Neuer Podcast der Unternehmerschaft online

Unser neu­er Pod­cast ist online seit Don­ners­tag, 26. März. Unse­re The­men: Digi­ta­li­sie­rung im Mit­tel­stand, Inte­gra­ti­on Geflüch­te­ter in den Arbeits­markt, tages­ak­tu­el­le Mel­dun­gen aus der Düs­sel­dor­fer Wirt­schaft. Sie hören den Pod­cast über https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/ und über https://anchor.fm/unternehmerschaft/episodes/Digitalisierung-im-Mittelstand–Integration-von-Geflchteten-und-tagesaktuelle-Meldungen-ebv406

Nach­fol­gend die tages­ak­tu­el­len Mel­dun­gen mit wei­ter­füh­ren­den Links:

Die aktu­el­len Nach­rich­ten aus unse­rem neu­en Pod­cast mit Links

In Deutsch­land droht in den nächs­ten zehn Jah­ren nach einer Pro­gno­se von Han­dels­ex­per­ten ein wei­te­res gro­ßes Ladenster­ben. Die Zahl der Unter­neh­men im sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­del wer­de sich durch geän­der­te Kauf­ge­wohn­hei­ten und den Sie­ges­zug des Online­han­dels bis zum Jahr 2030 noch ein­mal um bis zu 64.000 ver­rin­gern. Die Zahl der Ver­kaufs­stel­len wer­de sogar um bis zu 80.000 sin­ken, pro­gnos­ti­ziert das Köl­ner Insti­tut für Han­dels­for­schung (IFH) in sei­ner in die­ser Woche ver­öf­fent­lich­ten Stu­die. Mit dem Coro­na­vi­rus hat das Ladenster­ben eigent­lich nichts zu tun. Doch beton­te Geschäfts­füh­rer Boris Hed­de: „Die aktu­el­le Kri­se könn­te dafür sor­gen, dass die Ent­wick­lung nun im Zeit­raf­fer abläuft.“ Zu den Ver­lie­rern im Markt gehö­ren vor allem die Mode­bran­che, der Buch­han­del und die Spiel­wa­ren­lä­den, aber auch der Han­del mit Wohn­ac­ces­soires. Den Link zur Stu­die gibts auf unse­rer Web­sei­te.

https://www.ifhkoeln.de/blog/details/mit-dem-handelsszenario-2030-zurueck-in-die-zukunft-die-naechsten-10-jahre-gestalten-indem-wir-die-letzten-10-jahre-verstehen/

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Hen­kel ver­stärkt sein Enga­ge­ment im Bereich Nach­hal­tig­keit: Durch ambi­tio­nier­te Ver­pa­ckungs­zie­le für das Jahr 2025 möch­te das Unter­neh­men die Ent­wick­lung hin zu einer Kreis­lauf­wirt­schaft vor­an­trei­ben. Bis dahin sol­len 100 Pro­zent der Ver­pa­ckun­gen von Hen­kel recy­cel­bar oder wie­der­ver­wend­bar sein. Das Unter­neh­men will die Men­ge an neu­en Kunst­stof­fen aus fos­si­len Quel­len in sei­nen Kon­sum­gü­ter­ver­pa­ckun­gen um 50 Pro­zent redu­zie­ren. Außer­dem möch­te Hen­kel dazu bei­tra­gen, dass Kunst­stoff­ab­fäl­le nicht in die Umwelt gelan­gen.

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Der Aus­bruch des Coro­na-Virus und die damit ver­bun­de­nen Maß­nah­men der Poli­tik sor­gen dafür, dass vie­le Beschäf­tig­te von zu Hau­se aus arbei­ten. Damit das sicher und gesund klappt, hat das ifaa — Insti­tut für ange­wand­te Arbeits­wis­sen­schaft e. V. in Düs­sel­dorf eini­ge Hin­wei­se parat. Neben einer funk­tio­nie­ren­den digi­ta­len Infra­struk­tur und ent­spre­chen­den Arbeits­mit­teln wie Lap­top, Maus und Zube­hör gibt es auch eini­ge Ver­hal­tens­as­pek­te, die zu einem gesun­den und pro­duk­ti­ven Arbei­ten bei­tra­gen,“ weiß Dr. Ste­phan Sand­rock vom ifaa. Wird aus­schließ­lich mit dem Lap­top gear­bei­tet – d. h. ohne exter­nen Bild­schirm und PC-Maus‑, kann es zu Fehl­hal­tun­gen kom­men. Hier sind regel­mä­ßi­ge Belas­tungs­wech­sel wich­tig. Zum Bei­spiel beim Tele­fo­nie­ren auf­zu­ste­hen oder etwas her­um­zu­lau­fen. Regel­mä­ßi­ge Frisch­luft­zu­fuhr ist auch wich­tig. Dehn­übun­gen hel­fen, um ein­sei­ti­ger Belas­tung durch Sit­zen ent­ge­gen­zu­wir­ken. Gegen müde Augen am Bild­schirm hilft es, den Blick regel­mä­ßig in die Fer­ne schwei­fen zu las­sen. Noch mehr Tipps und alle Links die­ser Nach­rich­ten fin­den Sie bei uns im Netz unter unternehmerschaft.de.

https://www.arbeitswissenschaft.net/newsroom/pressemeldung/news/corona-arbeiten-im-home-office-sicher-und-gesund-die-eigenverantwortung-jedes-einzelnen-ist-jetzt-be/

Premiere: erstes Webinar live ausgestrahlt

Eine Pre­mie­re für die Arbeit­ge­ber­ver­bän­de in Düs­sel­dorf und auch für die Arbeit­ge­ber­ver­bän­de in NRW. Erst­ma­lig haben wir heu­te live ein zwei­stün­di­ges Webi­nar für ange­mel­de­te Mit­glieds­un­ter­neh­men unse­rer Ver­bän­de aus­ge­strahlt. Rechts­an­walt Alex­an­der Jar­re infor­mier­te wort­freu­dig, inter­es­sant und detail­reich über die wich­tigs­ten arbeits­recht­li­chen The­men in die­sen unwirk­li­chen Coro­na-Zei­ten. Im Hin­ter­grund wirk­ten aus dem Team Chris­ti­na Moe­ser und Chris­toph Soch­art mit. Die Mit­glie­der konn­ten im Chat auch ihre Fra­gen los­wer­den.

