Auftaktveranstaltung „Powerjahr für Praktika“: Wegbereiter für die Fachkräfte von morgen

Fotos: Frank Wiedemeier

Die Auftaktveranstaltung „Powerjahr für Praktika“ in Düsseldorf bot einen umfassenden Einblick in die Bedeutung von Praktika als wichtigen ersten Schritt für Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. Rund 100 Teilnehmende, darunter Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und Politik, diskutierten über die Chancen, Herausforderungen und die zentrale Rolle von Praktika in Zeiten des Fachkräftemangels. Veranstalter sind die Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf und das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung. CHRISTOPH SOCHART fasst den Tag zusammen:


So berichtet die Landeshauptstadt


Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der betonte, wie essenziell es sei, Jugendliche und Unternehmen zusammenzubringen. Praktika, so Dr. Keller, sind für Schülerinnen und Schüler eine einmalige Gelegenheit, ihre Talente und Stärken zu entdecken und Einblicke in unterschiedliche Branchen zu gewinnen. Diese ersten beruflichen Erfahrungen seien besonders in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen es jungen Menschen, die Anforderungen der Arbeitswelt kennenzulernen und gleichzeitig den Betrieben die Chance, potenzielle zukünftige Mitarbeitende zu fördern. Dabei verwies er auch auf die Verantwortung der Stadt Düsseldorf, die zahlreiche Praktikumsplätze in der Verwaltung und anderen Bereichen anbietet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Dr. Keller ansprach, war der demografische Wandel. Durch das Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge stünden viele Betriebe vor der Herausforderung, den Mangel an Fachkräften zu kompensieren. Praktika böten hier eine wertvolle Möglichkeit, junge Talente frühzeitig zu identifizieren und zu binden. Besonders stolz zeigte sich der Oberbürgermeister auf das 2006 gegründete Kompetenzzentrum, das seither ein starkes Netzwerk mit allen wichtigen Partnern aufgebaut habe. Dieses Netzwerk sei mittlerweile „volljährig“ und spiele eine zentrale Rolle im Landesprogramm zur beruflichen Orientierung. Dabei lobte Dr. Keller die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kompetenzzentrum und der Kommunalen Koordinierungsstelle, die in NRW in dieser Form einzigartig sei und als besonders erfolgreiches Modell gelte.

Nach diesem motivierenden Einstieg folgte eine spannende Talkrunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Bereichen. Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, wies darauf hin, dass Eltern nach wie vor den größten Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder haben. Deshalb müsse noch mehr in die Elternarbeit investiert werden, um sie besser über die Möglichkeiten einer dualen Ausbildung zu informieren. Dr. Fuhrmann betonte, dass eine duale Ausbildung keinesfalls eine Sackgasse sei, sondern vielmehr eine solide Grundlage für eine berufliche Karriere darstelle. Er plädierte dafür, die Vorteile der dualen Ausbildung stärker hervorzuheben, um Vorurteile abzubauen.

Dagmar Wandt, Leiterin des Amtes für Schule und Bildung, unterstrich, dass es schwierig sei, alle Berufe zu kennen. Es sei deshalb die Aufgabe des Amtes, Schülerinnen und Schülern durch Praktika einen Zugang zu verschiedenen Berufsgruppen zu ermöglichen. Jedes Jahr müssten etwa 15.000 Praktikumsplätze bereitgestellt werden, was eine enorme Herausforderung sowohl für die Schulen als auch für die Betriebe darstelle. Sie betonte, dass Praktika unverzichtbar seien, um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Berufswahl zu überdenken und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Michael Grütering, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände, hob die Bedeutung der frühzeitigen beruflichen Orientierung hervor. Er berichtete von einem Projekt, bei dem bereits in der 5. Klasse einer Sekundarschule mit der beruflichen Orientierung begonnen werde. Nach acht Monaten sei bereits ein signifikanter Unterschied zwischen den Schülerinnen und Schülern dieser Klasse und anderen Klassen derselben Jahrgangsstufe erkennbar. Grütering plädierte dafür, solche Projekte auszuweiten, um Jugendliche noch früher für verschiedene Berufsfelder zu sensibilisieren und ihnen erste Einblicke zu gewähren.

Auch Dr. Jürgen Holtkamp, Vertreter der Industrie- und Handelskammer, betonte die Notwendigkeit, Praktika passgenau auf die Bedürfnisse der Schulen und Betriebe abzustimmen. Nur so könne sichergestellt werden, dass beide Seiten – sowohl die Praktikanten als auch die Unternehmen – maximal von der Zusammenarbeit profitieren. Ein maßgeschneidertes Angebot sei der Schlüssel, um langfristig Fachkräfte zu gewinnen.

Zwei Schülerinnen des Comenius-Gymnasiums, Anna und Elona, gaben im Anschluss einen wertvollen Einblick aus der Perspektive der Praktikanten. Sie berichteten, wie wichtig es für sie gewesen sei, einen echten Blick in die berufliche Wirklichkeit zu werfen. Sie seien mit bestimmten Erwartungen in ihre Praktika gestartet und hätten sich sehr positiv überrascht gezeigt. Besonders lobten sie, dass ihnen viel Verantwortung übertragen worden sei und dass sie zahlreiche Möglichkeiten bekommen hätten, sich aktiv einzubringen. Dies habe ihnen geholfen, sich klarer darüber zu werden, welche beruflichen Wege sie in Zukunft einschlagen möchten.

