Podast-Folge 94: Themenreihe „Zuversicht“, Teil 6, alle Highlights des Pfingst-Wochenende, Premiere bei der Metro, Minijobber-Bilanz 2022, Frankreichfest und Bücher-Bummel

Hier ist DIE Stimme der Düsseldorfer Wirtschaft. Hier ist Ihr Podcast der Unternehmerschaft Düsseldorf. Hier sind Lisa und Christoph. Kurz vor dem Start ins Pfingst-Wochenende gibts wieder eine themenprallgefüllte Sendung. In den Nachrichten geht es unter anderem um eine Premiere bei der Metro und um die dunklen Wolken im Chemie-Geschäft. I Damit die Wirtschaft in Düsseldorf, NRW und Deutschland möglichst bald klimaneutral wird, müssen die Unternehmen verstärkt Kreisläufe für Produkte und Materialien etablieren und auf diese Weise Ressourcen sparen. Bislang geht allerdings nur ein relativ kleiner Teil der Industriefirmen diesen Weg konsequent – obwohl Daten des IW-Zukunftspanels zeigen, dass Unternehmen mit zirkulären Strategien erfolgreicher sind. Wir berichten. I Lisa bringt ihre Lieblings-Termine mit: der Bücher-Bummel am Wochenende, die Jazz-Rallye mit einem veränderten Konzept und das Frankreichfest, wo sich erstmalig die Metro engagiert. I Und am Ende lassen wir unsere Serie ZUVERSICHT Revue passieren und fassen alle Highlights zusammen: die Mutmachgeschichte von Peter Diekmann, zum Beispiel. Die Fragen unserer Hörerinnen und Hörer und in der 91. die Tipps und Ideen von Coaching Martina Schäfer zum Thema. In der 92. Podcastfolge hatten wir Manuela Pfeiffer zu Gast, Führungskraft aus Düsseldorf. Sie gab unser im Gespräch verschiedene Impulse und verriet uns Techniken, wie man Zuversicht tanken kann. Und, nicht zu vergessen: das kurzweilige und hintergründige Gespräch mit dem Düsseldorfer Philosophen Jens Prüss. Alle Folgen gibts in unserer Mediathek.

 

Langes Wochenende: Der Pfingsturlaub beginnt im Stau – ADAC Stauprognose für 3. bis 6. Juni

Viele Kurzurlauber in Düsseldorf haben sich bereits den Freitag (3. Juni 2022) frei genommen, um das lange Pfingst-Wochenende zu genießen. Dabei warnt der ADAC vor langen Staus auf den Autobahnen.

Am Wochenende drohen lange Staus auf den Fernstraßen. Autofahrer fast aller Bundesländer sind unterwegs, sei es für ein verlängertes Pfingstwochenende wie z.B. in Berlin, Bremen und Niedersachsen, wo nach Pfingstmontag, 6. Juni, noch ein Tag schulfrei ist, oder für einen Urlaub: Baden-Württemberg und Bayern starten in zweiwöchige, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland in einwöchige Ferien. Daher ist die Staugefahr im Süden Deutschlands auch besonders groß. Die massivsten Verkehrsstörungen sind am Freitagnachmittag, 3. Juni, im Süden auch noch Samstagvormittag, 4. Juni, und Pfingstmontag, 6. Juni, zu erwarten. Die Reiselust der Deutschen dürfte in diesem Jahr wieder so hoch sein wie vor Corona.

Das sind die besonders belasteten Strecken:

• Großräume Hamburg, Berlin, Stuttgart, Köln, Frankfurt, München
• Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
• A1 Köln – Dortmund – Bremen – Lübeck
• A2 Dortmund – Hannover – Berlin
• A1/A3/A4 Kölner Ring
• A3 Oberhausen – Frankfurt – Nürnberg – Passau
• A4 Kirchheimer Dreieck ¬– Erfurt – Dresden
• A5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
• A6 Kaiserslautern ¬– Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
• A7 Hamburg – Flensburg
• A7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Füssen/Reutte
• A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
• A9 München – Nürnberg – Berlin
• A10 Berliner Ring
• A11 Berliner Ring – Dreieck Uckermark
• A19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock
• A24 Berlin – Dreieck Wittstock/Dosse
• A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
• A81 Stuttgart – Singen
• A93 Inntaldreieck – Kufstein
• A95 / B2 München – Garmisch-Partenkirchen
• A99 Umfahrung München

