Mercedes-Benz Vans auf dem Caravan Salon Düsseldorf: Für jeden der passende Stern am Vanlife Himmel

Ob Camping auf großem oder kleinem Fuß, ob Antriebs-Traditionalist oder Visionär, ob Technik-Liebhaber oder Design-Connaisseur, ob Vertreter des Besitztums oder Sharing-Prinzips – für jeden Vanlifer, oder jene, die es werden wollen, hat Mercedes-Benz Vans auf dem diesjährigen Caravan Salon in Düsseldorf etwas Passendes dabei. Besucher der Messe finden vom 27. August bis 04. September auf dem Messestand der Marke mit Stern in Halle 16 eine Vielzahl an Neuheiten; darunter einen der ersten eCamper-Ausbauten auf Basis des Mercedes EQV umgesetzt von der Firma Sortimo Walter Rüegg AG, die ersten Camper-Umbauten auf Basis des neuen Sprinter 4×4 (Foto).

Ob Camping auf großem oder kleinem Fuß, ob Antriebs-Traditionalist oder Visionär, ob Technik-Liebhaber oder Design-Connaisseur, ob Vertreter des Besitztums oder Sharing-Prinzips – für jeden Vanlifer, oder jene, die es werden wollen, hat Mercedes-Benz Vans auf dem diesjährigen Caravan Salon in Düsseldorf etwas Passendes dabei. Besucher der Messe finden vom 27. August bis 04. September auf dem Messestand der Marke mit Stern in Halle 16 eine Vielzahl an Neuheiten; darunter einen der ersten eCamper-Ausbauten auf Basis des Mercedes EQV umgesetzt von der Firma Sortimo Walter Rüegg AG, die ersten Camper-Umbauten auf Basis des neuen Sprinter 4×4 von der Frankia-GP GmbH (erstmals mit der ab sofort auf Wunsch verfügbaren Mercedes-Benz Navigation für Anhänger und übergroße Fahrzeuge an Bord), den Mercedes-Benz Marco Polo mit neuer, frischer Farbwelt fürs Interieur und – als besonderes Highlight – die neue Mercedes-Benz T-Klasse mit einem flexibel ein- und ausbaubaren Camping-Modul ab Werk. Damit stellt die Marke mit Stern ihr gesamtes Portfolio, vom Large über den Midsize bis zum Small Van, auf der weltgrößten Messe für Reisemobile und Caravans aus. Zudem vor Ort vertreten ist die Mercedes-Benz Automotive Mobility GmbH mit ihrer Reisemobil-Vermietung, die zur kommenden Camping-Saison weiter ausgebaut wird.

Klaus Rehkugler, Leiter Vertrieb und Marketing Mercedes-Benz Vans: „Wir freuen uns, in diesem Jahr wieder auf dem Caravan Salon Düsseldorf auszustellen und allen Vanlifern die Welt der Mercedes-Benz Vans näherzubringen. Besonders freue ich mich auf die Resonanz zum Camping-Modul für unsere neue T-Klasse, das wir ab Werk anbieten werden und mit dem wir unser Angebot rund um die Marco Polo Familie ausbauen. Damit setzen wir erneut ein Zeichen für die strategische Relevanz, die der Reisemobilmarkt für Mercedes-Benz einnimmt!“

Die neue Mercedes-Benz T-Klasse – zwischen Alltagsfahrzeug und Micro-Camper ab Werk

Erst im April dieses Jahres wurde die neue T-Klasse vorgestellt, die das Portfolio für den Privatkundenmarkt um ein attraktives Einstiegsmodell in die Mercedes-Welt erweitert und sich als Premium-Small-Van insbesondere an Freizeitaktive sowie Familien richtet. Die neue T-Klasse verbindet ein sportlich-emotionales Design mit dem Mercedes-typischen Anspruch an beispielsweise Wertigkeit, Komfort und Konnektivität. Diese Eigenschaften, in Kombination mit ihren kompakten Außenmaßen bei einem gleichzeitig durchdachten Platzangebot im Innenraum, eröffnen dabei auch im zunehmend populären Bereich der Micro-Camper-Umbauten vielfältige Möglichkeiten für den Neuen mit Stern – wie Mercedes-Benz Vans bereits wenige Monate nach dessen Markteinführung auf dem Caravan Salon in Düsseldorf mit einer zukünftig ab Werk erhältlichen Camping-Lösung zeigen wird.

Weitere Informationen zum Auftritt der neuen T-Klasse in Düsseldorf stehen mit Messebeginn auf der Onlineplattform Mercedes me media unter media.mercedes-benz.com sowie auf der Mercedes-Benz Group Media Site unter group-media.mercedes-benz.com zur Verfügung.

Neues Farbkonzept für den Mercedes-Benz Marco Polo Campingbus

Ebenfalls Teil des Messeauftritts von Mercedes-Benz Vans sind die ‚hauseigenen‘ Marco Polo Modelle auf Basis des Midsize-Vans V-Klasse bzw. Vito. Sowohl das Freizeitmobil Marco Polo HORIZON ist erneut ausgestellt, als auch der Campingbus Marco Polo, der neben einer serienmäßigen Schlafliegebank und Aufstelldach u.a. auch eine vollwertige Küchenzeile, einen Schrank und Schubladenmodule bietet, und dank der innovativen Camperbedieneinheit Mercedes-Benz Advanced Control (MBAC) ein wirkliches Smart Home auf Rädern ist.

Der Marco Polo kleidet sich dabei in Düsseldorf bereits mit einer neuen Farbvariante fürs Interieur, die Stil-Liebhaber ab Jahresende auf Wunsch bestellen können. Die neue Sonderausstattung Interieur Design anthrazit/blau spielt, wie der Name bereits verrät, im Fond mit den Tönen anthrazit und blau – beispielsweise an den Fahrzeugsäulen und Seitenwänden sowie am Campingmobiliar. So wird der Wohnbereich zu einem wahren Blickfang. Der Boden des Marco Polo führt statt der bewährten Yachtboden-Optik zudem eine neue Steinboden-Optik.

