Recruiter enthüllen: Fünf Fehler, die Bewerbern auch im „Arbeitnehmermarkt“ Absagen einbringen

Im Journalistengespräch mit unserer Redaktion: Matthias Wiesmann von unserem Mitgliedsunternehmen „personalisten“

Die Suche nach dem perfekten Kandidaten für eine offene Stelle kann für Unternehmen eine anspruchsvolle Aufgabe sein. Während Bewerber hart daran arbeiten, sich von ihrer besten Seite zu präsentieren, gibt es einige häufige Fehler, die sie begehen können, die ihre Erfolgschancen erheblich beeinträchtigen können. Basierend auf einem Journalistengespräch, dass wir mit Experte Matthias Wiesmann von unserem Mitgliedsunternehmen „personalisten“ in Düsseldorf-Oberkassel führten, zeigen wir heute fünf häufige Fehler auf, die Bewerber machen, und wie Unternehmen darauf reagieren.

1. Unvollständige oder unklare Bewerbungsunterlagen

Häufig ermöglichen Bewerbungsportale Bewerbungen im 1-Klick-Verfahren oder über Auswahlfragen. Recruiter sehen daher oft Bewerbungen, die unvollständig sind oder wichtige Informationen vermissen lassen. Dazu gehören fehlende Lebensläufe, lückenhafte Arbeitsverläufe oder vage Anschreiben, die nicht auf die spezifische Position eingehen. Dies signalisiert dem Recruiter, dass der Bewerber möglicherweise nicht genug Zeit oder Mühe investiert hat, um sich angemessen auf die Stelle vorzubereiten oder sich diffus auf zahlreiche Positionen beworben hat.

Wie Unternehmen reagieren:
Unternehmen tendieren dazu, Bewerber mit unvollständigen Unterlagen abzulehnen, da dies darauf hinweist, dass der Bewerber nicht die erforderliche Sorgfalt und Aufmerksamkeit aufgebracht hat. Klare und vollständige Bewerbungsunterlagen sind ein erster Schritt, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen und das Interesse der Recruiter zu wecken.

2. Mangelnde Anpassung an die Stellenanforderungen

Ein häufiger Fehler, den Bewerber machen, ist es, ihre Bewerbung nicht an die spezifischen Anforderungen der Position anzupassen. Dies kann bedeuten, dass sie wichtige Fähigkeiten oder Erfahrungen nicht hervorheben, die für die Stelle relevant sind, oder dass sie nicht erklären, wie ihre bisherige Arbeitserfahrung sie für die neue Position qualifiziert. Eigenwerbung ist hier definitiv erlaubt und förderlich.

Wie Unternehmen reagieren:
Recruiter suchen nach Bewerbern, die zeigen können, dass sie die Anforderungen der Stelle verstehen und die Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringen, die benötigt werden. Bewerber sollten ihre Bewerbungsunterlagen sorgfältig auf die Stellenbeschreibung zuschneiden und klar darlegen, wie ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einen Mehrwert für das Unternehmen darstellen.

3. Mangelnde Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Ein weiterer häufiger Fehler, den Bewerber machen, ist es, sich unzureichend auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Dies kann bedeuten, dass sie nicht genug über das Unternehmen wissen, keine klaren Antworten auf häufig gestellte Fragen haben oder sich nicht darauf vorbereiten, Fragen zu stellen, um mehr über die Position und das Unternehmen zu erfahren.

Wie Unternehmen reagieren:
Recruiter erwarten, dass Bewerber gut vorbereitet zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Sie möchten sehen, dass der Bewerber sich mit dem Unternehmen und der Position auseinandergesetzt hat und in der Lage ist, relevante Fragen zu stellen. Bewerber sollten sich gründlich über das Unternehmen informieren, ihre Antworten auf häufig gestellte Fragen üben und vorbereitet sein, um ihre Eignung für die Stelle zu demonstrieren.

4. Negative Online-Präsenz

Die Online-Präsenz eines Bewerbers kann einen erheblichen Einfluss auf seine Erfolgschancen haben. Recruitern wird oft geraten, Bewerber online zu recherchieren, um mehr über sie zu erfahren. Negative Inhalte wie unprofessionelle Social-Media-Posts, unangemessene Kommentare oder Bilder können den Eindruck eines Bewerbers stark beeinträchtigen.

Wie Unternehmen reagieren:
Recruiter nehmen die Online-Präsenz von Bewerbern ernst und können Bewerber aufgrund negativer Inhalte online ablehnen. Bewerber sollten daher sicherstellen, dass ihre Online-Profile professionell und positiv sind und ihr persönliches Branding unterstützen.

5. Fehlende Follow-Up-Kommunikation

Nach dem Vorstellungsgespräch versäumen es Bewerber manchmal, sich angemessen zu bedanken oder Follow-Up-Kommunikation aufrechtzuerhalten. Dies kann den Eindruck erwecken, dass der Bewerber kein starkes Interesse an der Stelle hat oder nicht die erforderliche Höflichkeit und Professionalität besitzt.

Wie Unternehmen reagieren:
Recruiter schätzen es, wenn Bewerber sich nach dem Vorstellungsgespräch angemessen bedanken und Follow-Up-Kommunikation aufrechterhalten. Dies zeigt Engagement und Interesse an der Stelle. Bewerber sollten sich daher nach dem Vorstellungsgespräch per E-Mail oder Telefon beim Recruiter bedanken und gegebenenfalls nach dem Stand des Bewerbungsprozesses fragen.

„Auch wenn sich in vielen Bereichen Bewerber Stellen und Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels aussuchen können, zeigen manche Entwicklungen im Arbeitsmarkt wie Restrukturierungen und Personalabbaumaßnahmen größerer Unternehmen, dass dem Bewerbungsverfahren wieder mehr Bedeutung zukommt. Viele Bewerber müssen sich nach langjähriger Phase ohne Arbeitssuche wieder mit dem Thema beschäftigen“

„Insgesamt können Bewerber ihre Erfolgschancen erheblich steigern, indem sie diese häufigen Fehler vermeiden und sich stattdessen sorgfältig auf jede Bewerbung und jedes Vorstellungsgespräch vorbereiten. Durch klare und vollständige Bewerbungsunterlagen, eine Anpassung an die Stellenanforderungen, gründliche Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, eine positive Online-Präsenz und angemessene Follow-Up-Kommunikation können Bewerber einen positiven Eindruck hinterlassen und ihre Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung deutlich erhöhen“, so Matthias Wiesmann gegenüber unserer Redaktion.

Rheinmetall wird neuer Partner unserer DEG und der Borussia in Dortmund – auch der Bergische HC (Handball) wird weiterhin unterstützt

Screenshot: Rheinmetall Instagram

Das Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall tritt künftig als Partner des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund (BVB) und der DEG auf. Das Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey Liga (DEL), die Düsseldorfer EG, und die Rheinmetall AG gehen künftig gemeinsame Wege. Zur Saison 2024/25 wird der Düsseldorfer Technologiekonzern „Premium Partner“ des achtmaligen deutschen Eishockey-Meisters. Die Kooperation ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt. Rheinmetall wird bei den Heimspielen auf Untereis-Flächen, auf Banden sowie auf weiteren Flächen präsent sein.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Die Förderung des Spitzensports in der Metropolregion Rhein-Ruhr begreifen wir als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung ─ und das bereits seit vielen Jahren. Die DEG ist ein sportliches Aushängeschild Düsseldorfs und steht für Tradition und Leidenschaft. Eishockey ist ein bodenständiger und authentischer Sport, der unzählige Fans begeistert. Mit unserem Engagement wollen wir den Stadt-Sport und das gesellschaftliche Miteinander fördern. Und natürlich wollen wir Rheinmetall als attraktiven Arbeitgeber im Hightech-Bereich noch bekannter machen. Hierbei ist die DEG ein großer Sympathie-Träger und Multiplikator in der Region.“

Harald Wirtz, Geschäftsführer der DEG Eishockey GmbH: „Rheinmetall ist ein traditionsreiches Unternehmen sowie einer der wichtigsten und größten Arbeitgeber der Region. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, dass Rheinmetall den Kreis unserer Partner erweitert. Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit, die uns dabei hilft, unsere künftigen Ziele zu erreichen. Es ist schön zu sehen, wie die Stadt Düsseldorf – auch dank unseres Oberbürgermeisters Stephan Keller – bei der Unterstützung des Sports zusammensteht.“

Für die Zukunft beabsichtigen die Partner, einen Vielzahl von Aktionen zusammen durchzuführen: So sollen im Rahmen eines Spieltag-Sponsorings nicht nur Mitarbeiter von Rheinmetall, sondern auch eine größere Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern in den PSD Bank Dome eingeladen werden. Darüber hinaus wollen sich Rheinmetall und die DEG künftig weiter in der Düsseldorfer Stadtgesellschaft engagieren, beispielsweise in Form von sozialen Projekten.

Zuvor wurde bekannt, dass Rheinmetall sich auch als „Champion Partner“ im sportlichen und gesellschaftlichen Umfeld des BVB agieren wird. Die Partnerschaft ist auf drei Jahre ausgelegt und umfasst eine Vielzahl von Vorteilen, darunter die Nutzung von Werbeflächen, Vermarktungsrechte sowie Event- und Hospitality-Angebote im Stadion und auf dem Vereinsgelände. Ein bemerkenswerter Höhepunkt dieser Partnerschaft ist die erstmalige Sichtbarkeit des Rheinmetall-Logos während der Vorbereitung des BVB auf das Champions-League-Finale.

Borussia Dortmund setzt im Rahmen seiner Partnerschaften bewusst auf gesellschaftliche, soziale und ökologische Entwicklungspotenziale neben den sportlichen und wirtschaftlichen Aspekten. Der Verein engagiert sich bereits in verschiedenen Bereichen wie der Förderung regenerativer Energien, digitaler Teilhabe sowie Vielfalt und Gleichberechtigung. Mit acht deutschen Fußball-Meisterschaften und einem UEFA-Champions-League-Sieg im Jahr 1997 zählt Borussia Dortmund zu den erfolgreichsten Fußballvereinen Deutschlands und steht erneut im Finale am 1. Juni 2024.

