Rheinmetall erhält Anschlussauftrag für Fieldguard 3-Vermessungssysteme in Brasilien

Der Düsseldorfer Hochtechnologiekonzern Rheinmetall hat mit seinem Schweizer Tochterunternehmen Rheinmetall Air Defence einen Auftrag zur Lieferung weiterer militärischer Fieldguard-3-Vermessungssysteme nach Brasilien erhalten.

Fieldguard ist ein aktives Feuerleitsystem, das anhand spezieller Sensoren die Flugbahn von Geschossen vermisst, um eine möglichst präzise Zielbekämpfung zu gewährleisten.

Ein Kunde erweitert seine bereits vorhandenen Kapazitäten jetzt um zwei weitere Systeme, wobei Rheinmetall in einem bestehenden Rahmenvertrag Zulieferer für den Hauptauftragnehmer Avibras aus Brasilien ist. Der neuerliche Auftrag, der im März 2019 eingebucht wurde, hat ein Volumen im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich.

Das Programm wurde 2012 in Partnerschaft mit der brasilianischen Avibras aufgenommen, um das Mehrfachraketenartilleriesystem ASTROS 2020 zu realisieren. Das Vermessungssystem Fieldguard 3 kann eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern abdecken.

Rheinmetalls offene und professionelle Zusammenarbeit mit Avibras gilt als Musterbeispiel internationaler Rüstungskooperation. Beide Unternehmen sehen für das System weiteres Aufwuchspotential in unterschiedlichen Kundenländern, insbesondere im asiatischen und arabischen Raum. Der Auftrag unterstreicht einmal mehr die ausgeprägte Expertise Rheinmetalls im Bereich der Flugabwehr und der dazugehörigen Sensorik.

Kölner Wissensforum

Am Freitag (24. Mai) veranstaltet Europas führende Referentenagentur Speakers Excellence das 12. Kölner Wissensforum. Im Maritim Hotel in Köln dreht sich einen ganzen Tag lang alles um mehr Motivation in Verkauf, Marketing und Führung.

Beim 12. Kölner Wissensforum darf sich auf diese Top-Speaker gefreut werden:

Bei Matthew Mockrigdes Erfolgsgeschichte weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Vielleicht bei seinem Spiegel-Bestseller („Dein nächstes großes Ding, 2016) oder bei seiner Hauptrolle als Gründercoach in der TV-Serie „Start-Up!“, bei seinem Nr.1 Business-Podcast („Smart Entrepreneur Radio) oder seinen Vorträgen und Seminaren bei Firmen wie Shell, Vapiano, Philips, RedBull oder der Sparkasse. In Köln können Sie dieses Multitalent aus der bekannten Mockridge-Familie live erleben und seinen unfassbaren Spirit aufsaugen. Beim Wissensforum im Mai wird Mockridge sich dem Thema „Next Generation Leadership“ annehmen und Ihnen erklären, wieso und wie die Generation Y und Y anders lebt, arbeitet kommuniziert und konsumiert als alle vorhergehenden Generationen.

Haben Sie schon mal von Hans-Christian Boos gehört? Nein? Dann sollten Sie sich schnellstens für´s Kölner Wissensforum anmelden, um dort diesen genialen Menschen sprechen zu hören. Am 24.05.19 wird er dort seinen Zuhörern erklären, warum künstliche Intelligenz (KI) ein Muss für jedes Unternehmen ist. Und vor allem, warum die Angst vor KI unbegründet ist. Sie ist eine Chance, die jedes Unternehmen nutzen sollte. Und Hans-Christian Boos muss es wissen, denn er ist CEO und Gründer von „Arago“, einem der führenden Unternehmen für künstliche Intelligenz in Deutschland. Er berät außerdem zahlreiche andere Unternehmen auf ihrem Weg in das digitale Zeitalter. Hans-Christian will keinesfalls menschliche Arbeitskraft Geschichte werden lassen, er will viel mehr menschliche Potenziale freisetzen und durch KI mehr Raum für Kreativität und Innovation schaffen. Ein Vortrag, der Sie garantiert faszinieren und inspirieren wird.

