Caravan Salon mit 254.000 Besuchern erfolgreich beendet – ein Blickfang war wieder einmal der in Düsseldorf gebaute Mercedes-Benz Sprinter

Foto: Messe Düsseldorf

Der CARAVAN SALON 2023, der am Sonntag nach zehn Tagen Messelaufzeit zu Ende ging, zeigte, dass die Urlaubsform Caravaning immer mehr Menschen begeistert und die Community stetig wächst. Auf dem Messegelände herrschten eine hervorragende Atmosphäre, intensiver Dialog und Informationsaustausch. Hersteller und Händler berichteten von vielversprechenden Kundengesprächen und zahlreichen Verkaufsabschlüssen. „Mit 254.000 Besucherinnen und Besuchern aus 65 Ländern setzte der CARAVAN SALON 2023 ein sehr positives Statement. Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir mehr als erfreut, dass wir so ein erfolgreiches Ergebnis erzielen konnten. Fachbesucher von allen Kontinenten und Endverbraucher aus ganz Europa reisten nach Düsseldorf und sorgten damit für das besondere, internationale Flair des CARAVAN SALON“, sagt Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Stefan Koschke, Director CARAVAN SALON, ergänzt: „Unser attraktives, vielseitiges und in dieser Form einzigartiges Rahmenprogramm hat die Besucher voll überzeugt. Sowohl die „StarterWelt“ als auch das Trendthema „Abenteuer Selbstausbau“ sind zentrale Informations-Hotspots auf dem CARAVAN SALON. Die Bühne Travel & Nature CONNECTED hat mit ihrem bunten Programm rund um Caravaning-Destinationen in der ganzen Welt sowie Beratungen zum Thema Wandern und Outdoor-Aktivitäten eine große Fangemeinde in der Halle 3.“

Auch Mercedes-Benz präsentierte sich auf der Leitmesse für Reise und Camping. Dort stellte das Unternehmen aus Rath in Halle 16 ein breitgefächertes Produkt-Portfolio für die Erfüllung größerer bis kleinerer Vanlife-Träume – von Reisemobilaus- und -umbauten der Firmen Hymer, Wochner, Adria und Kabe auf Basis des ikonischen Large Vans Mercedes-Benz Sprinter bis hin zur „hauseignen“ Marco Polo Familie vor. Diese umfasst das flexibel ein- und ausbaubare Marco Polo Modul, welches u.a. die T-Klasse im Handumdrehen in einen Micro-Camper verwandelt, sowie den neuen, kürzlich vorgestellten Campingbus, die V-Klasse Marco Polo. Letztere feierte in Düsseldorf ihre Messepremiere.

Blickfang war wieder einmal der in Düsseldorf gebaute Mercedes-Benz Sprinter, eine Ikone unter den Vans. Auf dem Mercedes-Messestand in Halle 16 standen gleich vier von ihnen – der Kastenwagen Summiteer 6.0 von Wochner, die teilintegrierten Reisemobile ML-T 580 von Hymer sowie Coral Supreme MB 650 SL von Adria und der Vollintegrierte Travel Master Imperial 860 LQB von Kabe, bei dem es sich um einen Dreiachser handelt.

Über 750 Aussteller aus 37 Ländern zeigten auf dem CARAVAN SALON ihre Innovationen und aktuellen Modelle in 16 Messehallen sowie dem Freigelände. Auf über 250.000 Quadratmetern waren Freizeit-Fahrzeuge jeder Größe und Preisklasse, Mobilheime, Vor- und Dachzelte zu besichtigen. Zubehör, technisches Equipment und Ausbauteile waren der Renner bei der gesamten Caravaning-Gemeinde. Darüber hinaus konnten die Besucherinnen und Besucher an den Ständen der Camping- und Reisemobilstellplätze sowie bei den Destinationen ihren nächsten Ausflug oder Urlaub individuell planen.

Der neugewählte Präsident des Caravaning Industrie Verbandes, Bernd Löher, zog ein sehr positives Fazit für die 62. Ausgabe des CARAVAN SALON: „Viele Besucher, eine sehr gute Stimmung und unübertroffene Produktvielfalt. So kennt und schätzt man den CARAVAN SALON in Düsseldorf. Als Caravaningbranche dürfen wir uns sehr glücklich schätzen, denn angesichts der angespannten Wirtschaftslage ist ein solch gutes Messeergebnis keine Selbstverständlichkeit und ein äußerst positiver Impuls für die Caravaning-Industrie. Damit untermauert der CARAVAN SALON einmal mehr seine Bedeutung als Leitmesse und Leuchtturm unserer Branche. Ein besonderes Lob möchte ich allen Ausstellern aussprechen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen wieder neue Maßstäbe in Sachen Qualität und Vielfalt der Produkte gesetzt haben. Die Menge an Neuheiten bei Fahrzeugen, Zubehör und Dienstleistungen ist und bleibt das Markenzeichen des CARAVAN SALON. Allerdings darf man nicht vergessen, dass längst nicht mehr nur die Produkte, sondern alle Aspekte der Caravaningbranche in Düsseldorf eine große Bühne bekommen. Daher bin ich sehr stolz darauf, dass wir dieses Jahr erneut viele wichtige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Düsseldorf begrüßen konnten. Wenn hohe politische Würdenträger wie Ministerin Mona Neubaur oder Minister Oliver Krischer unserer Messe einen Besuch abstatten, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Caravaning als Tourismus- und Wirtschafsfaktor die verdiente Aufmerksamkeit bekommt. Der CIVD ist aber noch lange nicht am Ende seiner Arbeit angekommen und der neugewählte Vorstand wird sich weiter dafür einsetzen, dass das wirtschaftliche und touristische Potenzial unserer Urlaubsform noch mehr gefördert wird.“

Große Zufriedenheit gab es mehrheitlich auch bei den Ausstellern des CARAVAN SALON:

„Der CARAVAN SALON bietet Knaus Tabbert ideale Rahmenbedingungen, sich den vielen Besucherinnen und Besuchern zu präsentieren. Das Interesse an unseren Fahrzeugen und die Besucherfrequenz in unseren Hallen war erfreulich hoch. Gleichzeitig erleben wir nach den überhitzten Pandemie-Zeiten nun wieder eine Angebotsvielfalt und damit auch eine gewisse Normalisierung des Marktes, dies spiegeln auch die stabilen Verkaufszahlen auf hohem Niveau wider“, bilanziert Gerd Adamietzki, Geschäftsführer Vertrieb (Chief Sales Officer) bei Knaus Tabbert.