Auch die Sicht der Arbeitgeber wurde durch den Unternehmer Mike Koch eingebracht. Er forderte mehr Transparenz von den Betrieben und betonte, dass die Schülerinnen und Schüler die Leidenschaft der Mitarbeitenden spüren müssten. Nur so könnten sie sich für bestimmte Berufe begeistern. Nach der Ausbildung gebe es zudem zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten in den Betrieben, die den jungen Menschen verdeutlicht werden müssten. Koch sprach sich dafür aus, dass Betriebe ein familiäres Umfeld für die Auszubildenden schaffen und eine gute Kommunikation im Team pflegen sollten. Nur so könnten sich die jungen Menschen in den Unternehmen wohlfühlen und eine positive Bindung aufbauen.


So berichtet die RHEINISCHE POST!


Birgitta Kubsch-von-Harten von der Agentur für Arbeit unterstrich die Bedeutung von Praktika in der heutigen Berufswelt. Sie wies darauf hin, dass sich die Kriterien der Jugendlichen bei der Berufswahl in den vergangenen Jahren verändert hätten. Nachhaltigkeit spiele eine immer größere Rolle, und auch die Berufe selbst hätten sich gewandelt. Deshalb sei es wichtig, die Eltern in die Berufsorientierung einzubeziehen, da sie nach wie vor eine entscheidende Rolle spielten.

Abschließend wurde die Talkrunde von Annika Schur, Ausbildungsleiterin bei Teekanne, zusammengefasst. Sie unterstrich die Notwendigkeit, dass sich die Rahmenbedingungen sowohl in den Betrieben als auch in den Schulen verändern müssten. Unternehmen sollten ihren Praktikanten gegenüber mehr Wertschätzung zeigen und transparent darüber kommunizieren, was gut läuft und was verbessert werden könne. Die soziale Verantwortung der Betriebe sei ebenfalls ein wichtiger Punkt, der nicht vernachlässigt werden dürfe. Schur betonte zudem, dass nicht alle Unternehmen eine Start-up-Mentalität entwickeln müssten. Wichtig sei es, authentisch zu bleiben und den Praktikanten ein realistisches Bild des Arbeitsalltags zu vermitteln. Sie lobte die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung“ und berichtete von den positiven Erfahrungen, die Teekanne in diesem Zusammenhang gemacht habe.

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Vorstellung der neuen Praktikumsbörse www.praktikum-dus.de, die von Christiane Stedeler-Gabriel, stellvertretende Leitung der Kommunalen Koordinierung, präsentiert wurde. Gemeinsam mit Patrick Tilmes vom Handwerksbetrieb Soeffing und Ralf Gremmen vom Industrieunternehmen Konecranes wurden Praxisbeispiele vorgestellt, die die Bedeutung von Praktika in verschiedenen Branchen unterstrichen.

Anschließend an die Talkrunde vertieften die Teilnehmenden die Diskussion in drei thematisch fokussierten Workshops, die sich jeweils mit unterschiedlichen Aspekten rund um das Thema Schülerpraktika auseinandersetzten. Jeder Workshop wurde anhand von Leitfragen moderiert und brachte vielfältige Erkenntnisse und Anregungen zutage.

  1. Fit für die Praxis: Erfolgreiche Vorbereitung auf das Schülerpraktikum

Dieser Workshop richtete sich speziell an Schülerinnen und Schüler und wurde von Dominik Bellmann (Agentur für Arbeit) und Dr. Christian Henke (Handwerkskammer) moderiert. Die zentrale Frage lautete, wie sich Jugendliche optimal auf ihr Praktikum vorbereiten können.

Die Ergebnisse zeigten, dass Praktika für viele Jugendliche eine wichtige Möglichkeit darstellen, sich beruflich zu orientieren. Die Mehrheit der Teilnehmenden bestätigte, dass ihre Berufswahl durch das Praktikum entweder gestärkt oder in manchen Fällen sogar revidiert wurde – was ebenso wertvoll ist. Ein zentrales Thema war die Wertschätzung, die Schüler in ihren Praktika erfahren möchten. Sie wünschen sich, aktiv in Entscheidungen eingebunden zu werden und von den Unternehmen eine Rückmeldung zu erhalten, auch dann, wenn eine Bewerbung abgelehnt wird. Dies würde nicht nur die Wertschätzung, sondern auch den Lernprozess verbessern. Für viele war es ebenfalls wichtig, nach dem Praktikum ein strukturiertes Feedback zu erhalten, um besser einschätzen zu können, ob dieser Berufsfeldweg langfristig zu ihnen passt.

  1. Win-Win-Situationen schaffen: Wie Unternehmen und Praktikanten profitieren

In diesem Workshop, der sich an Unternehmensvertreterinnen und -vertreter richtete, moderierten Isabella Breuer (IHK) und Nadine Rosenau (Handwerkskammer). Die Diskussion drehte sich um die Frage, wie sowohl Unternehmen als auch Praktikantinnen und Praktikanten größtmöglichen Nutzen aus den Praktika ziehen können.

