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Mangel an IT-Fachkräften droht sich dramatisch zu verschärfen

In unserem Land werden im Jahr 2040 rund 663.000 IT-Fachleute fehlen, wenn die Politik nicht massiv gegensteuert. Das zeigt eine Studie des Digitalverbands Bitkom. Im vergangenen Jahr gab es 149.000 unbesetzte IT-Stellen in deutschen Unternehmen, fünf Jahre zuvor waren es erst 82.000. Hinzu kommen tausende offene Stellen mit IT-Schwerpunkt in Verwaltungen, Schulen oder Wissenschaftseinrichtungen.

„Der sich seit Jahren verschärfende Mangel an IT-Fachkräften betrifft das ganze Land und bremst die dringend notwendige Digitalisierung. Eine immer größer werdende Fachkräftelücke in der IT bedeutet einen Verlust von Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Wachstum und Wohlstand. Ohne IT-Spezialistinnen und -Spezialisten verspielt Deutschland seine digitale Zukunft“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Die gute Nachricht ist: Wenn wir jetzt konsequent handeln, muss diese Projektion nicht Realität werden. Notwendig ist, dass in allen Bereichen gleichzeitig die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden.“

Die drohende Fachkräftelücke lässt sich nach den Berechnungen des Bitkom nur schließen, wenn umgehend massiv gegengesteuert wird. So könnten bis 2040 durch die Förderung des Quereinstiegs rund 129.500 zusätzliche IT-Fachkräfte gewonnen werden, durch Maßnahmen im Bereich Studium und Ausbildung kämen weitere rund 108.000 hinzu und 68.500 ließen sich aktivieren, indem ältere Beschäftigte länger im Job bleiben. Unverzichtbar ist aus Bitkom-Sicht, weitere 321.000 IT-Expertinnen und -Experten über bessere Zuwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland zu holen. Wintergerst: „Wenn wir uns extrem anstrengen, können wir die absehbare Fachkräftelücke etwa zur Hälfte aus dem Inland schließen. Die andere Hälfte aber braucht zwingend qualifizierte Zuwanderung aus allen Teilen der Welt.“

Den Berechnungen zufolge wird das Angebot an IT-Fachkräften von derzeit 1,136 Millionen bis 2040 auf 1,256 leicht um rund 120.000 zulegen – sofern die entsprechenden Maßnahmen auf dem aktuellen Niveau fortgeführt werden. Dabei spielt auch der vergleichsweise geringe Altersdurchschnitt in den IT-Berufen eine Rolle. Während bis 2040 in der Gesamtwirtschaft 50,5 Prozent der derzeitigen Beschäftigten aus dem Berufsleben ausscheiden werden, sind es in den IT-Berufen nur 32,5 Prozent. „Diese zunächst positive Ausgangslage bedeutet aber auch, dass die demographische Entwicklung die IT nach 2040 umso härter trifft. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt die Weichen stellen und erfolgreich gegensteuern“, so Wintergerst. Denn gleichzeitig wird bis 2040 der Bedarf an IT-Fachkräften in der Wirtschaft rasant steigen. Liegt er derzeit bei 1,29 Millionen, so werden es dann 1,92 Millionen sein. Das ist eine Zunahme um rund 630.000.

Junge Menschen für IT begeistern, Studium und Ausbildung verbessern

Durch bildungspolitische Maßnahmen wie ein Pflichtfach Informatik, mehr Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft sowie zusätzliche Informatik-Lehrstühle ließe sich das zuletzt bereits gestiegene Interesse an IT-Berufen verstetigen und weiter erhöhen. Dadurch könnten laut Bitkom bis 2040 rund 27.000 IT-Fachkräfte zusätzlich gewonnen werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Mädchen und Frauen liegen. So sind aktuell nur rund 21 Prozent der Studierenden und 10 Prozent der Auszubildenden im Bereich Informatik weiblich. Wintergerst: „Es gibt keinen wirklichen Grund, warum nicht genauso viele Frauen einen IT-Beruf anstreben und ergreifen sollten wie Männer.“ Wenn der Frauenanteil unter denjenigen, die Studium und Ausbildung abschließen, auf 50 Prozent erhöht würde, könnten bis 2040 weitere 25.500 IT-Fachkräfte zur Verfügung stehen. Ein weiterer Ansatzpunkt im Bereich Studium ist die Reduzierung der Abbrecherquote in den Informatik-Studiengängen, die mit 42 Prozent deutlich über dem Durchschnitt aller Studiengänge von derzeit 27 Prozent liegt. Wenn die Abbrecherquote auf 20 Prozent gesenkt würde, könnten bis 2040 weitere rund 55.000 hochqualifizierte IT-Fachkräfte in Deutschland gewonnen werden.