Die Pfingstreisewelle überzieht auch die klassischen Auslandsstrecken Tauern-, Inntal-, Rheintal- und Brennerautobahn sowie die Gotthard-Route. Aber auch auf den Fernstraßen zu den kroatischen Küsten braucht man viel Geduld. Urlaubsheimkehrer stehen vor allem bei der Einreise nach Deutschland an den bayerischen Übergängen Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) wegen der Grenzkontrollen im Stau, dies jedoch weniger wegen Corona-Kontrollen als vielmehr im Zuge der Flüchtlingsproblematik. Die meisten europäischen Länder haben ihre Corona-Einreisebeschränkungen gelockert beziehungsweise aufgehoben. Kontrollen finden aus diesem Grund kaum mehr statt.

Quellen: ADAC und ANTENNE DÜSSELDORF

Foto: Das Gute liegt wie so oft so nah: die Mosel-Schleife ist für uns sogar in einer Tagestour erreichbar. Die Unterkünfte dort sind allerdings auch schon seit langem ausgebucht.

Jobcenter Düsseldorf leistet jetzt Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

Ab heute (01.06.) übernimmt das Jobcenter Düsseldorf die Gewährung von finanziellen Hilfen für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine in unserer Stadt. Darüber hinaus werden weitere umfassenden Hilfen aus einer Hand angeboten, wenn es um Beratung rund um Sprachkurse, zum Anerkennungsverfahren von beruflichen Abschlüssen und Integration in Arbeit und Berufsausbildung geht.

Um den Menschen aus der Ukraine den bekannten Anlaufpunkt zu erhalten, hat das Jobcenter für deren Betreuung Räume im Info – Point der Landeshauptstadt am Bertha-von-Suttner Platz 1 hinter dem Hauptbahnhof bezogen.

„Wir werden hier in enger und sehr kooperativer Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung den Menschen aus der Ukraine einen möglichst problemlosen Übergang der Leistungszahlungen von der Landeshauptstadt auf das Jobcenter ermöglichen. Außerdem können wir sehr von den Erfahrungen und der tollen Arbeit profitieren, die hier bisher für die Menschen aus der Ukraine geleistet wird.“, sagt Ingo Zielonkowsky, Leiter des Jobcenters Düsseldorf.

Für alle Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem 01.06. beim Amt für Migration und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf registriert worden sind, gilt für die rechtzeitige Antragstellung eine Übergangsfrist bis zum 31. August 2022. Bis dahin haben diese geflüchteten Menschen Zeit, sich beim Jobcenter zu melden. Eine nahtlose Leistungsgewährung ist aber sichergestellt, da die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bis dahin weitergezahlt werden und das Jobcenter übernimmt. Eine Abrechnung erfolgt dann innerhalb der beiden Behörden. Die Menschen erhalten ab 1. Juni die vollen Leistungen, auch rückwirkend. Dennoch ist eine zeitnahe Meldung wichtig, um z.B. auch gesetzliche Krankenkassen-leistungen in Anspruch nehmen zu können.

Um unnötige Wege und eventuelle Wartezeiten zu ersparen, empfiehlt das Jobcenter Düsseldorf unbedingt die digitale Kontaktaufnahme über die Homepage www.jobcenter-duesseldorf.de . Hier können die Menschen aus der Ukraine digital Leistungsanträge stellen, die auch einfach am Smartphone ausgefüllt werden können. Weiterhin können hier Termine für persönliche Beratungsgespräche vereinbart werden.

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An der Hotline 0211-91747-841 werden von 8.00 bis 15.00 Uhr Fragen zu den finanziellen Hilfen und zur Integration in Arbeit – im Moment allerdings nur auf Deutsch – beantwortet.