„Der CARAVAN SALON in Düsseldorf markiert für Hobby den Start in das neue Modelljahr und ist gleichzeitig ein wichtiges Stimmungsbarometer für die gesamte Caravaning-Branche. Wir freuen uns, dass unsere Erwartungen weit übertroffen wurden und wir mit unseren Handelspartnern auf eine sehr erfolgreiche Messezeit zurückblicken dürfen“, so Holger Schulz, Vertriebs-Geschäftsführer von Hobby. „In diesem Jahr haben wir unser komplettes Wohnwagenportfolio überarbeitet und erstmals in Düsseldorf präsentiert. Das Interesse an Wohnwagen und Reisemobilen von Hobby ist weiter ungebrochen und wir freuen uns sehr auf diese neue Saison. Ein besonderes Dankeschön geht an die Messe Düsseldorf, die mit einer nahezu perfekten Organisation und einer sehr guten Öffentlichkeitsarbeit maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat.“

Dr. Holger Siebert, Geschäftsführer der Eura Mobil GmbH und der Trigano Deutschland KG: „Der diesjährige CARAVAN SALON war gekennzeichnet von besserer Lieferfähigkeit der Reisemobil-Hersteller. Musste man im letzten Jahr noch 1 bis 2 Jahre auf sein neues Traummobil warten, so liegen die Zeiten heute bei 3 bis 12 Monaten. Dass sich – ähnlich wie beim Hausbau – die Herstellkosten und damit auch die Preise von Reisemobilen deutlich erhöht haben, hat das Interesse an der mobilen Freizeit kaum beeinträchtigt. Die Kunden sind interessiert und wollen neue Mobile kaufen. Bei einigen unserer Marken wie Eura Mobil, Challenger oder Benimar konnten wir die guten Vorjahresverkäufe trotz Preis- und Zinserhöhung sogar noch steigern. Nicht zuletzt das komplette, marktabdeckende Angebot und die professionelle Atmosphäre auf dem CARAVAN SALON gibt den Kunden Vertrauen und Sicherheit, ihr Geld richtig angelegt zu haben.“

„Für ihre Marken Hymer und Eriba blickt die Hymer GmbH & Co. KG auf eine besucherstarke Messewoche und gute Stimmung auf dem CARAVAN SALON 2023 zurück. Das Interesse an der Reiseform ist ungebrochen groß. Stabile Preise und eine deutlich bessere Lieferfähigkeit im Vergleich zum Vorjahr wirken sich zudem positiv aus. In vielen persönlichen Gesprächen stellen wir fest, dass die Besucherinnen und Besucher verstärkt Wert auf Qualität legen, besonders im Hinblick auf Design, Funktionalität und Ausstattung der Fahrzeuge. Unsere Messe-Botschaft „More Style. Less Limits.“ bringt diese Erwartung auf den Punkt und das Interesse an unseren Neuheiten verdeutlicht, dass unsere Premiumstrategie die Erwartungen anspruchsvoller Camper exakt erfüllt. Der CARAVAN SALON, als eine der weltweit größten Messen für mobiles Reisen, ist für uns immer noch ein wichtiges Format, bei dem wir mit Händlern, Partnern, Kundinnen und Kunden sowie Interessierten zusammenkommen und uns austauschen können“, sagt Christian Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung Hymer GmbH & Co. KG.

Bernd Wuschack, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Kundendienst der Carthago Gruppe: „Aufgrund der weiterhin sehr angespannten Liefer- und Preissituation hatten wir in diesem Jahr gemischte Erfolgserwartungen. Umso mehr waren wir mit dem tatsächlichen Ergebnis des CARAVAN SALON zufrieden. Die Aufmerksamkeit für die Urlaubsform Caravaning ist nach wie vor sehr hoch, was sich in den steigenden Besucherzahlen und den zahlreichen positiven Gesprächen an unseren Ständen widergespiegelt hat. Zusammenfassend war die Messe für uns durch eine hohe Qualität und eine angenehme Atmosphäre gekennzeichnet. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Kooperation und die Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf wie schon die Jahre zuvor hervorragend funktioniert. Das Highlight für unsere Handelspartner und uns war der gemeinsame Messeabend am Stand mit unserem Ehrengast Johann Lafer.“

„Nach einer durchwachsenen Messe im vergangenen Jahr sind wir mit nicht allzu großen Erwartungen nach Düsseldorf gereist und wurden sehr positiv überrascht. Die Kunden zeigen großes Interesse an unserer gesamten Modellpalette, sind kaufwillig, auch sehr gut vorinformiert und haben konkret Modelle bzw. Modellbaureihen im Fokus, bevor sie zu uns an den Stand kommen! Im Besonderen unsere Plus Modelle auf Citroen und Mercedes sind sehr beliebt und die Highlights der Messe. Ebenso überraschte uns das große Kaufinteresse an den 6,40m Modellen. Alles in allem ein erfolgreicher CARAVAN SALON“, bilanziert Robert Hein, Leiter Marketing, Presse und Produktentwicklung der Pössl Group.

Eva Karlsson, Präsidentin EMEA Segment, Dometic: „Der CARAVAN SALON ist eine sehr wichtige Plattform für uns. Die Veranstaltung bietet für Dometic in vielerlei Hinsicht eine bedeutende Gelegenheit. Diese Messe gibt uns die Möglichkeit, unsere technischen Produkte unter realen Anwendungsbedingungen anschaulich zu präsentieren, dies schätzen unsere Kunden – sowohl der Fachhandel als auch die Verbraucher – sehr. Ein anderer Aspekt ist, dass die Veranstaltung eine Möglichkeit darstellt, unsere Kunden live zu treffen. Als Weltkonzern in der Industrie hilft uns das breitgefächerte Publikum des CARAVAN SALON, um mit unserem multinationalen Kundenstamm zu interagieren. In Düsseldorf durften wir unsere Kunden aus aller Welt willkommen heißen.“

Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbands (DWV): „Der CARAVAN SALON hat uns in diesem Jahr gezeigt, dass mehr kombinierte Angebote nach Caravaning und Camping mit Outdoorangeboten mit Wandern und Radfahren nachgefragt wurden. Da haben wir mit unserer Qualitätsinitiative „Wanderbares Deutschland“ natürlich viel zu bieten, doch wünschenswert wäre, dass ein Vielfaches von Destinationen sich anschließen. Mit den zwei gut nachgefragten Fachveranstaltungen des Deutschen Wanderbandes zusammen mit seinen Partnern haben wir gemerkt, dass der CARAVAN SALON eine gute Plattform für fachlichen Austausch bietet und Branchentrends sichtbar macht. Der Deutsche Wanderverband freut sich dabei sehr, dass seine Kompetenz für Nachhaltigkeit, Wege und Wandern mit seinem 140jährigen Jubiläum von der Messe wertgeschätzt wird, vielen Dank.“

„Der CARAVAN SALON wandelt sich immer mehr zu einer wichtigen Reisemesse, auf der weit mehr als Caravans und andere Fahrzeuge gesucht werden. Das hat sich an unserem Stand deutlich gezeigt: Gefragt waren vor allem Tipps fürs Wandern und für Städtetrips – beides Themen, bei denen NRW für alle Reisenden perfekt aufgestellt ist“, freut sich Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin von Tourismus NRW. Unter dem Motto „Draußenglück in NRW“ präsentierten auf dem NRW-Landesgemeinschaftsstand elf Aussteller das Camping- und Caravaning-Land Nordrhein-Westfalen. Mit dabei waren neun Tourismusregionen, Tourismus.NRW und der Campingverband NRW.

