Henkel plant neues MINT-Bildungszentrum für mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr

Foto: HENKEL FORSCHERWELT

Von Christoph Sochart

Neugier ist der Anfang von Bildung. Wer Fragen stellt, Dinge ausprobiert und eigene Lösungen entwickelt, lernt nicht nur Fakten, sondern gewinnt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Genau hier setzt die Bildungsinitiative „Henkel Forscherwelt“ an, die Henkel jetzt deutlich ausbauen will.

Anlässlich des 150-jährigen Firmenjubiläums plant das Unternehmen ein neues MINT-Bildungszentrum am Düsseldorfer Hauptsitz in Holthausen. Langfristig sollen dort und in der Region mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr erreicht werden. Für Düsseldorf ist das eine wichtige Nachricht – und ein starkes Signal für die Bedeutung von Bildung, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung.

Henkel ist ein Mitgliedsunternehmen unserer Unternehmerschaft Düsseldorf. Dass das Unternehmen sein Bildungsengagement gerade am Düsseldorfer Standort weiterentwickelt, freut mich deshalb besonders. Es zeigt, wie eng wirtschaftliche Stärke, Verantwortung für die Stadt und Investitionen in die nächste Generation miteinander verbunden sind.

Ein Lernort für Kinder, Jugendliche und Familien

Das geplante MINT-Zentrum soll in unmittelbarer Nähe zum Henkel-Werksgelände in Düsseldorf-Holthausen entstehen. Es wird als außerschulischer Lern- und Begegnungsort konzipiert und soll die Bildungslandschaft der Stadt dauerhaft ergänzen.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In diesen Bereichen entstehen viele der Lösungen, die unsere Gesellschaft künftig braucht – von neuen Materialien und nachhaltiger Produktion bis zu digitaler Technologie und moderner Medizin.

Damit Kinder und Jugendliche für diese Themen begeistert werden, reicht es nicht, ihnen abstrakte Formeln und Definitionen zu vermitteln. Sie müssen selbst experimentieren, beobachten, Fragen stellen und Zusammenhänge entdecken können. Genau das soll im neuen Zentrum möglich werden.

Vormittags können Grundschulkinder im Rahmen des Unterrichts naturwissenschaftliche Phänomene praktisch erleben. Am Nachmittag und in den Ferien soll es Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien geben. Schrittweise soll das Programm auf weiterführende Schulen und die Berufsorientierung ausgeweitet werden.

Bildung muss möglichst vielen offenstehen

Besonders wichtig finde ich den Anspruch, möglichst viele junge Menschen zu erreichen – unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Umfeld. Gute Bildungsangebote dürfen keine Frage des Geldbeutels oder der familiären Voraussetzungen sein.

Das neue MINT-Zentrum soll deshalb offen für Kooperationen mit Schulen, Ganztagseinrichtungen und sozialen Trägern sein. Auf diese Weise können unterschiedliche Partner ihre Erfahrungen einbringen und gemeinsam dazu beitragen, Zugangshürden abzubauen.

Gerade für Kinder, die zu Hause vielleicht nicht selbstverständlich mit technischen oder naturwissenschaftlichen Themen in Berührung kommen, können solche Angebote wichtige Türen öffnen. Ein Experiment, das gelingt, ein selbst gebautes Modell oder eine überraschende Beobachtung können der Ausgangspunkt für ein langfristiges Interesse sein.

Foto: HENKEL FORSCHERWELT

Henkel Forscherwelt erreicht bereits mehr als 130.000 Kinder

Die geplante Einrichtung in Düsseldorf baut auf einer Initiative auf, die Henkel bereits seit 2011 verfolgt. In der „Forscherwelt“ arbeiten Kinder wie große Forscherinnen und Forscher. Sie lernen naturwissenschaftliche Zusammenhänge durch praktische Experimente und altersgerechte Lernformate kennen.

Mehr als 130.000 Kinder haben weltweit bereits an Angeboten der Forscherwelt teilgenommen. Die Initiative ist heute in mehr als 20 Ländern aktiv. Bis Ende 2030 sollen vier weitere Forscherwelt-Labore weltweit entstehen. Zusätzlich sind mobile Angebote in sechs weiteren Ländern geplant. Die Zahl der Länder, in denen die Forscherwelt aktiv ist, soll damit auf mehr als 30 steigen.

Für das Gesamtprojekt investiert Henkel bis 2030 einen zweistelligen Millionenbetrag. Das ist eine erhebliche Summe. Noch wichtiger ist aber die langfristige Wirkung, die mit einer solchen Investition verbunden sein kann: Kinder und Jugendliche erleben Bildung nicht nur als Unterricht, sondern als Möglichkeit, die Welt selbst zu verstehen und mitzugestalten.

Düsseldorf als Bildungs- und Wissensstandort

Düsseldorf ist ein innovativer Bildungs- und Wissensstandort. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Schulen, das Netzwerk „zdi MINT-Düsseldorf“ der Stiftung Pro Ausbildung, das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung, die Agentur für Arbeit, die IHK und HWK, die Kreishandwerkerschaft und weitere Initiativen leisten gemeinsam wichtige Beiträge dazu, junge Menschen auf eine sich verändernde Arbeitswelt vorzubereiten.

