CARAVAN SALON Düsseldorf 2024: Camping als Wirtschaftsmotor für Regionen

Der CARAVAN SALON, die größte Caravaning-Messe der Welt, bietet 2024 erstmals ein umfassendes Programm zur Destinationsentwicklung, das sich gezielt an Touristiker richtet. Mit dem Camping Destination Day am 4. September wird die Messe Düsseldorf zur zentralen Anlaufstelle für alle, die das Potenzial von Caravaning und Camping für ihre Regionen ausschöpfen möchten. Die letzten Jahre haben gezeigt: Caravaning ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der mit über 18,1 Milliarden Euro, davon 5,9 Milliarden Euro Umsatz direkt in den Urlaubsgebieten und über 52 Millionen touristischen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen, erheblich zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beiträgt. Mit dem Konferenzprogramm macht die Messe Düsseldorf ab diesem Jahr ein gezieltes Angebot auch an die Tourismuswirtschaft. Hier weiterlesen!

Quelle: Messe Düsseldorf

Kampagne mit Augenzwinkern: Düsseldorfer Airport und Eurowings zeigen ihre Verbundenheit mit der Landeshauptstadt

„Deine Wings. Weil DUS liebst“: Der Flughafen Düsseldorf und Eurowings starten eine emotionale, lokal verwurzelte Imagekampagne. Der neue Claim „Deine Wings. Weil DUS liebst“ ist ein Bekenntnis zur Stadt Düsseldorf und unterstreicht die enge Verbindung zwischen dem Flughafen, der führenden Fluggesellschaft vor Ort, und den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern.

Kern der Kampagne sind sechs Motive, die das Thema Reisen aufgreifen und gleichzeitig augenzwinkernd ikonische Orte und Themen in Düsseldorf in Szene setzen und eine Hommage an die Vielfalt, Geselligkeit und Lebendigkeit der Stadt darstellen: Der belebte Carlsplatz, das idyllische Rheinufer, das Strandbad Lörick, das kultige Fortuna-Büdchen, die lebhafte Altstadt und die traditionsreiche Altbierkultur. Die Motive stehen stellvertretend für viele andere Orte, die das Herz und die Seele und damit die lokale Identität Düsseldorfs ausmachen.

Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH, zum Hintergrund: „Als größte Fluggesellschaft an unserem Airport ist Eurowings ein wichtiger Partner. Uns verbindet das Ziel, für unsere gemeinsamen Kunden ein exzellentes Reiseerlebnis zu schaffen. Dafür arbeiten wir in vielen Initiativen eng zusammen. Jetzt, kurz vor dem Ende der Sommerferien, geht es uns aber um etwas anderes. Eine Liebeserklärung an Düsseldorf, unser Zuhause. Diese erste gemeinsame Kampagne mit Eurowings ist eine Hommage an unsere wunderbare Stadt. Wir möchten unsere tiefe Verbundenheit mit der Stadt und ihrer wunderbaren Vielfalt sichtbar machen. Als vitaler Teil der Stadtgesellschaft engagieren wir uns leidenschaftlich in zahlreichen lokalen Projekten und sind ein Aushängeschild Düsseldorfs. Für Millionen internationaler Gäste sind wir der erste Eindruck dieser Stadt, ob bei großen Messen oder bedeutenden Kultur- und Sportevents wie zuletzt der Fußball-Europameisterschaft. Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass jeder Besuch in Düsseldorf unvergesslich bleibt und die Menschen die besondere Magie unserer Stadt spüren.“

Jens Bischof, CEO von Eurowings, zur Motivation der Airline: „Düsseldorf ist der größte Flughafen in unserem europäischen Streckennetz mit rund 40 fest stationierten Eurowings Flugzeugen. Die enge Partnerschaft mit dem Flughafen Düsseldorf ist für uns mehr als nur eine geschäftliche Verbindung – sie ist eine echte Herzensangelegenheit. Wir fühlen uns als integraler Bestandteil der NRW-Landeshauptstadt, und wir freuen uns, die Menschen von hier aus in die Welt zu bringen und gleichzeitig Besucher aus vielen Ländern willkommen zu heißen. Diese Kampagne ist ein leidenschaftliches Bekenntnis zu Düsseldorf – zu seiner Energie, seiner Kultur und den Menschen, die diese Stadt so besonders machen.“

Die Kampagne läuft vom 19. August bis zum 16. September 2024 und umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter mehr als 500 City Light Poster, und weit über 100 Megalights und Infoscreens im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet. Zusätzlich werden ausgewählte Motive auf Großflächen am Flughafen zu sehen sein.

