Frank Sportolari ist tot

Er war ein Mensch mit einem weitem Herzen und er liebte die Menschen. Nach kurzer Krankheit verstarb jetzt UPS-Chef Frank Sportolari. Vor einiger Zeit war er Gast bei unserer Unternehmerschaft und sprach offen und sehr sehr herzlich über seine Welt hier in Düsseldorf. Er hatte ein gewinnendes Wesen, schreiben Nicole Lange und Uwe-Jens Ruhnau in der RP und dies kann man voll unterstreichen.

Sportolari war ein fairer Geschäftsmann, spielte immer mit offenen Karten und setzte sich auch für die Benachteiligten in der Gesellschaft ein. Geboren in Chicago begann er 1986 bei UPS. Seit 2011 leitete er die Geschäfte von UPS in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit März arbeitete für UPS in Europa. Er wohnte in Gerresheim, arbeitete in Monheim und war sehr gern gesehen überall in Düsseldorf, NRW, Deutschland und der Welt.

Das er sehr unkompliziert war spürten wir schnell als wir einen Besuch bei unserer Unternehmerschaft vorbereiteten. Von diesem Treffen stammen auch diese Fotos, die Frank Wiedemeier auf die Platte bannte. Ein Termin war schnell gefunden, er reiste ohne Prunk an und als er plötzlich in der Türe stand, hatte er alle Herzen sofort gewonnen mit seiner liebevollen und herzlichen Art.

Sogar die US-Konsulin Linda Evans liess es sich nicht nehmen alle Termine abzusagen und zur Unternehmerschaft zu kommen, um “Frank zu treffen”. Das war ihr wichtig. Sie mochten sich sehr.

Er versuchte immer und überall präsent zu sein: lokal, regional, national und international. So war es denn auch nicht überraschend, als er 2018 zum Präsidenten der Amerikanischen Handelskammer (AmCham) in Deutschland  gewählt wurde. Nicht nur dort setzte er sich intensiv für gute transatlantische Handelsbeziehungen ein. Davon berichtete er auch sehr ausführlich bei unserem Treffen im Industrieclub.

Kurz vor seinem Tod soll er gesagt haben, dass man sich keine Sorgen machen sollte: “Ich bereue nichts an meinem Leben”, schreibt die RP. Frank Sportolari hinterlässt seine Ehefrau und seine sechs Kinder. Ein Guter und ein Großer geht. Wir hoffen sehr und beten auch dafür, dass er gut im Himmel ankommt.

Fotos: Frank Wiedemeier

Reibleistungs- und gewichtsoptimiert: Rheinmetall erhält 22 Mio EUR-Auftrag über Aluminiumkolben für den nordamerikanischen Markt

Der Technologiekonzern Rheinmetall erwartet für seinen Kolbenbereich einen bedeutenden Auftrag zur Lieferung von Kolbensystemen für einen großen internationalen Automobilproduzenten.

Mit dem namhaften Automobilhersteller wurde nun ein Letter of Intent über die Entwicklung und Produktion von kundenindividuell angepassten Aluminiumkolben unterzeichnet, die gemeinsam mit Kolbenring und -bolzen eine Systemlösung bilden. Diese sollen in den Vierzylinder-Ottomotoren einer neuen Pkw-Baureihe des Automobilherstellers im nordamerikanischen Markt zum Einsatz kommen. Das Lifetime-Volumen der getroffenen Vereinbarung beläuft sich dabei auf rund 22 MioEUR bei einer Laufzeit von sieben Jahren.

Der Entwicklungsstart für die kundenoptimierten Komponenten der neuen Produktgeneration ist 2021 in Neckarsulm. Ein nächster Entwicklungsschritt erfolgt nach dem Prinzip „local for local“ in Mexiko. Hier werden die Kolbensysteme an die regionalen Kraftstoffeigenschaften angepasst und hinsichtlich Thermodynamik final optimiert. Die Produktion und Verbauung der Komponenten – dann beides vor Ort beim Kunden in Mexiko – beginnt 2024.

