Neuer Trend: die Mitarbeiterwohnungen

So viel Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland unterstützen ihre Mitarbeiter mit diesen Maßnahmen

Angesichts von Fachkräftemangel und Wohnungsnot werden Unternehmen kreativer bei der Suche nach Personal. Um sich von anderen Firmen abzuheben, locken einige mit einer Wohnung oder helfen Bewerbern bei der Suche nach den eigenen vier Wänden.

Was am Anfang des 20. Jahrhunderts in Zeiten der Industrialisierung gang und gäbe war, wirkt heute auf den ersten Blick wie aus der Zeit gefallen: Werkswohnungen. Vor 100 Jahren wurden ganze Siedlungen gebaut, um im Bergbau Mitarbeiter zum Umzug nahe an die Zeche zu bewegen oder vom Land ins direkte Umfeld einer Fabrik.

Doch heute besinnen sich mehr und mehr Firmen auf diese Möglichkeit, um für Arbeitnehmer noch attraktiver zu werden. Denn Wohnen entwickelt sich zunehmend zum Standortfaktor – inmitten des Arbeits- und Fachkräftemangels.

Die Wege, auf denen Firmen ihre (potenziellen) Mitarbeiter hierzulande rund ums Wohnen unterstützen, gehen vielerorts über den klassischen Ansatz der Werkswohnung hinaus. Wie genau die Lage ist, hat das Institut der deutschen Wirtschaft nun in einem Gutachten für das Bundesbauministerium ermittelt (Grafik):

In Deutschland vermieteten im Jahr 2023 gut 5 Prozent der Unternehmen eine Unterkunft an ihre Mitarbeiter – das entspricht rund 675.000 Wohnungen sowie 46.000 Wohnheimplätzen für junge Mitarbeiter.

Weiterlesen!

Nordrhein-Westfälische Unternehmensverbände präsentieren Maßnahmen zur Stärkung des Industriestandorts in der „Düsseldorfer Erklärung“

Die Unternehmensverbände in Nordrhein-Westfalen mit Sitz an der Uerdinger Straße in Düsseldorf haben eine deutliche Aufforderung an die Landespolitik gerichtet, den Industriestandort Nordrhein-Westfalen in Anbetracht der ernsten strukturellen Wirtschaftskrise weiter zu stärken.

Während die Bundesregierung wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie ergreifen muss, betonte der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, dass entscheidende Erfolgsfaktoren auch auf Landesebene liegen. Bei einem industriepolitischen Spitzengespräch in Düsseldorf mit der Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, Mona Neubaur, wurde die „Düsseldorfer Erklärung – Industriestandort Nordrhein-Westfalen stärken“ vorgelegt.

Unternehmer Arndt G. Kirchhoff. Foto: unternehmerschaft nrw

In der Erklärung wird darauf hingewiesen, dass Nordrhein-Westfalen mit klaren Prioritäten, einem ambitionierten industriepolitischen Leitbild und entschlossenem Handeln den Industriestandort aus eigener Kraft stärken kann. Kirchhoff betonte, dass in den Bereichen Energiepolitik, Planungs- und Genehmigungsverfahren, Infrastruktur, Flächenpolitik und Fachkräftesicherung das Land selbst eine entscheidende Rolle spielen kann.

Ministerin Mona Neubaur. Foto: Grüne NRW

Kritik äußerte Kirchhoff an der derzeitigen Kraftwerksstrategie auf Bundesebene, die seiner Meinung nach unzureichend ist. Er forderte NRW auf, beim Bund Druck auszuüben und gleichzeitig im Land den Ausbau wasserstofffähiger Back-Up-Gaskraftwerke voranzutreiben, um die Versorgungssicherheit im Standortwettbewerb zu gewährleisten. Weiterhin drängte Kirchhoff darauf, umweltpolitische Belastungen für die Industrie zu reduzieren und die Verkehrspolitik zu intensivieren, insbesondere hinsichtlich der Brückenerneuerungen entlang der Schwerlastrouten.

Auch in der Flächenpolitik müsse der Wandel berücksichtigt werden, ohne dass pauschale Flächenvorgaben den Prozess beeinträchtigen. Schließlich forderten die Unternehmen eine verstärkte Umsetzung der Fachkräftesoffensive mit einem Fokus auf hochwertige Bildung.