Ältere Beschäftigte im Arbeitsmarkt halten

Zugleich könnten bis 2040 weitere rund 68.500 IT-Fachkräfte zusätzlich zur Verfügung stehen, wenn ältere Beschäftigte über das Renteneintrittsalter hinaus freiwillig im Arbeitsmarkt blieben. Aktuell sind gerade einmal 0,9 Prozent der IT-Beschäftigten 65 Jahre alt oder älter. Um diesen Anteil zu erhöhen, braucht es finanzielle Anreize für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen, zugleich sollten die Sozialabgaben für Erwerbstätige im Rentenalter ganz abgeschafft oder zumindest deutlich verringert werden. „Die IT bietet häufig Arbeitsbedingungen, die eine Tätigkeit auch im Alter ermöglicht und viele Beschäftigte würden auch gerne länger arbeiten. Arbeiten jenseits der 65 ist allerdings häufig weder für die Unternehmen noch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv“, so Wintergerst. „Die Unternehmen selbst sind gefordert, ältere Beschäftigte kontinuierlich weiterzubilden – und wir müssen gerade in den besonders jugendorientierten Tech-Unternehmen eine Kultur entwickeln, die Ältere als wichtigen Teil von Diversität begreift und das auch lebt.“

Quereinstieg in die IT weiter erleichtern

Die IT bietet schon heute ideale Voraussetzungen für den Quereinstieg, rund ein Viertel aller Fachkräfte in der IT-Branche sind Quereinsteigerinnen oder Quereinsteiger. Durch konkrete Maßnahmen wie die Förderung von Quereinstiegsprogrammen und Bootcamps sowie den Ausbau von Beratungsangeboten kann nach Berechnungen des Bitkom die Zahl der Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger um 50 Prozent erhöht werden, was rund 129.500 zusätzlichen Fachkräften entspricht. „Wichtig sind Flexibilität und Kreativität. So sollten etwa gemäß dem Modell Bildungsteilzeit Menschen, die sich in die IT, aber auch in andere Mangelberufe orientieren wollen, gezielt finanziell unterstützt werden. Aber auch die Unternehmen selbst müssen in ihre Zukunft investieren und Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowohl von aktiven als auch von potenziellen Beschäftigten massiv ausbauen“, sagt Wintergerst.

Fachkräftelücke lässt sich nur mit Zuwanderung schließen

Allerdings selbst wenn alle diese Maßnahmen greifen, bleibt im Jahr 2040 noch eine Lücke von etwa 357.000 fehlenden IT-Spezialistinnen und -Spezialisten. Zuletzt sind bereits jährlich etwa 13.000 ausländische Fachkräfte aus der EU und anderen Ländern in IT-Berufe zugewandert. Durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz sollen nach dem Willen der Bundesregierung pro Jahr 75.000 zusätzliche Fachkräfte aus Drittstaaten außerhalb der EU nach Deutschland kommen, auf IT-Berufe bezogen wären das 4.000 pro Jahr. Ein ähnlicher Anstieg müsse auch für EU-Staaten erreicht werden. „Wir werden mit dem inländischen Potenzial und der bisherigen Zuwanderung die IT-Fachkräftelücke nicht schließen können. Deutschland muss als Arbeits- und Lebensmittelpunkt für IT-Fachleute viel attraktiver werden“, so Wintergerst. „Diese Menschen werden weltweit umworben. Damit wir für sie attraktiv sind, muss Deutschland eine offene, tolerante und freie Gesellschaft bleiben. Xenophilie statt Xenophobie, darum muss es gehen.“ Bitkom plädiert dafür, die Ausländerbehörden zu Willkommensagenturen umzubauen, das internationale Marketing für den IT-Standort Deutschland zu verstärken und die Einwanderung deutlich zu entbürokratisieren und zu beschleunigen, etwa durch eine umfassende Digitalisierung der Verfahren. Nach den Bitkom-Berechnungen könnten so bis 2040 insgesamt etwa 321.000 zusätzliche Fachkräfte aus Drittstaaten und der EU nach Deutschland kommen.

