Zahl der Insolvenzen steigt

Hohe Energiepreise, steigende Zinsen, schwache Konjunktur – in Deutschland müssen sich wieder mehr Unternehmen dem Kostendruck beugen und Insolvenz anmelden. Die vermehrten Pleiten treffen dabei alle Branchen.

Für die deutsche Wirtschaft folgt derzeit eine Krise auf die andere. Zuerst mussten die Unternehmen mit der Coronapandemie zurechtkommen – und dabei teils lange Schließungen und Kurzarbeit überstehen. Anschließend führte der Ukraine-Krieg zu radikal steigenden Energiepreisen. Und nun schwächelt die Konjunktur – unter anderem aufgrund des stark gestiegenen Zinsniveaus infolge der hohen Inflation.

Nicht jedes Unternehmen konnte diese Masse an Herausforderungen bewältigen, die Zahl der Firmenpleiten wird 2023 daher deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen (Grafik):

Rund 17.400 Unternehmen in Deutschland werden bis Ende des Jahres einen Antrag auf Insolvenz gestellt haben.

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland

Im Vergleich zu 2022 bedeutet das ein Plus von knapp 20 Prozent. Damit ist 2023 das zweite Jahr in Folge mit einer steigenden Zahl an Unternehmensaufgaben – zu berücksichtigen ist dabei die ausgesetzte Insolvenzpflicht in den Coronajahren. Und auch für die nahe Zukunft ist aufgrund der kraftlosen Konjunktur mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

Zuvor zeigte der Trend lange in die andere Richtung: Gingen in den Jahren 2003 und 2004 jeweils noch mehr als 39.000 Firmen pleite, sanken bis auf einen Ausschlag nach der Banken- und Finanzkrise im Jahr 2009 die Insolvenzen hierzulande sukzessive bis 2020. Insofern stellt die aktuelle Entwicklung auch eine Normalisierung dar.

In allen untersuchten Wirtschaftsbereichen steigen die Insolvenzen 2023 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Phänomen, das bereits aus früheren Krisen bekannt ist: In diesem Jahr mussten vor allem größere Unternehmen verstärkt Insolvenz anmelden. So stieg die Zahl der gesamtwirtschaftlich relevanten Firmenpleiten im Juli 2023 um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, im August waren es 40 Prozent. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Forderungsausfälle aus:

Im ersten Halbjahr 2023 betrugen die Gläubigerforderungen aus Unternehmensinsolvenzen rund 13,9 Milliarden Euro – das waren fast 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Nicht nur monetär sind Insolvenzen großer Betriebe schmerzhaft – sobald das Insolvenzverfahren eröffnet ist, müssen viele Beschäftigte um ihren Job fürchten. Bis Ende Juni zählte das Statistische Bundesamt 115 Großinsolvenzen. Darunter fallen alle Betriebe mit 100 oder mehr Mitarbeitern. In der Summe waren dort 58.300 Beschäftigte tätig. Traditionell betreffen die größeren Insolvenzfälle häufig die Industrie und den Handel, weil es in diesen Branchen deutlich mehr solcher Großbetriebe gibt.

Grundsätzlich sind nicht alle Wirtschaftszweige in Deutschland gleichermaßen anfällig für Unternehmensaufgaben. Überdurchschnittlich häufig betroffen sind das Baugewerbe, der Handel und der Dienstleistungssektor. Bezogen auf den generellen Anstieg in diesem Jahr sticht derzeit aber kein Sektor hervor (Grafik):

In allen untersuchten Wirtschaftsbereichen steigen die Insolvenzen 2023 im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland

Am stärksten zugelegt – sowohl absolut als auch prozentual – haben die Pleiten im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr. Dicht dahinter rangieren die wirtschaftsnahen Dienstleistungen.

Auch wenn Insolvenzen die Beteiligten auf eine schwere Probe stellen, so sind sie für eine dynamische Volkswirtschaft nicht ausschließlich negativ zu bewerten. Unternehmensaufgaben sind Teil des Strukturwandels. So werden Ressourcen und Personal in schrumpfenden Sektoren frei, die in aufstrebenden Wirtschaftsbereichen benötigt werden. Dies gilt in Deutschland besonders für knappe Fachkräfte.

