EP:Fachhändler behaupten sich bei Handelsblatt-Umfrage

Die EP:Fachhändler konn­ten sich trotz Coro­na-Kri­se und Lock­down wie schon 2019 beim Han­dels­blatt-Ran­king „Bes­te Kun­den­be­ra­tung“ durch­set­zen. In der Kate­go­rie „Elek­tro-Fach­märk­te“ bele­gen sie mit der Gesamt­no­te 2,18 den ers­ten Platz vor sie­ben Wett­be­wer­bern. Damit lie­gen sie rund zehn Pro­zent über dem ermit­tel­ten Bran­chen­durch­schnitt.

Im Auf­trag des Han­dels­blatts befrag­te das For­schungs­in­sti­tut Ser­viceVa­lue über 1.000 Kon­su­men­ten zu ihren Bera­tungs­er­fah­run­gen bei Ein­zel­händ­lern und Dienst­leis­tern. Bewer­tet wur­de die Bera­tungs­qua­li­tät nach zehn Kri­te­ri­en – bei­spiels­wei­se, wie sozi­al­kom­pe­tent der Fach­be­ra­ter war oder wie gut die­ser die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se ermit­telt hat. Im Bereich Elek­tro­nik über­zeug­te die Ser­vice­leis­tung der EP:Fachhändler am meis­ten.

Die ver­gan­ge­nen Wochen haben gezeigt, dass Per­sön­lich­keit, Fle­xi­bi­li­tät und Geschwin­dig­keit alle­mal Grö­ße schla­gen. Es ist den EP:Unternehmern in bei­spiel­haf­ter Wei­se gelun­gen, die Kern­ele­men­te der Qua­li­täts­of­fen­si­ve indi­vi­du­ell umzu­set­zen: Sie sind zu loka­len Hel­den ihrer Kun­den gewor­den, indem sie schnell, krea­tiv und mit einem tief­ver­wur­zel­ten Ser­vice­be­wusst­sein gehan­delt haben“, erklärt Elec­tro­nicPart­ner Vor­stand Fried­rich Sobol (Foto) und ergänzt: „Ich habe gro­ßen Respekt vor die­ser Leis­tung und bedan­ke mich herz­lich für das Enga­ge­ment und die kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit!“

Das Ver­trau­en der Kun­den in die Elec­tro­nicPart­ner Fach­händ­ler spie­gelt sich auch in den aktu­el­len Zah­len wider: Im April und Mai 2020 erziel­ten die Händ­ler der Mar­ke EP: eine deut­li­che Absatz­stei­ge­rung bei Wei­ßer Ware und TV-Gerä­ten sowie in allen Berei­chen, die mobi­les Arbei­ten und Home­schoo­ling ermög­li­chen. Außer­dem konn­ten die Händ­ler durch ihren zuver­läs­si­gen Ser­vice und eine anhal­ten­de Waren­ver­füg­bar­keit zahl­rei­che Neu­kun­den gewin­nen. Wich­ti­ger Fak­tor hier­bei war unter ande­rem der nut­zer­freund­li­che Online­shop, den immer mehr Kon­su­men­ten für sich ent­de­cken.

Der Omnich­an­nel­an­satz – die Kom­bi­na­ti­on aus loka­ler Prä­senz und vir­tu­el­lem Geschäft – hat sich erneut als ent­schei­den­der Vor­teil des Fach­han­dels erwie­sen. Unter Ein­hal­tung aller Hygie­ne­vor­schrif­ten haben die EP:Fachhändler auch wäh­rend des Lock­downs ihre Ware bis an den Bestim­mungs­ort gelie­fert, defek­te Gerä­te aus­ge­tauscht und Arbeits­plät­ze ein­ge­rich­tet. Fried­rich Sobol freut sich, dass die­ser Ein­satz nun zusätz­lich gewür­digt wird: „Die Aus­zeich­nung des Han­dels­blatts ist eine groß­ar­ti­ge Bestä­ti­gung für die Arbeit unse­rer Mit­glie­der. Am Ende des Tages sind Ver­trau­en und Dank der Kun­den unser schöns­ter Lohn.“

Stupp setzt auf Anlagentechnik der SMS group

Stupp Cor­po­ra­ti­on hat den Auf­trag für die Erwei­te­rung ihres Spiral­rohrwerkes am Stand­ort in Baton Rouge, Loui­sia­na, USA, an die SMS group (www.sms-group.com) erteilt. Der Auf­trag setzt sich aus zwei Posi­tio­nen zusam­men: einer teil­wei­sen Moder­ni­sie­rung der Spi­ral­rohr­ma­schi­ne, um die Kapa­zi­tät der Rohr­pro­duk­ti­on zu erhö­hen, und einem neu­en UP (Unterpulver)-Nachschweißstand, der die bereits exis­tie­ren­den drei Schweiß­stän­de ergänzt. Die moder­ni­sier­te Anla­ge wird zum Jah­res­en­de 2020 ihren Betrieb auf­neh­men.

