Einen realistischen Einblick in die Möglichkeiten eines Studiums schaffen – das erfolgreiche DIGI-DOP-Programm geht 2021/2022 in die nächste Runde

Renate Kiszkiel (unsere Stiftung Pro Ausbildung) leitet das duale Orientierungspraktikum (DOP).

Das duale Orientierungspraktikum (DOP) ermöglicht angehenden Abiturientinnen und Abiturienten seit 20 Jahren, eine Woche lang an Seminaren und Vorlesungen der Düsseldorfer Hochschulen teilzunehmen und die Anforderungen eines Studiums kennenzulernen. Im Anschluss folgt ein einwöchiges Praktikum in einem Unternehmen.

Aufgrund der Corona-Ereignisse sah sich das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern (Hochschule Düsseldorf & Heinrich-Heine-Universität) vor der Herausforderung, das DOP in ein vorübergehendes digitales Format umzuwandeln.

Das Ziel bestand darin, in digitaler Form einen Einblick in die Düsseldorfer Hochschullandschaft und das Studieren im Allgemeinen zu ermöglichen, damit Schülerinnen und Schüler trotz der Pandemie eine gute Studienwahlentscheidung für sich treffen können.

Im Schuljahr 2020/2021 durchliefen 1700 Düsseldorfer Schüler*innen das DIGI-DOP-Programm – mit Erfolg! Eine Woche lang konnten sie in digitalen Veranstaltungen von Studierenden erfahren, wie der Studienalltag aussieht und digital an Vorlesungen von vielen verschiedenen Studiengängen teilnehmen. Zusätzlich dazu lernten sie duale Studiengänge und Unternehmen aus der Region kennen – u. a. das vielfältige Ausbildungs- und Studienprogramm der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Benjamin Gnaß, StuBo vom Gymnasium Gerresheim hat das Programm an seiner Schule evaluiert und kommt zu folgendem Ergebnis: „87 % der teilnehmenden Schüler*innen gaben an, das DIGI-DOP habe ihnen insgesamt „gut“ oder „sehr gut“ gefallen. Im Detail werden vor allen Dingen die Vielfalt der Angebote, der organisatorische Rahmen und der direkte Austausch mit Studierenden gelobt.“

Grundlage für das DIGI-DOP ist eine passwortgeschützte Lernplattform für alle Düsseldorfer Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs. Hier können sich die Schüler*innen anmelden und sich im Anschluss aus der Vielzahl an den von den Düsseldorfer Hochschulen und lokal ansässigen Arbeitgeberinnen und Arbeitsgebern angebotenen Veranstaltungen einen individuellen Stundenplan zusammenstellen. Einführungs- und Abschlussveranstaltungen, Arbeitsmaterialien zur Berufs- und Studienorientierung und ein Quiz ergänzen das Angebot der DIGI-DOP-Woche.

Die digitale Version bietet den Vorteil, dass nun auch Fachbereiche und Hochschulen mit dabei sind, die vormals aus kapazitären Gründen keine Schnupperstudientage für Jugendliche anbieten konnten.

Sobald ein Besuch der Hochschulen vor Ort wieder möglich ist, wird im DIGI-DOP ein Mix aus Präsenzveranstaltungen und bewährten digitalen Formaten angeboten.

Mehr Infos und Termine für das Schuljahr 2021/2022 finden Sie hier: https://digi-dop.de/

Anlässlich der Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland erklärt der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Dr. Dirk Jandura, heute in Berlin:

„Im Namen des BGA und seiner Mitglieder gratuliere ich Olaf Scholz sehr herzlich zu seiner Wahl zum Bundeskanzler. Die neue Bundesregierung muss jetzt beweisen, dass sie ihre vielen Vorhaben auch wirklich umsetzen kann. Deutschland braucht dringend spürbare Veränderungen. Unser Land muss moderner werden und weltoffener, schneller und digitaler. Wir müssen den Fachkräftemangel ebenso bewältigen wie den Klimawandel. Wir müssen die Digitalisierung entschlossen voranbringen gleichfalls wie den industriellen Strukturwandel. Wir müssen den Groß- und Außenhandel stärken und den B2B-Dienstleistungssektor flexibel halten. Wir müssen Corona besiegen und endlich wieder zur Normalität der Sozialen Marktwirtschaft zurückkehren. Und wir müssen unseren Kindern ein erfolgreiches, gesundes und finanziell solides Deutschland hinterlassen. Das alles gilt es anzupacken, und dabei wird der BGA die neue Bundesregierung tatkräftig unterstützen.“