Bei allen guten und aufwändigen Vorbereitungen bittet Ingo Zielonkowsky vom Jobcenter für die nächsten Tage dennoch um etwas Geduld: „Meine Kolleginnen und Kollegen haben sich schnell, vorausschauend und mit einem enormen Engagement darauf vorbereitet, die neuen Herausforderungen zu bewältigen und praktische Lösungen zu finden. Es wird trotzdem ein enormer Kraftakt für uns werden, da wir die Leistungen für voraussichtlich ca. 6.000 Menschen so schnell wie möglich auszahlen und den Menschen eine gute und verlässliche Unterstützung bietenwollen.“

Neues Projekt im Rahmen der Bildungsketten-Vereinbarungen soll die Kommunale Koordinierungsstellen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) stärken

Im Rahmen der Bildungsketten-Vereinbarungen konnte zwischen dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen das Projekt „Gemeinsam.Stark.VorOrt“ (GSVO) vereinbart werden. Das Projekt ist eng abgestimmt zwischen dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, dem Ministerium für Schule und Bildung NRW und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit NRW.

„Gemeinsam.Stark.VorOrt“ ist ein freiwilliges Unterstützungsangebot zur Implementierung der KAoA-Verantwortungskette vor Ort. Dabei können die kommunalen Steuerungsgremien, an- gelehnt an die positiven Erfahrungen des Qualifizierungsvorhabens, von externen Beratenden unterstützt werden.

Damit bietet „Gemeinsam.Stark.VorOrt“ die Möglichkeit die konkrete Ausgestaltung der KAoA- Verantwortungskette passgenau an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen und die Koopera- tionen der Verantwortungsgemeinschaft zu stärken. Der Stärkung der Verantwortungskette kommt in den Leitlinien des Spitzengesprächs Ausbildungskonsens vom 26.11.2021 eine be- sondere Bedeutung zu, in der jeder Partner seine Verantwortung kennt und übernimmt.

Die Kooperationsstrukturen können kommunal und regional weiter ausgebaut und gestärkt werden, um bestehenden und kommenden Herausforderungen am Übergang bestmöglich und konzertiert begegnen zu können und für die jungen Menschen kohärente Prozessketten mit Lösungen „Hand in Hand“ für ihre Übergangsfragen zu etablieren. So können bestehende Ab- läufe und Strukturen aufgegriffen und neue eingebunden werden.

Die operative Umsetzung des Projektes wurde der Gesellschaft für innovative Beschäftigungs- förderung NRW (G.I.B.) übertragen. In Abstimmung mit dem MAGS wird die G.I.B. die Kom- munalen Koordinierungsstellen (KoKo) über die genaue Umsetzung des Projektes informie- ren. Die G.I.B. wird den Steuerungsgremien einen Pool externer Beratender zur Verfügung stellen. Die Laufzeit des Projektes endet am 31.12.2023.

Link zur Kommunalen Koordinierung in Düsseldorf: www.kommunale-koordinierung.com

Rheinmetall gewinnt sehr interessanten Auftrag im Themenbereich „Sekundärluftsysteme“ von einem global agierenden Automobilhersteller der Premiumklasse

Der Technologiekonzern Rheinmetall hat eine Ausschreibung eines namhaften deutschen, global agierenden Automobilherstellers der Premiumklasse gewonnen und konnte sich damit gegen weltweit tätige Tier1-Marktbegleiter durchsetzen. Der Gesamtauftragswert liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

In den Jahren 2025 bis 2032 werden über 4 Millionen Gebläse und mehr als 4,5 Millionen Ventilmodule für Sekundärluftsysteme produziert sowie weitere Entwicklungsleistungen zur kundenspezifischen Anpassung erbracht. Bei der Gebläsekomponente handelt es sich um ein kundenspezifisch konstruiertes, wasserfestes und bürstenloses Gebläse mit integrierter ECU (Embedded Control Unit). Die Komponente zeichnet sich durch eine intelligente Kennfeldregelung aus, die auch mehrere verschiedene Eingangsgrößen, wie z. B. Außentemperatur oder Luftdruck, verarbeiten kann, um einen gewünschten Ausgabezustand zu erreichen. Der Einsatz kann sowohl in Hybrid- als auch konventionellen Konfigurationen erfolgen. Die Systeme bestehen aus den Gebläsen und kompakten, ebenfalls kundenspezifischen, elektromagnetisch gesteuerten Ventilen mit geringer Leckage.