Im August 2007 kauf­te Stupp ein Spi­ral­rohr­werk bei der PWS GmbH – heu­te ein hun­dert­pro­zen­ti­ges Toch­ter­un­ter­neh­men der SMS group. Damals wur­den ins­ge­samt drei UP-Nach­schweiß­stän­de instal­liert. Das Werk nahm 2009 die Pro­duk­ti­on auf und fer­tigt Spi­ral­roh­re für Öl- und Gas-Pipe­lines im Durch­mes­ser­be­reich von 24 bis 60 Zoll und mit einer maxi­ma­len Rohr­län­ge von bis zu 24,4 Metern. Pro­du­ziert wird im Zwei-Stu­fen-Ver­fah­ren: In der ers­ten Stu­fe erfolgt die Spiral­rohrumformung und ein kon­ti­nu­ier­li­ches Heft­schwei­ßen des Roh­res in der Spiral­rohrmaschine. In der zwei­ten Stu­fe wer­den die Roh­re auf sepa­ra­ten Nach­schweiß­stän­den mit­tels UP-Schweiß­ver­fah­ren fer­tig geschweißt.

Um die Pro­duk­ti­on des Rohr­werks zu einem spä­te­ren Zeit­punkt er­höhen zu kön­nen, wur­de in der ursprüng­li­chen Pla­nung des Rohr­werks ein Platz für die Nach­rüs­tung eines wei­te­ren – vier­ten – UP-Nach­schweiß­stan­des berück­sich­tigt. Die Fun­da­men­te für die­sen Nach­schweiß­stand wur­den bereits bei der Fer­ti­gung der Fun­da­men­te für die drei Nach­schweiß­stän­de, die 2009 in Betrieb genom­me­nen wur­den, gegos­sen. Nach Prü­fung der Markt­aus­sich­ten für die kom­men­den Jah­re hat die Stupp Cor­po­ra­ti­on ent­schie­den, den vier­ten Nach­schweiß­stand im Zuge einer Moder­ni­sie­rung durch die SMS group nach­rüs­ten zu las­sen.

Die Spi­ral­rohr­an­la­ge erhält eine neue Has­pel­sta­ti­on, die höhe­re Band­ab­zugs­ge­schwin­dig­kei­ten zulässt und mit einem program­mierbaren Brems­sys­tem aus­ge­rüs­tet ist. Dadurch kann das Band zwi­schen Has­pel­sta­ti­on und Haupt­an­trieb auf Span­nung gehal­ten wer­den, sodass sich das Coil­band nicht unkon­trol­liert abwi­ckeln kann. Dabei sorgt das Brems­sys­tem dafür, dass ins­be­son­de­re bei hoch­fes­ten Mate­ri­al­gü­ten, die heut­zu­ta­ge vor allem für Öl- und Gas­pipe­lines zum Ein­satz kom­men, typi­sche Ober­flä­chen­schä­den ver­mie­den wer­den.

Nach jah­re­lan­ger Pro­duk­ti­on mit SMS group-Nach­schweiß­stän­den hat sich die Stupp Cor­po­ra­ti­on in enger Abspra­che mit SMS für das Antriebs­sys­tem mit Schräg­roll­gang ent­schie­den. Dar­über hin­aus soll der neue Nach­schweiß­stand die exis­tie­ren­den drei nicht nur ergän­zen, son­dern auch Ver­gleichs­da­ten lie­fern: Beim Schräg­rollgangsystem wird das Rohr nicht wie bei den ande­ren Stän­den über dop­pel-kar­da­ni­sche Rol­len, son­dern mit­tels Rol­len, wel­che im Spi­ral­win­kel ange­stellt wer­den, bewegt. Um ein Rohr an Ort und Stel­le zu dre­hen oder es in Längs­rich­tung oder schrau­ben­för­mig zu trans­por­tie­ren, kann der Win­kel des Schräg­roll­gangs auf Knopf­druck von der Bedie­n­er­sta­ti­on aus ent­spre­chend geän­dert wer­den.

Ein Haupt­vor­teil des Schräg­roll­gangs besteht dar­in, dass sich die Roh­re auf dem Schräg­roll­gang wesent­lich gleich­mä­ßi­ger bewe­gen. Dies geht aus der kom­bi­nier­ten Erfah­rung der SMS-Kon­struk­ti­ons­­­ab­tei­lung und SMS-Kun­den her­vor, die die­ses Sys­tem bereits ein­setzen. Dies wie­der­um wirkt sich direkt und posi­tiv auf die Qua­li­tät und die Gleich­mä­ßig­keit der Schweiß­naht aus. Für Stupp bedeu­tet dies, dass die Schweiß­feh­ler­ra­te redu­ziert und die Schweißnaht­geometrie mög­lichst kon­stant gehal­ten wer­den kön­nen.

Der hoch­au­to­ma­ti­sier­te Nach­schweiß­stand ist mit der neu­es­ten Steue­rungs- und Antriebs­tech­nik aus­ge­stat­tet. Die ein­ge­setz­te Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik setzt in der Antriebs­tech­nik und Sen­so­rik kon­se­quent auf Netz­werk­tech­no­lo­gie und ermög­licht somit den Zugang und die Auf­zeich­nung aller Maschi­nen­pa­ra­me­ter und ‑daten. Daten­ana­ly­sen ste­hen zur Ver­fü­gung, um die Qua­li­täts­über­wa­chung der Roh­re zu unter­stüt­zen, Pro­duk­ti­ons­pa­ra­me­ter der Maschi­ne zu lie­fern und so die Pro­duk­ti­on und Takt­zeit gezielt wei­ter zu opti­mie­ren, sowie Vor­her­sa­gen über die War­tungs­in­ter­val­le von Bau­grup­pen tref­fen zu kön­nen.