Wichtig für diesen Wandel sind innovative Gründungen. Die Bundesregierung sollte daher die in den vergangenen drei Jahren breit gestreuten staatlichen Hilfen zurückfahren und stattdessen zielgerichtet Firmengründer unterstützen. Einfache und schnelle staatliche Genehmigungsverfahren, Bürokratieabbau und eine investitionsfreundliche Unternehmensbesteuerung sind nur einige Maßnahmen, die der Unternehmenslandschaft in Deutschland guttun würden.

Hohe Strompreise belasten deutsche Industrie, sagt unser Institut

Die Unternehmen der einzelnen Industriezweige in Deutschland zahlen für Strom unterschiedlich viel. Über alle Branchen hinweg sind die Strompreise aber deutlich höher als in wichtigen Konkurrenzländern.

Nach wie vor ist die Industrie ein starker Pfeiler der deutschen Wirtschaft – sie steuert mehr als ein Fünftel der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Rechnet man die von ihr abhängigen Dienstleistungsbereiche hinzu, geht sogar fast jeder dritte in Deutschland erwirtschaftete Euro auf die Industrie zurück.

Die ist seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine allerdings in Teilen massiv unter Druck: Die durch den Krieg ausgelöste Energiekrise hat vor allem jene Industriebranchen hart getroffen, die in hohem Umfang Energiegüter verbrauchen. Die Folge:

Die Produktion der energieintensiven Industrien in Deutschland lag zuletzt um fast 20 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022, also vor Kriegsbeginn.

Zwar entlastet der deutsche Staat viele Industrieunternehmen je nach Branche und Energieintensität bereits mit Maßnahmen wie einer reduzierten Stromsteuer. Die Regelungen begünstigen die Betriebe in den einzelnen Branchen jedoch sehr unterschiedlich, sodass die Industriestrompreise stark variieren – um teils mehr als 100 Euro je Megawattstunde.

In vielen Industriebranchen zahlen Unternehmen in Deutschland deutlich mehr für Strom als beispielsweise ihre Konkurrenten in China oder den USA.

Vor allem aber sind die Strompreise hierzulande trotz der staatlichen Unterstützung deutlich stärker gestiegen als im Ausland. Im Jahr 2019 kostete Strom für die meisten industriellen Verbraucher in Deutschland oft noch ähnlich viel wie in wichtigen Konkurrenzländern. Aktuell sieht dies ganz anders aus (Grafik):

Geschätzter durchschnittlicher Strompreis für beispielhafte Unternehmen dieser Branchen im Jahr 2023 in Euro je Megawattstunde

Im Fahrzeugbau etwa zahlen Unternehmen in Deutschland mit 190 Euro je Megawattstunde gut doppelt so viel für Strom wie ihre Wettbewerber in China und fast dreimal so viel wie vergleichbare Firmen in den USA.

Aber auch gegenüber der Konkurrenz aus Spanien hat Deutschland in mehreren Industriebranchen das Nachsehen – für die hiesigen Autohersteller beispielsweise beträgt der Kostennachteil fast 60 Euro je Megawattstunde.

Die Bundesregierung hat vor Kurzem ein Strompreispaket angekündigt, um gegen weiter steigende Energiekosten der Industriefirmen anzugehen. Doch bis auf die Stromsteuersenkung stehen alle angedachten Maßnahmen angesichts der unsicheren Haushaltslage derzeit auf der Kippe. Ein geplanter milliardenschwerer Zuschuss zu den Netzentgelten wurde bereits gestrichen. Die Wettbewerbssituation der deutschen Industriebetriebe dürfte sich daher vorerst kaum verbessern.

Gute Vorsätze fürs neue Jahr: Warum Alterssimulation die Motivation zum Durchhalten steigern kann

Einer der beliebtesten Vorsätze zum neuen Jahr lautet: Mehr Bewegung! Allein 5 der TOP 10 Vorsätze haben mit dem Wunsch nach körperlicher Gesundheit zu tun*. „Mehr Sport treiben“, „gesünder ernähren“, „abnehmen“, „mit dem Rauchen aufhören“ und „weniger Alkohol trinken“ sind Vorsätze, die zu einem gesünderen Lebensstil führen und damit zur Gesundheit bis ins hohe Alter beitragen sollen. „Zum Durchhalten könnte eine Simulation, wie sich der Körper und die Sinne im Alter verändern, ein effektiver Anreiz sein,“ so Nora Johanna Schüth vom ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Die Expertin bietet Workshops an, in denen mit Hilfe eines Alterssimulationsanzugs körperliche Beschwerden, die mit dem Alter auftauchen können, erlebbar werden.