Die vom Kunden ausgewählten Kolben gehören zum so genannten LiteKS-Programm des Rheinmetall Tochterunternehmens KS Kolbenschmidt GmbH, das im Konzern die Aktivitäten im Kolbenbereich verantwortet. Die hochleistungsfähigen LiteKS-Kolben sind reibleistungs- und gewichtsoptimiert, verfügen über höchste thermische und mechanische Belastbarkeit und ermöglichen eine Verringerung von Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Emmissionen.

Zur notwendigen Erfüllung von Klimazielen und der Einhaltung von Abgasnormen hat Rheinmetall seine Systemkompetenz im Kolbenbereich seit Jahren konsequent ausgebaut. So wurde 2015 eine Kooperation mit der japanischen Riken Corporation vereinbart, um optimierte Lösungen für weltweite Kunden anbieten zu können. Für den Auftrag haben die Allianzpartner gemeinschaftlich die Optimierung des integrierten Gesamtsystems aus Kolben, Ringen und Bolzen erarbeitet.

Sommerferien-Programm der Landeshauptstadt gestartet: unser zdi gestaltet das MINT-Angebot

Mehrere tausend Schülerinnen und Schüler von der 1. bis 13. Klasse nehmen an der diesjährigen “Adventure School” teil. Das Ferienprogramm der Landeshauptstadt wurde heute (09.07.) von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Karl Cramer (ehrenamtlicher Ressortleiter Bürgerstiftung Düsseldorf) und Magdalena Hein (Leiterin zdi-Landesgeschäftsstelle) in der Lore-Lorentz-Schule eröffnet. Federführend im Programmbereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ist unser MINT-Netzwerk zdi-duesseldorf (www.mint-duesseldorf.de)

Was uns unser Stadtdirektor Burkhard Hintzsche dazu heute sagte:

Die Schülerinnen und Schüler konnten vorab aus einer bunten Vielfalt an kostenfreien Angeboten wählen, die verschiedene Partner auf die Beine stellen. Der Stadtdirektor dankte in seiner Begrüßung allen Beteiligten für ihr Engagement: der Bürgerstiftung Düsseldorf, der Stiftung Pro Ausbildung des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie, der Girls‘ & Boys‘ Academy Düsseldorf, dem Berufsbildungszentrum der AWO, dem Bildungszentrum des Baugewerbes, der Deutschen Angestellten-Akademie, der WIPA Düsseldorf, dem Fritz-Schubert-Institut, dem Verein Kultursprung, dem Zentrum für Berufsorientierung und Übergänge (ZBÜ), dem Amt für Schule und Bildung und der Volkshochschule (VHS). Finanzielle, sachliche und personelle Unterstützung kommt unter anderem von diesen Partnern sowie von der Landesinitiative “Zukunft durch Innovation.NRW zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen, vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) und der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit.

Das Angebot des Sommerferienprogramms ist groß. Der Schwerpunkt liegt auf Bildung, auf Praxisnähe und auf Förderung der Talente und Stärken der Kinder und Jugendlichen. Sie werden auch neue Erfahrungen machen – auch in Bereichen, die sie noch nicht kennen, um Interesse und Neugier zu wecken.

Die Schülerinnen und Schüler machen aus alten Dingen neue Produkte (im Themenbereich “Nachhaltigkeit”), erleben ein Coding-Abenteuer, programmieren Musik, bauen Roboter, führen selbst Regie bei einem Film und können in einem Outdoor-Parcours Lieblings-Berufe entdecken. In “Daily Skills” geht es um Alltagskompetenzen für das Leben nach der Schule und in “Pimp your home” lernen die Jugendlichen Tools kennen, ihr eigenes Zimmer zu verschönern. Zudem stehen digitale Förderkurse in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Latein auf dem Programm und vieles mehr.