Für die Business Unit Automotive Emission Systems der Rheinmetall-Division Sensors and Actuators handelt es sich bei dem Kundenauftrag um die erste Mechatronikkomponente mit Mikroprozessorsteuerung zur Schadstoffreduzierung, mit der die strengeren Anforderungen der geplanten Emissionsgesetzgebung im Rahmen der Euro-7-Abgasnorm erfüllt werden können.

Rheinmetall unterstreicht mit dem Gewinn der Ausschreibung das strategische Ziel, seine globale Marktführerschaft im Bereich Emissionsreduzierung weiter auszubauen. Folgeaufträge von weiteren namhaften, global agierenden Automobil- und Nutzfahrzeugherstellern werden erwartet, da ab dem Jahr 2025 mit einer weiteren Verschärfung der Emissionsgrenzwerte durch die geplante Euro-7-Abgasnorm zu rechnen ist.

Sekundärluftsysteme werden für die Schadstoffreduzierung genutzt, indem diese durch eine exotherme Reaktion des vorhandenen Verbrennungsabgases zusätzliche Wärme erzeugen, die den Aufheizvorgang von Katalysatoren stark verkürzt. Da Abgaskatalysatoren für ihre Funktion eine Mindesttemperatur erfordern, unterhalb derer kein katalytischer Prozess ablaufen kann, helfen Sekundärluftsysteme die Zeit vom Motorstart bis zum Erreichen der Mindesttemperatur zu verkürzen. Somit erreicht der Katalysator bereits kurz nach Motorstart die volle Reinigungsleistung.

Durch das Sekundärluftsystem wird deshalb die Emission von Stickstoff, Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid deutlich reduziert und die geforderten Grenzwerte können auch zukünftig eingehalten werden. Insbesondere bei heute üblichen Start-Stopp-Systemen und elektrischem Fahrbetrieb stellt das Erkalten der Katalysatoren eine technische Herausforderung dar.

Die Rheinmetall-Division Sensors and Actuators steht für herausragende Kompetenz bei Thermo- und Fluidmanagement-Anwendungen im Mobility- und Industriebereich. Die fünf Business Units Actuators, Air Emission Systems, Commercial Diesel Systems, Pump Technology und Solenoid Valves entwickeln Lösungen für die großen Herausforderungen der Mobilität wie Downsizing, Emissionsreduktion und Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Leistungsoptimierung. Das umfassende Produktportfolio deckt vielfältige AGR-Systeme, elektromotorische Drossel-, Regel- und Abgasklappen, Magnetventile, Aktuatoren und Ventiltriebsysteme sowie Öl-, Wasser- und Vakuumpumpen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Offroad-Anwendungen von light- bis heavy-duty sowie Industrieanwendungen ab.

KI in der Führung – Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz muss transparent sein

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert auch die Führung im Unternehmen. „Wichtig ist, dass der Einsatz von KI-Systemen transparent gemacht wird, um Ängsten seitens der Mitarbeiter zu begegnen,“ so Prof. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft.

Als Mitglied der Plattform Lernende Systeme betont er: „ Führungskräfte müssen ihren Fürsorgepflichten nachkommen, indem sie auf den Gesundheitsschutz achten, den Einsatz des KI-Systems transparent machen, KI-Empfehlungen kritisch hinterfragen und die Beschäftigten in die Gestaltung der neuen Prozesse einbinden.“ Mehr zum Thema im Whitepaper „Führung im Wandel: Herausforderungen und Chancen durch Künstliche Intelligenz“. Kostenfreien Download:https://www.plattform-lernende-systeme.de/files/Downloads/Publikationen/AG2_WP_Fuehrung_im_Wandel.pdf

Was kann KI?
KI-Systeme können Führungskräfte von Routinetätigkeiten entlasten und verschaffen Zeit für Personalführung, strategische Planung sowie das Change-Management im KI-Zeitalter.  KI-Systeme können Führungsaufgaben übernehmen, die zuvor alleinige Aufgabe des Menschen waren. Beispielsweise können sie Führungskräfte dabei unterstützen, individuelle Lehrpläne für die Weiterbildung der Beschäftigten zu erstellen. Dazu wird die KI mit sensiblen, personenbezogenen Daten arbeiten müssen. Die Befürchtung, dass die Berechnungen eines Computerprogramms Einfluss auf die Personalpolitik, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Karrierechancen nehmen können, kann für die Beschäftigten psychisch belastend und demotivierend sein“, so Stowasser. Aus diesem Grund sind Aufklärung über den Einsatz von KI und der sichere Umgang mit personenbezogenen Daten sehr wichtig.