Mit dem EQV zum lokal emissionsfreien Vanlife-Vergnügen

Mercedes-Benz Vans hat den Führungsanspruch bei Elektromobilität fest in der Strategie verankert und elektrifiziert konsequent alle Baureihen. Zum Portfolio, das bereits im Markt verfügbar ist, gehört unter anderem auch der EQV – das batterie-elektrisch angetriebene Pendant des Midsize-Vans V-Klasse. Es gibt den EQV mit zwei unterschiedlichen Batterievarianten: als EQV 300 mit einer 90 kWh Batterie und einer WLTP-Reichweite[1] [2] von 326-363 Kilometern (WLTP: Stromverbrauch kombiniert: 30,3–27,6 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)[3] sowie als EQV 250 mit einer 60 kWh Batterie und einer WLTP‑Reichweite[1] [2] von 213-236 Kilometern (WLTP: Stromverbrauch kombiniert: 30,6–27,4 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)[3]. Beide Modelle sind in zwei Längen (5.140 cm oder 5.370 cm) verfügbar. An der Schnellladesäule lädt der EQV in bis zu 40 Minuten von zehn auf 80 Prozent[4]. Darüber hinaus ist der EQV in ein elektromobiles Ökosystem aus intelligenter Navigation mit aktivem Reichweitenmanagement und Cloud-basierten Diensten und Apps eingebunden. Als zentrale Steuereinheit dient das Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience). Mit diesen Qualitäten bietet er ein breites Einsatzspektrum für unterschiedlichste Kundenbedürfnisse und das lokal emissionsfrei – darunter auch für Vanlifer, wie die Firma Sortimo Walter Rüegg AG zusammen mit Mercedes-Benz Vans in der Rheinmetropole zeigt.

Das Umbaukonzept von Sortimo ist modular[5]. Wer alle Register zieht, wird ein Aufstelldach mit Dachbett sowie eine Multifunktionsbox mit Schlaf- und Kücheneinheit für Heck bzw. Fond bekommen. Die Besonderheit der Campingumfänge ist ihre Leichtbauweise, denn jedes gesparte Kilo bedeutet mehr Reichweite. Solarpanels auf dem Dach versorgen die Camping-Batterie darüber hinaus mit Strom und geben zusätzliche Autarkie. Weitere optionale Ausstattungen umfassen u.a. verdunkelte Fondscheiben sowie Innenraumbeleuchtung für den Fond, inklusive integrierter USB-Buchsen.

Reisemobileinsatz im Fokus – Technik-Upgrade für den Sprinter

Auch der Mercedes-Benz Sprinter, das Zugfahrzeug der Marke mit Stern im Reisemobilmarkt, darf natürlich auf der Leitmesse für Reisemobile und Caravans nicht fehlen. Auf dem Mercedes-Messestand in Halle 16 stehen gleich drei Reisemobile auf Basis des Large Van: das neue vollintegrierte Reisemobil Supersonic der Adria mobil, d.o.o., das seine Messepremiere feiert, sowie der Teilintegrierte c-tourer der Carthago Reisemobilbau GmbH und Kastenwagen Yucon der Frankia-GP GmbH. Letzterer führt das neue Allradsystem, das seit Ende letzten Jahres für den Sprinter ab Werk optional erhältlich ist.

Informationen über das neue Allradsystem gibt auch ein spezieller Erlebnisbereich auf dem Mercedes-Messestand. Messebesucher erfahren hier beispielsweise, dass der neue Allradantrieb eine völlige Neuentwicklung ist. Anders als beim zuschaltbaren Vorgängersystem, das im 4×4-Modus ca. 35 Prozent des Drehmoments an die Vorder- und 65 Prozent an die Hinterachse leitete, kann dieses die Antriebsmomente situationsabhängig und ohne Zutun des Fahrers vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen (Torque-on-Demand). Das sorgt für eine hohe Traktion und souveränes Fahrverhalten – auf nahezu jedem Untergrund. Weiterer Vorteil gegenüber dem vorherigen zuschaltbaren Allradantrieb: Zusätzlich zum höheren Komfort durch die automatische Momentenverteilung arbeitet das neue System deutlich leiser. Der neue Sprinter 4×4 ist standardmäßig in Kombination mit dem 140 kW/190 PS starken OM 654 Motor und 9G-TRONIC Automatikgetriebe erhältlich – und das in allen offenen und geschlossenen Baumustern und bis zu einer Gewichtsklasse von 5,5 Tonnen zGG.

Messebesucher können sich ebenfalls über die neu ab Werk verfügbare sogenannte Navigation für Anhänger und übergroße Fahrzeuge informieren, die der Sprinter ab sofort auf Wunsch führt. In Mercedes me können Camper hiermit ihre Fahrzeugdetails – also Maße für Länge, Breite, Höhe sowie das zulässige Gesamtgewicht – eingeben. Bei der Berechnung einer Route in der App werden diese Angaben berücksichtigt und dem Fahrer wird eine für sein Fahrzeug geeignete Straßenführung vorgeschlagen. So werden beispielsweise mögliche Tunnel oder Brücken vermieden, die aufgrund Durchfahrtshöhenbeschränkungen, Kurvenradien oder Fahrbahnbreite mit dem Fahrzeug nicht passiert werden können bzw. dürfen. Der Fahrer sendet die gewählte Route dann ganz komfortabel von der App an die MBUX (Mercedes-Benz User Experience). Sollte ein Caravan mitgeführt werden, wird auch das bei entsprechender Eingabe berücksichtigt.

Flexibel ins Vanlife-Abenteuer – Reisemobil-Vermietung der Mercedes-Benz Automotive Mobility GmbH rundet den Messeauftritt ab

Flexibel und individuell Reisen – viele Menschen haben diese Vorzüge für sich entdeckt; auch in den Generationen Y und Z. Nicht alle wollen oder können sich jedoch gleich für einen eigenen Camper entscheiden. Diesem Bedarf begegnet die Mercedes-Benz Automotive Mobility GmbH[6] mit dem Angebot der Marco Polo Vermietung. Der Campingbus von Mercedes-Benz kann an rund 25 Mietstationen in Deutschland bequem angemietet werden, zeitnah ist auch eine Onlinebuchung möglich. Zur neuen Camping-Saison wird die Flotte zudem nochmals ausgeweitet. Bis Ende dieses Jahres wird die Anzahl der zur Miete verfügbaren Marco Polo verdreifacht. Auch werden ab 2023 unterschiedliche Reisemobile auf Sprinter-Basis zur Miete bereitstehen – vom Teil- bis zum Vollintegrierten. Damit ist dann auch das flexible Reisen mit Stern im XL Format möglich.