Dar­über hin­aus ermög­licht der neue Nach­schweiß­stand abhän­gig von der Rohr­ab­mes­sung eine Pro­duk­ti­ons­stei­ge­rung von bis zu 25 Pro­zent. So erhöht Stupp die bis­her instal­lier­te Jah­res­ka­pa­zi­tät um 40.000 bis 60.000 Ton­nen. Zusätz­lich kön­nen mit dem neu­en Nach­schweiß­stand War­tun­gen oder Aus­fäl­le an ande­ren Schweiß­stän­den kom­pen­siert wer­den.

Globales Stahlforum: Strukturprobleme in der globalen Stahlindustrie müssen dringend angegangen werden

Anläss­lich des Tref­fens des Glo­ba­len Stahl­fo­rums am 7. und 8. Juli warnt die Düs­sel­dor­fer Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung Stahl (WV Stahl) vor erheb­li­chen Risi­ken im inter­na­tio­na­len Stahl­au­ßen­han­del. „Im Zuge der Coro­na-Kri­se haben sich die Ver­wer­fun­gen in der glo­ba­len Stahl­in­dus­trie wei­ter ver­schärft. Die Struk­tur­pro­ble­me müs­sen vom Glo­ba­len Stahl­fo­rum drin­gend ange­gan­gen wer­den. Ein ‚Wei­ter so‘ kann und darf es nicht geben“, erklärt Hans Jür­gen Kerk­hoff, Prä­si­dent der WV Stahl.

Schät­zun­gen der Orga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (OECD) deu­ten dar­auf hin, dass die glo­ba­len Über­ka­pa­zi­tä­ten im Stahl­be­reich infol­ge der Coro­na-Kri­se in die­sem Jahr und 2021 erheb­lich zuneh­men wer­den. Ursa­che hier­für ist unter ande­rem der har­te welt­wei­te Nach­fra­ge­ein­bruch. Hin­zu kommt, dass in den ver­schie­de­nen Regio­nen sehr unter­schied­lich auf die Kri­se reagiert wird. So wur­de ins­be­son­de­re in Chi­na die Pro­duk­ti­on trotz schwa­cher Kon­junk­tur aus­ge­wei­tet und Stahl­ka­pa­zi­tä­ten wie­der aus­ge­baut.

Das Glo­ba­le Stahl­fo­rum der G20 ist in der aktu­el­len Kri­se wich­ti­ger denn je. Auf dem kom­men­den G20-Tref­fen in Sau­di-Ara­bi­en müs­sen die Struk­tur­pro­ble­me in der glo­ba­len Stahl­in­dus­trie drin­gend adres­siert wer­den. Zugleich gilt es die Anstren­gun­gen zu inten­si­vie­ren, Chi­na wie­der in die Arbeit des Glo­ba­len Forums ein­zu­bin­den“, so Kerk­hoff wei­ter. Chi­na hat­te das Glo­bal Forum on Steel Excess Capa­ci­ty im ver­gan­ge­nen Jahr ver­las­sen, ist aber für mehr als 50 Pro­zent der glo­ba­len Stahl­pro­duk­ti­on ver­ant­wort­lich.

Link zur Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung Stahl

Mercedes-Benz Cars & Vans liefert im ersten Halbjahr über eine Million Fahrzeuge weltweit aus

Mer­ce­des-Benz hat im zwei­ten Quar­tal den Kun­den­kon­takt über zahl­rei­che digi­ta­le Ser­vices und Tools noch­mals inten­si­viert. Die hohe Fle­xi­bi­li­tät der welt­wei­ten Han­dels­part­ner, das attrak­ti­ve Pro­dukt­port­fo­lio und die Stär­ke der Mar­ke Mer­ce­des-Benz zeig­ten sich im Pkw-Absatz: Bereits im Juni lagen die glo­ba­len Aus­lie­fe­run­gen wie­der leicht über dem Vor­jah­res­ni­veau (+0,6%). Seit Jah­res­be­ginn konn­te Mer­ce­des-Benz in eini­gen euro­päi­schen Märk­ten und im Hei­mat­markt Deutsch­land eine posi­ti­ve­re Ent­wick­lung als der Pkw-Pre­mi­um­markt ver­zeich­nen. In den USA erreich­te das Unter­neh­men die beim Absatz füh­ren­de Posi­ti­on unter den Pre­mi­um­mar­ken im ers­ten Halb­jahr. In der Regi­on Asi­en-Pazi­fik hat die Stutt­gar­ter Mar­ke mit dem Stern von April bis Juni einen neu­en Ver­kaufs­best­wert erzielt.

