Düsseldorf trifft auf die Zukunft: Redaktion besucht humanoiden Roboter Ameca im Heinz-Nixdorf-Forum

Roboter Ameca im Heinz Nixdorf MuseumsForum. Foto: HNF

(cs) Wie nah kann Technik dem Menschen kommen? Unsere Düsseldorfer Redaktion bekam einen eindrucksvollen Eindruck davon – bei einem Besuch im Heinz-Nixdorf-Forum (HNF), Europas größtem Computermuseum in Paderborn. Dort ist jüngst ein neuer Bewohner eingezogen: Ameca, ein humanoider Roboter der nächsten Generation, der Besucher mit seiner lebensechten Mimik, einer natürlichen Sprachführung und erstaunlich empathischer Kommunikation beeindruckt.

Ameca wirkt auf den ersten Blick wie eine Figur aus einem Science-Fiction-Film, steht aber real und interaktiv in der Ausstellung des HNF – und genau das macht den Besuch so besonders. Entwickelt wurde der Roboter von der britischen Firma Engineered Arts aus Cornwall, die mit Ameca nichts Geringeres als die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion einläuten will. Und in Düsseldorf, wo Technologie, KI und Digitalisierung längst Teil städtischer Zukunftsstrategien sind, stößt dieses Thema auf besonderes Interesse – schließlich ist die Stadt ein wachsender Hotspot für Tech-Innovationen und Start-ups im KI-Bereich.

Kommunikation auf Augenhöhe – fast menschlich

Ameca misst 1,87 Meter, wiegt 62 Kilogramm und wird von 61 Motoren angetrieben – davon 27 allein für die Mimik. Damit ist der Roboter in der Lage, seine Stirn zu runzeln, zu lächeln, zu blinzeln oder sogar skeptisch zu schauen. Er kann den Kopf neigen, Arme und Hände bewegen, nur die Beine sind unbeweglich – laufen kann er (noch) nicht.

Für den Dialog mit den Besuchern nutzt Ameca das KI-Sprachmodell ChatGPT. Die Kommunikation läuft verblüffend flüssig – in nahezu jeder Sprache, grammatikalisch korrekt und mit einer menschlich klingenden Stimme. Gespräche mit Ameca fühlen sich erstaunlich natürlich an, was vor allem an der Kombination aus ausgeklügelter Sprachsynthese und präziser Mimik liegt. „Es ist einer der besten humanoiden Roboter, die derzeit weltweit im Einsatz sind“, sagt Jochen Viehoff, Geschäftsführer des HNF.

Jochen Viehoff, Geschäftsführer des Heinz-Nixdorf-Forms. Foto: HNF

Ethik trifft Technik

Besonders auffällig: Ameca hat ein neutral graues Gesicht und keine Haare. Damit soll bewusst vermieden werden, dass der Roboter einer bestimmten Ethnie oder Hautfarbe zugeordnet wird – ein wichtiges Signal im Umgang mit künstlicher Intelligenz und der Frage, wie menschenähnlich Maschinen gestaltet sein sollten.

Düsseldorf und die Roboter-Zukunft

Auch wenn Ameca in Paderborn zu Hause ist, könnten Begegnungen mit humanoiden Robotern wie ihm auch in Düsseldorf künftig keine Seltenheit mehr sein. Unternehmen und Bildungseinrichtungen der Region beschäftigen sich zunehmend mit KI-Anwendungen, Robotik und Automatisierung – von der Industrie bis zur Pflege. Und auch der Einsatz in Museen, Science Centern und Schulen wird diskutiert, um komplexe Technik begreifbar zu machen.