Die vier Schlüssel zur Führung hybrider Teams

Hybride Teams verändern Führung. „Die passende technische Infrastruktur, eine gute Kommunikation, Vertrauen in die Eigenverantwortlichkeit der Beschäftigten und der soziale Austausch sind Schlüsselelemente für eine erfolgreiche, hybride Zusammenarbeit“, so Fatemeh Shahinfar vom Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Die wissenschaftliche Expertin erläutert die Hintergründe.

Sicherstellung der technischen Infrastruktur
Hybride Zusammenarbeit erfolgt ortsunabhängig – vor Ort oder digital. Führungskräfte sollten dafür sorgen, dass alle gleichberechtigt teilnehmen können. „Alle Teammitglieder müssen gleichermaßen involviert werden, unabhängig davon, ob sie vor Ort oder per Zuschaltung an einer Besprechung teilnehmen. Die vom Unternehmen angebotene technische Infrastruktur, wie eine stabile Internetverbindung, angepasste Kamerasysteme und digitale Besprechungstools, spielen daher in der hybriden Zusammenarbeit eine enorm wichtige Rolle“, so Shahinfar.

Gute Kommunikation
Durch die unterschiedliche örtliche Verteilung in hybriden Teams, kann es schnell passieren, dass wichtige Informationen nicht alle betroffenen Teammitglieder erreichen. Beispielsweise kommt es zu Situationen, in denen Informationen an einem Arbeitstag lediglich an diejenigen weitergegeben wurden, die vor Ort waren. Abhilfe verschafft eine gemeinsame Kommunikationsplattform, in der alle relevanten Informationen für alle Teammitglieder zur Verfügung stehen.

Vertrauen in die Eigenverantwortung
Mit der Flexibilisierung der Arbeit steigt auch die Eigenverantwortung der Beschäftigten. Grundlage für das flexible, ortsunabhängige Arbeiten ist das gegenseitige Verständnis und Vertrauen. „Das Vertrauen, das die Führungskraft der Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Teammitglieder entgegenbringt, stärkt auch das Verständnis der Kolleg*innen füreinander. Dadurch wird eine wichtige Grundlage für das gemeinsame, hybride Arbeiten geschaffen“, so Shahinfar.

Förderung des sozialen Austausches
Durch informellen Austausch entstehen neue Ideen, Symbiosen und kreative Lösungsansätze. Dazu sind Treffen in Präsenz zwar ideal, aber auch hybrid bzw. online können Führungskräfte gute Rahmenbedingungen dafür schaffen. Hilfreich sind zum Beispiel regelmäßige informelle Termine, an denen sich das Team auf freiwilliger Ebene zusammenschalten kann. Das kann unter anderem das gemeinsame „virtuelle Kaffeetrinken“ mit eingeschalteter Kamera sein. „Hier nehmen am besten alle digital teil, so dass die Personen vor Ort keine eigene Gruppe bilden,“ ergänzt die Expertin.

Zur Unterstützung und Vorbereitung von Unternehmen auf mobile Arbeitsformen, insbesondere zu den Anforderungen an Führungskräfte und Beschäftigte bietet das ifaa die Checkliste zur Gestaltung mobiler Arbeit an:
https://www.arbeitswissenschaft.net/Checkliste_mobile_Arbeit

Dossier „Rente“

Viele Menschen fragen sich angesichts der Warnungen vor zunehmender Altersarmut, dem Demografieproblem, sinkendem Rentenniveau und steigenden Beitragslasten, ob ihre Rente so sicher ist, wie es der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm einst versprochen hat. Doch dank früherer Rentenreformen ist Deutschland in Sachen Altersvorsorge besser aufgestellt als gedacht – es sollte allerdings an einigen Stellschrauben gedreht werden. Dieses Dossier gibt einen Überblick über die Perspektiven der gesetzlichen Rentenversicherung.

Zum IW-Dossier

Tarifpolitik 2022: jetzt droht eine Lohn-Preis-Spirale

Die Inflationsdynamik hat sich bislang noch nicht auf die gesamtwirtschaftliche Tariflohndynamik übertragen. Es gab zwar einzelne Abschlüsse, die überdurchschnittlich hoch ausfielen – etwa der Abschluss in der Eisen- und Stahlindustrie, der neben einem einmaligen „Energiebonus“ von 500 Euro eine Anhebung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten vorsah.

Zudem wirft die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ihren Schatten voraus. Um eine Verdrängung von Tariflöhnen zu verhindern, pochten die Gewerkschaften in Branchen wie der Gastronomie oder der Gebäudereinigung auf deutliche Lohnsteigerungen. Einer expansiveren Lohnpolitik im ersten Halbjahr 2022 standen aber moderate Stufenanpassungen aus der Tarifrunde des letzten Jahres gegenüber. Dadurch blieb die am Tariflohnindex des Statistischen Bundesamtes gemessene Tariflohndynamik moderat. Sie blieb auch deutlich hinter der Inflationsdynamik zurück.