Düsseldorfer Erklärung: Arndt G. Kirchhoff steht Rede und Antwort. Foto: unternehmer nrw

So denken unsere Hörerinnen und Hörer über die Podcastfolge, die wir bei A.u.K. Müller produziert haben

Einblicke in das Unternehmen A.u.K. Müller im Düsseldorfer Süden. Rechts unten im Bild Gesprächspartner Professor Dieter Riedel. Fotos: Frank Wiedemeier und A.u.K. Müller; Collage: Unternehmerschaft Düsseldorf

Unsere auditiven Betriebserkundungen innerhalb unseres Podcasts „Düsseldorfer Wirtschaft“ erfreuen sich großer Beliebtheit. In der Episode 138 besuchten wir A.u.K. Müller (www.akmueller.de), einen Hidden Champion, der ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen mit über 100 Jahren Erfahrung in der lösungsorientierten Entwicklung und Fertigung von Elektromagnetventilen, Steuergeräten und Spezialarmaturen ist. Im Dialog mit Professor Dieter Riedel und seinen Mitarbeitern erkundeten wir das Erfolgsrezept des Unternehmens und nahmen gemeinsam Einblick in den Entstehungsprozess ihrer Produkte. Nachfolgend Hörer/innen-Stimmen:

Sophie: „Die Podcastfolge bei A&K Müller hat mich inspiriert! Ich liebe es, interessante Geschichten über spannende Unternehmen zu hören, besonders wenn sie in meiner Nähe sind. Die Gespräche waren so informativ und haben mich wirklich zum Nachdenken angeregt.“

Max: „Ich höre viele Podcasts und die Folge bei A&K Müller gehört definitiv zu meinen Favoriten. Die Art und Weise, wie die Gastgeber die Geschichte des Unternehmens und die damit verbundenen Herausforderungen beleuchten, ist sehr zugänglich. Ich konnte mir alles gut vorstellen und nachvollziehen. Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen!“

Lena: „Als Unternehmerin war ich besonders an den Einblicken in die Unternehmensführung und die Erfolgsgeschichte von A&K Müller interessiert. Die Podcastfolge hat meine Erwartungen übertroffen! Es war wirklich inspirierend, von den Erfahrungen und Strategien zu hören, die das Unternehmen erfolgreich gemacht haben.“

Paul: „Ich höre viele Podcasts auf meinem täglichen Weg zur Arbeit, und die Folge bei A&K Müller war definitiv eine der interessantesten, die ich bisher gehört habe. Die Mischung aus guten Gesprächen und Einblicken in ein lokales Unternehmen hat mich wirklich beeindruckt. Ich hoffe, es gibt bald mehr solcher Inhalte!“

Lisa: „Die Einblicke in A&K Müller waren sehr interessant. Die Art und Weise, wie die Hosts auch die aktuellen Entwicklungen ansprachen, hat mir einen ganz neuen Blickwinkel auf das Unternehmen gegeben. Eine wirklich gelungene Podcastfolge!“

Hier geht es zu dieser Folge: https://podcasters.spotify.com/pod/show/unternehmerschaft/episodes/138-Dsseldorfer-Wirtschaft-prsentiert-exklusives-Hrfeature-ber-den-Hidden-Champion-A-u-K–Mller-e2g1662

Equal Pay Day: Hinter den Lohnunterschieden stecken vielschichtige Gründe jenseits von Diskriminierung

Heute ist Equal Pay Day! An diesem Tag wird auf den unbereinigten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Heute ist es wieder so weit: 18 Prozent war der durchschnittliche Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern im Jahr 2023. Das Statistische Bundesamt hatte dies bereits in seiner Pressemitteilung von Mitte Januar berichtet.

Symbolbild Geld: Unternehmerschaft Düsseldorf

Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen beträgt nur sechs Prozent

Als Aufreger ist diese Zahl nicht geeignet, reduziert sich doch der Verdienstunterschied merklich auf sechs Prozent, wenn Faktoren wie Berufs- und Arbeitgeberwahl und Merkmale der Arbeitsplätze berücksichtigt werden. Erwerbspausen, der Umfang des zeitlichen Engagements in der bisherigen Erwerbsbiografie und freiwillige Arbeitgeberwechsel sind dabei noch gar nicht eingerechnet, spielen aber eine wichtige Rolle für die individuelle Lohnentwicklung.

Kinderbetreuung muss ausgebaut werden

“Diese Ursachen sind seit Langem wohlbekannt und die Folge von privaten Lebensentscheidungen“, sagt IW-Ökonom Oliver Stettes. Neben der Berufswahl betreffe das insbesondere die Frage, welcher Partner nach der Geburt das eigene berufliche Engagement zugunsten der Kinderbetreuung zurückfahre. Dies sei heute in der Regel noch immer die Frau. “Häufig liegt dies an fehlenden Kita- und Ganztagsplätzen. Hier hat der Staat den Hebel in der Hand, eine der Ursachen direkt selbst zu ändern”, kritisiert Oliver Stettes.

