„DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT“ – Podcastfolge 118: Die neuen Arbeitswelten, featured by Vodafone

Willkommen zur 118. Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“. Für alle Menschen, die Düsseldorf lieben und sich für die Wirtschaft interessieren, egal, ob sie in unserer arbeiten, hier ausgebildet werden, oder in Düsseldorf Ihr Geld ausgeben. Sie lernen in unserem Podcast interessante Menschen und Unternehmen kennen, sammeln neue Ideen und können auch ihr eigenes Netzwerk ausbauen. Sie finden uns in der APP Ihrer Wahl und natürlich auf unserer Webseite. Heute gibt es eine Premiere: unsere erste auditive Betriebserkundung. „Mr. Vodafone“ Stefan Schneider führt uns über und durch den Campus am Heerdter Dreieck. Außerdem lernen wir andere nette Menschen kennen. Im „Nachrichten-Müsli“ gibt es die neusten News aus der „Düsseldorfer Wirtschaft“. Im Kollegengespräch philosophieren Lisa Marie und Christoph darüber, was man tun kann, wenn es mal so richtig peinlich wird. Kontakt: www.unternehmerschaft.de, podcast@unternehmerschaft.de.

Die neuste Podcastfolge gibts hier: https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/

Die Krise weitet sich aus: Beschäftigungsbarometer sinkt – schwierig ist die Lage vor allem in den energieintensiven Branchen wie der Chemie

Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe hat etwas nachgelassen. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Februar auf 99,4 Punkte, nach 100,1 Punkten im Januar. Angesichts des Fachkräftemangels ist jedoch zu erwarten, dass Unternehmen in vielen Branchen weiterhin auf Personalsuche bleiben.

Die Rezession setzt sich fort, wie im Düsseldorfer Konjunkturbarometer im Januar prognostiziert. Die Beschäftigung sinkt, vor allem in energiereichen Branchen und im Dienstleistungsbereich, ausgenommen Gastronomie und Tourismus. Quelle: ifo

In der Industrie sind die Unternehmen etwas zurückhaltender geworden. Im Maschinenbau und der Elektroindustrie wird weiterhin eingestellt. Schwierig ist die Lage in den energieintensiven Branchen wie der Chemie. Auch bei den Dienstleistern hat die Einstellungsbereitschaft etwas nachgelassen. Ausgenommen sind Tourismus und Gastgewerbe: Dort werden vermehrt neue Stellenanzeigen geschaltet. Im Handel herrscht weiterhin Zurückhaltung bei Neueinstellungen. Gleiches gilt für das Bauhauptgewerbe.

Quelle: ifo

Arbeitgeber in großer Sorge – wichtiges Statement in Düsseldorf – Druck auf Landesregierung wird erhöht – Blockaden für Windräder, Trassen und Konverter können wir uns nicht mehr leisten

Kritik am Umsetzungstempo des Landes äußern die Unternehmen in Düsseldorf und NRW. Mit Blick auf die Energiewende sagt der Präsident von Unternehmer NRW, Arndt Kirchhoff, Blockaden für Windräder, Trassen und Konverter könne man sich nicht mehr leisten: „Wir brauchen eine echte Kraftanstrengung, damit die Energiewende, die Mobilitätswende und die Transformation überhaupt gelingen.“ Kirchhoff forderte, schnellere Planungsgenehmigungsverfahren für die Infrastruktur. Quelle: RP, Unternehmer NRW

Als „Kardinalfrage für unser Land“ haben die nordrhein-westfälischen Unternehmer die sichere und bezahlbare Energieversorgung bezeichnet. „Hier entscheidet sich die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland“, sagte der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, in Düsseldorf. Seine größte Sorge für die nächsten Monate bleibe, „dass unsere Unternehmen in eine dauerhafte Energiepreiskrise hineinrauschen“.

Im Vergleich mit anderen Industriestandorten laufe Deutschland angesichts viel zu hoher Energiepreise schon mittelfristig Gefahr, nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein. Zwar seien die Energiepreisbremsen im Ansatz gut gemeint, es herrsche aber erheblicher Korrekturbedarf. Gegenwärtig laufe das Instrument völlig ins Leere, die Rückmeldungen insbesondere aus dem energieintensiven Mittelstand führender Industriebranchen wie Chemie, Stahl, Papier, Glas oder Aluminium seien alarmierend. „Wir brauchen schnell einen verlässlichen Industriestrompreis auf europäischer Ebene, und wenn der nicht kommt, dann eben einen Preis für Deutschland“, forderte Kirchhoff, „andernfalls droht uns, dass viele Unternehmen aufgeben müssen mit erheblichen Gefahren für unsere Wertschöpfungsketten.“

