Metall-Tarifrunde 2020: „Wir brauchen jetzt einen konzentrierten und ergebnisoffenen Verhandlungsprozess!“

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Die Tarif­par­tei­en der nord­rhein-west­fä­li­schen Metall- und Elek­tro­in­dus­trie haben sich am Mitt­woch in Düs­sel­dorf zur ers­ten vor­ge­zo­ge­nen Tarif­ver­hand­lung für die rund 700.000 Beschäf­tig­ten die­ses Indus­trie­zweigs getrof­fen. Der Prä­si­dent des Ver­ban­des der Metall- und Elek­tro-Indus­trie Nord­rhein-West­fa­len (METALL NRW), Arndt G. Kirch­hoff, beton­te, das Vor­zie­hen der Gesprä­che zur Tarif­run­de 2020 sei Aus­druck des Bemü­hens bei­der Sei­ten, ange­sichts der schlech­ten Kon­junk­tur und der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen des Struk­tur­wan­dels mög­lichst schnell trag­fä­hi­ge Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. „Ich bin zuver­sicht­lich, dass wir jetzt mit der IG Metall in NRW in einen kon­zen­trier­ten, kon­struk­ti­ven und ergeb­nis­of­fe­nen Ver­hand­lungs­pro­zess ein­stei­gen“, sag­te Kirch­hoff. Für den 12. und 19. Febru­ar sei­en wei­te­re Gesprächs­ter­mi­ne mit der Gewerk­schaft ver­ein­bart wor­den.

Ziel sei es, tarif­li­che Rah­men­ver­ein­ba­run­gen zu ent­wi­ckeln, die die Betrie­be im Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess unter­stütz­ten und gleich­zei­tig der unsi­che­ren und ange­spann­ten kon­junk­tu­rel­len Lage gerecht wür­den. „Beson­de­re Zei­ten erfor­dern beson­de­re Maß­nah­men. Gera­de jetzt muss sich Sozi­al­part­ner­schaft bewei­sen“, erklär­te der NRW-Metall­ar­beit­ge­ber­prä­si­dent. Wenn es nun gelin­ge, die­sem Anspruch gerecht zu wer­den, wür­den vie­le Unter­neh­men neue Instru­men­te im Rah­men von Kurz­ar­beit und Trans­for­ma­ti­on nut­zen kön­nen. Hier­für müss­ten die Tarif­par­tei­en ihnen aller­dings ech­te Alter­na­ti­ven zum Per­so­nal­ab­bau auf­zei­gen. „Es könn­te sich loh­nen, die­ses Ange­bot der Tarif­par­tei­en abzu­war­ten“, sag­te Kirch­hoff.