Die Ergebnisse zeigten, dass Unternehmen oft mit sehr grundlegenden Erwartungen beginnen. Ein häufiger Kritikpunkt war jedoch die mangelnde Pünktlichkeit und Ordnung seitens der Praktikantinnen und Praktikanten. Gleichzeitig erwarten die Unternehmen von den Jugendlichen eine gewisse Auseinandersetzung mit dem Beruf, bevor sie ein Praktikum antreten, damit mehr Verantwortung übertragen werden kann. Die Schulen bereiten die Schüler unterschiedlich auf die Praktika vor, und die Unternehmen wünschten sich eine engere Abstimmung in Bezug auf die Praktikumszeiträume. Darüber hinaus kam der Vorschlag auf, eine Checkliste zu erstellen, die Schülerinnen und Schülern helfen soll, sich besser auf das Praktikum vorzubereiten. Dies könnte Missverständnisse verhindern und die Erwartungen von beiden Seiten besser abgleichen.

  1. Begleitung und Feedback: Der Schlüssel zu einem gelungenen Praktikum

Dieser Workshop war auf Lehrkräfte ausgerichtet und wurde von Lea Fleuth (Agentur für Arbeit) und Dr. Jürgen Holtkamp (IHK) moderiert. Ziel war es, herauszufinden, wie Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich bei der Praktikumsvorbereitung und -durchführung begleiten können.

Die Diskussion verlief intensiv, mit vielen Wortmeldungen von Lehrkräften, die ihre Erfahrungen und Wünsche einbrachten. Es wurde klar, dass Lehrkräfte nicht nur eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Praktika spielen, sondern auch bei der anschließenden Betreuung und Nachbereitung. Die Praktikumsbörse wurde von den Teilnehmenden sehr positiv bewertet, dennoch gab es zahlreiche Vorschläge zur Weiterentwicklung. Insbesondere wurde der Wunsch nach einer App-Entwicklung geäußert, um die Praktikumsbörse noch nutzerfreundlicher zu gestalten. Funktionen wie das Hochladen von Unterlagen, eine bessere Barrierefreiheit sowie eine Filterfunktion, um spezifische Schülergruppen (zum Beispiel nach Schulform) gezielt auszuwählen, wurden als hilfreiche Ergänzungen diskutiert.

Ein weiteres Thema war die transparente Kommunikation zwischen Schulen und Unternehmen. Lehrkräfte wünschten sich, dass die Erwartungen der Betriebe klarer formuliert werden, damit sie ihre Schülerinnen und Schüler besser darauf vorbereiten können. Auch die Möglichkeit, mehr Zeit für Feedback- und Reflexionsrunden nach den Praktika zu schaffen, wurde als notwendig erachtet, um die berufliche Orientierung der Jugendlichen bestmöglich zu fördern.

Insgesamt zeigten die Workshops, wie vielfältig die Perspektiven und Anforderungen rund um das Thema Praktika sind. Von der erfolgreichen Vorbereitung über die Zusammenarbeit mit den Unternehmen bis hin zur Begleitung durch die Lehrkräfte wurden zahlreiche Anregungen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die in die zukünftige Gestaltung von Praktika und der Düsseldorfer Praktikumsbörse einfließen sollen.

Die Veranstaltung wurde von Lisa Marie Schelig moderiert und bot allen Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Welt der Praktika und die berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern.

Herbstferien: Flughafen Düsseldorf erwartet ab heute rund 1,2 Millionen Passagiere

Foto: Flughafen Düsseldorf

Ab in die Sonne! Die Herbstferien in Nordrhein-Westfalen stehen vor der Tür, und der größte Airport des Landes freut sich darauf, Urlauber in ihre wohlverdiente Auszeit zu begleiten. Vom 11. bis zum 27. Oktober 2024 erwartet der Flughafen Düsseldorf rund 1,2 Millionen Passagiere.

Am Auftaktwochenende erwartet der Airport von Freitag an bereits rund 225.000 Fluggäste, davon 77.500 allein am Sonntag als reisestärksten Tag. Insgesamt bieten rund 60 Fluggesellschaften Verbindungen zu über 140 Zielen in mehr als 40 Ländern an. Die Hauptreiseziele in diesem Herbst sind wie gewohnt Spanien, Griechenland und die Türkei. Besonders beliebt sind dabei die Destinationen Palma de Mallorca und Antalya mit jeweils rund 300 Abflügen sowie Heraklion und Hurghada mit jeweils rund 100 Abflügen. Auch Städtereisen nach Istanbul, London, Wien und Dubai stehen hoch im Kurs. Neu ist eine Direktverbindung nach Vilnius.