Die Partnerschaft mit Borussia Dortmund ermöglicht Rheinmetall, sportliche Spitzenleistungen in Nordrhein-Westfalen zu fördern. Der international erfolgreiche DAX-Konzern setzt sich für substanzstarkes Wachstum ein und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung in den Bereichen Sport, Soziales, Bildung und Kultur. Als Mitglied im Initiativkreis Ruhr, einer Plattform für regionale Entwicklung, zeigt Rheinmetall sein Engagement für die Metropolregion Rhein-Ruhr, in der sich auch Borussia Dortmund aktiv einbringt.

Armin Papperger (im Bild rechts), Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, betont die Übereinstimmung der Ambitionen und Werte beider Partner: „Der BVB ist ein Verein aus dem Herzen von Nordrhein-Westfalen und steht wie kaum ein anderer für das Streben nach Spitzenleistung und internationalem Erfolg. Rheinmetall ist in der Metropolregion Rhein-Ruhr tief verwurzelt und möchte seine Marke als führendes Systemhaus der Verteidigungsindustrie und als Treiber industrieller Innovationen in zivilen Märkten auch international noch bekannter machen.“

Hans-Joachim Watzke (im Bild links), Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund, hebt die Bedeutung der Partnerschaft für die Diskussion über Sicherheit und Verteidigung hervor: „Gerade heute, da wir jeden Tag erleben, wie Freiheit in Europa verteidigt werden muss. Mit dieser neuen Normalität sollten wir uns auseinandersetzen. Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit Rheinmetall und öffnen uns als Borussia Dortmund ganz bewusst für einen Diskurs.“

Fußball-Sommer in Düsseldorf: Drei Fan Zones bieten ein grandioses Programm

Im Sommer 2024 verwandelt sich Düsseldorf im Rahmen der UEFA EURO 2024 in eine Fußball-Metropole. Die Landeshauptstadt lädt ab dem Turnierbeginn am 14. Juni 2024 in drei zentral gelegene Fan Zones zu einem abwechslungsreichen Programm aus Fußball, Musik und Kultur ein. Die Fan Zone Burgplatz, die Fan Zone Schauspielhaus sowie das Public Viewing am Rheinufer werden zu lebendigen Treffpunkten für Einwohner und Fans aus aller Welt. Von CHRISTOPH SOCHART

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sagt: „Die EURO 2024 in Düsseldorf wird zu einem ‚Everybody’s Heimspiel‘. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Ein klassisches Public Viewing an der unteren Rheinwerft, ein kultureller Fußball-Hotspot am Schauspielhaus sowie die Fan Zone am Burgplatz mit allen Spielen, Musik und Unterhaltung. Wir bieten ein spannendes Rahmenprogramm und haben wichtige Themen wie Sicherheit, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit in unsere Planungen integriert.“

Thomas Neuhäuser, Projektleiter der Host City Düsseldorf, betont: „Düsseldorf möchte, dass alle Fans am UEFA EURO 2024 Festival teilnehmen können. Inklusion, Diversität und Vielfalt stehen bei allen Aktivitäten im Fokus. Es wird barrierefreie Zugänge zu den Fan Zones und dem Public Viewing geben, und ein Schutzkonzept zur Gewaltprävention wurde entwickelt. Unsere Veranstaltungen stehen für Vielfalt und ein friedliches Miteinander.“

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Vielfältiges Programm in den Fan Zones

Die Fan Zones werden von D.LIVE im Auftrag der Host City Düsseldorf geplant und betrieben. CEO Michael Brill erklärt: „Wir bringen unsere gesamte Expertise ein – vom Booking der Acts über unser Safety Department bis hin zu unserem Production- und Event-Team. Für die Fan Zone Burgplatz nutzen wir Synergien, zum Beispiel aus der Infrastruktur des Japan-Tags.“

Die Fan Zone Burgplatz öffnet täglich ab 12 Uhr und bietet ein vielfältiges Programm mit TV-Übertragungen, Live-Spielübertragungen sowie Auftritten bekannter Musik-Acts und lokaler Künstler. Hier findet auch das „EURO 2024 Festival eFußball Masters“ statt, bei dem lokale E-Sport-Teams im 11vs11-Format antreten.

Die Fan Zone Schauspielhaus kombiniert Fußball mit einem umfangreichen Kulturprogramm, darunter das Theaterstück „Glaube, Liebe, Fußball“. Es gibt auch spezielle Programme für Kinder und Schulklassen sowie Sing- und Tanzprojekte, XXL-Kicker, Dart-Fußball und Hip-Hop mit Ball.

Am Rheinufer können Fans die Spiele der deutschen Nationalmannschaft und die in Düsseldorf stattfindenden Matches in einer außergewöhnlichen Kulisse live verfolgen.

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Musik und Unterhaltung

Das Festival wird musikalisch von Künstlern wie Alle Farben, der das Programm am 14. Juni in der Fan Zone Burgplatz eröffnet, begleitet. Weitere Highlights sind Auftritte von LARI LUKE, TOPIC, David Puentez und JC Zeller & Daniel Danger.

Programm an spielfreien Tagen

An spielfreien Tagen bietet die Fan Zone Burgplatz in Zusammenarbeit mit dem Fußballverband Niederrhein Aktivitäten wie „Walking Football“ und Fußball für Grundschüler sowie das DFB-Junior-Coach-Turnier. Im Schauspielhaus gibt es verschiedene Kultur-Events, darunter Hip Hop Junior Battles, Poetry Slams und ein fußballaffines Theaterstück.

Das gesamte Programm ist auf [www.duesseldorf.de/uefaeuro2024] und im Host City Guide zu finden.

Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit

Düsseldorf legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Die Fan Zones und das Public Viewing werden mit Ökostrom betrieben und sind fußläufig erreichbar. Es wird Mehrweggeschirr verwendet, und die Stadt betreibt eine Wertstoffsammelstelle an der Arena. Materialien aus dem City Dressing-Programm werden weitergenutzt, und Volunteers dürfen kostenlos den ÖPNV nutzen.

Die Fan Zones sind barrierefrei zugänglich, und es gibt mobile Rampen und spezielle Podeste für Rollstuhlfahrer. Gebärdendolmetscher und Audiodeskriptionen werden angeboten. Ein umfassendes Awareness- und Schutzkonzept zur Gewaltprävention ist ebenfalls in Kraft, inklusive Awareness-Teams und eines „Safer Space“. Volunteers und Personal werden vorab geschult.

Freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Fußball-Sommer in Düsseldorf!

EX-Düsseldorfer oberster Chef von Mercedes-Benz Van

Thomas Klein (49) leitet sei dem 1. März 2025 die VAN-Sparte von Mercedes-Benz weltweit (wir berichteten bereits am 18. Dezember 2024 darüber). Klein trat 1999 in die damalige DaimlerChysler AG ein und startete seine Karriere bei Mercedes‑Benz Vans im Sprinter-Werk Düsseldorf.

Anschließend ging Thomas Klein als Marketing-Spezialist in die Zentrale von DaimlerChrysler. Nach verschiedenen Stationen in Mercedes‑Benz Vertriebsgesellschaften und Einzelhandelsorganisationen in Deutschland und Südafrika übernahm er 2017 die Leitung der Cross Function Vertrieb für die Region Overseas, bei der er für die strategischen und operativen Vertriebsaktivitäten von knapp 180 Märkten verantwortlich war.

2019 führte Thomas Klein als Präsident und CEO Sales & Marketing in Dubai das Generalvertretergeschäft von Mercedes-Benz Cars im Mittleren Osten, bevor er 2021 die Leitung von Mercedes‑Benz Korea übernahm. In dieser Funktion hat er die Umsetzung der Strategie von Mercedes‑Benz in Korea maßgeblich vorangetrieben. Seit Juli 2023 ist Thomas Klein Leiter Verkaufsplanung & Produktmanagement Mercedes‑Benz Pkw und Integrierte Programmplanung in Stuttgart. Hierbei verantwortet er die zentrale und globale Mercedes‑Benz Pkw Vertriebsplanung und Steuerung, darunter die strategische und operative Volumenplanung sowie die Preisgestaltung für Mercedes-Benz Fahrzeuge weltweit.

„Thomas Klein hat den Erfolg unseres Unternehmens über Jahrzehnte in zahlreichen Vertriebsfunktionen mitgeprägt. Dank seiner breiten internationalen Erfahrung mit Marktverantwortung im Mittleren Osten, in Südkorea, in Südafrika und Deutschland ist er ein außergewöhnlich erfahrener Manager. Thomas wird als starke Führungspersönlichkeit, als versierter Planer und strategischer Macher sehr geschätzt. Mit seinem Unternehmergeist und seiner Umsetzungsstärke ist er die Idealbesetzung für die Leitung von Mercedes‑Benz Vans“, sagte Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes‑Benz Group AG.

Thomas Klein folgt er auf Mathias Geisen, der zum 1. Februar 2025 in den Vorstand berufen und ab 1. März 2025 die Leitung des Vorstandsressorts Vertrieb übernehmen wird.

HARIBO plant hochmodernes und nachhaltiges Süßwaren-Werk in Neuss

HARIBO will am Traditionsstandort Neuss ein neues, hochmodernes und nachhaltiges Süßwaren-Werk errichten. Dafür soll ein rund 14 Hektar großes Grundstück im Gewerbegebiet Neuss-Holzheim erworben werden, was etwa der Größe von zwanzig Fußballfeldern entspricht. Mit einer Investition von rund 300 Millionen Euro plant die HARIBO-Gruppe, langfristig Arbeitsplätze in der Region zu sichern und die weltweite Nachfrage nach ihren Produkten zu bedienen. Der Baubeginn könnte 2025 erfolgen, der Produktionsstart bereits um 2028. Derzeit führt HARIBO Gespräche mit der Stadt Neuss, wurde unserer Redaktion mitgeteilt.