Michael Krämer, Geschäftsführer der CAMPWERK GmbH: „Inmitten eines herausfordernden Jahres, das durch zahlreiche Unsicherheiten und ungünstige Wetterbedingungen charakterisiert war, ist es eine besondere Freude zu erleben, wie verlässlich der CARAVAN SALON als Ankerpunkt der Branche fungiert. Die beeindruckend besucherstarke Resonanz der Veranstaltung hat deutlich gemacht: Die Begeisterung für das Camping-Abenteuer bleibt, trotz aller Widrigkeiten, beständig hoch. Besonders ermutigend war das spürbar gesteigerte Interesse auch an Wochentagen, die in der Vergangenheit eher weniger Zulauf erfahren haben. Dieses hohe Aufkommen ist ein äußerst positives Signal, nicht nur für CAMPWERK, sondern für die gesamte Campingbranche. Es unterstreicht unsere Zuversicht in eine vielversprechende Zukunft. Insgesamt sind wir überaus zufrieden mit den Ergebnissen des diesjährigen CARAVAN SALON und blicken mit großer Vorfreude aufs nächste Jahr.“

Der CARAVAN SALON 2024 findet von Freitag, 30. August, bis Sonntag, 8. September 2024 statt.

Mercedes-Benz Sprinter, ideale Basis für Reisemobile, präsentierte sich erfolgreich auf dem Mercedes-Benz-Stand. Foto: MB

Rheinmetall und WilNor Governmental Services begründen Partnerschaft zur Munitionsaltlastenentsorgung in deutschen Gewässern

Armin Papperger (rechts im Bild), Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. Archiv-Foto und Text: mit Material der Rheinmetall AG

Rheinmetall und WilNor Governmental Services werden mit erfahrenen norwegischen und deutschen Firmen zusammenarbeiten, um Munitionsaltlasten aus deutschen Gewässern zu entfernen. Bei der anstehenden Ausschreibung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) zum Sofortprogramm „Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee“ werden beide Partner sich mit ihrer Kombination aus maritimer und technischer Expertise einbringen.

Wie in einem vor kurzem veröffentlichten Statement der German Naval Yards in Kiel angekündigt, bringt Rheinmetall kompetente Partner zusammen, um die anstehende Ausschreibung des BMVU zu beantworten. In diese Partnerschaft fließen Erfahrung und Infrastruktur von Rheinmetall, WilNor Governmental Services und einer umfassenden Gruppe von Firmen ein. Diese Kooperation führt hohe Erfahrung und überzeugende Technologien zusammen, um Munitionsaltlasten sicher und verantwortungsvoll aus dem Meer zu entsorgen.

Rheinmetall verfügt über eine umfassende und langjährige Expertise in der Munitionsentsorgung. Bereits in der Vergangenheit hat der Düsseldorfer Technologiekonzern Konzepte und Anlagen zur Munitionsentsorgung geplant und umgesetzt.

WilNor Governmental Services, eine Tochterfirma der Wilhelmsen Gruppe, steuert das logistische und maritime Element bei. Die Wilhelmsen Gruppe aus Norwegen bildet das weltweit größte maritime Netzwerk mit Firmen-Aktivitäten in den Bereichen Logistik-Lösungen für die Offshore Industrie, See-Transporte, Offshore-basierte neue Energie, Schiffsmanagement sowie komplexe logistische Lösungen für Operationen unter schwierigen Umweltbedingungen.

Die Partner planen, gemeinsam eine innovative Plattform zur Munitionsentsorgung auf See zu entwickeln und zu betreiben. Kontaminierte Gebiete werden durch Munitionsentsorgung direkt offshore auf der Plattform in einem sicheren Verfahren gesäubert, und so die Gefahren für Unterwasserwelt und ihre Bewohner minimiert.

Zukunftspläne auf den Ozeanen

Pläne für zukünftige Offshore-Windparks in den gleichen Gewässern verlangen nach einem sicheren Meeresboden. Um dies zu ermöglichen, ist zunächst ein verantwortungsvolles und sicheres Entfernen mehrerer Millionen Tonnen von Munitionsaltlasten erforderlich.

“Wir wollen für eine sauberere und gesündere Meeresumwelt sorgen. Dabei ist es uns wichtig, dass wir die Kampfmittel sorgfältig bergen und sie direkt an Ort und Stelle unschädlich machen. So vermeiden wir Risiken aus Transporten der Munition. Mit unserem Ansatz schützen wir die Unterwasserwelt und ihre Bewohner bestmöglich und beugen künftigen Gefahren vor“, so Dr. Deniz Akitürk, Geschäftsführer der Rheinmetall Project Solutions GmbH. „Die Zeit drängt, denn der Zustand der Munition verschlechtert sich. Auswirkungen auf die Umwelt werden bereits sichtbar.”

Der Firmenverbund steht bereit, um eine zuverlässige Prozesskette zur Beseitigung von Munitionsaltlasten schnell umzusetzen und mit der Detektion und Vorbereitung von Klassifizierung und Konfektionierung im Frühjahr 2024 zu beginnen. Sobald alle Vorbereitungen und notwendigen regulatorischen Prozesse abgeschlossen sind, ist der Firmenverbund bereit, die innovative offshore Plattform zu bauen.

Die beteiligten Firmen sind in der Lage, von einer Pilotanlage auf eine vollindustrialisierte Wertschöpfungskette zu expandieren. Ebenso kann der Firmenverbund mehrere Plattformen in diversen Operationsgebieten simultan betreiben.

Frauennetzwerk bei Konecranes in Benrath fördert Vielfalt und strategische Themen

Unser Mitgliedsunternehmen Konecranes in Benrath setzt einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichberechtigung und Vielfalt, indem es kurz vor der Corona-Pandemie  ein internes Frauennetzwerk gründete. Ziel dieses Netzwerks ist es, den Frauenanteil im Unternehmen kontinuierlich zu erhöhen und gleichzeitig relevante strategische Themen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zu bearbeiten. Dadurch soll eine facettenreiche Arbeitsumgebung geschaffen werden, die die Diversität im Betrieb fördert. Das Netzwerk plant die Organisation regelmäßiger Vernetzungstreffen, Workshops und Trainings.

Die Einführung dieses Frauennetzwerks bei Konecranes ist ein bedeutsamer Schritt hin zu einem inklusiveren und vielfältigeren Arbeitsumfeld. Durch die gezielte Erhöhung des Frauenanteils sollen qualifizierte Frauen ermutigt werden, sich verstärkt im Unternehmen zu engagieren und ihre berufliche Entwicklung voranzutreiben. Das Netzwerk bietet eine Plattform, auf der Frauen ihre Erfahrungen austauschen, unterstützen und voneinander lernen können.

Neben der Förderung des Frauenanteils hat das Frauennetzwerk bei Konecranes auch die strategische Aufbereitung und Diskussion relevanter Themen im Fokus. Die enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat ermöglicht einen konstruktiven Dialog über Belange, die für das Unternehmen und seine Mitarbeiterinnen von Bedeutung sind. Dies schafft die Grundlage für eine langfristige positive Veränderung und Innovation im Unternehmen.