Social Media Marketing ist in aller Munde, vor allem, seit es Influencer gibt. Und in Felix Beilharz hat Social Media Marketing seinen perfekten Experten gefunden. Als einer der, laut RTL, führenden Berater in dieser Branche und 7-facher Buchautor wird der Keynote-Speaker, Trainer und Lehrbeauftragter beim Kölner Wissensforum seine Zuhörer in die Welt des Marketings in den sozialen Netzwerken einführen. Darin hat er immerhin seit 17 Jahren Erfahrung und hat Vorträge auf der ganzen Welt, von den USA bis St. Gallen gehalten. In seinem Vortrag „Social-Media-Marketing – Kleines Budget, große Wirkung“ wird er aktuelle Trends aus dem Social Web vorstellen.

Weitere Top-Experten beim 12. Kölner Wissensforum sind: Unternehmer Kai Schimmelfeder, Start-up-Investor Felix Thönnessen, Management-Berater Kishor Sridhar, Zukunftsforscher Erik Händeler, Lifestyle-Experte Tim Schädlich

Informationen zu den weiteren Speakern sowie einen Ablaufplan zum Wissensforum am 24.05.19 in Köln finden sind auf www.speakers-excellence.de zu finden. Hier können auch Tickets zur Veranstaltung erworben werden, die es ab einem Preis von 169,- Euro gibt.

Industry Tech Innovation Night in Neuss

Startups, Unternehmen und Wissenschaftler pitchen ihre digitalen Innovationen für die Industrie.

Erlebe aktuelle Trends rund um M2M Applications, Machine Learning, Predictive Maintenance, digitale Services uvm. und küre anschließend den besten Pitch!

Programm

Setting-the-Scene

17:00 Uhr

Einlass & Registrierung
Networking bei Snacks & Getränken

18:00 Uhr

Begrüßung
Dr. Klemens Gaida & Peter Hornik, digihub

18:10 Uhr

Alu goes digital
Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss & Christoph Budde, Hydro Aluminium Rolled Products GmbH

Innovation Pitches

18:20 Uhr

Startups, Unternehmen und Wissenschaftler pitchen ihre digitalen Innovationen:

Digitale Assistenz an der Maschine: Partizipation als Schlüssel zum Erfolg
Fabian Schreiber, RWTH Aachen

How machine learning driven process improvement can save you millions
Tim Eschert, Fero Labs GmbH

Qualitätssicherung 4.0 – Digitalisierung des Zugversuchs
Johann Edelbrunner, Imprintec GmbH

Intelligente Beobachter für die Digitalisierung der Produktion
André Ibisch, ViSenSys GmbH

RETHINKING RECYCLING – data-driven Urban Mining with REMETAL
Florian Kriependorf, remetal

Bayessche Optimierung – schlauer als ein statisches Design of Experiments
Dorina Weichert, Fraunhofer IAIS

RFID-Einsatz: So gelingt das Tracking von Metallkomponenten
Andreas Bell, IOX LAB

Wenn Maschinen sehen lernen – Computer Vision in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung
Christian Els, sentin

Pause

19:20 Uhr

Eine kurze Pause zum Aufladen der Batterien

Auswahl & Vertiefung

19:45 Uhr

Stimmt per App über die Pitches ab und entscheidet, welcher Vortrag im Anschluss vertieft wird.

Ausklang & Networking

20:30 Uhr

Knüpft bei einem Getränk und leckerem Fingerfood neue Kontakte.