Foto: HARIBO

Arndt Rüsges, Chief Operations Officer DACH, betont: „MAOAM hat seine Wurzeln in Neuss. Hier liegt unser Produktions-Know-how. Die Kompetenz und Erfahrung unserer Mitarbeitenden ist unser höchstes Gut. Mit dem neuen Werk gehen wir den nächsten konsequenten Schritt in die Zukunft und investieren bewusst in den Wirtschaftsstandort Deutschland, unseren wichtigen Heimatmarkt.“

Wirtschaftsmotor in Neuss: Neue Arbeitsplätze und Umzug der bisherigen Mitarbeitenden

Die bisherige Neusser Anlage in der Jülicher Landstraße kann nicht erweitert werden. Es fehlen die räumlichen Möglichkeiten, sie nachhaltig und zukunftsorientiert um- oder auszubauen. Das bestehende Werk soll nach einer Übergangszeit mit Parallelproduktion voraussichtlich im Jahr 2030 durch das neue Werk mit etwa doppelter Kapazität ersetzt werden. Dadurch können die Mitarbeitenden sukzessive eingearbeitet und alle Produktionsprozesse erfolgreich etabliert werden. Neben MAOAM soll in Neuss dann auch HARIBO-Fruchtgummi produziert werden.

Durch den Umzug könnten zusätzlich rund 100 neue, direkte Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem entstünden zahlreiche indirekte Arbeitsplätze, was eine erhebliche Wertschöpfung für Dienstleister und Zulieferer aus der Region bedeutet. HARIBO unterstreicht mit diesem Schritt seine Verlässlichkeit als Familienunternehmen – gegenüber seinen Beschäftigten, dem Standort und der Region Neuss.

Sehr beliebt auch in unserer Redaktion: der HARIBO-Fabrikverkauf in Neuss. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Nachhaltige und klimaschonende Produktion

Der geplante Neubau ist Teil von HARIBOs internationaler Produktions- und Wachstumsstrategie und setzt vor allem Maßstäbe beim Thema Nachhaltigkeit. Der neue Standort in Neuss wird ein wichtiger Baustein im Bestreben, die gesamte Produktion nachhaltig und zukunftsfit zu gestalten. Als Weltmarktführer sieht sich HARIBO in der Pflicht, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Das geplante Werk soll HARIBO deshalb klimaschonend in die Zukunft führen: mit erneuerbaren Energien, weniger Emissionen, kurzen Transportwegen und einem verringerten CO2-Fußabdruck.

Die neue Anlage soll eine der weltweit modernsten und innovativsten Produktionsstätten der Süßwarenindustrie werden. Energie, Wasser, Rohstoffe und Verpackungen werden dabei signifikant eingespart. Außerdem ist geplant, das Werk Net-Zero-Ready zu bauen, was eine Umstellung auf Wasserstoff ermöglicht.

Gelände ideal für geplanten Werksneubau

HARIBO prüft bereits seit einigen Jahren verschiedene Optionen zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten am Standort Neuss und hatte dafür ein Grundstück reserviert. Seither wurden Gespräche mit der Stadt über einen Kauf des Terrains geführt. Ende 2023 hat HARIBO ein externes Ingenieurbüro mit einer Masterplanung für das Grundstück in Neuss-Holzheim beauftragt, um die Eignung des Geländes für einen etwaigen Werksneubau festzustellen. Diese Prüfung wurde Anfang 2024 positiv bewertet, weshalb die Fläche nun von der Stadt erworben werden soll. Arndt Rüsges sagt dazu: „Der nachhaltig geplante Neubau wäre ein echter Gewinn für die Region und die lokale Wirtschaft.“

Das Grundstück ist etwa fünf Kilometer vom bisherigen MAOAM-Werk entfernt, sodass die Arbeitswege für die Mitarbeitenden auch nach dem Umzug kurz bleiben. Zudem bietet das Gelände eine direkte Anbindung an die A46 und damit optimale Voraussetzungen für alle Transportwege.

Landeswettbewerb der JUNIOR Schülerfirmen: Nordrhein-Westfalens beste Schülerfirmen heißen „blockbaytoys“ und „Europi“

Den zweiten Platz sicherte sich die Schülerfirma „InteGREATing“ des Max-Planck-Gymnasiums aus Düsseldorf mit einem Brettspiel zur aktiven Förderung und Vereinfachung der Integration für Jung und Alt.

Beste Stimmung beim Landeswettbewerb der JUNIOR Schülerfirmen im Institut der deutschen Wirtschaft: Den zweiten Platz belegte ein Unternehmen aus Düsseldorf!

Auch in diesem Jahr konnten wieder zwei Schülerfirmen als Gewinner prämiert werden: Mit einem nachhaltig produzierten Schachspiel und selbst entworfenen Spielfiguren aus dem 3D-Drucker, die lokalen Sehenswürdigkeiten nachempfunden sind, gewann die JUNIOR Schülerfirma „blockbaytoys“ vom Gymnasium Bayreuther Str. aus Wuppertal den Landeswettbewerb JUNIOR in Köln. Das Team von „Europi“ vom Kopernikus-Gymnasium aus Rheine überzeugte ebenfalls die Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit seinem Europa-Kartenspiel zur politischen Partizipation. Die beiden Schülerfirmen werden Nordrhein-Westfalen am 03. Juni 2024 beim Bundeswettbewerb in Frankfurt am Main vertreten.

Den zweiten Platz sicherte sich die Schülerfirma „InteGREATing“ des Max-Planck-Gymnasiums aus Düsseldorf mit einem Brettspiel zur aktiven Förderung und Vereinfachung der Integration für Jung und Alt. Auf dem dritten Platz landete das Team von „OPurify“ der Otto-Pankok-Schule aus Mülheim an der Ruhr mit der Herstellung umweltfreundlicher Seifen.

JUNIOR wird in Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Als Kooperationspartner beteiligt sich das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e. V. (BWNRW) mit SCHULEWIRTSCHAFT NRW an den Programmen. Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen in den regionalen Verbänden, die im Jahr 2024 erneut das JUNIOR-Programm unterstützt und so einen wichtigen Beitrag zum Fortbestand dieses Leuchtturmprojektes geleistet haben.

IW Köln: Wirtschaft bleibt instabil und stagniert

Deutschland tritt wirtschaftlich auf der Stelle. Zwar legt der Konsum in diesem Jahr zu, aber vor allem die Industrie und die Bauwirtschaft sorgen dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt 2024 stagniert. Ein Aufwärtstrend ließe sich einläuten, dazu müsste die Politik allerdings zügig weitreichende Entscheidungen fällen. Ein Ergebnis der aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

Deutschlands Motor stottert. Im vergangenen Jahr sank das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 0,2 Prozent. Zum einen wirkten sich der Krieg in der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten sowie internationale Spannungen mit China negativ auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft aus. Zum anderen schwächelten große Wirtschaftszweige weiterhin, beispielsweise die Bauindustrie und der Dienstleistungsbereich.

Die Bruttowertschöpfung in der Industrie lag Ende 2023 rund 2 Prozent unter dem Wert von 2019. Im Baugewerbe betrug das Minus sogar 9 Prozent.

Für die Konjunktur bedeutet das nichts Gutes, zumal aufgrund der unverändert schwierigen Weltlage erst einmal nicht mit großen positiven Effekten von außen zu rechnen ist. Entsprechend ernüchternd fällt die Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft aus:

Veränderung wichtiger Konjunkturindikatoren gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands wird in diesem Jahr stagnieren.

Außenhandel. Bereits seit dem dritten Quartal 2022 schrumpft der deutsche Außenhandel. Ende 2023 lagen die preisbereinigten Exporte 4,4 Prozent, die Importe sogar 7 Prozent unter dem damaligen Höchstwert. Die Entwicklung ist zum einen durch die schwache Weltwirtschaft bedingt. Zum anderen haben hohe Preissteigerungen die Importe gebremst.

Inflation und Geldpolitik. Hohe Energiekosten haben die Inflation in den vergangenen beiden Jahren angeheizt. Die Preissteigerungen sind zuletzt aber geringer ausgefallen. Die unsichere Lage im Nahen Osten birgt allerdings das Risiko, dass der Ölpreis und damit die Inflation wieder anziehen. Die Zentralbanken könnte dies dazu verleiten, noch etwas länger an ihrer restriktiven Geldpolitik festzuhalten, was wiederum die Investitionen bremst.

Privater Konsum. Dass die deutsche Wirtschaft nicht noch ein weiteres Jahr schrumpft, liegt zu einem großen Teil am Konsum der Bundesbürger. Dieser wächst im Jahr 2024 voraussichtlich um knapp 1 Prozent.

Arbeitsmarkt. Trotz der Rekordmarke von 46 Millionen Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2024 werden die Folgen der konjunkturellen Schwäche auf dem Arbeitsmarkt zu sehen sein. Etwa 100.000 Arbeitslose mehr bedeuten einen Anstieg der Arbeitslosenquote um knapp 0,3 Prozentpunkte auf fast 6 Prozent.