Stadtwerke-Vorständin Dr. Charlotte Beissel zur stellvertretenden DRK-Vorsitzenden gewählt

Mit der Wahl von Dr. Charlotte Beissel (Foto) auf der Kreisversammlung wurde ein neues Mitglied ins ehrenamtliche Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes Düsseldorf gewählt. Mit der Stadtwerke Vorständin und dem ehemaligen IHK-Geschäftsführer Klaus Zimmermann, ist die Führungsriege um den Präsidiumsvorsitzenden Olaf Lehne wieder vollständig.

Das Präsidium des DRK-Düsseldorf ist ein ehrenamtliches Aufsichtsgremium. Zu seinen Hauptaufgaben gehören die verbandspolitische Leitung und Kontrolle des Kreisverbandes sowie die Förderung und Koordinierung der Rotkreuzarbeit. Das Präsidium wird jeweils für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt, eine Wiederwahl ist möglich.

Olaf Lehne (Foto) bleibt Vorsitzender und erhält eine neue Stellvertreterin

„Ich bin seit mehr als 13 Jahren im Präsidium des DRK-Düsseldorf und möchte mich auch in Zukunft gerne weiter engagieren“, leitete Rechtsanwalt Olaf Lehne die Präsidiumswahlen ein. Die Berechtigten Delegierten, Präsidiumsmitglieder, Kooperativen und Kreisausschussmitglieder gaben für die Wahl von insgesamt 14 Präsidiumsämtern ihre Stimmen ab. Olaf Lehne wurde mit einer Mehrheit von 86,6 Prozent erneut zum Vorsitzenden des DRK-Düsseldorf bestellt. Als seine 2. Stellvertreterin, nach Klaus Zimmermann, wählten die Stimmberechtigten mehrheitlich Dr. Charlotte Beissel. Die 43-Jährige ist seit Oktober dieses Jahres Mitglied des Vorstands bei der Stadtwerke Düsseldorf AG. Bereits im März 2021 wurde sie ins Präsidium des DRK-Düsseldorf bestellt. „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und die Zusammenarbeit mit meinen Präsidiumskollegen“, so Dr. Charlotte Beissel. „Insbesondere in Zeiten einer Pandemie wird der maßgebliche Beitrag des DRK zur Aufrechterhaltung des sozialen Lebens und der gesundheitlichen Versorgung in Düsseldorf deutlich. Ich würde mich gerne für die Nachwuchsgewinnung im Bereich der ehrenamtlichen Einsatzkräfte starkmachen.“

Weitere Präsidiumsmitglieder

Bernd Stolte ist bereits seit 1990 im Roten Kreuz aktiv und seit 2008 Schatzmeister. In dieser Funktion wurde er erneut bestätigt. Hans-Ulrich Schul bleibt Justiziar und nimmt auch weiterhin die Funktion des Konventionsbeauftragten wahr. Und auch Dr. Robin Fritzemeier, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und seit 2018 DRK-Kreisverbandsarzt, wurde erfolgreich wiederbestellt; ebenso wie Ralf Schön, Vertreter des Jugendrotkreuzes, Rotkreuzbeauftragter Christian Imkamp, Beisitzer Michael Wittstock, Michel Kühn als Beauftragter der Wasserwacht, die Vertreter der Bereitschaften Michael Kozitza und Hans Jörg Faßbender, Patrick Becker als Kreisbereitschaftsleiter und Dr. Christine Saemisch, Vertreterin der Sozialarbeit. Wiebke Wiechert, die in den vergangenen drei Jahren als Kreisbereitschaftsleiterin tätig war, stellte sich nicht mehr zur Wahl.

Vorsicht vor Jobangeboten als Finanzagent oder Bank-App-Tester!

Wer auf der Suche nach einem Job ist, kann auf solche Angebote für leicht verdientes Geld stoßen: Über Stellenanzeigen wird ein Job als “Finanzagent” oder auch als „Bank-App-Tester“ angeboten. Voraussetzung: Man soll „nur“ über sein Bankkonto Zahlungen Dritter annehmen und weiterleiten. Oder im eigenen Namen bei einer Bank ein Konto im eigenen Namen eröffnen, um angeblich den Eröffnungsprozess einer Bank-App zu testen. Dann winkt eine Provision.