Nora Johanna Schüth vom ifaa

„Auch für Unternehmen lohnt es sich, die erhöhte Bereitschaft ihrer Beschäftigten zur Gesunderhaltung zu nutzen und es ihnen vielleicht sogar noch ein bisschen leichter zu machen,“ betont Schüth. Werden Beschäftigte bei ihren guten Vorsätzen unterstützt, kann das ihre Motivation zur Umsetzung und zum Durchhalten fördern. „Warum es sich lohnt, fit und gesund zu bleiben“ könnte ein Motto sein, das von verschiedenen Präventionsangeboten zum Beispiel im Rahmen eines freiwilligen betrieblichen Gesundheitsmanagements flankiert wird. Eine spannende Möglichkeit, den Wunsch nach körperlicher Fitness und Gesunderhaltung zu erhöhen, bietet GERT, der GERontologische Testanzug. Mit GERT erleben Beschäftigte hautnah, wie sich körperliche Beschwerden im Alter anfühlen können. Das macht ihn zu einem Präventionsinstrument, das sowohl den Wunsch nach körperlicher Fitness erhöhen, das Verständnis für ältere Kolleginnen und Kollegen, als auch für das Altern generell sensibilisieren kann.

Der Alterssimulationsanzug GERT besteht aus einzelnen Komponenten, die am Körper getragen werden. Verschiedene Brillen machen erlebbar, wie unterschiedliche Augenkrankheiten das Sehen beeinträchtigen. Bandagen und Manschetten demonstrieren Gelenkversteifungen oder -schmerzen. Schwerhörigkeit wird durch einen speziellen Kopfhörer simuliert und eine Weste mit Gewichten verdeutlicht, wie wichtig ein gesunder und trainierter Rücken ist.

Die Alterssimulation kann damit nicht nur Impulse für einen gesünderen Lebensstil allgemein geben, sondern auch die Bereitschaft zur Wahrnehmung von (betrieblichen) Präventionsangeboten und Vorsorgeuntersuchungen erhöhen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/veranstaltungen/praevention-mit-gert

Weniger Menschen kaufen bevorzugt im Onlinehandel

Nach ei­nem star­ken An­stieg des On­line-Shop­pings wäh­rend der Co­ro­na-Pan­de­mie keh­ren die Deut­schen ver­mehrt in den sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­del zu­rück. Der An­teil der­je­ni­gen, die min­des­tens die Hälf­te ih­rer Ein­käu­fe on­line er­le­di­gen, ist von ei­nem Drit­tel 2022 auf 26 Pro­zent ge­sun­ken. 18- bis 39-Jäh­ri­ge bil­den hier die Aus­nah­me, sie kau­fen wei­ter­hin deut­lich mehr on­line ein als Per­so­nen ab 40 Jah­ren. Dies sind Er­geb­nis­se der re­prä­sen­ta­ti­ven „Di­gi­tal­stu­die 2023“ der Post­bank.

Im Schnitt tä­ti­gen die Deut­schen drei von zehn Ein­käu­fen im In­ter­net, was eben­falls ei­nen Rück­gang im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren dar­stellt, 2021 wa­ren es noch bei­na­he vier von zehn. Die Haupt­grün­de für den di­gi­ta­len Ein­kauf sind die be­que­me Lie­fe­rung nach Hau­se (64 Pro­zent), die güns­ti­gen Prei­se und die grö­ße­re Aus­wahl (je­weils 53 Pro­zent). 34 Pro­zent der jün­ge­ren On­line-Käu­fer*in­nen schät­zen zu­dem die Be­quem­lich­keit des Kaufs per App. Bei den ab 40-Jäh­ri­gen sind dies nur 18 Pro­zent.

Ge­gen den On­line-Kauf spricht aus Sicht der Deut­schen der Wunsch, die Wa­re vor dem Kauf se­hen und an­fas­sen (39 Pro­zent) so­wie so­fort mit­neh­men zu kön­nen (37 Pro­zent). 35 Pro­zent wol­len auch den ört­li­chen Ein­zel­han­del un­ter­stüt­zen.

