Glasfaserausbau nimmt Fahrt auf: OXG und Vodafone erreichen eine Million Haushalte

Michael Jungwirth (links), Mitglied der Geschäftsführung Vodafone und Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf: „Eine Million Mal Glasfaser. Wir machen Tempo beim Ausbau von schnellem Internet.“ Foto: VODAFONE

Von Christoph Sochart

Der Glasfaserausbau in Deutschland kommt weiter voran. Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen Vodafone und sein Joint Venture OXG haben beim gemeinsamen Ausbau die Marke von einer Million sogenannten „Homes Passed“ erreicht. Damit sind eine Million Haushalte für einen Anschluss an das neue Glasfasernetz erschlossen beziehungsweise erreichbar.

Vodafone bezeichnet das aktuelle Ausbautempo als das zweithöchste im deutschen Markt. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres sollen bereits mehr als 1,2 Millionen Haushalte an das OXG-Netz angeschlossen sein. Der Ausbau soll in den kommenden Jahren weiter beschleunigt werden.

Foto: VODAFONE

Open Access schafft mehr Auswahl

OXG setzt beim Glasfaserausbau auf ein offenes Netz. Das Open-Access-Modell ermöglicht es grundsätzlich, dass mehrere Anbieter die Infrastruktur nutzen können. Für Verbraucherinnen und Verbraucher kann das künftig mehr Auswahl bei Internet-, Telefonie- und TV-Angeboten bedeuten.

Vodafone übernimmt zunächst die Vermarktung der Anschlüsse und bietet entsprechende Dienste über das Netz an. Gleichzeitig soll das offene Modell dazu beitragen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die vorhandene Infrastruktur besser auszulasten. Der Ausbau erfolgt eigenwirtschaftlich und damit ohne öffentliche Fördermittel.

„Wir setzen auf offene Netze. Das stärkt Wettbewerb, Auswahl und den digitalen Standort Deutschland“, sagt Dr. Sören Trebst, CEO von OXG.

Glasfaser als Grundlage für die digitale Zukunft

Leistungsfähige Glasfaseranschlüsse sind eine wichtige Voraussetzung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie schaffen stabile Bandbreiten für Homeoffice, Streaming, Gaming, digitale Bildungsangebote und vernetzte Anwendungen in Unternehmen und privaten Haushalten.

Nach Angaben von Vodafone können deutschlandweit inzwischen 15,2 Millionen Haushalte Glasfaserangebote des Unternehmens buchen. Darin enthalten sind neben den gemeinsam mit OXG gebauten Anschlüssen auch Angebote über weitere Partnerschaften, unter anderem mit Deutsche Giganetz und Westconnect.

Insgesamt erreicht Vodafone nach eigenen Angaben 31,3 Millionen Haushalte mit Gigabit-schnellem Internet. Dazu zählen auch Anschlüsse über das Kabelnetz. Der Glasfaseranteil soll durch den weiteren Ausbau mit OXG kontinuierlich wachsen.

Investition in den digitalen Standort Düsseldorf

Für Düsseldorf ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung. Vodafone hat seinen Deutschland-Sitz in der Landeshauptstadt und zählt zu den wichtigsten Unternehmen der regionalen Digital- und Kommunikationswirtschaft. Der Ausbau moderner Netzinfrastruktur stärkt nicht nur die private Nutzung, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Start-ups und öffentlichen Einrichtungen.

Schnelle und zuverlässige Netze werden zunehmend zu einem Standortfaktor. Sie erleichtern mobiles und hybrides Arbeiten, ermöglichen neue Geschäftsmodelle und schaffen die technische Grundlage für Anwendungen in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Internet of Things und Smart City.

Vodafone plant gemeinsam mit OXG, in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH-Anschlüsse zu bauen. FTTH steht für „Fiber to the Home“ – die Glasfaser wird dabei bis in die Wohnung oder das Gebäude geführt.

Neue Eigentümerstruktur bei OXG erwartet

Auch bei der Eigentümerstruktur von OXG gibt es Veränderungen. Die französische Großbank Société Générale S.A. hat angekündigt, den 50-prozentigen Anteil von Altice an der OXG Glasfaser Beteiligungs-GmbH zu übernehmen. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen regulatorischen Gremien und wird nach Angaben von Vodafone für Ende 2026 erwartet.

Der erreichte Meilenstein zeigt: Der Glasfaserausbau in Deutschland gewinnt an Dynamik. Entscheidend wird nun sein, dass die neuen Anschlüsse möglichst schnell bei den Haushalten ankommen und die Vorteile offener Netze tatsächlich in Form von Auswahl, Wettbewerb und leistungsfähigen Angeboten spürbar werden.

Quelle und weiterführende Informationen: Vodafone Newsroom – Glasfaser von OXG und Vodafone jetzt für eine Million Haushalte

Unser Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ live vom Future Tech Fest 2026

(cs) Wir waren mit „Unternehmerschaft im Gespräch“ auf dem Future Tech Fest 2026 im Düsseldorfer Areal Böhler zu Gast. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Start-ups und etablierten Unternehmen aus Düsseldorf, Neuss, dem Kreis Mettmann, Köln und Gelsenkirchen, unser Live-Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ sowie exklusive Führungen für unsere Mitgliedsunternehmen, organisiert von der Wirtschaftsförderung Düsseldorf.

Eröffnet wurde das Festival von Düsseldorfs Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Landrätin Katharina Reinhold aus dem Rhein-Kreis Neuss. Mit mehr als 5.000 Teilnehmenden, rund 300 nationalen und internationalen Start-ups sowie führenden Köpfen aus Wirtschaft, Technologie und Politik zeigte das Future Tech Fest, wie aus Innovation konkrete industrielle Anwendungen, Pilotprojekte und neue Geschäftsmodelle entstehen.

Unseren Podcast hören Sie auf Ihrer Lieblings-Podcast-Plattform und hier: www.unternehmerschaft.de/podcast.