Alle Angebote und noch mehr Informationen finden Sie im Netz unter www.adventure-school.de

Zitate der Beteiligten:

Stadtdirektor Burkhardt Hintzsche: Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Ferienprogramm der „Adventure School“ an den Erfolg des „Summer-School-Programm“ im letzten Jahr anknüpfen können. Hierbei geht es vor allem um einen großen Spaßfaktor, aktives Mitmachen, ausprobieren und die eigenen Fähigkeiten selbst entdecken und stärken. Das Angebot wird von Lehrkräften und Experten begleitet und ist zum überwiegenden Teil kostenfrei.

Michael Grütering, Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Düsseldorf und Umgebung: Wir freuen uns, dass wir die Landeshauptstadt auch an dieser Stelle unterstützen können. Für die Unternehmen in der Stadt ist es wichtig, dass das MINT-Angebot für Schülerinnen und Schüler noch mehr ausgebaut wird mit dem Ziel, dass Interesse für MINT-Berufe bei den Schülerinnen und Schüler zu fördern, aber auch Talente und Fähigkeiten zu stärken.

Karl Cramer, Bürgerstiftung Düsseldorf: Viele junge Erwachsene aus sozial schwierigen Verhältnissen haben oftmals Probleme, einen Schulabschluss, einen Ausbildungsplatz oder einen Job zu bekommen. Die Bürgerstiftung Düsseldorf begleitet mit dem Projekt „Sprungbrett” junge Menschen in Düsseldorf während der Schulzeit, bei der Suche nach der richtigen Ausbildung und als persönlicher Ansprechpartner. Wir bauen 1:1-Beziehungen auf und helfen u.a. auch bei Amtsgängen, beim Ausfüllen von bürokratischen Unterlagen, bei der Bewerbung und manchmal auch bei der Wohnungssuche. Wir fördern seit Jahren die Chancengleichheit in unserer Stadt und daher freuen wir uns sehr, dass Sommerferienprogramm der Landeshauptstadt mit zu unterstützen.

Magdalena Hein, zdi-Landesgeschäftsstelle: Ein großer Teil der Kurse ist als vertiefte Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich angelegt. Finanziert werden diese Angebote über das zdi-BSO-MINT-Programm, welches von den beiden Zuwendungsgeberinnen Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW sowie der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit getragen wird.

Peter-Sebastian Krause neuer Vorsitzender von “düsseldorf metall”

Peter-Sebastian Krause ist neuer Vorsitzender des Düsseldorfer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie. Krause wurde ohne Gegenstimmen in einer außerordentlichen Vorstandssitzung gewählt. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Henning Brandes, Siemens AG. Die Neuwahlen wurden notwendig aufgrund des plötzlichen Todes des langjährig amtierenden Vorsitzenden, Dietmar Meder. Hauptgeschäftsführer ist Rechtsanwalt Michael Grütering.

Peter Sebastian Krause gehört seit dem 1. Januar 2017 dem Vorstand der Düsseldorfer Rheinmetall AG an. Er verantwortet dort das Personalressort. Henning Brandes ist Personalleiter der Siemens AG – Region West mit Sitz ebenfalls in Düsseldorf.

Der Arbeitgeberverband vertritt 100 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Düsseldorf. Diese gehören in erster Linie zu den Branchen Fahrzeugbau inkl. Automobilzulieferer, Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Medizin- und Umwelttechnik. Zu den Aufgaben des Verbandes zählt die Beratung und Begleitung der Unternehmen in den Bereich Arbeits-, Sozial- und Tarifrecht. Weitere Themen sind die Fachkräftesicherung, das Azubimarketing sowie Weiterbildung und Personalentwicklung. “düsseldorf metall” gehört zur Verbände-Gemeinschaft der Unternehmerschaft Düsseldorf, des größten freiwilligen Arbeitgebernetzwerks in der Landeshauptstadt. Die Unternehmerschaft vertritt 2.300 Unternehmen mit 221.000 Beschäftigen.