Vor allem im privaten und im öffentlichen Bankgewerbe verliefen die jüngsten Tarifrunden recht konfliktreich. Zählt man die im Laufe der jeweils mehr als neun Monate andauernden Verhandlungen ergriffenen Eskalationsstufen wie Verhandlungsabbrüche, Streikdrohungen oder Warnstreiks zusammen, ergibt sich eine Konfliktintensität von 29 Punkten im öffentlichen und von 28 Punkten im privaten Bankgewerbe. Auf den Plätzen drei und vier folgen die Eisen- und Stahlindustrie mit 16 und der Sozial- und Erziehungsdienst des Öffentlichen Dienstes mit 15 Punkten. Konfliktfrei ging es in den vorgezogenen Tarifverhandlungen für das Gebäudereiniger-Handwerk zu und in den Verhandlungen über einen als „Zwischenergebnis“ bezeichneten Kurzläufer mit einer Laufzeit von sieben Monaten in der Chemischen Industrie. Im Durchschnitt aller verhandelnden Branchen lässt sich nicht feststellen, dass die Inflation die Tarifverhandlungen belastete. Die Konfliktintensität lag im Durchschnitt der 15 analysierten Tarifkonflikte bei 5,7 Punkten. Das sind nur halb so viele Punkte wie im Vorjahr (11,5 Punkte).

Im zweiten Halbjahr 2022 stehen unter anderem Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektro-Industrie, in der Chemischen und pharmazeutischen Industrie und im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen an. Da allein in diesen drei Tarifbereichen für mehr als sieben Millionen Arbeitnehmer neue Tarifverträge verhandelt werden, kommt den zuständigen Tarifpartnern eine große Verantwortung zu. Sie stellen die Weiche in Richtung Lohn-Preis-Spirale oder Preisstabilität. Aus stabilitätspolitischer Sicht sollten sich die Tariflohnsteigerungen nicht an der aktuellen Inflationsrate orientieren, sondern an der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank. Andernfalls droht sich die Inflation auch von der Lohnseite her zu verfestigen.

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Sommerumfrage: Die Hoffnungen der Unternehmen schwinden

Die Produktionsperspektiven der Unternehmen in Deutschland für das Jahr 2022 haben sich gemäß der aktuellen IW-Konjunkturumfrage vom Juni 2022 weiter eingetrübt. Eine ausgeprägte Erwartungsrevision fand bereits zwischen den Umfragen vom Spätherbst 2021 und Frühjahr 2022 statt.

Der Saldo aus positiven und negativen Geschäftserwartungen für 2022 hat sich von 34 Prozentpunkten im Herbst 2021 auf 15 Prozentpunkte im Frühjahr und auf zuletzt 12 Prozentpunkte zurückgebildet. Dabei erwartet aktuell ein Viertel der befragten Betriebe eine niedrigere Produktion als im Jahr 2021 und 37 Prozent der Firmen gehen von einem Anstieg aus. Fast 40 Prozent sehen einer stabilen Geschäftstätigkeit entgegen. Vor allem die Produktionsperspektiven der deutschen Bauunternehmen haben sich nochmals massiv verschlechtert. Hier bremsen Materialengpässe, hohe Kostensteigerungen und fehlende Mitarbeiter die wirtschaftlichen Aktivitäten. Diese Faktoren belasten auch die Industrie – hinzu kommen die globalen Verunsicherungen infolge der Geopolitik. Am aktuellen Rand gehen 37 Prozent der Industriefirmen von einer besseren Produktion als im Jahr 2021 aus, aber 28 Prozent sehen einen Rückgang. Der Saldo aus positiven und negativen Werten hat sich seit Spätherbst 2021 von 41 auf 16 Prozentpunkte stark vermindert. Die Dienstleister weisen zwar immer noch einen deutlichen positiven Saldo auf. Dieser ist mit 18 Prozentpunkten jedoch ebenfalls ernüchternd niedriger als im Herbst 2021 mit 44 Prozentpunkten. Die regionalen Wirtschaftserwartungen fallen zwar unterschiedlich aus, der Großteil der Regionen liegt aber ziemlich nahe am landesweiten Durchschnitt. Die Beschäftigungsperspektiven in den deutschen Unternehmen liegen weiterhin im positiven Bereich. Ein Drittel der Unternehmen erwartet im Jahr 2022 eine höhere Anzahl an Mitarbeitern. Dagegen sieht ein Fünftel der Befragten einen Personalrückgang. Die Investitionserwartungen haben sich empfindlich zurückgebildet. Derzeit erwarten 36 Prozent der befragten Unternehmen höhere Investitionen als im Jahr 2021. Zugleich geht aber ein Viertel der Firmen von niedrigeren Investitionen aus. Damit wird die im Gefolge der Corona-Pandemie entstandene Investitionslücke im Jahr 2022 wohl nicht geschlossen werden.

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Kaum Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt

Die Arbeitskräftefluktuation in Deutschland ist im Zeitverlauf nahezu konstant, sie sinkt jedoch leicht in wirtschaftlichen Krisenzeiten wie der Finanz- und Wirtschaftskrise und der Corona-Pandemie.

Dies liegt unter anderem daran, dass die Personalabgänge maßgeblich durch arbeitnehmerseitige Kündigungen bestimmt sind, die prozyklisch den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen folgen. Während die volkswirtschaftliche Perspektive die Funktion von Personalbewegungen für eine bessere Ressourcenallokation herausstellt, gilt auf betrieblicher Ebene eine hohe Fluktuation häufig als Ausdruck einer geringen Mitarbeiterbindung. Allerdings zeigen sich nur wenige Betriebe (2016 waren es rund 9 Prozent) auch tatsächlich besorgt über das Ausmaß ihrer Fluktuation in den kommenden Jahren. Vielmehr sind Personalwechsel und Beschäftigungsentwicklung stark durch das betriebliche Umfeld wie den Wettbewerbsdruck und die jeweilige personalpolitische Strategie geprägt. Demgegenüber spielt die Diversität der Belegschaft mit Blick auf das Geschlecht, die Altersverteilung und den kulturellen Hintergrund der Beschäftigten für die Dynamik der Personalbewegungen eher eine untergeordnete Rolle. Angesichts steigen der Fachkräfteengpässe in Verbindung mit den strukturellen Veränderungen durch den ökologischen und digitalen Wandel könnte die Fluktuation als volkswirtschaftliche Kennziffer und betriebliche Steuerungsgröße noch weiter an Bedeutung gewinnen

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METRO bringt vegane Flüssig-Ei-Alternative auf den Markt

Foto: Simply Eggless

Ab sofort bietet die Düsseldorfer METRO eine pflanzliche und zukunftsweisende Alternative zum klassischen Hühnerei an: das vegane Flüssigei von Simply Eggless. Das jetzt erstmals in Deutschland erhältliche Produkt auf Lupinen-Basis überzeugt in puncto Geschmack und Textur wie das Original. Dieses neu entwickelte, innovative Trendprodukt erweitert das pflanzenbasierte Sortiment des Großhändlers und bietet Gastronominnen und Gastronomen sowie ihren Gästen eine weitere nachhaltigere Alternative zum gewohnten tierischen Produkt.