Werden alle Maßnahmen kurzfristig angegangen, so ließe sich die Fachkräftelücke in der IT bis 2040 auf rund 35.800 reduzieren. „Digitalisierung braucht Technologie, sie braucht aber vor allem Menschen, die sie voranbringen“, sagt Wintergerst. „Der Fachkräftemangel ist kein Naturereignis. Wir müssen auf niemanden warten oder auf etwas hoffen, wir müssen selbst aktiv werden. Seit Jahren diskutieren wir über den Fachkräftemangel in der IT und starten einzelne Projekte. Woran es fehlt, ist eine ambitionierte Gesamtstrategie. Sie muss jetzt kommen.“

Ausgezeichnete MINT-Förderung in Düsseldorf! „zdi Netzwerk MINT Düsseldorf“ erhält Qualitätssiegel 2024

Am gestrigen Freitag wurde das „zdi Netzwerk MINT Düsseldorf“ im Landtag NRW mit dem Qualitätssiegel 2024 ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte durch die Hände von NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes. Das zdi Netzwerk MINT Düsseldorf bietet ein breites und vielfältiges außerschulisches Angebot im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für junge Menschen an. Dies ermöglicht mehreren Tausend Schülerinnen und Schülern jedes Jahr, in verschiedene MINT-Bereiche hineinzuschnuppern, MINT-Berufe und Studiengänge kennenzulernen sowie sich auszuprobieren.

Die Ministerin betonte bei der Verleihung, dass das zdi-Qualitätssiegel eine Anerkennung für die engagierte und qualitativ hochwertige Arbeit darstellt, die von den zdi-Netzwerken zur Förderung des MINT-Nachwuchses gemeinsam mit ihren Partnern geleistet wird. Durch die regionale Vernetzung von Schulen, Unternehmen, Hochschulen und weiteren Partnern entstünden bedarfsgerechte und zielgruppenspezifische Angebote. Die zdi-Akteurinnen und -Akteure sorgten somit für praxisorientierte und spannende Kurse, in denen sich junge Menschen ausprobieren könnten. Dies sei ein wertvoller Beitrag zur Fachkräftenachwuchssicherung in NRW.

von rechts: Eva Deckers, Ekkehard Hostert, Rosalba Vitellaro

Das Qualitätssiegel wird jährlich vom Wissenschaftsministerium an zdi-Netzwerke verliehen, die die vereinbarten Kriterien für hochwertige MINT-Angebote in NRW erfüllen. Es dokumentiert die erfolgreiche Arbeit dieser Netzwerke. Zu den Kriterien zählen unter anderem erfolgreiche Vernetzung und gelungene Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus unterschiedlichen Bereichen, die Umsetzung des Bottom-up-Ansatzes sowie das deutliche Sichtbarmachen von MINT-Angeboten in der Region. Nicht zuletzt gehört auch ein umfangreiches und hochwertiges Angebotsportfolio dazu.

Im Namen von Landtagspräsident Andre Kuper begrüßte Florian Braun, Vorsitzender des Ausschusses für Schule und Bildung, die anwesenden zdi-Akteurinnen und -Akteure.

Autor: Christoph Sochart

Wird die Rheinbahn ab Montag bestreikt?

Markiert Montag, den 15. April, den Beginn neuer Streiks bei den Nahverkehrsbetrieben?  Diese Information wurde der Rheinischen Post zugespielt, die am heutigen Samstag darüber berichtet. Im Gegensatz zu den flächendeckenden Warnstreiks im Februar und März, die praktisch alle ÖPNV-Anbieter in NRW betrafen, darunter auch die Rheinbahn in Düsseldorf, plant die Gewerkschaft nun eine „Strategie der Nadelstiche“.

Unter dem Namen „Stichelstreiks“ sollen gezielt einzelne Orte zeitweise vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten werden, während andere unbeeinträchtigt bleiben. Die genauen Ziele und Dauer der Arbeitsniederlegungen will Verdi erst am diesem Wochenende bekannt geben. Parallel zu den neuen Streiks finden auch neue Gespräche mit den Arbeitgebern statt.

Wie konkret die Streiks ablaufen werden bleibt abzuwarten. Möglicherweise werden Leitzentralen und Kundencenter stark betroffen sein. Auch Blockaden von Fahrzeugdepots durch streikende Fahrer sind denkbar, schreibt die Zeitung.