Der neue Podcast der Unternehmerschaft: jede Woche News, Interviews und Reportage rund um die Themen Wirtschaft, Bildung und Personalmanagement.

Wir freu­en uns, dass wir neben unse­rer tages­ak­tu­el­len ANTENNE DÜSSELDORF- Sen­dung “Düs­sel­dor­fer Wirt­schaft” (immer mitt­wochs ab 19:04 Uhr auch im Live­stream) AB SOFORT mit einem Pod­cast online sind.

Jede Woche, bei Bedarf auch häu­fi­ger, gibts “etwas auf die Ohren”. Ereig­nis­se, Ent­wick­lun­gen, Hin­ter­grün­de: In die­sem Pod­cast wer­den die The­men bespro­chen, die Unter­neh­men inter­es­sie­ren. Per­so­nal­ma­nage­ment, Per­so­nal­wirt­schaft, Work­force Manage­ment, Azu­bi­mar­ke­ting sowie Aus- und Wei­ter­bil­dung. Dank die­sem Pod­cast sind Sie bes­tens infor­miert. Unser Pod­cast­team nutzt dabei alle jour­na­lis­ti­schen Dar­stel­lungs­for­men: Berich­te, Inter­views, “Live”- Repor­ta­gen aus Ver­an­stal­tun­gen, Kom­men­ta­re und knack­fri­sche News­for­ma­te.

Der Pod­cast ist eine Pro­duk­ti­on der Unter­neh­mer­schaft Düs­sel­dorf in Zusam­men­ar­beit mit Wie­de­mei­er Kom­mu­ni­ka­ti­on (https://wiedemeier-kommunikation.de/). Sie hören uns über Spo­ti­fy und bald auch über alle gän­gi­gen Pod­cast-Platt­for­men. Zusätz­lich fin­den Sie uns auf der Web­sei­te https://anchor.fm/unternehmerschaft.

Wir freu­en uns über Feed­back. Schi­cken Sie eine E‑Mail an sochart@unternehmerschaft.de oder eine Whats­App-Sprach­nach­richt an 0163.6294356.

Metall-Tarifvertragsparteien in Nordrhein-Westfalen erzielen Einigung für Tarifrunde 2020

Die Metall­ar­beit­ge­ber und die IG Metall in Nord­rhein-West­fa­len haben sich unter dem Ein­druck der unab­seh­ba­ren wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen durch die rapi­de Aus­brei­tung des Coro­na-Virus auf einen Pilot­ab­schluss für die Beschäf­tig­ten der deut­schen Metall- und Elek­tro­in­dus­trie geei­nigt. Das teil­te der Ver­band der Metall- und Elek­tro-Indus­trie Nord­rhein-West­fa­len (METALL NRW) am Frei­tag in Düs­sel­dorf mit. Der Prä­si­dent von METALL NRW, Arndt G.Kirchhoff (Foto), beton­te, der Kom­pro­miss habe das Ziel, in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten Unter­neh­men nicht wei­ter zu belas­ten und Beschäf­tig­te zu unter­stüt­zen. „In die­ser außer­ge­wöhn­lich schwie­ri­gen Situa­ti­on bie­tet die­ser Tarif­ab­schluss unse­ren Unter­neh­men und unse­ren Beschäf­tig­ten wert­vol­le Pla­nungs­si­cher­heit“, erklär­te Kirch­hoff. Der Tarif­ver­trag ent­hal­te unter ande­rem neue Ele­men­te zur Abfe­de­rung sozia­ler Här­ten, zur Bewäl­ti­gung von Eng­päs­sen in der Kin­der­be­treu­ung und zum Umgang mit Beschäf­ti­gungs­aus­fäl­len. Alle Ver­ein­ba­run­gen haben eine Min­dest­lauf­zeit bis zum 31. Dezem­ber 2020.

Die wesent­li­chen Tarif-Ver­ein­ba­run­gen auf einen Blick:

Ent­gel­te:

Der zum 31. März 2020 gekün­dig­te Ent­gelt-Tarif­ver­trag wird ohne eine Erhö­hung der Tabel­len­en­t­gel­te unver­än­dert wie­der in Kraft gesetzt – mit einer Min­dest­lauf­zeit bis zum 31. Dezem­ber 2020.

Reak­ti­vie­rung des Tarif­ver­trags Zukunft in Arbeit (ZiA):

Der bewähr­te — auf frei­wil­li­ger betrieb­li­cher Basis umsetz­ba­re — Tarif­ver­trag aus dem Kri­sen­jahr 2010 wird modi­fi­ziert wie­der in Kraft gesetzt. So las­sen sich die tarif­li­chen Rema­nenz­kos­ten (Kos­ten der Kurz­ar­beit für das Unter­neh­men) ab dem ers­ten Tag der Kurz­ar­beit sen­ken, wenn im Gegen­zug Beschäf­ti­gungs­si­che­rung gege­ben ist.

Abfe­de­rung sozia­ler Här­ten bei Kurz­ar­beit:

Anstel­le eines all­ge­mei­nen tarif­li­chen Zuschus­ses zum Kurz­ar­bei­ter­geld haben die Tarif­part­ner eine Här­te­fall-Rege­lung ver­ein­bart. Danach wird ein betrieb­li­cher Finan­zie­rungs­be­trag zur Ver­fü­gung gestellt, der zum Aus­gleich oder zur Ver­min­de­rung sozia­ler Här­ten im Fall von lang­an­dau­ern­der und hoher Betrof­fen­heit durch Kurz­ar­beit dient.

·        Die­ser Betrag errech­net sich aus der Zahl der Beschäf­tig­ten (Teil­zeit­be­schäf­tig­te antei­lig) eines Betrie­bes mul­ti­pli­ziert mit 350 Euro.

·        Die kon­kre­ten Ver­wen­dungs­mo­da­li­tä­ten legen die Betriebs­par­tei­en fest. Der Finan­zie­rungs­be­trag kann auf bereits betrieb­lich ver­ein­bar­te Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen ange­rech­net wer­den.

·        Mit­tel, die nicht für Här­te­fäl­le aus­ge­schöpft wur­den, kön­nen

o        ent­we­der zum Jah­res­en­de zu glei­chen Tei­len an die Beschäf­tig­ten (Teil­zeit­be­schäf­tig­te antei­lig) aus­ge­zahlt

o        oder auf dem Weg der Dif­fe­ren­zie­rung mit Zustim­mung der Tarif­ver­trags­par­tei­en auf bis zu Null redu­ziert wer­den, wenn die wirt­schaft­li­che Lage des Betrie­bes dies erfor­dert.