Düsseldorf Marketing unterstützt die Kampagne mit vielen weiteren prominenten Flächen, etwa am Carlsplatz oder am Kö-Bogen.

Begleitend wird die Kampagne auch auf den Social Media Plattformen des Airports beworben.

Unsere METRO wächst auch im dritten Quartal

Unsere METRO konnte den positiven Umsatztrend auch im dritten Quartal 2023/24 fortsetzen. Währungs- und portfoliobereinigt stieg der Umsatz um 4,4 %, in lokaler Währung um 3,4 %. Zum Umsatzwachstum trugen alle Vertriebskanäle bei, wobei das Belieferungsgeschäft (Food Service Distribution, FSD) und der Online-Marktplatz erneut am stärksten wuchsen. Das bereinigte EBITDA erreichte 327 Mio. € und lag damit in etwa auf Vorjahresni- veau (Q3 2022/23: 332 Mio. €).

„Unser Multichannel-Geschäftsmodell zeigt seine Wirkung: METRO konnte seine Wachstumsdynamik auch im dritten Quartal 2023/24 trotz rückläufiger Inflation und einem wetterbedingt teils späten Sommerstart aufrechterhalten. Besonders das Belieferungsgeschäft legte im vergangenen Quartal erneut deutlich zweistellig zu und erreicht mit einem Umsatzanteil von 26 Prozent einen historischen Höchststand“, sagt CEO Steffen Greubel (Foto).

In Deutschland ging der Umsatz im Q3 2023/24 um -2,4 % zurück. Die Umsatzent- wicklung mit den HoReCa-Kunden wurde insbesondere durch einen wetterbedingten späteren Start der Sommersaison beeinflusst. Das EBITDA bereinigt stieg im Q3 2023/24 auf 41 Mio. € (Q3 2022/23: 36 Mio. €).

Im Segment West ging der Umsatz im Q3 2023/24 leicht um -0,6 % zurück. Dies ist ebenfalls auf einen wetterbedingten späteren Start der Sommersaison zurückzu- führen, den insbesondere die HoReCa-Kunden in Frankreich spürten. Das EBITDA be- reinigt ging umsatzbedingt leicht auf 191 Mio. € (Q3 2022/23: 195 Mio. €) zurück.

In Russland stieg der Umsatz in lokaler Währung im Q3 2023/24 deutlich um 13,0 %. Der berichtete Umsatz stieg um 7,1 % und erreichte 0,6 Mrd. €. Das EBITDA bereinigt stieg leicht auf 42 Mio. € (Q3 2022/23: 37 Mio. €), angepasst um Wechselkurseffekte wuchs das EBITDA bereinigt um 8 Mio. €.

Im Segment Ost entwickelte sich der Umsatz in lokaler Währung im Q3 2023/24 mit 9,1 % Wachstum sehr positiv, getrieben durch nahezu alle Länder des Segments. Der berichtete Umsatz stieg um 13,5 %. Hier wirkt sich der Wechselkurseffekt aus dem Vorjahr aus der Abwertung der Türkischen Lira kurz vor dem Stichtag am 30. Juni 2023 aus. Das EBITDA bereinigt stieg umsatzbedingt auf 106 Mio. € (Q3 2022/23: 89 Mio. €). Angepasst um Wechselkurseffekte stieg das EBITDA bereinigt um 10 Mio. €.

Im Segment Sonstige stieg der Umsatz im Q3 2023/24 auf 77 Mio. € (Q3 2022/23: 60 Mio. €) und beinhaltet insbesondere den METRO MARKETS Umsatz von 51 Mio. € (Q3 2022/23: 36 Mio. €). Im Q3 2023/24 lag das EBITDA bereinigt bei -53 Mio. € (Q3 2022/23: -24 Mio. €). Der Rückgang im Segment Sonstige resultiert unter anderem aus dem Auslauf von Lizenzerlösen von der WM Holding (HK) Limited im April 2023.

Unsere Unternehmen müssen zukünftig konkrete Fragen in einer Nachhaltigkeitsberichterstattung beantworten

Um Investitionen in zukunftsfähige und perspektivisch klimaneutrale Unternehmen anzukurbeln, hat die EU neue Vorgaben und Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt. Die detaillierte Berichtspflicht erfordert allerdings nicht nur Zeit und Personal, sondern betrifft künftig auch deutlich mehr Unternehmen.