Hört sich nach wenig Aufwand an – und was ist schon dabei, Geld vom Konto zu überweisen? Oder ein Konto zu eröffnen, das ja angeblich sofort wieder geschlossen wird? Vorsicht: Auch wer ahnungslos und gutgläubig von Kriminellen als Finanzagent oder Bank-App-Tester missbraucht wird, kann haftbar gemacht werden.

Die Täter werben ihre Opfer auf verschiedene Weise an: mit seriös wirkenden Stellenausschreibungen, persönlich per Mail oder in sozialen Netzwerken. Manchmal fälschen sie sogar echte Firmen-Websites.

Das sind die Warnsignale:

  1. Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen unaufgefordert leicht verdientes Geld versprochen wird.
  2. Prüfen Sie alle Angebote kritisch, bei denen Ihr Konto zur Abwicklung von Zahlungen für Firmen oder Personen dienen soll. Eröffnen Sie keine Konten für „Testzwecke“.
  3. Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten haben, antworten Sie nicht und klicken Sie auf keinen Link. Geben Sie Ihre Kontodaten nicht weiter.
  4. Prüfen Sie alle Angebote (z.B. auch Wohnungsangebote) kritisch, bei denen Sie Ihre Personalausweisdaten einer Ihnen unbekannten Person übermitteln sollen. Geben Sie ihre Kontodaten und Personalausweisdaten nicht leichtfertig aus der Hand.
  5. Wenn Sie glauben, dass Ihr Konto für betrügerische Zwecke verwendet wurde, benachrichtigen Sie Ihre Bank und die Polizei. Werden über Konten auf Ihrem Namen betrügerische Zahlungen abgewickelt, können Sie dafür haftbar gemacht werden!
  6. Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Konto. Auch unerwartete Gutschriften sollten Sie stutzig machen.

Weitere Informationen gibt es in der Broschüre “Dubioses Stellenangebot: Finanzagent” und in unserem Lexikon Cyberkriminalität.

Quelle: Tanja Beller (Foto, Bankenverband

Ueli Utzinger wird neuer Group Senior Director Communication & Marketing bei Gerresheimer und löst Jens Kürten ab

Ueli Utzinger wird zum 1. Dezember 2021 neuer Group Senior Director Communication & Marketing der Gerresheimer AG. Er folgt auf Jens Kürten, der sich nach 12 Jahren erfolgreicher Marketing- und Kommunikationsarbeit für Gerres­heimer neu orientiert.

Die Transformation in ein Wachstumsunternehmen, das als dynamischer Innovations­führer und Solution Provider auftritt und agiert – ist die strategische Zielsetzung von Gerresheimer. Sie widerspiegelt sich im neuen visuellen Auftritt und im neuen Corporate Slogan «innovating for a better life». Beides wurde unter Federführung des externen Marketing- und Kommunikationsberaters Ueli Utzinger entwickelt und im Frühjahr 2021 eingeführt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird nun auf einer festen Basis weitergeführt: Ueli Utzinger übernimmt zum 1. Dezember 2021 die Funktion des Group Senior Director Communication & Marketing der Gerresheimer AG.

Ueli Utzinger (Foto) hat während 30 Jahren Marketing- und Kommunikationskonzepte für inter­national ausgerichtete Industrie- und Pharmaunternehmen sowie Finanzdienstleister entwickelt und erfolgreich umgesetzt. In diesem Kontext war er auch verantwortlich für Markenstrategie, Markenentwicklung und -führung dieser Unternehmen.