Adventure School Düsseldorf 2026: MINT-Angebot stößt auf große Nachfrage

Foto: Stiftung

Von Christoph Sochart

728 Kinder und Jugendliche nutzten 48 Workshops zu Künstlicher Intelligenz, Robotik, Naturwissenschaften und Technik – Gesamtprogramm etwa 3,5-fach überbucht

Die Adventure School Düsseldorf 2026 ist mit einer äußerst positiven Bilanz zu Ende gegangen. Besonders groß war die Nachfrage nach den MINT-Angeboten, die in weiten Teilen durch das zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf umgesetzt wurden. 728 Kinder und Jugendliche nahmen an insgesamt 48 Workshops teil und sammelten dabei praktische Erfahrungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Für das MINT-Programm standen 741 Plätze zur Verfügung. Mit 728 Teilnehmenden waren die Angebote nahezu vollständig ausgelastet. Insgesamt wurden 774 Workshopstunden durchgeführt. 30 Referentinnen und Referenten gestalteten das Programm mit einem Umfang von 210 Dozententagen. Die Teilnehmenden kamen dabei auf insgesamt rund 13.200 Teilnehmendenstunden.

„Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie groß das Interesse von Kindern und Jugendlichen an MINT-Themen und Zukunftstechnologien ist“, sagt Ekkehard Hostert vom zdi-Team der Stiftung Pro Ausbildung. „In den Workshops konnten die Teilnehmenden nicht nur zuhören, sondern selbst ausprobieren, tüfteln und Lösungen entwickeln. Genau diese praktischen Erfahrungen machen MINT greifbar und können wichtige Impulse für die weitere Bildungs- und Berufsorientierung geben.“

Das Angebot der Adventure School richtete sich an Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse. Die Workshops ermöglichten altersgerechte Zugänge zu einem breiten Themenspektrum – von Künstlicher Intelligenz und Virtueller Realität über Robotik und Programmierung bis hin zu naturwissenschaftlichen Experimenten, Nachhaltigkeit und kreativen Technikprojekten. Im Mittelpunkt standen das eigenständige Arbeiten, Teamarbeit und das Entwickeln eigener Ideen.

Auch über den MINT-Bereich hinaus war die Adventure School stark nachgefragt. Für das Gesamtprogramm lagen 1.183 Anmeldungen vor. Das Angebot war damit in diesem Jahr nach Angaben der Veranstalter etwa 3,5-fach überbucht. Im Sommer 2025 hatte der entsprechende Überbuchungsfaktor noch bei etwa 2,1 gelegen.

Foto: Stiftung

„Die Entwicklung der Nachfrage ist ein klares Signal“, betont Hostert. „Kinder und Jugendliche wollen Zukunft nicht nur erklärt bekommen – sie wollen sie verstehen und mitgestalten. Dafür brauchen sie Orte, an denen sie unabhängig von ihrer Herkunft Zugang zu digitalen Kompetenzen, Technik und naturwissenschaftlichem Denken erhalten. Die Adventure School schafft genau solche Erfahrungsräume.“

MINT-Bildung darf keine Frage des Elternhauses sein“, erklärt Christoph Sochart, Geschäftsführer der Stiftung Pro Ausbildung. „Wenn wir über Fachkräftesicherung und die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts sprechen, müssen wir früh ansetzen. Begeisterung entsteht dort, wo Kinder selbst aktiv werden dürfen – wenn aus einer Idee ein Roboter, ein Programm oder ein funktionierendes Experiment wird. Die Adventure School hat auch in diesem Jahr gezeigt, welches Potenzial in solchen Angeboten steckt.“

Die Adventure School Düsseldorf wird von der Landeshauptstadt Düsseldorf organisiert und in weiten Teilen durch das zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf umgesetzt. Das Ferienprogramm verbindet Bildung, praktisches Erleben und Berufsorientierung und eröffnet Kindern und Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen, die ihre Zukunft prägen werden.

Zahlen und Fakten zum MINT-Programm 2026

  • 741 verfügbare Plätze
  • 728 Teilnehmende
  • 48 Workshops
  • 30 Referentinnen und Referenten
  • 210 Dozententage
  • 774 Workshopstunden
  • 13.200 Teilnehmendenstunden

Zahlen für die gesamte Adventure School 2026

  • 1.183 angemeldete Teilnehmende
  • Das Gesamtprogramm war damit etwa 3,5-fach überbucht.
  • Im Sommer 2025 lag der Überbuchungsfaktor noch bei etwa 2,1.

Über die Adventure School Düsseldorf

Die Adventure School ist ein Ferienbildungsangebot der Landeshauptstadt Düsseldorf für Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse. In den letzten drei Wochen der Sommerferien können Kinder und Jugendliche kostenfrei an Workshops aus unterschiedlichen Themenbereichen teilnehmen. Das Programm verbindet praktische Erfahrungen, kreatives Arbeiten und Zukunftsorientierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Angeboten aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. www.portal-adventure-school.de

„Chefs in Town“ 2026 zeigt, was Düsseldorf kulinarisch und unternehmerisch bewegt

Schnappschuss während der Pressekonferenz. Foto: Henning Ross

Von Christoph Sochart

Es gibt Termine, die man sich in Düsseldorf nicht nur im Kalender markieren, sondern eigentlich direkt auf den Teller legen möchte. „Chefs in Town“ gehört zweifellos dazu. Vom 25. bis 27. September wird die Stadt erneut zur Bühne für Gastronomie, Hotellerie und Hospitality – und zu einem Treffpunkt für Menschen, die mit Leidenschaft Gastgeber sind.

Bei der Pressekonferenz im mexikanischen Restaurant Mamacita auf dem METRO Campus wurde deutlich, welche Entwicklung das Festival seit seiner Premiere im Jahr 2024 genommen hat. Aus einer mutigen Idee ist eine der sichtbarsten Brancheninitiativen Deutschlands geworden. Tausende Gäste, mehr als 200 kulinarische Erlebnisse, über 100 teilnehmende Betriebe und mehr als 100 Spitzenköchinnen und -köche: Diese Zahlen beeindrucken. Noch wichtiger ist aber, was hinter ihnen steht – eine Branche, die sich zeigt, vernetzt und gemeinsam nach vorne blickt.