Die regelmäßigen Vernetzungstreffen, Workshops und Trainings des Frauennetzwerks bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, sich weiterzubilden, Fähigkeiten zu entwickeln und sich in einem unterstützenden Umfeld auszutauschen. Mit der Einführung dieses Frauennetzwerks setzt Konecranes ein klares Zeichen für die Förderung von Gleichberechtigung, Diversität und beruflicher Entwicklung. Das Unternehmen zeigt damit sein Engagement für eine inklusive Kultur, in der jede Mitarbeiterin die Möglichkeit hat, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Flexibilität, steile Lernkurve, Purpose und Community: Wie Startups und Corporates die Zukunft der Arbeit gestalten und was sie voneinander lernen können

Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem massiven Transformationsprozess: Technologische Entwicklungen, demografische Umbrüche und nicht zuletzt die Corona-Pandemie sind nur einige Schlagwörter, an denen sich die Bedeutung dieser Transformation verdeutlicht. In der Studie „The Next Frontier: Exploring the Evolution of Work in Startups and Corporates“ gehen der Startup-Verband und das Beratungsunternehmen Accenture diesen Veränderungen auf den Grund und richten den Blick auf das deutsche Innovationsökosystem.

Zentrale Ergebnisse auf einen Blick:

  • Anziehungskraft auf junge Talente: Startup-Mitarbeitende sind im Schnitt deutlich jünger als Erwerbstätige in Deutschland und 86 % haben einen akademischen Abschluss.
  • Hohe Arbeitszufriedenheit: Mit 32 % sind Beschäftigte in Startups häufiger sehr zufrieden mit ihrer Arbeit als Erwerbstätige in etablierten Unternehmen.
  • New Work Fokus: Das Thema Flexibilität (86 %) steht als Motivationsfaktor im Zentrum und ist deutlich wichtiger als Einkommen (65 %) und Sicherheit (41 %).

Startups ziehen junge Talente an – Corporates forcieren Zusammenarbeit mit der Szene   

Startup-Mitarbeitende sind mit durchschnittlich 32 Jahren wesentlich jünger als die Erwerbstätigen in Deutschland insgesamt, mit im Mittel 43 Jahren. Charakteristisch ist zudem der mit 86 % enorm hohe Anteil an Beschäftigten mit akademischem Abschluss – unter Erwerbstätigen insgesamt sind es nur 24 %. Etablierte Unternehmen haben diese Anziehungskraft für junge Talente erkannt und sehen hier zunehmend die strategische Bedeutung sogenannter Innovation Ecosystem Units, die eng mit Startups zusammenarbeiten.

Flexibilität, steile Lernkurve und Purpose – so motiviert New Work  

Die Anziehungskraft von Startups für junge Talente spiegelt sich auch in der Arbeitszufriedenheit wider: 32 % sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden, gegenüber 22 % in der etablierten Wirtschaft. Im Startup-Bereich wirken vor allem New Work-Aspekte als Motivationsfaktoren: Flexibilität, persönliche Entwicklung und Purpose. Für 84 % der Startup-Beschäftigten ist es wichtig, kontinuierlich Neues zu lernen und 83 % wollen die Relevanz ihrer Arbeit sehen. Die sonst dominierenden Faktoren Einkommen (65 %) und Sicherheit (41 %) spielen im Vergleich eine untergeordnete Rolle. Corporate Innovation Ecosystem Units machen sich viele dieser New Work-Aspekte zu eigen. Ganz zentral für den Arbeitsalltag ist hier die Vernetzung und Zusammenarbeit jenseits des eigenen Unternehmens.

New Work ist zentrale Unternehmensstrategie – Gemeinschaftsgefühl bildet Basis  

Startup-Gründer*innen sind sich der Interessen und Motive ihrer Beschäftigten bewusst: Gefragt nach der strategischen Relevanz im „War for Talents“, halten 73 % New Work für entscheidend, während nur 45 % das Einkommen als maßgeblich einstufen. Wichtigste Grundlage der Arbeitskultur in Startups ist dabei das Gemeinschaftsgefühl: 68 % der Beschäftigten beschreiben die Unternehmensstruktur als nicht oder kaum hierarchisch und 84 % geben an, die Namen aller Kolleg*innen zu kennen. Innovation Ecosystem Units nutzen die Zusammenarbeit mit Startups gezielt, um mit Blick auf New Work ihre Arbeitskultur zu erneuern. Beim Thema Gemeinschaft bilden sich hier aufgrund der großen Zahl an Mitarbeitenden eine Vielzahl an „Micro-Communities“ – entlang von Projekten, Interessen oder Arbeitsorten.

Wachstum stellt Arbeitskultur vor Herausforderungen – klare Werte werden hier wichtiger 

Die für Startups typischen Phasen schnellen Wachstums stellt die Arbeitskultur vor enorme Herausforderungen. Immer weniger Beschäftigte kennen alle Kolleg*innen persönlich und klarere Strukturen werden eingezogen: Während Startups mit weniger als 50 Beschäftigten nur von 27 % als hierarchisch beschrieben werden, steigt der Wert bei größeren Unternehmen auf 47 %. Das sorgt auch für neue Anforderungen im Bereich Leadership – vor allem bei den Themen Vertrauen und Entscheidungsfähigkeit deuten sich Schwierigkeiten an. Im Übergang zur größeren und damit stärker strukturierten Organisation werden feste Werte und eine gemeinsame Vision, die klarer im Corporate-Sektor etabliert sind, immer wichtiger.

Das Innovationsökosystem hat sich professionalisiert – Learnings aus der Corporate-Welt 

Die Zusammenarbeit zwischen der etablierten Wirtschaft und Startups hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und sich in vielerlei Hinsicht professionalisiert. Innovation Ecosystem Units haben Prozesse und Rollen entwickelt, um Unterschiede in der Arbeitskultur zu moderieren und das Startup-Ökosystem ist durch sein Wachstum näher an die Corporate-Welt herangerückt. Wichtige Bezugspunkte für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und gegenseitige Learnings liegen in den Bereichen Work-Life-Balance und Gesundheit: Während 51 % der Startup-Beschäftigten die Flexibilität der Arbeitszeit sehr positiv bewerten, tun dies nur 26 % bei Angeboten zur Teilzeitarbeit und lediglich 12 % mit Blick auf Stress und mentale Gesundheit.

Franziska Teubert (Geschäftsführerin Startup-Verband): 

„Mit unserer Studie durchleuchten wir das Schlagwort New Work. Wir wissen jetzt: Beschäftigte in Startups sind überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer Arbeit. Die Zukunft der Arbeit ist geprägt vom Wunsch nach Flexibilität und Purpose. Angesichts des Fachkräftemangels wird die Arbeitskultur immer wichtiger und mit New Work sind Startups bei jungen Talenten klar im Vorteil. Um jedoch auch in der Phase des schnellen Wachstums hochqualifizierte Talente anzuziehen, brauchen wir in Deutschland die entsprechenden Instrumente – wie zum Beispiel international konkurrenzfähige Mitarbeiterbeteiligung. Aktuell sind wir in Sachen ESOP europaweit Schlusslicht.“

Sigrid Stinnes (Innovation Lead bei Accenture für die deutschsprachigen Länder): 

„Die Professionalisierung in der Zusammenarbeit zwischen Startups und Corporates ist Beweis dafür, wie wichtig mittlerweile ein funktionierendes Ökosystem für Themen wie Innovation und Wachstum auch in klassischen Branchen geworden ist. Gleichzeitig sehen wir, dass der Einfluss von ‚New Work‘ in Kombination mit den richtigen Führungsqualitäten nach wie vor unterschätzt wird. Damit müssen sich Unternehmen verstärkt auseinandersetzen, wenn sie junge Talente an sich binden wollen.“

Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden.