Beson­de­re Frei­stel­lung bei Eng­päs­sen in der Kin­der­be­treu­ung

Für Mit­ar­bei­ter, die Kin­der bis zur Voll­endung des zwölf­ten Lebens­jah­res zu betreu­en haben, weil Schu­len und Kin­der­ta­ges­stät­ten aus Grün­den des Gesund­heits­schut­zes geschlos­sen haben, gel­ten in Zukunft fol­gen­de Rege­lun­gen:

·        Die­sen Beschäf­tig­ten wer­den unter Wei­ter­zah­lung des Arbeits­ent­gelts bis zu fünf Tage Frei­zeit gewährt.

·        Vor Inan­spruch­nah­me die­ser Rege­lung müs­sen die Beschäf­tig­ten fol­gen­de Maß­nah­men vor­ran­gig nut­zen:

o        Nut­zung bestehen­der staat­lich finan­zier­ter Frei­stel­lungs­zei­ten

o        Ver­brauch von Rest­ur­laubs­an­sprü­chen aus dem Jahr 2019

o        Abbau von bestehen­den Gut­ha­ben auf Arbeits­zeit­kon­ten

o        Auf­bau von maxi­mal 21 „Nega­tiv­stun­den“ auf Arbeits­zeit­kon­ten

o        Nut­zung von bereits für das Jahr 2020 geneh­mig­ter frei­er Tage statt T‑ZUG (A)

Betrieb­li­che Rege­lung zur Freie-Tage-Rege­lung

Die Betriebs­par­tei­en kön­nen in gegen­sei­ti­gem Ein­ver­neh­men unter Weg­fall der tarif­li­chen Son­der­zah­lung T‑ZUG (A) freie Tage mit unge­kürz­ten lau­fen­den Bezü­gen ver­pflich­tend für alle Beschäf­tig­ten anord­nen (je nach Beschäf­tig­ten­grup­pe 8 oder 6 Tage).


State­ment des Prä­si­den­ten von METALL NRW, Arndt G. Kirch­hoff

NRW-Metall­ar­beit­ge­ber­prä­si­dent Arndt G. Kirch­hoff erklär­te, im Ange­sicht einer schwe­ren welt­wei­ten Rezes­si­on hät­ten gera­de die Tarif­par­tei­en des für Deutsch­land bedeu­tends­ten Indus­trie­zweigs eine enor­me Ver­ant­wor­tung für Unter­neh­men und Beschäf­tig­te. Die beschleu­nig­te Aus­brei­tung des Coro­na-Virus stel­le Deutsch­land vor eine nie dage­we­se­ne Her­aus­for­de­rung. Um die Pan­de­mie ein­zu­däm­men, stel­le das gan­ze Land gegen­wär­tig auf Not­be­trieb um, Kern­be­rei­che der deut­schen Wirt­schaft stell­ten vor­über­ge­hend ihre Pro­duk­ti­on voll­stän­dig ein. Jetzt müs­se alles getan wer­den, die Unter­neh­men gut durch die Kri­se zu brin­gen. „In die­ser dra­ma­ti­schen Situa­ti­on müs­sen unse­re Unter­neh­men von allem befreit wer­den, was ihre Liqui­di­tät ein­schränkt. Gleich­zei­tig brau­chen unse­re Beschäf­tig­ten größt­mög­li­che Sicher­heit für ihren Arbeits­platz“, sag­te Kirch­hoff. Jetzt sei hoch­pro­fes­sio­nel­les und von gegen­sei­ti­gem Ver­trau­en gepräg­tes Kri­sen­ma­nage­ment ange­sagt. Die Metall­ar­beit­ge­ber hät­ten größ­tes Inter­es­se dar­an, ihre Beschäf­tig­ten an Bord zu hal­ten. Er wis­se, dass vie­le Mit­ar­bei­ter in gro­ßer Sor­ge um die Betreu­ung ihrer Kin­der sei­en und sich Gering­ver­die­ner auch exis­ten­zi­el­le Gedan­ken mach­ten. „Der Tarif-Kom­pro­miss soll hel­fen, vor allem Mit­ar­bei­ter in beson­de­ren Druck­si­tua­tio­nen zu ent­las­ten und mate­ri­el­le Sicher­heit zu bie­ten“, beton­te Kirch­hoff.

Nach Wor­ten des NRW-Metall­ar­beit­ge­ber­prä­si­den­ten bewie­sen die Metall­ta­rif­par­tei­en in Nord­rhein-West­fa­len mit dem erziel­ten Tarif­ab­schluss ihre sozi­al­part­ner­schaft­li­che Hand­lungs­fä­hig­keit. Der Flä­chen­ta­rif bestä­ti­ge ein­mal mehr sei­ne frie­dens­stif­ten­de Wir­kung für die Metall- und Elek­tro­in­dus­trie. Bereits mit dem eben­falls in Nord­rhein-West­fa­len ver­han­del­ten Tarif­ab­schluss in der schwe­ren Finanz­kri­se 2010 hät­ten die Tarif­ver­trags­par­tei­en in Zusam­men­ar­beit mit der Poli­tik dazu bei­getra­gen, dass Unter­neh­men im Markt und Beschäf­tig­te in Arbeit blei­ben konn­ten. „Die­ser Blick zurück gibt mir Ver­trau­en und Zuver­sicht“, sag­te Kirch­hoff. Auf die­ses gesell­schaft­li­che Mit­ein­an­der wer­de es in der gegen­wär­ti­gen Kri­se ent­schei­dend ankom­men, damit die wirt­schaft­li­chen und sozia­len Fol­gen der Pan­de­mie für Unter­neh­men und Beschäf­tig­te so begrenzt wie mög­lich und die Rück­kehr zu sta­bi­len Ver­hält­nis­sen erleich­tert wür­den.