Über das Whitepaper
Das Whitepaper „Führung im Wandel: Herausforderungen und Chancen durch Künstliche Intelligenz“ wurde von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Arbeit/Qualifikation und Mensch-Maschine-Interaktion der Plattform Lernende Systeme verfasst. Es steht zum kostenfreien Downloadzur Verfügung.
Mit dem Wandel der Arbeitswelt durch den Einsatz von KI-Systemen beschäftigen sich weitere Publikationen und Anwendungsszenarien der Arbeitsgruppe.

Foto: Sascha Stowasser

Arndt G. Kirchhoff für weitere zwei Jahre Präsident der nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber

Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben auf ihrer Mitgliederversammlung 2022 Arndt G. Kirchhoff (67) für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Präsident bestätigt. Das teilte der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) am Dienstag in Düsseldorf mit. Der mittelständische Unternehmer aus Iserlohn führt den bundesweit mitgliederstärksten Metallarbeitgeberverband seit dem Jahr 2014. Ebenfalls wiedergewählt als Vizepräsidenten wurden Dr. Margarete Haase (Arbeitgeberverband kölnmetall), Dr. Stephan A. Kufferath-Kassner (Arbeitgeberverband der Metallindustrie von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung), Friedrich-Wilhelm Wengeler (Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Ruhr/Vest) sowie Dr. Ernst Wolf (Unternehmerverband für den Kreis Gütersloh – Fachgruppe Metall). Als Vizepräsidenten neu gewählt wurden Dr. Marcus Korthäuer (Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein) und Michael Vitz (Arbeitgeberverband der Metallindustrie von Wuppertal und Niederberg). In seinem Amt als Schatzmeister bestätigt wurde Egbert Neuhaus (Unternehmensverband Westfalen-Mitte).

Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie bezeichnete Kirchhoff als „extrem angespannt“. Rezession und Corona-Pandemie hätten die Unternehmen bereits in den vergangenen drei Jahren enorm belastet und in der wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeworfen. Dieser Trend habe sich in den letzten Monaten noch einmal massiv verstärkt durch die tiefe Verunsicherung über die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine, die massiven globalen Lieferengpässe und die teilweise extremen Steigerungen von Energie-, Rohstoff- und Beschaffungspreisen. „Das Gros unserer Unternehmen arbeitet derzeit an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben zu können“, sagte der Metallarbeitgeberpräsident. Abseits der konjunkturellen Schieflage habe dieser Industriezweig gleichzeitig die gewaltigen strukturellen Umbrüche der digitalen und nachhaltigen Transformation und des demografischen Wandels zu meistern. „Jede Herausforderung für sich ist schon ein dickes Brett, alles zusammen verlangt unseren Unternehmen erhebliche Anstrengungen ab“, betonte Kirchhoff.

Mit Blick auf die im Herbst 2022 anstehende Tarifrunde für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs in Nordrhein-Westfalen erklärte Kirchhoff, die Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren in schwierigstem Umfeld Arbeitsplätze halten und Realeinkommen sichern können. Zu diesem Kraftakt habe auch das verantwortungsvolle Miteinander der Tarifpartner beigetragen. „Diesen Kurs dürfen wir auch jetzt nicht verlassen, nachdem sich die Welt für uns alle noch dramatischer verändert hat“, sagte Kirchhoff. Ihm sei bewusst, dass hohe Preise für Energie und Lebensmittel auch den Geldbeutel der Beschäftigten belasteten. Auf der anderen Seite stünden jedoch durch massive Kostensteigerungen auch die Unternehmen erheblich unter Druck. Die kommende Tarifrunde werde daher äußerst herausfordernd. „Die Tarifvertragsparteien der deutschen Metall- und Elektroindustrie stehen in den kommenden Monaten möglicherweise vor einer ihrer größten Bewährungsproben“, betonte Kirchhoff.