Angesichts des enormen Handlungsdrucks bei der Transformation des Landes sei insbesondere bei Planungs- und Genehmigungsverfahren mehr Tempo erforderlich. „2023 muss ein Jahr der Umsetzung werden“, erklärte der NRW-Unternehmerpräsident. Das in Rekord-Geschwindigkeit geplante, errichtete und in Betrieb genommene LNG-Terminal in Wilhelmshaven müsse Benchmark für alle notwendigen Infrastrukturprojekte werden. Deutschland habe zu lange von seiner Substanz gezehrt und seine Infrastruktur sträflich vernachlässigt. „Die Ampel muss jetzt liefern“, erklärte Kirchhoff. Blockaden bei Windrädern, Trassen und Konvertern sowie bei Ausbau und Sanierung von Autobahnen, Straßen, Brücken, Schiene und Wasserstraßen vertrügen sich nicht mit dem vom Bundeskanzler ausgerufenen neuen Deutschland-Tempo. Gleiches gelte für immer neue bürokratische Gesetzesvorhaben und teure arbeits- und sozialpolitische Projekte des Bundesarbeitsministers. Dessen Ankündigungen zu Mobile-Arbeit-Gesetz, Tariftreuegesetz oder Arbeitszeitgesetz ließen befürchten, dass das vom Bundeskanzler angekündigte Belastungs-Moratorium für die Wirtschaft zu einem leeren Lippenbekenntnis verpuffe. Als „geradezu grotesk“ bezeichnete Kirchhoff die von Teilen der Koalition angestoßene Debatte um Steuererhöhungen. „Sie wären eine Blutgrätsche gegen Zukunftsinvestitionen und damit gegen die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland“, erklärte er.

Der schwarzgrünen Landesregierung bescheinigte der NRW-Unternehmerpräsident einen „vielversprechenden Start“. Der Austausch der Wirtschaft mit den Mitgliedern des Kabinetts sei eng, die Zusammenarbeit vertrauensvoll. Mit Blick auf die ehrgeizigen Ziele der Koalition, erstes klimaneutrales Industrieland Europas werden und bis 2030 aus der Kohleförderung im Rheinischen Revier aussteigen zu wollen, bezeichnete Kirchhoff diese Legislaturperiode als „entscheidend“. Es seien gewaltige Anstrengungen in nahezu allen Bereichen notwendig. „Wir brauchen auch ein neues Nordrhein-Westfalen-Tempo“, betonte Kirchhoff. Er erwarte, dass die Landesregierung auch einen eigenen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts NRW leiste. Die wirtschaftsfeindlichen umweltpolitischen Sonderwege gingen nach wie vor über EU- und Bundesrecht hinaus und blieben ein schwerer Bremsklotz für Investitionen. Auch bei Umweltverträglichkeitsprüfungen müsse es um Artenschutz insgesamt gehen, „aber nicht um jeden einzelnen Feldhamster“.

Eine höhere Geschwindigkeit benötige NRW auch beim Thema Wasserstoff. Der Transformationsdruck habe sich durch den Wegfall russischen Gases noch einmal erhöht, umso wichtiger sei der schnellstmögliche Ausbau von Pipelines an die Seehäfen. Die NRW-Industrie benötige dieses wichtige Signal, um in die Umrüstung ihrer Anlagen zu investieren. Nur so könne die Transformation der Wirtschaft auch gelingen. „Und wir brauchen gerade in dieser Zukunftsfrage erst einmal alle Wasserstoff-Farben“, erklärte Kirchhoff. An dieser Stelle müsse die Landesregierung Kurs halten.

Den Fachkräftemangel auf breiter Front bezeichnete der NRW-Unternehmerpräsident als „eines der zentralen Wachstumshemmnisse“. Die Landesregierung müsse in diesem Langfrist-Projekt jetzt kurzfristig wirkende Weichen stellen. Dies gelte für den KITA-Ausbau zur Erleichterung der Erwerbsbeteiligung in Familien. Die Berufsorientierung an Schulen müsse bereits vor Klasse 8 beginnen, Gymnasien müssten bei diesem Thema viel mehr in die Pflicht genommen werden. Und auch bei der Datenerfassung müsse endlich etwas geschehen, damit unversorgte Schulabgänger oder Studienabbrecher nicht im Nirwana verschwänden, sondern berufliche Perspektiven erhielten. Überdies müsse in Behörden etwa durch einen schnelleren Vollzug von Verfahren eine Willkommenskultur für Zugewanderte etabliert werden.

Unsere Stadt produziert bald Wasserstoff selbst

Die Stadtwerke Düsseldorf investieren in einen Elektrolyseur mit einer Leistung von einem Megawatt (MW), um künftig grünen Wasserstoff vor Ort produzieren zu können. Die Rheinbahn beschafft im Rahmen der Umstellung ihres Fuhrparks auf klimafreundliche Antriebe 20 Brennstoffzellen-Busse. Foto: Stadtwerke

Bis 2035 will die Landeshauptstadt Düsseldorf klimaneutral werden. Im Verkehrssektor ist Wasserstoff (H2) eine interessante Option. Deswegen investieren die Stadtwerke Düsseldorf und die Rheinbahn in Wasserstoff-Technologie. Im Zusammenspiel mit batterie-elektrischer Mobilität soll ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele geleistet werden. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller begrüßt, dass die Stadttöchter bei dem Thema gemeinsam Fahrt aufnehmen. Dabei kooperieren sie mit dem erfahrenen Wasserstofftankstellenbetreiber H2 MOBILITY Deutschland.