Krisenzeit – Jetzt sind Führungsqualität und Resilienz gefragt

Nach­dem sich bereits eine abschwä­chen­de welt­wei­te Kon­junk­tur abge­zeich­net hat­te, wird die Welt­wirt­schaft nun auch noch mit vol­ler Wucht durch die Coro­na-Epi­de­mie getrof­fen. Abstür­zen­de Akti­en­kur­se und staat­lich ange­ord­ne­te Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen und wirt­schaft­li­chen Lebens las­sen eine anste­hen­de Wirt­schafts­kri­se erwar­ten. „Jetzt in sol­chen kri­ti­schen Zei­ten zeigt sich, ob Unter­neh­mens­er­folg nach­hal­tig ist. Füh­rungs­qua­li­tä­ten und Resi­li­enz sind gefor­dert,“ so Olaf Eisele, wis­sen­schaft­li­cher Exper­te des ifaa – Insti­tut für ange­wand­te Arbeits­wis­sen­schaft e.V. „Ein kri­sen­sta­bi­les Unter­neh­men zeich­net sich durch resi­li­en­te Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren aus und för­dert kon­ti­nu­ier­li­ches orga­ni­sa­tio­na­les Ler­nen.

Für Unter­neh­men kann die Kri­se Auf­trags­rück­gän­ge, Liqui­di­täts­pro­ble­me, Kurz­ar­beit und in letz­ter Kon­se­quenz ggf. auch not­wen­di­ge Anpas­sung von Kos­ten- und Per­so­nal­struk­tu­ren bedeu­ten, um die Exis­tenz des Unter­neh­mens zu sichern bzw. es über die Kri­se zu ret­ten“ so Eisele.

Stand­fest in der Kri­se: gute Füh­rung und resi­li­en­te Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren

In Kri­sen­zei­ten zeigt sich aus Erfah­rung immer wie­der die hohe Bedeu­tung von guter Füh­rung und resi­li­en­ten Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren mit effi­zi­en­ten Kri­sen- und Not­fall­plä­nen sowie kla­ren und ein­deu­ti­gen Zie­len, Regeln, Ver­ant­wort­lich­kei­ten, Infor­ma­tio­nen, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Koor­di­na­ti­on von Akti­vi­tä­ten. Dies gilt für Unter­neh­men wie auch Staa­ten.

Für Unter­neh­men lau­tet das Gebot der Stun­de: „Busi­ness Con­ti­nui­ty Manage­ment“, das heißt den Fort­be­stand des Unter­neh­mens zu sichern. Die Ver­ant­wor­tung hier­für liegt bei den Füh­rungs­kräf­ten, was deren gro­ße Bedeu­tung für den Erfolg und die Exis­tenz­si­che­rung von Unter­neh­men unter­streicht. Füh­rungs­kräf­te tra­gen gera­de in der Kri­se, eine enor­me Ver­ant­wor­tung für ihre Mit­ar­bei­ter und müs­sen trotz schwie­ri­ger Ent­schei­dun­gen sehr viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl im Umgang mit Mit­ar­bei­tern haben. Vie­le Mit­ar­bei­ter sind nicht nur ver­un­si­chert, son­dern haben auch Ängs­te, zum Bei­spiel vor Anste­ckung oder Arbeits­platz­ver­lust.

Kri­sen­kom­pe­ten­zen

Damit Füh­rungs­kräf­te in Kri­sen­zei­ten pro­fes­sio­nell han­deln kön­nen, benö­ti­gen sie Kri­sen­kom­pe­ten­zen. Für eine prak­ti­sche Kri­sen­kom­pe­tenz sind ins­be­son­de­re Fach­kom­pe­tenz (Wis­sen und Kön­nen auf brei­ter Basis), Sozi­al­kom­pe­tenz (Umgang mit Mit­ar­bei­tern) und Per­sön­lich­keits­kom­pe­tenz (eige­ner Umgang mit Kri­se) erfor­der­lich. Wich­ti­ge Füh­rungs­qua­li­tä­ten in der Kri­se sind:

  • Posi­ti­ves Den­ken und Zuver­sicht,
  • Bewah­ren von Ruhe (nach innen und außen),
  • Empa­thie (emo­tio­na­le, sozia­le und men­ta­le Fähig­kei­ten),
  • Mut und Ent­schlos­sen­heit zu Ent­schei­dun­gen,
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit,
  • Ver­trau­en auf eige­ne Stär­ken (Fach­wis­sen und Pra­xis­er­fah­rung).

Das eige­ne Ver­hal­ten im Blick

Aktu­ell ist es vor allem für Füh­rungs­kräf­te wich­tig, einen küh­len Kopf zu bewah­ren und sich nicht von Emo­tio­nen lei­ten zu las­sen. Per­sön­li­ches Fehl­ver­hal­ten könn­te die Kri­se auf betrieb­li­cher Ebe­ne wei­ter anhei­zen. Selbst­re­flek­ti­on kann hel­fen, sich mög­li­cher nega­ti­ver Reak­ti­ons­mus­ter bewusst zu wer­den. Wie reagie­re ich? Resi­gniert, mut­los, unsi­cher oder aggres­siv, pro­vo­ka­tiv? Gera­de in Kri­sen kom­men häu­fig nega­ti­ve Reak­ti­ons­mus­ter zum Vor­schein. Die­se nor­ma­len mensch­li­chen Mus­ter soll­ten ange­nom­men und nicht ver­drängt oder aus­ge­blen­det wer­den. Wich­tig ist es, die­sen Ver­hal­tens­mus­tern nicht zum Opfer zu fal­len, son­dern sie zu erken­nen und Gegen­maß­nah­men (z. B. enger Aus­tausch und Zusam­men­schluss mit Ande­ren) zu ergrei­fen.

Ler­nen durch die Kri­se

Um resi­li­ent mit einer Kri­se umzu­ge­hen, soll­te man die­se weder auf die leich­te Schul­ter neh­men noch sich aus­schließ­lich auf mög­li­che Risi­ken und nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen fixie­ren. Man soll­te auch die Chan­cen erken­nen. Zum Bei­spiel besteht die Mög­lich­keit für Füh­rungs­kräf­te, Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ter aus Kri­sen zu ler­nen. Kri­sen sind nicht zu ver­mei­den und wer­den immer wie­der in unter­schied­li­cher Aus­prä­gung auf die Unter­neh­men tref­fen. Ziel für Füh­rungs­kräf­te und Unter­neh­men ist des­halb aus jeder Kri­se zu ler­nen, um der nächs­ten Kri­se noch stär­ker und resi­li­en­ter zu begeg­nen.