Premiere in Düsseldorf: ein neues Innovationsplanspiel für Schülerinnen und Schüler

Im Rahmen einer Pilotveranstaltung für Nordrhein-Westfalen fand in Düsseldorf jetzt die Premiere von „Future Sprit“ statt, einem neuen Innovationsplanspiel für Jugendliche. Unterstützt wird die Idee in der Landeshauptstadt von der Theodor-Litt-Realschule, von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt und vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung der Stiftung Pro Ausbildung.

Ins Leben gerufen hat das Projekt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) – unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) sowie durch das Ministerium für Schule und Bildung (MSB). Das ifok-Institut führt die zweitägigen Workshops durch.

„Future Spirit“ will die Jugendlichen der 9. bis 13. Klasse dabei unterstützen, sich aktiv mit unternehmerischen Innovationen und der beruflichen Selbständigkeit auseinanderzusetzen. Das neue Format hat unter anderem das Ziel, die Schülerinnen und Schüler aktiv zur kritischen Wahrnehmung und Analyse der eigenen Lebenswelt als Baustein unternehmerischen Denkens anzuleiten und sie zu ermutigen, kreativ zu werden, Eigeninitiative zu ergreifen und innovative Lösungen für die Probleme der Gesellschaft zu formulieren.

Die Initiative ist talenteorientiert ausgerichtet. Es geht in den Workshops auch darum, dass die Jugendliche ihre Stärken erkennen und versuchen, diese auszubauen. Sie bietet jungen Menschen so spielerisch die Möglichkeit, den eigenen Unternehmergeist zu wecken und zugleich mit Start-ups aus der Region in Kontakt zu kommen.

Mit dem Innovationsplanspiel soll die Berufliche Orientierung im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ um ein neues Format mit Fokus auf Entrepreurship und Selbständigkeit erweitert werden. „FutureSpirit“ wird im Rahmen von Open.NRW, der Open Government- Strategie des Landes, im Jahr 2022 als Pilotprojekt umgesetzt.

Für das Innovationsplanspiel wird ein Mix aus Arbeitsformen und Methoden genutzt: selbstständige und moderierte Gruppenarbeit, Experteninput, Präsentationstraining und Feedback kommen gezielt zum Einsatz. An beiden Workshoptagen arbeiten die Schülerinnen und Schüler innerhalb eines Rahmenszenarios, das ihren „detektivischen Spürsinn“ fordert.

Die Aufgabe: Herauszufinden, mit welcher innovativen Idee eine Gruppe junger Gründerinnen und Gründer schon bald große Erfolge feiern will. Die ersten Hinweise: Zufällig aufgetauchte, anonyme Stimmen der ersten zufriedenen Testerinnen und Tester sowie Nutzerinnen und Nutzer. Die Herausforderung: Die Hinweise bleiben mehrdeutig und bieten viel Raum für Interpretation.

Der Weg zum Ziel: Um das Geheimnis zu lüften, müssen die Jugendlichen die Entwicklung der Innovation „rekonstruieren“ – und dabei selbst in unterschiedliche Rolle, beispielsweise in die von Erfinderinnen und Erfindern, schlüpfen. Methodisch geführt entwickeln die Schülerinnen und Schüler so ihre ganz eigene innovative Gründungsidee.

Der Premieren-Workshop fand mit Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse der Theodor-Litt-Realschule statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Jens Stuhldreier, im MAGS Leiter des Referats Berufliche Orientierung und Übergang Schule-Beruf, und von Christoph Sochart vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung/Kommunalen Koordinierung.

Jens Stuhldreier, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales: „Innovations-ähigkeit zählt zu den immer wichtiger werdenden erfolgs- und wettbewerbs-entscheidenden Faktoren für Unternehmen. In diesem Kontext gewinnen auch das unternehmerische Denken und Handeln von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an enormer Bedeutung.“, so Stuhldreier und ergänzt: „Mit FutureSpirit wollen wir ein Format auf den Weg bringen, das Jugendliche einlädt, Innovationsmethoden und Werkzeuge für kreative Teamarbeit kennenzulernen und ihre Kompetenzen wie Offenheit, Neugier und vernetztes Denken als wichtige Bestandteile der beruflichen Persönlichkeitsentwicklung weiter zu schärfen.“

Die Partner von „Future Spirit NRW“ in Düsseldorf

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, abgekürzt MAGS NRW, ist eines von zwölf Ministerien in der Landesverwaltung des deutschen Landes Nordrhein-Westfalen. Es wird durch Minister Karl-Josef Laumann (CDU) geleitet (Stand: Mai 2022). Das Ministerium hat die Aufgabe, die Lebensbedingungen der Menschen in Nordrhein-Westfalen mitzugestalten und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Arbeitspolitik, Gesundheitspolitik, Krankenhausversorgung und Sozialpolitik zu verbessern.