Anmelden: https://digihub.de/veranstaltungen/industrytech

Startup trifft Chemieindustrie

Das Rheinland ist die größte Chemie-Region Europas. Die zahlreichen Unternehmen sind ständig auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Wer, wenn nicht die Startups, sollten die potenziellen Kooperationspartner sein? ChemCologne und der digitalHUB Aachen bringen beides zusammen. Junge Gründer pitchen ihre innovativen Lösungen für die Chemieindustrie: von neuen Werkstoffen über Mixed-Reality Technologien bis hin zu Data Analytics. Chemieunternehmen präsentieren in der Reverse Pitch-Session ihre Herausforderungen und Lösungsansätze insbesondere im Bereich der Digitalisierung. Natürlich dürfen auch Best-practice-Beispiele in der Zusammenarbeit zwischen Chemieunternehmen und Startup nicht fehlen.

Kommt in die digitalCHURCH und lernt neue Partner und Kunden kennen, von denen ihr heute vielleicht noch gar nicht wisst, dass es sie gibt. Neben dem Programm gibt es viel Zeit zum Netzwerken.

Wir freuen uns auf Euch!

Mi. 8. Mai 2019
14:00 Uhr – 20:00 Uhr MESZ

Agenda:

13.30 Uhr: Registrierung

14.00 Uhr:Begrüßungstalk

14:15 Uhr: Startup Pitch-Session

  • „Energie-KOSTEN-Management in der Industrie – Kostenersparnisse durch Data Analytics“ EnergyCortex
  • „Making Data Handling in Research Simple, Reliable, Transparent.” – FURTHResearch
  • „Recyclebare Kunststoffverpackungen für die Lebensmittelindustrie“ – Boostani
  • „Engidesk – the next generation of IIoT Eco Systems” – Engidesk
  • „Cognitive Operations – Neue Generation von KI-Verfahren steuert und optimiert Produktions- und Logistikabläufe“ – Operaize
  • „Smartes IoT-Event und Alarmmanagement“ – Serinus
  • „Weniger Excel. Bessere Audits.“ – nextAudit
  • „Virtuelles Brandschutztraining für die Chemieindustrie“ – headtrip

15:30 Uhr: Pause

16.30 Uhr: Corporate Reverse Pitch-Session mit:

  • Covestro Deutschland AG
  • TÜV Rheinland Akademie GmbH
  • Tectrion GmbH

17.30 Uhr: Best-practice

  • oculavis GmbH

17.50 Uhr: Siegerehrung Startup Pitch-Session

18.00 Uhr: Bier und Brezeln

Anmelden: https://www.eventbrite.de/e/startup-trifft-chemie-industrie-chemcologne-kooperationstag-tickets-56871917436

Ideal für Ihre Azubis und für Ihre weiteren Teams: der Marktplatz der sozialen Partnerschaften

Wir bringen Unternehmen und soziale Projekte zusammen auf dem einmaligen Marktplatz der sozialen Partnerschaften „Düsseldorf gewinnt“! Ein gutes Betätigungsfeld für Ihre Azubis und andere Mitarbeiter.

Beispiele: Die Mitarbeiter eines Unternehmens organisieren einen Vorlesenachmittag im Seniorenheim. Oder Azubis bringen die Außenanlage einer Kita in Schuss. Das sind nur zwei von vielen hundert Ideen, die „Düsseldorf gewinnt“ in den vergangenen Jahren sammeln konnte. Wichtig ist: Es dürfen alle Ressourcen fließen, nur kein Geld. Also: personelle, sachliche und fachliche Ressourcen.

Wir stellen Ihnen die Veranstaltung vor am 14. Mai ab 14.30 Uhr: http://unternehmerschaft.wigadi.de/veranstaltung/duesseldorf-gewinnt-workshop-fuer-unternehmen/

„Düsseldorf gewinnt“, also der Marktplatz findet statt am 09. Oktober ab 16 Uhr: http://unternehmerschaft.wigadi.de/duesseldorf-gewinnt-2019/

Herzlich Willkommen!!

Akademische versus berufliche Bildung – Mit Vorurteilen aufräumen!