Viele Unternehmen in der EU müssen künftig folgende Fragen detailliert beantworten: Welche Auswirkungen haben die betrieblichen Tätigkeiten auf Umwelt-, Sozial- und Menschenrechte sowie auf die Weise, wie das Unternehmen geführt wird, also auf dessen Governance? Wie widerstandsfähig ist das eigene Geschäftsmodell gegenüber Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten? Und wie will das Unternehmen sicherstellen, dass seine Tätigkeit mit dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft vereinbar ist?

Das Bundesjustizministerium geht davon aus, dass die Einführung der CSRD-Berichtspflicht die Unternehmen in Deutschland einmalig knapp 750 Millionen Euro kosten wird, die jährlichen Aufwendungen taxiert es mit etwa 1,4 Milliarden Euro.

Diese Fragen stammen aus dem Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD, sollte eigentlich bis zum 6. Juli von allen EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden, ist aber noch ausstehend.

Ziel der EU-Richtlinie ist es, verlässliche und anhand verbindlicher EU-Standards vergleichbare Nachhaltigkeitsinformationen zur Bewertung von nicht finanziellen Unternehmensleistungen zu erhalten. Finanzmarktakteure wie Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften müssen bereits seit 2021 genauere unternehmens- und produktbezogene Informationen im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien offenlegen, um Anlegern eine nachhaltige Investitionsentscheidung zu ermöglichen. Geregelt ist dies in der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR). Auch große Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Be​schäftigten sind seit 2017 laut CSR-Richtlinie (Non-financial Reporting Directive) verpflichtet, Informationen über ihre Geschäftstätigkeit und den Umgang mit sozialen und ökologischen Herausforderungen im Rahmen einer nicht finanziellen Erklärung offenzulegen. CSR steht hierbei für Corporate Social Responsibility, also die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen.

Wer muss alles Nachhaltigkeitsberichte erstellen?

Bislang sind etwa 500 große Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Beschäftigten in der Bundesrepublik berichtspflichtig. Bis 2028 wird die Berichtspflicht etappenweise ausgeweitet; künftig sind in Deutschland etwa 15.000 Unternehmen unmittelbar betroffen – nicht nur große Unternehmen, sondern alle kapitalmarktorientierten Unternehmen (außer Kleinstunternehmen) werden berichtspflichtig werden.

Berichtspflichtige Unternehmen müssen dabei ihre Lieferketten in den Blick nehmen. Das dürfte zur Folge haben, dass sie ihre Zulieferer auffordern, Auskunft über die Nachhaltigkeit ihres Geschäfts zu geben. So ergibt sich eine Kaskade, die den Kreis der Betriebe, die sich mit den neuen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung beschäftigen werden, deutlich vergrößert.

Das Ziel: vermehrte Investitionen in den Klimaschutz

Und wozu das alles? Die neue CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung soll Anlegern bei ihren Investitionsentscheidungen helfen, sprich: Die Kapitalströme sollen so in notwendige Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz umgelenkt werden, die zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 nötig sind. Die beiden Nachhaltigkeitsberichterstattungen CSRD und SFDR bilden zusammen mit der EU-Taxonomie, die ein einheitliches und verbindliches Klassifikationssystem für „grüne“ Wirtschaftsaktivitäten in der EU schafft, die drei wichtigsten Regularien zur EU-Offenlegungspflicht (siehe „EU-Taxonomie: Kriterien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz“).

Zusätzlich müssen bereits im Rahmen des deutschen Lieferkettengesetzes große Unternehmen die Erfüllung ihrer Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte nachweisen (siehe „Lieferkettengesetz: Gut gemeint ist nicht gut gemacht“). Mit der künftigen EU-Regulierung werden die Vorgaben und der Berichtskreis damit deutlich erweitert.

Noch sind bessere Finanzierungsmöglichkeiten aber nicht ausschlaggebend (Grafik):

Rund 70 Prozent der Betriebe in Deutschland, die Nachhaltigkeitsberichte herausgeben, tun dies, weil ihre Kunden oder Auftraggeber dies wünschen oder verlangen.

Etwa die Hälfte publiziert Nachhaltigkeitsberichte für Belegschaft und Öffentlichkeit, nur 23 Prozent, um bessere Finanzierungsbedingungen bei Banken oder am Kapitalmarkt zu erhalten.

Dass dies alles nicht ohne entsprechenden Personaleinsatz erfolgen kann, liegt auf der Hand. Das Bundesjustizministerium geht davon aus, dass die Einführung der CSRD-Berichtspflicht die Unternehmen in Deutschland einmalig knapp 750 Millionen Euro kosten wird, die jährlichen Aufwendungen taxiert es mit etwa 1,4 Milliarden Euro.