So berichtete die Podcast-Redaktion „Düsseldorfer Wirtschaft“ 2025 über „Chefs in Town“: bitte hier klicken!


Gastronomie ist mehr als gutes Essen

Für uns als Unternehmerschaft Düsseldorf ist „Chefs in Town“ deshalb weit mehr als ein Festival für Genießerinnen und Genießer. Gastronomie ist ein Wirtschaftsfaktor, ein Kulturträger und ein Ort der Begegnung. In Restaurants, Cafés, Bars, Hotels und auf Märkten kommen Menschen miteinander ins Gespräch – unabhängig davon, woher sie kommen oder welchen beruflichen und persönlichen Hintergrund sie haben.

Düsseldorf bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Menschen aus mehr als 180 Nationen prägen unsere Stadt. Diese Internationalität findet sich auch in der Gastronomie wieder: vom Food-Truck über das Familienrestaurant bis zum Sternehaus. Rund 1.870 Unternehmen stehen in Düsseldorf für mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz und über 14.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, Ideen, Arbeitsplätze und Unternehmen, die unsere Stadt jeden Tag ein Stück lebendiger machen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat bei der Pressekonferenz treffend beschrieben, warum das Festival so gut zu Düsseldorf passt: Die Stadt steht für Vielfalt, Qualität und Gastfreundschaft – und „Chefs in Town“ macht genau diese Stärken weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar.

Gemacht wird „Chefs in Town“ von unserem Mitgliedsunternehmen METRO!

Austausch statt Einzelkämpfertum

Besonders wertvoll ist der Austausch, den das Festival ermöglicht. „Chefs in Town“ bringt lokale Gastgeberinnen und Gastgeber mit nationalen und internationalen Größen der Hospitality-Welt zusammen. Es entstehen Gespräche, neue Ideen und manchmal auch Kooperationen, die über das Festivalwochenende hinaus Wirkung entfalten.

Dr. Steffen Greubel, CEO der METRO AG, bringt den Gedanken auf den Punkt: Die Gastronomie gehöre ins Zentrum unseres gesellschaftlichen Lebens und unserer Aufmerksamkeit. Mit „Chefs in Town“ werde sichtbar, welche Kraft entstehen kann, wenn eine Branche nicht nur über Herausforderungen spricht, sondern gemeinsam Chancen schafft.

Diese Haltung ist gerade in einer Zeit wichtig, in der Gastronomiebetriebe vor großen Aufgaben stehen. Nachwuchsgewinnung, Ausbildung, Fachkräftesicherung, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Wertschätzung sind Themen, die nicht an einzelnen Betriebstüren enden. Sie betreffen die gesamte Branche. Formate wie „Chefs in Town“ schaffen Aufmerksamkeit – und sie geben denjenigen eine Bühne, die mit Kreativität, Ausdauer und persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass Gastfreundschaft in Düsseldorf täglich erlebbar bleibt.

Mexikanisches Lebensgefühl mitten in Düsseldorf

Ein schönes Beispiel dafür ist das Mamacita auf dem METRO Campus. Nico Buchmann hat das Restaurant im Mai gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eröffnet. Für das „Chefs in Town“-Wochenende plant das Team ein Mercadito sowie besondere Aktionen wie Piñata-Workshops.

Das ist mehr als ein zusätzliches Programmpunkt. Es zeigt, wie Gastronomie Kulturen erlebbar macht und Menschen zusammenbringt. Authentische Aromen, neue Rezepte und das Lebensgefühl Mexikos werden dabei nicht abstrakt vermittelt, sondern ganz konkret: bei einem gemeinsamen Essen, im Gespräch und beim Ausprobieren.

Genau diese Verbindung aus Internationalität und lokaler Verwurzelung macht die Düsseldorfer Gastroszene so besonders. Wer bei Mamacita, im Riva oder in einem der vielen weiteren teilnehmenden Betriebe zu Gast ist, erlebt nicht nur ein Gericht, sondern immer auch ein Stück Unternehmergeist und persönliche Geschichte.

Robotik, Service und die Zukunft der Branche

„Chefs in Town“ richtet den Blick zugleich auf die Zukunft. Die Gastronomie verändert sich – durch neue Technologien, veränderte Erwartungen der Gäste und innovative Servicekonzepte. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Trends, sondern die Frage, wie Innovation einen konkreten Nutzen schaffen kann.

Das Festival bietet Raum, solche Entwicklungen zu diskutieren und praktisch zu erleben. Es geht um neue Formen des Arbeitens, um bessere Prozesse und um die Frage, wie Technik Menschen unterstützen kann, ohne die persönliche Seite der Gastfreundschaft zu ersetzen. Denn auch im digitalen Zeitalter bleibt der entscheidende Unterschied oft der menschliche Kontakt.

Die deutsche Spitzenköchin Clara Hunger beschreibt „Chefs in Town“ deshalb als „Klassentreffen der Gastronomie“. Dieses Bild gefällt uns besonders gut: Man trifft bekannte und neue Gesichter, tauscht Erfahrungen aus, entdeckt neue Perspektiven – und spürt, dass eine Branche stärker ist, wenn sie zusammenhält.

Düsseldorf bittet zu Tisch

Wir freuen uns auf ein Wochenende, an dem ganz Düsseldorf den Menschen in der Gastronomie seine Aufmerksamkeit schenkt. Auf neue Geschmackserlebnisse, überraschende Begegnungen und viele Gespräche. Vor allem aber freuen wir uns auf die Geschichten hinter den Betrieben: auf Gründerinnen und Gründer, Familienunternehmen, junge Talente, erfahrene Gastgeberinnen und Gastgeber sowie auf alle, die mit ihrer Arbeit unsere Stadt prägen.

Direkt im Anschluss geht der Austausch weiter. Vom 28. bis 29. September findet in den Böhler Werken zum dritten Mal die Rolling Pin.Convention statt. Mit Jamie Oliver als prominentem Stargast, zahlreichen Bühnen, Kochdemonstrationen, Masterclasses und Fachvorträgen werden rund 10.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher erwartet.