Die Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf leistet für alle weiterführenden Düsseldorfer Schulen und Berufskollegs Serviceleistungen zur Beruflichen Orientierung. Sie berät und unterstützt die Schulen beim Aufbau und Einsatz der vom Land vorgegebenen Standards der Beruflichen Orientierung. Darüber hinaus steht die Kommunale Koordinierung mit den Akteuren der Düsseldorfer Wirtschafts- und Arbeitswelt in engem Kontakt. Erstes Anliegen dabei ist, Angebot und Nachfrage zwischen den Schulen und der Wirtschafts- und Arbeitswelt passgenau zu machen. Hierbei werden vorhandene Angebote weiterentwickelt, neue Angebote mit entwickelt und erforderliche Abstimmungs- und Vermittlungsprozesse organisiert oder mitgestaltet. Alle Abstimmungs- und Steuerungsprozesse sowie die Serviceangebote werden gemeinsam mit der zuständigen Schulaufsicht entwickelt.

Das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung engagiert sich seit 2006 für eine vernetzte, stärken-und talenteorientierte, pragmatische und präventive Berufliche Orientierung in Düsseldorf. Das Team des Kompetenzzentrums besteht aus praxiserfahrenen Expertinnen und Experten, die innovative Bildungsprogramme und aktuelle Themen praxisnah umsetzen und einer breiten Zielgruppe zugänglich machen. Partner des Kompetenzzentrums sind die Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt, die Agentur für Arbeit Düsseldorf, die Unternehmerschaft Düsseldorf sowie Kreishandwerkerschaft, IHK und die Handwerkskammer.

Das Institut für Organisationskommunikation (IFOK) ist seit 1995 ein international tätiges Beratungsunternehmen in der Kommunikationsbranche mit Schwerpunkt in Analyse, Strategischer Beratung und Öffentlichkeitsarbeit. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an den Standorten in Bensheim, Berlin, Brüssel und Washington. Die ifok- Kunden kommen aus Politik, Wirtschaft und Institutionen. Für diese arbeitet das Institut daran gesellschaftliche Veränderungsprozesse und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erfolgreich zu bewältigen und zu gestalten. IFOK ist dabei ein Spezialist für Beteiligungsprozesse.

BU: Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Jens Stuhldreier, im MAGS Leiter des Referats Berufliche Orientierung und Übergang Schule-Beruf (rechts), und Christoph Sochart vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung/Kommunalen Koordinierung.

Zum deutschen Diversity Tag 2022 (31. Mai): Vielfalt im Unternehmen fördern, führen und feiern: das ifaa gibt Hinweise für Führungskräfte

Vielfaltsbewusstsein zielt sowohl auf die Rekrutierung von Fachkräften, als auch darauf, Beschäftigte im Unternehmen zu halten. „Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, eine produktive Zusammenarbeit in gemischten Teams sicherzustellen, verschiedene Sichtweisen und Unterschiedlichkeit sinnvoll zu bündeln sowie Konflikte rechtzeitig zu erkennen“, so Dr. Anika Peschl, wissenschaftliche Expertin am Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.

„Nur wenn Vielfalt im Unternehmen gefördert und sinnvoll geführt wird, kann sich Diversität in einen Mehrwert für das Unternehmen verwandeln. Wenn die Vorteile von Vielfalt dann auch von den Beschäftigten erkannt werden, wirkt sich das positiv auf das Arbeitsklima aus und stärkt den Diversity-Gedanken im Betrieb“, so die Wissenschaftlerin.

Was zeichnet eine vielfaltsbewusste Führung aus?