In so viel Prozent der Unternehmen erreichte die Ausbildung diesen Digitalisierungsgrad

In den seltensten Fällen sind dafür Neueinstellungen erfolgt oder geplant. Vor allem kleinere Betriebe verfügen üblicherweise nur über begrenzte Ressourcen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, wie eine Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt (Grafik):

Nur 4 Prozent der kleinen Unternehmen, die bereits einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen oder dies planen, wollen für diese Aufgabe neues qualifiziertes Personal einstellen.

Mehr als die Hälfte der Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern delegiert Nachhaltigkeitsberichte an Mitarbeiter, die dafür nicht spezifisch ausgebildet sind. In mittelgroßen Unternehmen praktizieren dies 38, in großen Firmen noch 31 Prozent. Viele betroffene Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter aber auch schulen, vor allem bei den größeren Betrieben ist dies die am weitesten verbreitete Maßnahme. Ebenfalls stark nachgefragt ist der Einsatz externer Dienstleister – so nehmen 40 Prozent der mittelgroßen Betriebe deren Hilfe in Anspruch oder planen dies.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

Henkel mit gutem organischen Umsatzwachstum und sehr starker Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr

Henkel hat im ersten Halbjahr 2024 in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld eine gute organische Umsatzentwicklung verzeichnet und das Ergebnis sehr stark gesteigert. Damit hat das Unternehmen seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. „Wir haben im ersten Halbjahr insgesamt eine sehr gute Geschäftsentwicklung erzielt. Das belegt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind und unsere Ausrichtung auf ganzheitliches Wachstum greifbare Erfolge bringt“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

„Im ersten Halbjahr waren das organische Umsatzwachstum wie auch die Ergebnisverbesserung von beiden Unternehmensbereichen getragen. Der Zusammenschluss der Konsumentengeschäfte zeigt spürbare Erfolge und wirkt sehr positiv auf die Umsatz-, Bruttomargen- und Ergebnisentwicklung. Und auch in unserem Klebstoffgeschäft, in dem wir die Organisationsstruktur noch stärker an unseren Kunden ausgerichtet haben, tragen die angestoßenen Veränderungen entscheidend zu der guten Entwicklung von Henkel bei. Ebenfalls stark zeigte sich auch unser Free Cashflow, der noch einmal über dem bereits hohen Wert aus dem ersten Halbjahr 2023 lag. All das erlaubt uns auch, weiter gezielt in unsere Geschäfte und unsere Zukunft zu investieren: in Marken, Technologien und Innovationen. Darüber hinaus treiben wir wichtige Initiativen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung voran, um unsere Wettbewerbsposition weiter auszubauen“, erläuterte Carsten Knobel weiter.

„Nach der starken Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr blicken wir zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf und haben deshalb bereits Mitte Juli unsere Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Wir liefern, was wir uns vorgenommen haben, und sehen uns mit unserer klaren Strategie auf dem richtigen Weg für weiteres profitables Wachstum. Das zeigt auch die Anpassung unserer mittel- bis langfristigen finanziellen Ambition: Wir sind zuversichtlich, die Umsatz- und Ergebnisziele nun bereits mittelfristig zu erreichen.“

Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

Der am 3. Mai 2024 aktualisierte Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde am 17. Juli bezogen auf die Ergebnisgrößen angehoben. Hierzu hat im Wesentlichen die höhere Gewinnerwartung im Bereich Consumer Brands beigetragen, bei gleichzeitig steigenden Investitionen in Werbung zur Unterstützung von Innovationen. Die Prognose berücksichtigt dabei weiterhin die Erwartung höherer Preise für direkte Materialien in der zweiten Jahreshälfte. Henkel geht nun im Gesamtjahr 2024 von folgender Entwicklung für Umsatz und Ergebnis aus:

Henkel erwartet unverändert ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Dabei wird für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies wie bisher von einer organischen Umsatzsteigerung von 2,0 bis 4,0 Prozent ausgegangen. Für den Unternehmensbereich Consumer Brands wird weiter ein Anstieg von 3,0 bis 5,0 Prozent prognostiziert. Die bereinigte Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) wird nun in einer Bandbreite von 13,5 bis 14,5 Prozent erwartet (zuvor: 13,0 bis 14,0 Prozent). Hier wird für Adhesive Technologies unverändert von einer bereinigten Umsatzrendite zwischen 16,0 und 17,0 Prozent und für Consumer Brands nun zwischen 13,0 und 14,0 Prozent ausgegangen (zuvor: 12,0 bis 13,0 Prozent). Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) wird nun mit einem Anstieg in der Bandbreite zwischen +20,0 und +30,0 Prozent bei konstanten Wechselkursen gerechnet (zuvor: +15,0 bis 25,0 Prozent).