Was jetzt zu tun ist

Um die aktuelle Stagnationsphase zu überwinden, reicht es nicht, auf Besserung zu warten. Vielmehr braucht Deutschland ein wirtschaftspolitisches Programm, um sowohl den Standort zu stärken als auch die Investitionsbedingungen zu verbessern. Die wichtigsten Maßnahmen:

  • Der Standort Deutschland hat einen der höchsten Steuersätze weltweit. Kurzfristige Entlastungen sind dringend notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Dazu zählt etwa, den Solidaritätszuschlag vollständig abzuschaffen.
  • Der drohende Anstieg der Sozialausgaben würde Arbeit noch teurer machen. Eine Reform der Rentenversicherung sollte oben auf der Agenda stehen, um den Kostendruck zu senken und das Wachstum anzukurbeln.
  • Die marode Infrastruktur Deutschlands ist zunehmend ein Geschäftsrisiko. Das gilt nicht nur für Straßen und Brücken, sondern auch für Energienetze und die digitale Infrastruktur. Modernisierung und Ausbau müssen deutlich schneller vorangehen.
  • Viele Regulierungen und bürokratische Lasten machen Investitionen in Deutschland unattraktiv. Hier gilt es nachzubessern, indem die öffentliche Verwaltung digitalisiert und Systeme vereinheitlicht werden.
  • Gerade für Branchen, die stark von der Dekarbonisierung betroffen sind, ist ein stabiler und vor allem langfristiger Förderrahmen für die klimafreundliche Umstellung essenziell. Nur so können Unternehmen ihre notwendigen Investitionen tätigen.
  • Viele der genannten Punkte müssen finanziert werden. Um die Mittel dafür freizumachen, gilt es zum einen, die öffentlichen Haushalte effizienter aufzustellen und so Geld zu sparen. Zum anderen muss die Politik eine Lösung finden, mehr Investitionen tätigen zu können, ohne dabei von der Schuldenbremse eingeschränkt zu werden.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

HENKEL-Podcast „Fritz for Future“ erklärt in der neuen Folge die innovative #RethinkNew-Technologie

Immer schneller werfen wir unsere relativ neue Kleidung wieder weg. Weil wir meinen, Sie sei „uncool“ oder unmodern. Manchmal aber auch, weil die Farben verblasst sind und in unseren Augen nicht mehr schön aussehen. Mit diesem Thema beschäftigt sich die neue Folge des HENKEL-Podcasts „Fritz for Future“. Um Kleidung möglichst lange im Kreislauf zu halten, hat Perwoll die #RethinkNew-Technologie entwickelt, durch die unsere Kleidung trotz Waschen länger wie neu aussieht. In dieser Folge spricht Janine mit Jan Kruse, Global Director Fabric Care bei Henkel, wie Perwoll Konsument:innen zum Neudenken inspiriert. Sie hören den Podcast überall dort, wo es gute Podcasts gibt. Einfach „Fritz for Future“ eintippen.

Entspannte Führungskräfte leiten besser: Die Macht der Gelassenheit im Management

In der hektischen und anspruchsvollen Geschäftswelt von heute suchen Führungskräfte oft nach Wegen, um effektiver zu führen und ihre Teams zu motivieren. Eine zunehmend beliebte Strategie ist die Förderung von Entspannung und Gelassenheit als Führungsstil. Studien und Fallbeispiele zeigen, dass entspannte Führungskräfte oft bessere Ergebnisse erzielen und ein positiveres Arbeitsumfeld schaffen können. Doch was genau bedeutet es, eine entspannte Führungskraft zu sein, und wie kann diese Gelassenheit im Management umgesetzt werden? Von CHRISTOPH SOCHART

Die Bedeutung von Entspannung in der Führung

1. Stressabbau und Gesundheit: Entspannte Führungskräfte können besser mit Stress umgehen und haben oft eine bessere psychische und physische Gesundheit. Indem sie selbst Gelassenheit vorleben, können sie auch ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, einen gesunden Umgang mit Stress zu entwickeln.

2. Kreativität und Innovation: Entspannte Führungskräfte schaffen ein Umfeld, in dem Kreativität und Innovation blühen können. Indem sie Druck und Zwang reduzieren, ermutigen sie ihre Teams, neue Ideen zu entwickeln und Risiken einzugehen.

3. Effektive Kommunikation: Gelassene Führungskräfte kommunizieren oft klarer und einfühlsamer. Sie hören aktiv zu, nehmen die Perspektiven ihrer Mitarbeiter ernst und schaffen Raum für offenen Austausch und Feedback.

4. Team-Motivation und Bindung: Mitarbeiter fühlen sich in einer entspannten Arbeitsumgebung oft wohler und sind motivierter, ihr Bestes zu geben. Durch eine gelassene Führung können Führungskräfte ein starkes Teamgefühl fördern und die Mitarbeiterbindung stärken.

Merkmale einer entspannten Führungskraft

1. Selbstreflexion und Achtsamkeit: Entspannte Führungskräfte nehmen sich Zeit für Selbstreflexion und Achtsamkeit. Sie erkennen ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse und können so besser auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen.

2. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Gelassene Führungskräfte sind flexibel und können sich schnell an Veränderungen anpassen. Sie sind bereit, neue Ideen zu akzeptieren und den Weg zu ändern, wenn es notwendig ist.

3. Vertrauen und Delegation: Sie haben Vertrauen in ihre Mitarbeiter und delegieren Verantwortung. Durch die Delegation von Aufgaben zeigen sie ihren Mitarbeitern, dass sie ihnen vertrauen und ihnen zutrauen, Herausforderungen eigenständig zu bewältigen.

4. Humor und positive Einstellung: Entspannte Führungskräfte haben oft einen Sinn für Humor und eine positive Einstellung. Sie können auch in stressigen Situationen gelassen bleiben und bringen Leichtigkeit in den Arbeitsalltag.

Es gibt zahlreiche Bücher, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Es lohnt sich immer eine Buchrecherche im Internet oder bei Ihrem persönlichen Buchhändler. Unser Artikel hat keine Ähnlichkeiten mit dem Inhalt des abgebildeten Buches. Symbolbild: Screenshot Unternehmerschaft Düsseldorf

Fallbeispiel: Entspannte Führung in der Praxis

Sarah ist eine Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens, das sich auf Softwareentwicklung spezialisiert hat. Sie hat den Ruf, eine besonders gelassene und zugängliche Führungskraft zu sein. Statt Druck und Zwang setzt sie auf Vertrauen, Offenheit und Empathie.

Sarah praktiziert regelmäßig Achtsamkeitsübungen und Meditation, um ihre eigene Gelassenheit zu fördern. Dadurch ist sie in der Lage, auch in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und kluge Entscheidungen zu treffen.

In ihrem Team fördert Sarah eine offene Kommunikationskultur. Sie ermutigt ihre Mitarbeiter, ihre Ideen und Bedenken zu äußern, und nimmt sich Zeit, um zuzuhören und konstruktives Feedback zu geben.

Sarah delegiert Verantwortung an ihre Mitarbeiter und vertraut darauf, dass sie ihre Aufgaben eigenständig und effektiv erledigen. Durch dieses Vertrauen fühlen sich ihre Mitarbeiter motiviert und geschätzt.

Durch ihre gelassene Führung hat Sarah es geschafft, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem ihre Mitarbeiter gerne arbeiten und ihr Bestes geben. Das Unternehmen floriert unter ihrer Leitung, und die Mitarbeiterbindung ist hoch.

Fazit

Entspannte Führungskräfte können oft bessere Ergebnisse erzielen und ein positives Arbeitsumfeld schaffen. Durch Selbstreflexion, Flexibilität, Vertrauen und eine positive Einstellung können sie ihre Teams motivieren und effektiv führen. In einer Welt, die von Stress und Hektik geprägt ist, ist die Macht der Gelassenheit im Management eine wertvolle Ressource für den langfristigen Erfolg von Unternehmen.

Welche Schlüsselkompetenzen benötigt die Führungskraft von morgen?

In der sich schnell wandelnden Geschäftswelt von heute und morgen sind traditionelle Führungsstile nicht mehr ausreichend, um Teams und Organisationen effektiv zu führen. Die Führungskraft von morgen muss eine Vielzahl von Schlüsselkompetenzen entwickeln, die über die klassischen Managementfähigkeiten hinausgehen. Dieser Artikel beleuchtet diese Kompetenzen und illustriert sie mit Beispielen aus verschiedenen Düsseldorfer Unternehmen. Von CHRISTOPH SOCHART


Zusammenfassung: Schlüsselkompetenzen für die Führungskraft von morgen

Die Führungskraft von morgen muss über eine Vielzahl von Schlüsselkompetenzen verfügen, um in einer sich ständig verändernden und anspruchsvollen Geschäftswelt erfolgreich zu sein. Dazu gehören:

1. Emotionale Intelligenz: Die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, zu verstehen und zu kontrollieren, ist entscheidend für effektive Führung und zwischenmenschliche Beziehungen.

2. Anpassungsfähigkeit: Die Bereitschaft, sich an neue Situationen anzupassen und flexibel zu bleiben, ermöglicht es Führungskräften, in einem sich ständig verändernden Umfeld erfolgreich zu agieren.

3. Technologische Kompetenz: Ein grundlegendes Verständnis für aktuelle Technologien und die Fähigkeit, diese effektiv zu nutzen, sind entscheidend, um Innovationen voranzutreiben und wettbewerbsfähig zu bleiben.

4. Nachhaltigkeitsbewusstsein: Die Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte in Entscheidungsprozessen ist notwendig, um langfristige, nachhaltige Geschäftspraktiken zu fördern.

5. Innovationsfähigkeit: Die Fähigkeit, kreative Lösungen zu entwickeln, neue Ideen zu generieren und Innovationen voranzutreiben, ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und das langfristige Wachstum eines Unternehmens.

6. Interkulturelle Kompetenz: Die Fähigkeit, effektiv über kulturelle Grenzen hinweg zu kommunizieren und zu arbeiten, ist entscheidend in einer globalisierten Welt, in der Unternehmen international tätig sind und diverse Teams die Norm sind.

7. Entscheidungsfreude und Risikobereitschaft: Die Fähigkeit, schnell und entschlossen Entscheidungen zu treffen und kalkulierte Risiken einzugehen, ermöglicht es Führungskräften, Chancen zu nutzen und Innovationen voranzutreiben.