10 Jahre Kö-Bogen Düsseldorf: Breuninger feiert an diesem Wochenende

Foto: KÖ-Bogen/ Instagram

Der Kö-Bogen Düsseldorf, eine Ikone der Architektur, feiert sein zehnjähriges Bestehen. Vom 1. bis 2. September wird der Geburtstag des Stuttgarter Unternehmens Breuninger, das am Rhein seinen Department Store betreibt, gemeinsam mit der imposanten Kulisse des Kö-Bogens gefeiert.

Das jährliche Season Opening im September, das bereits zum vierten Mal stattfindet, wird anlässlich dieses besonderen Jubiläums zu einem noch eindrucksvolleren Ereignis. „Wir haben beschlossen, das Ganze in diesem Jahr größer und spektakulärer zu gestalten“, erklärt Andreas Rebbelmund, Geschäftsführer von Breuninger Düsseldorf.

Vor den geschwungenen Fassaden des von Stararchitekt Daniel Libeskind entworfenen Kö-Bogens wird ein 228 Meter langer Open-Air-Laufsteg errichtet, auf dem 32 Models die Looks für Herbst/Winter 2023 des Fashion- und Lifestyle-Unternehmens präsentieren werden. Dieses Jahr wurde der Laufsteg um 35 Meter verlängert, sodass die Gesamtlänge auf dem Wasser nun 112 Meter beträgt.

„Der Kö-Bogen bleibt das ganze Jahr über eine beeindruckende Kulisse, die Natur und Urbanität im Herzen Düsseldorfs vereint. Insbesondere für außergewöhnliche Veranstaltungen wie die Breuninger Fashion Shows bietet das architektonische Ensemble des Kö-Bogens die perfekte Bühne“, sagt Andreas Stolz, Head of Asset Management NRW bei Art-Invest Real Estate.

**Termine im Überblick:**

**Breuninger Season Opening**
– Freitag, 01.09.2023
– Samstag, 02.09.2023

**10 Jahre Kö-Bogen Jubiläum**
– Donnerstag, 21.09.2023 – Eröffnung der „Geburtstagsfeiertage“ im Rahmen der Salsa-Veranstaltung
– Freitag, 22.09.2023 – 12:15 Uhr Fotocall mit Dr. Stephan Keller und Überraschungen
– Samstag, 23.09.2023 – ab 12:00 Uhr Charity-Aktion für Herzwerk mit Jenny Jürgens

Seien Sie dabei, wenn der Kö-Bogen und Breuninger gemeinsam in die Zukunft feiern und eine unvergessliche Veranstaltungssaison 2023 einläuten. Ein Jubiläum, das Mode, Architektur und Düsseldorf in einem besonderen Erlebnis vereint.

Große Mehrheit der Jugendlichen sieht gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

Die Unternehmen bieten attraktive Ausbildungsbedingungen an, um Auszubildende zu gewinnen und zu halten. Dazu gehören beispielsweise eine faire Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Foto: Lanxess

Die Stimmung auf dem Ausbildungsmarkt hat sich deutlich verbessert. Nach den Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie blicken nun fast drei Viertel der jungen Menschen optimistisch auf die Ausbildungssituation. Das gilt aber nicht für alle. Viele Jugendliche mit niedriger Schulbildung schätzen ihre Aussichten auf eine Ausbildung als schlecht ein. Diese Gruppe benötigt besondere Unterstützung.

Fast drei Viertel der jungen Menschen in Deutschland (72 Prozent) sehen auf dem Ausbildungsmarkt derzeit eher gute bis sehr gute Chancen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von Jugendlichen im Auftrag unserer Stiftung hervor. Nur 16 Prozent halten die Chancen für schlecht oder eher schlecht. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres ist damit eine Trendwende erreicht, denn infolge der Corona-Pandemie hatten viele junge Menschen in den vergangenen Jahren die Chancen auf einen Ausbildungsplatz als gering eingestuft. Von den jungen Menschen mit niedriger Schulbildung äußert allerdings mehr als jede:r Vierte (26 Prozent) den Eindruck, dass die Aussichten auf eine Ausbildung momentan schlecht oder eher schlecht seien.

Was die Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen betrifft, so fallen die Einschätzungen pessimistischer aus: Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten hält ihre Zahl für ausreichend. Trotz zahlreicher unbesetzter Ausbildungsplätze findet mehr als ein Viertel, dass zu wenig Plätze vorhanden sind. Nur jede:r Zehnte schätzt, dass es zu viele Ausbildungsplätze gibt.

„Die hohe Nachfrage nach Fachkräften lässt die Mehrheit der Jugendlichen deutlich zuversichtlicher in die berufliche Zukunft blicken als noch während der Corona-Pandemie. Dass aber gleichzeitig jeder vierte Befragte den Eindruck hat, es gebe zu wenige Ausbildungsplätze und viele junge Menschen mit niedriger Schulbildung ihre Perspektiven am Ausbildungsmarkt als gering einschätzen, ist ein Warnsignal: Es muss uns noch viel besser als bisher gelingen, junge Menschen und Betriebe zusammenzubringen“, sagt Clemens Wieland, Experte der Bertelsmann Stiftung für berufliche Bildung. Immerhin ist das generelle Interesse an einer Ausbildung hoch: Drei Viertel der befragten Jugendlichen streben sie an oder sehen sie zumindest als eine Option.

Ein großes Problem aber bleibt die Orientierung bei der Berufswahl. Nach wie vor beklagen mit 55 Prozent mehr als die Hälfte aller befragten Jugendlichen, dass es ihnen schwerfalle, sich in der Fülle der Informationen zurechtzufinden. Insgesamt äußern viele junge Menschen den Bedarf nach mehr Hilfestellung bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft: Fast jede:r Dritte derjenigen, die bereits Erfahrungen mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz gemacht haben, wünscht sich mehr Unterstützung, weitere 42 Prozent zumindest teilweise.

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Quelle: Bertelsmann Stiftung

Die Unternehmen werben nun um die Gunst der Azubis, und nicht umgekehrt

Die Teilnahme an Jobmessen kann für Unternehmen, im Bild Vodafone aus Heerdt, zahlreiche Vorteile im Hinblick auf die Nachwuchssicherung bieten. Durch die Präsenz auf Messen können Unternehmen potenzielle Nachwuchskräfte direkt ansprechen und überzeugen. Zudem bietet sich die Möglichkeit, das Unternehmen und seine Tätigkeitsfelder zu präsentieren und so das Interesse von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern zu wecken. Durch die direkte Interaktion mit den Besuchern können Unternehmen außerdem wertvolles Feedback zu ihrem Außenauftritt und ihrem Angebot als Arbeitgeber erhalten. Nicht zuletzt bietet die Teilnahme an Jobmessen auch die Chance, sich mit anderen Unternehmen und Branchenvertretern zu vernetzen und von deren Erfahrungen und Best Practices zu profitieren. Informationen zu Jobmessen in unserer Region gibt es auf Anfrage in unserer Abteilung für Fachkräftesicherung unter service@unternehmerschaft.de. Foto: Vodafone Düsseldorf

Düstere Zeiten brechen über Arbeitgeber herein: Der demografische Wandel und die stetig schwindende Geburtenrate zeigen ihre bedrohliche Wirkung auf den Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen. Die einst belebten Schulflure verlassen nun jährlich weniger junge Menschen, und der Strom der Bewerber für Lehrstellen versiegt in besorgniserregendem Maße. Wo einst 2022 noch etwa 102.000 Schulabgänger den Traum einer Ausbildung hegen mochten, schrumpfte diese Zahl im Jahr 2023 auf kaum 100.000 – eine bittere Erkenntnis, angesichts der 109.000 Plätze, die darauf warten, besetzt zu werden. So hat sich das Pendel eindeutig zugunsten der Bewerber verschoben. 