„Das Ein­kaufs­ver­hal­ten nor­ma­li­siert sich wie­der nach En­de der Co­ro­na-Be­schrän­kun­gen und der Nach­ho­lef­fekt spielt dem Ein­zel­han­del in die Kar­ten. Ge­ra­de für die Jün­ge­ren ist je­doch On­line-Shop­ping nicht mehr weg­zu­den­ken. Wie beim Ban­king er­freu­en sich hier ent­spre­chen­de Apps wach­sen­der Be­liebt­heit“, sagt Tho­mas Brosch, Lei­ter Di­gi­tal­ver­trieb der Post­bank.

Deut­sche er­war­ten mehr Nach­hal­tig­keit beim On­line-Ein­kauf

Wie im Vor­jahr spielt für die Men­schen in Be­zug auf das On­line­shop­ping der Um­welt­schutz ei­ne gro­ße Rol­le: So be­für­wor­ten 83 Pro­zent ein ge­setz­li­ches Ver­bot der Re­tou­ren-Ver­nich­tung und 79 Pro­zent be­vor­zu­gen An­bie­ter, die nach­hal­ti­ge Ver­pa­ckung ver­wen­den. Zu­dem be­stellt knapp die Hälf­te der On­line-Käu­fer*in­nen nur noch Pro­duk­te, die sie vor­aus­sicht­lich nicht zu­rück­schi­cken müs­sen.

Wo der Kartoffelsalat mit Würstchen 2023 am teuersten ist

Die Inflation lässt leider auch die Preise für das traditionelle Weihnachtsessen – Kartoffelsalat mit Würstchen – steigen. Generell kosten Lebensmittel im Vorjahresvergleich 30!!-Prozent mehr, zeigen neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Zwar ist die Inflation seit Jahresbeginn wieder etwas zurückgegangen, doch für den traditionellen Kartoffelsalat mit Würstchen müssen die Deutschen an der Supermarktkasse tief in die Taschen greifen. Neue IW-Berechnungen zeigen, dass das beliebte Weihnachtsessen für vier Personen im Schnitt 6,97 Euro kostet – das sind 4,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Berechnungen basieren auf Preisdaten des Lebensmitteleinzelhändlers Rewe.

In Gera und Weimar ist es am günstigsten

Am teuersten ist das traditionelle Weihnachtsessen im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Hier zahlt man für vier Personen 7,80 Euro. Und auch im benachbarten Landkreis Cochem-Zell muss man sich an der Supermarktkasse auf vergleichsweise hohe Preise einstellen, das Gericht kostet hier mit 7,75 Euro nur fünf Cent weniger. Besonders günstig hingegen kommen Kartoffelsalat-Liebhaber in Thüringen davon: Sowohl in Gera als auch in Weimar kosten die gleichen Zutaten lediglich 6,62 Euro für vier Personen. Schon in den vergangenen Auswertungen des Kartoffelsalat-Indices wurde deutlich: Das Weihnachtsessen ist in Ostdeutschland aufgrund von niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten günstiger als in Westdeutschland.

Essig-Öl nach wie vor Preissieger

Während der Kartoffelsalat auf Mayonnaise-Basis im Vergleich zur vergangenen Weihnacht nur um 4,7 Prozent teurer geworden ist, sind die November-Preise für Nahrungsmittel insgesamt um rund 5,5 Prozent gestiegen. „Der traditionelle Kartoffelsalat mit Würstchen ist in der Mayo-Variante in diesem Jahr knapp Inflations-Gewinner“, sagt IW-Kaufkraftexperte Christoph Schröder. Nur in Süddeutschland gelte das nicht unbedingt. Der Grund: Anstellte der Mayonnaise wird dort häufig mit Essig und Öl gekocht. Diese Variante des Weihnachtsklassikers kostet im Supermarkt rund zehn Prozent mehr, allein Essig ist laut November-Daten des Statistischen Bundesamtes um knapp zwölf Prozent im Preis gestiegen. Und dennoch: Absolut gesehen bleibt der Salat mit Essig und Öl mit durchschnittlich 6,19 Euro Preissieger.

Süßwarenbranche: Das Geschäft an Weihnachten

Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteine: In der Weihnachtszeit haben saisonale Süßigkeiten Hochkonjunktur. Die Bundesbürger greifen da gern zu – bei manchen Leckereien lieber als bei anderen.