Dietmar Siemssen, Vorstandsvorsitzender von Gerresheimer, freut sich über die Zusage: „Ueli Utzinger hat unseren Strategieprozess sehr eng begleitet und aktiv mitgestaltet. Wir haben ihn als dynamischen Macher und wertvollen Impulsgeber erlebt. Er wird unseren Transformationsprozess durch eine aktive und kreative Kommunikation für unsere Kunden, Partner, Investoren, Stakeholders und Mitarbeitende sicht- und erlebbar machen.“

Ueli Utzinger löst Jens Kürten ab, der Gerresheimer nach 12 Jahren erfolgreicher Marke­ting- und Kommunikationsarbeit verlässt, um sich beruflich neu zu orientieren. Dietmar Siemssen verabschiedet den abtretenden Marketing- und Kommunikationsverantwort­lichen: „Jens Kürten hat in den letzten 12 Jahren einen hervorragenden Job gemacht und durch seine professionelle Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Gerresheimer heute zu den weltweit führenden Anbietern von Lösungen und Produkten für Pharma, Biotech und Beauty zählen darf. Der Vorstand von Gerresheimer bedankt sich herzlich für das Geleistete und wünscht ihm alles Gute für die berufliche und private Zukunft.“

Jens Kürten (Foto) scheidet Mitte Februar 2022 aus dem Unternehmen aus. Der engagierte Pressemann der Industrie ist ein bekanntes Gesicht in der Landeshauptstadt. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre war Kürten zunächst Pressesprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). 1999 wechselte er dann als Pressechef zu Ericsson in Düsseldorf. Vier Jahre später blieb er zwar am Seestern in Heerdt, wechselte aber nach Vodafone als Leiter der externen Kommunikation. Dort war Jens Kürten fast sieben Jahre, um dann zu Gerresheimer zu wechseln. Zunächst als stellvertretender Pressechef. Im Mai 2010 wurde er dann Presse- und Marketingchef. Jens Kürten wird seinen Nachfolger noch bis am 18. Februar 2022 unterstützen und einen reibungslosen Übergang sicherstellen.

Podcast – Jubiläumsausgabe 75: Digitale Trends 2022 in der Unternehmenskommunikation / 140 Jahre Teekanne / Veranstaltungsprogramm des Ausbilderkreises 2022 / Update Betriebsratswahlen 2022 / Tipps für das nächste digitale Meeting

Die Zeit klassischer Prozesse, ob Sales, Services, Bildung oder Kommunikation, ist vorbei. Die Zeit für deren Übersetzung ins Digitale ist längst gekommen. Die Qualität von Beratungsgesprächen und Produktpräsentationen ist keine Frage des Ortes, ebenso wenig wie die Produktivität der Arbeit, der Erfolg eines Workshops oder der Impact einer Konferenz. Entscheidend ist das richtige Toolset. Was das bedeutet für die Zukunft der digitalen Kommunikation in den Betrieben, sagt uns in der 75. Folge unseres Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ Frank Trimborn von der Düsseldorfer Digitalagentur anymotion.

Wir sprechen außerdem über die Themen und Termine, die jetzt wichtig werden: das neue Veranstaltungsprogramm des „Ausbilderkreises“, der Preis für nachhaltige Gastronomie der Metro, der 140. Geburtstag der Teekanne, Tipps für das nächste digitale Meeting und die Betriebsratswahlen 2022. Auch der denkwürdige Abschied unserer Bundeskanzlerin und die neuen Corona werden Themen sein.

Dies ist die letzte Sendung der „Düsseldorfer Wirtschaft“ in diesem Jahr. Im Januar starten wir dann mit der drittel Staffel mit einigen Neuerungen. Unter anderem werden wir dann Themenreihen platzieren und ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Auch freuen wir uns, dass wir unseren Arbeitsjuristen Alexander Jarre für eine Mitarbeit gewinnen konnten. Er wird uns 2022 regelmäßig arbeitsrechtliche Update geben.

Bitte, hinterlassen Sie uns ein „gefällt mir“ und empfehlen Sie unseren Podcast in Ihren beruflichen und persönlichen Netzwerke gerne weiter. Unser Podcast ist kosten- und werbefrei. Wir bedanken uns bei unserem Produzenten Frank Wiedemeier für die Unterstützung und bei der Unternehmerschaft Düsseldorf für die finanzielle Begleitung. Sie finden uns im Netz unter unternehmerschaft.de und u.a. auf den Plattformen ApplePodcast und Spotify.

Generationenwechsel bei den Münsteraner Groß- und Außenhändlern

Der Unternehmens- und Arbeitgeberverband „WIGADI Münsterland e.V.“ hat eine neue Geschäftsführung. Die Mitglieder des Verbandes beriefen Rechtsanwältin Sahi Onay und Rechtsanwalt Michael Grütering zu den neuen Geschäftsführer/in. Sie lösen Rechtsanwältin Uta-Maria Gaubitz ab, die 30 Jahre den Verband mit Sitz in Münster erfolgreich leitete und sich nun anderen Aufgaben widmen will.