Quelle: Rheinische Post

NRW bleibt Top-Investitionsziel trotz Sorgen um deutsche Wettbewerbsfähigkeit

Ausländische Konzerne bewerten laut einer Studie die Bedingungen in Deutschland zwar insgesamt schlechter als in den Vorjahren. Die meisten Manager würden sich jedoch für Investitionen in Nordrhein-Westfalen entscheiden. Unser Foto zeigt den beschaulichen Innenhafen in Düsseldorf. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Eine Studie von KPMG zeigt, dass ausländische Investoren die Standortbedingungen in Deutschland im Vergleich zu früheren Jahren als weniger attraktiv einschätzen. Doch NRW sticht heraus, da es das bevorzugte Investitionsziel unter allen deutschen Bundesländern ist, dank seiner zentralen Lage, großen Markt, starken Industriestandort und hochqualifizierten Arbeitskräfte. Trotzdem warnt Johannes Pöttering von Unternehmer NRW vor einem Wettbewerbsfähigkeitsproblem und fordert Maßnahmen zur Verbesserung der Energiepolitik, Infrastruktur und Fachkräftesicherung. Ministerpräsident Wüst kündigt an, dass NRW weiterhin international werben wird, mit geplanten Reisen in die USA, um dort mit Vertretern verschiedener Branchen zu sprechen. Beispielsweise reist er am Sonntag (14.04.) in die Vereinigten Staaten von Amerika. Auf dem Programm stehen zahlreiche Termine in den Regionen Los Angeles, San Francisco und Seattle.

Neue Horizonte entdecken: Future Tech Fest 2024 – Das Event der Zukunft!

Erleben Sie das „Future Tech Fest“ hautnah! Heute fand im Haus der Unternehmerschaft Düsseldorf ein wichtiges Zukunftstreffen statt. Suzana Novinscak, vom Bereich „Unternehmensservice“ der Düsseldorfer Wirtschaftsförderung, wurde herzlich von Lisa Marie Schelig und Christoph Sochart begrüßt, um das neue „Future Tech Fest“ zu besprechen. Dieses Fest, das eher einem Festival gleicht, verspricht ein „Business-Erlebnis“ zu werden.

Suzana Novinscak (links) und Lisa Marie Schelig. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Das „Future Tech Fest“ ist Deutschlands größte B2B-Start-up-Expo und -Konferenz und kehrt unter einem neuen Namen zurück! Am 22. August 2024 findet das Future Tech Fest (FTF) unter dem Motto „The Future of Tech“ auf dem Gelände des AREAL BÖHLER statt.

Peter Hornik, Geschäftsführer des Veranstalters digihub, sagt: „Mit einer Fläche von 10.000 Quadratmetern und einem neuen Look richten wir den Blick nicht nur auf das Start-up-Ökosystem in Nordrhein-Westfalen, sondern laden Start-ups aus der ganzen Welt ein, um gemeinsam auf dem FTF einen Ausblick in die Zukunft der Tech-Branche zu geben.“

Das Event bringt aktuelle Trendthemen und neueste internationale Innovationen aus der Tech-Branche zusammen. Mit dem neuen Auftritt kommen auch konzeptionelle Änderungen einher. So gibt es 2024 rund sechs Schwerpunktthemen, die beim FTF auf eigenen Vertical-Bühnen präsentiert werden: HR-Tech, Software as a Service & Plattform, HealthTech, AI/KI, HydroTech & EnergyTech.

Die Location auf dem AREAL BÖHLER verspricht ein großartiges Event für bis zu 5.000+ BesucherInnen und ausstellende Start-ups sowie Unternehmen und InvestorInnen auf der Suche nach passenden Start-up-Innovationen. Unweit des Düsseldorfer Zentrums bietet das weitläufige Areal jede Menge Raum für In- und Outdoor-Bühnen, Flächen für Workshops, Kunst, Musik und vor allem für viel Austausch und Begegnungen.