Intensiv auf Ferien vorbereitet

„Wir sind bereit und freuen uns auf unsere Passagiere!“, erklärt Dr. Henning Pfisterer, Leiter Aviation am Düsseldorfer Airport. „Bereits in den vorangegangenen Ferien des Jahres hat der Airport gezeigt, dass der Urlaub bereits am DUS beginnt. Den hohen Standard wollen wir unseren Passagieren auch in den Herbstferien bieten und haben uns intensiv mit allen Partnern auf die steigenden Verkehrszahlen vorbereitet. Gemeinsam mit den Airlines, Bodenverkehrsdiensten, Sicherheitsunternehmen, Shops und Gastronomien wollen wir unseren Passagieren eine entspannte Reise ermöglichen.“

Self Bag Drop-Angebot wächst

So können viele Passagiere ihr Gepäck einfach und schnell selbst auf die Reise schicken. Dazu wurde das Self Bag Drop-Angebot ausgebaut. Nach Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Eurowings und bei ausgewählten Flügen auch Condor sind nun auch Air France, KLM und SAS dabei. Passagiere sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft erkundigen, ob sie diesen Service nutzen können. Es gibt drei Self Service-Bereiche im Terminal, die auf der Website des Flughafens und auf Monitoren in der Check-in-Halle angezeigt werden. Die Gepäckaufgabe erfolgt in zwei Schritten: Nach dem Online-Check-in scannen Passagiere ihre Bordkarte, erhalten ein Gepäcklabel und bringen es am Gepäckstück an. Danach wird das Gepäck am Drop Off-Automaten aufgegeben. Servicekräfte unterstützen bei Bedarf. Übergepäck und Sondergepäck müssen weiterhin am Schalter aufgegeben werden.

Schnelle Sicherheitskontrollen

Rund 95 Prozent der Fluggäste passieren die Sicherheitskontrollen derzeit in weniger als zehn Minuten. An manchen Tagen liegt dieser Wert sogar bei 100 Prozent. Sieben moderne CT-Scanner an den Flugsteigen A und B ermöglichen es dabei, elektronische Geräte und Flüssigkeiten im Handgepäck zu überprüfen, ohne sie auszupacken. Dies steigert die Effizienz und den Komfort für die Passagiere. Reisende können zudem vorab ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle reservieren. Der kostenlose Service DUSgateway wird insbesondere zu Stoßzeiten gerne zur Planung des Aufenthalts genutzt.

Shoppen, Schlemmen, Schlendern

Somit bleibt in der Regel genug Zeit, sich auch vor Eintritt in den Sicherheitsbereich im Terminal umzuschauen. In der landseitigen Shopping-Mall wartet neben Shops und Restaurants mit dem Sportsplace eine interaktive Aktionsfläche mit Live-Sport-TV und Tischkicker. Noch bis zum 3. November ist der Art Walk mit Werken von Anne Berlit, Gereon Krebber, Matthias Schamp und Paul Schwer auf temporär freien Flächen zu erleben. Flughafenweit laden rund 80 Geschäfte und Gastronomien zum Shoppen, Schlemmen und Schlendern ein. Unter dem Motto „Glücksgefühle im Anflug“ gibt’s zudem an den ersten beiden Ferienwochenenden sowohl land- als auch luftseitig Mitmachaktionen für Groß und Klein mit der Chance auf attraktive Sofortgewinne wie Gutscheine für die Shops und Restaurants oder Giveaways. Reisende können außerdem die Augen offen halten nach unterhaltsamen Walking-Acts sowie einer mobilen Glitzertattoo-Station für Kinder.

Sonnenblumen für Sensibilität

Am Flughafen Düsseldorf sollen sich alle wohlfühlen. Deshalb hat der Airport vor Kurzem das international anerkannte Sunflower Lanyard eingeführt, um Menschen mit unsichtbaren Beeinträchtigungen wie Hör- und Sehbehinderungen oder Autismus, Epilepsie, Demenz oder Angststörungen das Reisen zu erleichtern. Das grüne Umhängeband mit Sonnenblumenmuster ist bei der Information und der Flughafenseelsorge erhältlich und signalisiert dezent, dass die Träger unter Umständen mehr Zeit, Hilfe oder Rücksichtnahme benötigen. Flughafenmitarbeiter reagieren entsprechend sensibel.

Aktionswoche für seelisches Wohl: Hand in Hand am Arbeitsplatz!

Vom 10. bis 20. Oktober rückt die Aktionswoche die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in den Fokus: „Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz”.

„Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Psychische Störungen hingegen beeinträchtigen häufig massiv Lebensqualität, Leitungsfähigkeit und Wohlbefinden. Ein wichtiger Schritt, um Betroffenen schnellstmöglich eine passgenaue Unterstützung anzubieten, besteht darin, psychische Störungen zu entstigmatisieren. Das kann und sollte auch im betrieblichen Umfeld stattfinden,“ sagt Dr. Catharina Stahn, wissenschaftliche Expertin am ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Sie erklärt, was Betroffene brauchen und was Betriebe benötigen.

Raus aus der Tabuzone

Im Gegensatz zu körperlichen Erkrankungen ist der Umgang mit psychischen Störungen häufiger mit Scham und Verunsicherung verbunden, auch wenn sich in den letzten Jahren eine gesellschaftliche Öffnung für das Thema zeigt. Berührungsängste und Vorbehalte sind immer noch regelmäßige Begleiter – sowohl von Betroffenen selbst als auch von ihrem Umfeld. Daher sollten Aufklärung und Sensibilisierung weiter ausgebaut werden. Ein guter und wichtiger Ort dafür kann auch der Betrieb sein.