Sahi Onay studierte Rechtswissenschaften in Bielefeld und machte anschließend ihr Referendariat in Münster. Seit 2003 war  sie als selbstständige Anwältin in Münster tätig, seit 2006 auch als Fachanwältin für Arbeitsrecht.

RA Michael Grütering leitet neben dem Standort Münster auch die Geschäftsstellen in Düsseldorf, Köln, Gelsenkirchen und Bielefeld. Damit ist der WIGADI-Verband das größte Arbeitgebernetzwerk für die Bereiche Groß- und Außenhandel sowie Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen mit fast 700 Unternehmen mit  ca. 50.000 Beschäftigten.

Das hauptamtliche Verbandsteam besteht aus Juristen, Veranstaltungsexperten und Fachleuten für Bildung und Kommunikation. Der Verband berät seine Mitgliedsunternehmen in allen Fragen zum Tarifrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht sowie zu den Themen Ausbildung, Azubimarketing, Fachkräftesicherung und Weiterbildung. Auch die interne und externe Kommunikation sowie Trainings und Coachings gehören zum Portfolio des Verbandes.

Bildunterschrift: v.l.n.r.: Michael Grütering, Vorsitzender Hans-Peter Flinks, Geschäftsführer der Lueb und Wolters GmbH & Co. KG, Uta-Maria Gaubitz, Vorstandsmitglied Ralf Lembeck, Prokurist der H. Gautzsch Zentrale Dienste GmbH, Sahi Onay und Vorstandsmitglied Markus Florian, Geschäftsführer der Mosecker GmbH & Co. KG.

Restaurant Erasmus gewinnt METRO Preis für nachhaltige Gastronomie

Das Restaurant erasmus in Karlsruhe gewinnt den METRO Preis für nachhaltige Gastronomie 2021, der bereits zum dritten Mal ausgelobt wurde. Das nachhaltige Fine-Dining Konzept von Andrea und Marcello Gallotti hatte es nach der Vorauswahl durch eine Fachjury zunächst unter die Top drei geschafft und rückte in einer öffentlichen Online-Abstimmung auf Platz 1. Die Preisverleihung fand am 2. Dezember im Rahmen des 14. Deutschen Nachhaltigkeitstages statt.

Seit 2016 Deutschlands erstes biozertifiziertes Fine-Dining Restaurant und nun auch Gewinner des METRO Preises für nachhaltige Gastronomie: Das Restaurant erasmus aus Karlsruhe, vertreten durch Andrea und Marcello Gallotti, hat mit seinem nachhaltigen Gesamtkonzept nicht nur die Fachjury, sondern auch die breite Öffentlichkeit überzeugt und die meisten Stimmen im Online-Voting erhalten. „Andrea und Marcello Gallotti setzen auf sorgfältig ausgewählte Produkte sowie volle Transparenz für ihre Gäste. Mit viel Herzblut wird hier an jeder möglichen Stellschraube gedreht und in die Zukunft investiert“, so das Urteil der Fachjury. Als Erstplatzierte dürfen sich Andrea und Marcello Gallotti nun über einen METRO Einkaufsgutschein in Höhe von 2.000 Euro sowie über eine professionelle 360-Grad-Gastronomie-Beratung durch einen METRO Gastro-Consultant freuen.
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und danken den vielen Menschen, die für uns gestimmt haben“, so Andrea und Marcello Gallotti. „Sie bestätigen uns in dem von uns eingeschlagenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie. Dazu gehören für uns die Biozertifizierung, handwerklich wertvolle Lebensmittel, die Verwendung von alten Sorten und Rassen und der Einsatz von weniger, dafür jedoch geschmacklich intensiverem Fleisch.“

Online-Abstimmung und Preisverleihung

Die Preisverleihung fand am 2. Dezember im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf als hybride Veranstaltung statt. Über eine Live-Schalte wurden die Finalistinnen und Finalisten noch einmal präsentiert und die Platzierungen in einem spannenden Countdown verkündet. Im Vorfeld hatten alle drei ihr Konzept bereits auf der METRO Website mit einem Textporträt und einem Video vorgestellt. Über die Website hatte die Öffentlichkeit vom 5. bis zum 19. November 2021 für ihre Favoritinnen und Favoriten abstimmen können. Auf Rang zwei und drei schafften es das Umwelt-Bildungszentrum aus Berlin und das Hotel Hohenhaus aus Herleshausen. Sie erhielten Einkaufsgutscheine im Wert von 1.000 Euro und 500 Euro.

