Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insol­venz-Zah­len für den April 2020 sagen nichts aus über die tat­säch­li­che Zah­lungs­fä­hig­keit der Unter­neh­men in der Coro­na-Kri­se. Im Herbst steigt die Zahl der Insol­ven­zen vor­aus­sicht­lich sprung­haft. Sicher kann der Staat nicht alle Fir­men ret­ten – und künst­lich am Leben gehal­te­ne Zom­bie-Fir­men will nie­mand. Eine Insol­venz­wel­le wür­de aber auch den Ban­ken­sek­tor bedro­hen. Anstel­le von noch grö­ße­ren Not-Kre­di­ten soll­ten die rück­zahl­ba­ren Liqui­di­täts­hil­fen unter bestimm­ten Bedin­gun­gen in Zuschüs­se umge­wan­delt wer­den, betont DR. KLAUS-HEINER RÖHL Seni­or Eco­no­mist für Unter­neh­men beim Insti­tut der Deut­schen Wirt­schaft.

Im April 2020 wur­den nur 1.465 Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen regis­triert – 13,3 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Doch die schein­bar erfreu­li­che Zahl ist nicht belast­bar. Denn wer der­zeit mit sei­nem Geschäft in finan­zi­el­le Schief­la­ge gerät, darf die Bean­tra­gung einer Insol­venz bis Ende Sep­tem­ber auf­schie­ben. Vor allem klei­nen Fir­men und Selb­stän­di­gen hilft das, denn sie bekom­men genug Zeit, sich um staat­li­che Liqui­di­täts­hil­fen zu küm­mern. Unwei­ger­lich agie­ren so aber auch Fir­men am Markt, die dann alle auf ein­mal im Herbst Insol­venz anmel­den, wenn es ihnen bis dahin nicht bes­ser geht. Daher wird die Zahl der Insol­ven­zen die­ses Jahr wahr­schein­lich deut­lich anstei­gen.

Erholt sich die Wirt­schaft in der zwei­ten Jah­res­hälf­te schnell, ent­spre­chend des soge­nann­ten V‑Szenarios, ist mit einem Anstieg der Insol­ven­zen im Ver­gleich zum Vor­jahr zwi­schen sechs und 15 Pro­zent zu rech­nen. Dau­ert es län­ger mit dem Auf­schwung, also wie im U‑Szenario, könn­ten die Insol­ven­zen gar um bis zu 30 Pro­zent stei­gen. Aller­dings könn­te ein Teil der Fäl­le auch erst 2021 rea­li­siert wer­den.

Wenn die Poli­tik die Insol­venz­wel­le im Herbst in Gren­zen hal­ten will, muss sie vor allem die Bilan­zen klei­ne­rer und mitt­le­rer Fir­men im Blick haben. Die Wirt­schaft in Schwung zu brin­gen, wird allein nicht rei­chen. Denn der all­ge­mei­ne Auf­schwung wird nicht jede Bran­che und jedes Unter­neh­men glei­cher­ma­ßen errei­chen, so dass man­che Fir­ma ihre Rech­nun­gen trotz­dem nicht beglei­chen kann. Um die­se vor der Plei­te zu bewah­ren, muss ers­tens die Liqui­di­tät gesi­chert und zwei­tens eine Über­schul­dung durch Ver­zehr des Eigen­ka­pi­tals ver­hin­dert wer­den. Mög­lich­keit eins ist aus­ge­schöpft: Noch mehr Liqui­di­täts­hil­fen wären nicht ziel­füh­rend, weil die Unter­neh­men dann über­schul­det wären und mög­li­cher­wei­se nicht markt­fä­hi­ge Zom­bie-Fir­men am Leben gehal­ten wür­den.

Bleibt Mög­lich­keit zwei: Bis­lang konn­ten nur Kleinst­be­trie­be mit bis zu zehn Beschäf­tig­ten direk­te Zuschüs­se vom Bund erhal­ten. Im Rah­men des Kon­junk­tur­pa­kets gibt es nun aber auch für grö­ße­re Mit­tel­ständ­ler Zuschüs­se von bis zu 150.000 Euro, die bei Bedarf in den Mona­ten Juli, August und Sep­tem­ber aus­ge­zahlt wer­den. Das ist wich­tig, um eine Über­schul­dung zu ver­hin­dern.

Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen soll­ten zudem die Liqui­di­täts­hil­fen in ech­te Zuschüs­se umge­wan­delt wer­den kön­nen. Dies wür­de das Eigen­ka­pi­tal stär­ken und damit Insol­ven­zen ver­hin­dern und zugleich dem Staat ein wirk­sa­mes wirt­schafts­po­li­ti­sches Instru­ment an die Hand geben, mit dem die Wei­chen für die Zukunft gestellt wer­den. Denn nach der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung durch Kurz­ar­beit geht es jetzt um neue Jobs. Zudem wür­den zusätz­li­che Hil­fen indi­rekt den Ban­ken­sek­tor sta­bi­li­sie­ren, der durch zu vie­le Insol­ven­zen in die Kri­se rut­schen könn­te. Wich­tig sind kla­re Kri­te­ri­en: Denk­bar wäre für die Umwand­lung von Liqui­di­täts­hil­fen in Zuschüs­se bei­spiels­wei­se die Bedin­gung, dass eine Fir­ma Berufs­ein­stei­ger oder Aus­zu­bil­den­de, die es gera­de am Arbeits­markt beson­ders schwer haben, ein­stellt oder in Digi­ta­li­sie­rung und Umwelt­schutz inves­tiert.

Künstliche Intelligenz im Kundenservice: Vodafone setzt neue Maßstäbe

Bei Voda­fone hat Künst­li­che Intel­li­genz einen Namen: TOBi. Das ist der intel­li­gen­te Bot, der im Kun­den­ser­vice seit rund zwei Jah­ren zum Ein­satz kommt. Dort unter­stützt er das Team und hilft, Kun­den­an­lie­gen zu lösen. Und das mit gro­ßem Erfolg. Schon nach nur einem Jahr war TOBi bereits in der Lage, mehr als 1/3 der Kun­den­an­fra­gen indi­vi­du­ell und per­so­na­li­siert zu lösen. Heu­te sind es bereits nahe­zu 50 Pro­zent. Sales-Anfra­gen, Neu­ver­trä­ge oder Ver­trags­ver­län­ge­run­gen zäh­len mitt­ler­wei­le zu sei­nen Stan­dard-Anfra­gen, die er löst. Damit ent­las­tet er sei­ne Kol­le­gen; die mensch­li­chen Kun­den­be­treu­er. Täg­lich lernt er dazu, denn sei­ne Poten­zia­le sind noch längst nicht aus­ge­schöpft. Ab sofort bie­tet der digi­ta­le Ser­vice-Assis­tent die Mög­lich­keit, ein­fa­che Ant­wor­ten über vor­ge­fer­tig­te But­tons via Whats­App abzu­bil­den. So kann der Kun­de schnel­ler und ein­fa­cher ant­wor­ten. Eben­falls neu: die Ver­sen­dung von Doku­men­ten. Damit ist Voda­fone deutsch­land­weit das ers­te Unter­neh­men, das die­se Mög­lich­kei­ten sei­nen Kun­den über Whats­App anbie­tet.

Jörg Knoop ist Head of Digi­tal Incu­ba­tor bei Voda­fone Deutsch­land und forscht mit sei­nem Team am intel­li­gen­ten Ser­vice der Zukunft. © Voda­fone

„Whats­App ist eine der bekann­tes­ten und belieb­tes­ten For­men, über die wir täg­lich kom­mu­ni­zie­ren. Aus Erfah­rung wis­sen wir, dass unse­re Kun­den die Vor­tei­le die­ser direk­ten und per­sön­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on zu schät­zen wis­sen. Des­halb erwei­tern wir die Mög­lich­kei­ten die­ses Messa­ging-Kanals, um dar­über den Dia­log mit unse­ren Kun­den noch schnel­ler und ein­fa­cher zu machen“, sagt Jörg Knoop, Head of Digi­tal Incu­ba­tor bei Voda­fone Deutsch­land.

