewerbe Größen- und Kompetenzvorteile bei gleichzeitig intensiver Kunden- und Marktnähe noch effizienter nutzen.

Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit setzt Henkel auf starke Innovationen in attraktiven Geschäftsfeldern. Diese haben auch im ersten Halbjahr 2023 in beiden Unternehmensbereichen zum Wachstum beigetragen. Im Bereich Adhesive Technologies verzeichnete Henkel in den ersten sechs Monaten des Jahres beispielsweise mit innovativen Lösungen, die bei der Produktion von Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen, einen organischen Umsatzanstieg von rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Unternehmensbereich Consumer Brands wurde mit der Marke Persil, gestützt durch einen Relaunch in 30 Ländern und die Einführung einer neuen einzigartigen Enzymtechnologie, ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum erreicht.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit wurden weitere Fortschritte gemacht. Auf dem Weg, bis 2030 eine klimapositive CO2-Bilanz für die Produktionsstandorte zu erreichen, hat Henkel im ersten Halbjahr 2023 zum Beispiel zehn weitere Werke auf CO2-neutrale Produktion umgestellt. Zudem hat Henkel wichtige Initiativen im Bereich Digitalisierung weiter vorangetrieben. Hier spielt auch immer stärker der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle.

„Insgesamt sind wir stolz auf die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und auf die guten Fortschritte, die wir bei der Umsetzung unserer strategischen Agenda trotz des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gemacht haben“, sagte Carsten Knobel. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Zukunft für Henkel erfolgreich gestalten werden. Gemeinsam als hochmotiviertes Team, auf der Basis einer starken Unternehmenskultur und mit einer klaren Wachstumsstrategie. Im Adhesive Technologies-Geschäft sind wir weltweit führend und bieten innovative Lösungen mit einem klaren Fokus auf Zukunftstrends wie Mobilität, Vernetzung und Nachhaltigkeit. Und mit dem neuen Unternehmensbereich Consumer Brands haben wir die Voraussetzung für weiteres profitables Wachstum unseres Konsumentengeschäfts gelegt.“

„ElectronicPartner werden“ – Verbundgruppe startet neue Kampagne

Rund 4.700 Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa unterstützt unser Mitgliedsunternehmen ElectronicPartner bereits dabei, erfolgreich zu handeln und stellt dabei stets den Menschen in den Fokus. Um gezielt neue Mitglieder sowie Partnerinnen und Partner zu gewinnen und die Bestehenden bei ihrer Nachfolgesuche zu unterstützen, geht die Verbundgruppe nun mit der Kampagne „Partner werden“ an den Start.

Was gibt einem Fachhandelsunternehmen heute die Sicherheit, auf eine erfolgreiche Zukunft zu blicken und den alltäglichen sowie unvorhergesehenen Herausforderungen standzuhalten? „Wir sagen: Einen starken Partner im Rücken zu haben, der über umfassendes Know-how verfügt und Dienstleistungen bietet, die den Unternehmer oder die Unternehmerin in allen Bereichen des Tagesgeschäfts unterstützen. Und das alles in einer Branche, die so dynamisch und intensiv mit dem täglichen Leben verknüpft ist, wie unsere“, erklärt ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol. Und hier setzt die neue Kampagne an: Ziel ist es, aktiv Menschen für die Verbundgruppe zu gewinnen, die ins Unternehmertum starten oder dieses ausbauen wollen – via Neugründung oder Übernahme eines bereits bestehenden Standortes.

ElectronicPartner bietet seinen Mitgliedern individuelle, bewährte Fachhandelskonzepte, umfassende Branchenerfahrung, ausgefeilte Sortimente, permanente betriebswirtschaftliche Begleitung und Unterstützung bei Themen wie Marketing, IT und Personalsuche. „Unsere Kernkompetenz ist die persönliche Betreuung unserer angeschlossenen Betriebe – egal ob größere oder kleinere Fläche, ländlicher oder städtischer Standort, Neugründung, Nachfolge oder Übernahme“, betont Friedrich Sobol. Mit dem EP:Fachhandel und der Franchise-Fachmarktlinie MEDIMAX bietet ElectronicPartner zwei erfolgreiche Marken-Konzepte. Beide sind langjährig etabliert und gut am Markt positioniert. Mit den Claims „EP: Einfach persönlicher.“ und „MEDIMAX – Mehr Mensch. Mehr Technik.“ betonen sie die enge Beziehung zwischen den Unternehmerpersönlichkeiten und deren Teams als „local Heros“ zu den Kunden.