Das bis­her bes­te zwei­te Quar­tal von Mer­ce­des-Benz in Chi­na zeigt die beein­dru­cken­de Geschwin­dig­keit, mit der sich die Nach­fra­ge in unse­rem größ­ten Markt zur­zeit erholt. Von April bis Juni waren unse­re Aus­lie­fe­run­gen in Euro­pa und Nord­ame­ri­ka durch die Aus­wir­kun­gen des Coro­na-Virus geprägt. Mitt­ler­wei­le haben nahe­zu alle unse­re Händ­ler welt­weit wie­der geöff­net. Das Kauf­in­ter­es­se unse­rer Kun­den ist hoch und wir erhal­ten sehr posi­ti­ves Feed­back auf die zahl­rei­chen Online-Akti­vi­tä­ten unse­rer welt­wei­ten Han­dels­part­ner. Das gibt uns Anlass für Opti­mis­mus mit Blick auf die Absatz­ent­wick­lung im drit­ten Quar­tal“, so Brit­ta See­ger, Mit­glied des Vor­stands der Daim­ler AG und der Mer­ce­des-Benz AG, ver­ant­wort­lich für Ver­trieb. „In Euro­pa haben sich seit Jah­res­be­ginn die Aus­lie­fe­run­gen unse­rer Plug-in-Hybri­de im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum mehr als ver­vier­facht. Auch die aktu­el­len Auf­trags­ein­gän­ge der xEVs von Mer­ce­des-Benz Cars sind ein posi­ti­ves Vor­zei­chen für die zwei­te Jah­res­hälf­te: In den kom­men­den sechs Mona­ten rech­nen wir mit signi­fi­kan­ten Absatz­ef­fek­ten aus unse­rer lau­fen­den Elek­tro­of­fen­si­ve.“

Ein Schutzschirm für Azubis

Die Coro­na-Pan­de­mie setzt auch den Aus­bil­dungs­markt unter Druck. Nicht nur Unter­neh­men hal­ten sich mit ihrem Ange­bot an Aus­bil­dungs­plät­zen zurück, auch vie­le Jugend­li­che zögern, in die­sem Jahr eine Berufs­aus­bil­dung zu begin­nen. All dies ver­schärft den Fach­kräf­te­man­gel, sagt das Insti­tut der Deut­schen Wirt­schaft.

Die Coro­na-Kri­se stellt zahl­rei­che Unter­neh­men vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen: Zwar kön­nen die meis­ten Betrie­be in Deutsch­land bis­lang Ent­las­sun­gen wei­test­ge­hend ver­mei­den – seit März 2020 waren ledig­lich 82.700 Zugän­ge in Arbeits­lo­sig­keit aus Beschäf­ti­gung zu ver­zeich­nen. Doch die Zahl der Anzei­gen von Kurz­ar­beit hat im April mit mehr als zehn Mil­lio­nen Per­so­nen ein Rekord­hoch erreicht. Im Vor­der­grund steht der­zeit, mög­lichst vie­le Beschäf­tig­te zu hal­ten, um nach der Kri­se wie­der durch­star­ten zu kön­nen.

wei­ter­le­sen!

Talfahrt im Außenhandel setzt sich fort

Auch wenn sich die deut­schen Ein- und Aus­fuh­ren im Vor­mo­nats­ver­gleich leicht erholt haben, sind wir noch mei­len­weit ent­fernt von einer Nor­ma­li­sie­rung im Außen­han­del. Die COVID-19-Pan­de­mie ist nach wie vor all­ge­gen­wär­tig, wenn auch nicht mehr so akut wie noch vor weni­gen Wochen. Der Welt­han­del wird aber noch gerau­me Zeit benö­ti­gen, um nach den Grenz­schlie­ßun­gen, Stö­run­gen in der Logis­tik und Unter­bre­chun­gen in der Lie­fer­ket­te das alte Niveau wie­der zu errei­chen.“ Dies erklärt Ines Kit­zing, 1. Vize­prä­si­den­tin des Bun­des­ver­ban­des Groß­han­del, Außen­han­del, Dienst­leis­tun­gen (BGA), heu­te in Ber­lin zur Ent­wick­lung des deut­schen Außen­han­dels.

Zuvor hat­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt die Außen­han­dels­zah­len für Mai 2020 bekannt gege­ben. Dem­nach wur­den Waren im Wert von 80,3 Mil­li­ar­den Euro expor­tiert. Damit sind die Expor­te im Vor­jah­res­ver­gleich um 29,7 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. Mit einem Waren­wert von 73,2 Mil­li­ar­den Euro sind auch die deut­schen Impor­te gesun­ken, im Vor­jah­res­ver­gleich um 21,7 Pro­zent. Die Außen­han­dels­bi­lanz schloss damit mit einem Über­schuss von 7,1 Mil­li­ar­den Euro ab.