Was Betroffene brauchen

Betroffene benötigen konkrete Hilfs- und Therapieangebote. Dabei gilt: je eher eine psychische Störung behandelt wird, desto besser stehen die Chancen der Besserung bzw. Heilung. Im betrieblichen Kontext sind zudem Ansprechpartner wichtig, die kein Urteil fällen oder Diagnosen stellen, sondern zuhören können und beispielweise professionelle Anlaufstellen kennen. Auch für Familienangehörige von Menschen mit psychischen Störungen gibt es entsprechende Hilfsangebote. Generell können ein vertrauensvolles Miteinander und ein positives Betriebsklima hilfreich für einen offenen Umgang mit Problemen sein.

Was Betriebe benötigen

Führungskräfte brauchen Handlungssicherheit: Wie erkenne ich, ob jemand aus meinem Team Hilfe benötigt? Wie finde ich die richtigen Worte zur Ansprache? Wen innerhalb oder außerhalb des Betriebs kann ich noch zu Rate ziehen?

„Führungskräfte müssen Einiges im Blick behalten, um ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen. Für bestimmte Probleme haben sie Routinen entwickelt. Es gibt zudem konkrete Angaben und Leitlinien, was zu tun ist. Bei dem Verdacht, dass ein Beschäftigter eine psychische Störung haben könnte, können genau diese Unsicherheit oder auch das Nicht-Wissen dazu führen, dass Führungskräfte viel zu spät agieren oder im schlimmsten Fall gar nicht tätig werden.

„Führungskräfte müssen von dem Druck befreit werden, dass sie Diagnosen stellen oder gar die Betroffenen therapieren müssen. Das ist nicht ihre Aufgabe. Es geht vielmehr darum, aufmerksam zu sein und Betroffenen zu signalisieren, dass sie nicht allein sind.“

Die Handlungshilfe Psychische Störungen in der Arbeitswelt – Erkennen, Ansprechen, Unterstützen  ist an Führungskräfte adressiert und bietet einen kompakten Überblick:

https://www.arbeitswissenschaft.net/handlungshilfe-psychische-stoerungen

Jeder kann einen Beitrag leisten

 Alle Beteiligten in den Betrieben sollten ein großes Interesse daran haben, dass Arbeitsbedingungen gut sind – und noch besser gemacht werden. Gute Arbeitsbedingungen können als Schutzfaktor für psychische Störungen betrachtet werden. Ein wichtiger Baustein ist die Gefährdungsbeurteilung. Hier werden auch Gefährdungen ermittelt, die sich durch psychische Belastung ergeben. Wichtige Faktoren sind hier das Betriebsklima und die Zusammenarbeit zwischen Führungskraft und Beschäftigten, aber auch zwischen Kolleginnen und Kollegen untereinander.

60 Jahre METRO: in Grafental wurden ganz groß gefeiert

v. l. n. r.: Michael Spreckelmeyer (Café, Patisserie, Bistrot & Weinbar Rocaille), Anja Eschweiler (Geschäftsleiterin Förderverein Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland e.V.), Ute Dormis (Café Löffelgold) und Michael Widmer (Geschäftsleiter METRO Düsseldorf). Foto: Sabine Grothues

Unser Mitgliedsunternehmen METRO feierte heute im Düsseldorfer METRO Großmarkt in Grafental sein 60-jähriges Jubiläum mit einer großen „Jubi-Party“. Wir berichteten im Vorfeld bereits ausführlichst. Zahlreiche Kundinnen und Kunden konnten bei Live-Cookings, exklusiven Verkostungen und attraktiven Jubiläums-Deals einen abwechslungsreichen Tag erleben. Ein besonderes Highlight war die Spendenaktion zugunsten des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland e.V.

METRO Deutschland feiert in diesem Monat Jubiläum: Vor genau 60 Jahren eröffnete der erste METRO Großmarkt in Mülheim an der Ruhr. Zur Feier dieses Anlasses begrüßte das Großhandelsunternehmen am 8. Oktober seine Kundinnen und Kunden mit vielen Aktionen und Angeboten: Es gab ein breites kulinarisches Angebot mit Verkostungsständen, Cocktails, Showkochen mit Sternekoch Anthony Sarpong und vielem mehr zu entdecken. Highlight des Tages war jedoch eine Spendenaktion zugunsten des Düsseldorfer Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland e.V..