Eine Feh­ler­kul­tur ist wich­tig: Kri­sen­kom­pe­tenz wird durch Ler­nen und Üben auf­ge­baut

Kri­sen­kom­pe­tenz lässt sich letzt­end­lich nur durch Ler­nen und Üben auf­bau­en. Inso­fern ist die aktu­el­le Kri­se eine Her­aus­for­de­rung aber auch ein Lern- und Übungs­pro­zess für Staat und Unter­neh­men, aus dem mög­lichst vie­le Erkennt­nis­se gezo­gen wer­den soll­ten. Hier­zu ist auch eine Aus­wer­tung nach der Kri­se not­wen­dig. Erfah­rungs­ge­mäß gibt es dabei Wider­stän­de aus Angst vor unbe­que­men Erkennt­nis­sen, der Reflek­ti­on und Dis­kus­si­on von Fehl­ver­hal­ten oder vor Pres­ti­ge- und Sta­tus­ver­lust. Ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Füh­rungs­kräf­te sind selbst­kri­tisch und sich der Tat­sa­che bewusst, dass ohne das Ein­ge­ste­hen von Feh­lern kein Ler­nen und Ver­bes­sern mög­lich ist. Hier ist auch die Unter­neh­mens­kul­tur ent­schei­dend. Wie wird im Unter­neh­men bis­her mit Feh­lern umge­gan­gen?! Eine offe­ne Kri­sen­nach­be­rei­tung ist die wir­kungs­volls­te Vor­be­rei­tung für die nächs­te Kri­se und Auf­bau von Resi­li­enz und Kri­sen­sta­bi­li­tät von Unter­neh­men und Füh­rungs­kräf­ten

Die aktu­el­le Kri­se zeigt erneut, dass Unter­neh­men der Füh­rung in Kri­sen mehr Stel­len­wert bei­mes­sen müs­sen. Im Mit­tel­punkt von Kri­sen ste­hen immer die Men­schen. Des­halb geht es in Kri­sen nicht nur um Füh­rungs­pro­zes­se und Füh­rungs­me­tho­den, son­dern auch um Füh­rung mit einer Visi­on, Zie­len und Wer­ten“, so Eisele.

Auf­ga­be von Füh­rungs­kräf­ten ist es des­halb auch, auf gemein­sa­me Zie­le, Wer­te und Inter­es­sen, Moti­va­ti­on, Enga­ge­ment und zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen zu ach­ten. Die­se Punk­te geben Ori­en­tie­rung, Sicher­heit und Halt in Kri­sen und bil­den damit einen wesent­li­chen Bei­trag betrieb­li­cher Kri­sen­sta­bi­li­tät. Unter­stüt­zend ist eine kon­ti­nu­ier­li­che Fort­bil­dung (Kom­pe­tenz­ent­wick­lung) wich­tig.

Prak­ti­sche Tipps zum The­ma Resi­li­enz gibt es vom ifaa:
https://www.arbeitswissenschaft.net/Broschuere_Resilienzkompass

https://www.arbeitswissenschaft.net/Checkliste_Resilienz

Metall-Tarifrunde 2020: NRW-Arbeitgeber warnen IG Metall am Donnerstag Abend vor neuen Kostenlasten für Unternehmen — für Mitglieder gibt’s jetzt eine aktuelle APP

Die nord­rhein-west­fä­li­schen Metall­ar­beit­ge­ber haben die IG Metall davor gewarnt, den Unter­neh­men in der Tarif­run­de 2020 neue Kos­ten­las­ten auf­zu­er­le­gen. Ange­sichts der enor­men Her­aus­for­de­run­gen durch Struk­tur­wan­del und Kon­junk­tur­flau­te und den noch völ­lig unsi­che­ren Aus­wir­kun­gen der welt­wei­ten Ver­brei­tung des Coro­na-Virus auf die Wirt­schaft sei jetzt „eine Tarif­run­de mit Augen­maß“ ange­sagt. Der Prä­si­dent des Ver­ban­des der Metall- und Elek­tro-Indus­trie Nord­rhein-West­fa­len (METALL NRW), Arndt G. Kirch­hoff, sag­te bei der nach vier Son­die­rungs­ge­sprä­chen ers­ten offi­zi­el­len Ver­hand­lungs­run­de für die Beschäf­tig­ten die­ses Indus­trie­zweigs in Pader­born, jetzt müs­se alles getan wer­den, um die Fit­ness der Unter­neh­men für den Wett­be­werb zu för­dern. „Gera­de in die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on muss sich die Zukunfts­fä­hig­keit des Flä­chen­ta­rifs bewei­sen“, beton­te Kirch­hoff. Er freue sich, dass sich die Tarif­par­tei­en in der wirt­schaft­li­chen Lage­be­ur­tei­lung weit­ge­hend einig gewe­sen sei­en. Jetzt gel­te es, dar­aus die rich­ti­gen tarif­po­li­ti­schen Schluss­fol­ge­run­gen zu zie­hen. Das Ziel sei, bis Ostern einen fai­ren, für Unter­neh­men und Beschäf­tig­te trag­fä­hi­gen Abschluss zu erzie­len.

Mit ihrem Vor­stoß, die Kurz­ar­beit zu erleich­tern und damit die Unter­neh­men von Kos­ten zu ent­las­ten, habe die Bun­des­re­gie­rung gute Vor­aus­set­zun­gen für flan­kie­ren­de Ange­bo­te der Tarif­par­tei­en geschaf­fen. „Damit kön­nen wir arbei­ten“, beton­te Kirch­hoff. Es sei völ­lig rich­tig, jetzt der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung den Vor­rang gegen­über Ein­kom­mens­er­hö­hun­gen ein­zu­räu­men. Das sta­bi­li­sie­re die Kauf­kraft der rund 700.000 M+E‑Beschäftigten in NRW. Zugleich erteil­te der NRW-Metall­ar­beit­ge­ber­prä­si­dent der For­de­rung der IG Metall eine kla­re Absa­ge, die vom Gesetz­ge­ber vor­ge­se­he­nen Ent­las­tun­gen für Unter­neh­men in Zuschlä­ge für die Beschäf­tig­ten tarif­lich umzu­wid­men. „Die­ser Vor­schlag ist kon­tra­pro­duk­tiv“, kri­ti­sier­te er. Damit mach­ten sich die Tarif­part­ner weder bei der Poli­tik Freun­de, noch wer­de so das Ziel der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung erreicht.