Für den Klimaschutz bringt bei dieser Kooperation jeder Partner seine Stärken ein: Die Stadtwerke Düsseldorf investieren in einen Elektrolyseur mit einer Leistung von einem Megawatt (MW), um künftig grünen Wasserstoff vor Ort produzieren zu können. Die Rheinbahn beschafft im Rahmen der Umstellung ihres Fuhrparks auf klimafreundliche Antriebe 20 Brennstoffzellen-Busse. Die ersten zehn werden in den kommenden Wochen ausgeliefert, die anderen zehn befinden sich aktuell im Bestellprozess. An einer Tankstelle des Partnerunternehmens H2 MOBILITY werden zukünftig diese Busse auf dem Gelände der Stadtwerke am Höherweg in Flingern betankt. „Wir arbeiten konsequent an der Umsetzung unserer Strategie für die Erreichung der Klimaschutzziele und der stetigen Verbesserung der Lebensqualität am Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Die Investition in Wasserstofftechnologie ist ein weiterer, wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. Bis 2030 wollen wir zwei Milliarden Euro in die Entwicklung unserer Stadt und unseres Unternehmens investieren“, sagt Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf.

Der Startpunkt für das gemeinsame Engagement der beiden Stadttöchter war die Unterzeichnung der entsprechenden Verträge mit H2 MOBILITY. Mit der Förderzusage durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr entschieden sich die Stadtwerke für die Investition in den für die Produktion von Wasserstoff notwendigen Elektrolyseur. In den kommenden Wochen sollen die ersten Busse mit Brennstoffzellen-Technologie bei der Rheinbahn in den Testbetrieb gehen. Die neue Wasserstofftankstelle soll spätestens Mitte 2024 auf dem Gelände der Stadtwerke entstehen. Bis dahin werden die Busse der Rheinbahn an der Oerschbachstraße in Düsseldorf-Reisholz ihren Wasserstoff tanken.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (CDU) begrüßt die Investitionen der Stadttöchter und die beschlossene Kooperation als Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität 2035 und der Verkehrswende: „Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Klimaneutralität 2035, die wir erreichen wollen, ein realistisches Ziel ist. Ich freue mich, dass Rheinbahn und Stadtwerke gemeinsam den Klimaschutz im Verkehrssektor vorantreiben. Busse und Bahnen sind das Rückgrat für ein sich änderndes Mobilitätsverhalten. Aber neben dem Ausbau brauchen wir auch eine Optimierung der Antriebe. Der Einsatz von Batterie-elektrischen und Brennstoffzellen-Bussen in der Rheinbahn-Flotte ist ein Gewinn für den Klimaschutz, für die Luftreinhaltung und für eine moderne Mobilität in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Deswegen unterstützen wir dieses Projekt gerne.“

Wasserstoff kommt neben der batterie-elektrischen Mobilität eine Schlüsselrolle bei der Verkehrswende zu. Die Rheinbahn setzt hier künftig auf einen Mix von batterie-elektrischer Mobilität und Brennstoffzelle. Beide Technologien reduzieren Emissionen wie Stickoxide, CO2 und Lärm. Das Projekt leistet so einen wesentlichen Beitrag für Klimaschutz und Lebensqualität in unserer Stadt.

Die Rheinbahn erhält die ersten zehn Busse in den kommenden Wochen und bereitet diese für den Testbetrieb vor. Im zweiten Quartal 2023 sollen die modernen Busse auf der Linie 732 zum Einsatz kommen. „Wir werden so umfangreiche Erkenntnisse für einen zukünftigen Einsatz dieser neuen Technologie sammeln können“, sagt der Vorstandsvorsitzende und Arbeitsdirektor der Rheinbahn, Klaus Klar und betont: „Das Umstellen unserer Busflotte auf emissionsfreie Antriebe ist eine Aufgabe von höchster Priorität. 2035 ist angesichts der Herausforderungen beim Klimaschutz nicht mehr weit weg. Deswegen braucht es starke Partner wie die Stadt Düsseldorf, die Stadtwerke Düsseldorf, H2 MOBILITY und die Rheinbahn. Neben batterie-elektrischen Fahrzeugen halten wir auch die Brennstoffzellen-Technologie für ein wichtiges Standbein der Antriebswende. So unterstützen wir die Klimaziele der Stadt und leisten unseren Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Düsseldorf und der Region.“

Die Stadtwerke Düsseldorf wollen den für das Projekt „SWDhydrogenium“ notwendigen Wasserstoff auf ihrem Betriebsgelände am Höherweg in Flingern erzeugen. Der Strom, der dafür zum Einsatz kommen wird, ist Grünstrom, der in der Müllverbrennungsanlage produziert wird. Der Abfall dort hat zu 50 Prozent einen so genannten biogenen Ursprung und ist damit den Erneuerbaren Energien gleichgesetzt. Es schließt sich ein Kreislauf: Aus den Abfällen der Düsseldorfer:innen wird die Energie für den Antrieb der öffentlichen Busse gewonnen.

Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt rund 1,2 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Die Gesamtkosten für die Realisierung des Projekts liegen bei drei Millionen Euro.

Julien Mounier: „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt zeigen können, wie die Kooperation zwischen zwei Stadttöchtern Innovation und Klimaschutz vor Ort erlebbar macht. Neben dem Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur ein weiteres Beispiel dafür, wie die Stadtwerke Düsseldorf die Infrastrukturen so ausbauen, dass auch der Mobilitätssektor seinen Beitrag leisten kann, das Klimaschutzziel 2035 zu erreichen. Und: Wasserstoff wird auch in der Energiewirtschaft eine Rolle spielen. Mit diesem Projekt können wir erste Erfahrungen sammeln, die wir auch für die Dekarbonisierung der Energieversorgung benötigen werden.“

H2 MOBILITY betreibt heute die meisten der rund 100 öffentlichen Wasserstofftankstellen in Deutschland: „Damit der Umstieg auf alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff in Deutschland gelingen kann, brauchen wir Partnerschaften wie diese. So kann der Hochlauf von Fahrzeugen, die Produktion von grünem Wasserstoff und der Aufbau der Infrastruktur optimal gelingen. Unsere Wasserstofftankstellen sind alle öffentlich zugänglich, so dass das H2-Tankangebot kostenoptimiert für viele entsteht“, sagt Lorenz Jung, Chief Commercial Officer bei H2 MOBILITY Deutschland.

Ukraine-Krieg und Energiekrise belasten Produktionsentwicklung in der Metall- und Elektro-Industrie

Die Produktion in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) lag 2022 nur um 1,8 Prozent über dem Vorjahr. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Erholung reichte erneut nicht aus, um die Rückgänge in den Jahren 2019 und 2020 – Industrierezession und Corona-Pandemie – auszugleichen. Im Jahresdurchschnitt lag das Produktionsniveau um 9 Prozent unter dem Stand des Vorkrisenniveaus von 2018.

„Der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise bremsen die Erholung in der M+E-Industrie weiter aus. Infolge von anhaltenden Lieferengpässen und Kostenexplosionen musste die Produktion zum Teil gedrosselt werden. Erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2022 stabilisierte sich die Lage etwas, was im gesamten Jahr ein leichtes Produktionsplus ermöglichte“, zog Gesamtmetall-Chefvolkswirt Lars Kroemer Bilanz.

Die Entwicklung wurde durch Engpässe und Kostenexplosionen im Einkauf belastet. Im Jahresmittel waren 89 Prozent der M+E-Firmen von Produktionsbehinderungen betroffen. Neben fehlendem Material (77 Prozent) waren die M+E-Unternehmen von Fachkräfteengpässen (42 Prozent) beeinträchtigt. Gleichzeitig stiegen die Kosten oftmals schneller als die Erlöse, was die finanziellen Möglichkeiten für Investitionen und Innovationen weiter einschränkte. So erhöhten sich die Preise für Vorleistungsgüter im Jahresdurchschnitt um 19 Prozent, die Stromkosten stiegen um 94 Prozent und die Gaspreise um 185 Prozent. Angesichts des beschleunigten Strukturwandels stellt die Kostenexplosion für viele M+E-Firmen eine zusätzliche, massive Herausforderung dar.

Kroemer weiter: „Der Ausblick ist daher sehr gemischt. Einerseits sind die Neuaufträge rückläufig: 2022 gingen in Summe 4 Prozent weniger Bestellungen als 2021 ein. Andererseits haben sich Erwartungen und Produktionspläne der M+E-Firmen zu Jahresbeginn verbessert, da der Auftragsbestand noch auf einem hohen Niveau ist und sich Lieferketten und Energiepreise etwas stabilisiert haben. Für 2023 gehen wir von einer Seitwärtsbewegung aus. Die Heterogenität in der M+E-Industrie dürfte weiter groß sein.“

Weitere Informationen unter www.gesamtmetall.de/branche/me-zahlen

Unser Mitglied „personalisten“ aus Oberkassel wächst weiter – neben Münster wurde nun auch der neue Standort in Frankfurt eröffnet

Thomas Wiesmann von der personalisten GmbH.