Unter dem Titel “Akademische versus berufliche Bildung – Mit Vorurteilen aufräumen!” hat der Dachverband der IHKs mit Sitz in Berlin eine interessante Stellungnahme abgegeben und kommt zu dem Schluss: “Mit einem Hochschulabschluss in der Tasche verdient man keineswegs generell mehr als ein Nicht-Akademiker. Gleichzeitig ist die Chance, nach einem Studium eine adäquate Beschäftigung in einer unbefristeten Anstellung zu finden, geringer als mit einem Abschluss der Höheren Berufsbildung. Höchste Zeit also, mit den gängigen Vorurteilen aufzuräumen und den Karriereweg der Beruflichen Bildung noch stärker als lohnende Alternative zum Studium zu bewerben!”

Gut: Das Fazit ist nicht neu, aber da die landläufige Meinung eine andere ist, kann es nur gut sein, diese positiven Botschaften immer wieder in geeigneter Form zu veröffentlichen. Vor allem Eltern, die wichtigsten Berater für Jugendliche, wenn es um den Berufs- und Lebensweg geht, wollen natürlich nur das Beste für ihre Kinder und neigen immer wieder dazu, dem Kind ein Studium anzuraten: “Du sollst es mal besser haben als wir”, hört man dann immer wieder.

Letztendlich aber ist das Gegenteil der Fall. Das Abi in der Tasche ist auf jeden Fall immer gut (viele Eltern wissen aber nicht, dass man das Abi nicht nur auf dem Gymnasium erwerben kann, sondern neben der Gesamtschule auch auf dem Berufskolleg und an der Abendschule). Letztendlich sind aber die anderen Schulabschlüsse auch sinnvoll. Beispiel: In Düsseldorf bekommt jeder Jugendliche mit einem guten Hauptschulabschluss oder einem Realschulabschluss immer eine Ausbildungsstelle.

Das Abitur wird mittlerweile vielfach als „Mindestabschluss“ einer schulischen Qualifikation angesehen. Daraus resultiert bei Jugendlichen der Trugschluss, dass nur das Abitur optimal auf eine erfolgreiche Berufstätigkeit vorbereitet. Des Weiteren wird das Bild vermittelt, dass Akademiker mehr verdienen als Nicht-Akademiker, das Arbeitslosenrisiko geringer ist und sie schlicht die „besseren Jobs“ haben. Doch stimmen diese (Vor-)urteile tatsächlich?

Nach dem Schulabschluss ist eine Duale Ausbildung der “Karriereweg Nr. 1”. Auch und gerade im Handwerk und in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), denn: Wir wissen nicht, welche Berufe in zehn Jahren aktuell sein werden. Wir wissen aber, dass MINT- und handwerkliche Jobs eine gute Zukunft haben werden. Das bedeutet nicht, dass Kinder, die eher eine kulturelle Tendenz haben, unbedingt Tischler lernen sollten, jedoch: Jugendliche, die in diesem Bereich ein Talent haben, sollten dieses auf jeden Fall weiter fördern und sich darin immer wieder ausprobieren.

Stimmt es eigentlich, dass Akademiker weniger oft arbeitslos sind als NichtAkademiker?