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2024

In einem insgesamt weiterhin herausfordernden Marktumfeld erzielte Henkel im ersten Halbjahr 2024 einen Konzernumsatzvon 10.813 Mio. Euro. Das entspricht einer nominalen Entwicklung von -1,0 Prozent. Nachdem die nominale Umsatzentwicklung in den vergangenen Quartalen durch den Verkauf der Geschäftsaktivitäten in Russland belastet war, konnte Henkel nun im zweiten Quartal 2024 auch wieder ein nominales Umsatzwachstum erzielen (Q2: 5.496 Mio. Euro, +3,4 Prozent). Wechselkurseffekte minderten den Umsatz im ersten Halbjahr 2024 um -1,9 Prozent (Q2: +0,2 Prozent). Akquisitionen und Divestments wirkten sich insgesamt mit -2,1 Prozent auf den Umsatz aus (Q2: +0,3 Prozent). Während sich hierbei die Veräußerung der Geschäftsaktivitäten in Russland im April 2023 negativ auswirkte, leisteten die jüngst abgeschlossenen Akquisitionen in beiden Unternehmensbereichen – Seal for Life sowie Vidal Sassoon – einen positiven Beitrag. Organisch – das heißt bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – erreichte Henkel ein gutes Umsatzwachstum von 2,9 Prozent (Q2: +2,8 Prozent).

Henkel investiert 44 Millionen Euro in Düsseldorfer Standort zur Optimierung von Logistikprozessen

Foto: Henkel

Mit dem Spatenstich beginnen diese Woche die Bauarbeiten für ein neues Lager für Konsumgüterprodukte, vor allem aus dem Bereich Haarpflege, am Henkel-Hauptsitz in Düsseldorf. Das neue Lager wird angebunden an das bereits bestehende, vollautomatisierte Hochregallager für Wasch- und Reinigungsmittelprodukte. Es ist das größte Lager für Konsumgüter von Henkel in Europa. Das Unternehmen investiert 44 Millionen Euro in den Neubau, der Ende 2025 abgeschlossen sein soll.

Fünf Lagerorte, die aktuell in Deutschland und in der Benelux-Region verteilt sind, werden künftig am Standort Düsseldorf vereint. „Durch die gebündelte Belieferung reduziert sich die Anzahl der benötigten Auslieferungen. Dies trägt zu einer verbesserten Nachhaltigkeits-Bilanz unserer Logistikkette bei. Außerdem ergeben sich für unsere Handelspartner Vorteile durch die Verringerung der Bestellvorgänge und die Erhöhung der Lieferfrequenz“, sagt Oliver Wittig, Logistikleiter für Henkel Consumer Brands Deutschland. Das neu angebaute Lager erhält zudem einen direkten Gleisanschluss. So können die Haarprodukte, die in Wassertrüdingen in Südbayern produziert werden, direkt ab Werk mit dem Güterzug nach Düsseldorf transportiert werden – und das bei geringeren CO2-Emissionen als bei der Beförderung auf der Straße.

„Düsseldorf ist nicht nur unser Hauptverwaltungssitz, sondern auch die zweitgrößte Produktionsstätte von Henkel weltweit“, ergänzt Dr. Daniel Kleine, Henkel Präsident Deutschland und Standortleiter Düsseldorf. „Wir investieren kontinuierlich in den Standort Düsseldorf – im Schnitt bis zu 100 Millionen Euro jährlich. Und auch diese Investition ist wieder ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und Düsseldorf.“

Nahtlose Anbindung an bestehendes Lager

Das neue Lager wird durch eine Förderbrücke direkt mit dem bestehenden Hochregallager verbunden, um eine nahtlose Integration der Logistikprozesse und eine schnelle Lieferung an die Kunden zu gewährleisten. Das bestehende Hochregallager für Wasch- und Reinigungsmittel bietet bereits Platz für über 200.000 Paletten auf bis zu sechzehn Ebenen und einer Grundfläche von 24.000 Quadratmetern – einer Fläche von mehr als drei Fußballfeldern. Durch die Lagererweiterung kommt eine zusätzliche Fläche von 6.000 Quadratmetern hinzu, die Platz für weitere 40.000 Paletten bietet. Künftig werden hier Konsumgüterprodukte für den deutschen Markt sowie für Belgien, Luxemburg und die Niederlande lagern.