Die Metall­ar­beit­ge­ber wer­te­ten das Bestre­ben der IG Metall, die Bewäl­ti­gung der Her­aus­for­de­run­gen des Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­ses in den Mit­tel­punkt der Tarif­run­de 2020 zu stel­len, als Beleg dafür, der Ver­bes­se­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men Vor­rang ein­zu­räu­men. „Einer gewerk­schaft­li­chen Fremd­steue­rung wer­den sich die Unter­neh­men in die­sem Pro­zess aller­dings nicht unter­wer­fen“, stell­te Kirch­hö­fe klar.

Unser Ver­band star­tet heu­te eine aktu­el­le APP für Mit­glie­der. Die­se kann man down­loa­den auf allen bekann­ten Platt­for­men.

Link Apple: https://apps.apple.com/de/app/m‑e-app/id1494690319

Link Goog­le: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.gesamtmetall

Neue Strategie: Erfolgreich selbstständig mit MEDIMAX

Bis­lang führ­te MEDIMAX den Groß­teil sei­ner Märk­te in Eigen­re­gie – ab 2022 wer­den alle Stand­or­te durch Fran­chise­part­ner betrie­ben. Sie bil­den den Grund­stein für das neue MEDIMAX Kon­zept, des­sen Umset­zung bereits erfolg­reich begon­nen hat.

Wer selbst ver­ant­wort­lich ist, Gestal­tungs­spiel­raum hat und mit sei­nem Namen als loka­ler Ansprech­part­ner für Qua­li­tät steht, der geht ganz anders an sei­ne Auf­ga­be her­an als ein Ange­stell­ter. Das beweist unter ande­rem der Erfolg unse­rer Mar­ke EP:“, erklärt Fried­rich Sobol, Vor­stand Elec­tro­nicPart­ner. Des­halb setzt die Ver­bund­grup­pe ab sofort auch bei MEDIMAX auf Unter­neh­mer­tum vor Ort. Seit Beginn der Offen­si­ve im ver­gan­ge­nen Som­mer konn­ten bereits sie­ben Stand­or­te an Fran­chise­part­ner über­ge­ben wer­den, einer von ihnen plant die Eröff­nung eines zwei­ten Mark­tes im April. Die Koope­ra­ti­on ver­mit­telt nur Stand­or­te, die nach inten­si­ver Prü­fung als zukunfts­fä­hig gel­ten. Ist das nicht der Fall, wird der ent­spre­chen­de Markt nicht als MEDIMAX wei­ter­ge­führt. „Es ist uns wich­tig, künf­ti­gen Fran­chise­part­nern von Anfang an fai­re und attrak­ti­ve Kon­di­tio­nen zu bie­ten, um sie in eine erfolg­rei­che Selbst­stän­dig­keit zu füh­ren“, erläu­tert Fried­rich Sobol.

Das neue Kon­zept baut auf einem attrak­ti­ven Finan­zie­rungs­an­ge­bot auf. Die­ses beinhal­tet neben ver­schie­de­nen Optio­nen zur Anschub­fi­nan­zie­rung auch Unter­stüt­zung in Miet­ver­trags­an­ge­le­gen­heit, zum Bei­spiel durch Miet­bürg­schaf­ten. Dar­über hin­aus erwar­tet die MEDIMAX Fran­chise­part­ner ein voll­um­fäng­li­ches Ser­vice­pa­ket an Dienst­leis­tun­gen: vom Mar­ke­ting über Recrui­t­ing bis zu Ein­kauf, Buch­hal­tung und IT-Sup­port. Mit SAP ver­fügt MEDIMAX über eine leis­tungs­fä­hi­ge, moder­ne Waren­wirt­schaft, mit rei­bungs­lo­sen Schnitt­stel­len zu allen rele­van­ten Berei­chen. Auch das eigens für die Märk­te auf­ge­bau­te Wis­sens- und Schu­lungs­por­tal MEDIMAX Cam­pus steht in den Start­lö­chern.

Nächs­te Schrit­te

Aktu­ell lau­fen Gesprä­che mit poten­zi­el­len Fran­chise­part­nern inner­halb der Koope­ra­ti­on. Ab Juli 2020 öff­net sich das Kon­zept auch für exter­ne Inter­es­sen­ten. Die für Ende Juli geplan­te MEDIMAX Road­show wur­de auf Grund der aus­ge­fal­le­nen Elec­tro­nicPart­ner Jah­res­ver­an­stal­tung auf Mai vor­ge­zo­gen. „Wir fah­ren in die ein­zel­nen Regio­nen, um den Fili­al­ge­schäfts­füh­rern vor Ort und im per­sön­li­chen Gespräch unser Ange­bot zu zei­gen“, erklärt Fried­rich Sobol. Dazu gehört auch die Auf­for­de­rung, sich künf­tig aktiv in die Mar­ken­stra­te­gie ein­zu­brin­gen und sich im MEDIMAX Unter­neh­mer­bei­rat zu enga­gie­ren.

Wir haben bes­ten Ser­vice für unter­neh­me­ri­schen Erfolg wei­ter kul­ti­viert. Das hat und wird uns noch eini­ges abver­lan­gen. Doch das gesam­te Team an Mit­ar­bei­tern macht einen groß­ar­ti­gen Job. Des­halb bin ich über­zeugt, dass wir MEDIMAX auf einen erfolg­rei­chen neu­en Kurs brin­gen“, resü­miert Fried­rich Sobol.

Danke für den 1.000 Follower auf Facebook

Wir freu­en uns über den 1.000 Fol­lo­wer auf unse­rer Face­book-Sei­te. Hier erfah­ren Sie tages­ak­tu­ell, manch­mal auch öfter am Tag, was bei uns gera­de so läuft, näm­lich unter https://www.facebook.com/unternehmerschaft.dusseldorf. Auch Pro­gramm­hin­wei­se zu unse­rer ANTEN­NE-Sen­dun­gen, aktu­el­le Ein­la­dun­gen und vie­les mehr. Schau­en Sie doch mal bei uns vor­bei- (und nicht ver­ges­sen, Fol­lo­wer zu wer­den :-))

Absage wegen Corona — Herausforderung angenommen: ElectronicPartner bereitet Messe virtuell auf

Für die am 7. und 8. März geplan­te Elec­tro­nicPart­ner Jah­res­ver­an­stal­tung (JV) stan­den nicht nur Pro­dukt­high­lights, son­dern auch stra­te­gi­sche Neu­ig­kei­ten rund um die Mark­ten EP:, MEDIMAX und com­Team auf dem Pro­gramm. Lei­der muss­te Elec­tro­nicPart­ner auf Grund der fort­schrei­ten­den Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus beschlie­ßen, die Ver­an­stal­tung abzu­sa­gen. Damit Mit­glie­der und Part­ner den­noch von den Ange­bo­ten pro­fi­tie­ren, hat die Ver­bund­grup­pe einen gro­ßen Teil des Pro­gramms digi­tal auf­be­rei­tet und alle Mes­se­prei­se akti­viert.

Die JV nicht statt­fin­den zu las­sen, war für uns kein leich­ter aber ein selbst­ver­ständ­li­cher Schritt. Nun arbei­ten wir mit Hoch­druck dar­an, über alle uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel die geplan­ten Inhal­te an die Mit­glie­der zu trans­por­tie­ren“, erklärt Elec­tro­nicPart­ner Vor­stand Karl Traut­mann. In Webi­na­ren, Son­der­news­let­tern und Pod­casts erwar­ten sie aktu­el­le Mar­ken­the­men, Infor­ma­tio­nen von Dienst­leis­tern und Know-how zu Waren­schwer­punk­ten.

Eine wich­ti­ge Bot­schaft auf der Jah­res­ver­an­stal­tung hät­te gelau­tet: „Loewe is back!“. Die Pre­mi­um­mar­ke wird wie­der ein wich­ti­ger Bestand­teil des TV-Sor­ti­men­tes der Ver­bund­grup­pe und bie­tet hoch­wer­ti­ge, tech­nisch inno­va­ti­ve und vor allem span­nen­ori­en­tier­te Pro­duk­te. „Sor­ti­men­tie­rung spielt eine zen­tra­le Rol­le im moder­nen Fach­han­del – wir freu­en uns mit Loewe wie­der einen wich­ti­gen Part­ner an Bord zu haben“, sagt Karl Traut­mann. Auch hier­zu erhal­ten die Mit­glie­der in der nächs­ten Zeit alle Infor­ma­tio­nen die sie brau­chen auf digi­ta­lem Weg und direkt von ihren Ansprech­part­nern.

Die­se wären natür­lich alle vor Ort gewe­sen – so zum Bei­spiel auf dem EP:Marketingstand. Hier hät­ten die Fach­händ­ler anschau­li­che Bei­spie­le zur wei­ter­ge­führ­ten Qua­li­täts­of­fen­si­ve 2.0 erwar­tet, inklu­si­ve aktu­el­ler Local Hero Kam­pa­gne. Eben­so soll­ten Infos zum neu­en Erfa-Kon­zept prä­sen­tiert und das aktu­el­le Ange­bot des EP:Campus gezeigt wer­den. Die gesam­ten Inhal­te berei­tet das Mar­ke­ting-Team nun für die Mit­glie­der in Webi­na­ren, digi­ta­len sowie Print-Medi­en auf.

Auch das Tech­no­lo­gie-Netz­werk com­Team wird die wich­tigs­ten Inhal­te sei­nes Mes­se­auf­tritts auf vir­tu­el­lem Weg, über Work­shops und eine Aus­stel­lung an sei­ne Part­ner trans­por­tie­ren.

Bei MEDIMAX sind die ers­ten Webi­na­re bereits gelau­fen. Neben Work­shops hat­te das Team der Zen­tra­le einen Stand vor­be­rei­tet, der die ein­zel­nen Schrit­te hin zum Fran­chise­be­trieb visua­li­sie­ren soll­te – denn: MEDIMAX setzt ab sofort auf Unter­neh­mer­tum vor Ort. Bis 2022 wird die Fach­markt­li­nie ein rei­nes Fran­chise­un­ter­neh­men sein. Ers­te Stand­or­te konn­ten bereits erfolg­reich an Unter­neh­mer über­ge­ben wer­den.

Wir berei­ten alles auf, was wir kön­nen. Den Spi­rit der Mes­se, den ‚Fami­ly Effect‘ bekom­men wir vir­tu­ell nicht hin, das ist uns klar. Men­schen zusam­men zu brin­gen ist auch in Zei­ten bei­na­he unbe­grenz­ter digi­ta­ler Mög­lich­kei­ten uner­setz­bar. Des­halb freu­en wir uns schon jetzt auf die IFA im Sep­tem­ber, wenn wir eine Viel­zahl der Mit­glie­der im Palais unterm Ber­li­ner Funk­turm begrü­ßen“, lau­tet das Fazit von Karl Traut­mann.

Vor 25 Jahren starteten wir ins Internet — Verband digital gut aufgestellt — SocialMedia aktiv — Printprodukte und reale Treffen nach wie vor sehr beliebt — Webinare und ähnliche Formate werden kaum genutzt

Vor 25 Jah­ren star­te­ten wir als einer der ers­ten Arbeit­ge­ber­ver­bän­de ins Inter­net. Chris­toph Soch­art, Geschäfts­füh­rer der Unter­neh­mer­schaft Düs­sel­dorf, kennt dazu eine Anek­do­te: “Ich habe damals in Vor­stand und Haupt­ge­schäfts­füh­rung wie ein Löwe gekämpft, mit dem Ver­band ins Netz gehen zu dür­fen. Mein dama­li­ger Chef gab irgend­wann nach und sag­te sinn­ge­mäß: “Herr Soch­art, machen Sie das ruhig. Sie wer­den sehen, das wird so kom­men wie mit BTX von der Bun­des­post”. Wir erin­nern uns: BTX war vor 30 Jah­ren der größ­te Tech­nik-Flop. Ein Mil­li­ar­den-Grab.

Mit Wis­sen­schaft­ler und Digi­tal-Exper­te Pro­fes­sor Hel­mut Döring star­te­ten wir vor 25 Jah­ren ins Inter­net. Auch heu­te sind wir noch eng ver­bun­den mit ihm. Döring war der Key­notespeaker unse­res Pre­mie­renevents, der “Frei­tags­run­de” in den Scha­do­war­ka­den.