Das Arbeitslosenrisiko sinkt mit steigendem Bildungsniveau – ein ziemlich stabiles Bild: Seit dem Jahr 1975 hat sich die Rangfolge bei den Arbeitslosenquoten in den drei Qualifikationsebenen nicht verändert. Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lag die qualifikationsspezifische Arbeitslosenquote für Akademiker im Jahr 2017 bei 2,1 Prozent. Bei Fachkräften, die sich zum Meister- oder Techniker weiterqualifiziert haben, betrug die Arbeitslosenquote im Vergleichszeitraum hingegen lediglich 1,5 Prozent. Dies zeigt: Eine duale Ausbildung mit anschließender Aufstiegsfortbildung schützt noch besser vor Arbeitslosigkeit als ein Studium. Wie auch beim Einkommen kann man beim Thema Arbeitslosigkeit nicht alle Akademiker über einen Kamm scheren. Die Arbeitslosenquote für studierte Werbe- und Marketingspezialisten wurde zuletzt mit 4,8 Prozent angegeben – aber lediglich 1,3 Prozent der Absolventen in der Human- und Zahnmedizin finden keine Beschäftigung, was die Quote insgesamt wieder senkt (vgl. Bundesagentur für Arbeit 2018). In der offiziellen Statistik gibt es allerdings Unschärfen: Praktika, Minijobs und einkommensschwache Zeiten während der Selbstständigkeit fallen nicht unter Arbeitslosigkeit – und auch nicht die vielen Akademiker, die notgedrungen Stellen besetzen, die nicht ihren Anforderungen entsprechen (Stichwort: „Bachelorisierung der Sachbearbeitertätigkeit“). Der bereits heute erkennbare Trend zur atypischen oder inadäquaten Beschäftigung dürfte sich bei weiter steigenden Akademikerzahlen noch verschärfen.

Stimmt es eigentlich, dass Akademiker mehr verdienen als Nicht-Akademiker?

Vergleicht man Gehälter von Akademikern und Nicht-Akademikern, kommt man schnell auf den Vergleich des Lebenseinkommens: Einer Studie des Münchener ifoInstituts (2017) zufolge verdienen Akademiker, die ein Universitätsstudium im ersten Bildungsweg abgeschlossen haben, durchschnittlich 390.000 Euro netto in ihrem Erwerbsleben und damit 65 Prozent mehr als jemand mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Jedoch gibt es in der Gruppe der Akademiker erhebliche Unterschiede: Darf ein Ingenieur in Luft- und Raumfahrt mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von ca. 5.800 Euro rechnen, so hat ein Architekt zu Beginn seines Arbeitslebens durchschnittlich lediglich 3.000 Euro brutto zur Verfügung. Absolventen der Sozialpädagogik oder der Geisteswissenschaften müssen beim Gehalt oft noch größere Abstriche machen. Demgegenüber ist das Einstiegsgehalt von ausgebildeten Fachkräften oft höher, als man vielleicht meint: Bankkaufleute können nach ihrer Berufsausbildung mit einem Gehalt von bis zu 3.400 Euro brutto rechnen. Ebenso sind Arbeitskräfte in der Industrie sehr gefragt: Ein ausgelernter Industriemechaniker wird mit bis zu 2.500 Euro brutto monatlich entlohnt. Wird später noch eine Höhere Berufsbildung (auch: Aufstiegsfortbildung) absolviert, wie beispielsweise zum Industriemeister im Bereich Chemie, werden sogar Monatsgehälter in Höhe von bis zu 4.400 Euro erzielt – stets in Abhängigkeit von Branche und Betriebsgröße. Das klassische Vorurteil, dass Akademiker grundsätzlich mehr verdienen als Nicht-Akademiker, stimmt also nur bedingt. Der insgesamt höhere Gehaltsdurchschnitt wird bei den akademisch Qualifizierten insbesondere durch Ärzte und Ingenieure angehoben, während andere Berufe deutlich darunter rangieren. Eine berufliche Ausbildung kann also lukrativer sein als ein jahrelanges Studium – insbesondere dann, wenn Absolventen durch die zunehmende Akademisierung immer häufiger dazu gezwungen sind, mit unterqualifizierten und somit schlechter bezahlten Jobs ins Erwerbsleben einzusteigen. Zudem sollte man berücksichtigen, dass eine berufliche Ausbildung schon während der Ausbildungszeit vergütet wird und im Vergleich zum Master-Studium mit durchschnittlich drei Jahren einen vergleichsweise geringen zeitlichen Aufwand bedeutet.