Sonderpreis für Newcomer in dernachhaltigen Gastronomie geht an nachhaltiges Imbiss-Konzept aus Siegen

In diesem Jahr lobt METRO zudem einen Sonderpreis aus: den „Sonderpreis für Newcomer in der nachhaltigen Gastronomie“. Dieser geht an BÄM FOOD und Inhaber Alexander Nikolay. Der Imbiss mit angegliedertem Feinkostenladen in Siegen zeigt: nachhaltig geht auch im Schnellrestaurant. Alexander Nikolay überzeugt die Jury mit seinem erst dieses Jahr im Mai eröffneten Gastro-Betrieb – er zeigt ein unkonventionelles nachhaltiges Gastrokonzept und beweist Mut mit der Eröffnung in Corona-Zeiten. Hierfür erhält er eine besondere Auszeichnung, die unter anderem eine eintägige Schulung zum nachhaltigen Kochen beinhaltet.

Impulsgeber für die Branche

Der METRO Preis für nachhaltige Gastronomie möchte kreativen, grünen Gastro-Initiativen eine Bühne bieten, die zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine leere Worthülse ist. Der Preis zeichnet Betriebe aus, die Umwelt und Klima schonen sowie ganzheitlich denken. Gleichzeitig soll die Auszeichnung die Gastrobranche anspornen und inspirieren mit nachhaltigen Projekten anzufangen, weiterzumachen und diese zu verbessern. Daher steht für die Preisvergabe auch nicht die Perfektion des Konzepts im Mittelpunkt, sondern die Leidenschaft, mit der es umgesetzt wird. Der Finalrunde vorausgegangen war die Auswahl der drei Kandidatinnen und Kandidaten durch eine neunköpfige Experten-Jury, dieses Jahr bestehend aus: Ulrich Glemnitz (Gründer und Geschäftsführer Bunte Burger, Gewinner METRO Preis für nachhaltige Gastronomie 2020), Ingrid Hartges (Hauptgeschäftsführerin Deutscher Hotel- und Gaststättenverband, DEHOGA Bundesverband), Christian Krüger (ehemaliger Sternekoch und heute Leiter HoReCa bei METRO Deutschland), Peter Link (Chefredakteur und Herausgeber vegconomist), Clément Tischer (Co-Founder der NX-FOOD GmbH), Matthias Tritsch (Vorstand bei greentable e.V.), Kerstin Vlasman (Gründerin und Inhaberin FLORIS Catering, Zweitplatzierte METRO Preis für nachhaltige Gastronomie 2020), Andrea K. Weber (Director Corporate Responsibility METRO AG), Dr. Florian Wecker (Co-Initiator der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.).

Weiterführende Informationen finden Sie unter: metro.de/aktionen/nachhaltige-gastronomie

Henkel platziert erfolgreich zwei Sustainability-Linked Bonds im Gesamtvolumen von rund 720 Mio. Euro

Nach Einführung seines neuen „Sustainable Finance Framework“ vor gut einem Monat hat Henkel nun die ersten beiden Emissionen unter den Vorgaben dieses Rahmenwerks platziert. Beide Anleihen sind im „Sustainability-Linked Bond“-Format. Es wurde eine Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro, einer Laufzeit von elf Jahren und einem Zinssatz von 0,5 Prozent sowie eine Anleihe mit einem Volumen von 250 Mio. US-Dollar (umgerechnet ca. 220 Mio. Euro), einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 1,8 Prozent begeben. Damit ist Henkel das erste Unternehmen in seinem Sektor, das eine Euro Sustainability-Linked-Anleihe platziert. Mit der Sustainability-Linked US-Dollar-Anleihe ist Henkel zudem der erste Emittent überhaupt im Eurodollar-Markt. Die Emissionserlöse sollen für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden, u. a. für die Refinanzierung einer fällig gewordenen Anleihe.