Pflanzenbasierte Nahrung liegt bereits seit Jahren voll im Trend. Egal ob Vegetarier, Veganer oder Menschen, die sich gesundheitsbewusst ernähren und einfach mal was anderes probieren möchten – für sie alle bietet METRO ein breit gefächertes Sortiment, das verschiedenste Ernährungsgewohnheiten abdeckt. Ab sofort kommt nun ein neues Trendprodukt im Kühlregal hinzu: Die pflanzliche Flüssigei-Alternative von Simply Eggless. „Wir freuen uns sehr, als erster Lebensmittelhändler in Deutschland flächendeckend ein veganes und hochwertiges Flüssigei-Produkt anzubieten. Unsere Kundinnen und Kunden erhalten bei uns bereits viele Produkte, die als pflanzenbasierte Protein-Alternativen tierische Produkte wie Fleisch, Wurst, Fisch oder Käse ersetzen können. Nun gibt es endlich auch eine pflanzliche Alternative zum Hühnerei“, sagt Muna Sueifan, Category Managerin Einkauf Feinkost & Tiefkühlkost bei METRO Deutschland. „Mit diesem und vielen weiteren Produkten werden wir der wachsenden Nachfrage nach innovativen und nachhaltigen Produkten, die auch das Gastgewerbe spürt, gerecht. Ziel ist unser Sortiment kontinuierlich auf Basis der wachsenden Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden zu optimieren.“

Simply Eggless: Vielseitig und innovativ

Als pflanzenbasiertes Produkt auf Basis von Lupinen liegen die Vorteile der neuen Ei-Alternative auf der Hand: Es ist für die gesundheitsbewusste Ernährung ohne tierische Produkte perfekt geeignet, ist sehr proteinreich, hat einen hohen Ballaststoffgehalt und enthält kein Cholesterin. Ob als Rührei, Omelette oder im Kuchen als Backzutat – das vegane Flüssigei ist vielseitig einsetzbar und verhält sich dabei hinsichtlich Textur und Geschmack wie das Original. Im Sinne der Nachhaltigkeit bestehen die Flaschen zudem zu 50% aus recyceltem PET (rPET). Das pflanzenbasierte Flüssigei von Simply Eggless ist ab sofort im Kühlregal in allen METRO Großmärkten und ab März auch beim METRO Lieferservice deutschlandweit zunächst in 400ml Flaschen in limitierten Mengen verfügbar. Künftig sind eine hohe Verfügbarkeit, sowie weitere, an die Bedürfnisse der Gastronomie angepasste, Verpackungsgrößen sichergestellt.

Einsatz in der Gastronomie

Durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche ist die Ei-Alternative auch für die Gastronomie äußerst attraktiv. Denn nicht nur Veganer sind an pflanzenbasierten Gerichten im Restaurant ihrer Wahl interessiert. Immer mehr Menschen wollen den Konsum von tierischen Produkten bewusst reduzieren und greifen daher gerne auf pflanzliche Alternativen zurück. „Egal ob für das Rührei beim Hotelfrühstück, das Omelette beim Brunch oder für das Backen von veganen Kuchen auf der Dessertkarte – mit dem pflanzenbasierten Flüssigei von Simply Eggless bieten wir dem Gastgewerbe eine weitere Lösung, um diese Nachfrage ihrer Gäste zu decken“, resümiert Muna Sueifan.

Aktuelle Studie: Digitalisierungsbedarf, Corona, Lieferengpässe – Die Zukunft des stationären Einzelhandels liegt im Omnichannel

Aktuelle Studie: Digitalisierungsbedarf, Corona, Lieferengpässe – Die Zukunft des stationären Einzelhandels liegt im Omnichannel / Handelsexperte Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Ladeninhaberin Patricia Bernhardt und Luca Beltrami, Head of Product for Retailers bei Faire (von Links nach Rechts) bei der Vorstellung der Studie, die das Marktforschungsinstitut IFH Köln im Auftrag von Faire umgesetzt hat.

Der unabhängige, mittelständische Einzelhandel in Deutschland sieht sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die seinen Erfolg erschweren: hohe Ladenmieten, Wettbewerbsdruck durch E-Commerce und große Händler sowie die Pandemie. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie steht es hier um die Digitalisierung? Vier von zehn Einzelhändler:innen haben sich noch nicht mit digitalen Lösungen beschäftigt. Hier bedarf es vor allem unkomplizierter und schnell einsetzbarer Lösungen. Denn laut Studie ist die Überforderung mit den Aufgaben und Technologien ein Grund für die Digitalisierungslücke. Ein Erfolgsbeispiel ist das Umdenken im Beschaffungsprozess: Bereits jede:r fünfte Einzelhändler:in informiert sich mittlerweile auf Onlinegroßhandelsplattformen. 64 Prozent der Befragten sind offen für digitalen Beschaffungsalternativen.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie, die das Marktforschungsinstitut IFH Köln im Auftrag der weltweit größten digitalen Großhandelsplattform Faire Wholesale im Juli 2022 umgesetzt hat. 213 unabhängige Einzelhändler:innen verschiedener Branchen mit einem maximalen Umsatz von 1,5 Mio. Euro äußerten sich in der Befragung zum Thema „Wie digital ist der deutsche Einzelhandel?“

Mit digitalen Lösungen den Herausforderungen begegnen

Die Hälfte der befragten Unternehmen, deren Läden in städtischen Lagen angesiedelt sind, gibt an, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf ihre Geschäfte ausgewirkt hat. Im Lockdown konnte niemand shoppen gehen, Lieferengpässe schmälerten das Sortiment. 36 Prozent der Befragten informieren sich normalerweise auf Großhandels- und Ordermessen zu neuen Trends und Produkten. Diese wurden jedoch während der Corona-Krise abgesagt.