Die personalisten Gmbh aus Oberkassel wächst weiter. Zeitgleich mit dem 17-jährigen Bestehen expandiert das Unternehmen über Nordrhein-Westfalen hinaus nach Hessen. Zum 01.02.2023 gehört nun auch der Standort Frankfurt am Main zur personalisten-Gruppe. Wir sprachen mit Mit-Geschäftsführer Thomas Wiesmann:

„Die personalisten Gmbh wächst weiter. Zeitgleich mit dem 17-jährigen Bestehen expandiert das Unternehmen über Nordrhein-Westfalen hinaus nach Hessen. Zum 01.02.2023 gehört nun auch der Standort Frankfurt am Main zur personalisten-Gruppe. Geschäftsführerin der neuen Niederlassung in Frankfurt ist Gamze Colak, die viel Erfahrung und Expertise aus über 15 Jahren in der Personalbranche mitbringt und Kunden und Kandidaten gleichermaßen mit kompetentem Service zur Seite steht. Das in NRW bewährte Erfolgskonzept wird nun mit dem identischen Dienstleistungsportfolio, darunter u.a. Personalberatung, -vermittlung und Arbeitnehmerüberlassung, auf die Rhein-Main-Region ausgeweitet. Mit Gamze Colak an der Spitze sind die personalisten überzeugt, ihren Kunden besten Support von höchster Qualität bieten zu können und ein geschätzter Partner im Bereich der Personalberatung und -vermittlung in der hessischen Region zu werden.“

Die personalisten GmbH aus Oberkassel, langjähriges Mitglied unserer Unternehmerschaft, findet die besten Fach- und Führungskräfte für unsere Unternehmen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf engagierte Fach- oder Führungskraft mit spezifischem Qualifikations- und Erfahrungshintergrund. Die Expertinnen und Experten der personalisten kombinieren die fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Bewerber mit den Anforderungen der Unternehmen. Das Motto des Unternehmens: „Wir leben unsere Werte mit Spaß bei der Arbeit und mit Ernst bei der Sache.“

Januar: ein Minus von über 13 Prozent bei E-Autos

Gähnende Leere herrscht an dieser Stromtanke auf der Achenbachstraße. Foto: CS

In diesem Jahr gibt es ein großes E-Auto-Loch. 10,1 Prozent der Neuzulassungen waren Elektro-Pkw (BEV). Mit 18.136 Neuwagen lag diese Antriebsart um -13,2 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Die Rückgänge der Neuzulassungszahlen spiegelten sich in fast allen Kraftstoffarten wieder. 50.772 Neuwagen verfügten über einen hybriden Antrieb und bewirkten einen Anteil von 28,3 Prozent (-6,2 %), darunter 8.853 Plug-in-Hybride (4,9 %/-53,2 %). Die Neuzulassungen von 69.922 Pkw mit Benzinmotoren nahmen hingegen um +3,5 Prozent zu, ihr Anteil betrug 39,0 Prozent. 39.230 Pkw waren mit der Kraftstoffart Diesel ausgestattet. Nach einem Rückgang von -1,2 Prozent erreichten sie einen Anteil von 21,9 Prozent. Ein Anteil von 0,1 Prozent entfiel auf Pkw mit der Kraftstoffart Erdgas (97 Pkw/-47,8 %), 1.068 flüssiggasbetriebene Neuzulassungen führten bei dieser Antriebsart zu einem Rückgang von -32,7 Prozent und einem Anteil von 0,6 Prozent.

Dies sind zwar bundesdeutsche Zahlen, der Trend verläuft aber auch in unserer Stadt ähnlich. Gründe liegen wohl in den sehr langen Wartezeiten und der reduzierten Förderung, sagte uns ein Autohändler in der Stadt. Statt bis zu 9000 Euro gibt es nur noch maximal 6750 Euro Umweltbonus von Staat und Herstellern, die Kaufprämie für Plug-in-Hybride wurde ganz gestrichen. Im kommenden Jahr folgt eine weitere Reduzierung.

Im Januar 2023 verzeichneten die Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) mit 179.247 Einheiten einen Rückgang von -2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 122.431 Neuwagen und damit 68,3 Prozent (+2,5 %) wurden für gewerbliche Halter zugelassen, die Anzahl privater Zulassungen (56.700 Pkw) ging um -12,1 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 31,6 Prozent.

Unter den deutschen Marken erreichten Porsche (+19,3 %/1,7 %), Mercedes (+14,5 %/12,0 %), Ford (+3,4 %/4,6 %), VW (+1,3 %/20,7 %) und MAN (+167,4 %) Zulassungssteigerungen, wobei MAN mit 123 Neuwagen einen Anteil von 0,1 Prozent ausmachte. Die weiteren deutschen Markenverbuchten gegenüber dem Vergleichsmonat Rückgänge, die bei Mini (-54,3 %/0,9 %), Smart (-39,1 %/0,4 %), Opel (-34,4 %/4,1 %) und BMW (-24,7 %/6,2 %) am deutlichsten ausfielen. Audi (-1,0 %/8,2 %) büßte Rückgänge im einstelligen Bereich ein. Mit 20,7 Prozent war VW erneut die anteilstärkste deutsche Marke.

Von den Importmarken mit einem Neuzulassungsanteil von 2,0 Prozent und mehr erreichte Tesla mit +912,2 Prozent den größten prozentualen Zuwachs, ihr Zulassungsanteil betrug 2,4 Prozent. Auch für Dacia (+42,1 %/3,2 %), Toyota (+28,3 %/3,6 %) und Skoda (+12,6 %/7,7 %) zeigte der Januar eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rückgänge verzeichneten hingegen Seat (-38,8 %/3,1 %), Renault (-36,2 %/2,0 %), Hyundai (-6,9 %/3,4 %) und Fiat(-3,4 %/2,2 %). Skoda war mit einem Neuzulassungsanteil von 7,7 Prozent die stärkste Importmarke.

Mit einem Anteil von 27,0 Prozent waren die meisten Neuwagen den SUVs zuzuordnen (-5,5 %). Die Kompaktklasse erreichte trotz eines Rückgangs von -12,5 Prozent einen Anteil von 15,8 Prozent und war damit das zweitstärkste Segment vor den Geländewagen (14,1 %/+17,4 %), Kleinwagen (11,9 %/-17,0 %) und Mittelklasse (10,2 %/+2,3 %). Die Sportwagen (1,4 %/+62,2 %) sowie Großraum-Vans (2,9 %/+52,0 %) konnten hingegen die meisten Zugewinne verzeichnen, das Segment Mini-Vans (0,4 %/-72,8 %) lag demgegenüber weit hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß stieg um +5,8 Prozent und betrug 131,0 g/km.

Auf dem Nutzfahrzeugmarkt war bei allen Fahrzeugklassen ein Zuwachs zu verzeichnen – dazu gehört beispielsweise auch der Sprinter, der in unserer Stadt produziert wird.

Quelle: KBA

Am Rosenmontag sind in unserer Stadt viele Straßen in der Innenstadt gesperrt

Erstmals seit drei Jahren wird am Montag, 20. Februar, wieder ein Rosenmontagszug in der Landeshauptstadt stattfinden – und das mit veränderter Streckenführung. Für den reibungslosen Ablauf werden viele Straßen in der Düsseldorfer Innenstadt gesperrt und mobile Haltverbote entlang des Zugwegs eingerichtet. Die Haltverbote gelten am Rosenmontag von 5 bis 19 Uhr, Falschparker werden hier bereits zu Beginn des Haltverbots rigoros abgeschleppt, damit der Rosenmontagszug freie Bahn hat. Das Ordnungsamt bittet besonders die Anwohner und Besucher entlang der Strecke, dies zu beachten und auf Beschilderungen zu achten.

Aufstellort
Der Aufstellort des Rosenmontagszuges Corneliusstraße (ab Herzogstraße), Erasmusstraße, Mecumstraße (bis Auf’m Hennekamp), jeweils beidseitig.
Die Heranführung der Mottowagen erfolgt ab circa 7.45 Uhr aus der Wagenbauhalle am ehemaligen Rheinbahndepot Am Steinberg über Merowingerstraße – Suitbertusstraße – Karolingerstraße – Heresbachstraße.

Abmarsch des Zuges
Der Abmarsch des Zuges wird gegen 12.22 Uhr erfolgen.

Zugweg
Zugaufstellung (beidseitig auf den Fahrspuren) – Corneliusstraße (Ostseite) – Hüttenstraße (Ostseite) –  Berliner Allee – Bahnstraße – Königsallee (Ostseite/Geschäftsseite) – Theodor-Körner-Straße – Königsallee (Kaufhof) – Corneliusplatz (Steigenberger Parkhotel) – Ludwig-Zimmermann-Straße – Heinrich-Heine-Allee – Grabbeplatz – Mühlenstraße – Burgplatz – Marktplatz (um Jan-Wellem-Denkmal) – Marktstraße – Berger Straße – Carlsplatz – Bilker Straße – Haroldstraße – Hohe Straße – Benrather Straße – Königsallee (Westseite/Bankenseite) – Carl-Theodor-Straße – Graf-Adolf-Platz – Graf-Adolf-Straße (Südseite) – Hüttenstraße – Corneliusstraße (Westseite) – Bilker Allee.

Haltverbote entlang des Zugweges
Es wird besonders darauf hingewiesen, dass die entlang des Zugweges eingerichteten Haltverbote unbedingt zu beachten sind und Falschparker an diesem Tag rigoros abgeschleppt werden.

Auflösung
Die Fuß- und Musikgruppen lösen sich von der Bilker Allee in Richtung Bachstraße auf. Der Abstieg der Zugteilnehmer von den Wagen erfolgt nur in der Merowingerstraße.
Die Pferdegruppen ziehen über Merowingerstraße und Ulenbergstraße bis zur Ubierstraße zum Aufnahmeplatz (Schützenplatz) und werden dort verladen und abtransportiert.

Sperrungen zum Rosenmontagszug in drei Phasen
Die Heranführung der Mottowagen beinhaltet, dass in einer ersten Phase am 20. Februar ab circa 7 Uhr die Merowingerstraße stadteinwärts ab dem Südring gesperrt wird. Die Polizei wird die Querung des Südringes, wie in der Vergangenheit, ermöglichen.

In der zweiten Phase der Verkehrssperrungen, ab circa 7.30 Uhr, werden rund um den Aufstellort entsprechende Vorkehrungen getroffen. Dazu gehören insbesondere die Sperrungen des Kö-Bogen-Tunnels in Richtung Altstadt und nach Süden hin in Richtung Berliner Allee. Der Verkehr in südlicher Richtung wird im Tunnel Richtung Immermannstraße abgeleitet.
Gesperrt wird aus Richtung Süden ab Auf`m Hennekamp, Mecumstraße, Fruchtstraße, Heresbachstraße, Feuerbachstraße, Gogrevestraße, Färberstraße, Vattenstraße, Erasmusstraße, Oberbilker Allee, Hildebrandtstraße, Corneliusstraße, Morsestraße und Bilker Allee.

Die dritte Sperrphase wird aufbauend auf die schon vorhandenen Sperren der ersten und zweiten Phasen ab circa 8.30 Uhr eingeleitet und umfasst die Umgebung der gesamten Rosenmontagszugstrecke. Die Einrichtung wird von der Priorität im Norden beginnend um den Altstadtbereich, insbesondere Heinrich-Heine-Allee/Oberkassler Brücke/Ratinger Tor herum nach Süden entlang der Achse Friedrichstraße/Elisabethstraße entsprechend der Bewegungsrichtung im Verlauf des Zugweges vorgenommen.

Ergänzend wird ab circa 8.30 Uhr der Rheinalleetunnel in Fahrtrichtung Düsseldorf am Heerdter Dreieck gesperrt und der Verkehr auf die Theodor-Heuss-Brücke geleitet. Die Zufahrt von der Düsseldorfer Straße bzw. dem Kaiser-Wilhelm-Ring auf die Rheinkniebrücke bleibt möglich. Der Verkehr wird dann von der Herzogstraße auf die Elisabethstraße bzw. an der Kavalleriestraße/Wasserstraße in die Haroldstraße (Fahrtrichtung Neusser Straße) oder in den Rheinufertunnel Fahrtrichtung Süden abgeleitet.

Die Aufhebung aller Verkehrssperrungen erfolgt lageangepasst von Norden in Richtung Süden. Ende aller Sperrungen wird gegen 19 Uhr sein.

Hochschule Fresenius landet im Gründungsradar unter den privaten Hochschulen auf Platz 1

Die Hochschule Fresenius, die auch einen Standort in unserer Stadt hat, ist im Gründungsradar des Stifterverbandes in die Kategorie der großen Hochschulen vorgerückt. Unter den privaten Hochschulen hat sie Platz 1 in ihrer Kategorie belegt und Platz 8 im Gesamtvergleich aller Hochschulen in ihrer Kategorie erzielt. Zum sechsten Mal hat der Stifterverband im Jahr 2022 die Hochschulprofile von 236 deutschen Hochschulen hinsichtlich ihrer Gründungsförderung miteinander verglichen. Das Gründungsradar ist in diesem Bereich das größte und wichtigste Ranking in Deutschland.

Die Hochschule Fresenius ist mit ihrem umfassenden Förderprogramm für Gründungen in diesem Jahr erneut auf Spitzenplatzierungen im Gründungsradar gelandet. Besonders gut bewertet wurde sie für vorbildliche Gründungsförderung. Start-ups zu fördern, ist für die Hochschulen Fresenius Teil ihres Selbstverständnisses als Gründer- und Unternehmer-Hochschule. Denn Unternehmergeist ist Teil ihrer DNA: Entstanden ist sie aus dem im Jahr 1848 von Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden persönlich gegründeten „Chemischen Laboratorium Fresenius“ mit Unterrichtslabor und Untersuchungslabor.

„Über diese Auszeichnung freuen wir uns sehr“, sagt Maximilian Faust, Leiter des Pioneer Labs und Geschäftsführer der neu gegründeten Pioneer Ventures. Das Pioneer Lab unterstützt mit einem ganzheitlichen Förderkonzept gründungswillige Studierende der Hochschule Fresenius. Zu der Förderung zählen 2.100 m2 Co-Working-Spaces an sieben Standorten in Deutschland, festgelegte Bausteine wie Mentoring, Zugang zum Netzwerk, kostenlose Infrastruktur, mehrtägige Workshops und die Teilnahme am Investor Day. „Unser Gründungsförderungskonzept ist darauf ausgelegt, Studierenden in allen Bereichen Türen zu öffnen und ihr Vorhaben so gut es geht zu unterstützen“, so Faust weiter. Im September 2022 hat die Bildungsgruppe das Förderkonzept um einen weiteren wichtigen Baustein erweitert: Die Remigius Fresenius Pioneer Ventures GmbH, die Gründer:innen seither auch finanziell unterstützt.

Zu den Unterstützern gehört auch Ludwig Fresenius: „Als Ur-Ur-Enkel eines erfolgreichen Gründers weiß ich selbst am besten, wie wichtig die erste Anschubfinanzierung – ich nenne es immer, die erste Tankfüllung, ist. Diesem Pioniergeist fühlen wir uns verbunden“.

Mehr Informationen zum Gründungsradar: https://www.gruendungsradar.de/

Über die Hochschule Fresenius

Die Hochschule Fresenius mit ihren Standorten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Idstein, Köln, München und Wiesbaden sowie dem Studienzentrum in New York gehört mit über 18.000 Studierenden zu den größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. Sie blickt auf eine mehr als 170-jährige Tradition zurück. 1848 gründete Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden das „Chemische Laboratorium Fresenius“, das sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung widmete. Seit 1971 ist die Hochschule staatlich anerkannt. Sie verfügt über ein sehr breites, vielfältiges Fächerangebot und bietet in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Design, Gesundheit & Soziales, onlineplus sowie Wirtschaft & Medien Bachelor- und Masterprogramme in Vollzeit sowie berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die Hochschule Fresenius ist vom Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert. Bei der Erstakkreditierung 2010 wurden insbesondere ihr „breites und innovatives Angebot an Bachelor- und Master-Studiengängen“, „ihre Internationalität“ sowie ihr „überzeugend gestalteter Praxisbezug“ vom Wissenschaftsrat gewürdigt. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.hs-fresenius.de

Masterplan Industrie: Konstante Zusammenarbeit in herausfordernden Zeiten

Dr. Daniel Kleine (rechts), Henkel-Werksleiter in Holthausen, ist mit dabei. Archivfoto: Schaller

Zum Jahresauftakt fand im Rathaus das Treffen des Steuerungskreises des Düsseldorfer Masterplan Industrie (MPI) statt. Der Masterplan Industrie ist eine Initiative von Stadt, IHK, Industrieunternehmen, Unternehmerschaft Düsseldorf  und Vereinen. Auch Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf, ist Mitglied der Initiative.

Die Sicherung und Weiterentwicklung des Industriestandortes Düsseldorf im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Industrie steht auch in diesem Jahr im Fokus.

Darüber hinaus gilt es, die Zukunftsperspektiven von Industrieunternehmen am Standort Düsseldorf zu sichern. Um dieses Ziel langfristig und in Kooperation aller relevanten Akteure zu erreichen, hatte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller nicht nur Dr. Daniel Kleine als Vorstandsvorsitzenden des Industriekreis Düsseldorf begrüßt, sondern auch die politischen Vertretungen aus den Ausschüssen für Wirtschaft sowie Planung und Stadtentwicklung, den Deutschen Gewerkschaftsbund, die IHK und die Unternehmerschaft Düsseldorf.

Neben einem Rückblick auf die bereits erreichten Meilensteine ist vor allem der Ausblick auf die kommenden Tätigkeiten interessant: In Workshops zu einzelnen Kernzonen konnten bereits die Grundlagen dafür gelegt werden, einzelne Gewerbe- und Industriegebiete weiter zu qualifizieren. Denn neben einer Sicherung der Gebiete geht es vor allem auch darum, Entwicklungsleitlinien für die Zukunft festzulegen. Mit der Umsetzung des strategischen Flächenmanagements und der Bewusstseinsbildung für Industrieakzeptanz sollen Unternehmen aus produktions- und handwerksgeprägten Branchen auch zukünftig Ansiedlungs- und Entwicklungsperspektiven in Düsseldorf gegeben werden.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Im Rahmen des Masterplan Industrie wollen wir auch in Zukunft unsere Kräfte zur Sicherung des Industriestandortes Düsseldorf bündeln, um die richtigen Rahmenbedingungen für die Festigung und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Industrie in Düsseldorf zu setzen. Durch die Qualifizierung der einzelnen Kernzonen wird jedem Gebiet mit seinem individuellem Profil Rechnung getragen. Hiermit beabsichtigen wir gezielte Zukunftsperspektiven für Bestandsunternehmen und Neuansiedlungen aufzuzeigen. So wird neben der klassischen Industrie auch Betrieben aus Innovationsbereichen wie den Life Sciences Raum zur Entfaltung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeiten am Standort Düsseldorf geboten.“

Dr. Daniel Kleine, Vorstandsvorsitzender Industriekreis Düsseldorf: „Mit dem Masterplan Industrie wird der Rahmen gesetzt, innerhalb dessen es möglich ist, gewerbliche und industrielle Arbeitsplätze in Düsseldorf zu sichern und weiterzuentwickeln. Darüber hinaus ist für den Industriekreis Düsseldorf und seine Mitgliedsunternehmen der Klima- und Umweltschutz fest verankerter Teil der unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung. Auch wenn im vergangenen Jahr ein besonderer Augenmerk auf der Versorgungssicherheit lag, so ist es den Mitgliedsunternehmen trotzdem gelungen, die CO2-Emissionen, bezogen auf das Basisjahr 2016, um 33 Prozent zu reduzieren und damit einen signifikanten Beitrag zu den Klimazielen der Stadt Düsseldorf zu leisten.“

Michael Grütering ist Mitglied der Initiative „Masterplan“. Foto: Hans-Jürgen Bauer