Damit wird Düsseldorf für mehrere Tage zum Zentrum der deutschsprachigen Gastronomie- und Hospitality-Szene. „Chefs in Town“ und die Rolling Pin.Convention zeigen gemeinsam: Die Zukunft der Branche entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, ihr Wissen teilen und sich gegenseitig inspirieren.

Düsseldorf bittet zu Tisch. Und wir finden: Es wäre schade, diese Einladung auszuschlagen.

Weitere Informationen zu „Chefs in Town“ und zum Programm gibt es auf der Website der Veranstalter.

Unternehmen im Fluss: Der Rhein verbindet – trotz Niedrigwasser

Organisator Stephan Schneider (Digitale Stadt Düsseldorf) mit der Neusser Unternehmerin Jutta Zülow (rechts) und Nina Luig, Geschäftsführerin der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt. Foto: Christoph Sochart

Von Christoph Sochart

„Volle Hütte“ mit rund 600 Gästen bei der Veranstaltung „Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“. Der Abend brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Stadtgesellschaft, Wissenschaft und Sicherheitsbereich zusammen und widmete sich zentralen Fragen unserer Zeit: Wie können Unternehmen, Infrastruktur und Gesellschaft widerstandsfähiger werden? Welche Bedeutung haben physische und digitale Sicherheit für den Wirtschaftsstandort? Und welche Rolle spielen Innovationen und Start-ups bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen?

Die Veranstaltung der Digitalen Stadt Düsseldorf, der Unternehmerschaft Düsseldorf, dem Rhein-Kreis Neuss und weiteren Partnern fand an Bord der MS RheinMagie statt. Geplant war ein gemeinsamer Abend auf dem Rhein, der Düsseldorf und Köln miteinander verbinden sollte. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers konnte das KD-Schiff jedoch nicht nach Düsseldorf fahren. Die Veranstaltung fand deshalb nur in Köln statt. Für die Düsseldorfer Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde ein kostenloser Bus-Shuttle organisiert.

Die kurzfristige Änderung des Veranstaltungsortes tat der Bedeutung des Abends keinen Abbruch. Im Gegenteil: Das Niedrigwasser führte sehr konkret vor Augen, wie abhängig Wirtschaft, Infrastruktur und Mobilität von verlässlichen Rahmenbedingungen und einer leistungsfähigen Infrastruktur sind. Der Rhein ist Verkehrsweg, Wirtschaftsraum und verbindendes Element zugleich. Wenn sich seine Bedingungen verändern, sind davon nicht nur die Schifffahrt, sondern auch Unternehmen, Lieferketten, Logistik und regionale Verbindungen betroffen.

600 geladene Gäste amüsierten sich prächtig auf der „RheinMagie“. Foto: Christoph Sochart

Ein Abend im Zeichen der Sicherheit

Nach dem Veranstaltungsbeginn standen zunächst strategische Fragen der Sicherheits- und Innovationspolitik im Mittelpunkt. Die Keynote hielt Rene Gassen, Direktor vom Bundesamt für Ausrüstung der Bundeswehr. In seinem Beitrag ging es um die Bedeutung von Innovation, technologischer Entwicklung und vorausschauendem Handeln in einer Zeit, in der sich Sicherheitslagen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen schnell verändern.

Ein Grußwort sprach Andreas Feicht, CEO der RheinEnergie. Die Energieversorgung gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort. Unternehmen benötigen sichere, bezahlbare und belastbare Energie – ebenso wie eine Infrastruktur, die auch in Krisensituationen handlungsfähig bleibt.

Im Anschluss folgte eine Talkrunde zum Thema „Physical Defence“. Dabei wurde deutlich, dass Sicherheit nicht erst bei einer akuten Krise beginnt. Der Schutz von Verkehrswegen, Energieversorgung, Häfen, Produktionsstandorten und kritischer Infrastruktur ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

An der Gesprächsrunde nahmen Susanne Fabry, Vorständin der RheinEnergie, Karen Florschütz, Sicherheitsexpertin, Markus Bangen, CEO der Duisburger Hafen AG, sowie Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Moderation), Mitglied des Europäischen Parlaments, teil.

Cyber Defence: Digitale Sicherheit ist Wirtschaftsschutz

Ein zweiter Schwerpunkt lag auf dem Thema „Cyber Defence“. Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen neue Chancen, schafft zugleich aber neue Angriffsflächen. Produktionsprozesse, Logistik, Energieversorgung, Verwaltung und Kommunikation sind heute eng miteinander vernetzt. Ein Cyberangriff kann deshalb weitreichende Folgen haben – für einzelne Unternehmen ebenso wie für ganze Lieferketten und Regionen.

Die Talkrunde verband wissenschaftliche, unternehmerische und sicherheitspolitische Perspektiven. Diskutiert wurde unter anderem mit Dr. Michael Karl vom Institut für KI-Sicherheit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Tim Seil, Public Affairs Manager Defence & Security der Daimler Truck AG, und Steffen Bauer, CEO der HGK AG. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Markus Hartmann, Leitender Oberstaatsanwalt und Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen.

Die Diskussion machte deutlich: Digitale Sicherheit ist kein reines IT-Thema. Sie betrifft die Geschäftsführung, die Beschäftigten, die Organisation von Lieferketten und die Verantwortung gegenüber Kunden und Partnern. Unternehmen müssen Risiken erkennen, Schutzmaßnahmen entwickeln und sich auf den Ernstfall vorbereiten. Gleichzeitig braucht es einen engen Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Sicherheitsbehörden und Politik.

Start-ups bringen neue Perspektiven ein

Neben den großen strategischen Fragen erhielten auch junge Unternehmen eine Bühne. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Start-ups vorgestellt, die mit neuen Technologien, Geschäftsmodellen und Ideen an den Herausforderungen von morgen arbeiten.

Gerade diese Verbindung von etablierten Unternehmen, öffentlichen Institutionen und jungen Innovationsunternehmen ist für einen starken Wirtschaftsstandort entscheidend. Start-ups bringen Tempo, neue Denkweisen und technologische Lösungen ein. Etablierte Unternehmen verfügen über Erfahrung, Marktkenntnis und belastbare Strukturen. Wenn beide Seiten zusammenarbeiten, können daraus tragfähige Lösungen für die Praxis entstehen.