Für die Mitgliedsunternehmen der Unternehmerschaft Düsseldorf bzw. des Ausbilderkreises wird es spezielle Eintrittsregelungen geben unter dem Motto „First come first serve“, aber: dazu später mehr in internen Informationen. Für die breite Öffentlichkeit gilt: Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets! Der Ticketshop ist bereits geöffnet und bis zum 31.03.2024 gibt es Early-Bird-Rabatte von bis zu 65 Prozent. Tickets sind erhältlich unter: https://www.futuretechfest.de/ticketing

Chemie-Tarifrunde 2024: Verhandlungen zur Sicherung von Standort und Beschäftigung

In der kommenden Woche beginnen die Verhandlungen für die Tarifrunde 2024 zwischen der IGBCE und den Chemie-Arbeitgebern. Die Entgelttarifverträge für 1.700 Betriebe mit 585.000 Beschäftigten laufen am 30. Juni 2024 aus. In Anbetracht der angespannten wirtschaftlichen Lage der Branche liegt der Schwerpunkt der Tarifpolitik von Gewerkschaft und Arbeitgebern auf dem Schutz von Standort und Beschäftigung. Dies wird durch die bereits erfolgte zweite Stufe der Tariferhöhung aus der Chemie-Tarifrunde 2022 für die Beschäftigten seit Anfang 2024 unterstrichen.

Matthias Bürk will als Verhandlungsführer der hessischen Chemie-Arbeitgeber die bewährte Sozialpartnerschaft fortsetzen. Foto: HessenChemie

Matthias Bürk, Verhandlungsführer des BAVC, betont vor Beginn der Chemie-Tarifverhandlungen die Dringlichkeit der Anerkennung der kritischen Lage der Branche durch die IGBCE. Die Gewerkschaft müsse verstehen, dass eine Bewältigung der Krise nur durch gemeinsame Anstrengungen möglich sei. Die bisherige Darstellung der Gewerkschaft verharmlose die Situation, um eine Entgeltforderung zu legitimieren, die nicht mit der wirtschaftlichen Realität vereinbar sei. Seit dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine sei die Produktion von Chemie und Pharma in Deutschland um 9 Prozent gesunken, während der Umsatz um 10 Prozent gesunken sei. Dies führe zu einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit und einer Stagnation in der Produktion seit 2005.

Bürk argumentiert weiter, dass die Forderungen der IGBCE weder der Krise angemessen noch finanzierbar seien. In einer Zeit ohne Wachstum könnten keine zusätzlichen Mittel verteilt werden. Es sei notwendig, den Schutz des deutschen Standorts zu priorisieren und gemeinsam die De-Industrialisierung zu stoppen, um die Beschäftigung zu sichern. Eine Tarifeinigung für die aktuelle Krise sei entscheidend.

Des Weiteren hebt Bürk hervor, dass die Entgelte zu Jahresbeginn bereits um 3,25 Prozent erhöht wurden, zusätzlich zu 1.500 Euro steuer- und beitragsfreiem Inflationsgeld. Da die Inflationsprognose bei 2,3 Prozent liegt, würden die Beschäftigten real mehr Geld in der Tasche haben. Er betont, dass die Chemie- und Pharmaindustrie nach wie vor eine Hochlohn-Branche sei, in der es keinen Bedarf an weiteren Entgeltsteigerungen oder anderen tariflichen Leistungen gebe.

Bürk bekräftigt das Interesse der Chemie-Arbeitgeber an einer Stärkung der Chemie-Sozialpartnerschaft und betont die Notwendigkeit, die Tarifbindung auf beiden Seiten zu erhöhen. Jedoch lehnt er eine bevorzugte Behandlung von Gewerkschaftsmitgliedern ab, da dies zu Spaltungen in den Belegschaften führen könne und von Arbeitgeberseite nicht akzeptiert werde. Die Arbeitgeber haben verschiedene Vorschläge entwickelt, um die Tarifbindung auf beiden Seiten zu stärken, ohne eine bevorzugte Behandlung von Gewerkschaftsmitgliedern.

In Bezug auf eine Modernisierung des Bundesentgelttarifvertrags stehen die Arbeitgeber grundsätzlich offen, solange keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ihr Ziel ist es, die Chemie-Tarifverträge zu vereinfachen und attraktiver zu gestalten, um deren Anwendung schneller, flexibler und einfacher zu machen. Die Diskussionen sollen in der nächsten Woche in Rheinland-Pfalz beginnen, wobei die Gewerkschaft aufgrund von Abschlüssen in anderen Branchen unter Druck steht, hohe Forderungen zu stellen.

Hintergrundinformationen:

In Nordrhein-Westfalen (NRW) gibt es zahlreiche große Chemieunternehmen, die in verschiedenen Branchen tätig sind. Einige der bekanntesten sind:

1. Bayer AG: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Leverkusen ist eines der größten Pharma- und Chemieunternehmen der Welt. Bayer ist in den Bereichen Gesundheit, Agrarwirtschaft und Materialwissenschaften tätig.