Jubiläumstorten für den guten Zweck

Die drei lokalen Konditoreien Café Löffelgold, Rocaille und Pure Pastry kreierten speziell für das Jubiläum außergewöhnliche Torten, die während des Events präsentiert wurden. Die Konditorei Heinemann unterstützte die Aktion außerdem mit zehn Herrentorten, die ebenfalls für den guten Zweck gespendet wurden. Die Kundinnen und Kunden hatten die Möglichkeit, für ein Stück der Jubiläumstorten einen freiwilligen Spendenbeitrag zu leisten, der dem Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland zugutekommt, das sich um lebensverkürzend erkrankte Kinder und deren Familien kümmert. METRO wird die gesammelten Spenden großzügig aufstocken, um das Engagement der Kundinnen und Kunden zusätzlich zu unterstützen. „Wir sind stolz, unser 60-jähriges Bestehen mit so vielen Kundinnen und Kunden sowie Partnern feiern zu dürfen. Der Tag war eine großartige Gelegenheit, unseren Kundinnen und Kunden für ihre jahrelange Treue zu danken und gleichzeitig einen positiven Beitrag für unsere Gemeinschaft zu leisten. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Konditoreien und das Engagement der Gäste für die Spendenaktion haben gezeigt, wie stark unser Netzwerk in Düsseldorf verwurzelt ist“, sagt Michael Widmer, Geschäftsleiter des METRO Großmarktes in Düsseldorf. Auch Anja Eschweiler, Geschäftsleiterin des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland e.V., freute sich über die positive Resonanz: „Wir sind überwältigt von der Unterstützung, die uns METRO und seine Kundinnen und Kunden entgegenbringen. Jeder gespendete Euro hilft uns dabei, die lebensverkürzend erkrankten Kinder und Jugendlichen und deren Familien zu entlasten und ihnen die bestmögliche Begleitung zu ermöglichen. Wir danken allen, die zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben.“

Die METRO wird 60 Jahre jung und am Dienstag wird in Grafental gefeiert

Collage: Unternehmerschaft Düsseldorf

Unser Mitgliedsunternehmen METRO wird 60 Jahre jung. Das wird am Dienstag (08.10.) auf dem Campus in Grafental gefeiert. Auf dem Programm stehen Produkt-Highlights, Show-Cooking und vieles mehr. Geplant sind Veranstaltungen für Kundinnen und Kunden, Stakeholder, Mitarbeitende und Führungskräfte. Aufgrund der Feierlichkeiten ist der nicht-überdachte Teil des Parkplatzes des Großmarktes nicht benutzbar. Die Einfahrt zum Parkplatz ist als Einbahnstraße gestaltet. Die Ausfahrt befindet sich in Richtung Media-Markt. Die Ausfahrt ist deutlich ausgeschildert und außerdem zeigen Lotsen den Weg. Der nicht-überdachte Teil des Parkplatzes ist bis zum 17. Oktober gesperrt.

Mehr Informationen auf der METRO-Seite!

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Metro setzt auf Eigenmarken: Qualität für Profis zu attraktiven Preisen

Ab 2026 zeigt die METRO ihre Eigenmarken auch im entstehenden „Innovation Center“ auf dem neuen METRO-Campus in Grafental. Foto: METRO PROPERTIES

Die Metro in Grafental baut ihr Sortiment an Eigenmarken weiter aus, um Gastronomen und Hoteliers eine preisgünstige Alternative zu Markenprodukten zu bieten. Mit Eigenmarken wie „Metro Chef“, „Metro Premium“ und „Metro Professionell“ deckt der Großhandelskonzern ein breites Spektrum an Produkten ab, von Basisartikeln bis hin zu Premiumwaren. Kunden sparen dabei rund 15 bis 20 Prozent, ohne Kompromisse bei der Qualität eingehen zu müssen. DARÜBER BERICHTET DIE RHEINISCHE POST IN IHRER SAMSTAGSAUSGABE!

Die Entwicklung der Eigenmarken erfolgt in einem umfassenden Prozess: In den Metro-Zentralen weltweit werden Kundenbedürfnisse analysiert und in enge Zusammenarbeit mit internen Experten und externen Partnern wie dem Chef-Patissier Marc Witzsche umgesetzt. Vor der Markteinführung durchlaufen die Produkte intensive Tests, um den hohen Ansprüchen der Metro-Kunden gerecht zu werden.

Das wachsende Sortiment von mehr als 50.000 Eigenmarkenprodukten weltweit umfasst sowohl Lebensmittel als auch Non-Food-Artikel. Um den Stellenwert der Eigenmarken weiter zu stärken, plant die Metro bis 2026 ein „Innovation Center“ am Düsseldorfer Campus in Grafental, das die Entwicklung und Evaluierung neuer Produkte auf höchstem Niveau vorantreiben soll.

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Unser Flughafen auf der EXPO REAL in München

Alle Wege führen zur Airport City am Düsseldorfer Flughafen (Visualisierung: FDI)

Die Düsseldorfer Airport City bietet Unternehmen perfekte Bedingungen für Erfolg: Mit ihrer erstklassigen Verkehrsanbindung und modernen Infrastruktur steht sie im Fokus der diesjährigen EXPO REAL in München vom 7. bis 9. Oktober. Die Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH (FDI) präsentiert dort den zweiten Bauabschnitt des innovativen Businessparks.

Top-Anbindung für Unternehmen Die Airport City profitiert von ihrer direkten Lage am größten Flughafen Nordrhein-Westfalens. Egal, ob mit Flugzeug, Bahn, Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln – die exzellente Erreichbarkeit spart Zeit und Kosten und bietet höchste Flexibilität. Zwei Bahnhöfe, nahe Autobahnen und zahlreiche ÖPNV-Verbindungen machen die Anreise einfach und bequem.

Zukunftsperspektiven Mit einem neuen, bereits erschlossenen Bauabschnitt auf fünf Hektar setzt die Airport City ihre Erfolgsgeschichte fort. Interessierte Investoren schätzen die schnelle Verbindung zu internationalen Geschäftspartnern und die unmittelbare Nähe zu Düsseldorfs Verkehrsknotenpunkten.