Der Rhein als Wirtschafts- und Lebensraum

Der Titel der Veranstaltung – „Der Rhein verbindet“ – war auch unter den besonderen Bedingungen des Abends passend gewählt. Der Rhein verbindet Städte und Regionen, Unternehmen und Märkte, Menschen und Ideen. Zugleich erinnert das anhaltende Niedrigwasser daran, dass diese Verbindung nicht selbstverständlich ist.

Der Rhein ist eine zentrale Verkehrs- und Wirtschaftsachse. Der Hafenstandort Duisburg, die Logistikregion am Niederrhein, die Unternehmen in Düsseldorf und Köln sowie zahlreiche weitere Betriebe entlang des Flusses sind eng miteinander verflochten. Veränderungen am Rhein wirken sich deshalb unmittelbar auf Mobilität, Versorgung und Wertschöpfung aus.

Die Tatsache, dass das Schiff nicht nach Düsseldorf fahren konnte, war somit mehr als eine organisatorische Einschränkung. Sie war ein anschauliches Beispiel dafür, wie eng wirtschaftliche Entwicklung mit Infrastruktur, Umweltbedingungen und Resilienz verbunden ist. Ein leistungsfähiger Standort muss nicht nur Wachstum ermöglichen, sondern auch mit Veränderungen und Störungen umgehen können.

Unternehmerschaft im Gespräch: Michael Grütering, Christoph Sochart, Christina Moeser (von rechts). Fotomontage: cs

Unternehmerschaft im Gespräch

Für die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. bot der Abend eine wichtige Gelegenheit zum Austausch. Die Gespräche an Bord und am Veranstaltungsort zeigten, wie groß der Bedarf an Vernetzung und an gemeinsamen Lösungen ist.

Unternehmen stehen vor Herausforderungen, die sich nicht isoliert lösen lassen. Fragen der Energieversorgung, des Hochwasserschutzes, der Logistik, der Cybersicherheit und der Fachkräftesicherung berühren viele Branchen gleichzeitig. Umso wichtiger sind Formate, die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und den persönlichen Dialog ermöglichen.

Die Unternehmerschaft versteht sich als Stimme der Unternehmen in Düsseldorf und Umgebung. Dazu gehört auch, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, relevante Akteure miteinander zu vernetzen und die Interessen der Wirtschaft in gesellschaftliche Debatten einzubringen.

„Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“ hat gezeigt, wie eng Sicherheit, Infrastruktur, Digitalisierung und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbunden sind. Die Veranstaltung bot fachliche Impulse, kontroverse Perspektiven und Raum für persönliche Begegnungen.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. freut sich, bei diesem wichtigen Austausch dabei gewesen zu sein. Denn ein zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort entsteht dort, wo Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander im Gespräch bleiben.

Future Tech Fest 2026: Wo Start-ups und etablierte Unternehmen aufeinandertreffen

Innovation erleben, Kontakte knüpfen und neue Geschäftsideen entdecken: Am 10. September wird das AREAL BÖHLER in Düsseldorf zum Treffpunkt der internationalen Start-up- und Technologieszene. Die Unternehmerschaft Düsseldorf lädt ihre Mitglieder zu einer exklusiven Führung über das Future Tech Fest ein.


Von Christoph Sochart


Wie können etablierte Unternehmen und innovative Start-ups voneinander profitieren? Und welche Technologien werden Wirtschaft und Arbeitswelt in den kommenden Jahren verändern? Antworten auf diese Fragen will das Future Tech Fest 2026 geben. Die Veranstaltung am 10. September im AREAL BÖHLER in Düsseldorf ist eine Kombination aus B2B-Expo, Konferenz, Networking und Start-up-Pitches. Mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet. Rund 300 nationale und internationale Tech-Start-ups präsentieren ihre Lösungen.

Für Unternehmen aus Düsseldorf bietet die Unternehmerschaft Düsseldorf einen besonderen Zugang: Mitglieder können an einer exklusiven, geführten Tour teilnehmen. Von 11 bis 13 Uhr geht es gemeinsam über das Festivalgelände. Dabei werden ausgewählte Start-ups und deren Lösungen vorgestellt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, direkt mit Gründerinnen und Gründern ins Gespräch zu kommen und Kontakte für mögliche Kooperationen zu knüpfen.

Beliebt: unsere Führung beim Future Tech Fest. Foto: Christoph Sochart

Ein ganzer Tag im Zeichen von Technologie und Innovation

Das Programm des Future Tech Fest beginnt bereits am Morgen und läuft über den gesamten Tag. Die Expo öffnet um 8.00 Uhr, ab 8.30 Uhr gibt es ein kostenloses Frühstück. Auf mehreren Bühnen stehen anschließend Technologie, Unternehmertum, künstliche Intelligenz, Gesundheit, Bildung und weitere Zukunftsthemen im Mittelpunkt.

Auf der Main Stage beginnt das Programm um 10 Uhr. Nach der Eröffnung folgt um 10.30 Uhr ein Beitrag von Prof. Michael Groß. Um 11.10 Uhr geht es in einem HealthTech-Panel um Entwicklungen im Gesundheitsbereich. Am Mittag steht ein Panel zur Künstlichen Intelligenz auf dem Programm. Am Nachmittag folgen unter anderem Auftritte von Ana Ivanović, Unternehmer und Investor Tillman Schulz sowie Sara Nuru. Den Abschluss des offiziellen Bühnenprogramms bildet am Abend die Aftershow-Party.

Eine wichtige Rolle spielt die Startup Stage. Hier können junge Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und Ideen vor Publikum präsentieren. Die ersten Pitch-Runden starten bereits um 10.40 Uhr. Es folgen weitere Pitch-Runden am Mittag und Nachmittag. Ergänzt wird das Programm durch sogenannte „Fuck Up Stories“, bei denen Gründerinnen und Gründer über Erfahrungen, Fehler und Rückschläge auf ihrem Weg sprechen. Am späten Nachmittag treten die Finalisten im letzten Pitch gegeneinander an. Um 17.40 Uhr werden die Gewinnerinnen und Gewinner der Startup Pitches ausgezeichnet.