NRW: Arbeitgeber geben Tarifempfehlung für den Groß- und Außenhandel

Die Tarifverhandlungen für die 450.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel sind ins Stocken geraten. Nach zahlreichen Verhandlungen konnte mit der Gewerkschaft Verdi bislang keine Einigung erzielt werden. Ein zeitnaher Tarifabschluss ist nicht absehbar.

Die nordrhein-westfälische Tarifgemeinschaft -Zusammenschluss der Arbeitgeberverbände- empfiehlt daher den tarifgebundenen Unternehmen ab dem 1. Dezember 2021 Löhne und Gehälter auf freiwilliger Basis um 2,0 Prozent zu erhöhen. Diese Erhöhung kann – ebenfalls freiwillig – auch vorgezogen werden.

Die Tarifgemeinschaft hatte sich in den Tarifverhandlungen dafür eingesetzt, der sehr unterschiedlichen Pandemie-Betroffenheit der Unternehmen durch tarifliche Differenzierungsmöglichkeiten Rechnung zu tragen. Diese allen gerecht werdende Lösung wird von Verdi derzeit abgelehnt.

“Wir wollen nun ein Zeichen setzen”, sagte Hauptgeschäftsführer Michael Grütering. “Die Tarifempfehlung ermöglicht es den von der Pandemie schwer getroffenen Unternehmen, das Jahr 2021 zu überstehen und versetzt gleichzeitig die gut durch die Krise gekommenen Unternehmen in die Lage, Löhne und Gehälter in vernünftigem Rahmen freiwillig vorweg anzuheben.“

Ziel müsse es sein, eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmenslösungen zu verhindern und damit einen späteren Tarifabschluss in der Fläche zu erleichtern. Nach einer „Denkpause“ sollen die Tarifverhandlungen nach den Sommerferien fortgesetzt werden.

Düsseldorf hat dritthöchste Inzidenz in NRW

Die 7-Tage-Inzidenz in NRW verharrt auf niedrigem Niveau, in Düsseldorf steigt sie weiter an. Mittlerweile hat die Landeshauptstadt in NRW den dritthöchsten Wert an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Nachdem die Zahlen zunächst auf fast 15 gestiegen waren, sind diese heute (08. Juli) auf knapp 12 gesunken. Heute vor einer Woche (30. Juni 2021) lag dieser Wert noch bei 6,3. Die Delta-Variante bestimmt zunehmend das Corona-Infektionsgeschehen. Zahlen aus den Laboren bestätigen, was viele Experten vermutet haben. Auch deshalb verlängern die Unternehmen ihre Homeofficephase, die Rheinische Post Mediengruppe beispielsweise bis Ende September.

Die aktuellen Corona-Zahlen gibt es immer hier:

https://corona.duesseldorf.de/zielgruppen/alle-dusseldorfer-innen/zahlen-fakten

Nach der Idee des Düsseldorfer Mundart-Freundes Heinrich Spohr wirbt die Landeshauptstadt Düsseldorf nun auf zirka 50 digitalen Werbeflächen in der Altstadt und der Innenstadt auch mit einer Rheinische Sonderedition dieser Kampagne für den Dreiklang der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Corona – nur da heißt es dann: Schnüss-Läppche drare. Teste losse. Impfe jonn.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Ich danke Herrn Spohr herzlich für diese Idee und die fachmännische Übersetzung. Unsere Kampagne soll zeigen, dass wir Rheinländerinnen und Rheinländer auch im Kampf gegen die Pandemie zusammen halten und uns gemeinsam gegen die weitere Verbreitung des Virus stemmen.”

Die aktuellen Corona-Meldungen finden Sie hier!