„Traditionell stellen wir unsere Produkte auf internationalen Handelsmessen stationären Händler:innen vor, doch diese Veranstaltungen fielen in den vergangenen zwei Jahren immer wieder aus“, beschreibt Faire Kundin Antje Risau, Gründerin von WeeDo Funwear das Problem aus Hersteller:innensicht. „Ein Riesenproblem, das wir mit einer digitalen Großhandelsplattform wie Faire lösen konnten. Dort treffen auch im Lockdown kleine Einzelhändler:innen und kleine Marken aufeinander. Online rettet somit kleine stationäre Marken und Läden.“

Einzelhandel intelligent gedacht – Faire unterstützt mit neuen Technologien und Dienstleistungen sowohl unabhängige Einzelhändler:innen, als auch Hersteller:innen und kleine Marken. Beide Seiten können somit lokale und globale Netzwerke bilden, die ihnen dabei helfen, dem Wettbewerb mit den Einzelhandelsriesen standzuhalten. Welche Rolle die digitale Transformation dabei spielt war die zentrale Fragestellung der Studie von Faire und IFH Köln.

Wie digital ist der deutsche Einzelhandel aufgestellt?

Um es vorweg zu nehmen: Es besteht digitaler Nachholbedarf, aber zugleich entdecken immer mehr die Vorteile von Online. Noch haben sich vier von zehn Einzelhändler:innen nicht mit digitalen Lösungen beschäftigt, unter anderem weil sie derzeit keinen Bedarf für Digitalisierung sehen oder mit den hiermit verbundenen Aufgaben überfordert sind. 57 Prozent der befragten Händler:innen betreiben keinen Onlineshop. Besonders kleinere Einzelhändler:innen geben fehlende Zeit an, wieso sie bisher keinen zusätzlichen Onlinekanal aufgebaut haben. Doch gerade traditionell zeitaufwendige Aufgaben, wie die Auswahl und den Einkauf neuer Waren lassen sich mühelos digitalisieren, d.h. über Onlinegroßhandel abwickeln. Das hat bereits jede:r fünfte Einzelhändler:in erkannt – Tendenz steigend. War der Besuch auf Großhandels- und Ordermessen früher mit Zeit und Kosten verbunden, gelingt der Einkauf beim Onlinegroßhandel digital schnell und bequem.

„Die Pandemie hatte weitreichende Auswirkungen darauf, wie Konsument:innen weltweit einkaufen und Geschäfte machen. Sie stellte uns zwar vor eine Herausforderung, aber dieser Moment bietet uns auch die Gelegenheit zu überdenken, wie wir bisher vorgegangen sind, und zu entscheiden, wie wir uns neu aufstellen wollen“, kommentiert Max Rhodes, Mitbegründer und CEO von Faire, die Umfrageergebnisse. „Unsere Plattform gibt unabhängigen Einzelhändler:innen die Möglichkeit, mit einfachen Online-Tools einige der gängigsten Probleme zu lösen, mit denen sie konfrontiert sind. Wenn sich ein:e Einzelhändler:in bei Faire anmeldet, wird er oder sie Teil eines globalen Netzwerks, das gemeinsam mit Einzelhandelsriesen konkurrieren kann. Unsere Mission ist es, ihnen dabei zu helfen, eine bessere Zukunft für sich und ihre Community aufzubauen.“

Mit maßgeschneiderten finanziellen und logistischen Bedingungen, wie z. B. kostenlosen Rücksendungen und einem 60-Tage-Nettozahlungsziel, bietet das 2017 in den USA gegründete Unternehmen kleinen Händler:innen Konditionen, wie sie üblicherweise allein großen Handelsketten zur Verfügung stehen. Mit seinem datengesteuerten Ansatz begleitet Faire Händler:innen bei der passgenauen Auswahl von Artikeln. Mit Faire profitieren Marken von leistungsstarken Vertriebs-, Marketing- und Analysetools, die ihr Geschäft vereinfachen.

Experte Prof. Dr. Heinemann sieht mangelnde Digitalisierung kritisch

„Obwohl die derzeitigen Herausforderungen im stationären Einzelhandel gewaltig sind, verweigern immer noch 4 von 10 Händlern das Thema Digitalisierung“, sagt der E-Commerce-Experte im Hinblick auf die Studienergebnisse der IFH Köln. „Sie gehören damit höchstwahrscheinlich zu den Handelsbetrieben, die den Strukturwandel nicht überleben werden. Die fortschrittlichen Händler allerdings haben die Gunst der Stunde genutzt und setzen vor allem auf die Vorteile der Digitalisierung auf der Beschaffungsseite in Einkauf und Logistik.“

Onlinegroßhandel wird als Einkaufskanal immer relevanter

Insgesamt ist die Digitalisierung bei größeren Einzelhändler:innen weiter verbreitet – vor allem im Einkauf und den internen Prozessen ist sie ausgeprägter. Die globalen Krisen treiben insbesondere in der Beschaffung der Waren ein Umdenken hervor: Der Onlinegroßhandel wird als Einkaufsort relevanter, Händler:innen suchen nach digitalen Alternativen zu Messen und langwierigen Recherchen in den Weiten des Internet. Zahlreiche Faire-Tools erleichtern den Bestellprozess und knüpfen an beliebte und gelernte Social Media Mechanismen an.

„Ich habe schon ganz oft auf „Dies könnte dir auch gefallen“ geklickt, das funktioniert wie bei Instagram und Pinterest“, sagt Ramona Krämer, Inhaberin des Hamburger Krämerladens. „Ich liebes es, dass ich weltweit einkaufen kann, momentan bestelle ich viel in Amerika.“ Vorgestellt hat Faire die Studie in der Düsseldorfer Boutique In Love with Loretto 23. Die Ladenbesitzerin Patricia Bernhardt setzt auf die Digitalisierung und bestellt ihre kuratierte Ware bei Faire. Damit repräsentiert sie die neue Generation unabhängiger Händler:innen: stark im Sortiment, offen für digitale Lösungen, aktiv in den sozialen Medien.