Die Lichterketten aufhängen, auf den Weihnachtsmarkt gehen, Geschenke für die Liebsten besorgen – es gibt Dinge, die gehören für viele Menschen einfach zur Adventszeit. Dazu zählen auch die süßen Leckereien, die es zu dieser Jahreszeit gibt. Das Naschwerk ist bei den Bundesbürgern sehr beliebt: Jeder Zweite gibt in der Weihnachtszeit laut einer Umfrage des Datenanalysten POSpulse bis zu 5 Euro pro Woche für Weihnachtssüßigkeiten aus. Darunter gibt es einen klaren Favoriten (Grafik):

Im Dezember 2020 waren Lebkuchen die beliebteste Süßigkeit der Bundesbürger – rund 43 Prozent zählten das Gewürzgebäck zu den bevorzugten Naschereien.

So viel Prozent der Bundesbürger mögen diese Weihnachtssüßigkeiten am liebsten

36 Prozent griffen besonders häufig zu Keksen und Plätzchen – dicht gefolgt von Spekulatius, den ebenfalls mehr als jeder Dritte zu seinen Lieblingssüßigkeiten zählte.

Die deutsche Süßwarenindustrie hat für die Weihnachtszeit in diesem Jahr rund 167 Millionen Nikoläuse und Weihnachtsmänner aus Schokolade hergestellt.

Doch nicht nur die Klassiker landen im Einkaufskorb. Viele probieren in der Adventszeit gerne neue süße Spezialitäten aus. Dabei ist selbstredend der Geschmack für die Menschen am wichtigsten. Aber auch andere Kriterien spielen für die Verbraucher eine große Rolle: Jeweils rund 20 Prozent der Bundesbürger machen ihre Kaufentscheidung davon abhängig, ob das Produkt wenig Zucker enthält oder regional und nachhaltig hergestellt wurde.

Der Branche sind diese Trends nicht verborgen geblieben. Laut dem Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie werden immer mehr Nikoläuse und Weihnachtsmänner aus Schokolade in Deutschland nachhaltig produziert:

Zwischen 2011 und 2022 ist der Anteil an zertifiziertem Kakao in den hierzulande verkauften Schoko-Weihnachtsmännern von 3 Prozent auf 81 Prozent gestiegen.

Insgesamt hat die deutsche Süßwarenindustrie für die Weihnachtszeit im Jahr 2023 rund 167 Millionen der süßen Hohlfiguren hergestellt. Rund ein Drittel davon ging in den Export und wurde unter anderem in die USA, nach Australien und nach Südafrika verschickt.

In der Adventszeit wird aber nicht nur fertig Gekauftes konsumiert: Für 70 Prozent der Menschen in Deutschland ist das Backen von Plätzchen vor Weihnachten ein beliebtes Ritual. Rezepte gibt es genügend – sei es aus dem Internet oder von Oma.

Metall- und Elektro-Industrie investiert immer stärker im Ausland – IW-Analyse zeigt, dass Investitionsentscheidungen in den USA viel schneller als in Deutschland umgesetzt werden

Symbol-Foto: Mercedes-Benz

Die Investitionen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) im Ausland haben sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Dagegen nahmen die Investitionszuflüsse aus dem Ausland nach Deutschland weiter ab. Wurden 2018 noch 35 Milliarden Euro mehr aus dem Ausland in der deutschen M+E-Industrie als umgekehrt von deutschen M+E-Unternehmen im Ausland investiert, fiel der Saldo 2022 auf minus 15 Milliarden Euro. Auch gesamtwirtschaftlich kam es 2022 zu einem Negativrekord an Investitionsabflüssen, wie die Analyse im Rahmen des jährlichen M+E-Strukturberichtes der IW Consult im Auftrag Gesamtmetalls zeigt.

„Während die deutsche M+E-Industrie in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich von der Globalisierung und ihrer intensiven Internationalisierung profitierte, ist die Lage inzwischen bedenklich zulasten des Standortes Deutschland gekippt“, bewertet Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander die Ergebnisse der Analyse.

„Die Unsicherheiten der aktuellen Haushaltskrise verschärfen die Probleme. Die aktuelle Investitionsschwäche darf aber keinesfalls auf Subventionen reduziert werden. Die fiskalpolitischen Realitäten durch das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zeigen vielmehr, dass sich Deutschland aus seinen in den vergangenen Jahren wieder selbst geschaffenen strukturellen Defiziten nicht herauskaufen kann“, so Oliver Zander weiter.

Wie stark vor allem die Überregulierung durch Bund und EU den Investitionsstandort Deutschland schwächt, zeigt der Vergleich zur aktuellen Investitionsdynamik in den USA: Deutschland gelingt es zwar mit hohen Subventionsversprechen ein – bezogen auf die industrielle Wertschöpfung – ähnlich hohes Volumen an Investitionsentscheidungen wie die USA zu erzielen, während die US-Industrie derzeit aber einen Bauboom erlebt, treten die Investitionen in der deutschen Industrie weiterhin auf der Stelle.

Oliver Zander: „Wer eine Trendumkehr will, muss Bürokratieabbau und -verhütung zur Chefsache machen. Deutschland braucht eine wirtschaftspolitische Wende hin zu einer konsequenten Angebotspolitik mit einer klaren Priorisierung von privaten und öffentlichen Investitionen. Dafür sind bessere Rahmenbedingungen zwingend erforderlich.“

Die gesamte Analyse „Entwicklung von Direktinvestitionen der M+E-Industrie und Vergleich von Investitionsentscheidungen in den USA und Deutschland“ aus dem M+E-Strukturbericht 2023 sowie weitere Informationen finden Sie unter www.gesamtmetall.de/zahlen-fakten/strukturbericht.

In der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie lassen sich ähnliche Beobachtungen feststellen, basierend auf unseren Erkenntnissen. Die Branche zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft und technologische Fortschritte aus, was zu einer dynamischen und wettbewerbsintensiven Umgebung führt. Unternehmen in diesem Sektor sind bestrebt, modernste Fertigungstechnologien zu implementieren und ihre Produkte kontinuierlich zu verbessern. Der Fokus liegt oft auf qualitativ hochwertigen Produkten und effizienten Produktionsprozessen, um den globalen Marktanforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus spielt die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und die Förderung von Fachkräften eine entscheidende Rolle, um die Wettbewerbsfähigkeit in der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie zu stärken.

Die Food-Trends 2023 in Düsseldorf

Der ParisClub an der Toulouser Allee. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Auch in unserer Stadt bestellen viele Menschen immer wieder Essen bei einem der vielen Lieferdienste. Der Lieferdienst Lieferando hat jetzt einen Bericht veröffentlicht, der unter anderem zeigt, welche Essen in Düsseldorf besonders häufig bestellt werden.

Laut dem Bericht bestellen die Menschen in Düsseldorf am liebsten italienisch, die meistbestellte Speise war der Cheeseburger. Damit liegen die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer im deutschlandweiten Trend. Beim Bestellverhalten gibt es aber leichte Unterschiede. In Düsseldorf wird im Vergleich zum Durchschnitt in ganz Deutschland insgesamt etwas seltener am Wochenende bestellt. Rund ein Drittel aller Bestellungen werden in unserer Stadt am Wochenende getätigt. Für den Bericht wurden die anonymisierten Daten von rund 15 Millionen Lieferando-Nutzern ausgewertet. Außerdem wurde eine Online-Umfrage unter 1.000 Befragten in ganz Deutschland durchgeführt. (Quelle: Antenne Düsseldorf)

Weitere Infos und Links zum Thema:

Hier geht es zu dem Report

So berichten die Kollegen der NRZ

In Düsseldorf kaufen viele lieber selbst ein

„Es gibt einen Humor nach mir“ – die neuste Folge unseres Podcasts „GE:wirtschaft“ erschienen

Mit unserem Podcast „GE:wirtschaftet“ hat die Gelsenkirchener Wirtschaft seit über einem Jahr eine neue Stimme. Er bietet Einblicke in die dynamische Wirtschaftslandschaft der Stadt Gelsenkirchen und versteht sich als moderne Plattform, die einen Beitrag zur Sichtbarkeit und Anerkennung der Gelsenkirchener Unternehmenslandschaft leisten möchte.

Eine besondere Note erhält der Podcast durch Blind Date Interviews, also unvorbereitete Gespräche mit „unbekannten Gäst:innen“.
In der aktuellen Folge hat Prof. Dr. Helmut Hasenkox, Geschäftsführer von emschertainment, diese Rolle übernommen – ein Moment des Humors, Authentizität und „Wiedersehens“. Thematisiert wurde unter anderem das Potenzial der Kreativwirtschaft am Standort Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet.