(Quelle: u.a. Antenne Düsseldorf)

Angesichts des zunehmenden Einflusses der Delta-Variante ist es fahrlässig, anzunehmen, dass es auch im Herbst bei diesem überschaubaren Infektionsgeschehen bleiben wird. Wie wir uns vorbereiten und einen weiteren Corona-Lockdown verhindern können, schildert Martin Kessler in seiner Analyse.

 

ifo Institut: Arbeitsanreize für Frauen ausbauen

Das ifo Institut hat sich dafür ausgesprochen, die Erwerbsbeteiligung von Frauen auszuweiten. Dies sei notwendig, um die sozialen Sicherungssysteme zu stabilisieren, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Das schreiben Rainer, Leiter des ifo Zentrums für Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsökonomik und Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen im ifo Schnelldienst. „Durch eine bessere Kinderbetreuung und den Umbau des Ehegattensplittings sollte die Politik die Frauen- und Müttererwerbstätigkeit fördern. So könnte der finanzielle Spielraum erhöht und für mehr Gleichberechtigung und Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt gesorgt werden“, schreiben die Autoren. Um negative Erwerbsanreize für verheiratete Zweitverdiener und Zweitverdienerinnen zu verringern, sprechen sich die Autoren für ein gedeckeltes Realsplitting statt des Ehegattensplittings aus. Das laufe auf eine Individualbesteuerung mit Unterhaltsabzug hinaus. Je näher der steuerlich absetzbare Unterhaltsbetrag dem Grundfreibetrag für Erwachsene ist, desto größer sind die Beschäftigungseffekte. Deshalb empfehle sich gleichzeitig ein höherer Grundfreibetrag. Die aktuelle Situation führe zu Verzerrungen: Wechselte zum Beispiel eine Frau mit einem durchschnittlichen Bruttostundenlohn, die mit einem vollzeitbeschäftigen Mann verheiratet sei, von einer Nichterwerbstätigkeit in eine Teilzeitbeschäftigung mit 25 Arbeitsstunden pro Woche, so betrage ihr Grenzsteuersatz in Deutschland etwa 50 Prozent. In Schweden oder den USA sei neu erzieltes Einkommen mit einem Grenzsteuersatz von unter 30 Prozent deutlich geringer belastet. Damit begünstige das deutsche Ehegattensplitting das traditionelle Modell: Ein Partner ist erwerbstätig, der andere übernimmt die häusliche Sorgearbeit. Das stehe politischen Zielen wie der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entgegen. Das Zusammenspiel mit den Regelungen zur geringfügigen Beschäftigung und zur beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung verstärke die Auswirkungen des Ehegattensplittings auf die Arbeitsteilung zwischen verheirateten Frauen und Männern. In Deutschland arbeitet dem Aufsatz zufolge fast jede zweite Frau in Teilzeit. Durchschnittlich sind Frauen 30,5 Stunden pro Woche beschäftigt und damit rund vier Stunden weniger als etwa Frauen in Schweden oder Frankreich. Speziell der Übergang zur Elternschaft spiele hierfür eine entscheidende Rolle: In Deutschland schränkten Frauen ihren Erwerbsarbeitsumfang nach der Geburt eines Kindes überproportional stark ein. Trotz aller Verbesserungen in den letzten Jahren weist die Kinderbetreuung hinsichtlich Quantität und Qualität eklatante Schwächen auf. Der Betreuungsbedarf von Eltern mit Kindern unter drei Jahren sei vor allem in Westdeutschland lange nicht gedeckt: 46,6 Prozent der Eltern hatten sich 2019 einen Betreuungsplatz für ihr Kind gewünscht. Die Betreuungsquote lag lediglich bei 30,3 Prozent. Daher gelte es den Ausbau der institutionellen Kindertagesbetreuung voran zu treiben. Die Betreuungsangebote müssten sich räumlich und zeitlich flexibel an den Bedürfnissen von Eltern und ihrer Kinder ausrichten. Auch sei eine politische Offensive zur Gewinnung von pädagogischen Fachkräften an Kitas erforderlich.