Die coro­nabe­ding­ten Pro­duk­ti­ons- und Arbeits­aus­fäl­le wir­ken welt­weit nach. Mit den Sofort­maß­nah­men hat die Bun­des­re­gie­rung schnell auf die Kri­se reagiert. Das war aber lei­der nicht über­all der Fall. Die Unter­neh­men im Außen­han­del spü­ren die­se Effek­te in ihren Absatz- und Lie­fer­märk­ten. Der Han­del mit den Part­nern in beson­ders stark betrof­fe­nen Regio­nen ist daher auch beson­ders stark ein­ge­bro­chen. Dazu gehö­ren die USA und das Ver­ei­nig­te König­reich. Aber auch die Han­dels­be­zie­hun­gen zu unse­ren euro­päi­schen Nach­barn haben gelit­ten. Wir hof­fen, dass es in den kom­men­den Mona­ten unter der deut­schen Rats­prä­si­dent­schaft gelin­gen wird, Euro­pa zu einen und zu stär­ken. Aber auch dar­über hin­aus wer­den Maß­nah­men not­wen­dig sein, um die­se Kri­se gemein­schaft­lich zu über­ste­hen“, so Kit­zing abschlie­ßend.

Arndt Kirchhoff ist ein „NRWandler“

Erst­mals wird im Rah­men des Wett­be­werbs „NRW – Wirt­schaft im Wan­del“ ein Preis für beson­de­re unter­neh­me­ri­sche Leis­tun­gen und den Ein­satz über den Betrieb hin­aus an eine Ein­zel­per­son ver­ge­ben. Ers­ter Preis­trä­ger ist der Macher aus dem Sauer­land.

Die Jury war sich schnell einig: Der erst­mals ver­ge­be­ne Son­der­preis „NRWand­ler“ sol­le an Arndt Kirch­hoff gehen. Der 65-jäh­ri­ge Unter­neh­mer aus dem Sauer­land ist seit Jah­ren einer der umtrie­bigs­ten und enga­gier­tes­ten Köp­fe in der NRW-Wirt­schaft.

Arndt Kirch­hoff ist ein her­aus­ra­gen­der Unter­neh­mer, ein umfas­send sozi­al enga­gier­ter Mensch, ein NRW-Patri­ot“, lob­te Andre­as Ehlert, Prä­si­dent von Handwerk.NRW, wäh­rend der Jury-Sit­zung. Bian­ca Cris­tal, Geschäfts­füh­re­rin Arbeits­markt­ma­nage­ment der Regio­nal­di­rek­ti­on NRW der Bun­des­agen­tur für Arbeit, sag­te: „Arndt Kirch­hoff steht für mich durch sei­nen ste­ten Ein­satz für die The­men Aus­bil­dung und Fach­kräf­te für die Zukunft des Lan­des.“ Und Tho­mas Busch­mann, Spre­cher der Regio­na­len Geschäfts­lei­tung Nord­west der Deut­schen Bank, sag­te: „Ich ken­ne ihn, ich schät­ze ihn.“

Mit dem Son­der­preis „NRWand­ler“ wird erst­mals beim Wett­be­werb kein Unter­neh­men, son­dern eine Ein­zel­per­son gewür­digt – die sich zudem nicht bewer­ben kann, son­dern vor­ge­schla­gen wer­den muss. Geehrt wer­den soll dabei eine Per­sön­lich­keit, die sich durch den lang­jäh­ri­gen Ein­satz für ein Unter­neh­men, aber auch in beson­de­rer Art und Wei­se dar­über hin­aus her­vor­ge­tan hat, etwa durch sozia­les Enga­ge­ment oder eine her­vor­ge­ho­be­ne Posi­ti­on in oder im Umfeld der Poli­tik, Ver­ei­nen oder Ver­bän­den.

Auf Kirch­hoff trifft all das in beson­de­rer Wei­se zu. Er zählt zu den ein­fluss­reichs­ten Unter­neh­mer-Per­sön­lich­kei­ten des Lan­des. Als Prä­si­dent von Metall.NRW und Unternehmer.NRW lei­tet er zwei wich­ti­ge Bran­chen­ver­bän­de. Dar­über hin­aus ist er in wei­te­ren Ver­bän­den und Ver­ei­nen aktiv.

Die gleich­na­mi­ge Fir­men­grup­pe, die Kirch­hoff in vier­ter Genera­ti­on lei­tet, ist trotz all die­ser Ämter das Herz­stück sei­nes Wir­kens. Gegrün­det 1785 ist sie heu­te als Auto­mo­bil-Zulie­fe­rer, Pro­du­zent von Abfall­fahr­zeu­gen und Werk­zeug-Her­stel­ler welt­weit aktiv. Kirch­hoff lei­tet das Geschäft seit 1990.

Quel­le: Rhei­ni­sche Post

Gastbeitrag Rheinische Post: “Raus aus der Schockstarre!”

Der Prä­si­dent von unter­neh­mer nrw, Arndt G. Kirch­hoff, schreibt in einem Gast­bei­trag für die Rhei­ni­sche Post zur aktu­el­len poli­ti­schen Debat­te über das ange­kün­dig­te Kon­junk­tur­pa­ket. Hier bit­te wei­ter­le­sen!

Grundrente kommt

In der ver­gan­ge­nen Woche hat der Bun­des­tag die Grund­ren­te ver­ab­schie­det und der Bun­des­rat hat sei­ne Zustim­mung dazu gege­ben.