Kontakte statt Visitenkarten sammeln

Auf der Vision Stage steht vor allem die Vernetzung im Mittelpunkt. Bereits um 10.30 Uhr startet ein B2B-Speed-Dating. Unternehmen, Start-ups und weitere Akteure können dabei gezielt neue Geschäftskontakte knüpfen. Später folgen unter anderem die Vorstellung des deutschen IHK-/AHK-Netzwerks, ein Programmpunkt zum Thema „Education becomes future“, ein Beitrag von Prof. Anja Karlshaus sowie am Nachmittag der European AI Summit.

Auch Workshops gehören zum Programm. Die beiden Workshop-Bereiche öffnen um 10.45 beziehungsweise 11 Uhr. Im Mittelpunkt stehen dabei praktische Einblicke und die Möglichkeit, sich intensiver mit konkreten Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Mehr als 250 Start-ups in der Expo

Herzstück des Future Tech Fest ist die große Expo. Dort können Besucherinnen und Besucher die digitalen Innovationen von mehr als 250 nationalen und internationalen Tech-Start-ups unmittelbar kennenlernen. Der Veranstalter spricht für 2026 sogar von rund 300 ausstellenden Start-ups. Im Investors & Corporate Lounge sind zudem persönliche 1:1-Gespräche mit interessanten Kontakten möglich.

Damit bietet das Future Tech Fest gerade für etablierte Unternehmen interessante Anknüpfungspunkte. Wer neue Technologien sucht, digitale Prozesse weiterentwickeln möchte oder nach innovativen Geschäftsideen Ausschau hält, kann hier direkt mit den Entwicklern und Gründern hinter den Lösungen sprechen.

Exklusive Führung für Mitglieder der Unternehmerschaft

Genau hier setzt die gemeinsame Veranstaltung der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Unternehmerschaft Düsseldorf an. Die exklusive Führung soll den Zugang zur Start-up-Szene erleichtern und gezielt Verbindungen zwischen etablierten Unternehmen und jungen Technologieunternehmen schaffen.

Treffpunkt ist am Donnerstag, 10. September 2026, um 11 Uhr im AREAL BÖHLER. Die Führung dauert bis etwa 13 Uhr. Anschließend können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das gesamte Future Tech Fest weiter besuchen und das umfangreiche Programm nutzen.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei und exklusiv für Mitglieder der Unternehmerschaft Düsseldorf. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine verbindliche Anmeldung ist daher erforderlich.

Das Wichtigste auf einen Blick

Future Tech Fest 2026
Donnerstag, 10. September 2026
AREAL BÖHLER, Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf
Exklusive Führung der Unternehmerschaft: 11 bis 13 Uhr

Das Future Tech Fest ist von morgens bis abends geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Programm findet überwiegend auf Englisch statt, da zahlreiche internationale Aussteller und Gäste erwartet werden.

Für die Düsseldorfer Wirtschaft ist das Festival damit nicht nur eine Leistungsschau neuer Technologien, sondern vor allem eine Gelegenheit, Innovation konkret zu erleben, neue Kontakte zu knüpfen und mögliche Kooperationen zwischen Mittelstand und Start-up-Szene anzustoßen.

Das vollständige Programm des Future Tech Fest 2026

ElectronicPartner setzt auf Zukunftsthemen und Zusammenarbeit auf der IFA 2026

Alle Fotos: ELECTRONICPARTNER

Von Christoph Sochart

Die IFA 2026 hat erneut gezeigt, wie dynamisch sich die Welt der Consumer Electronics und Home Appliances entwickelt. Für unser Mitgliedsunternehmen ElectronicPartner standen dabei nicht nur neue Technologien im Mittelpunkt. Ebenso wichtig waren der persönliche Austausch innerhalb der Branche und die Frage, wie der Fachhandel die aktuellen Veränderungen aktiv mitgestalten kann.

Eigener IFA-Empfang für Mitglieder

Bereits am Donnerstagabend, noch vor dem offiziellen Messebeginn, lud ElectronicPartner seine Mitglieder aus dem EP:Fachhandel sowie aus weiteren Vertriebslinien und erstmals auch die MEDIMAX-Franchisepartner zu einem eigenen IFA-Empfang ein.

„Gemeinsam haben wir uns auf die kommenden Tage eingestimmt und konnten in den direkten Austausch miteinander gehen. Gerade jetzt, wo sich so viel in der Branche, der Welt, aber auch bei uns in der Verbundgruppe tut, wollen wir jede Gelegenheit nutzen, um persönlich ins Gespräch zu kommen und direktes Feedback zu erhalten“, erklärte ElectronicPartner-Vorstand Patrick van Tent.

Der Empfang bot Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Kontakte zu vertiefen und gemeinsame Perspektiven auf die Zukunft des Fachhandels zu entwickeln.

Gemeinsamer Auftritt in der IFA Retail Zone

Eine Premiere war der gemeinsame Stand von ElectronicPartner, Expert und Euronics in der IFA Retail Zone des CityCubes. Der Messeauftritt unterstrich die Bedeutung des kooperierten Fachhandels in der aktuellen Branchenlandschaft und machte gemeinsame Interessen sichtbar.

Dazu gehört unter anderem das Thema Recht auf Reparatur. Für den Fachhandel ist es entscheidend, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auch künftig kompetente Beratung, Reparaturmöglichkeiten und verlässlichen Service erhalten. Der gemeinsame Auftritt zeigte, dass die Verbundgruppen bei zentralen Branchenthemen den Schulterschluss suchen.

Service als entscheidendes Differenzierungsmerkmal

Ein weiteres Zeichen für die Zusammenarbeit innerhalb der Branche war die Pressekonferenz der Service-Allianz am 4. September. Die Verbundgruppen EK Retail, Telering, Euronics und ElectronicPartner stellten dabei zukünftige Schwerpunkte und erste konkrete Schritte vor.