64 Prozent der Befragten gaben an, offen für alternative Beschaffungsmöglichkeiten wie den Onlinegroßhandel zu sein. Trotz vergleichsweise geringerem Digitalisierungsgrad suchen kleinere Händler:innen eher nach neuen Einkaufsmöglichkeiten. Jeder fünfte:r Einzelhändler:in informiert sich bei Onlinegroßhändler:innen, 80 Prozent haben dabei positive Erfahrungen gemacht. Bei 68 Prozent hat sich die Nutzung von Onlinegroßhandelsplattformen während der Pandemie positiv ausgewirkt. Während der aktuellen Krisen wünschen sich insbesondere größere Einzelhändler:innen zunehmend Unterstützung vom Großhandel, vor allem hinsichtlich Konditionen (35 Prozent) und Warenauswahl (15 Prozent).

Fazit und Ausblick

„Es gilt, mit dem richtigen Angebot beim Einzelhandel zu punkten“, sagt Max Rhodes. „Die Studienergebnisse spiegeln wider, was wir jeden Tag erleben. Kleine, unabhängige Einzelhändler:innen haben es schwer im traditionellen Großhandelssystem: Kurzfristige Zahlungsziele und große Mindestbestellmengen machen den Beschaffungsprozess für kleine Unternehmen risikoreich. Es braucht moderne Konzepte, faire Konditionen und digitale Angebote für unabhängige Retailer:innen.“

Die Experten von Faire haben schon bei der Gründung erkannt: Der Einzelhandel wird immer mehr zum Omnichannel. Es wird immer seltener Einzelhändler:innen geben, die nur online oder nur stationär sind. Dieser Überzeugung ist auch Prof. Dr. Heinemann und nennt das Konzept „Kanal Egal“. „Jeder wird über Websites, soziale Medien oder Marktplätze ein bisschen von beidem anbieten. Eine ideale Kombination stellt dazu die Beschaffungsplattform Faire.com dar, auf der sich bereits 70.000 Qualitätsmarken zum Großhandelspreis tummeln.“

Digital Commerce und stationärer Handel sind kein Widerspruch, sondern ideale Partner bei der Demokratisierung und Digitalisierung des Einzelhandels.

Über das IFH

Als Brancheninsider liefert das IFH KÖLN Informationen, Marktforschung und Beratung zu handelsrelevanten Fragestellungen rund um eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft und der Entwicklung passender Geschäftsmodelle. Das IFH KÖLN ist erster Ansprechpartner für unabhängige, fundierte Daten, Analysen und Strategien, die Unternehmen und Handelsstandorte erfolgreich und zukunftsfähig machen. Durch die Betrachtung von Märkten, Kunden und dem Wettbewerb, bietet das IFH KÖLN einen 360°-Blick für die Strategieableitung bei handelsrelevanten Themen. Mehr unter: www.ifhkoeln.de

Über Faire

Faire ist der weltweit erste Online-Marktplatz, der ausschließlich unabhängige Einzelhändler:innen und Marken zusammenbringt und so die Demokratisierung des Großhandels vorantreibt. Dank unkomplizierten finanziellen und logistischen Bedingungen, wie z. B. kostenlosen Rücksendungen und einem 60-Tage-Nettozahlungsziel, bietet das 2017 gegründete Unternehmen kleinen Händler:innen Konditionen, wie sie üblicherweise allein großen Handelsketten zur Verfügung stehen. Mit seinem datengesteuerten Ansatz begleitet Faire Händler:innen bei der passgenauen Auswahl von Artikeln. Mit Faire profitieren Marken von leistungsstarken Vertriebs-, Marketing- und Analysetools, die ihr Geschäft vereinfachen. Kleine Unternehmen zu stärken ist eine Herzensangelegenheit von Faire. Alle Mitglieder des Gründer- und Vorstandsteams haben einen Einzelhandelshintergrund. Der Hauptsitz von Faire ist in San Francisco, USA. Mit seinen 10 internationalen Standorten verbindet Faire kleine Händler:innen und Hersteller:innen weltweit. Faire wird von Investoren wie Durable Capital Partners, Sequoia Capital, Forerunner Ventures, Founders Fund, Khosla Ventures, Lightspeed Venture Partners, Y Combinator, DST Global, Dragoneer, D1 Capital Partners, Norwest Venture Partners, Baillie Gifford und Wellington Management unterstützt. www.faire.com

Henkel erzielt deutliches organisches Umsatzwachstum im ersten Quartal

Henkel-Chef Carsten Knobel. Foto: Henkel

Henkel hat im ersten Quartal 2022 in einem sehr herausfordernden Marktumfeld den Konzernumsatz auf rund 5,3 Mrd Euro gesteigert. Das deutliche organische Umsatzwachstum von +7,1 Prozent war vor allem durch eine sehr starke Preisentwicklung getrieben, bei gleichzeitig leicht rückläufigem Volumen. Nominal betrachtet betrug der Umsatzzuwachs +6,1 Prozent.

„Diese sehr gute Umsatzentwicklung ist ein Beleg für unsere Wachstumsagenda sowie für das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Ihnen gebührt unser Dank für ihren großartigen Einsatz“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Doch das gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich seit Anfang des Jahres weiter dramatisch verschlechtert. Die Auswirkungen der globalen Corona-Krise mit einer außerordentlich angespannten Situation an den Rohstoffmärkten und in den globalen Lieferketten haben sich durch den Krieg in der Ukraine dramatisch verschärft.“

„Trotz dieser außergewöhnlich schwierigen Rahmenbedingungen verfolgen wir eine klare Strategie für ganzheitliches Wachstum. Mit unserem Adhesive Technologies-Geschäft sind wir weltweit führend und bieten innovative Lösungen in vielen wichtigen Industrien – mit einem klaren Fokus auf Zukunftstrends wie Mobilität, Vernetzung und Nachhaltigkeit. Und durch den Zusammenschluss der Konsumentengeschäfte Laundry & Home Care und Beauty Care schaffen wir mit Henkel Consumer Brands eine Multikategorie-Plattform mit rund 10 Mrd Euro Umsatz. Unser künftiges Consumer Brands-Geschäft soll bis spätestens Anfang 2023 etabliert sein und bietet ein breiteres Fundament, um unser Portfolio noch konsequenter zu optimieren und auf ein höheres Wachstums- und Margenprofil zu entwickeln“, erläuterte Carsten Knobel.