Besuchen Sie die FDI auf der EXPO REAL (Halle B1, Stand 210) und erfahren Sie mehr über die Vorteile der Airport City!

Schwache Exporte und Investitionen belasten: unsere Wirtschaft stagniert weiterhin

Die Ampeln vor dem Haus des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln stehen symbolisch auf Rot, wenn es um unsere Konjunktur geht. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Die deutsche Wirtschaft steht weiterhin auf der Stelle. Laut der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 voraussichtlich kaum über das Niveau des Vorjahres hinauskommen. Besonders die Industrie und die Bauwirtschaft leiden unter einer anhaltenden Schwächephase, während der Dienstleistungssektor die Konjunktur vor einem tieferen Abschwung bewahrt.


Von Christoph Sochart; mit Material des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln


Schwache Industrie und Bauwirtschaft

Im ersten Halbjahr 2024 sank das reale BIP in Deutschland um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung ist vor allem auf die schwache Entwicklung im Produzierenden Gewerbe (minus 2,8 Prozent) und in der Bauwirtschaft (minus 3,4 Prozent) zurückzuführen. Gründe hierfür sind die geringe globale Nachfrage, politische Unsicherheiten und steigende Kosten für Materialien und Finanzierungen. Die Bauindustrie, ohnehin von hoher Unsicherheit geprägt, steht vor besonders großen Herausforderungen.

Lichtblick Dienstleistungssektor

Während die Industrie und Bauwirtschaft schwächeln, stützt der Dienstleistungssektor die deutsche Konjunktur. Im ersten Halbjahr 2024 übertraf die reale Wertschöpfung dieses Sektors das Vorjahresniveau um 1,6 Prozent. Besonders stark ist die Entwicklung in Bereichen wie Unternehmensdienstleistungen, öffentlichem Sektor und sozialen Dienstleistungen. Diese positive Entwicklung verhindert eine tiefe Rezession, doch ein echter Aufschwung bleibt vorerst aus.

Preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigtes Bruttoinlandsprodukt in Deutschland, 4. Quartal 2019 = 100

Außenhandel und Investitionen im Rückgang

Der Außenhandel leidet ebenfalls unter der schwachen globalen Konjunktur. Die deutschen Exporte fielen im ersten Halbjahr um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die Importe aufgrund der schwachen Inlandsnachfrage um 2,6 Prozent zurückgingen. Für das Gesamtjahr erwartet das IW einen Rückgang der Exporte um 1 Prozent und der Importe um 2 Prozent.

Noch düsterer sieht es bei den Investitionen aus: Die Bruttoanlageinvestitionen werden gemäß IW-Prognose im Jahr 2024 real um 3 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Besonders stark betroffen sind die Ausrüstungsinvestitionen, die voraussichtlich um 5,5 Prozent zurückgehen werden, während die Bauinvestitionen um fast 4 Prozent sinken.


Ampel senkt Konjunkturprognose (so berichtet die RP am 10.10.2024)


Arbeitsmarkt zeigt Stabilität, aber steigende Arbeitslosigkeit erwartet

Trotz der schwachen Konjunktur bleibt der Arbeitsmarkt relativ stabil. Die Zahl der Erwerbstätigen wird im Jahresdurchschnitt 2024 voraussichtlich um 0,25 Prozent steigen. Dies liegt vor allem daran, dass Unternehmen in Erwartung zukünftiger Fachkräfteengpässe ihre Mitarbeiter halten. Dennoch erwartet das IW einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent im Vorjahr auf 6 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte im Jahresdurchschnitt 2,8 Millionen erreichen.

Ausblick

Die IW-Prognose zeigt deutlich, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist. Trotz eines stabilen Dienstleistungssektors und eines leichten Anstiegs der Konsumausgaben bleibt der erhoffte konjunkturelle Aufschwung aus. Insbesondere in der Industrie und im Baugewerbe muss sich die Lage grundlegend verbessern, um langfristig nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. Auch die Unternehmensstimmung im Euroraum sinkt im übrigen auf den niedrigsten Stand seit sieben Monaten. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global, der „Stimmungsindikator“ unserer Wirtschaft, fiel zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 49,6 Zähler.

Reale Veränderung im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 in Prozent

Südbrücke bleibt noch monatelang einspurig – bei Pendlern und Logistik bleiben große Probleme

Die Sanierungsmaßnahmen an der Südbrücke verzögern sich weiter. Pendler und Logistikunternehmen müssen sich auf monatelange Einschränkungen einstellen. Der Verkehr bleibt weiterhin auf nur eine Spur pro Fahrtrichtung beschränkt und wird über die rechte Brückenhälfte geleitet. Zudem bleibt die Brücke für Fahrzeuge über 30 Tonnen gesperrt. Ortskundige sollten die Südbrücke nach Möglichkeit weiträumig umfahren, um den Stau zu vermeiden.


Von Christoph Sochart


Unsere Redaktion hatte bereits mehrfach darüber berichtet: Die Südbrücke muss abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. „Eine vollständige Sanierung der in den 1950er Jahren gebauten Brücke inklusive der notwendigen Anpassungen an die heutigen und zukünftigen verkehrlichen Anforderungen ist nicht möglich“, teilte die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein unserer Redaktion im Mai mit. Seit August wird dort saniert. Die Fahrbahn wird erneuert. Außerdem finden Abdichtungsarbeiten und eine Sanierung der Entwässerung statt.