8. Ethik und Integrität: Eine starke ethische Haltung und Integrität sind unerlässlich, um Vertrauen aufzubauen, eine positive Unternehmenskultur zu schaffen und langfristigen Erfolg zu sichern.

Diese Schlüsselkompetenzen bilden zusammen das Fundament für die Führungskraft von morgen und sind entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens in einer komplexen und herausfordernden Geschäftswelt.


Symbolbild Schlüsselkompetenzen. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

1. Emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz (EQ) bezieht sich auf die Fähigkeit, die eigenen Emotionen und die anderer zu erkennen, zu verstehen und zu steuern. Diese Kompetenz umfasst vier Hauptkomponenten: Selbstwahrnehmung, das Bewusstsein über die eigenen Gefühle und deren Einfluss auf Gedanken und Verhalten; Selbstregulierung, die Fähigkeit, impulsive Reaktionen zu kontrollieren und Emotionen auf gesunde Weise zu steuern; soziales Bewusstsein, das Erkennen und Verstehen der Emotionen anderer Menschen, was oft als Empathie bezeichnet wird; und Beziehungsmanagement, der konstruktive Umgang mit den Emotionen anderer, um soziale Interaktionen zu verbessern und Konflikte zu lösen. Eine hohe emotionale Intelligenz ermöglicht es Menschen, effektiver zu kommunizieren, besser zusammenzuarbeiten und stärkere zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Dies ist entscheidend, um ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen und effektive Kommunikation zu fördern.

Beispiel aus der Praxis: Anna, eine Abteilungsleiterin bei einem Technologieunternehmen, bemerkt, dass ihr Team unter hoher Arbeitsbelastung leidet. Statt Druck auszuüben, organisiert sie ein Meeting, um die Sorgen und Bedürfnisse ihres Teams zu besprechen. Durch aktives Zuhören und Einfühlungsvermögen schafft sie eine Atmosphäre des Vertrauens, was letztlich die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeiter verbessert.

2. Anpassungsfähigkeit

In einer immer dynamischeren und unvorhersehbaren Geschäftswelt wird Anpassungsfähigkeit zu einer entscheidenden Schlüsselkompetenz für Führungskräfte. Anpassungsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit, flexibel auf Veränderungen zu reagieren, sich schnell auf neue Gegebenheiten einzustellen und innovative Lösungen für unerwartete Herausforderungen zu entwickeln. Diese Kompetenz ist unerlässlich, um Unternehmen durch Zeiten des Wandels zu führen und ihnen zu helfen, in einem volatilen Marktumfeld zu bestehen und zu wachsen.

Warum ist Anpassungsfähigkeit wichtig?

1. Technologischer Wandel:
Technologische Innovationen verändern Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse und Kommunikationsmethoden ständig. Führungskräfte müssen bereit sein, neue Technologien zu übernehmen und ihre Teams in der Nutzung dieser Technologien zu schulen.

2. Markt- und Wettbewerbsdruck:
Unternehmen stehen unter ständigem Druck, sich an neue Marktbedingungen anzupassen und sich gegen Wettbewerber zu behaupten. Anpassungsfähige Führungskräfte können schneller auf Markttrends reagieren und strategische Anpassungen vornehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

3. Kundenanforderungen:
Die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden ändern sich kontinuierlich. Führungskräfte, die anpassungsfähig sind, können besser auf diese Veränderungen reagieren, indem sie Produkte und Dienstleistungen entsprechend modifizieren und verbessern.

4. Globale Ereignisse:
Ereignisse wie Pandemien, Naturkatastrophen oder politische Instabilität können Geschäftsabläufe erheblich beeinflussen. Anpassungsfähige Führungskräfte sind in der Lage, Notfallpläne zu entwickeln und ihre Strategien schnell anzupassen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Merkmale einer anpassungsfähigen Führungskraft

1. Offenheit für Veränderungen:
Anpassungsfähige Führungskräfte sind offen für neue Ideen und Veränderungen. Sie sehen Wandel nicht als Bedrohung, sondern als Chance zur Verbesserung und Innovation.

2. Proaktives Handeln:
Statt nur auf Veränderungen zu reagieren, handeln sie proaktiv, indem sie potenzielle Herausforderungen frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

3. Lernbereitschaft:
Anpassungsfähige Führungskräfte sind bereit, ständig zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Sie investieren in ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung und fördern auch die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

4. Flexibles Denken:
Sie sind in der Lage, flexibel zu denken und traditionelle Denkmuster zu durchbrechen. Dies hilft ihnen, kreative Lösungen für komplexe Probleme zu finden.

5. Stressresistenz:
Anpassungsfähigkeit geht oft mit einer hohen Stressresistenz einher. Führungskräfte müssen in der Lage sein, unter Druck ruhig zu bleiben und rationale Entscheidungen zu treffen.

Beispiel aus der Praxis: Tom, der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens im Einzelhandel, sieht sich durch die COVID-19-Pandemie mit drastisch sinkenden Umsätzen konfrontiert. Statt abzuwarten, bis die Krise vorüber ist, entscheidet er sich, schnell auf den Online-Verkauf umzustellen. Tom investiert in eine benutzerfreundliche E-Commerce-Plattform, schult sein Team im digitalen Marketing und führt kontaktlose Lieferoptionen ein. Dank seiner Anpassungsfähigkeit kann er nicht nur die Existenz seines Unternehmens sichern, sondern auch neue Marktanteile gewinnen. Seine Fähigkeit, sich schnell an die veränderten Umstände anzupassen, führt zu einer nachhaltigen Geschäftsstrategie, die das Unternehmen auch nach der Krise erfolgreich macht.

Insgesamt ermöglicht Anpassungsfähigkeit Führungskräften, ihre Organisationen durch Unsicherheiten und Wandel zu navigieren und sie auf eine zukunftsfähige Grundlage zu stellen. Es ist eine Kompetenz, die ständige Wachsamkeit, Bereitschaft zur Veränderung und kontinuierliches Lernen erfordert, aber die Belohnungen in Form von Resilienz und langfristigem Erfolg sind es wert.

3. Technologische Kompetenz

Technologische Kompetenz ist eine wesentliche Schlüsselkompetenz für die Führungskraft von morgen. Diese Kompetenz umfasst das Verständnis, die Nutzung und die Implementierung moderner Technologien zur Verbesserung von Geschäftsprozessen und zur Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten. In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es entscheidend, dass Führungskräfte nicht nur mit aktuellen Technologien vertraut sind, sondern auch deren Potenzial zur Transformation ihres Unternehmens erkennen und nutzen können.

Warum ist technologische Kompetenz wichtig?

1. Digitale Transformation:
Die digitale Transformation verändert Branchen grundlegend. Unternehmen, die diese Veränderungen ignorieren, riskieren, von agileren und technologisch versierteren Konkurrenten überholt zu werden. Führungskräfte müssen die Treiber der digitalen Transformation in ihren Organisationen sein.

2. Effizienzsteigerung:
Technologien können Geschäftsprozesse automatisieren, was zu erheblichen Effizienzsteigerungen führt. Führungskräfte mit technologischer Kompetenz können die richtigen Tools identifizieren und implementieren, um den Betrieb zu optimieren.

3. Innovationsförderung:
Neue Technologien bieten zahlreiche Möglichkeiten für Innovationen. Führungskräfte müssen in der Lage sein, technologische Trends zu erkennen und innovative Lösungen zu entwickeln, die ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

4. Datengetriebene Entscheidungen:
Moderne Technologien ermöglichen die Erhebung und Analyse großer Datenmengen. Technologisch versierte Führungskräfte können diese Daten nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Geschäftsstrategien zu optimieren.

5. Cybersicherheit:
Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen auch die Risiken von Cyberangriffen. Führungskräfte müssen sich der Bedeutung der Cybersicherheit bewusst sein und Maßnahmen ergreifen, um die Daten und Systeme ihres Unternehmens zu schützen.

Merkmale einer technologisch kompetenten Führungskraft

1. Technologisches Wissen:
Eine technologische Führungskraft besitzt ein tiefes Verständnis der neuesten Technologien und ihrer Anwendungsmöglichkeiten. Dies umfasst Kenntnisse in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Big Data, Cloud Computing und Internet der Dinge (IoT).

2. Strategisches Denken:
Sie ist in der Lage, technologische Trends zu analysieren und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu bewerten. Dies hilft ihr, langfristige technologische Strategien zu entwickeln, die das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens fördern.

3. Anpassungsfähigkeit:
Da sich Technologien ständig weiterentwickeln, muss eine technologisch kompetente Führungskraft flexibel und bereit sein, neue Technologien schnell zu adaptieren und umzusetzen.

4. Kooperationsfähigkeit:
Sie arbeitet eng mit IT-Experten und anderen Fachabteilungen zusammen, um technologische Lösungen zu entwickeln und zu implementieren, die den spezifischen Bedürfnissen des Unternehmens entsprechen.

5. Förderung digitaler Kompetenzen:
Eine technologische Führungskraft investiert in die digitale Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und fördert eine Unternehmenskultur, die technologische Innovationen unterstützt und vorantreibt.

Beispiel aus der Praxis: Lisa, Projektleiterin in einem Finanzdienstleistungsunternehmen, erkennt das Potenzial von künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data, um Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und personalisierte Dienstleistungen anzubieten. Sie entscheidet sich, in ein KI-basiertes System zur Kundenanalyse zu investieren. Zunächst besucht Lisa verschiedene Schulungen und Konferenzen, um sich über die neuesten Entwicklungen in der KI-Technologie zu informieren. Anschließend arbeitet sie eng mit einem spezialisierten IT-Team zusammen, um das System zu entwickeln und zu implementieren.

Das neue System analysiert große Mengen an Kundendaten, erkennt Muster und Vorlieben und schlägt maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen vor. Dank Lisas technologischem Wissen und ihrer strategischen Denkweise wird das System erfolgreich eingeführt und verbessert die Kundenbindung erheblich. Die Kunden fühlen sich besser verstanden und individuell betreut, was zu einer deutlichen Steigerung der Umsätze führt.

Darüber hinaus stellt Lisa sicher, dass ihr Team in der Nutzung des neuen Systems geschult wird. Sie organisiert regelmäßige Trainings und Workshops, um die digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter zu fördern. Dadurch schafft sie eine Umgebung, in der technologische Innovationen nicht nur akzeptiert, sondern aktiv vorangetrieben werden.

Insgesamt zeigt dieses Beispiel, wie eine technologische Führungskraft die richtigen technologischen Lösungen identifizieren, implementieren und nutzen kann, um ihr Unternehmen voranzubringen. Technologische Kompetenz ermöglicht es Führungskräften, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern und ihre Organisationen für die Zukunft zu rüsten.

4. Nachhaltigkeitsbewusstsein

Nachhaltigkeitsbewusstsein ist eine zentrale Schlüsselkompetenz für die Führungskraft von morgen. Es geht dabei nicht nur darum, Umweltaspekte zu berücksichtigen, sondern auch soziale und ökonomische Faktoren in die Unternehmensstrategie zu integrieren. Eine nachhaltigkeitsbewusste Führungskraft erkennt die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen, die Notwendigkeit sozialer Verantwortung und die langfristigen Vorteile nachhaltigen Wirtschaftens. In einer Zeit, in der Umweltprobleme und soziale Ungleichheit immer drängender werden, ist es entscheidend, dass Führungskräfte nachhaltige Prinzipien in ihre Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Warum ist Nachhaltigkeitsbewusstsein wichtig?

1. Umweltverantwortung:
Unternehmen haben einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Nachhaltigkeitsbewusste Führungskräfte arbeiten daran, die Umweltauswirkungen ihrer Organisationen zu minimieren, indem sie nachhaltige Praktiken und Technologien implementieren.

2. Gesellschaftliche Verantwortung:
Unternehmen tragen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Dies beinhaltet faire Arbeitsbedingungen, ethische Geschäftspraktiken und die Unterstützung von Gemeinschaften. Nachhaltige Führungskräfte fördern soziale Gerechtigkeit und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

3. Langfristige Rentabilität:
Nachhaltigkeit kann zur langfristigen Rentabilität eines Unternehmens beitragen. Durch den effizienten Einsatz von Ressourcen, die Reduktion von Abfall und die Verbesserung des Markenimages können Unternehmen Kosten sparen und Wettbewerbsvorteile erzielen.

4. Regulatorische Anforderungen:
Regierungen weltweit verschärfen die Umwelt- und Sozialvorschriften. Unternehmen, die proaktiv nachhaltige Praktiken umsetzen, sind besser auf zukünftige regulatorische Änderungen vorbereitet und vermeiden potenzielle Strafen.

5. Stakeholder-Erwartungen:
Kunden, Mitarbeiter und Investoren erwarten zunehmend, dass Unternehmen verantwortungsvoll handeln. Nachhaltigkeitsbewusste Führungskräfte können diese Erwartungen erfüllen und das Vertrauen und die Loyalität der Stakeholder stärken.

Merkmale einer nachhaltigkeitsbewussten Führungskraft

1. Ganzheitliches Denken:
Eine nachhaltigkeitsbewusste Führungskraft betrachtet die langfristigen Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Sie integriert nachhaltige Prinzipien in die Unternehmensstrategie und das Tagesgeschäft.

2. Engagement für Umweltziele:
Sie setzt sich konkrete und messbare Umweltziele, wie die Reduzierung des CO2-Ausstoßes, die Minimierung von Abfall und den effizienten Einsatz von Ressourcen. Diese Ziele werden aktiv verfolgt und regelmäßig überprüft.

3. Soziale Verantwortung:
Nachhaltige Führungskräfte fördern ein positives Arbeitsumfeld, unterstützen die berufliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter und engagieren sich für die Gemeinschaft. Sie stellen sicher, dass ihr Unternehmen fair und ethisch handelt.

4. Transparenz und Kommunikation:
Sie kommunizieren offen über die Nachhaltigkeitsziele und -leistungen ihres Unternehmens. Transparenz gegenüber Stakeholdern ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und Unterstützung zu gewinnen.

5. Innovationsförderung:
Nachhaltige Führungskräfte ermutigen zu Innovationen, die zur Nachhaltigkeit beitragen. Sie fördern die Entwicklung und Implementierung neuer Technologien und Prozesse, die umweltfreundlich und sozial gerecht sind.

Beispiel aus der Praxis: Max, CEO eines Produktionsunternehmens, erkennt die Notwendigkeit, sein Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Er beginnt damit, eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte integriert.

Ökologische Maßnahmen:
Max initiiert eine Umstellung auf erneuerbare Energien, indem er Solaranlagen auf den Dächern der Produktionsstätten installiert und langfristige Verträge für den Bezug von grünem Strom abschließt. Er setzt auf energieeffiziente Maschinen und optimiert die Produktionsprozesse, um den Energieverbrauch zu senken. Darüber hinaus implementiert er ein Recyclingprogramm, das den Abfall drastisch reduziert und die Wiederverwendung von Materialien fördert.

Soziale Verantwortung:
Max legt großen Wert auf faire Arbeitsbedingungen und sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten haben. Er führt flexible Arbeitszeitmodelle und Telearbeit ein, um die Work-Life-Balance zu verbessern. Außerdem engagiert sich das Unternehmen in lokalen Gemeinschaftsprojekten, unterstützt Bildungsinitiativen und fördert das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit:
Max entwickelt neue, nachhaltige Produkte, die weniger Ressourcen verbrauchen und länger haltbar sind. Er analysiert die gesamte Lieferkette und arbeitet eng mit Lieferanten zusammen, um nachhaltige Beschaffungspraktiken zu gewährleisten. Durch die Einführung eines nachhaltigen Produktdesigns gewinnt das Unternehmen neue Kunden, die Wert auf umweltfreundliche Produkte legen, und stärkt seine Marktposition.

Transparenz und Kommunikation:
Max veröffentlicht regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte, die die Fortschritte und Herausforderungen des Unternehmens in Bezug auf Nachhaltigkeit offenlegen. Er kommuniziert diese Berichte nicht nur an die Investoren, sondern auch an die Mitarbeiter und Kunden, um Transparenz und Vertrauen zu schaffen.

Dank Max’ Engagement für Nachhaltigkeit kann das Unternehmen nicht nur seine Umweltbilanz verbessern, sondern auch seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein. Die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens führt zu einer stärkeren Bindung der Stakeholder und positioniert das Unternehmen als Vorreiter in seiner Branche.

Fazit

Nachhaltigkeitsbewusstsein ist für die Führungskraft von morgen unverzichtbar. Durch die Integration ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte in die Unternehmensstrategie können Führungskräfte nicht nur die Umwelt schützen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, sondern auch langfristige wirtschaftliche Vorteile erzielen. Nachhaltige Führungskräfte fördern Innovationen, setzen sich klare Ziele, kommunizieren transparent und schaffen eine Kultur der Verantwortung und des Engagements. So sichern sie den nachhaltigen Erfolg ihrer Organisationen und tragen zu einer besseren Zukunft bei.

5. Innovationsfähigkeit

Innovationsfähigkeit ist eine entscheidende Schlüsselkompetenz für die Führungskraft von morgen. Sie umfasst die Fähigkeit, kreative Lösungen für bestehende Probleme zu finden, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und kontinuierlich Verbesserungen voranzutreiben. In einer sich schnell verändernden Welt, in der Technologie, Märkte und Kundenanforderungen sich ständig weiterentwickeln, ist die Innovationsfähigkeit von entscheidender Bedeutung, um wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Warum ist Innovationsfähigkeit wichtig?

1. Wettbewerbsvorteil:
Innovationen ermöglichen es Unternehmen, sich von der Konkurrenz abzuheben. Führungskräfte, die Innovationsfähigkeit fördern, schaffen einzigartige Produkte und Dienstleistungen, die den Markt revolutionieren und dem Unternehmen einen Vorteil verschaffen.

2. Anpassungsfähigkeit:
Innovationsfähigkeit ist eng mit Anpassungsfähigkeit verbunden. In einer dynamischen Geschäftswelt müssen Unternehmen in der Lage sein, schnell auf Veränderungen zu reagieren und innovative Lösungen zu entwickeln, um neue Herausforderungen zu meistern.

3. Kundenzufriedenheit:
Durch innovative Produkte und Dienstleistungen können Unternehmen besser auf die sich wandelnden Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden eingehen. Dies führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit und -bindung.

4. Effizienzsteigerung:
Innovationen können Geschäftsprozesse optimieren und die Effizienz steigern. Dies beinhaltet die Automatisierung von Aufgaben, die Einführung neuer Technologien und die Verbesserung von Arbeitsabläufen, was letztlich zu Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen führt.

5. Mitarbeitermotivation:
Eine Kultur der Innovation fördert die Kreativität und das Engagement der Mitarbeiter. Wenn Führungskräfte ihre Teams ermutigen, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen, steigt die Motivation und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Merkmale einer innovativen Führungskraft

1. Kreatives Denken:
Eine innovative Führungskraft ist in der Lage, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Perspektiven einzunehmen. Sie fördert kreatives Denken und ermutigt ihr Team, unkonventionelle Lösungen zu erkunden.

2. Risikobereitschaft:
Innovation erfordert oft das Eingehen von Risiken. Innovative Führungskräfte sind bereit, kalkulierte Risiken einzugehen und aus Fehlern zu lernen. Sie schaffen ein Umfeld, in dem das Scheitern als Teil des Innovationsprozesses akzeptiert wird.

3. Offenheit für Neues:
Sie sind offen für neue Ideen und Technologien. Eine innovative Führungskraft bleibt neugierig und informiert sich kontinuierlich über technologische Fortschritte und Markttrends.

4. Förderung von Teamarbeit:
Innovation ist oft das Ergebnis von Zusammenarbeit. Innovative Führungskräfte fördern Teamarbeit und schaffen eine Kultur des Austauschs und der Zusammenarbeit, in der jeder Beitrag wertgeschätzt wird.

5. Entwicklung einer Innovationsstrategie:
Sie entwickeln und implementieren eine klare Innovationsstrategie, die auf die langfristigen Ziele des Unternehmens ausgerichtet ist. Diese Strategie umfasst die Identifizierung von Innovationsfeldern, die Zuweisung von Ressourcen und die Festlegung von messbaren Zielen.

Beispiel aus der Praxis: Eva, Innovationsmanagerin in einem Pharmaunternehmen, erkennt das Potenzial von Design-Thinking-Methoden zur Entwicklung neuer Medikamente. Sie initiiert ein Projekt, bei dem interdisziplinäre Teams aus Forschung, Marketing und Produktion zusammenarbeiten, um kreative Lösungen zu finden. Eva schafft einen Raum für kreative Workshops und stellt sicher, dass alle Teammitglieder Zugang zu den notwendigen Ressourcen und Technologien haben.

Innovationsprozess:
Eva setzt auf den Design-Thinking-Prozess, der in fünf Phasen unterteilt ist: Verstehen, Definieren, Ideenfindung, Prototyping und Testen. In der ersten Phase sammeln die Teams umfangreiche Informationen über die Bedürfnisse der Patienten und die bestehenden Herausforderungen in der Medikamentenentwicklung. In der zweiten Phase definieren sie spezifische Probleme, die gelöst werden müssen.

Kreative Ideenfindung:
Während der Ideenfindungsphase ermutigt Eva die Teams, so viele Ideen wie möglich zu entwickeln, ohne sich von traditionellen Denkweisen einschränken zu lassen. Die besten Ideen werden ausgewählt und weiterentwickelt. In der Prototyping-Phase erstellen die Teams Prototypen ihrer Lösungen und testen diese in der realen Welt, um Feedback zu erhalten und Verbesserungen vorzunehmen.

Erfolgreiche Umsetzung:
Dank Evas Führung und der Anwendung des Design-Thinking-Prozesses gelingt es dem Team, ein innovatives Medikament zu entwickeln, das die Lebensqualität der Patienten erheblich verbessert. Der Erfolg des Projekts zeigt, wie wichtig kreative Methoden und interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens sind.

Fazit

Innovationsfähigkeit ist eine unerlässliche Kompetenz für die Führungskraft von morgen. Durch kreatives Denken, Risikobereitschaft, Offenheit für Neues, Förderung von Teamarbeit und die Entwicklung einer klaren Innovationsstrategie können Führungskräfte ihre Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen. Innovationen schaffen Wettbewerbsvorteile, steigern die Kundenzufriedenheit, erhöhen die Effizienz und motivieren die Mitarbeiter. Eine Kultur der Innovation sichert langfristigen Erfolg und stellt sicher, dass Unternehmen in einer sich ständig verändernden Welt bestehen und wachsen können.

6. Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz ist eine wesentliche Schlüsselkompetenz für die Führungskraft von morgen. In einer globalisierten Welt, in der Unternehmen international tätig sind und Teams häufig aus Mitgliedern verschiedener kultureller Hintergründe bestehen, ist es entscheidend, dass Führungskräfte in der Lage sind, effektiv über kulturelle Grenzen hinweg zu kommunizieren und zu arbeiten. Interkulturelle Kompetenz umfasst das Verständnis und die Wertschätzung kultureller Unterschiede sowie die Fähigkeit, kulturell angemessen zu handeln und Konflikte zu managen.

Warum ist interkulturelle Kompetenz wichtig?

1. Globalisierung der Märkte:
Die Globalisierung hat dazu geführt, dass Unternehmen auf internationaler Ebene agieren und Märkte weltweit erschließen. Führungskräfte mit interkultureller Kompetenz können besser auf die Bedürfnisse und Erwartungen internationaler Kunden eingehen und erfolgreiche Marktstrategien entwickeln.

2. Vielfältige Teams:
Teams bestehen zunehmend aus Mitgliedern unterschiedlicher kultureller Hintergründe. Interkulturell kompetente Führungskräfte können die Stärken dieser Vielfalt nutzen, um die Kreativität und Innovationsfähigkeit des Teams zu fördern und die Zusammenarbeit zu verbessern.

3. Vermeidung von Missverständnissen:
Kulturelle Unterschiede können leicht zu Missverständnissen und Konflikten führen. Eine Führungskraft mit interkultureller Kompetenz kann diese Unterschiede erkennen und entsprechende Kommunikationsstrategien entwickeln, um Missverständnisse zu vermeiden und ein harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen.

4. Einhaltung globaler Standards:
Unterschiedliche Kulturen haben unterschiedliche Normen und Werte, die auch in Geschäftsbeziehungen eine Rolle spielen. Interkulturelle Kompetenz hilft Führungskräften, diese Normen zu respektieren und gleichzeitig die Einhaltung globaler Standards zu gewährleisten.

5. Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds:
Führungskräfte mit interkultureller Kompetenz schaffen ein inklusives Arbeitsumfeld, in dem sich alle Mitarbeiter respektiert und wertgeschätzt fühlen, unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund. Dies führt zu höherer Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter.

Merkmale einer interkulturell kompetenten Führungskraft

1. Kulturelle Sensibilität:
Eine interkulturell kompetente Führungskraft ist sich der kulturellen Unterschiede bewusst und respektiert diese. Sie erkennt die Vielfalt der kulturellen Perspektiven und integriert sie in ihre Führungsstrategien.

2. Empathie:
Empathie ist entscheidend für das Verständnis und die Wertschätzung der Gefühle und Perspektiven von Menschen aus verschiedenen Kulturen. Eine empathische Führungskraft kann besser auf die Bedürfnisse und Anliegen ihrer internationalen Mitarbeiter und Geschäftspartner eingehen.

3. Kommunikationsfähigkeit:
Sie beherrscht unterschiedliche Kommunikationsstile und kann sich an die kulturellen Präferenzen ihres Gegenübers anpassen. Dies beinhaltet sowohl verbale als auch nonverbale Kommunikation.

4. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit:
Interkulturell kompetente Führungskräfte sind flexibel und passen ihre Führungsstile und -methoden an die kulturellen Gegebenheiten an. Sie sind bereit, ihre eigenen Überzeugungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

5. Lernbereitschaft:
Sie sind offen für kontinuierliches Lernen und Weiterentwicklung in Bezug auf interkulturelle Themen. Sie nehmen aktiv an Schulungen und Trainings teil, um ihre interkulturellen Fähigkeiten zu verbessern.

Beispiel aus der Praxis: Sarah, die Leiterin eines internationalen Projektteams in einem Technologieunternehmen, arbeitet eng mit Teammitgliedern aus den USA, China, Indien und Deutschland zusammen. Um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern und Missverständnisse zu vermeiden, setzt Sarah verschiedene interkulturelle Kompetenzen ein.

Kulturelle Sensibilität:
Sarah beginnt damit, sich intensiv mit den Kulturen ihrer Teammitglieder auseinanderzusetzen. Sie liest Bücher, besucht interkulturelle Trainings und spricht mit ihren Kollegen über ihre kulturellen Hintergründe und Erwartungen. Dieses Wissen hilft ihr, kulturelle Unterschiede zu verstehen und zu respektieren.

Empathie und Kommunikation:
Sarah achtet darauf, in Meetings und in der täglichen Kommunikation empathisch und respektvoll zu sein. Sie nimmt sich die Zeit, die Perspektiven ihrer Teammitglieder zu hören und zu verstehen. Wenn es zu Missverständnissen kommt, klärt sie diese offen und einfühlsam, um ein besseres Verständnis zu schaffen.

Anpassungsfähigkeit:
Sarah passt ihren Führungsstil an die kulturellen Präferenzen ihrer Teammitglieder an. Während die amerikanischen Kollegen eine direkte Kommunikation bevorzugen, schätzt das chinesische Teammitglied eine eher indirekte und respektvolle Herangehensweise. Sarah findet eine Balance, die allen gerecht wird.

Lernbereitschaft:
Sarah lernt kontinuierlich dazu und sucht aktiv nach Feedback von ihrem Team, um ihre interkulturellen Fähigkeiten weiter zu verbessern. Sie organisiert regelmäßige interkulturelle Workshops für das gesamte Team, um das Bewusstsein und das Verständnis für kulturelle Unterschiede zu fördern.

Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds:
Sarah schafft ein inklusives Arbeitsumfeld, indem sie sicherstellt, dass alle Teammitglieder sich gehört und wertgeschätzt fühlen. Sie ermutigt zur aktiven Teilnahme und schafft Raum für den Austausch von Ideen und Perspektiven aus verschiedenen kulturellen Hintergründen.

Dank Sarahs interkultureller Kompetenz gelingt es dem Team, effektiv zusammenzuarbeiten und innovative Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen eines globalen Marktes gerecht werden. Die positive Arbeitsatmosphäre und das gegenseitige Verständnis tragen wesentlich zum Erfolg des Projekts bei.

Fazit

Interkulturelle Kompetenz ist für die Führungskraft von morgen unverzichtbar. Durch kulturelle Sensibilität, Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und kontinuierliches Lernen können Führungskräfte effektiver über kulturelle Grenzen hinweg arbeiten und ein inklusives Arbeitsumfeld schaffen. Diese Kompetenz ermöglicht es ihnen, die Vorteile der Globalisierung zu nutzen, Missverständnisse zu vermeiden und die Zusammenarbeit in vielfältigen Teams zu verbessern. Eine interkulturell kompetente Führungskraft trägt dazu bei, dass ihr Unternehmen in einer globalisierten Welt erfolgreich und nachhaltig agieren kann.