Von der Grund­ren­te wer­den ab dem kom­men­den Jahr Rent­ne­rin­nen und Rent­ner pro­fi­tie­ren, die lan­ge Jah­re gear­bei­tet haben, Bei­trä­ge bezahlt, aber unter­durch­schnitt­lich ver­dient haben. Sie sol­len ab 2021 von der Ren­ten­ver­si­che­rung einen Zuschlag zu ihrer Ren­te erhal­ten.

Wich­tig: Ein Antrag auf Grund­ren­te muss nicht gestellt wer­den. Denn die Ren­ten­ver­si­che­rung prüft für alle Ren­ten­be­zie­her, ob ein Anspruch besteht und zahlt den Grund­ren­ten­zu­schlag auto­ma­tisch.

Die Ren­ten­ver­si­che­rung arbei­tet mit Hoch­druck an der Umset­zung der Grund­ren­te. Bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Rhein­land sind aus mehr als 1,33 Mil­lio­nen lau­fen­den Ren­ten die­je­ni­gen Bio­gra­fi­en aus­zu­fil­tern, die alle Vor­aus­set­zun­gen für die Grund­ren­te erfül­len.

Aus­künf­te zu indi­vi­du­el­len Ansprü­chen sind der­zeit noch nicht mög­lich.
Inter­es­sier­te fin­den jedoch unter www.deutsche-rentenversicherung.de/grundrente die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zur Grund­ren­te. Neben den Fak­ten sind dort auch etli­che Fall­bei­spie­le sowie ein Fra­gen und Ant­wor­ten Kata­log ein­ge­stellt.

Die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Rhein­land mit Haupt­sitz in Düs­sel­dorf zahlt monat­lich rund 1,34 Mil­lio­nen Ren­ten. Mit ihrem Bera­tungs­netz ist sie in allen Fra­gen der Alters­vor­sor­ge und Reha­bi­li­ta­ti­on regio­na­ler Ansprech­part­ner in den Regie­rungs­be­zir­ken Köln und Düs­sel­dorf, als Ver­bin­dungs­stel­le zu Bel­gi­en, Chi­le, Isra­el, Spa­ni­en und Uru­gu­ay auch bun­des­weit. Dar­über hin­aus ist sie Trä­ger von sechs Reha­bi­li­ta­ti­ons­kli­ni­ken.

Henkel bekräftigt strategische Ausrichtung auf ganzheitliches Wachstum

Auf der Haupt­ver­samm­lung von Hen­kel fass­te Cars­ten Kno­bel, der Vor­stands­vor­sit­zen­de von Hen­kel, die wich­tigs­ten Ent­wick­lun­gen des Geschäfts­jah­res 2019 zusam­men, erläu­ter­te die Aus­wir­kun­gen der aktu­el­len Coro­na-Kri­se und bekräf­tig­te die lang­fris­ti­ge, stra­te­gi­sche Aus­rich­tung auf ganz­heit­li­ches Wachs­tum. Zudem ging er auf die ambi­tio­nier­ten Zie­le von Hen­kel im Bereich Nach­hal­tig­keit ein und beton­te die Bedeu­tung von Viel­falt und Ableh­nung von Ras­sis­mus.

Das Unter­neh­men hat sei­nen Aktio­nä­ren unter ande­rem eine Divi­den­de auf Vor­jah­res­ni­veau vor­ge­schla­gen. Im Rah­men der Neu­wah­len des Auf­sichts­ra­tes und Gesell­schaf­ter­aus­schus­ses sol­len vier neue Mit­glie­der gewählt wer­den. Auch die Schaf­fung eines neu­en Geneh­mig­ten Kapi­tals als „Vor­rats­be­schluss“ ist Teil der Tages­ord­nung.

Dividendenvorschlag auf Niveau des Vorjahres

2019 war kein ein­fa­ches Jahr für Hen­kel. Wir haben nicht alles erreicht“, sag­te Cars­ten Kno­bel. Den­noch habe es auch zahl­rei­che posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen gege­ben. „Wir haben den Umsatz um rund ein Pro­zent gestei­gert, auf mehr als 20 Mil­li­ar­den Euro. Wir haben eine Mar­ge von 16 Pro­zent erzielt. Wir haben einen Free Cash­flow von knapp 2,5 Mil­li­ar­den Euro erreicht. Das ist ein neu­er Höchst­wert für Hen­kel. Wir hat­ten zum Jah­res­en­de einen nied­ri­gen Schul­den­stand. Wir haben unse­re Geschäf­te im Lau­fe des Jah­res durch Akqui­si­tio­nen gestärkt. Zugleich hat­ten wir die Kos­ten gut unter Kon­trol­le“, fass­te Kno­bel zusam­men.