Die Südbrücke. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Ziel der Sanierung ist es, die Brücke bis zum geplanten Ersatzneubau verkehrstüchtig zu halten. Der Ersatzneubau wird notwendig, weil eine vollständige Sanierung der in den 1950er Jahren gebauten Brücke inklusive der notwendigen Anpassungen an die heutigen und zukünftigen verkehrlichen Anforderungen nicht möglich ist. Die B1 führt über die Josef-Kardinal-Frings-Brücke. Straßen.NRW hatte im Rahmen der Auftragsverwaltung der Länder die Baulast zum 1.1.2024 von den Städten Düsseldorf und Neuss übernommen. Der Umfang der notwendigen Sanierungsarbeiten bis zum angestrebten Ersatzneubau wurde im Zusammenhang mit dem Baulastträgerwechsel frühzeitig zwischen den Städten und dem Bund festgelegt. Der Ersatzneubau einschließlich der Planung wird aus Kapazitätsgründen von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) übernommen.

Sanierung in drei Bauabschnitten

Die Maßnahme gliedert sich in drei Bauabschnitte, beginnend mit der Strecke in Fahrtrichtung Düsseldorf. Im Frühjahr 2025 startet anschließend der zweite Bauabschnitt in Fahrtrichtung Neuss. Für den Zeitraum dieser Arbeiten ist die Brücke in der jeweiligen Fahrtrichtung nur einspurig befahrbar. Der Radverkehr kann während der Arbeiten die Rheinbrücke weiterhin passieren. Straßen.NRW bittet ortskundige Verkehrsteilnehmer, während der Arbeiten die Brücke zu umfahren. In südlicher Richtung erfolgt eine Umleitung über die A57 / A46 (Fleher Brücke). Die Umleitung Richtung Norden führt durch das Düsseldorfer Stadtgebiet über die Rheinkniebrücke.

Voraussichtlich ab Sommer 2026 geht die Maßnahme in die finale Bauphase, in der unter anderem der Korrosionsschutz der Brücke von unten erneuert wird.

Die schönste Nachricht zum Tag der Deutschen Einheit: Ostdeutschland befindet sich im Aufwind – 34 Jahre nach der Wiedervereinigung als Wirtschaftsstandort an der Spitze

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

34 Jahre nach der Wiedervereinigung hat sich der Osten Deutschlands als erfolgreicher Wirtschaftsstandort etabliert und übertrifft den Westen in einigen Bereichen. Trotz politischer Spannungen und Unsicherheiten, wie sie in den Landtagswahlen sichtbar wurden, gibt es auch viele positive Entwicklungen.

So spielt der Osten eine zentrale Rolle bei den erneuerbaren Energien: Ein Viertel der deutschen Solarenergie wird dort produziert, und über ein Drittel der 30.000 deutschen Onshore-Windkraftanlagen stehen in den neuen Bundesländern. Dieser grüne Energieboom macht den Osten zu einem attraktiven Standort für Unternehmen, die zunehmend auf nachhaltige Energiequellen setzen.

Auch ausländische Investoren erkennen das Potenzial des Ostens: Die Ansiedlung großer Unternehmen wie Tesla in Brandenburg oder des taiwanesischen Chipherstellers TSMC in Thüringen hat die Investitionen in den letzten Jahren massiv gesteigert. In Brandenburg etwa führte die Eröffnung der Tesla-Fabrik zu einem Anstieg der Unternehmensinvestitionen um 85 Prozent, was das Bruttoinlandsprodukt des Landes um zwei Prozent erhöhte.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die hohe Frauenerwerbsquote im Osten. In Sachsen etwa sind 76,3 Prozent der Frauen erwerbstätig, während der Westen hier hinterherhinkt. Diese starke Erwerbsbeteiligung von Frauen hilft, den Fachkräftemangel abzumildern.

Auch bei der Kinderbetreuung punktet der Osten: 55,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren besuchen eine Kita, im Westen sind es nur 33,9 Prozent. Diese frühe Förderung trägt zu den positiven Bildungsergebnissen bei, die der Osten vorweisen kann. Sachsen hat laut dem Bildungsmonitor des INSM das beste Bildungssystem des Landes, und ostdeutsche Hochschulen, vor allem in Sachsen und Thüringen, melden überdurchschnittlich viele Patente an – ein Indikator für ihre Innovationskraft.

„34 Jahre nach dem Mauerfall zeigt sich, dass der Aufbau Ost gelungen ist“, betont Klaus-Heiner Röhl, Experte des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Doch Herausforderungen wie der demografische Wandel erfordern weiterhin gezielte Maßnahmen – insbesondere in ländlichen Regionen. Der Ausbau der Bildungsangebote, Zuwanderung, ein gut vernetzter Nahverkehr und schnelles Internet sind entscheidend, um die Zukunft des Ostens langfristig zu sichern.

CHRISTOPH SOCHART, mit Material des Instituts der Deutschen Wirtschaft