Quelle: IW Köln 

„Henkel auf dem Weg zur Nachhaltigkeit: Mitarbeiter begeistert im ‚Sustainability at Heart‘ Programm!“

Henkel hat heute seinen Nachhaltigkeitsbericht über das Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht und berichtet darin über Fortschritte bei der Umsetzung seiner globalen Nachhaltigkeitsstrategie, insbesondere beim Einsatz erneuerbarer Energien sowie bei der Förderung der Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus hat Henkel weiter systematisch an einem nachhaltigeren Produktportfolio gearbeitet und sein Engagement-Programm für Mitarbeitende erneut ausgebaut.

Sylvie Nicol, Personalvorständin und Vorsitzende des Sustainability Council von Henkel Foto: Henkel

„Nachhaltigkeit ist eine zentrale Säule unserer Agenda für ganzheitliches Wachstum“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Besonders in herausfordernden Zeiten wie diesen ist nachhaltiges Handeln wichtiger denn je. Wir arbeiten daher kontinuierlich an der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsziele, und ich bin stolz darauf, dass wir auch im letzten Jahr sehr gut vorangekommen sind. Unsere hervorragenden Ergebnisse in führenden externen ESG-Ratings, zum Beispiel die wiederholte Platin-Auszeichnung von EcoVadis, zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unser Fortschritt anerkannt wird.“

„Wir haben uns im vergangenen Jahr besonders darauf konzentriert, unsere Ambitionen und Ziele in den Bereichen Umwelt und Soziales voranzutreiben“, ergänzte Sylvie Nicol, Personalvorständin und Vorsitzende des Sustainability Council von Henkel. „Besonders hervorheben möchte ich die Fortschritte bei der nachhaltigen Beschaffung von Rohstoffen, zum Beispiel die Zertifizierung von Palm- und Palmkernöl. Wir haben auch die Kreislaufwirtschaft in unseren beiden Unternehmensbereichen stark vorangetrieben. Außerdem haben wir uns weiter für soziale Gerechtigkeit eingesetzt und eine geschlechterneutrale Elternzeit für alle Mitarbeiter:innen weltweit eingeführt.“

Nachhaltigkeitsleistung deutlich verbessert

Das „2030+ Sustainability Ambition Framework“ von Henkel definiert klare Ambitionen und Ziele für die globale Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Besonders beim Thema Klima hat sich Henkel im vergangenen Jahr verbessert und die CO2-Emissionen in der Produktion um 61 Prozent pro Tonne Produkt reduziert (im Vergleich zum Basisjahr 2010). Den Anteil des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen hat Henkel auf 89 Prozent erhöht. Zudem wurden 14 weitere Werke 2023 auf eine CO2-neutrale Produktion umgestellt. Aufbauend auf dem Fortschritt bei der Reduzierung von CO2-Emissionen bei Rohstoffen und Verpackungen, der im vergangenen Jahr 17 Prozent betrug (pro Tonne Produkt, im Vergleich zum Basisjahr 2017), hat Henkel auch seinen „Netto-Null“-Pfad für alle Emissionskategorien entwickelt.

Ein wichtiges Ziel von Henkel ist die Förderung einer Kreislaufwirtschaft. Insgesamt konnte Henkel den Anteil an recyceltem Kunststoff bei seinen Konsumgüterverpackungen weltweit auf 19 Prozent steigern. Ein aktuelles Beispiel ist die Verdoppelung des Rezyklatanteils auf 50 Prozent bei Verpackungen des gesamten Portfolios an Universal-Flüssigwaschmitteln in Europa, so auch bei der Marke Persil.

Auch für den Schutz natürlicher Ressourcen hat sich Henkel weiter eingesetzt. Hierzu zählt der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen, wie etwa Palm- und Palmkernöl. Ende 2023 konnte Henkel 96 Prozent seines weltweiten Bedarfs mit nachhaltig zertifiziertem Palm(kern)öl decken und eine Rückverfolgbarkeitsquote bis zur Mühle von 89 Prozent erreichen. Um insbesondere Kleinbäuerinnen und -bauern bei der Herstellung von Palm(kern)öl zu unterstützen, kooperiert Henkel seit 10 Jahren mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad. Über 39.000 Kleinbäuerinnen und -bauern haben bereits von den gemeinsamen Initiativen profitiert. Die Partnerschaft wird durch konkrete Projekte in den nächsten Jahren weiter ausgebaut, unter anderem in Kolumbien und Indonesien.

Im Bereich Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion verfolgt Henkel unter anderem die Ambition, über alle Führungsebenen hinweg Geschlechterparität bis 2025 zu erreichen. Im vergangenen Jahr konnte der Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 39,5 Prozent gesteigert werden. Als Teil seines Engagements für mehr Gleichstellung und Familienfreundlichkeit hat Henkel zudem eine geschlechterneutrale Elternzeit eingeführt. Die neue Leitlinie garantiert eine hundertprozentig bezahlte Elternzeit von acht Wochen, die weltweit für alle Mitarbeiter:innen gilt und sich ausschließlich nach der Rolle der Betreuungsperson richtet.