Das geplante MINT-Zentrum von Henkel kann dieses Netzwerk sinnvoll ergänzen. Es verbindet die Perspektive eines international tätigen Unternehmens mit konkreten Bildungsangeboten vor Ort. Kinder und Jugendliche erhalten die Möglichkeit, Wissenschaft und Technik praktisch zu erleben – und zugleich einen Einblick in die Welt moderner Industrie zu gewinnen.

Das ist auch für die Berufsorientierung von Bedeutung. Viele junge Menschen wissen zunächst wenig darüber, wie vielfältig technische und naturwissenschaftliche Berufe sind. Ein außerschulischer Lernort kann helfen, Berührungsängste abzubauen und Talente sichtbar zu machen.

Dabei geht es nicht darum, jedes Kind für einen technischen Beruf zu gewinnen. Es geht darum, Interessen zu entdecken, Fähigkeiten zu entwickeln und Optionen zu eröffnen. Wer früh erlebt, dass die eigenen Fragen ernst genommen werden, geht oft selbstbewusster seinen weiteren Bildungsweg.

Frühe Förderung ist eine Investition in die Zukunft

Die Ergebnisse internationaler Bildungsstudien zeigen, wie wichtig zusätzliche Anstrengungen sind. Investitionen in Bildung zahlen sich nicht immer sofort aus. Sie wirken langfristig – in besseren Bildungswegen, mehr Chancengerechtigkeit, höherer Innovationsfähigkeit und einer stärkeren Gesellschaft.

Henkel-Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel hat darauf hingewiesen, dass gerade die jüngsten PISA-Ergebnisse die Bedeutung von Bildungsangeboten unterstreichen. Dem kann ich nur zustimmen. Wenn wir Kindern und Jugendlichen bessere Chancen geben wollen, müssen wir früh beginnen und unterschiedliche Lernorte miteinander verbinden.

Auch Dr. Simone Bagel-Trah, Schirmherrin der Forscherwelt und Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie des Gesellschafterausschusses von Henkel, betont die Bedeutung von Neugier und Entdeckergeist für Lernen und Innovation. Diese Haltung ist entscheidend: Bildung beginnt nicht erst mit dem Auswendiglernen, sondern mit der Bereitschaft, die Welt verstehen zu wollen.

Wirtschaft übernimmt Verantwortung

Unternehmen sind nicht nur Arbeitgeber und Steuerzahler. Sie sind auch Teil der Gesellschaft, in der sie tätig sind. Gerade große und international erfolgreiche Unternehmen können mit ihrer Erfahrung, ihren Fachleuten und ihren Ressourcen dazu beitragen, Bildungsangebote zu stärken.

Das Engagement von Henkel zeigt, wie ein solcher Beitrag aussehen kann. Es geht nicht um eine kurzfristige Aktion, sondern um eine langfristige Bildungsinitiative mit internationaler Reichweite und einem festen Bezug zum Standort Düsseldorf.

Als Mitgliedsunternehmen unserer Unternehmerschaft Düsseldorf steht Henkel damit beispielhaft für eine Wirtschaft, die Verantwortung übernimmt und sich in die Entwicklung unserer Stadt einbringt. Eine starke Bildungslandschaft ist im Interesse aller: der Kinder und Familien, der Schulen, der Unternehmen und der gesamten Stadtgesellschaft.

Mein Fazit: Neugier braucht Räume

Das geplante MINT-Bildungszentrum in Düsseldorf-Holthausen ist ein Zukunftsprojekt. Es schafft einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche experimentieren, forschen und eigene Ideen entwickeln können. Gleichzeitig stärkt es die Verbindung zwischen Schule, Familie, Wirtschaft und Gesellschaft.

Mehr als 10.000 junge Menschen pro Jahr zu erreichen, ist ein ambitioniertes Ziel. Ich bin überzeugt, dass sich dieser Anspruch lohnt. Denn jeder junge Mensch, der durch ein solches Angebot seine Begeisterung für Naturwissenschaften, Technik oder Innovation entdeckt, nimmt etwas Wichtiges mit: die Erfahrung, selbst etwas herausfinden und gestalten zu können.

Düsseldorf braucht solche Orte. Orte, an denen Neugier willkommen ist. Orte, an denen Bildung praktisch, offen und erfahrbar wird. Und Orte, an denen die nächste Generation nicht nur auf die Zukunft vorbereitet wird, sondern sie bereits selbst mitgestaltet.

Wer Kindern Raum zum Forschen gibt, eröffnet ihnen Wege in die Zukunft.

Quelle

Grundlage dieses Beitrags sind die vorliegenden Informationen von Henkel zum geplanten MINT-Bildungszentrum in Düsseldorf-Holthausen und zum Ausbau der Initiative „Henkel Forscherwelt“. Weitere Informationen: www.henkel-forscherwelt.de.