„Wir müssen jetzt die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Service vom Kunden als signifikantes Differenzierungsmerkmal des Fachhandels wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Dafür braucht es eine gemeinsame Stimme sowie ein leistungsfähiges Netzwerk, qualifizierte Fachkräfte und verlässliche Prozesse“, betonte Matthias Assmann.

Die Service-Allianz arbeitet dabei mit verschiedenen Partnern zusammen. Dazu gehören Weyrauch Repair, Krix Academy, ASWO und Wertgarantie, Küsters Kaffeeservice, smartsecur und mySWOOP. Gemeinsam sollen Strukturen und Angebote weiterentwickelt werden, die den Fachhandel beim Ausbau seiner Serviceleistungen unterstützen.

Robotik erreicht den Fachhandel

Zu den auffälligsten Trends der diesjährigen IFA gehörte das Thema Robotik. Auch ElectronicPartner ist in dieses Geschäftsfeld eingestiegen und präsentierte gemeinsam mit Terra Robotics verschiedene Lösungen am eigenen Messestand.

Parallel dazu startete im MEDIMAX Berlin-Pankow eine erste Pilotfläche mit drei Robotern. Gezeigt werden ein autonomer Reinigungsroboter für größere Flächen, ein Empfangsroboter für Gastronomie, Hotellerie und Handel sowie ein intelligenter Kehrroboter für Industrie- und Gewerbeanwendungen.

„Wir sind überzeugt, dass der Fachhandel bei der Heranführung der Kunden an dieses neue Produktfeld sowie bei der langfristigen Betreuung der Geräte eine wichtige Rolle spielen wird. Innovationen müssen nicht nur verfügbar sein – sie müssen verständlich erklärt, eingeordnet und auf den konkreten Nutzen für Verbraucherinnen und Verbraucher übertragen werden“, erklärte Matthias Assmann.

Damit wird deutlich, welche Rolle dem Fachhandel bei neuen Technologien zukommt: Er stellt nicht nur Produkte bereit, sondern schafft Orientierung, erklärt Anwendungsmöglichkeiten und begleitet Kundinnen und Kunden auch nach dem Kauf.

Zukunft entsteht durch Kooperation

Die IFA bleibt damit ein zentraler Treffpunkt für Hersteller, Handel und weitere Branchenakteure. Für ElectronicPartner bietet die Messe die Möglichkeit, Trends frühzeitig zu erkennen, Kontakte zu vertiefen und gemeinsam mit Partnern die Entwicklungen im Fachhandel einzuordnen.

Der gemeinsame Auftritt der Verbundgruppen und die Arbeit der Service-Allianz zeigen: Die Zukunft des Fachhandels entsteht nicht durch Isolation, sondern durch Zusammenarbeit und Dialog. Gerade bei Themen wie Reparatur, Service und Robotik sind gemeinsame Standards, qualifizierte Fachkräfte und ein enger Austausch innerhalb der Branche entscheidend.

ElectronicPartner setzt damit auf Zukunftsthemen, Kooperation und die Stärke des Fachhandels. Für unser Mitgliedsunternehmen ist die IFA 2026 deshalb nicht nur eine Bühne für neue Technologien, sondern auch ein wichtiger Ort, um die nächsten Schritte für eine kundennahe und leistungsfähige Branche zu entwickeln.

Wir sind dabei bei „Unternehmen im Fluss“

Die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. ist bei „Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“ dabei. Die Veranstaltung findet am 8. September 2026 an Bord der MS RheinMagie statt.

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen rund um Physical Defence, Cyber Defence und Innovationen. Keynotes, Talkrunden mit hochkarätigen Gästen sowie die Vorstellung von Start-ups bieten Raum für wichtige Impulse und persönliche Gespräche.

Der Veranstaltungsabend beginnt um 17:00 Uhr in Köln und endet mit einem Get-together bei Buffet und Getränken. Für Düsseldorfer Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht ein kostenloser Bus-Shuttle ab der Rotterdamer Straße zur Verfügung.

Wir freuen uns auf den Austausch und viele spannende Gespräche entlang des Rheins.

Weitere Informationen zum Programm

New York ist wieder näher – eine Chance für Düsseldorf

Im Pressegespräch (von rechts): Flughafenchef Lars Redeligx, US-Generalkonsulin Preeti V. Shah und Christian Vernet, CEO „La Compagnie“; Fotos: Christoph Sochart

Von Christoph Sochart

Es gibt Nachrichten, die zunächst wie eine Meldung aus der Verkehrspolitik klingen – und bei genauerem Hinsehen eine viel größere Bedeutung haben. Die angekündigte neue Direktverbindung von Düsseldorf nach New York gehört für mich eindeutig dazu.

Ab dem Frühjahr 2027 fliegt die französische Airline La Compagnie fünfmal pro Woche nonstop von Düsseldorf nach New York-Newark. Der erste Flug ist für den 21. April 2027 geplant. Für unseren Flughafen, für die Region und vor allem für die internationale Ausrichtung unseres Wirtschaftsstandortes ist das eine bemerkenswerte Nachricht.

New York ist nicht einfach nur ein attraktives Reiseziel. New York ist eines der wichtigsten wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentren der Welt. Eine direkte Verbindung dorthin verkürzt Wege, erleichtert persönliche Begegnungen und schafft neue Möglichkeiten für Unternehmen, Investoren, Messegäste und Veranstalter.

Sehr kuschelig: per Smart-Business nach New York. Foto: Christoph Sochart

Eine Region mit engen transatlantischen Verbindungen

In der Region Düsseldorf gibt es rund 700.000 Betriebe. Zugleich sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 1.700 US-Unternehmen ansässig. Diese Zahlen machen deutlich: Die Verbindung zwischen unserer Region und den Vereinigten Staaten ist längst eng und vielfältig. Sie reicht von Industrie und Handel über Technologie und Dienstleistungen bis hin zu Messe, Kongress und Kultur.