Quelle: “Akademische versus berufliche Bildung – Mit Vorurteilen aufräumen!” , DIHK 2019

Mit uns immer auf dem neusten Stand

Sie wollen immer auf dem neusten Stand, was bei uns und in der Düsseldorfer Wirtschaft passiert? Sie wollen alle Einladungen sofort erhalten? Dann abonnieren Sie unsere Infodienste:

Neue Jobs für Düsseldorfer OHNE Job

Die Unternehmerschaft Düsseldorf und das Jobcenter haben eine neue Koordinierungsstelle gegründet, die Düsseldorfer OHNE Job und Unternehmen besser miteinander vernetzen sollen. Ziele sind, Potenziale zu entdecken, Chancen zu nutzen und etwas gegen den Fachkräftemangel in den Betrieben zu tun. Die Unternehmerschaft organisiert Workshops, Seminare und Infotermine für interessierte Unternehmen und geht mit Profilen von arbeitssuchenden Düsseldorfern auf die Betriebe zu. Natürlich können sich die Unternehmen auch direkt bei der Unternehmerschaft melden.

Experte: Grundrente = Grundsicherung zweiter Klasse

Niedrigverdiener, die ihr Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt, Kinder großgezogen oder Angehörige gepflegt haben, sollen künftig eine Grundrente erhalten, die über der steuerfinanzierten Mindestsicherung liegt. Damit steuert die GroKo geradewegs in eine Zwei-Klassen-Grundsicherung.

Die Anerkennung von Lebensleistung ist der GroKo ein wichtiges Anliegen. Die entsprechende Koalitionsvereinbarung will Arbeitsminister Hubertus Heil bald umsetzen: Demnach sollen bedürftige Rentner, die mindestens 35 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, eine Grundrente erhalten, die zehn Prozent über dem individuellen Grundsicherungsanspruch liegt. Dazu zählen auch Zeiten der Kindererziehung und Pflege. Weitere Bedingung: Das gesamte Haushaltseinkommen, also auch das des Lebenspartners, und das gemeinsame Vermögen dürfen die Mindestsicherungsschwelle nicht überschreiten.

Auf den ersten Blick erscheint das leistungsgerecht. Bei genauerem Hinsehen ruft die Grundrente jedoch neue Ungereimtheiten hervor. De facto erhalten nämlich zwei gleichermaßen bedürftige Personen je nach Verlauf ihrer Erwerbsbiografie eine unterschiedlich hohe Mindestsicherung. Wer weniger als 35 Versicherungsjahre aufweist, zum Beispiel weil er zwischenzeitlich selbständig erwerbstätig war oder aus familiären oder gesundheitlichen Gründen pausiert hat, soll künftig weniger steuerfinanzierte Hilfe bekommen.

Diese Ungleichbehandlung entsteht, weil hier Bedarfs- und Leistungsgerechtigkeit vermischt werden: Eigentlich dient die Grundsicherung allein der Absicherung bei Bedürftigkeit. Weil damit eine menschenwürdige finanzielle Mindestausstattung garantiert werden soll, orientiert sich die Hilfe am Bedarf. Damit ist die Grundsicherung das falsche Mittel, um Lebensleistung anzuerkennen.

Diese spiegelt sich vielmehr in der gesetzlichen Rente wider, zumindest solange Lebensleistung an beitragspflichtigen Einkommen, Erziehungs- und Pflegeleistungen gemessen wird. Wer beispielsweise selbständig tätig war, muss alternativ vorsorgen. Wer sich ausschließlich um die Familie gekümmert hat, sollte die Vorsorge gemeinsam mit dem Partner planen. Übrigens bietet die gesetzliche Rentenversicherung auch hierzu eine Option: das Rentensplitting, bei dem Beitragszeiten beider Partner zu gleichen Teilen angerechnet werden.

Quelle: DR. JOCHEN PIMPERTZ, Institut der Deutschen Wirtschaft, Leiter des Kompetenzfelds Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung