Rheinmetall-Destinus-Joint-Venture setzt auf europäische Marschflugkörper

Screenshot

(cs) Das Düsseldorfer Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall und Destinus hat seine strategischen Prioritäten vorgestellt. Im Fokus steht die beschleunigte Entwicklung des Marschflugkörpers Ruta Block 3, der für strategische Tiefenangriffe auf Entfernungen von mehr als 2.000 Kilometern ausgelegt ist.

Der Flugkörper soll einen Gefechtskopf von bis zu 250 Kilogramm tragen und aus standardisierten Containern gestartet werden können. Diese lassen sich auf Landfahrzeugen, darunter Rheinmetall-HX-Lkw, sowie auf maritimen Plattformen einsetzen. Die Feuerbereitschaft soll innerhalb von rund zwei Minuten erreicht werden.

Parallel dazu startet das Joint Venture die Produktion seiner ersten Systeme: des Marschflugkörpers Kryla sowie des Ruta Block 2. Während Kryla mit einem 50-Kilogramm-Gefechtskopf für kosteneffiziente Sättigungsschläge konzipiert wurde und auch aus bestehenden Mehrfachraketenwerfern gestartet werden kann, richtet sich Ruta Block 2 mit seinem 250-Kilogramm-Gefechtskopf gegen hochwertige und gehärtete Ziele.

Nach Angaben des Unternehmens wird die NATO-Zertifizierung des Ruta Block 3 mit hoher Priorität vorangetrieben. Ziel ist es, das System künftig allen NATO- und EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung zu stellen.

Für die industrielle Umsetzung errichtet Rheinmetall Destinus Strike Systems eine eigene Anlage für Endmontage, Integration und Erprobung in Deutschland. Die erste Lieferbereitschaft ist bereits für 2026 vorgesehen. Die Arbeitsteilung im Joint Venture sieht vor, dass Destinus die technologischen Kernkomponenten der Flugkörper liefert, während Rheinmetall Gefechtsköpfe und Booster-Raketenmotoren beisteuert.

24 Tonnen Klebstoff für ein Jahrhundertbauwerk: Wie Henkel die Vollendung der Sagrada Familia beschleunigte

Foto: Henkel

Die Fertigstellung der sechs zentralen Türme der Sagrada Familia markiert einen historischen Meilenstein für eines der bekanntesten Bauwerke der Welt. Pünktlich zum 100. Todestag des katalanischen Architekten Antoni Gaudí wurden die Türme des Wahrzeichens vollendet – mit einer Technologie, die für Besucher unsichtbar bleibt, für die Statik des Bauwerks jedoch von zentraler Bedeutung ist: Hochleistungsklebstoffe von Henkel in Düsseldorf.


Von Christoph Sochart


Insgesamt 24 Tonnen des Industrieklebstoffs Loctite EA 9497 kamen beim Bau der Türme zum Einsatz. Die Technologie ermöglichte nicht nur eine dauerhafte Verbindung von Stein- und Stahlelementen, sondern beschleunigte auch den Bauprozess erheblich. Nach Angaben des Unternehmens ist der Klebstoff damit ein wesentlicher Bestandteil des modularen Konstruktionssystems, das bei der Fertigstellung der Basilika eingesetzt wird.

Unsichtbare Technologie mit tragender Funktion

Was auf den ersten Blick wie ein klassisches Steinbauwerk erscheint, basiert in weiten Teilen auf moderner Ingenieurskunst. Der flüssig aufgetragene Klebstoff verbindet Naturstein und Stahl zu einer strukturellen Einheit. Dabei füllt er kleinste Hohlräume aus und sorgt nach einer rund 24-stündigen Aushärtungsphase für eine dauerhafte Verbindung der Bauteile.

„Dieses Projekt verkörpert genau das, wofür wir bei Henkel Adhesive Technologies stehen. Wir arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, um ihre Visionen Wirklichkeit werden zu lassen“, sagt Mark Dorn, Vorstandsmitglied von Henkel und verantwortlich für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies.

Die Zusammenarbeit zwischen Henkel und der Sagrada Familia besteht bereits seit mehr als zehn Jahren. Neben der Lieferung des Klebstoffs unterstützte das Unternehmen das Projekt mit umfangreichen Materialtests, technischen Validierungen und anwendungsspezifischem Know-how.

Modularer Bau statt traditioneller Steinmetzarbeit

Die zentrale Herausforderung beim Bau der sechs Türme bestand darin, Gaudís komplexe architektonische Vision mit den Anforderungen moderner Bauverfahren in Einklang zu bringen. Dafür wurde ein modularer Bauansatz entwickelt, bei dem vorgefertigte Elemente vor Ort zusammengesetzt werden.

Nach Angaben der Projektverantwortlichen konnte dieser Ansatz die Baugeschwindigkeit gegenüber traditionellen Methoden um das bis zu Zehnfache steigern. Die Klebstofftechnologie spielte dabei eine Schlüsselrolle, da sie die Verbindung unterschiedlicher Materialien ermöglichte und gleichzeitig höchste Anforderungen an Sicherheit und Stabilität erfüllte.

Die Dimensionen des Projekts verdeutlichen den Aufwand: Die sechs zentralen Türme bestehen aus insgesamt 826 Paneelen und mehr als 2.100 einzelnen Steinelementen. Durchschnittlich wurden rund 30 Kilogramm Klebstoff pro Paneel verarbeitet.

Extreme Belastungen über Jahrzehnte hinweg

Die Anforderungen an die verwendeten Materialien sind außergewöhnlich. Die Sagrada Familia befindet sich nur etwa 2,5 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Salzhaltige Luft, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen zwischen Winter und Sommer setzen die Konstruktion dauerhaft unter Stress.

Hinzu kommen Vibrationen durch zwei U-Bahn-Linien, die in unmittelbarer Nähe der Basilika verlaufen. Die Konstruktion muss daher nicht nur statischen Lasten standhalten, sondern auch kontinuierliche Bewegungen und Materialausdehnungen kompensieren.

Laut Henkel hält die geklebte Konstruktion Belastungen stand, die einer Last von bis zu 100.000 Menschen pro Quadratmeter entsprechen. Diese Stabilität war unter anderem Voraussetzung für die Installation des monumentalen Kreuzes auf dem Jesus-Christus-Turm.

Mit einer Höhe von 172,5 Metern ist die Sagrada Familia heute das höchste religiöse Bauwerk der Welt und überragt damit sogar das Ulmer Münster.

Moderne Technik für ein Bauwerk des 19. Jahrhunderts

Die Fertigstellung der zentralen Türme verdeutlicht, wie moderne Werkstofftechnologien historische Architekturprojekte unterstützen können. Obwohl der Bau der Sagrada Familia bereits 1882 begann und Antoni Gaudí die Basilika zu Lebzeiten nie vollendet sah, tragen heute digitale Planungsverfahren, industrielle Vorfertigung und Hochleistungsklebstoffe dazu bei, seine Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Für Henkel fällt dieser Erfolg zudem in ein besonderes Jahr. Das Unternehmen feiert 2026 sein 150-jähriges Bestehen unter dem Motto „Future? Ready!“. Die Beteiligung an einem der weltweit bekanntesten Bauprojekte gilt dabei als Beispiel dafür, wie industrielle Innovation und kulturelles Erbe miteinander verbunden werden können.

Die Sagrada Familia bleibt damit nicht nur ein Symbol für architektonische Kreativität, sondern auch für die Rolle moderner Technologien bei der Vollendung eines Bauwerks, das Generationen von Ingenieuren, Handwerkern und Architekten beschäftigt hat.

METRO investiert in die Zukunft: Modernisierter Großmarkt und erweitertes Depot in Neuss eröffnet

Yvonne Persch (Geschäftsleiterin METRO Neuss, links) beim Tortenanschnitt mit Sabrina Ley (Geschäftsführerin Sales & Operations METRO Deutschland, rechts).

Nach mehr als einem Jahr Bauzeit hat METRO die umfassende Modernisierung ihres Großmarkts und Belieferungsdepots in Neuss erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Umbau stärkt der Großhändler nicht nur das Einkaufserlebnis für Gastronomie, Hotellerie und Gewerbetreibende, sondern baut zugleich seine Logistikkapazitäten für die gesamte Region deutlich aus.


Von Christoph Sochart (Fotos: Joachim Badura)


Am Dienstag feierte das Unternehmen gemeinsam mit Kunden sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft die Fertigstellung des Projekts. Zu den Ehrengästen gehörten unter anderem der Bundestagsabgeordnete für den Rhein-Kreis Neuss, Daniel Rinkert, sowie Sabrina Ley, Geschäftsführerin Sales & Operations METRO Deutschland, Erol Yildizgörer, Geschäftsführer Supply Chain Management & Logistics METRO Deutschland, und Yvonne Persch, Geschäftsleiterin des Standorts Neuss. Gemeinsam durchschnitten sie symbolisch das Eröffnungsband.

Deutlich mehr Kapazität für die Belieferung

Im Mittelpunkt der Investitionen stand der Ausbau des Belieferungsdepots. Die Fläche wurde von rund 4.000 auf etwa 6.400 Quadratmeter erweitert. Damit reagiert METRO auf die steigende Nachfrage nach professionellen Lieferlösungen im Gastronomie- und Gewerbebereich.

„Die Belieferung ist für viele unserer Kundinnen und Kunden längst das Rückgrat ihres Geschäfts“, betonte Erol Yildizgörer. Durch die Erweiterung könne künftig mehr Warenvolumen verarbeitet und gleichzeitig die Liefergeschwindigkeit erhöht werden.

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen ein rund 820 Quadratmeter großes Tiefkühlhaus, zusätzliche Kühlflächen für Frischeprodukte sowie eine neue Kommissionierungsfläche von etwa 1.300 Quadratmetern. Ergänzt wird die moderne Infrastruktur durch drei zusätzliche Laderampen und vergrößerte Bereitstellungsflächen. Dadurch sollen Warenströme effizienter gesteuert und Lieferzeiten verkürzt werden.

Vor allem für Gastronomiebetriebe, Hotels und gewerbliche Kunden in der Region bedeutet dies eine höhere Verfügbarkeit frischer und tiefgekühlter Produkte.

Modernes Einkaufserlebnis auf 10.000 Quadratmetern

Parallel zur Erweiterung der Logistik wurde auch der Großmarkt selbst umfassend neugestaltet. Auf einer Verkaufsfläche von rund 10.000 Quadratmetern erwartet die Kunden nun eine übersichtlichere Struktur mit optimierter Wegeführung und klar gegliederten Sortimenten.

„Wir haben den METRO Markt in Neuss nicht einfach modernisiert, sondern aus Kundensicht konsequent neu gedacht“, erklärte Sabrina Ley. Ziel sei es gewesen, Einkaufsprozesse zu vereinfachen und den Kunden mehr Effizienz im Arbeitsalltag zu ermöglichen.

Im Zuge des Umbaus wurden unter anderem die Tiefkühlabteilung erweitert, Frischebereiche modernisiert und der Food-Trockenbereich neu organisiert. Auch das Non-Food-Sortiment wurde stärker auf die Bedürfnisse von Gastronomie und Handel zugeschnitten. Ein besonderes Highlight stellt die neue Ausstellungsfläche für professionelle Gastrotechnik dar, auf der sich Kunden über moderne Küchenausstattung informieren können.

Nachhaltigkeit spielt wichtige Rolle

Neben der funktionalen Modernisierung investierte METRO auch in eine zeitgemäße technische Infrastruktur. Moderne Kühltechnik und energieeffiziente Lösungen sollen den Betrieb ressourcenschonender gestalten und gleichzeitig den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht werden.

Teil einer bundesweiten Strategie

Die Modernisierung des Standorts Neuss ist Teil der strategischen Weiterentwicklung der METRO Großmärkte in Deutschland. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, stationären Einkauf, digitale Angebote und Belieferungsservice noch enger miteinander zu verzahnen.

Die Eröffnungsfeier fand zudem im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Echte Profis brauchen echten Großhandel“ statt. Während der Aktionswoche vom 15. bis 20. Juni präsentiert METRO in ihren Märkten deutschlandweit Sortimente, Dienstleistungen und Innovationen für professionelle Kunden.

Mit dem modernisierten Standort in Neuss setzt METRO ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Großhandels – und stärkt zugleich ihre Rolle als wichtiger Partner für Gastronomie, Hotellerie und Gewerbe in der Region.

V. l. n. r. Yvonne Persch (Geschäftsleiterin METRO Neuss), Sabrina Ley (Geschäftsführerin Sales & Operations METRO Deutschland), Erol Yildizgörer (Geschäftsführer Supply Chain Management & Logistics METRO Deutschland), Daniel Rinkert (Bundestagsabgeordneter für den Rhein-Kreis Neuss), Stefan Brixius (Regionalmanager METRO Deutschland) beim symbolischen Banddurchschnitt.

Starkes Signal für Gleichberechtigung und moderne Unternehmenskultur: Henkel zieht positive Bilanz bei globalem Elternzeitprogramm

Zwei Jahre nach der Einführung eines weltweit einheitlichen Elternzeitprogramms zieht Henkel eine positive Zwischenbilanz. Das Unternehmen verzeichnet eine deutlich höhere Inanspruchnahme der voll vergüteten Elternzeit und sieht sich in seinem Ansatz bestätigt, Familienfreundlichkeit und Gleichberechtigung global zu fördern. Besonders bemerkenswert: Immer mehr Väter nehmen das Angebot wahr – auch in Ländern, in denen Elternzeit für Männer bislang kaum etabliert war.


Von Christoph Sochart


Seit 2024 gewährt Henkel allen neuen Eltern weltweit acht Wochen voll bezahlte Elternzeit. Das Programm gilt unabhängig von Geschlecht, Familienmodell oder Standort und umfasst neben leiblichen Eltern auch Adoptiv- und Pflegeeltern, gleichgeschlechtliche Paare sowie Alleinerziehende. Nach Unternehmensangaben ist die Regelung im DAX weiterhin einzigartig.

„Mit der Einführung der globalen Henkel-Elternzeit haben wir vor zwei Jahren eine mutige und wegweisende Entscheidung getroffen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel. Das Programm sei nicht nur ein Beitrag zur Förderung von Gleichberechtigung, sondern stärke zugleich die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber sowie die Bindung der Beschäftigten.

Deutlicher Anstieg bei der Nutzung

Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: Weltweit stieg die Inanspruchnahme der voll vergüteten Elternzeit im vergangenen Jahr um 15 Prozent gegenüber 2024. Besonders stark fiel der Zuwachs bei männlichen Beschäftigten aus. Die Zahl der Väter, die Elternzeit nahmen, erhöhte sich um 35 Prozent.

Wie tiefgreifend der kulturelle Wandel ausfällt, zeigt ein Beispiel aus dem Nahen Osten. Während dort im Jahr 2024 kein einziger Mitarbeiter Elternzeit in Anspruch nahm, waren es im vergangenen Jahr bereits 84 Väter. Für Henkel ist dies ein Hinweis darauf, dass unternehmensweite Standards gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen und traditionelle Rollenbilder aufbrechen können.

Auch Personalvorständin Sylvie Nicol bewertet die Entwicklung positiv. Die globale Umsetzung sei sowohl organisatorisch als auch kulturell anspruchsvoll gewesen. Die hohe Akzeptanz zeige jedoch, dass konsequent umgesetzte Maßnahmen nachhaltige Veränderungen bewirken können – sowohl innerhalb des Unternehmens als auch darüber hinaus.

Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor

In Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung. Flexible Arbeitsmodelle, Betreuungsangebote und familienfreundliche Leistungen gelten längst nicht mehr nur als Zusatzleistungen, sondern als wichtige Faktoren im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.

Mit seinem globalen Elternzeitprogramm positioniert sich Henkel als Arbeitgeber, der moderne Lebensrealitäten berücksichtigt und Chancengleichheit aktiv fördert. Insbesondere die steigende Beteiligung von Vätern könnte langfristig dazu beitragen, familiäre Aufgaben gleichmäßiger zu verteilen und Karrierechancen für Frauen zu verbessern.

Anerkennung durch renommierte Auszeichnungen

Die Initiative findet auch außerhalb des Unternehmens Anerkennung. Für die globale Elternzeitregelung erhielt Henkel den DEI Corporate Excellence Award 2026 des F.A.Z.-Instituts. Bereits 2024 wurde das Programm mit Gold beim Deutschen Personalwirtschaftspreis ausgezeichnet.

Beide Preise würdigen Maßnahmen, die Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion nachhaltig stärken. Für Henkel sind die Auszeichnungen eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses und zugleich ein Signal, dass familienfreundliche Personalpolitik zunehmend als wichtiger Bestandteil moderner Unternehmenskultur wahrgenommen wird.

Die bisherige Bilanz zeigt: Das Programm wirkt. Es fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, stärkt die Mitarbeiterbindung und setzt zugleich ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung – weit über die Grenzen des Unternehmens hinaus.

Industrie unter Dauerdruck: Schafft die Chemieindustrie im Rheinland die Wende?

Unter dem zentralen Leitmotiv „Standort sichern. Wandel gestalten. Zukunft machen.“ kamen am gestrigen Dienstag rund 300 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Politik und Verbänden zum 15. ChemCologne Chemieforum im Feierabendhaus des Chemieparks Knapsack in Hürth zusammen, um über die drängenden geopolitischen, regulatorischen und ökonomischen Herausforderungen der chemischen Industrie im Rheinland zu debattieren.


Von Daniel Wauben


Zum Auftakt der Veranstaltung verdeutlichte Christoph Kappenhagen, Vorstandsvorsitzender von ChemCologne und Geschäftsleiter der YNCORIS GmbH & Co. KG, die Dringlichkeit konkreter politischer Rahmenbedingungen für die regionale Industrie. „Unsere chemische Industrie im Rheinland steht vor riesengroßen Herausforderungen. Steigende Kosten und regulatorische Lasten treffen auf eine Region, deren Herzschlag die industrielle Wertschöpfung und funktionierende Verbundstrukturen sind. Wir brauchen jetzt den entschlossenen Abbau von Bürokratie und international wettbewerbsfähige Energiepreise, um diesen starken industriellen Kern nachhaltig zu sichern und Europa imglobalen Wettstreit handlungsfähig zu halten“, betonte Christoph Kappenhagen in seiner Auftaktrede.

Die Perspektive der Landespolitik brachte Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, in die Diskussion ein. Er sicherte der Branche die aktive Unterstützung der Landesregierung zu. Er erklärte in seinem Statement: „Unsere industriellen Schlüsselbranchen sind das Fundament für Wohlstand, guteArbeit und soziale Sicherheit in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung wird ein verlässlicher Partner der Industrie auf dem Weg zur Klimaneutralität sein. Mit diesem Ziel erheben wir auch in Richtung Berlin und Brüssel unsere Stimme für verlässliche Rahmenbedingungen,leistungsfähige Infrastrukturen und wettbewerbsfähige Standortbedingungen. Das Rheinland soll auch in Zukunft für die Chemie eine starke Heimat sein.“

„Unsere Industrie wird gebraucht für unsere Resilienz und strategische Autonomie in einer zunehmend unsicheren Welt“, begann Dr. Markus Steilemann, CEO von Covestro und Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) im Anschluss seinen Vortrag. Anhand einiger Beispiele zeigte er, dass die rheinische Chemie „für Transformation und Wachstum geradezu prädestiniert ist: dank bestens ausgebildeterBeschäftigter, moderner Betriebe und Anlagen sowie einer Vernetzung, die es woanders auf der Welt so kaum gibt.“ Er bemängelte Richtung Politik, dass wirksame Maßnahmen noch fehlen, die unmittelbar an den Werkstoren ankommen. „Dass künftig bei Berichtspflichten die Umkehr der Beweislast gelten soll, dass die Förderverfahren vereinfacht werden – das sind alles sinnvolle Maßnahmen, die den Unternehmen Erleichterung bringen“, befand er zum Abschluss seiner Rede.

Der rheinische Chemieverbund im Wandel

Im anschließenden Themenblock ging es um die Transformation der regionalen Strukturen. Tim Hartmann, CEO von Currenta, zeigte auf, dass Verbund und Innovation die entscheidenden Antworten auf die aktuellen Wettbewerbsfragen in NRW sind. Dr. Klaus Altfeld, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung bei OGE, skizzierte die fundamentale Bedeutung neuer Leitungsnetze am Beispiel einer leistungsfähigen CO₂-Transportinfrastruktur für ein integriertes Carbon Management. Melanie Hackler, CEO von matterr, legte in ihrem Beitrag zur Circular Economy dar, dass Zögern im internationalen Vergleich keine Option mehr ist. Anschließend vertieften die drei Referenten die Kernpunkte in einer lebhaften Diskussionsrunde.

Geopolitische Weichenstellungen und weltweite Megatrends

Nach einer Netzwerkpause richtete das Forum den Blick auf die globalen Spannungsfelder. Marc Horn, Vorstand der Association of International Chemical Manufacturers in China, gab tiefere Einblicke in Chinas Innovationsökosysteme und den technologischen Wandel der dortigen Chemieindustrie. Dr. André Wolf vom Centrum für Europäische Politik (cep) stellte die aktuellen Pläne aus Brüssel zur langfristigen Sicherungdes Chemiestandorts Europa vor. Den Abschluss der Vortragsreihe gestalteten Ralph Kästel und Dr. Christian Eilinghoff von PwC. Sie brachten die unmittelbaren Auswirkungen globaler Megatrends auf den deutschen Chemiesektor auf den Punkt.

45 Millionen Euro für die Zukunft: Henkel baut Europas größtes Konsumgüterlager in Düsseldorf aus

Mit einer Investition von 45 Millionen Euro setzt Henkel ein deutliches Zeichen für den Standort Düsseldorf und die Zukunft seiner europäischen Lieferketten. Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit hat der Konsumgüterkonzern sein erweitertes Hochregallager am Unternehmenssitz offiziell eröffnet. Das neue Logistikzentrum ist nicht nur das größte Konsumgüterlager von Henkel in Europa, sondern soll auch die Effizienz und Nachhaltigkeit der gesamten Supply Chain deutlich verbessern.


Von CHRISTOPH SOCHART


Wo täglich Millionen Produkte wie Waschmittel, Reinigungsmittel und Haarpflegeartikel ihren Weg zu Kunden finden, entsteht nun eine zentrale Drehscheibe für Deutschland und die Benelux-Staaten. Durch die Erweiterung bündelt Henkel fünf bislang getrennte Lagerstandorte an einem Ort und schafft damit neue Dimensionen in der Logistik.

Mehr als 200.000 Paletten auf 24.000 Quadratmetern

Das neue Hochregallager wurde direkt an das bereits 2014 eröffnete vollautomatisierte Lager angebunden. Gemeinsam bilden beide Anlagen nun ein zusammenhängendes Logistikzentrum mit einer Kapazität von mehr als 200.000 Paletten. Auf einer Fläche von 24.000 Quadratmetern – das entspricht mehr als drei Fußballfeldern – werden künftig Produkte aus dem gesamten Consumer-Portfolio von Henkel gelagert und verteilt.

Für Henkel ist die Investition ein weiterer Baustein zur Stärkung des Heimatstandortes. „Düsseldorf ist unser globaler Hauptsitz und zugleich unser zweitgrößter Produktions- und Logistikstandort weltweit“, betont Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel. Das Unternehmen investiere durchschnittlich rund 100 Millionen Euro pro Jahr in den Standort. Die neue Lagererweiterung sei dabei „ein wichtiger Schritt für effizientere Logistikstrukturen“ und zugleich „ein klares Bekenntnis zu unserem Heimatstandort Düsseldorf“.

Fotos: Henkel

Fünf Lager werden zu einem zentralen Logistik-Hub

Hintergrund der Neuausrichtung ist die Zusammenführung der bisherigen Konsumgütergeschäfte zum Unternehmensbereich Henkel Consumer Brands. Im Zuge dieser Integration werden nun fünf Lagerstandorte aus Deutschland und der Benelux-Region in Düsseldorf zusammengeführt.

Die Vorteile liegen auf der Hand: kürzere Transportwege, weniger Komplexität und eine schnellere Belieferung der Kunden. Wolfgang König, Vorstandsmitglied für Consumer Brands, sieht darin einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: „Das neue Hochregallager ist ein zentraler Hebel unserer Integration und schafft die Voraussetzungen für eine effizientere, gebündelte und nachhaltigere Kundenbelieferung.“

Kunden in Deutschland und den Benelux-Ländern sollen künftig von vereinfachten Prozessen profitieren. Produkte aus dem gesamten Konsumgüterportfolio können künftig mit nur einer Bestellung, einer Lieferung und einer Rechnung bezogen werden.

Nachhaltigkeit auf der Schiene

Neben der höheren Effizienz setzt Henkel auch auf nachhaltigere Transportwege. Ein besonderes Merkmal des neuen Logistikzentrums ist der direkte Gleisanschluss. Über die Schiene gelangen Waren künftig CO₂-effizient vom Produktionsstandort Wassertrüdingen in Bayern nach Düsseldorf.

In Wassertrüdingen produziert Henkel Haarpflegeprodukte für den deutschen Markt sowie für rund die Hälfte Europas. Der verstärkte Einsatz der Bahn soll dazu beitragen, Emissionen im Transportwesen zu reduzieren und die Klimaziele des Unternehmens zu unterstützen.

Signal für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf

Mit dem Ausbau seines Logistikzentrums stärkt Henkel nicht nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern sendet auch ein positives Signal für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf. In Zeiten globaler Unsicherheiten und anspruchsvoller Lieferketten investiert das Unternehmen gezielt in moderne Infrastruktur, Automatisierung und nachhaltige Logistik.

Die Botschaft ist eindeutig: Düsseldorf bleibt für Henkel das Herzstück seiner europäischen Aktivitäten – und das neue Hochregallager wird künftig eine Schlüsselrolle dabei spielen, Millionen Produkte schneller, effizienter und umweltfreundlicher zu den Kunden zu bringen.

Jugendliche entdecken Ihre Talente: „komm auf tour“ im Düsseldorfer Sprinterwerk

Ein gutes Gespräch: Claudia Malkus (Werksleiterin Mercedes-Benz Düsseldorf), Michael Grütering (Arbeitgeberverbände, Hauptgeschäftsführer) und Bürgermeister Josef Hinkel (von rechts). Foto: Christoph Sochart

(cs) Wenn das Mercedes-Benz Sprinterwerk in Düsseldorf sich im Juni erneut in ein überdimensionales Klassenzimmer verwandelt, ist es wieder so weit: „komm auf Tour“ lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, ihre eigenen Stärken zu entdecken und erste Schritte in Richtung Berufsorientierung zu gehen. Vom 09. bis 12. Juni 2026 durchlaufen rund 700 Jugendliche der siebten Klassen von Förder-, Haupt- und Gesamtschulen den interaktiven Erlebnisparcours. Der Fokus liegt dabei besonders auf Jugendlichen mit Förderbedarf.


Dazu gibt es auch Podcast-Episode der „Düsseldorfer Wirtschaft“. HIER HÖREN!


Mit spielerischen, praxisnahen und gendersensiblen Methoden bietet „komm auf Tour“ wertvolle Impulse für die berufliche Orientierung und persönliche Lebensplanung. In verschiedenen Stationen setzen sich die Jugendlichen aktiv mit ihren Fähigkeiten auseinander, entdecken verborgene Talente und gewinnen Selbstvertrauen. Gleichzeitig erhalten sie konkrete Anregungen für Praktika und entwickeln realistische Vorstellungen von beruflichen Möglichkeiten sowie privaten Zukunftsperspektiven.

Der Parcours verbindet Lernen mit Erleben und schafft es so, auch komplexe Themen greifbar zu machen. Lehrkräfte und Projektverantwortliche sehen in dem Format einen wichtigen Baustein, um junge Menschen frühzeitig bei ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen und ihnen neue Wege aufzuzeigen.

Getragen wird das Projekt von einem engagierten Netzwerk:
Agentur für Arbeit Düsseldorf, Bürgerstiftung Düsseldorf, Landeshauptstadt Düsseldorf, Mercedes-Benz Werk Düsseldorf, Arbeitgeberverbände Düsseldorf

Veranstalter:
Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf und Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung in Zusammenarbeit mit SINUS – Büro für Kommunikation

Michael Grütering und Marion Drösser (Bürgerstiftung Düsseldorf). Foto: Christoph Sochart

Landeshauptstadt Düsseldorf
(Bürgermeister Josef Hinkel)
Auch 2026 ist „komm auf Tour“ ein wichtiger Baustein der beruflichen Orientierung in Düsseldorf. Das Angebot überzeugt durch seine Praxisnähe, seine motivierende Ansprache und den wertschätzenden Blick auf die Fähigkeiten der Jugendlichen. Die Stadt engagiert sich daher weiterhin mit Überzeugung für den Stärkenparcours, der jungen Menschen hilft, ihre Potenziale zu erkennen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Ein besonderer Dank gilt dem Mercedes-Benz Sprinterwerk für die erneute Bereitstellung des Veranstaltungsortes sowie der Bürgerstiftung Düsseldorf und der Agentur für Arbeit Düsseldorf, deren Unterstützung die Durchführung des Projekts maßgeblich ermöglicht.

Bürgerstiftung Düsseldorf
(Cornelia Hornemann)
Die Bürgerstiftung Düsseldorf, insbesondere das Ressort „Junge Erwachsene und Stipendiaten“, begleitet „komm auf Tour“ auch in diesem Jahr mit großem Engagement. Das Projekt greift in besonderer Weise das Anliegen der Stiftung auf, junge Menschen frühzeitig auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen. Gerade in der Phase der Berufsorientierung ist es entscheidend, eigene Interessen und Stärken zu erkennen. Der Erlebnisparcours bietet dafür einen geschützten und zugleich motivierenden Rahmen, in dem Schülerinnen und Schüler wichtige Erfahrungen sammeln und ihre Kompetenzen weiterentwickeln können. Damit leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und persönlicher Entfaltung.

Mercedes-Benz
(Stefan Ton)
Als bedeutender Arbeitgeber in der Region sieht sich Mercedes-Benz weiterhin in der Verantwortung, junge Menschen bei ihrem Einstieg ins Berufsleben zu begleiten. Mit einem vielfältigen Ausbildungsangebot eröffnet das Werk in Düsseldorf zahlreiche Perspektiven im Bereich der Automobilproduktion. Durch die Unterstützung von „komm auf Tour“ möchte das Unternehmen Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre individuellen Stärken zu entdecken und erste Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. Angesichts der Vielzahl an Ausbildungs- und Studienoptionen ist es wichtiger denn je, Orientierung zu schaffen und konkrete Einblicke zu ermöglichen. Formate wie dieser Parcours ergänzen bestehende Angebote wie Praktika und Werksführungen sinnvoll und stärken den direkten Austausch mit den Jugendlichen.

Agentur für Arbeit
(Christoph Tatura)
„komm auf Tour“ bleibt auch in diesem Jahr ein zentraler Bestandteil der beruflichen Orientierung in der Region. Das Projekt erreicht Jugendliche frühzeitig und unterstützt sie dabei, sich mit ihren eigenen Stärken auseinanderzusetzen. Ziel ist es, allen jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Der Parcours bildet einen wichtigen Einstieg in die Berufsorientierung und ergänzt die bestehenden Beratungsangebote der Agentur für Arbeit sowie der Partner vor Ort. Gerade diese enge Verzahnung macht das Format so wirkungsvoll.

Arbeitgeberverbände Düsseldorf
(Michael Grütering)
Selbstvertrauen ist eine entscheidende Grundlage für den erfolgreichen Start ins Berufsleben – und genau hier setzt „komm auf Tour“ an. Der Parcours ermutigt Jugendliche, ihre Fähigkeiten zu erkennen und sich aktiv mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen. Für die Arbeitgeberverbände ist es ein zentrales Anliegen, junge Menschen frühzeitig zu begleiten und ihnen praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Das Projekt leistet hierzu auch 2026 einen wichtigen Beitrag.

Bürgermeister Josef Hinkel und Werksleiterin Claudia Malkus (Mercedes-Benz Düsseldorf). Foto: Christoph Sochart

Adventure School Düsseldorf 2026: Mit MINT-Angeboten Zukunftschancen für alle Kinder schaffen

Foto: Christoph Sochart

(ud) Die Landeshauptstadt Düsseldorf startet in diesem Sommer erneut mit einem besonderen Ferienangebot für Kinder und Jugendliche: In den letzten drei Wochen der Sommerferien öffnet die Adventure School wieder ihre Türen. Organisiert von der Stadt Düsseldorf und in weiten Teilen umgesetzt durch das zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf, erwartet Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse ein umfangreiches MINT-Programm – von Künstlicher Intelligenz und Virtueller Realität über Naturwissenschaften bis hin zu kreativen Technikprojekten.

Die Adventure School steht dabei nicht nur für spannende Feriengestaltung, sondern auch für ein zukunftsweisendes Bildungsangebot. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Unterschiede bei digitalen Kompetenzen gewinnen außerschulische Lernorte zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Studie des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Paderborn zeigt, dass die digitale Kluft unter Jugendlichen in Deutschland innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich gewachsen ist.

Besonders alarmierend: Der Abstand bei digitalen Kompetenzen zwischen Jugendlichen aus privilegierten und weniger privilegierten Familien ist laut der Untersuchung von 43 auf 66 Kompetenzpunkte gestiegen. Entscheidend seien dabei vor allem das kulturelle Umfeld im Elternhaus sowie die jeweilige Schulform. Kinder und Jugendliche, die zuhause weniger Zugang zu Büchern, digitalen Lernmöglichkeiten oder technischer Unterstützung haben, geraten zunehmend ins Hintertreffen.

Genau hier setzt die Adventure School an. Das Angebot der Landeshauptstadt Düsseldorf verfolgt bewusst das Ziel, Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Schulform oder familiären Voraussetzungen niedrigschwellige Zugänge zu Zukunftstechnologien und digitalen Kompetenzen zu eröffnen.

Christoph Sochart, Geschäftsführer der Stiftung Pro Ausbildung, unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des Programms „Bildungsgerechtigkeit entscheidet sich heute auch im Zugang zu digitalen Kompetenzen. Mit der Adventure School schafft die Stadt für Kinder und Jugendliche Räume, in denen sie Zukunftstechnologien erleben, ausprobieren und selbst gestalten können – unabhängig vom Elternhaus.“

Sochart betont zudem die Rolle außerschulischer Bildungsangebote: „Gerade Ferienprogramme wie die Adventure School können junge Menschen begeistern, Talente sichtbar machen und Selbstvertrauen stärken. Viele Kinder entdecken hier erstmals, dass Technik, Informatik oder Naturwissenschaften spannende Perspektiven für ihre eigene Zukunft bieten.“

Die kostenfreien Angebote der Stadt  verbinden dabei Lernen mit praktischer Erfahrung. Statt klassischem Unterricht stehen Experimentieren, Teamarbeit und kreative Problemlösungen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden beschäftigen sich umfassend mit Nachhaltigkeit, entwickeln Apps, bauen Roboter und analysieren KI.

„Wir dürfen nicht akzeptieren, dass soziale Herkunft über digitale Chancen entscheidet“, erklärt Sochart weiter. „Deshalb investiert die Landeshauptstadt  gezielt in offene Bildungsangebote, die Kinder frühzeitig fördern und ihnen Zugang zu den Kompetenzen geben, die sie in einer digitalen Gesellschaft brauchen.“

Auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie erhält das Thema zusätzliche Relevanz. Die wissenschaftliche Studie weist darauf hin, dass insbesondere Schülerinnen und Schüler aus privilegierten Familien besser mit den digitalen Anforderungen der Pandemie umgehen konnten. Außerschulische Lernangebote können helfen, diese Unterschiede auszugleichen und Kindern zusätzliche Lern- und Erfahrungsräume zu eröffnen.

Mit der Adventure School setzt Düsseldorf damit erneut ein starkes Zeichen für Chancengerechtigkeit, Nachwuchsförderung und Zukunftskompetenzen. Eltern und Kinder dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Sommerferienprogramm freuen, das Neugier weckt, Talente fördert und Lust auf MINT macht.

Die Anmeldung für die diesjährige Adventure School startet am 1. Juni über die Kanäle der Landeshauptstadt Düsseldorf und des zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf unter portal-adventure-school.de.

Foto: Christoph Sochart

Verkehrshinweis: Vollsperrung der A44 ab Donnerstag, 21 Uhr

Symbolfoto: Christoph Sochart

(ud) Von Donnerstag, 11. Juni, 21 Uhr, bis Montag, 15. Juni, 3 Uhr, wird die A44 in Fahrtrichtung Mönchengladbach zwischen dem Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord und der Anschlussstelle Düsseldorf-Flughafen vollgesperrt. Grund sind Sanierungsarbeiten im Tunnel Reichswaldallee. Die Umleitung (roter Punkt) erfolgt über die A52 und das Autobahnkreuz Breitscheid (roter Punkt).

Young Talents Day 2026 auf der interpack – Einblicke in die Verpackungsindustrie von morgen

Fotos: Stiftung Pro Ausbildung

(cs) Am letzten Messetag fand im Rahmen der interpack 2026 der diesjährige „Young Talents Day“ statt. Die weltweit führende Messe für Verpackungen und Verpackungsprozesse öffnete am letzten Messetag ihre Türen speziell für junge Menschen ab Klasse 9, Auszubildende, Studierende sowie Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger.

Organisiert wurde eines der Angebote, die  „Career Tour“, von Ekkehard Hostert vom zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf, ein Angebot der Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen (www.mint-duesseldorf.de). Das zdi ist ein Projekt der Stiftung Pro Ausbildung des Düsseldorfer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie. Ziel des Aktionstags war es, Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in die vielfältige Welt der Verpackungs- und Prozessindustrie zu ermöglichen und berufliche Perspektiven aufzuzeigen.

Die Teilnehmenden erwartete ein abwechslungsreiches Programm mit Guided Tours zu den Ständen innovativer Unternehmen. Dort konnten beeindruckende Maschinen und moderne Produktionsprozesse aus nächster Nähe erlebt werden. Besonders spannend waren die Gespräche mit regionalen Unternehmen und deren Personalverantwortlichen, die über Ausbildungswege, Studienmöglichkeiten und Zukunftskompetenzen informierten.

Darüber hinaus bot der Young Talents Day zahlreiche Networking-Möglichkeiten. Die Jugendlichen konnten direkt mit Unternehmen in Kontakt treten, Fragen stellen und wertvolle Eindrücke über die Arbeitswelt von morgen sammeln.

Der Aktionstag zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und zukunftsorientiert die Verpackungsindustrie ist. Für viele Teilnehmende war der Besuch der interpack eine inspirierende Gelegenheit, neue Berufsfelder kennenzulernen und erste Kontakte für ihre berufliche Zukunft zu knüpfen.