Cars­ten Kno­bel dank­te den mehr als 52.000 Mit­ar­bei­tern rund um die Welt. „Sie haben sich auch 2019 mit aller Kraft für Hen­kel ein­ge­setzt. Dafür möch­te ich ihnen dan­ken.“

Auch die Vor­sit­zen­de des Gesell­schaf­ter­aus­schus­ses und des Auf­sichts­rats, Dr. Simo­ne Bagel-Trah, dank­te dem Vor­stand sowie allen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern und den betrieb­li­chen Gre­mi­en aus­drück­lich für ihr gro­ßes Enga­ge­ment im abge­lau­fe­nen Geschäfts­jahr. „Sie alle haben ent­schei­dend zu unse­rem geschäft­li­chen Erfolg in einem her­aus­for­dern­den Umfeld bei­getra­gen.“

Der Haupt­ver­samm­lung wur­de eine Divi­den­de auf Vor­jah­res­ni­veau von 1,85 Euro je Vor­zugs­ak­tie und 1,83 Euro je Stamm­ak­tie vor­ge­schla­gen. „Die Aus­schüt­tungs­quo­te haben wir damit erhöht. Sie beträgt 34,2 Pro­zent. Das sind 3,3 Pro­zent­punk­te mehr als im Vor­jahr. Und sie liegt damit auch in der ange­streb­ten Band­brei­te. Zwi­schen 30 und 40 Pro­zent“, beton­te Cars­ten Kno­bel.

Neuwahlen des Aufsichtsrates und Gesellschafterausschusses

Im Rah­men der Neu­wah­len der Auf­sichts­gre­mi­en stell­te Dr. Simo­ne Bagel-Trah den Aktio­nä­rin­nen und Aktio­nä­ren die zur Wahl ste­hen­den neu­en Mit­glie­der des Auf­sichts­ra­tes und des Gesell­schaf­ter­aus­schus­ses vor. So sol­len Simo­ne Men­ne und Lutz Bun­nen­berg neu in den Auf­sichts­rat gewählt wer­den. Sie fol­gen auf Prof. Theo Sie­gert und Dr. Kas­par von Braun, die aus dem Gre­mi­um aus­schei­den. Im Gesell­schaf­ter­aus­schuss sol­len Alex­an­der Bir­ken und Dr. Chris­toph Kneip als neue Mit­glie­der auf Ste­fan Hamel­mann und Wer­ner Wen­ning fol­gen. Alle wei­te­ren Mit­glie­der des Auf­sichts­ra­tes und Gesell­schaf­ter­aus­schus­ses wur­den zur Wie­der­wahl vor­ge­schla­gen.

Mit den vor­ge­schla­ge­nen Neu­be­set­zun­gen ver­fol­gen wir das Ziel, unse­re Gre­mi­en schritt­wei­se zu ver­jün­gen, die Viel­falt wei­ter zu erhö­hen und zusätz­li­che wich­ti­ge Kom­pe­ten­zen zu stär­ken. Ich freue mich, dass wir aus­ge­zeich­ne­te Kan­di­da­ten für die Neu­wah­len benen­nen konn­ten“, sag­te Dr. Simo­ne Bagel-Trah. Außer­dem bedank­te sie sich bei allen aus­schei­den­den Gre­mi­en­mit­glie­der für ihren enga­gier­ten Ein­satz für das Unter­neh­men.

Wachstumsagenda für die Zukunft

Nach dem Bericht über das Geschäfts­jahr 2019 rich­te­te Cars­ten Kno­bel den Blick nach vor­ne und stell­te die Wachs­tumsagen­da des Unter­neh­mens für die kom­men­den Jah­re vor. „Die­ses Jahr­zehnt soll für Hen­kel ein Erfolg wer­den. Ein Jahr­zehnt, in dem wir die Wei­chen für die Zukunft von Hen­kel stel­len. Mit erfolg­rei­chen Inno­va­tio­nen für unse­re Kun­den und Kon­su­men­ten. Ein Jahr­zehnt, in dem wir unse­re Geschäf­te noch wett­be­werbs­fä­hi­ger machen und nach­hal­ti­ges Han­deln noch stär­ker vor­an­trei­ben. Wir wer­den die Digi­ta­li­sie­rung in allen Berei­chen kon­se­quent aus­bau­en und wol­len noch effi­zi­en­ter und schnel­ler wer­den. Und wir wer­den unse­re Unter­neh­mens­kul­tur wei­ter­ent­wi­ckeln. Das ist unse­re Agen­da für ganz­heit­li­ches Wachs­tum. Unser Anspruch für die Zukunft. Dafür ste­he ich“, fass­te Kno­bel zusam­men.

Dafür habe Hen­kel einen kla­ren stra­te­gi­schen Rah­men ent­wi­ckelt. Dazu gehö­ren: ein zukunfts­fä­hi­ges Port­fo­lio, die Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit, vor allem in den Berei­chen Inno­va­ti­on, Nach­hal­tig­keit und Digi­ta­li­sie­rung, schlan­ke Geschäfts­pro­zes­se und neue Geschäfts­mo­del­le sowie eine star­ke Unter­neh­mens­kul­tur.