In Düsseldorf haben in diesem Ausbildungsjahr mittlerweile rund 2.500 Jugendliche eine Azubistelle bekommen. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Agentur für Arbeit hervor. Über 740 junge Menschen in unserer Stadt suchen dagegen aktuell noch einen Ausbildungsplatz. Es gibt aber auch noch freie Azubistellen; und zwar über 1.200.

„Glücklicherweise haben wir in Düsseldorf wieder mehr Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen. Auch die Düsseldorfer Unternehmen meldeten deutlich mehr freie Stellen“, freut sich Birgitta Kubsch-von Harten über die Entwicklung am Düsseldorfer Ausbildungsmarkt.

Gemeldete Bewerberinnen und Bewerber seit Oktober 2022:

3.263 (+2,3 Prozent)

Gemeldete Berufsausbildungsstellen seit Oktober 2022: 3.943 (+5,4 Prozent)

Mit einer Ausbildungsstelle oder Alternative versorgte Jugendliche: 2.520

Unversorgte Jugendliche: 743

Offene Ausbildungsstellen: 1.258

„Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart werben wir dafür, nicht aufzugeben. Für alle, die jetzt noch in die Ausbildung einsteigen möchten, werden wir eine gute Lösung finden“, ermuntert Birgitta Kubsch-von Harten die Berufsberatung zu kontaktieren und mit deren Unterstützung einen Ausbildungsvertrag abzuschließen.

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hat sich im August 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 74 auf 3.263 gesteigert (+2,3 Prozent). Bereits mit einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative versorgt sind in Düsseldorf 2.250 junge Menschen. Das sind 332 Personen mehr als vor einem Monat und 77 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. 743 junge Menschen sind noch auf der Suche nach einer Ausbildung, einem Studium oder einer Alternative. Seit Beginn des Ausbildungsvermittlungsjahres am 1. Oktober 2022 wurden inzwischen 3.943 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 201 Stellen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+5,4 Prozent).

„Sowohl für die Jugendlichen, die aktuell noch keine Ausbildungsstelle oder Alternative gefunden haben, als auch für die Betriebe, die ihre Ausbildungsstellen noch nicht besetzen konnten, kann die Einstiegsqualifizierung eine weitere Möglichkeit bieten“, rät Birgitta Kubsch-von Harten.

Bei einer Einstiegsqualifizierung handelt es sich um ein längeres Praktikum mit geregelten Lerninhalten. In vielen Fällen kann die Einstiegsqualifizierung (EQ) auf eine anschließende Ausbildung im Unternehmen angerechnet werden. Interessierte Jugendliche können sich bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit über diese Möglichkeit erkundigen. Betriebe erhalten Informationen über die Einstiegsqualifizierung (EQ) und weitere Unterstützungsmöglichkeiten bei ihrem Arbeitgeber-Service.

In NRW suchen noch rund 27.000 junge Menschen nach ihrem beruflichen Weg, während rund 33.000 Plätze offen sind. Von Ausbildern wird nun beispiellose Entschlossenheit gefordert, um junge Talente für die Reise der beruflichen Bildung zu begeistern. Roland Schüßler, Leiter der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, stellt unmissverständlich klar: „Angesichts der bevorstehenden demografischen Entwicklung gibt es keine Ausweichmöglichkeiten.“ Deshalb sollten alle, die sich für eine Lehre interessieren, die Tür zur Möglichkeit geöffnet bekommen. Eine Option besteht darin, sogar jene Kandidaten einzubeziehen, die in ihren Bewerbungen zunächst nicht auf den ersten Blick überzeugen.

Doch auf lange Sicht ist es von entscheidender Bedeutung, mehr potenzielle Azubis für die Welt der Ausbildungen zu gewinnen. Wie könnte dies gelingen? Bernd Fitzenberger, der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), hält einige Kreativlösungen bereit: Er ermutigt zu einer tieferen Einbindung der Berufsvorbereitung in den Schulen, einer Fülle von Praktika während der Schullaufbahn und vor allem einer liebevolleren Betreuung. „Je nach Schultyp sollten wir uns auf das Passende konzentrieren. Auf Gymnasien könnte es klug sein, den Schülern näher an ihrem Abitur nochmals die Möglichkeit eines längeren Praktikums zu bieten“, sprach er in einem Journalistengespräch. Ein oberflächliches, zweiwöchiges Praktikum in der zehnten Klasse würde kaum ausreichen. Viele jugendliche Träumer verharren nach dem Verlassen der schützenden Schulmauern oft in Ratlosigkeit. In solch Momenten sollten die Schulen und Berufsberater ihnen mit einem freundlichen Schubs in Richtung Experimentierfreude zur Seite stehen, um dann zu sehen, welcher Weg ihnen am meisten zusagt.

Am Ende des Tages haben die Unternehmen in Düsseldorf zahlreiche Möglichkeiten in Kontakt mit Schülerinnen und Schülern und Eltern zu kommen. Und die Betriebe können jederzeit auch prüfen, wie man die Ausbildung attraktiver machen kann: mit sympathischen Ausbilderinnen und Ausbildern, mit Fortbildungsmöglichkeiten (auch hier macht die Unternehmerschaft Düsseldorf viele Angebote) und vielem mehr. Ganz nach dem Motto: Die Unternehmen werben nun um die Gunst der Azubis, und nicht umgekehrt.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf setzt auf eine Vielzahl spannender Initiativen im Rahmen ihrer Bemühungen um die Sicherung des Nachwuchses:

Eines dieser interessanten Projekte ist „Wirtschaft Pro Schule (WPS)“, das Schülerinnen und Schülern auf ihrem individuellen Weg ins Berufsleben eine helfende Hand reicht. In Zusammenarbeit mit Schulen laden sie Vertreter aus Unternehmen, wie Ausbilder, Ausbildungsbeauftragte und sogar Auszubildende, in den Unterricht und zu Arbeitsgemeinschaften ein. Diese Gelegenheit ermöglicht es, Berufsbilder, Tätigkeitsbereiche, Ausbildungsmöglichkeiten sowie Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren vorzustellen. Die Unternehmen gewähren Einblicke in ihren Alltag und bieten mögliche Perspektiven an, um den Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer beruflichen Laufbahn zu helfen. Durch diesen direkten Kontakt können die Schülerinnen und Schüler eine breite Palette von Berufen kennenlernen, darunter auch solche, die ihnen bis dato unbekannt waren. Unternehmen haben außerdem die Chance, zukünftige Talente anzusprechen und für sich zu gewinnen.

Die „Ausbildungsbotschafter“ stellen eine weitere fesselnde Initiative dar. Hierbei handelt es sich um Auszubildende im 2. und 3. Lehrjahr, die nach einer speziellen Schulung in Schulklassen und Schul-AGs ihre eigenen Ausbildungsberufe auf Augenhöhe präsentieren und sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellen. Unter der Webseite www.ausbildungsbotschafter-duesseldorf.de findet diese Bewegung ihre Plattform.

Das „Orientierungspraktikum (DOP)“ bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Studienfächer an örtlichen Hochschulen sowie Duale Studiengänge in Unternehmen kennenzulernen. Diese Erfahrungen finden sowohl analog als auch digital statt. Anschließend nehmen die Jugendlichen an einem Betriebspraktikum teil, um das Studienfach aus unternehmerischer Sicht zu erleben. Die Webseite www.digi-dop.de dient als Anlaufstelle für Interessierte.

Der „Bildungswegenavigator (BIWENAV)“ stellt ein innovatives Tool dar, das Schülerinnen und Schülern dabei hilft, schnell und pragmatisch den richtigen Ausbildungsweg (duale Ausbildung, Studium usw.) zu finden. Dieses nützliche Werkzeug wird auch von Eltern und Lehrkräften gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern genutzt. Die Webseite www.biwenav.de enthält weitere Informationen dazu.

Der „Berufsparcour“ ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, an verschiedenen Stationen Berufe und Berufsfelder kennenzulernen und sogar praktisch aktiv zu werden. Diese Parcours sind in der Regel branchenspezifisch ausgerichtet, wie beispielsweise Metall- und Elektroindustrie oder soziale Berufe.

„Schülerfirmen“ sind an vielen Förderschulen in Düsseldorf zu finden, wie Fahrradwerkstätten, Holzprodukteherstellung, Weihnachtskarten-Design und Catering. Die Unternehmerschaft begleitet diese Schülerfirmen und fördert die Vernetzung mit der Wirtschaft.

Das „Netzwerk Pro Düsseldorfer Hauptschulen“ hat das Ziel, die Chancen der Schülerinnen und Schüler an Düsseldorfer Hauptschulen für den Übergang in Ausbildung oder Qualifizierung nach dem Schulabschluss zu erhöhen. Dabei steht die individuelle Entwicklungsplanung für jede Schülerin und jeden Schüler im Mittelpunkt.

„Lernpartnerschaften“ sind eins-zu-eins Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen. Das besondere Merkmal ist eine Kooperationsvereinbarung, die oft feierlich unterzeichnet wird und regelmäßig evaluiert werden kann. Informationen dazu sind unter https://kompetenzzentrum-duesseldorf.de/lernpartnerschaften/ verfügbar.

Während der „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung“ erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Weitere Details hierzu sind auf der Webseite www.berufsorientierungstage.de zu finden.

Das Netzwerk „MINT Düsseldorf“ koordiniert und begleitet eine Vielzahl von MINT-Projekten in Düsseldorf. Ein Teil des Netzwerks ist das zdi (Zukunft durch Innovation), das kostenfreie MINT-Workshops in Düsseldorfer Schulen anbietet. Informationen dazu sind unter www.mint-duesseldorf.de verfügbar.

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Quellen: eigene Recherche, Agentur für Arbeit Düsseldorf, Antenne Düsseldorf, Rheinische Post

„Unternehmen im Fluss“ ausgebucht – wir sprachen mit Stephan Schneider von der Digitalen Stadt

Wir sprachen mit „Mr. Vodafone“ Stephan Schneider von der Digitalen Stadt Düsseldorf. Rechts im Bild unsere Düsseldorfer Siemens-Chefin Sabrina Herrmann. Foto: Frank Wiedemeier

Die dritte Auflage der aufregenden Veranstaltung „Unternehmen im Fluss – der Rhein verbindet“ steht kurz bevor! Gemeinsam mit unseren renommierten Partnern, der Digitalen Stadt Düsseldorf, Die Familienunternehmer e.V., Rheinenergie AG, Rhein-Kreis Neuss und Wasserstoff Hub Rheinland e.V., heißen wir Sie herzlich willkommen zur Rheinfahrt von Köln nach Düsseldorf.

Diese ausgebuchte exklusive Veranstaltung öffnet die Türen zur Vernetzung mit Gleichgesinnten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Hier haben Sie die Gelegenheit, wegweisende Themen zu diskutieren und gemeinsam neue Wege zu gestalten.

Wir sprachen mit Stephan Schneider von der „Digitalen Stadt Düsseldorf“:

Highlights des Programms:

**1. Panelgespräche:**
– „Innere Sicherheit und Fachkräftemangel“
– „Die Welt im Wandel – Wie schafft es Deutschland, unabhängig und wettbewerbsfähig zu bleiben?“
– „Wieviel KI vertragen wir? Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft“

**2. Austausch und Networking:**

Nutzen Sie diese einmalige Chance, sich mit Experten und Gleichgesinnten aus verschiedensten Branchen auszutauschen und wertvolle Verbindungen zu knüpfen. Die Veranstaltung bietet eine inspirierende Atmosphäre, in der Sie gemeinsam wegweisende Themen erörtern können, um Herausforderungen anzugehen und innovative Lösungsansätze zu entwickeln.

Tauchen Sie ein in diese dynamische Plattform, die den Rhein nicht nur als geografische Verbindung sieht, sondern auch als Symbol für Vernetzung und Zusammenarbeit. Seien Sie dabei, wenn wir den Rhein überqueren – nicht nur geografisch, sondern auch metaphorisch – um gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Wir freuen uns auf eine spannende und erkenntnisreiche Fahrt entlang des Rheins, während wir uns über die Grenzen von Unternehmen und Ideen hinweg verbinden.

Innovative Visionen und Tradition: Die Geburt von JUNG und „THE PAPERMAKERS“

Dr. Karen Jung (Marketing / Einkauf) – Volker Jung, eigenverwaltender Geschäftsführer Hakle Gmbh i.I.

Seit Sommer 2023 wird in Reisholz die jahrzehntelange Erfahrung und Expertise im Papierhandwerk unter dem Namen „THE PAPERMAKERS“ gebündelt. Ein traditionsreiches Familienunternehmen verknüpft seine historische Hintergrundgeschichte mit einer modernen Auslegung des Papiers. Gleichzeitig werden Investitionen in wegweisende Forschungsprojekte getätigt.

Die Gläubigerversammlung der Hakle GmbH hat auf dem Erörterungs- und Abstimmungstermin im Düsseldorfer Amtsgericht einstimmig dem Insolvenzplan zugestimmt. Dies ebnet den Weg für die Jung Papier GmbH. Bis Ende des zweiten Quartals kann der Insolvenzplan rechtskräftig werden.

Im ersten Quartal 2023 hatte die eigenverwaltende Geschäftsführung der Hakle GmbH einen Fortführungsvertrag mit dem italienischen Familienunternehmen Sofidel unterzeichnet. Dies ermöglichte die Übertragung der Geschäftsanteile der Hakle Markenhaus GmbH an Sofidel aus Porcari, Provinz Lucca in der Toskana. Diese strategische Entscheidung schuf die finanzielle Grundlage für die Realisierung des Insolvenzplans und den Start der Jung Papier GmbH.

„THE PAPERMAKERS“ – Tradition und Moderne verschmelzen

Ab Sommer 2023 wird die Jung Papier GmbH unter der Marke „THE PAPERMAKERS“ die traditionsreiche Familienhistorie mit einer modernen Interpretation des Papiers verknüpfen. Seit 2019 setzt das Unternehmen bereits marktführend auf alternative Fasern bei Hygienepapieren. Volker Jung, geschäftsführender Gesellschafter der Jung Papier GmbH, betont: „Wir werden weiterhin in Forschungsprojekte und Innovationen investieren. Unsere 160 Fachkräfte werden an den erfolgreichen ersten Probeläufen mit Intermediaten aus industriellem Kaffeesatz anknüpfen.“

Die Zeit der Eigenverwaltung ermöglichte es, die Weichen für eine wegweisende und nachhaltige Ausrichtung zu stellen. Mit 160 Fachkräften als überzeugte und erfahrene „PAPERMAKERS“ möchte das Unternehmen zukünftig sowohl ökologisch als auch technisch innovative Maßstäbe setzen.

Partnerschaft mit Sofidel – Kontinuität und Fortschritt

Gemäß des Fortführungsvertrags mit Sofidel wird die Jung Papier GmbH bis Ende 2024 weiterhin die bewährten Hakle-Produkte in gewohnter Qualität für den deutschen Markt produzieren. Dies ermöglicht dem italienischen Unternehmen, schrittweise auf die eigene Produktion umzustellen. Parallel dazu wird sich die Jung Papier GmbH als eigenständige Marke im Eigenmarkengeschäft etablieren und entwickeln.

Die Rheinische Post schreibt dazu in der heutigen Ausgabe: „Im Fokus steht dabei die Entwicklung neuer innovativer Produkte, erklären Volker Jungs Frau Karen Jung und der neue Geschäftsführer Chris Faltin, vorher schon Technischer Leiter in der Papierfabrik. Er ist ein ausgewiesener Experte für sein Produkt: Sein Vater war Papiermacher, er selbst machte eine Ausbildung zum Papiermacher und studierte dann in München Papiertechnologie. Sein Beruf führte ihn unter anderem nach China oder Brasilien, ehe er in Düsseldorf anfing.“

Krise als Chance

„In der Insolvenz lernt man Demut“, sagt Geschäftsführer Volker Jung in der Rheinischen Post: „Es ist ein besonderes Gefühl der Machtlosigkeit, wenn man sonst immer auf dem Gaspedal steht und das Steuer in der Hand hält – und dann tritt auf einmal jemand auf die Bremse. Ich bin froh, dass wir alles so über die Bühne gebracht haben, wie wir es getan haben, aber es hat so manche schlaflose Nacht bedeutet.“

In diesen herausfordernden Zeiten möchte die Jung Papier GmbH ihren Gläubigern, dem Team, den Kunden und Lieferanten ihren Dank aussprechen. Ihre Unterstützung hat es ermöglicht, den Geschäftsbetrieb unter außergewöhnlichen Bedingungen für die europäische Tissue-Industrie zu stabilisieren. Der erfolgreiche Turnaround wäre ohne ihre Beiträge undengagierten Einsatz nicht möglich gewesen.

Dr. Jan-Philipp Hoos, Sachwalter im Verfahren und Partner bei White & Case LLP, zeigt sich optimistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass die Jung Papier GmbH die Krise als Chance begreifen wird. Herr Jung hat stets mit kreativen Ansätzen und Vorschlägen überzeugt.“ Die Zukunft von „THE PAPERMAKERS“ verspricht somit eine spannende Kombination aus Tradition, Innovation und erfolgreichem Wandel.

Volker Jung, eigenverwaltender Geschäftsführer Hakle GmbH i.I.

Quelle: Pressebox und Rheinische Post

Absolute Schockstarre? Institut der Deutschen Wirtschaft korrigiert Konjunktur schon wieder weiter nach unten

Die Bauwirtschaft in Düsseldorf steht derzeit vor einer Reihe von Herausforderungen. Themen sind beispielsweise Materialknappheit, Arbeitskräftemangel, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, Digitalisierung sowie Bürokratie und Regulierung. Auch die steigende Nachfrage nach Infrastrukturprojekten stellt die Bauindustrie vor Herausforderungen. Es werden mehr Kapazitäten und Ressourcen benötigt, um den Bedarf an neuen Straßen, Brücken, Schienen- und Energienetzen zu decken.

Weniger Nachfrage aus dem Ausland, hohe Zinsen und teure Energie: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2023 im Vergleich zum Vorjahr um fast ½ Prozent zurückgehen. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte zunehmen, zeigt die neue Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Schockstarre: Weil die deutschen Unternehmen besonders von den globalen Schwankungen betroffen sind, bekommen sie die weltweiten Probleme in diesem Jahr umso härter zu spüren. Rohstoffe und Energie sind knapp und teuer, der Welthandel lahmt und es wird weniger nachgefragt als sonst. Die Folge: 2023 dürfte die Weltproduktion nur um 2 ½ Prozent wachsen – das ist rund ein Prozentpunkt weniger als im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte. Für Deutschland prognostiziert das IW, dass das reale BIP um fast ½ Prozent niedriger ausfallen wird als im Vorjahr.

Rückgang geht auf Konto der schwachen Nachfrage

Zwar ist die Inflation in Deutschland seit Anfang des Jahres zurückgegangen, jedoch verharrt sie seit einigen Monaten auf immer noch hohem Niveau. Im Jahresschnitt dürfte sie bei rund 6 ½ Prozent liegen. Auch deshalb geben die Deutschen in diesem Jahr weniger Geld aus, trotz beachtlicher Lohnsteigerungen. Nicht nur die Verbraucher sind zurückhaltend: Aufgrund gestiegener Produktionskosten und hoher Zinsen sind Investitionen für Unternehmen unattraktiver geworden. Das bekommen besonders die Industrie und die Bauwirtschaft zu spüren. Die Investitionen im Bausektor gehen 2023 voraussichtlich um drei Prozent zurück.

Bundesregierung muss liefern

Wo weniger produziert und investiert wird, werden auch weniger Arbeitskräfte gebraucht. Mit größeren Entlassungen ist zwar nicht zu rechnen, die Unternehmen dürften aber in diesem Jahr sehr viel zurückhaltender bei Stellenausschreibungen sein. Im Jahresschnitt kommen rund 160.000 Arbeitslose hinzu, die Arbeitslosenquote dürfte dadurch auf 5 ½ Prozent steigen. „Die Regierung muss dringend aktiv werden, um diese Wirtschaftsflaute zu beenden“, sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. „Die Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg muss der Startschuss für eine echte Wachstumsagenda sein. Niedrigere Steuerbelastungen und eine attraktive und unbürokratische Förderung von Innovationen und Investitionen würden den Unternehmen helfen, mit den gegenwärtigen Schocks besser zurechtzukommen.“