Das Umsatzwachstum im ersten Quartal war vor allem durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologiesgetragen, der einen zweistelligen organischen Anstieg von +10,7 Prozent erreichte. Hier erzielten alle Geschäftsfelder organische Umsatzzuwächse.

Der Unternehmensbereich Beauty Care verzeichnete im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung von -1,2 Prozent. Dabei erreichte das Friseurgeschäft ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum. Das Konsumentengeschäft lag insbesondere aufgrund der Umsetzung der für 2022 angekündigten Portfoliomaßnahmen wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erzielte eine sehr starke organische Umsatzsteigerung von +4,9 Prozent, die durch ein deutliches Wachstum im Geschäftsfeld Waschmittel getragen wurde. Das Geschäftsfeld Reinigungsmittel dagegen verzeichnete im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung.

In regionaler Hinsicht wurde die deutliche Umsatzentwicklung von Henkel maßgeblich von den Wachstumsregionen getrieben. Aber auch die reifen Märkte verzeichneten eine starke organische Umsatzentwicklung.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2022 sagte Carsten Knobel: „Die Unsicherheit und Volatilität in unserem wirtschaftlichen Umfeld haben sich durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft. So haben sich die Preise für Rohstoffe und Logistik noch einmal deutlich erhöht. Zudem haben wir uns – vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Krieges in der Ukraine – Mitte April dazu entschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Russland aufzugeben. Darüber hinaus haben wir beschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Belarus einzustellen. Hiervon betroffen sind ein Jahresumsatz von insgesamt rund 1 Mrd Euro und mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erwarten wir nun für den weiteren Jahresverlauf eine deutlich höhere Belastung unserer Ergebnisgrößen als noch zum Anfang des Jahres und haben daher Ende April unsere
Jahresprognose entsprechend aktualisiert.“

Henkel erwartet nun auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von +3,5 bis +5,5 Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) soll in der Bandbreite von 9,0 bis 11,0 Prozent liegen. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwarten wir nun einen Rückgang in der Bandbreite von -35 bis -15 Prozent.

Rheinmetall: Klimaneutralität bis zum Jahr 2035

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 die CO2-Neutralität im Konzern zu erreichen. Auf dem Weg dorthin hat nun das südafrikanische Tochterunternehmen Rheinmetall Denel Munition (RDM) erste Schritte unternommen, die eigene Klimabilanz zu verbessern und damit das weltweite Konzernziel zu unterstützen. Am Unternehmensstandort Somerset West installierte Rheinmetall in diesem Zusammenhang neue E-Fahrzeuge und netzunabhängige, solarbetriebene Ladestationen.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: “Weltweit fokussieren Unternehmen ihre Aufmerksamkeit auf ESG-Ziele (Environmental, Social and Governance). Auch der Rheinmetall-Konzern verpflichtet sich konzernweit dazu, in der Praxis sichtbare Schritte zu unternehmen, um Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und der Gesellschaft wahrzunehmen. Die Initative in Südafrika ist nur ein Beispiel hierfür.“

Die neuen Fahrzeuge wurden von Jan Patrick Helmsen, CEO der südafrikanischen RDM, am Hauptstandort des Rheinmetall-Tochterunternehmens in Somerset West enthüllt und werden von nun an hier und am Standort Boskop in Potchefstroom in Betrieb sein.

„Als Teil der Rheinmetall-Gruppe, die sich die Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 zum Ziel gesetzt hat, unterstützt RDM dieses ambitionierte Ziel mit einem Masterplan, mit Hilfe dessen durch die Implementierung von Solarenergie und grünem Wasserstoff sowie anhand weiterer Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien Klimaneutralität erreicht werden soll. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Abkehr vom Verbrennungsmotor in der Fahrzeugflotte mit einem völlig neuen Mobilitätskonzept, das für alle vier RDM-Standorte in Südafrika gilt“, so Helmsen.

Als Kick-Start, um die Abkehr von den mehr als 350 Verbrennermotoren in der RDM-Flotte anzustoßen, hat das Unternehmen die ersten elektronisch betriebenen Busse vorgestellt, die an den Standorten Somerset West und Boskop verkehren werden. Darüber hinaus kommen auch Elektroautos, die neuen „eBakkies“, und ein neues Mobilitätskonzept für Transporte innerhalb des Standortes, das auf E-Scootern und E-Bikes beruht, zum Einsatz.

Die Standorte von RDM umfassen insgesamt 5.000 Hektar, sodass nicht nur zwischen den Standorten, sondern auch innerhalb eines Standortes weite Strecken zurückgelegt werden müssen. Das Unternehmen hat bereits ein App-basiertes System etabliert, bei dem Mitarbeiter bislang schon Mitfahrgelegenheiten in einem Bus oder Auto von individuellen Standpunkten aus buchen können. Dieses System wird nun mit E-Scootern und E-Bikes weiter ausgebaut. Hierdurch sollen die Mobilität der Mitarbeiter und gleichzeitig die Umweltfreundlichkeit erhöht werden.

Der Betrieb der E-Scooter und E-Bikes erfolgt vergleichbar mit den Mietfahrradsystemen in Großstädten, insbesondere in Europa, wo ein Fahrrad an einer bestimmten Station gebucht und entnommen werden kann, um es später nach Gebrauch wieder in eine beliebige Ladestation zurückzustellen. An den RDM-Standorten wurden dementsprechend elektronische Ladestationen, die durch Solarpanels betrieben werden, über den jeweiligen Standort verteilt installiert.

Im Jahr 2021 hat Rheinmetall den United Nations Global Compact unterzeichnet, der ein verantwortungsvolles, nachhaltiges und transparentes Wirtschaften von Unternehmen forciert.