Robuste Entwicklung trotz Corona-Krise

Schließ­lich ging Kno­bel auf die aktu­el­le Situa­ti­on in der Covid-19-Kri­se ein und sprach über die Aus­wir­kun­gen für Hen­kel. „Für das lau­fen­de Jahr haben sich die wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen grund­le­gend ver­än­dert. Wir sehen Nach­fra­ge­ein­brü­che in vie­len Indus­trie­zwei­gen sowie eine rasant stei­gen­de Arbeits­lo­sig­keit in vie­len Län­dern. Das beein­flusst auch unse­re Geschäf­te“, sag­te Kno­bel. Im ers­ten Quar­tal habe Hen­kel eine robus­te Umsatz­ent­wick­lung ver­zeich­net. Zum Geschäfts­ver­lauf im zwei­ten Quar­tal äußer­te er sich nicht im Detail, son­dern ver­wies auf die Vor­stel­lung der Halb­jah­res­zah­len Anfang August. Den­noch sei klar, dass das zwei­te Quar­tal schwie­rig wür­de, da der Shut­down in vie­len Län­dern in die­se Peri­ode gefal­len sei, füg­te er hin­zu.

Wie sich das Jahr ins­ge­samt ent­wi­ckeln wür­de, sei aktu­ell nicht rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen. „Daher haben wir unse­re bestehen­de Jah­res­pro­gno­se im April zurück­ge­nom­men. Natür­lich wer­den wir eine neue Pro­gno­se ver­öf­fent­li­chen, sobald dies mög­lich ist“, so Kno­bel. „Eines ist aber sicher. Wir wer­den uns im Ver­lauf der Kri­se immer wie­der neu anpas­sen müs­sen. Die Coro­na-Kri­se wird unse­re Per­spek­ti­ven lang­fris­tig ver­än­dern. Wir wer­den die Welt mit ande­ren Augen sehen. Unser Ver­hal­ten wird sich ändern. Wir wer­den fle­xi­bel und schnell auf die Umbrü­che in unse­ren Märk­ten reagie­ren. Ver­än­de­run­gen aktiv gestal­ten. Und neue Wege gehen“, mach­te Kno­bel deut­lich und zeig­te sich gleich­zei­tig zuver­sicht­lich: „Unser Fun­da­ment ist sta­bil. Das haben wir in der aktu­el­len Kri­se gese­hen. Und dar­auf wer­den wir auch in Zukunft bau­en. Wir sind gut auf­ge­stellt. Und wir wer­den gestärkt aus der Kri­se her­vor­ge­hen.“

Ambitionierte Ziele für Nachhaltigkeit

Dr. Simo­ne Bagel-Trah und Cars­ten Kno­bel beton­ten in ihren Reden die Bedeu­tung nach­hal­ti­gen Han­delns.

Wir sind bei allem, was wir tun, immer bestrebt, nach­hal­tig zu han­deln. Mit Blick auf die Umwelt, auf den wirt­schaft­li­chen Erfolg und unser Wir­ken in der Gesell­schaft. Das ist für uns kei­ne Pflicht­übung oder ein Mar­ke­ting-Instru­ment. Nach­hal­ti­ges Han­deln ist für uns ein Teil unse­rer Kul­tur und Wer­te. Seit vie­len Jahr­zehn­ten und dar­auf sind wir stolz“, sag­te Bagel-Trah.

Nach­hal­ti­ges Han­deln ist eine der gro­ßen Stär­ken von Hen­kel. Wir haben hier eine füh­ren­de Rol­le. Schon seit lan­gem. Unse­re Vor­rei­ter­rol­le wird regel­mä­ßig in Ratings und Ran­kings bestä­tigt. Des­halb wol­len wir Nach­hal­tig­keit wei­ter stär­ken. Als kla­res Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­mal im Wett­be­werb. Dazu haben wir die nächs­ten Mei­len­stei­ne und kon­kre­te Zie­le defi­niert. Zum Bei­spiel für den Kli­ma­schutz und die Ver­mei­dung von Plas­tik­ab­fäl­len“, führ­te Kno­bel aus.

So strebt Hen­kel an, bis 2040 ein kli­m­a­po­si­ti­ves Unter­neh­men zu wer­den. In den Kon­sum­gü­ter­ge­schäf­ten sol­len bis 2025 alle Ver­pa­ckun­gen wie­der­ver­wert­bar oder wie­der­ver­wend­bar sein.

Bekenntnis für Vielfalt und gegen Rassismus

In sei­ner Rede hob der Vor­stand­vor­sit­zen­de von Hen­kel auch die Bedeu­tung von Viel­falt für den Unter­neh­mens­er­folg her­vor und wand­te sich mit Nach­druck gegen Ras­sis­mus. „Unse­re Mit­ar­bei­ter kom­men aus mehr als 100 Län­dern. Aus allen Kul­tur­krei­sen. Wir brau­chen die­se Viel­falt. Sie hilft uns, erfolg­reich zu sein. Des­halb för­dern wir Viel­falt auch bewusst in allen Dimen­sio­nen“, sag­te Kno­bel.

Für uns zählt der Mensch. Mit sei­nen Erfah­run­gen, sei­nen Kennt­nis­sen und Leis­tun­gen. Nicht das Geschlecht oder Alter, die Haut­far­be, Natio­na­li­tät, sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder poli­ti­sche Hal­tung. Das soll­te eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein. Doch man muss es immer wie­der beto­nen: Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus sind nicht akzep­ta­bel! Wir leben Viel­falt. Wir ste­hen für Viel­falt. Auch das macht unse­re Unter­neh­mens­kul­tur aus.“