7. Entscheidungsfreude und Risikobereitschaft

Entscheidungsfreude und Risikobereitschaft sind wesentliche Schlüsselkompetenzen für die Führungskraft von morgen. Diese Kompetenzen beinhalten die Fähigkeit, schnell und entschlossen Entscheidungen zu treffen, auch unter Unsicherheit und Druck, sowie die Bereitschaft, kalkulierte Risiken einzugehen, um Chancen zu nutzen und Innovationen voranzutreiben. In einer Welt, die durch rasante technologische Fortschritte, globalen Wettbewerb und ständig wechselnde Marktbedingungen geprägt ist, sind diese Fähigkeiten entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.

Warum sind Entscheidungsfreude und Risikobereitschaft wichtig?

1. Schnelligkeit und Agilität:
In einem dynamischen Geschäftsumfeld müssen Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren. Führungskräfte, die entscheidungsfreudig sind und Risiken eingehen können, ermöglichen ihrem Unternehmen, agil und flexibel zu bleiben.

2. Nutzung von Chancen:
Risiken bergen oft große Chancen. Führungskräfte mit Risikobereitschaft sind in der Lage, diese Chancen zu erkennen und zu nutzen, bevor die Konkurrenz dies tut. Dies kann zu bedeutenden Wettbewerbsvorteilen führen.

3. Förderung von Innovation:
Innovation erfordert Mut und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Risikobereite Führungskräfte schaffen ein Umfeld, in dem kreative Ideen gefördert und umgesetzt werden können, auch wenn dies mit Unsicherheiten verbunden ist.

4. Vorbereitung auf Unsicherheiten:
Die Geschäftswelt ist von Natur aus unsicher und volatil. Führungskräfte, die sich in unsicheren Situationen wohlfühlen und fundierte Entscheidungen treffen können, sind besser in der Lage, ihre Unternehmen durch turbulente Zeiten zu steuern.

5. Motivation und Vertrauen:
Entscheidungsfreudige und risikobereite Führungskräfte inspirieren und motivieren ihre Teams. Sie schaffen Vertrauen, indem sie klar und entschlossen handeln, was zu einer höheren Zufriedenheit und Engagement der Mitarbeiter führt.

Merkmale einer entscheidungsfreudigen und risikobereiten Führungskraft

1. Analytisches Denken:
Sie können schnell relevante Informationen analysieren, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Dies beinhaltet die Bewertung von Risiken und die Abschätzung der potenziellen Auswirkungen auf das Unternehmen.

2. Selbstvertrauen:
Eine entscheidungsfreudige Führungskraft besitzt das Selbstvertrauen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Dieses Selbstvertrauen ist entscheidend, um in unsicheren Situationen ruhig und entschlossen zu bleiben.

3. Kreativität und Innovation:
Sie sind bereit, traditionelle Denkweisen zu hinterfragen und neue, kreative Lösungen zu entwickeln. Dies erfordert die Bereitschaft, Risiken einzugehen und unkonventionelle Ansätze zu verfolgen.

4. Resilienz:
Risikobereite Führungskräfte sind widerstandsfähig und können mit Rückschlägen umgehen. Sie sehen Misserfolge als Lernchancen und bleiben trotz Widrigkeiten fokussiert auf ihre Ziele.

5. Kommunikationsfähigkeit:
Sie können ihre Entscheidungen klar und überzeugend kommunizieren und ihr Team dazu bringen, die getroffenen Entscheidungen mitzutragen. Eine offene Kommunikation über Risiken und Chancen ist dabei essenziell.

Beispiel aus der Praxis: Maria, CEO eines Start-ups, steht vor der Wahl, ob sie in eine neue, vielversprechende Technologie investieren soll. Nach sorgfältiger Analyse entscheidet sie sich mutig für die Investition. Dieses Risiko zahlt sich aus und bringt dem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

8. Ethik und Integrität

Ethik und Integrität sind fundamentale Schlüsselkompetenzen für die Führungskraft von morgen. In einer Geschäftswelt, die zunehmend Transparenz und Verantwortlichkeit fordert, müssen Führungskräfte nicht nur fachliche und strategische Fähigkeiten mitbringen, sondern auch hohe ethische Standards und ein starkes moralisches Rückgrat aufweisen. Diese Werte sind entscheidend für den Aufbau von Vertrauen, die Sicherstellung nachhaltigen Erfolgs und die Schaffung eines positiven Unternehmensklimas.

Warum sind Ethik und Integrität wichtig?

1. Vertrauensaufbau:
Ethik und Integrität sind die Grundlagen für das Vertrauen von Mitarbeitern, Kunden, Investoren und der Öffentlichkeit. Führungskräfte, die sich an hohe ethische Standards halten, schaffen eine Vertrauensbasis, die für langfristige Geschäftsbeziehungen und den Ruf des Unternehmens entscheidend ist.

2. Reputation und Markenerhalt:
Eine starke ethische Haltung schützt und stärkt die Unternehmensreputation. Skandale und ethische Verfehlungen können dem Ansehen eines Unternehmens erheblichen Schaden zufügen und langfristige Konsequenzen haben.

3. Gesetzeskonformität und Verantwortung:
Ethik und Integrität gewährleisten die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, was rechtliche Risiken minimiert. Darüber hinaus übernehmen ethische Führungskräfte Verantwortung für ihre Entscheidungen und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt.

4. Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung:
Eine auf Ethik und Integrität basierende Unternehmenskultur fördert ein positives Arbeitsumfeld. Mitarbeiter, die in einem solchen Umfeld arbeiten, sind motivierter, engagierter und loyaler, was die Mitarbeiterbindung und -leistung erhöht.

5. Nachhaltiger Erfolg:
Unternehmen, die ethisch handeln, sind langfristig erfolgreicher. Sie gewinnen das Vertrauen der Stakeholder, vermeiden rechtliche Probleme und schaffen eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Merkmale einer ethischen und integren Führungskraft

1. Ehrlichkeit und Offenheit:
Ethische Führungskräfte sind ehrlich und transparent in ihren Handlungen und Entscheidungen. Sie kommunizieren offen und klar und vermeiden Täuschungen oder unethische Praktiken.

2. Verantwortungsbewusstsein:
Sie übernehmen Verantwortung für ihre Handlungen und die ihres Teams. Diese Führungskräfte akzeptieren die Konsequenzen ihrer Entscheidungen und arbeiten aktiv daran, negative Auswirkungen zu minimieren.

3. Vorbildfunktion:
Eine ethische Führungskraft lebt die Werte des Unternehmens vor und inspiriert andere, dasselbe zu tun. Sie demonstriert durch ihr Verhalten, wie wichtig ethische Prinzipien sind, und fördert diese Werte im gesamten Unternehmen.

4. Empathie und Fairness:
Sie behandeln alle Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner mit Respekt und Fairness. Ethische Führungskräfte zeigen Empathie und berücksichtigen die Bedürfnisse und Perspektiven anderer bei ihren Entscheidungen.

5. Mut zur Integrität:
Integrität erfordert oft Mut, insbesondere wenn es darum geht, unpopuläre Entscheidungen zu treffen oder gegen den Strom zu schwimmen. Ethische Führungskräfte bleiben ihren Prinzipien treu, selbst unter Druck.

Beispiel aus der Praxis: Michael, CFO eines mittelständischen Unternehmens, wird mit einem ethischen Dilemma konfrontiert. Ein potenzieller Großkunde bietet einen lukrativen Vertrag an, erwartet jedoch im Gegenzug gewisse „Gefälligkeiten“, die gegen die Unternehmensrichtlinien und geltendes Recht verstoßen würden. Der Vertrag würde kurzfristig erhebliche Gewinne bringen, könnte aber langfristig rechtliche und reputationsbezogene Risiken mit sich bringen.

Ehrlichkeit und Offenheit:
Michael entscheidet sich, das Dilemma offen mit dem Vorstand und dem Compliance-Team zu besprechen. Er erläutert die Situation und die damit verbundenen Risiken und Chancen, ohne Details zu verschweigen oder zu beschönigen.

Verantwortungsbewusstsein:
Er betont die Wichtigkeit, den Unternehmensrichtlinien und gesetzlichen Vorgaben treu zu bleiben, und übernimmt die Verantwortung, den potenziellen Kunden darüber zu informieren, dass das Unternehmen keine unethischen Praktiken akzeptieren wird.

Vorbildfunktion:
Durch sein Verhalten zeigt Michael dem gesamten Unternehmen, dass Ethik und Integrität nicht verhandelbar sind. Er demonstriert, dass kurzfristige Gewinne nicht auf Kosten langfristiger Werte und Prinzipien erzielt werden sollten.

Empathie und Fairness:
Michael berücksichtigt die Auswirkungen seiner Entscheidung auf alle Stakeholder, einschließlich der Mitarbeiter, die möglicherweise von dem neuen Geschäft profitiert hätten. Er bemüht sich, alternative Wege zu finden, um das Geschäftswachstum zu unterstützen, ohne die ethischen Standards zu kompromittieren.

Mut zur Integrität:
Trotz des Drucks, den Vertrag abzuschließen, bleibt Michael standhaft und wahrt die Integrität des Unternehmens. Diese Entscheidung erweist sich langfristig als richtig, da das Unternehmen sein positives Image bewahrt und weiterhin das Vertrauen seiner Kunden und Partner genießt.

Fazit

Ethik und Integrität sind für die Führungskraft von morgen unverzichtbar. Durch Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Vorbildfunktion, Empathie und den Mut zur Integrität schaffen Führungskräfte eine vertrauensvolle und positive Unternehmenskultur. Diese Werte sind entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens, da sie nicht nur das Vertrauen und die Loyalität der Stakeholder sichern, sondern auch die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und eine starke Reputation bilden. Ethische Führungskräfte tragen dazu bei, dass Unternehmen in einer komplexen und globalisierten Welt erfolgreich und verantwortungsvoll agieren.