Um die verschiedenen Wege in die Partnerschaft zu bewerben, haben die Teams aus der Düsseldorfer Zentrale – vom Marketing und Personalbereich über den Vertrieb bis zur PR-Abteilung – umfassende Maßnahmen für unterschiedliche Kommunikationskanäle, Plattformen und Zielgruppen entwickelt. Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist die neue Landingpage „Partner werden“, die sich bewusst auf der Website der Dachmarke, electronicpartner.com, befindet. „Wir gehen aktiv auf Menschen zu, die selbstständig und dennoch auf Augenhöhe mit uns handeln möchten. Kern unserer Kampagne ist daher die Aufforderung ‚Werden Sie ElectronicPartner!‘ – mit EP: oder MEDIMAX“, erläutert Friedrich Sobol. Neben allgemeinen Testimonials dienen Mitglieder beider Vertriebslinien als Botschafterinnen und Botschafter.

Zu den überregionalen Maßnahmen, die rund um die IFA 2023 gestartet sind, zählen Social Media Kampagnen auf LinkedIn und XING sowie Anzeigen auf den Karriere-Portalen von ElectronicPartner, EP:, MEDIMAX, Print-Anzeigen sowie Online-Banner und Advertorials in Branchenmedien. Im Laufe des Herbstes folgen noch SEA-Kampagnen. „Außerdem setzen wir individuelle, lokale Kampagnen um, mit dem Ziel, für konkrete Standorte eine Nachfolge aus der Region zu finden“, ergänzt Friedrich Sobol. „Die nationale und die regionalen Kampagnen ergänzen sich dabei optimal und greifen ineinander. So gehen wir sicher, jeden Menschen anzusprechen, der sich eine Selbstständigkeit in unserer Branche vorstellen kann – mit uns an seiner oder ihrer Seite“, fasst er zusammen.

Unser Mitglied Mercedes-Benz Special Trucks liefert über 100 Zetros Offroad-Lkw an Ukraine

Mercedes-Benz Zetros 3643 6×6 als Sattelzugmaschine (Die Lieferung an die Ukraine umfasst ähnliche Fahrzeuge). Foto: MB Trucks

Mercedes-Benz Special Trucks hat über 100 hochgeländegängige Zetros Offroad-Lkw an das Verteidigungsministerium der Ukraine ausgeliefert. Die Lieferung umfasst verschiedene Fahrzeugvarianten für militärische Unterstützungs- und Logistikaufgaben. Die ukrainischen Streitkräfte wollen mit den robusten Lkw ihre operationelle Einsatzfähigkeit zur Versorgung und Verteidigung ausbauen. Zudem bietet Mercedes-Benz Special Trucks dem ukrainischen Verteidigungsministerium umfangreiche Services rund um die Fahrzeuge. Bereits vor der Auslieferung der Zetros absolvierten die Fahrer Schulungen und Trainingseinsätze mit den neuen Haubenfahrzeugen. Die Mittel für die Beschaffung entstammen der Ertüchtigungsinitiative der deutschen Bundesregierung, die gemeinsam vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium der Verteidigung verantwortet und umgesetzt wird.

Das ukrainische Innenministerium setzt bereits seit mehreren Monaten Mercedes-Benz Zetros aus früheren Lieferungen für vielfältige Aufgaben in der Katastrophenhilfe ein. Die Helfer vor Ort setzen die Lkw zur Versorgung der Bevölkerung in schwierig zu erreichenden Gebieten ein, räumen damit Straßen frei und transportieren Trümmer ab. Wo es die Lage zulässt, unterstützen die Fahrzeuge auch den Wiederaufbau.

Bedarfsgerechte Ausstattung für logistische Spezialaufgaben in der Ukraine

Die neuen Fahrzeuge für die Ukraine haben überwiegend permanenten Allradantrieb und sind für unterschiedliche Transportaufgaben ausgerüstet. Das jeweils zulässige Gesamtgewicht variiert zwischen 16,5 und 40 Tonnen. Die hochgeländegängigen Lkw verfügen über den Reihensechszylinder-Dieselmotor OM 460, je nach Fahrzeug mit 265 bis zu 350 kW (360 bis zu 476 PS). Aus 12,8 Litern Hubraum steht ein maximales Drehmoment von bis zu 2.300 Nm zur Verfügung. Die unabhängig vom Fahrerhaus zu öffnende Haube bietet Zugang für Wartungs- und Reparaturarbeiten im Motorraum. Damit bleibt das Fahrerhaus als Schutzraum und für die Nutzung von Kommunikationstechnik erhalten.

Die Technologie des Mercedes-Benz Zetros im Überblick

Der Geländespezialist Mercedes-Benz Zetros ist für den harten Einsatz konzipiert. Aufgeweichte Böden, Walddurchfahrten und steiles Gelände – der Zetros macht mit seinen Motoreigenschaften, 16-Gang-Getriebe und zweistufigen Verteilergetriebe die Fortbewegung auch dort oft möglich, wo sonst Umwege in Kauf zu nehmen wären. Bei Transportaufgaben mit hoher Nutzlast profitieren die Fahrer im unwegsamen Gelände von den großen Böschungs- und Rampenwinkeln und von der Watfähigkeit. Die zuschaltbaren Längs- und Querdifferentialsperren ermöglichen den Vortrieb in der Regel auch dann, wenn einzelne Räder Traktion verlieren. Die Sitzposition hinter der Vorderachse sorgt für ein verhältnismäßig ruhiges Fahrgefühl und eine gute Fahrzeugbeherrschung auch bei hohen Geschwindigkeiten und schlechten Fahrbahnverhältnissen.

Mercedes-Benz Zetros für die Katastrophenhilfe in der Ukraine. Foto: MB Trucks

Erfolgreiche Azubitage: 11 Tage, 5 Standorte und 600 Auszubildende

Ein Programmpunkt unserer erfolgreichen Azubitage waren die vielfältigen Vorträge, die den Auszubildenden beispielsweise Einblicke in ihre Rechte und Pflichten boten. Diese Informationen sind von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die jungen Talente gut informiert sind und ihre Verantwortlichkeiten verstehen. Darüber hinaus gab es Workshops und Gruppenarbeit, bei denen die Auszubildenden das Gelernte in die Praxis umsetzen konnten. Diese praktischen Übungen halfen ihnen dabei, wertvolle Fähigkeiten zu entwickeln, die während ihrer Ausbildung von großer Bedeutung sein werden. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Die Azubitage der Arbeitgeberverbände, eine wirksame Initiative zur Förderung unserer zukünftigen Fachkräfte, fanden in diesem Jahr erneut statt und waren ein großer Erfolg. In einem Zeitraum von 11 Tagen, verteilt auf 5 Standorte, konnten wir insgesamt 600 Auszubildende willkommen heißen und unterstützen.

Die Azubitage begannen mit einer herzlichen Begrüßung der neuen Auszubildenden unserer Mitgliedsunternehmen. Dies war eine Gelegenheit, den Start ihrer beruflichen Laufbahn gebührend zu feiern und sie in die Arbeitswelt zu integrieren.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung waren die vielfältigen Vorträge, die den Auszubildenden beispielsweise Einblicke in ihre Rechte und Pflichten boten. Diese Informationen sind von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die jungen Talente gut informiert sind und ihre Verantwortlichkeiten verstehen.

Darüber hinaus gab es Workshops und Gruppenarbeit, bei denen die Auszubildenden das Gelernte in die Praxis umsetzen konnten. Diese praktischen Übungen halfen ihnen dabei, wertvolle Fähigkeiten zu entwickeln, die während ihrer Ausbildung von großer Bedeutung sein werden.

Wir freuen uns besonders, dass wir während der Azubitage Lisa Marie Schelig und Christina Opelt als unsere „Fachfrauen“ begrüßen durften. Ihre Teilnahme und ihr Fachwissen haben dazu beigetragen, den Auszubildenden wichtige Einblicke und Ratschläge zu bieten.

Die Azubitage sind nicht nur eine Gelegenheit, die Auszubildenden zu fördern, sondern stärken auch die Beziehung zwischen den Mitgliedsunternehmen und uns, den Arbeitgeberverbänden vor Ort. Wir freuen uns immer sehr, unseren Beitrag zur Ausbildung der nächsten Generation von Fachkräften zu leisten und sind gespannt auf weitere erfolgreiche Veranstaltungen in der Zukunft.

Preise für kleine Wohnungen weiter gestiegen

Veränderung des Kauf- bzw. Mietpreises für eine Einraumwohnung in den 70 untersuchten deutschen Großstädten gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Kleine Wohnungen in den deutschen Großstädten bleiben gefragt – vor allem die Kaufpreise für Wohnungen mit maximal 1,5 Zimmern sind auch 2022 deutlich gestiegen. Regional haben sich Mieten und Kaufpreise im sogenannten Compact-Living-Segment allerdings ganz unterschiedlich entwickelt.

Die gestiegenen Zinsen, Material- und Fachkräfteengpässe und die Unsicherheit bezüglich künftiger Bau- und Sanierungsvorschriften haben die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt zuletzt gedrückt. Auf dem ganzen Immobilienmarkt? Nein, denn kompakte Wohnungen mit höchstens eineinhalb Zimmern – Immobilienexperten sprechen vom Compact-Living-Segment – sind als Miet-, vor allem aber als Kaufobjekt in den deutschen Städten nach wie vor begehrt. Dies zeigt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft für die Cube Real Estate GmbH. Im Fokus standen dabei die Immobilienangebote in 70 Großstädten ab 100.000 Einwohner – inklusive der drei Regionalverbände Aachen, Hannover und Saarbrücken. Das Ergebnis (Grafik):

An den 70 Großstadtstandorten sind die Mieten für 1- und 1,5-Zimmerwohnungen im Jahr 2022 im Schnitt um 3,7 Prozent, die Kaufpreise um 7,9 Prozent gestiegen. Für neu gebaute kleine Wohnungen mussten Käufer sogar 12,6 Prozent mehr aufbringen als 2021.

Dass kleine Wohnungen vor allem als Kaufobjekte trotz Zinserhöhungen nach wie vor so gefragt sind, mag auf den ersten Blick überraschen, hat aber nachvollziehbare Gründe. So bewegt sich die Zahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland seit Jahren auf einem hohen Niveau – 2022 betrug ihr Anteil an allen 40,9 Millionen Haushalten rund 41 Prozent. In Zukunft dürfte ihr Anteil noch zulegen – zum einen, weil die Zahl älterer Alleinlebender aufgrund der demografischen Entwicklung steigt, zum anderen aufgrund des politisch gewollten Zuzugs ausländischer Fachkräfte. Sie kommen oft zunächst allein nach Deutschland und lassen sich in den großen Städten nieder – wo das Angebot an Wohnungen mit bis zu 1,5 Räumen am größten ist.

An den 70 Großstadtstandorten sind die Mieten für 1- und 1,5-Zimmerwohnungen im Jahr 2022 im Schnitt um 3,7 Prozent, die Kaufpreise um 7,9 Prozent gestiegen.

Nicht zuletzt dürfte auch der starke Anstieg der Energiepreise das Compact-Living-Segment begünstigen. Zwar legten die Heizkosten für diese Wohnungen von Januar 2022 bis Januar 2023 mit durchschnittlich 44 Prozent ähnlich stark zu wie die warmen Nebenkosten für größere Wohnungen. In Euro und Cent gerechnet unterschieden sich die Mehrkosten aber deutlich:

Wer in einer Wohnung mit maximal 1,5 Zimmern lebt, musste für den Zeitraum von Januar 2022 bis Januar 2023 im Schnitt 268 Euro mehr für Heizung und Warmwasser zahlen als im Jahr zuvor – in einer typischen Zweiraumwohnung wurden gut 357 Euro zusätzlich fällig, bei vier Zimmern sogar 466 Euro.

Unabhängig von den genannten Einflussfaktoren hat sich der Markt für Compact Living in den einzelnen Städten unterschiedlich entwickelt. Dies lässt sich sowohl an den Mieten als auch an den Kaufpreisen ablesen:

Mieten. Am stärksten haben die Mieten für 1- und 1,5-Zimmerwohnungen im vergangenen Jahr in und um die deutsche Hauptstadt zugelegt (Grafik):

In Berlin stiegen die Mietpreise im Compact-Living-Segment 2022 im Schnitt um 9,1 Prozent, in Potsdam um 7,8 Prozent.

Auch in Lübeck, Münster und Leipzig wurden die Kaltmieten mit etwa 7 Prozent überdurchschnittlich stark angehoben. Dagegen blieben die Anpassungen in Ingolstadt, Heilbronn, Fürth, Wolfsburg und Dresden unter der 2-Prozent-Marke.

Kein klares Muster

Auffällig ist, dass der prozentuale Anstieg keinen eindeutigen Zusammenhang zur Höhe der Mieten zeigt. So liegt Berlin mit einer Medianmiete für 1- und 1,5-Zimmerwohnungen von rund 13 Euro pro Quadratmeter auf Rang 15 der 70 verglichenen Städte, Potsdam findet sich dagegen etwa im Mittelfeld. Von den Städten mit geringer Mietanpassung hat Ingolstadt mit einem Median von knapp 14 Euro ein eher hohes, Dresden mit rund 8 Euro ein recht niedriges Mietniveau.

Anders gewendet: In München – mit einer Medianmiete von 22 Euro je Quadratmeter und Spitzenmieten von bis zu 32 Euro im Compact-Living-Segment die teuerste Wohnstadt Deutschlands – stiegen die Mieten 2022 mit gut 5 Prozent ungefähr in gleichem Maße wie im nordrhein-westfälischen Hagen, das mit rund 7 Euro die viertniedrigste Medianmiete aufwies.

In drei weiteren Städten mit den höchsten Compact-Living-Mieten – Frankfurt am Main, Stuttgart und Freiburg – lag der Mietpreisanstieg im vergangenen Jahr mit höchstens 3,3 Prozent sogar unter dem bundesweiten Schnitt von 3,7 Prozent.

Kaufpreise. Hier ist in den Großstädten ebenfalls kein allgemeiner Trend in Abhängigkeit vom bisherigen Preisniveau zu erkennen. Allerdings ließen sich aufgrund der geringeren Zahl der Immobilienangebote nur 43 Großstädte vergleichen. Außerdem sind die Daten mit Vorsicht zu interpretieren, weil vor allem in kleineren Städten aufgrund des geringeren Marktvolumens die Preise stark schwanken. Das gilt auch für den Spitzenreiter im Ranking der Preissteigerungen:

Im bisher mittelpreisigen Lübeck verteuerten sich Compact-Living-Immobilien 2022 um nahezu 20 Prozent.

Kräftig angezogen haben die Preise für kompakte Wohnungen ebenfalls in Leipzig, Duisburg und Mönchengladbach – wo das Preisniveau im Städtevergleich bislang jeweils recht niedrig war –, aber auch in Berlin, der viertteuersten Stadt.

Vergleichsweise wenig verteuert haben sich kleine Wohneinheiten beispielsweise sowohl im recht hochpreisigen Stuttgart als auch in der günstigsten aller verglichenen Städte, in Chemnitz. In Karlsruhe, einer Stadt im mittleren Compact-Living-Preissegment, wurden Einraumwohnungen im vergangenen Jahr sogar um 2 Prozent günstiger.

Durchschnittliche Veränderung der Miet- beziehungsweise Kaufpreise für Einraumwohnungen in den Städten mit dem höchsten/niedrigsten Anstieg im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Quelle: IW Köln

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