Neues Projekt am ifaa gestartet: Das Projekt „humAIn work lab“ entwickelt konzeptionelle Handlungshilfen für eine menschenzentrierte Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI)

Welche Auswirkungen hat die Einführung und Anwendung von KI in den Unternehmen und wie können Unternehmen den Veränderungsprozess menschenzentriert gestalten, um Produktivitätspotenziale umfänglich zu nutzen? Diese und weitere zentrale Fragen zur Einführung und Anwendung von KI untersucht und beantwortet das Düsseldorfer  ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. als Forschungspartner im Rahmen des dreijährigen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Forschungsprojektes „humAIn work lab: Künstliche Intelligenz und der Wandel von Arbeit“. Die Gestaltung und Implementierung von KI in Unternehmen ist mit umfangreichen Möglichkeiten verbunden und kann dazu beitragen, Produktivitätspotenziale zu heben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein passendes Handeln von Management und Führung erforderlich. Aus diesem Handeln heraus ergeben sich neue und weitreichende Herausforderungen sowie Anforderungen an Management und Führung. Im Zentrum des Projektes stehen die Handlungsfelder: Erfolgsfaktoren des strategischen Veränderungsprozesses, Qualifizierung und Kompetenzentwicklung, Unternehmenskultur sowie die Interaktion zwischen KI und Mensch. Im Rahmen des Projektes humAIn work lab erforscht das ifaa die damit verbundenen Herausforderungen und Anforderungen aus den jeweiligen Handlungsfeldern. Der Fokus liegt hierbei sowohl auf der Beteiligung als auch dem Austausch von und mit Unternehmen unterschiedlichster Größe. Der Dialog sowie der Austausch von Erfahrungen zu KI erfolgen im Rahmen verschiedenster Veranstaltungen, welche gleichzeitig themenindividuell gestaltet werden. Das Ziel des Projektes humAIn work lab ist es, übertragbare Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis zu entwickeln, aufzubereiten und bereitzustellen.

Parkschein kommt aufs Handy

Kontaktlose Bezahlmethoden werden immer beliebter: Viele Verbraucher zahlen im Supermarkt und an der Tankstelle möglichst mit Bankkarte ohne PIN-Eingabe oder mit einer Smartphone-App. Das Bargeld bleibt im Portemonnaie. Inzwischen nutzen 60 Prozent der Konsumenten diese digitalen Methoden regelmäßig, 47 Prozent machen das häufiger als vor der Corona-Pandemie.

Auch bei Parkgebühren entwickelt sich in Düsseldorf digitales Bezahlen zum Standard: Um einen virtuellen Parkschein zu kaufen, benötigt man nicht mehr als ein Auto, einen Parkplatz und ein Handy. Das muss nicht einmal mit dem Internet verbunden sein, sondern lediglich SMS verschicken können.

Deutschlandweit haben mehr als 22 Prozent der Autofahrer bereits Park-Apps ausprobiert. Das ergab eine Online-Umfrage von Strat7 Bonamy Finch im Auftrag des europäischen Mobilitätsdienstleisters EasyPark. Nach dessen Erfahrungen wird aus dem ersten Versuch fast immer eine Dauernutzung der App.

Erstmals setzten 10 Prozent der befragten Autofahrer in den vergangenen Monaten eine Park-App ein. Und 42 Prozent bezahlten häufiger als zuvor damit. Mit Park-Apps funktioniert das kontaktlos und ohne Parkscheinautomat, außerdem kann die Parkzeit jederzeit gestoppt und verlängert werden, ganz flexibel. Die meistgenannten persönlichen Vorteile der Autofahrer:

- Einfachheit und Komfort: 39 Prozent
- Sicherheit aus Corona-Perspektive: 29 Prozent
- Schnelligkeit in der Bedienung: 24 Prozent 
- Exakte Abrechnung: 24 Prozent 
- Keine Sorge haben müssen, dass die bezahlte Parkzeit ausläuft: 24 Prozent 
- Parkscheinautomat braucht nicht bedient werden: 16 Prozent

EasyPark fragte auch nach der künftigen Nutzung von Park-Apps, das Ergebnis: 40 Prozent der Befragten planen, diese wesentlich häufiger oder zumindest etwas häufiger einzusetzen.

In Düsseldorf werden solche ParkAPPS immer beliebter. Smartphonebesitzer, die von nützlichen Zusatzfunktionen profitieren wollen, können sich beispielsweise die App Travipay herunterladen. Diese ist übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen.

Aber auch das Bezahlen des Parkplatzes per SMS funktioniert prima. Über 500 Mal gibt es dieses Möglichkeit. Man schreibt eine SMS an die Mobilfunknummer, die oberhalb des Ticketsautomats steht. Nach einer Stunde erhält man eine Erinnerungsemail, dass die Parkzeit ausläuft. Dann kann man bequem verlängern – ebenfalls per SMS. Die Mitarbeiter des Ordnungsamts überprüfen den Parkschein ebenfalls digital.

Natürlich kostet diese bequeme Abwicklung auch etwas, denn die Betreiberfirmen z.B. des SMS-Dienstes, müssen ja auch von etwas leben. Die Parkgebühr wird inklusive der Servicegebühr von der Mobilfunkrechnung oder Prepaidkarte abgezogen.

Die App Travipay kann im App-Store und bei Google Play kostenlos heruntergeladen werden. Eine Registrierung ist nicht erforderlich. Die Premiumversion der App ist für monatlich 2,49 Euro verfügbar und ermöglicht, auch den Aufenthalt in ausgewählten Parkhäusern mit dem Handy zu bezahlen. Außerdem kann eine Bankverbindung hinterlegt werden.

Die Verkehrsüberwachung greift zur Kontrolle ebenfalls auf Mobiltelefone zurück. Der Kontrolleur sendet eine SMS mit dem jeweiligen Kennzeichen an eine Servicenummer. Daraufhin erhält er Auskunft darüber, ob ein Handy-Parkticket erworben wurde oder nicht.

So funktionieren die virtuellen Parkscheine via SMS und App. Wir erklären es in diesem Artikel!

Erste Schule in Düsseldorf erhält Zertifikat der Girls + Boys academy

Die Katholische Hauptschule an der Itterstraße in Holthausen erhielt jetzt als erste Schule in der Landeshauptstadt das Zertifikat der Girls + Boys academy. Projektträger ist unsere Stiftung PRO AUSBILDUNG. Finanziert wird die academy von der Agentur für Arbeit Düsseldorf und der Landeshauptstadt Düsseldorf. Ideeler Projektpartner ist das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Unser Bild zeigt die Schulleiterin Gabriele Lohscheller (Mitte) mit Julia Schneiders (rechts; Studien- und Berufswahlkoordinatorin) und Projektreferentin Ilka Hüsges.

Die „Girls and Boys Academy“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10, die Spaß an Technik, Naturwissenschaft und sozialen Berufen haben. Sie begleitet Mädchen und Jungen in einem intensiven, kontinuierlichen Prozess, bei dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln, ihre Interessen erkunden, ihre Stärken entdecken, soziale Kompetenzen erlernen, sich selbst reflektieren sowie weibliche bzw. männliche Vorbilder in den jeweiligen Berufsfeldern kennenlernen. Dabei setzt die Academy auf eine geschlechterneutrale Berufswahl- und Stärkenorientierung. Die Inhalte bauen auf lern- und erlebnispädagogische Elemente sowie praxisorientierte Übungen zur Stärkenfindung. Zudem hinterfragen die Begleiter mit den Schülerinnen und Schüler Rollenklischees mit Hilfe von genderuntypischen Berufsvorbildern.

https://stiftung-proausbildung-academy.de