2. BASF SE: Obwohl der Hauptsitz in Ludwigshafen liegt, betreibt BASF auch bedeutende Produktionsstätten und Forschungseinrichtungen in NRW, insbesondere im Raum Köln und im Ruhrgebiet. BASF ist das weltweit führende Chemieunternehmen und produziert eine breite Palette von Chemikalien für verschiedene Branchen.

3. Evonik Industries AG: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Essen ist ein weltweit führender Spezialchemiekonzern. Evonik produziert eine Vielzahl von Produkten, darunter Spezialchemikalien, Hochleistungskunststoffe, TiO2 und mehr.

4. Covestro AG: Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen ist ein globaler Hersteller von Hochleistungspolymeren und ist aus dem Bayer-Konzern hervorgegangen. Covestro produziert unter anderem Kunststoffe, Lacke, Klebstoffe und Dämmstoffe.

5. Lanxess AG: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln ist ein Spezialchemieunternehmen, das eine breite Palette von Chemikalien für verschiedene Anwendungen herstellt, darunter Kautschuk, Kunststoffe, Farbstoffe, Additive und Spezialchemikalien.

Diese Unternehmen sind nur einige Beispiele für die vielfältige Chemieindustrie in Nordrhein-Westfalen, die eine wichtige Rolle in der deutschen und globalen Wirtschaft spielt.

Demografische Entwicklungen in unserer Wirtschaftsregion: Herausforderungen und Chancen für die Zukunft

Die Bevölkerungsentwicklung in Nordrhein-Westfalen verzeichnete bis zum Jahr 2023 einen Anstieg, jedoch wird bis 2040 ein Rückgang um etwa eine viertel Million Menschen erwartet. Diese Veränderung ist jedoch nicht homogen verteilt, sondern variiert stark zwischen den verschiedenen Kreisen des Bundeslandes. Unsere Redaktion hat eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung zusammengefasst.

Während Rückgänge in der Bevölkerungszahl in Südwestfalen und Teilen des Ruhrgebiets prognostiziert werden, werden im Rheinland und Münsterland Zuwächse bis 2040 erwartet. Diese ungleiche Entwicklung spiegelt sich deutlich wider, wobei einige Kreise in den kommenden zwei Jahrzehnten wachsen werden, während andere stärker schrumpfen. Die Bandbreite reicht von einem Anstieg um 5,1 Prozent in der Stadt Köln bis zu einem Rückgang um 9,7 Prozent im Kreis Höxter. Schrumpfen werden auch Düsseldorf (minus 0,4% = rund 618.000 Menschen) und der Rhein-Kreis Neuss (minus 0,2%).

Während Rückgänge in der Bevölkerungszahl in Südwestfalen und Teilen des Ruhrgebiets prognostiziert werden, werden im Rheinland und Münsterland Zuwächse bis 2040 erwartet. Diese ungleiche Entwicklung spiegelt sich deutlich wider, wobei einige Kreise in den kommenden zwei Jahrzehnten wachsen werden, während andere stärker schrumpfen. Köln (Foto) wird beispielsweise wachsen. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Besonders deutliche Zuwächse sind auch in den Kreisen Euskirchen, Steinfurt und Heinsberg zu verzeichnen, alle mit einem Wachstum von über 3 Prozent. Unter den kreisfreien Städten sind neben Köln, Mönchengladbach und Münster Bevölkerungszuwächse von mehr als 2,5 Prozent zu erwarten. Auf der anderen Seite stehen der Kreis Höxter sowie der Hochsauerlandkreis, der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Märkische Kreis, bei denen ein Bevölkerungsrückgang von 5 Prozent und mehr zwischen 2020 und 2040 erwartet wird. Diese Erkenntnisse stammen aus der neuen Bevölkerungsvorausberechnung des Datenportals „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann Stiftung.

Die demografische Entwicklung stellt viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Ältere Menschen stellen andere Anforderungen an die kommunale Infrastruktur als jüngere Bevölkerungsgruppen. Daher sollte die kommunale Infrastruktur entsprechend vorbereitet werden, sei es durch die Bereitstellung von Betreuungseinrichtungen für ältere Menschen oder die Anpassung an die Bedürfnisse einer älteren Bevölkerung.