Ein Blind Date Interview mit … Prof. Dr. Helmut Hasenkox!
GE:wirtschaft(et) – Der Wirtschaftspodcast aus Gelsenkirchen! – Folge 20: Ein Blind Date Interview mit … Prof. Dr. Helmut Hasenkox von emschertainment

Jetzt hier hören: https://podcasters.spotify.com/pod/show/gewirtschaftet/episodes/20-Blind-Date-mit-Prof–Dr–Helmut-Hasenkox-e2dg052

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Hören sowie eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

Zurück auf allen Podcastplattformen sind wir im Januar 2024. Abonnieren Sie uns gerne, um auch die weiteren Folgen nicht zu verpassen.

Unser Podcast ist eine gemeinsame Produktion der Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe und Frank Wiedemeier (Wiedemeier Kommunikation). Feedback, Anregungen, Hinweise, Ideen oder Hörer:innen-Fragen gerne an podcast-ge@unternehmerschaft.de.

 

Zwischenbilanz des Düsseldorfer Weihnachtsmarkts: Höhen und Tiefen – und unsere Podcast-Produktion

Der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt zieht Besucher aus nah und fern an. Doch in diesem Jahr scheint die Bilanz gemischt zu sein, wie wir von Besuchern und Händlern erfahren konnten.

Positives Feedback von Händlern:

Einige Händler zeigen sich teilweise zufrieden mit den bisherigen Umsätzen. Besonders die Stände, die sich auf Essen und Trinken spezialisiert haben, verzeichnen regen Andrang. Glühwein, Bratwurst und süße Leckereien erfreuen sich großer Beliebtheit und sorgen für eine gute Umsatzentwicklung.

Herausforderungen für bestimmte Artikel und Standorte:

Jedoch gibt es auch Schattenseiten. Der Verkauf von anderen Produkten gestaltet sich schwieriger, insbesondere an Standorten ohne viel Laufkundschaft. Am KÖ-Bogen beispielsweise berichten Händler von einer geringeren Frequenz und Umsatzrückgang. Offenbar sind die Besucherströme nicht überall gleichmäßig verteilt, was für manche Geschäfte eine Herausforderung darstellt.

Wetter als Stimmungsdämpfer:

Ein weiterer Faktor, der die Stimmung auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt beeinflusst, ist das wechselhafte Wetter. Insbesondere der anhaltende Regen trübt die festliche Atmosphäre. Besucher klagen über die schlechten Wetterbedingungen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Umsatz, sondern auch auf die allgemeine Feststimmung. Auch  der Donnerstag (21.) stand unter keinem guten Stern, als der Weihnachtsmarkt wegen der Sturmwarnung geschlossen werden musste.

Stimmen von Besuchern:

Besucher äußern sich unterschiedlich zum diesjährigen Weihnachtsmarkt. Einige loben die Vielfalt der angebotenen Produkte und die festliche Dekoration. Andere wiederum beklagen die schlechte Erreichbarkeit mancher Stände aufgrund des Gedränges und der schlechten Wetterbedingungen. Einig sind sich jedoch viele Besucher darin, dass das Wetter einen erheblichen Einfluss auf ihre Freude am Weihnachtsmarkt hat.

Insgesamt ergibt sich somit eine gemischte Zwischenbilanz für den Düsseldorfer Weihnachtsmarkt 2023. Der Chronist erlebte viele schöne Momente auf dem Weihnachtsmarkt. Zur Eröffnung produzierten wir sogar unseren Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ dort und genossen den neuen „Glüh-Gin“ am KÖ-Bogen, der (Gin!) im übrigen gut ankommt bei den Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Auch die Erweiterung des Marktes am KÖ-Bogen kam und kommt gut an! Aber, auch am Burgplatz, vor dem Rathaus und an der Eisbahn erlebten wir mit Freunden oder mit dem Team unserer Geschäftsstelle wunderschöne Momente.

Während einige Händler Grund zur Freude haben, stehen andere vor Herausforderungen. Das Wetter beeinträchtigt nicht nur den Umsatz, sondern auch die festliche Stimmung der Besucher. Es bleibt abzuwarten, ob der Weihnachtsmarkt zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. In den kommenden Tagen ist jedenfalls wieder mit viel Regen zu rechnen. Am Montag kann es wieder besser werden, dann aber ist er sowieso geschlossen. Der Weihnachtsmarkt öffnet wieder am Dienstag.

Der Weihnachtsmarkt ist noch bis zum 30. Dezember geöffnet. Geschlossen bleibt er am 25. Dezember. In der Regel ist er von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Am Heiligabend schließt er um 15 Uhr. Am 26.12. ist der Markt geöffnet von 14 – 20 Uhr. An Wochenende schließt der Markt um 21 Uhr.