„Die Platzierung der beiden Anleihen unterstreicht erneut unser Engagement und unseren Pioniergeist im Bereich nachhaltiger Finanzierungen. Gleichzeitig bekräftigen wir mit dieser Emission den Anspruch unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Auch der Finanzbereich hat sich das Ziel gesetzt das Thema Nachhaltigkeit aktiv voranzutreiben”, sagte Henkel-Finanzvorstand Marco Swoboda. „Die erfolgreiche Transaktion zeigt außerdem einmal mehr die hohe Kreditwürdigkeit und den hervorragenden Zugang unseres Unternehmens zu den Kapitalmärkten.“

Die Finanzierungskosten für die Anleihen sind, wie im „Sustainable Finance Framework“ festgelegt, an die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele von Henkel gekoppelt. Dabei hat Henkel drei unterschiedliche Leistungsindikatoren und konkrete Zielgrößen festgelegt. Dabei geht es zum einen um die Reduzierung von CO2-Emission, zum anderen die Steigerung des Anteils von recyceltem Kunststoff in Plastikverpackungen. Pro Anleihe werden jeweils zwei der drei definierten Leistungsindikatoren genutzt. Sollte einer oder beide Leistungsindikatoren verfehlt werden, ist eine Anpassung des Zinssatzes vorgesehen. Henkel hat mit den gesetzten Leistungsindikatoren bereits mit der ersten Emission unter dem Sustainable Finance Framework alle vordefinierten Leistungsindikatoren abgedeckt.

Die Platzierung der Euro-Anleihe wurde von ING, Société Générale, Deutsche Bank und HSBC begleitet, die US-Dollar-Anleihe von ING, Société Générale und Deutsche Bank.

Henkel hat im Bereich Sustainable Finance bereits frühzeitig innovative Lösungen umgesetzt. Im Jahr 2018 hat Henkel als erstes Unternehmen in Deutschland und weltweit in seiner Branche eine „grüne Kreditlinie“ abgeschlossen, die Zinskonditionen mit Nachhaltigkeitskriterien verbindet. Im Juli 2020 hat Henkel als erstes Unternehmen weltweit einen so genannten „Plastic Waste Reduction Bond“ emittiert, dessen Erlöse ausschließlich zur Reduzierung von Plastikabfall verwendet werden.

Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Henkel betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Mit der Verwendung von Worten wie erwarten, beabsichtigen, planen, vorhersehen, davon ausgehen, glauben, schätzen und ähnlichen Formulierungen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der Henkel AG & Co. KGaA. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der Henkel AG & Co. KGaA und ihren Verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs von Henkel und können nicht präzise vorausgeschätzt werden, zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt Henkel hierzu eine gesonderte Verpflichtung.

Und es geht doch: Neue Studie zeigt Faktoren für gelungene Innovationen in der Verwaltung

Es gibt in Deutschland zwar schon einige gute Beispiele für Innovationen im öffentlichen Sektor. Doch den meisten mangelt es an Skalierung. Sie sind oft nur Leuchtturmprojekte: Was vor Ort erfolgreich ist, gelangt selten in die Fläche. Eine systematische Analyse erfolgreicher Projekte zeigt: Erfolgsentscheidend sind vor allem konsequente Maßnahmen in den vier Themenfeldern Organisation, Personal, Technologie und Gesetzgebung. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer gemeinsamen Studie von McKinsey & Company in Düsseldorf und der Hertie School mit dem Titel “Und es geht doch! Wie die Skalierung digitaler Innovationen in der Verwaltung gelingt”. Für die Studie haben die Autor:innen u.a. zahlreiche Gespräche mit Expert:innen aus Politik und Verwaltung geführt und Dutzende Praxisbeispiele ausgewertet.

“Die Digitalisierung von Staat und Verwaltung hat in der zurückliegenden Legislaturperiode spürbar Fahrt aufgenommen. Es gibt zahlreiche Projekte und Initiativen, die bereits heute wichtige Beiträge zur digitalen Transformation des Staates leisten”, stellt McKinsey Senior Partner Björn Münstermann fest, Leiter Public Sector in Deutschland und Österreich. Doch die meisten Projekte seien nicht skalierbar und entfalten keine umfassende Wirkung. Die Folge: Verbesserungen von Services, Prozessen und Projekten erfolgen nur punktuell und nicht flächendeckend.