Besonders der Anstieg des Anteils der Bevölkerung im Rentenalter wird zentral sein. Bis zum Jahr 2040 wird der Anteil der Personen im Alter ab 65 Jahren an der Gesamtbevölkerung voraussichtlich um rund 6 Prozentpunkte auf etwa 27 Prozent steigen. Gleichzeitig wird das Erwerbspersonenpotenzial um über 13 Prozent auf etwa 8,5 Millionen Personen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren schrumpfen. Dies stellt nicht nur die Alterssicherungssysteme und den Pflegebedarf vor große Herausforderungen, sondern wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus.

Die geburtenstarken Jahrgänge, die in Nordrhein-Westfalen ins Rentenalter rücken, führen dazu, dass die Zahl der potenziell Erwerbstätigen abnimmt, während die Zahl der potenziellen Bezieher von Leistungen im Alter deutlich ansteigt. Die Anzahl der Personen in den ersten Jahrgängen des Rentenbezugs wird bis zum Jahr 2035 stark zunehmen. Damit steigt der Anteil der 65- bis 79-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von 14,3 Prozent im Jahr 2020 auf 18,2 Prozent im Jahr 2040.

Die demografische Alterung zeigt sich auch am Medianalter, das landesweit bis 2040 um 0,6 Jahre auf 46,2 Jahre steigen wird. In den meisten Kreisen und kreisfreien Städten wird das Medianalter bis 2040 ansteigen. Die Spanne zwischen den Kreisen wird dann bei genau 11 Jahren liegen, von der „jüngsten“ Stadt Münster mit einem Medianalter von 41,0 Jahren bis zum „ältesten“ Kreis Höxter mit einem Medianalter von 52,0 Jahren.

Die Herausforderungen, die sich aus diesen demografischen Veränderungen ergeben, erfordern eine fundierte Planung und Anpassung in vielen Bereichen der Gesellschaft, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden und gleichzeitig die Zukunft des Bundeslandes zu gestalten.

Leadership Summit 2024: Erfolgreiche Führungskräfte formen die Zukunft der Arbeitswelt

Der erste Tag des Leadership Summit, der gestern in Düsseldorf stattfand, war ein voller Erfolg. Führungskräfte und Interessierte aus verschiedenen Branchen und Städten kamen zusammen, um sich den wachsenden Herausforderungen der Arbeitswelt zu stellen und effektive Führungsstrategien zu erlernen. Träger der Veranstaltung ist die Unternehmerschaft Düsseldorf.

Fit für die Zukunft – unter diesem Motto wird gerade bei der Unternehmerschaft ein mehrteiliger Leadership-Workshop statt, der teilweise analog und teilweise digital durchgeführt wird. Geleitet wird die Reihe von der Psychologin Dr. Lara Luisa Eder. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Die Veranstaltung besteht aus insgesamt fünf interaktive Sessions, die den Teilnehmern eine vielseitige Mischung aus Impulsen, Austausch und praktischen Übungen bieten. Angefangen mit einer Impulswanderung, die bei guten Wetter stattfand und über die Bedeutung von Führung in einer sich verändernden Arbeitswelt reflektierte, bis hin zu digitalen Deep Dive Sessions, die Themen wie Self Leadership, Healthy Leadership und Positive Leadership beleuchteten, wird ein breites Spektrum an Führungsthemen abgedeckt.

Die Sessions werden von der Psychologin Dr. Lara Luisa Eder geleitet, Geschäftsführerin von CITRUS – Crafting Leadership. Ihre fundierte Expertise und ihre praktischen Einblicke tragen dazu bei, dass die Teilnehmer wertvolle Erkenntnisse gewinnen konnten, um ihre Führungskompetenzen zu stärken und ihre Teams erfolgreich durch den Wandel zu führen.

Die nächste Session findet am 30. April online statt, gefolgt von weiteren Terminen im Mai, Juli und August. Diese Veranstaltungsreihe bietet Führungskräften die Möglichkeit, kontinuierlich an ihrer Entwicklung zu arbeiten und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, um gemeinsam erfolgreich zu sein und die Zukunft der Arbeitswelt aktiv mitzugestalten. Die Reihe ist seit Wochen bereits ausgebucht. Weitere Informationen über Frau Eder finden Sie unter www.citrus-leadership.de.

Mittwoch Abend gehen wir auf Sendung

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