Nordrhein-Westfalen exportierte allein im Jahr 2025 Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro in die USA. Die Vereinigten Staaten sind damit der wichtigste außereuropäische Absatzmarkt der nordrhein-westfälischen Wirtschaft.

Eine direkte Flugverbindung kann diese Beziehungen nicht allein begründen. Aber sie kann ihnen einen neuen Schub geben. Geschäftsreisen werden einfacher planbar, amerikanische Gäste erreichen Düsseldorf ohne Umstieg, und Unternehmen erhalten einen weiteren direkten Zugang zum US-Markt.

Der Flughafen-Chef Lars Redeligx hat deshalb zu Recht von einer „neuen Chance für den Wirtschaftsstandort“ gesprochen. Auch für Düsseldorf als Messe-, Kongress- und Veranstaltungsstandort ist die Verbindung ein starkes Signal.

Mit dem neuen A321neo nach New York; Foto: Christoph Sochart

Ein ungewöhnliches Angebot

La Compagnie bringt ein besonderes Konzept nach Düsseldorf: Die Fluggesellschaft bietet ausschließlich Business-Class-Sitze an. Zum Einsatz soll ein neuer Airbus A321neo LR mit 76 Plätzen kommen. Alle Sitze lassen sich in flache Betten verwandeln. Hinzu kommen WLAN, Lounge-Zugang, ein persönlicher Service sowie Speisen und Getränke auf Business-Class-Niveau.

Das ist kein Massenprodukt – und genau darin liegt die Chance. Die Airline positioniert sich zwischen klassischer Linienfluggesellschaft und exklusiver Boutique-Airline. Für Geschäftsreisende kann dieses Angebot attraktiv sein, insbesondere dann, wenn Zeitersparnis, Ruhe und ein verlässlicher Service entscheidend sind.

Auch für private Reisende mit einem besonderen Anspruch kann die Verbindung interessant sein. Für den Wirtschaftsstandort ist aber vor allem entscheidend, dass die Strecke von Unternehmen, Messen und internationalen Gästen angenommen wird.

Die entscheidende Frage lautet: Trägt die Strecke?

Bei aller Freude über die neue Verbindung sollte man deshalb realistisch bleiben. Eine Direktverbindung ist zunächst eine Chance – noch kein wirtschaftlicher Erfolg. Die Strecke muss sich dauerhaft rechnen. Fünf Flüge pro Woche brauchen eine ausreichende Nachfrage, und diese Nachfrage muss aus der Region kommen.

Man kann daher nur hoffen, dass die Verbindung auch ökonomisch funktioniert. Dafür braucht es mehr als gute Nachrichten und schöne Bilder vom Erstflug. Unternehmen müssen die Strecke nutzen. Veranstalter und Messegesellschaften müssen sie in ihre internationale Planung einbeziehen. Wirtschaftsförderung, Kammern, Verbände und Politik sollten gemeinsam dazu beitragen, dass Düsseldorf und die Region in New York sichtbar werden – und umgekehrt.

Auch die amerikanische Seite ist gefordert. Die neue Verbindung muss nicht nur Reisende aus Nordrhein-Westfalen nach New York bringen. Sie muss ebenso amerikanische Unternehmen, Investoren, Fachkräfte, Messebesucher und Touristen nach Düsseldorf und in die Region führen.

Ein Standortvorteil, den wir aktiv nutzen müssen

Im Pressegespräch haben Flughafen-Chef Lars Redeligx, US-Generalkonsulin Preeti V. Shah und Christian Vernet, CEO von La Compagnie, die Bedeutung der neuen Verbindung unterstrichen. Das ist ein gutes Zeichen. Jetzt kommt es darauf an, aus der Ankündigung einen nachhaltigen Standortvorteil zu machen.

Düsseldorf verfügt über vieles, was internationale Gäste suchen: eine starke Unternehmenslandschaft, kurze Wege, eine leistungsfähige Messe, eine hohe Lebensqualität und eine zentrale Lage in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Die neue Verbindung nach New York kann diese Stärken sichtbarer und zugänglicher machen.

Sie kann helfen, neue Geschäftskontakte zu knüpfen, bestehende Partnerschaften zu vertiefen und Düsseldorf im transatlantischen Wettbewerb besser zu positionieren. Vor allem aber kann sie zeigen, dass unser Standort international denkt und international erreichbar ist.

Eine Chance, die wir nicht verstreichen lassen sollten

Ich freue mich deshalb über die neue Verbindung. Nicht, weil jeder von uns regelmäßig nach New York fliegen muss. Sondern weil internationale Erreichbarkeit im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte eine immer größere Rolle spielt.

Die Verbindung nach New York ist tatsächlich eine neue Chance für unseren Düsseldorfer Wirtschaftsstandort. Sie sollte von Unternehmen, Institutionen und der gesamten Region als solche verstanden und genutzt werden.

Am Ende wird der Erfolg nicht allein daran gemessen, ob die Flugzeuge starten. Entscheidend ist, ob aus der Verbindung mehr Begegnungen, mehr Geschäfte, mehr Investitionen und mehr internationale Aufmerksamkeit für Düsseldorf entstehen.

Die Voraussetzungen sind da. Jetzt muss die Region zeigen, dass sie diese Chance verdient – und dass sich New York und Düsseldorf wirtschaftlich genauso gut verstehen wie geografisch verbinden lassen.

Düsseldorfs Zukunft: Aufbruch in die Zukunft – der letzte Teil unserer Serie!

Wie gelingt Aufbruch in Düsseldorf? 🤝 Welche Rolle spielen Netzwerke, Unternehmen, Hochschulen und Organisationen der Wirtschaft für die Zukunft unserer Stadt?

Zum Abschluss sprechen Wirtschaftsdezernent Christian Zaum und der „Energie-Prof“ Stefan Graf von der HSD über Ideen, Zusammenarbeit und die Kräfte, die Düsseldorf voranbringen können.

🎙️ „Düsseldorfer Wirtschaft“ – der Podcast der Podcast-Redaktion, eine Produktion der Streamboxstudios und der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Jetzt reinhören und erfahren, wie Düsseldorf gemeinsam Zukunft gestaltet!