  • Stärken erkennen und nutzen: Das Mitarbeitergespräch ist eine Gelegenheit, Fähigkeiten, Kompetenzen und Sichtweisen zu erfragen und diese zum Beispiel bei Teamzusammenstellungen zu berücksichtigen.
  • Empathie:Führungskräfte sollten Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen und Voraussetzungen zeigen und die Fähigkeit besitzen, sich in andere hineinzuversetzen.
  • Kommunikationsfähigkeit:Eine adressatengerechte Ansprache, aktives Zuhören und das Stellen von Rückfragen gehören zum Beispiel in diese Kategorie.
  • Konfliktfähigkeit:Führungskräfte sollten ausgrenzendes Verhalten thematisieren und unterbinden. Sie erkennen Konflikte, unterstützen bei der Lösung oder lösen diese.
  • Selbstreflexion:Führungskräfte sollten sich über eigene Vorurteile bewusst sein und nicht von Einzelaspekten auf die gesamte Person schließen.
  • Situatives Verständnis: Die Fähigkeit, vielfältige Blickwinkel der Beschäftigten und wirtschaftliche Ziele des Unternehmens auszubalancieren trägt zum Erfolg b

Wie können Unternehmen eine vielfaltsbewusste Führung stärken?

Zur Stärkung trägt bei:

Institut der Deutschen Wirtschaft: Russland und China rücken zusammen – nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine

In den vergangenen Jahren sind sich Russland und China politisch immer nähergekommen – spätestens seit dem Krieg in der Ukraine ist das deutlich geworden. Auch wirtschaftlich rücken die beiden Länder zusammen, wie eine soeben veröffentliche Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

„Grenzenlose Freundschaft“: So beschrieben Russland und China im vergangenen Februar ihre immer enger werdende Beziehung. Das verwundert nicht, manövrieren sich die beiden Länder doch außenpolitisch zunehmend ins Abseits. Russland führt einen Angriffskrieg in der Ukraine und die Xinjiang Police Files belasten die chinesische Staatsführung schwer. Der Schulterschluss zwischen Russland und China findet neben der politischen vor allem auch auf der wirtschaftlichen Ebene statt, wie eine neue IW-Auswertung wichtiger Handelsstatistiken zeigt.

China importiert russische Energie
Kleidung, Elektrogeräte, Maschinen: Die Liste chinesischer Exporte nach Russland ist lang. Laut der chinesischen Zollbehörde hat sich das Außenhandelsvolumen des Warenhandels mit Russland von rund 84 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 auf knapp 147 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erhöht. Die Russen hingegen versorgen China mit Metallen, Holz und landwirtschaftlichen Produkten wie Rindfleisch, Sojabohnen und Weizen. Viel wichtiger für das Reich der Mitte sind allerdings die Energieprodukte aus Russland. Weil China weltweit am meisten Energie verbraucht, ist das Land stark abhängig von ausländischer Energie. Der Anteil Russlands an den chinesischen Importmengen von Kohle, Öl und Gas ist zwischen 2010 und 2020 jeweils um mehr als das doppelte angestiegen. So machten russische Kohlelieferungen 2010 rund sieben Prozent der gesamten Importmenge Chinas aus – 2020 waren es bereits 16,4 Prozent.

Russland ist abhängig von China
Dass es sich bei der „grenzenlosen Freundschaft“ um eine ungleiche Partnerschaft handelt, wird beim Blick auf den gesamten Außenhandel sehr deutlich. Die Geschäfte mit China machen rund 18 Prozent des gesamten russischen Außenhandels aus. Damit ist China der mit Abstand wichtigste Handelspartner für Russland. Umgekehrt ergibt sich ein ganz anderes Bild: Russland gehört nicht zu den zehn wichtigsten Handelspartnern Chinas – nur 2,4 Prozent des Handelsvolumens kommt über Geschäfte mit Russland zustande. „China begibt sich auf einen schwierigen Balanceakt: Einerseits ist Russland ein wichtiger Verbündeter, andererseits will Peking es sich nicht mit dem Westen verscherzen, indem es sich auf die Seite Russlands schlägt“, sagt IW-Ökonomin Sonja Beer. „Es bleibt abzuwarten, wie lange China diesen Schaukelkurs noch fahren kann.“