Projekte, die in der Fläche erfolgreich sind, zeichnen sich vor allem durch drei Leitprinzipien aus. Björn Münstermann: “Innovation wird dort als Priorität verstanden und ist Teil des Selbstverständnisses; es gibt mehr Mut zu unfertigen Lösungen – Stichwort “Minimum viable product”. Höher seien auch die Kooperationsbereitschaft und das sektorübergreifende Agieren der Behörden intern, aber auch mit externen Expert:innen.” Erfolgskritisch sind der Studie zufolge darüber hinaus konkrete Maßnahmen rund um die Themenfelder Organisation, Personal, Technologie und Gesetzgebung.

Die vier Faktoren, die Innovation ermöglichen

Stichwort Organisation: “Behörden sollten die Projekte nicht mehr klassisch mit einem umfassenden Planungs- und Genehmigungsverfahren angehen. Stattdessen ist eine effiziente und schnelle Umsetzung geboten”, sagt Gerhard Hammerschmid, Direktor des Centre for Digital Governance der Hertie School. Der strengen Haushaltssystematik sollte ein eigenes Budget gegenübergestellt werden, das es Behörden in einem sicheren Rahmen erlaube, Innovationen zu testen, und ein schrittweises, iteratives Arbeiten ermöglicht. “Neue Projekte müssen mit modernem und agilem Projektmanagement statt mit Linienplanung und Wasserfall-Logik starten.” Dabei könnte die Arbeitsweise von Innovationslaboren als Vorbild dienen, wie “Nesta” in Großbritannien, “La 27e Région” aus Frankreich oder das österreichische “Gov Lab”.

Ein weiterer wichtiger Faktor: Personal. “Weg von der rein linearen Beamtenlaufbahn hin zu einem stärker auf Fähigkeiten und Leistungen ausgerichteten aktivem Personalmanagement”, so fasst es Studienautor Björn Münstermann zusammen. Voraussetzung dafür: ein verändertes Einstellungs- und Beförderungssystem, neue Karrierewege und die verstärkte Einbeziehung von externer Expertise. Vorbilder könnten nicht nur Programme wie das kanadische Interchange sein. Auch in Deutschland gebe es bereits Programme wie DigitalService4Germany, um z.B. IT-Fachkräfte in die Regierung zu holen, oder das Querwechsler-Netzwerk, das sich für Karrieren im öffentlichen Sektor einsetzt.

Stichwort Technologie: Cloud-Technologien bieten nach Ansicht von Hertie School und McKinsey enormes Potenzial für die Skalierung von Innovationen. Um dieses zu nutzen, sollte die Verwaltung auf eine souveräne Multi-Cloud-Strategie setzen, die eine Nutzung von Hyperscalern ggf mit nationalen Partnern sowie die Entwicklung eigener Open-Source-Lösungen vorsieht. Um digitale Projekte und Angebote in der gesamten Verwaltung zu verbreiten, schlagen die Studienautoren u.a. den Aufbau eines digitalen Marktplatzes vor, der eine einfache und unbürokratische Beschaffung ermögliche.

Auch für die Gesetzgebung liefern Hertie School und McKinsey praktische Verbesserungsvorschläge. “Auch bestehende Gesetze müssen digitaltauglich sein”, stellt Gerhard Hammerschmid fest und spricht sich für die Einführung eines Digital-TÜVs nach dänischem Vorbild aus. Dort prüft die Agentur für Digitalisierung schon seit 2018 jeden Gesetzentwurf anhand eines Sieben-Punkte-Katalogs auf Digitaltauglichkeit. Ein großes Hindernis für die unbürokratische Umsetzung digitaler Löungen ist außerdem häufig das Schriftformerfordernis. “Um den Zugang zu digitalen Servies für Büger:innen deutlich zu erleichtern, braucht es eine Rechtsvereinfachung und einen Wegfall des Schriftformerfordernisses”, so das Fazit der Studienautoren. Zudem sollten neue Gesetze künftig in Gesetzgebungslaboren digitaltauglich und nutzerfokussiert geschrieben werden, wobei unterschiedliche Beteiligte zu involvieren seien.

Die Studie zum Download finden Sie unter: http://mck.de/undesgehtdoch