Na ja, wir wis­sen: mit dem Inter­net kam es “etwas anders”. Zehn Jah­re spä­ter folg­te dann die brief­pos­ta­li­sche Umstel­lung unse­rer Rund­schrei­ben­diens­te auf unse­ren elek­tro­ni­schen Ser­vice. Auch als ers­ter Arbeit­ge­ber­ver­band.

Beglei­tet wur­den wir damals von Hel­mut Döring (http://www.helmutdoering.com) aus Essen. Unter­neh­mer, Grün­der und schon damals als Digi­tal-Exper­te in der Regi­on bekannt”, erin­nert sich Chris­toph Soch­art. “So waren wir den ande­ren Arbeit­ge­ber­ver­bän­den immer einen Schritt vor­aus. Dies ist bis heu­te so geblie­ben.”

Heu­te ist Hel­mut Döring BWL- Pro­fes­sor und wis­sen­schaft­li­cher Stu­di­en­ort­lei­ter der iba in Köln. Die iba ist Deutsch­lands größ­te staat­lich aner­kann­te Berufs­aka­de­mie mit 12 Stu­di­en­or­ten bun­des­weit. Auch Pro­fes­sor Hel­mut Döring erin­nerst sich ger­ne an die Pio­nier­zeit im Inter­net: “Für mich gehö­ren die Düs­sel­dor­fer Arbeit­ge­ber­ver­bän­de zu den abso­lu­ten Pio­nie­ren, was das Inter­net im Ver­bands­um­feld betrifft. Nicht nur hat­te die Unter­neh­mer­schaft als einer der ers­ten Arbeit­ge­ber­ver­bän­de über­haupt eine eige­ne Web­site. Nach mei­nem Wis­sen war sie auch der ers­te Arbeit­ge­ber­ver­band mit eige­nem Wirt­schafts­por­tal und Mit­glie­der­ext­ra­net. Auch die früh­zei­ti­ge Migra­ti­on des Backendsys­tems auf eine CRM-Soft­ware war zu der Zeit nicht nur im Umfeld der Ver­bän­de abso­lut inno­va­tiv. Ich freue mich Teil die­ser erfolg­rei­chen Geschich­te des Ver­ban­des gewe­sen sein zu dür­fen und erin­ne­re mich bis heu­te immer ger­ne an die inten­si­ve Zusam­men­ar­beit.”

Die Unter­neh­mer­schaft Düs­sel­dorf betreut heu­te für alle Ver­bän­de unter dem Dach der Arbeit­ge­ber­ver­bän­de rund 20 Web­sei­ten für Unter­neh­men, aber auch Sei­ten zu den The­men Beruf­li­che Ori­en­tie­rung, Fach­kräf­te­nach­wuchs, für unse­re Stif­tung und für unse­re diver­sen Pro­jek­te, zum Bei­spiel Men­schen ohne Job eine neue Arbeit zu geben. Und auch für unse­re vier Stand­or­te Düs­sel­dorf, Köln, Emscher-Lip­pe, Müns­ter und Müns­ter­land.

Wir pro­bie­ren uns seit eini­ger Zeit auch in Soci­al­Me­dia aus. You­Tube, Whats­App, Twit­ter, XING, Insta­gram und Face­book gehör­ten und gehö­ren zu unse­rem Port­fo­lio. “Lei­der kön­nen wir nicht alle Kanä­le bedie­nen, aber wir wer­den immer bes­ser”, so Chris­toph Soch­art.

Neu in unse­rem Port­fo­lio sind unse­re Pod­casts. Wir sind an die­sem Frei­tag (06.03.2020) gestar­tet mit einem Coro­na-Update. Die­ser Pod­cast wird sicher­lich wei­ter aus­ge­baut. Unter­stützt wer­den wir dabei von Frank Wie­de­mei­er (https://wiedemeier-kommunikation.de). Dem­nächst star­ten wir auch unse­re zwei­te Pod­cast-Rei­he zum The­men­block Beruf­li­che Orientierung/ Azubimarketing/ Nach­wuchs­si­che­rung.

Chris­toph Soch­art: “Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nisch und digi­tal sind wir auf dem neus­ten Stand und sind ver­netzt mit vie­len ande­ren Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, Sta­ke­hol­der und Zukunfts­ex­per­ten. Um unse­re kom­mu­ni­ka­ti­ve Zukunft machen ich mir kei­ne Sor­ge.” Aller­dings müs­sen wir uns stän­dig ver­än­dern und auf dem Lau­fen­den blei­ben. Da es immer weni­ger Redak­tio­nen in der Regi­on gibt und die ver­blei­ben­den Jour­na­lis­ten “die Wirt­schaft” kaum noch im Fokus haben, eher “Blau­licht und Betrof­fen­heit”, so Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kol­le­ge Kleff aus Duis­burg, müs­sen wir auch neue Stra­te­gi­en in die­sem Bereich pla­nen, aus­pro­bie­ren und aus­bau­en”. Inso­fern bleibt auch You­Tube für die Unter­neh­mer­schaft ein wich­ti­ges Tool, auch wenn die Fol­lo­wer hier noch sehr mau sind (www.kurzelinks.de/gemeinsamstark).

Vor dem Hin­ter­grund, dass die kom­mu­ni­ka­ti­ven Pro­duk­te der Unter­neh­mer­schaft Düs­sel­dorf sehr digi­tal sind, wol­len wir Print­pro­duk­te nicht unter­schät­zen. “Unse­re User schät­zen auch die gedruck­te Infor­ma­ti­on. Dies erken­nen wir an unse­ren ein­ge­bau­ten Feed­back­schlei­fen. Die Reso­nanz auf unse­re Print-Pro­duk­te bleibt unge­bro­chen hoch und ist manch­mal sogar höher als auf Online-Ein­la­dun­gen, Posts und ähn­li­ches. Es ist kein Geheim­nis, dass unse­re Ziel­grup­pen es oft leid sind, nur Emails lesen zu müs­sen”, meint Chris­toph Soch­art. Und “am Ende des Tages” blei­ben auch Real­be­geg­nun­gen beliebt. Webi­na­re und Online-Vor­ab-Prä­sen­ta­tio­nen unse­rer Refe­ren­ten wer­den nicht genutzt. Auch die Nut­zung unse­res Online­ar­chivs durch die Mit­glie­der ist sehr über­schau­bar. Chris­toph Soch­art: “Wenn unse­re Mit­glie­der eine Fra­ge haben, dann schi­cken Sie uns eine Email oder rufen an”.