Am Bei­spiel TOBi sieht man deut­lich die Vor­tei­le künst­li­cher Intel­li­genz. Mitt­ler­wei­le erkennt TOBi meh­re­re Hun­dert unter­schied­li­che The­men­ge­bie­te und nutzt bei der Beant­wor­tung der Kun­den­an­lie­gen auch Infos aus ange­bun­de­nen Sys­te­men. So prüft er bei­spiels­wei­se den Lie­fer­sta­tus der Hard­ware, teilt den aktu­el­len Rech­nungs­be­trag mit oder infor­miert den Kun­den, wenn eine Stö­rung vor­liegt. Mit der Akti­vie­rung der neu­en SIM-Kar­te beim Kar­ten­tausch ist seit neu­es­tem sogar schon der ers­te Ser­vice mit schrei­ben­dem Backend-Zugriff live. Ab sofort kann TOBi auch den Kun­den durch auto­ma­ti­sier­te Prü­fung des Kun­den­kenn­worts authen­ti­fi­zie­ren, die Ver­trags­lauf­zeit prü­fen, durch Zugriff auf Sales-Sys­te­me indi­vi­du­el­le Ange­bo­te unter­brei­ten, Ser­vices buchen und mit der Anbin­dung an Stör­mel­de­sys­te­me auch kom­ple­xe tech­ni­sche Stör­mel­dun­gen bear­bei­ten. Infos zu ehe­ma­li­gen Unity­me­dia-Ser­vices inklu­si­ve der Zugrif­fe auf die erfor­der­li­chen Sys­te­me gehö­ren eben­falls zu den neu­es­ten Ser­vices von TOBi. Der Ver­sand von Doku­men­ten ist eben­falls direkt inner­halb des Kanals mög­lich, hier wer­den zum Start Info­Doks zur Ände­rung des Kun­den­kenn­worts ver­sandt. Der zuneh­men­de Ein­satz­be­reich von TOBi ent­las­tet dabei glei­cher­ma­ßen die Mit­ar­bei­ter im Kun­den­ser­vice und hilft Kun­den, ihre Anlie­gen schnell und ein­fach zu lösen. Daher ist die logi­sche Fol­ge, dass nun auch die Collec­tion Hot­line und Busi­ness-Kun­den mit Per­so­nal-Agent-Ser­vice TOBi ein­set­zen.

Tagesaktuelle Unternehmerschafts_News auf Ihrem Smartphone

Sie erhal­ten kos­ten­los unse­re tages­ak­tu­el­len Infos auf Ihrem Smart­pho­ne auf Whats­App und Tele­gram: alle Ein­la­dun­gen, neue arbeits­recht­li­che News und vie­les mehr. Wie das geht erfah­ren Sie hier: https://unternehmerschaft.wigadi.de/neu-unser-whatsapp-newsletter/

ifaa startet bundesweite Studie zum “Homeoffice”

Wie wirkt sich die Coro­na-Pan­de­mie auf Arbeits­ver­hal­ten, Arbeits­be­din­gun­gen und Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on aus? ifaa star­tet bun­des­wei­te Stu­die zum “Home­of­fice“? „In der groß ange­leg­ten Stu­die möch­te das Düs­sel­dorf ifaa her­aus­fin­den, wie hoch das Aus­maß der Eta­blie­rung von For­men orts- und zeit­fle­xi­blen Arbei­tens in direk­tem Zusam­men­hang mit der Pan­de­mie in der Rea­li­tät ist und wel­che Fol­gen das für die künf­ti­ge Nut­zung hat“, so Sven Hil­le, Lei­ter des Fach­be­reichs Arbeits­zeit und Ver­gü­tung am ifaa – Insti­tut für ange­wand­te Arbeits­wis­sen­schaft.

https://www.soscisurvey.de/Homeoffice_in_Zeiten_von_Corona/

Die Arbeit von zuhau­se aus hat durch die Coro­na-Kri­se einen enor­men Schub bekom­men. Unter­neh­men wur­den von jetzt auf gleich gezwun­gen, sich anzu­pas­sen, digi­tal auf­zu­rüs­ten oder die bereits vor­han­de­nen Struk­tu­ren zu nut­zen,“ so Hil­le. Die Stu­die soll aus die­ser Situa­ti­on her­aus Erkennt­nis­se über orts- und zeit­fle­xi­bles Arbei­ten, Arbeits­be­din­gun­gen, Arbeits- und Daten­schutz sowie Per­so­nal­ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten in deut­schen Unter­neh­men erbrin­gen.


Fol­gen­de Fra­ge­stel­lun­gen ste­hen dabei im Fokus:

  • Wel­che Unter­neh­mens­be­rei­che haben im Home­of­fice gear­bei­tet?
  • Wie funk­tio­niert das Arbei­ten von zu Hau­se aus?
  • Wel­che Unter­schie­de exis­tie­ren zwi­schen direk­ten und indi­rek­ten Berei­chen?
  • Was wird nach dem Coro­na-Aus­nah­me­zu­stand aus dem Home­of­fice?
  • Wie wird die Arbeits­zeit­er­fas­sung durch­ge­führt?
  • Wie gestal­tet sich die Füh­rung?
  • Wel­che Aus­wir­kun­gen hat das Arbei­ten im Home­of­fice auf Beschäf­tig­te und Füh­rungs­kräf­te?
  • Wie sieht das Ver­hält­nis zwi­schen Arbeits­zeit, Out­put und (wahr­ge­nom­me­ner) Effi­zi­enz aus?
    Die Befra­gung nimmt 15–20 Minu­ten in Anspruch.

Campus-Netz für das erste 5G-Klinikum in Europa

In Düs­sel­dorf ent­steht das ers­te 5G-Kli­ni­kum Euro­pas. Voda­fone und das ansäs­si­ge Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum (UKD) bau­en auf dem Medi­zin-Cam­pus der Lan­des­haupt­stadt ein kom­plet­tes 5G Cam­pus-Netz. Die wich­tigs­ten tech­ni­schen Bau­stei­ne kom­men aus der neu­en Voda­fone Red­Box: Klei­ne 5G-Anten­nen und Echt­zeit-Rechen­zen­tren (MEC) machen den Daten­aus­tausch in Echt­zeit mög­lich. Das Ziel der Koope­ra­ti­ons­part­ner: Mit 5G Leben ret­ten.

Pflas­ter wer­den zum digi­ta­len Beschüt­zer am Kran­ken­bett. Die bes­ten Exper­ten in ihrem Fach­ge­biet schal­ten sich im OP-Saal vir­tu­ell hin­zu, um ihre Kol­le­gen vor Ort zu bera­ten. Ärz­te haben dank Mixed Rea­li­ty immer das gesam­te medi­zi­ni­sche Lexi­kon mit zahl­rei­chen vir­tu­el­len Infor­ma­tio­nen vor Augen. Die Digi­ta­li­sie­rung hält Ein­zug ins Gesund­heits­we­sen. Haupt­schlag­ader für Ser­vices, die Ärz­te ent­las­ten und Pati­en­ten noch bes­ser ver­sor­gen sol­len, ist die neue Mobil­funk-Tech­no­lo­gie 5G. Voda­fone und das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum bau­en jetzt das ers­te 5G-Kli­ni­kum in Euro­pa – mit einem 5G Cam­pus-Netz im ZOM II, dem moderns­ten Gebäu­de des Uni­ver­si­tät­kli­ni­kums. Im kom­men­den Jahr sol­len mehr als 100.000 Pati­en­ten von 5G-Pflas­tern und Co. pro­fi­tie­ren. Die Lan­des­re­gie­rung NRW will das Pro­jekt, das Voda­fone und die Uni­ver­si­täts­kli­nik Düs­sel­dorf gemein­sam mit Tech­no­lo­gie-Part­nern star­tet, för­dern.

5G kann Leben ret­ten“, so Voda­fone Deutsch­land CEO Han­nes Amets­rei­ter. „Unse­re Wirt­schaft braucht 5G. Wir brin­gen 5G – für jede Bran­che. Auch und gera­de für unser Gesund­heits­we­sen. In Düs­sel­dorf ent­steht jetzt eine ech­te 5G-Inno­va­ti­on made in NRW. Das ers­te 5G-Kli­ni­kum Euro­pas.“

Herz­stück für das Pro­jekt ist ein 5G-Cam­pus-Netz, das Netz-Exper­ten von Voda­fone auf dem Medi­zin-Cam­pus des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums auf­bau­en. „Wir schnei­dern für das ers­te 5G-Kli­ni­kum Euro­pas ein Netz nach Maß“, so Amets­rei­ter. Die Voda­fone Red­Box bil­det die zen­tra­le Schnitt­stel­le zur IT-Infra­struk­tur des Uni­ver­si­tät­kli­ni­kums. Klei­ne 5G-Anten­nen (Radi­odots) sor­gen für eine opti­ma­le Netz­ab­de­ckung im Gebäu­de­in­nern. Echt­zeit-Rechen­zen­tren (MEC) ver­ar­bei­ten die Daten in direk­ter Umge­bung. Voda­fone bringt das 5G Cam­pus-Netz mit der über­grei­fen­den Mobil­funk-Infra­struk­tur zusam­men. So kön­nen digi­ta­le Ser­vices bei­spiels­wei­se auch schon im Kran­ken­wa­gen zum Ein­satz kom­men.

Schnel­le und digi­ta­le Tech­nik kann Leben ret­ten. Das haben wir nicht zuletzt wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie gese­hen. Der siche­re Aus­tausch von Daten mit hoher Geschwin­dig­keit ist wich­tig, um in Echt­zeit und ver­läss­lich den Zustand von Pati­en­ten beur­tei­len zu kön­nen. Mit der För­de­rung der ‚Giga for Health‘-Projekte kön­nen wir digi­ta­len Tech­ni­ken im Kran­ken­haus einen wich­ti­gen Schub geben. Ich freue mich daher sehr über die Emp­feh­lung zur För­de­rung“, erläu­tert Prof. Dr. Dr. Frank Schnei­der, Ärzt­li­cher Direk­tor und Vor­stands­vor­sit­zen­der des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Düs­sel­dorf.

Im Düs­sel­dor­fer Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum sol­len zahl­rei­che Ser­vices über das neue 5G-Netz in Echt­zeit rea­li­siert wer­den. Ein Bei­spiel: soge­nann­te Moni­to­ring-Patches, die in der Not­fall­me­di­zin zum Ein­satz kom­men. Dabei bekom­men Pati­en­ten in der Not­auf­nah­me und den Sta­tio­nen ein Tech­nik-Pflas­ter auf die Haut geklebt, das die Vital­wer­te selbst­stän­dig und in Echt­zeit über das 5G-Netz an eine zen­tra­le Pati­en­ten-Über­wa­chungs­ein­heit sen­det. Stimmt etwa die Herz­fre­quenz nicht mehr, kön­nen Ärz­te und Hel­fer schnell dar­auf reagie­ren und schlim­me­ren Fol­gen vor­beu­gen.

Auch bei der com­pu­ter-assis­tier­ten Tumor-Chir­ur­gie soll die Daten­über­tra­gung in Echt­zeit hel­fen. Im Rah­men der so genann­ten ‚Mixed Rea­li­ty‘ kön­nen zum Bei­spiel hoch­kom­ple­xe 3D-Struk­tu­ren des Gehirns sowie deren wesent­li­che funk­tio­nel­le Struk­tu­ren vom Com­pu­ter vir­tu­ell in den Raum pro­ji­ziert wer­den, damit sich Ope­ra­teu­re bes­ser ori­en­tie­ren kön­nen. Qua­si ein vir­tu­el­les Medi­zin-Lexi­kon, das Ärz­te immer öff­nen kön­nen, wenn sie es benö­ti­gen. Zudem kön­nen sich die bes­ten Exper­ten des Lan­des in weni­gen Sekun­den vir­tu­ell in den OP-Saal hin­zu­schal­ten, um die Ärz­te vor Ort zu bera­ten.

Neben Voda­fone und dem UKD unter­stüt­zen auch die RWTH Aachen, das Unter­neh­men Brain­lab, die Fach­hoch­schu­le Dort­mund, die Ber­gi­sche Uni­ver­si­tät Wup­per­tal, das Bun­des­amt für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te, die Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung Nord­rhein und die Phil­ips GmbH das ers­te 5G-Kli­ni­kum in Euro­pa.

Heute im BLOG: Kaum Rückenwind durch Digitalpakt

In der Kri­se wur­de es über-deut­lich: an der digi­ta­len Infra­struk­tur in unse­ren Schu­len fehlt es! Teil­wei­se war des­halb auch kaum digi­ta­ler Unter­richt mög­lich. Für Abhil­fe soll­te der Digi­tal­pakt sor­gen. Doch jetzt stellt man erschreckt fest: bis­lang wur­den in NRW nur 404.000 Euro von ins­ge­samt mög­li­chen 1,058 Mil­li­ar­den Euro ange­for­dert. Mit dem WARUM beschäf­ti­gen wir uns heu­te in unse­rem Bil­dungs-BLOG “Klu­ge Köp­fe”: hier bit­te wei­ter­le­sen!!

Rheinmetall Automotive sichert sich Großauftrag: Elektrische Vakuumpumpen für Autoproduzenten in China – Auftragsvolumen 250 Mio EUR

Der Düs­sel­dor­fer Tech­no­lo­gie­kon­zern Rhein­me­tall hat mit sei­ner Auto­mo­ti­ve-Spar­te von einem renom­mier­ten inter­na­tio­na­len Auto­mo­bil­her­stel­ler einen Groß­auf­trag für elek­tri­sche Vaku­um­pum­pen erhal­ten. Der Auf­trag erstreckt sich auf ein Gesamt­vo­lu­men von 250 Mio­EUR. Die Kom­po­nen­ten wer­den von der Pier­burg Huayu Pump Tech­no­lo­gy (PHP), einem in Shang­hai ansäs­si­gen Joint Ven­ture von Rhein­me­tall Auto­mo­ti­ve, her­ge­stellt.

Die Anlauf­pha­se der Pro­duk­ti­on hat bereits im ver­gan­ge­nen Jahr begon­nen. Die zur Unter­stüt­zung des Brems­sys­tems ein­ge­setz­ten Pum­pen wer­den in den chi­ne­si­schen Wer­ken des Kun­den in Plug-in-Hybrid­fahr­zeu­gen (PHEV) ver­baut. Nach­dem das Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men im März und April 2020 infol­ge des Aus­bruchs des Coro­na-Virus gesun­ken war, ist das Werk der Pier­burg Huayu Pump Tech­no­lo­gy in Shang­hai mitt­ler­wei­le wie­der zu 100% in Betrieb. Die der­zei­ti­gen Abru­fe der Pum­pen durch den Kun­den lie­gen auf dem ursprüng­lich geplan­ten Men­gen­ni­veau.

Die elek­tri­sche Vaku­um­pum­pe wur­de von Pier­burg in Deutsch­land ent­wi­ckelt, wo die Pro­duk­ti­on bereits 2017 für einen wei­te­ren Auf­trag des­sel­ben Kun­den begon­nen hat­te. Der Haupt­vor­teil elek­tri­scher Vaku­um­pum­pen besteht dar­in, dass sie abge­schal­tet wer­den kön­nen, sobald kein Brems­ma­nö­ver erfolgt, wäh­rend mecha­ni­sche Vaku­um­pum­pen im Fahr­zeug­be­trieb auch dann kon­ti­nu­ier­lich lau­fen, wenn dazu kei­ne Not­wen­dig­keit besteht. Dar­über hin­aus sind die elek­tri­schen Vaku­um­pum­pen nicht an das Motoröl­schmier­sys­tem ange­schlos­sen. Dadurch kann die Grö­ße der Ölpum­pe ver­rin­gert wer­den, was wie­der­um den Wir­kungs­grad des Antriebs­strangs erhöht.

Bei Hybri­den ermög­li­chen elek­tri­sche Vaku­um­pum­pen das rein elek­tri­sche Fah­ren bei abge­schal­te­tem Ver­bren­nungs­mo­tor, da die vol­le Brems­kraft­un­ter­stüt­zung erhal­ten bleibt. Sie ermög­li­chen auch das soge­nann­te „Segeln“, bei dem der Motor abge­stellt und ent­kop­pelt wird, um durch die gerin­ge­re Rei­bung im Antriebs­strang zusätz­li­che Ener­gie­ein­spa­run­gen zu erzie­len (erwei­ter­ter Start / Stopp-Betrieb).

Die Pum­pen kön­nen auch in voll­elek­tri­schen Fahr­zeu­gen und sogar in kon­ven­tio­nel­len Antrie­ben ein­ge­setzt wer­den. Gera­de bei den heu­ti­gen Down­si­zing-Moto­ren sind elek­tri­sche Pum­pen eben­falls unver­zicht­bar, da sie immer ein aus­rei­chen­des Vaku­um­ni­veau zur Stei­ge­rung der Brems­leis­tung gewähr­leis­ten.

Neben einer deut­li­chen Sen­kung des Kraft­stoff­ver­brauchs und der Emis­sio­nen weist die Pum­pe ein her­vor­ra­gen­des Geräusch­ver­hal­ten auf. Vor allem bei lei­se fah­ren­den Elek­tro- und Hybrid­fahr­zeu­gen muss der Geräusch­pe­gel des

Pum­pen­sys­tems so nied­rig sein, dass er wäh­rend der Fahrt nicht wahr­nehm­bar ist. Die Pum­pe und der inte­grier­te Motor sind kom­plet­te Eigen­ent­wick­lun­gen von Rhein­me­tall Auto­mo­ti­ve, was Befes­ti­gungs­lö­sun­gen ermög­lich­te, mit denen die elek­tri­sche Vaku­um­pum­pe unab­hän­gig von ande­ren Bau­grup­pen an Karos­se­rie­tei­len ange­bracht wer­den kann, ohne dabei stö­ren­de Vibra­tio­nen in der Struk­tur zu ver­ur­sa­chen.

Wieder mehr Starts und Landungen am Flughafen Düsseldorf

Am Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen flie­gen wie­der mehr Flug­zeu­ge. Inzwi­schen gibt es wie­der rund 200 Starts und Lan­dun­gen. Das hat ein Flug­ha­fen­spre­cher auf Anfra­ge von Anten­ne Düs­sel­dorf gesagt. Zum Ver­gleich: Am Anfang der Som­mer­fe­ri­en waren es etwa die Hälf­te. Bis Ende Juli (2020) sol­len bis zu 300 Flü­ge pro Tag star­ten und lan­den. Das sind dann aber immer noch deut­lich weni­ger, als sonst in den Som­mer­fe­ri­en. Dann sind es näm­lich im Schnitt 700. Wegen der Coro­na-Pan­de­mie wur­den vor allem im März und im April vie­le Flü­ge gestri­chen. Der Flug­ha­fen­spre­cher hat im AD-Inter­view außer­dem gesagt, dass die Coro­na­re­geln gut ein­ge­hal­ten wür­den. Die Pas­sa­gie­re wür­den so wört­lich „mit machen“. Am Flug­ha­fen gilt Abstand hal­ten, Mas­ke tra­gen und sich an Hygie­ne­re­geln hal­ten. Dafür soll­te man mehr Zeit ein­pla­nen. Quel­le: Anten­ne Düs­sel­dorf

Erfolgreiche Inbetriebnahme des mit CONDOOR® und AEREG modernisierten Elektrolichtbogenofens von SMS group bei Siam Construction Steel

Siam Con­struc­tion Steel Com­pa­ny Ltd., Thai­land, eine Tochter­gesellschaft von Tata Steel (Thai­land) Public Com­pa­ny Limi­ted, hat den von SMS group (www.sms-group.com) moder­ni­sier­ten 80-Ton­nen-Elek­tro­licht­bo­gen­ofen (Elec­tric Arc Fur­nace – EAF) im Werk Ray­ong nach nur zehn Mona­ten erfolg­reich wie­der in Betrieb ge­nommen. SMS group lie­fer­te eine neue CONDOOR® Schla­cken­tür (Enhan­ced Auto­ma­tic Slag Door) und ein neu­es Elektrodenregel­system (Advan­ced Elec­tro­des Regu­la­tor — AEREG).

Ziel der Moder­ni­sie­rung war es, die Abdich­tung des Ofens zu ver­bes­sern und so die Pro­duk­ti­vi­tät zu stei­gern. Wei­ter­hin wird mit dem Ein­satz der CONDOOR®-Schlackentür die Sicher­heit für das Bedien­per­so­nal erhöht, da direk­tes Arbei­ten in die­ser Umge­bung ver­mie­den wer­den kann.

Das neue Elek­tro­den­re­gel­sys­tem ist in der Lage, die Kohlenstoff­injektion auto­ma­tisch zu steu­ern und ver­braucht weni­ger Ener­gie bei gleich­zei­tig deut­lich redu­zier­tem Elek­tro­den­ver­brauch.

Dank der guten Zusam­men­ar­beit von SCSC und SMS group wur­de die End­ab­nah­me vor­zei­tig erteilt. Mit der Moder­ni­sie­rung konn­te der spe­zi­fi­sche Ener­gie­ver­brauch um 2,5 Pro­zent gesenkt und die Pro­duk­ti­on um 0,3 Pro­zent gestei­gert wer­den. Eben­so konn­te der Eisen­oxid-Gehalt in der Schla­cke um 10 Pro­zent gestei­gert wer­den.

SMS group GmbH gewinnt beim Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“

SMS group ist Preis­trä­ger im Unter­neh­mens­wett­be­werb „NRW – Wirt­schaft im Wan­del“. Damit gehört die SMS group zu einem von elf her­aus­ra­gen­den Unter­neh­men, die den Struk­tur­wan­del des Bun­des­lan­des Nord­rhein-West­fa­len hin zu einem zukunfts­star­ken Wirt­schafts­stand­ort in vor­bild­li­cher Wei­se sym­bo­li­sie­ren.

Die SMS group ist ein Welt­markt­füh­rer im Maschi­nen- und Anla­gen­bau für die Metall­in­dus­trie. Das Unter­neh­men fei­ert 2021 sein 150-jäh­ri­ges Fir­men­ju­bi­lä­um und befin­det sich seit sei­ner Grün­dung in Fami­li­en­be­sitz, aktu­ell in vier­ter Genera­ti­on.

Vie­le der aktu­el­len Mega­trends – von Digi­ta­li­sie­rung über Mobi­li­tät bis hin zu Urba­ni­sie­rung und Nach­hal­tig­keit – sind immens abhän­gig von Hoch­leis­tungs­me­tal­len. Wäh­rend die tech­no­lo­gi­schen Ansprü­che an den Werk­stoff und an sei­ne Wert­schöp­fungs­ket­te stän­dig stei­gen, müs­sen die Anbie­ter sowohl ihre Kos­ten als auch ihren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck redu­zie­ren. Die­se glo­ba­len Her­aus­for­de­run­gen for­dern neue Ansät­ze bei den Maschi­nen- und Anla­gen­bau­ern. SMS group lie­fert Schlüs­sel­lö­sun­gen für Pro­duk­te, Pro­jek­te und Pro­zes­se, damit ihre Kun­den bei jeder metall­ur­gi­schen Anwen­dung eine Füh­rungs­po­si­ti­on erlan­gen oder die­se aus­bau­en kön­nen.

Mit der Erschlie­ßung von neu­en Geschäfts­fel­dern, Pro­dukt­in­no­va­tio­nen sowie einer ver­gleichs­lo­sen Digi­ta­li­sie­rungs­of­fen­si­ve ver­folgt die SMS group ein Wachs­tums­pro­gramm, das ihre Spit­zen­stel­lung im Markt nach­hal­tig stärkt. Hoch­in­no­va­ti­ve Ser­vice- und Digi­ta­li­sie­rungs­dienst­leis­tun­gen sowie paten­tier­te Anla­gen­tech­no­lo­gi­en wer­den aus einer Hand ange­bo­ten. Dank eige­ner inte­grier­ter Fer­ti­gungs­ein­rich­tun­gen und des Know-hows eines Sys­tem­an­bie­ters kann die SMS group ihren Kun­den Lösun­gen ent­lang der gesam­ten Pro­zess­ket­te anbie­ten.

Zeit­gleich wächst die SMS group auch außer­halb ihrer Indus­trie, ins­be­son­de­re durch die Rea­li­sie­rung ihrer New-Hori­zon-Initia­ti­ve. Bei die­ser Initia­ti­ve wer­den nicht nur neu­ar­ti­ge Pro­dukt- und Pro­duk­ti­ons­lö­sun­gen für die Metall­in­dus­trie ent­wi­ckelt, son­dern auch erprob­te SMS-Lösun­gen in sämt­li­chen Geschäfts­fel­dern ange­wen­det, die vor ähn­lich gro­ßen tech­no­lo­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen. Somit spielt die SMS group auch in vie­len ande­ren Bran­chen − von Ener­gie bis hin zu Hafen­lo­gis­tik − eine immer bedeu­ten­de­re Rol­le.

Burk­hard Dah­men, CEO der SMS group GmbH sagt: „In unse­rer 150-jäh­ri­gen Geschich­te befand sich unser Unter­neh­men stets im Wan­del. Wäh­rend wir unse­re Kun­den und ihre Inter­es­sen im Mit­tel­punkt hiel­ten, haben wir die gesam­te Wert­schöp­fungs­ket­te stän­dig ver­än­dert – und opti­miert. Die­ser Wil­le zur stän­di­gen Ver­bes­se­rung ist nicht nur die Grund­la­ge für unse­re bis­he­ri­gen Erfol­ge, son­dern auch für die Zukunft. Ich bedan­ke mich bei allen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern und freue mich sehr, dass wir dank ihres Enga­ge­ments die­se Aus­zeich­nung erhal­ten haben.“