Strategische Integration

Die Lagererweiterung in Düsseldorf ist Teil der zweiten Phase der Integration der ehemals getrennten Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in den Unternehmensbereich Consumer Brands. Gemäß dem Grundsatz „one face to the customer“ optimiert Henkel seine Logistikprozesse. Das bedeutet: ein Auftrag, eine Lieferung, eine Rechnung. Durch die Optimierung der Logistikprozesse kann Henkel die Effizienz der Abläufe steigern und seine Position im Markt weiter stärken.

Unternehmen halten am Homeoffice fest

Zuletzt gab es immer wieder Berichte, dass namhafte Unternehmen ihre Homeoffice-Regelungen einschränken wollen. Die angekündigten „Return-to-Office“-Strategien reichen dabei von neuen Obergrenzen für die Anzahl der Homeoffice-Tage bis zur Wiedereinführung der täglichen Präsenzpflicht. Trotz der medialen Aufmerksamkeit für eine mögliche Abkehr vom Homeoffice belegt eine ZEW-Befragung, dass hybride Arbeitsmodelle in deutschen Unternehmen ungebrochen weit verbreitet sind. Darüber hinaus erwarten Unternehmen für die kommenden zwei Jahre einen weiteren Anstieg der Homeoffice-Nutzung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des ZEW unter rund 1.200 Unternehmen im Juni 2024.

„Laut unserer Befragung arbeiten Beschäftigte in 82 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice. Im stärker ortsgebundenen Verarbeitenden Gewerbe sind es 48 Prozent. Der Anteil der Unternehmen, die ihren Beschäftigten mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche ermöglichen, verharrt damit seit der Corona-Pandemie auf einem konstant hohen Niveau. Demnach sehen wir aktuell keine Anzeichen für eine Abkehr der Unternehmen von Homeoffice-Angeboten, die mindestens einen Tag pro Woche umfassen“, kommentiert Studienleiter Dr. Daniel Erdsiek aus dem ZEW-Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ die Ergebnisse.

Ein Vergleich der aktuellen Homeoffice-Nutzung mit der Situation vor der Pandemie macht deutlich, wie stark sich das mobile Arbeiten in deutschen Unternehmen etabliert hat. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich der Anteil der Unternehmen mit Homeoffice-Angeboten von 24 Prozent vor der Pandemie auf nun 48 Prozent verdoppelt. In der Informationswirtschaft ist der Anteil mit einem Sprung von 48 Prozent auf 82 Prozent ebenfalls stark angestiegen.

„Mit Blick auf die nächsten zwei Jahre rechnen die Unternehmen auch nicht damit, Angebote mit mindestens einem Homeoffice-Tag pro Woche zurückzufahren. Im Gegenteil: Der Anteil an Unternehmen mit Homeoffice-Angeboten wird laut Erwartungen nochmals ansteigen – auf 88 Prozent in der Informationswirtschaft und 57 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe“, so Erdsiek.

Darüber hinaus rechnen die befragten Unternehmen auch mit einem steigenden Anteil der Beschäftigten, die solche Angebote künftig nutzen werden. Beispielsweise erwarten etwa zwei Drittel der Unternehmen in der Informationswirtschaft, dass im Juni 2026 mehr als 20 Prozent ihrer Beschäftigten mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice arbeiten werden.

Quelle: ZEW

Warum der digitale Wandel auch die berufliche Ausbildung verbessert!

In so viel Prozent der Unternehmen erreichte die Ausbildung diesen Digitalisierungsgrad

Obwohl die Digitalisierung viele Chancen bietet, bereitet nur ein Teil der Ausbildungsbetriebe den Nachwuchs umfassend auf die Arbeit mit Computern und Co. vor. Ausbildungsnetzwerke können helfen, den Anteil zu erhöhen.

Ob für die Kommunikation im Team oder die mobile Zusammenarbeit – die Digitalisierung bietet Unternehmen und ihren Mitarbeitern zahlreiche Möglichkeiten, die in der analogen Arbeitswelt nicht vorhanden sind.

Der digitale Wandel kann auch die berufliche Ausbildung aufwerten und verbessern. Wie gut das schon funktioniert, hat das Netzwerk Q 4.0 untersucht (Grafik):

Rund jeder dritte Ausbildungsbetrieb zählte im Jahr 2022 zu den sogenannten digitalen Vorreitern beziehungsweise zu den Ausbildungsunternehmen 4.0.

Die Ausbilder dort vermitteln digitale Kompetenzen besonders intensiv, nutzen häufig digitale Lernmedien und machen sich regelmäßig mit der neuesten Technik in ihrem Unternehmen vertraut.

Die digitalen Vorreiter tauschen sich am häufigsten mit anderen Ausbildungsakteuren aus – den engsten Kontakt haben sie mit den Berufsschulen.

Außerdem tauschen sich die Ausbildungsunternehmen 4.0 am häufigsten mit anderen Akteuren zu Ausbildungsfragen aus – beispielsweise mit Ausbildern aus anderen Unternehmen oder der Bundesagentur für Arbeit.

Besonders gut vernetzt sind sie mit den Berufsschulen. Rund zwei Drittel der digitalen Vorreiter stehen mit diesen in regelmäßigem Kontakt. Das läuft jedoch nicht immer reibungslos: Das unterschiedliche Tempo der Digitalisierung sehen rund 70 Prozent der Ausbildungsunternehmen 4.0 als Herausforderung in der Kooperation mit den Berufsschulen.

Doch auch viele Unternehmen haben noch Nachholbedarf in Sachen digitaler Ausbildung. Zwar nimmt seit der ersten Erhebung im Jahr 2019 der Digitalisierungsgrad in den Betrieben kontinuierlich zu, dennoch bildet noch immer etwa ein Fünftel der Befragten kaum digital aus – sie gelten daher als digitale Nachzügler. Anders als die digitalen Vorreiter stehen sie nur mit wenigen Netzwerkpartnern im Austausch.

Vermutlich sind ihnen die Vorteile von Netzwerken und digitaler Ausbildung bisher nicht so bekannt.

Um das Potenzial der digitalen Ausbildung weiter auszuschöpfen, müssen die Nachzügler – und auch das große digitale Mittelfeld – künftig aktiver werden.

Ausbildungsnetzwerke können hier einen wichtigen Beitrag leisten, weil sich beispielsweise Unternehmen mit unterschiedlichem Digitalisierungsgrad über Ideen und Erfahrungen austauschen können.

Außerdem sind die gemeinschaftliche Weiterbildung von Berufsschullehrkräften und Ausbildern sowie eine engere Zusammenarbeit mit Lernorten wie der Berufsschule wichtig. Dann wird die Digitalisierung in der Ausbildung ein durchschlagender Erfolg.

Quelle: IW Köln

So wird Künstliche Intelligenz unsere Zukunft prägen – Tipps und Trends direkt aus Düsseldorf

Symbolbild: Künstliche Intelligenz; Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf ki-generiert

Die Broschüre „Arbeitsorganisation neu gedacht – Erfolgsfaktoren für die KI-Einführung“ ist jetzt neu erschienen und wurde vom Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. herausgegeben.

Diese detaillierte Veröffentlichung beleuchtet eingehend, welche aktuellen Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation bereits sichtbar sind, welche Auswirkungen diese auf die tägliche Arbeit haben, und bietet eine systematische Herangehensweise zur erfolgreichen Implementierung von KI-Systemen. Darüber hinaus enthält sie zahlreiche praktische Arbeitshilfen und ausführliche Checklisten zum Ausfüllen, die besonders für kleine und mittlere Unternehmen nützlich sind, um die identifizierten Potenziale optimal nutzen zu können.

Link: https://www.arbeitswissenschaft.net/ki-arbeitsorganisation

Der Einsatz von KI stärkt die Organisationsstruktur und erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber. „Angesichts des Fachkräftemangels ist dies entscheidend, um Deutschlands Position als wettbewerbsfähiges Hochlohnland zu sichern“, betont Prof. Dr.-Ing. habil. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa.

KI hat das Potenzial, die Arbeitswelt nachhaltig zu verändern durch:

  • Menschenorientierte Gestaltung: Entlastung der Beschäftigten durch die Übernahme sich wiederholender Aufgaben.
  • Erhöhung der Beschäftigungsvielfalt: Einführung neuer, flexibler Arbeitssysteme.
  • Datenbasierte Erkenntnisse: Gewinnung wertvoller Einblicke durch Integration technischer Systeme.
  • Flexibilisierung der Arbeit: Schaffung von flexiblen Arbeitszeiten, unterschiedlicher Arbeitsorte und flexibler Arbeitsorganisationen.
  • Unterstützung von Nachhaltigkeit: Förderung ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Arbeitsorganisatorische Veränderungen durch KI

Der Einsatz von KI ersetzt die menschliche Arbeit nicht, sondern führt zu bedeutenden organisatorischen Anpassungen bei:

  • der Aufbauorganisation: Neugestaltung von Entscheidungsspielräumen und Teamzusammensetzungen sowie Einführung neuer Rollen und Organisationseinheiten.
  • der Ablauforganisation: Anpassung der Arbeitsinhalte, der Arbeitszeiten, der Arbeitsräume und der Arbeitszuordnung.

Die Broschüre bietet umfassende Informationen, Praxisbeispiele und Handlungshilfen für die erfolgreiche Einführung von KI in Unternehmen.

Weitere Informationen zum Thema Künstliche Intelligenz am ifaa:

Ergebnisse des Trendbarometers 2023 – Themenschwerpunkt “Künstliche Intelligenz”: https://www.arbeitswissenschaft.net/fileadmin/user_upload/KI-Trendbarometer-2023.pdf

Übersichtliche Informationen über die Position, Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Forschungsprojekte des ifaa sowie Ihre Ansprechpersonen: ifaa-Infografik Künstliche Intelligenz und Lernende Systeme (arbeitswissenschaft.net)

Ergebnisse der ifaa Studie: “Künstliche Intelligenz in produzierenden Unternehmen” (2022): https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/studien/kwh-ue-alf-ki-studie-ergebnisse

Handbuch für die Praxis: Künstliche Intelligenz (KI) und Arbeit – Leitfaden zur soziotechnischen Gestaltung von KI-Systemen:https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/buecher/ifaa-2023-ki-buch

Warum bei uns 2027 rund 728.000 Fachkräfte fehlen werden

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

In den kommenden Jahren wird der Fachkräftemangel immer größer werden. Insbesondere im Verkauf, der Kinderbetreuung und der Sozialarbeit werden Mitarbeiter gesucht, wie eine neue Studie unseres Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

Wer sich beim Shoppen gerne von Fachverkäufern beraten lässt, muss in Zukunft wahrscheinlich länger warten. 2027 könnte die Fachkräftelücke im Verkauf deutschlandweit so groß sein wie in keinem anderen Beruf. Rund 37.000 offene Stellen blieben dann unbesetzt, weil es nicht genügend Fachkräfte gibt. Auf 65.000 Stellenausschreibungen kämen gerade einmal 45.000 passend qualifizierte Arbeitslose. Das zeigt eine neue IW-Studie, die die Entwicklung von 1.300 Berufen bis ins Jahr 2027 untersucht hat – vorausgesetzt, dass sich die Entwicklungen der vergangenen sieben Jahre fortsetzen.

Großer Mangel in sozialen Berufen

Ebenfalls groß könnte die Lücke in der Kinderbetreuung sein: Obwohl die Beschäftigtenzahl in der Kinderbetreuung zwischen 2022 und 2027 voraussichtlich um rund 26 Prozent auf knapp 800.000 steigen wird, wächst der eigentliche Bedarf noch schneller. 27.600 Stellen blieben 2027 daher unbesetzt. In der Sozialarbeit und Sozialpädagogik würde die Lücke in den nächsten Jahren zwar sinken, doch in absoluten Zahlen fehlen hier mit 22.200 Fachkräften die drittmeisten Beschäftigten. Knapp dahinter läge die Fachkräftelücke der Gesundheits- und Krankenpflege mit 20.300 nicht zu besetzenden Stellen, bei Informatik-Experten wären es 19.000.

Zuwanderung gleicht Alterung aus

Die gute Nachricht: Dank der starken Zuwanderung könnte sich die Lage in Zukunft zumindest in Teilen entspannen. Zwar gehen infolge des demografischen Wandels bis 2027 voraussichtlich jährlich 283.000 Beschäftigte mehr in Rente als nachrücken. Setzt sich der aktuelle Trend jedoch fort, werden bis dahin auch 285.000 Menschen jährlich aus dem Ausland in den Arbeitsmarkt einwandern. „Schon heute merken Unternehmen, dass Fachkräfte aus dem Ausland wichtig sind. Unsere Studie zeigt, dass in der guten Integration in den Arbeitsmarkt enorme Chancen liegen“, sagt IW-Experte und Studienautor Alexander Burstedde. Essenziell sei daher, die qualifizierte Zuwanderung zu stärken und berufliche Abschlüsse aus dem Ausland schneller anzuerkennen.

Quelle: IW Köln