Nachhaltigeres Produktportfolio weiterentwickelt

Henkel hat im vergangenen Jahr weiter daran gearbeitet, sein Produktportfolio nachhaltig zu transformieren. Ein Beispiel dafür ist das Projekt aus dem Unternehmensbereich Adhesive Technologies, der seine interne Bewertungsmethodik weiterentwickelt hat, um mehr Transparenz über die Nachhaltigkeitsleistung seines Produktportfolios zu schaffen. Die Ergebnisse der Bewertung sind Bestandteil des Portfoliomanagements und unterstützen den Wandel hin zu neuen Lösungen, die Emissionsreduktion und Kreislaufwirtschaft ermöglichen.

Im Unternehmensbereich Consumer Brands hat Henkel 2023 die Initiative „Weil es einen Unterschied macht“ („It starts with us“) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Verbraucher:innen durch einfache Verhaltensanregungen im Alltag dabei zu helfen, Produkte ressourcenschonender anzuwenden, beispielsweise durch die Wahl des ECO-Programms der Waschmaschine.

Externe Anerkennung für Leistungen und Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit

Wie in den vergangenen Jahren wurde Henkel auch 2023 mehrfach für seine Nachhaltigkeitsleistung ausgezeichnet, unter anderem durch die Ratingagenturen EcoVadis, die Henkel zu den Top-1-Prozent der bewerteten Unternehmen zählte, und Sustainalytics.

Globales Engagement-Programm erweitert

Als Teil seines „Sustainability at Heart“-Programms, das 2022 global ausgerollt wurde, möchte Henkel das Nachhaltigkeitsengagement seiner Mitarbeitenden weiter fördern und hat 2023 seine Trainingsangebote erweitert. Mehr als 10.000 Mitarbeitende haben bereits an einem Grundlagentraining teilgenommen, das als E-Learning und als neu entwickeltes Format für Produktionsmitarbeiter:innen in vielen Sprachen zur Verfügung steht. Darüber hinaus gibt es vertiefende Trainings sowie ein neues Sustainability Incubator Lab – ein Format, das Mitarbeiter:innen die Möglichkeit gibt, an eigenen Ideen rund um das Thema Nachhaltigkeit zu arbeiten.

Chemie-Unternehmen dürfen nicht länger zwischen Förderung und gesetzlichen Vorschriften aufgerieben und ausgebremst werden

Das aktuelle Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) enthält Empfehlungen, um den Forschungsstandort Deutschland zu stärken. Ulrike Zimmer, Bereichsleiterin Technik und Umwelt im Verband der Chemischen Industrie (VCI), sagt in einer ersten Stellungnahme: „Forschung und Entwicklung müssen wieder einen deutlich größeren Stellenwert in der Politik erhalten; Gesetze klar und forschungsfreundlich gestaltet werden. Dazu gibt das EFI-Gutachten wertvolle Hinweise. Zukunft entsteht durch Innovationen. Deshalb dürfen sie nicht länger zwischen Förderung und gesetzlichen Vorschriften aufgerieben und dadurch ausgebremst werden. Das gilt besonders beim Thema Künstliche Intelligenz.“

Die chemisch-pharmazeutische Industrie setzt Künstliche Intelligenz (KI) bereits intensiv ein, beispielsweise um Effizienz und Qualität in der Produktion zu steigern. Neue Ansätze finden sich auch bei der Prozessentwicklung- und führung, der Einführung intelligenter Büroprozesse sowie beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle auf KI-Basis. Zimmer: „Der Wettlauf um die KI-Vorherrschaft ist in vollem Gange und noch nicht entschieden. Deutschland und Europa haben noch eine Chance, in der ersten Liga mitzuspielen.“ Das könne aber nur gelingen, wenn das regulatorische Umfeld stimmt. Die Empfehlungen aus dem EFI-Gutachten sollten daher zügig umgesetzt werden. So sollte beispielsweise der Artificial Intelligence Act (AI Act) der EU praxisgerecht ausgestaltet und die Dateninfrastruktur zügig ausgebaut werden.

Wesentlichkeitsanalyse für Betriebe: was ist WIRKLICH WICHTIG in diesen komplexen Zeiten?

Symbolbild „Leitfaden“: Unternehmerschaft Düsseldorf

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist gefährdet. Dies belegen die Zahlen und Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für Deutschland. Damit die negative Entwicklung der deutschen Wirtschaft gestoppt wird, müssen Gesellschaft, Staat und Unternehmen vor allem realistisch sein. „In schwierigen Situationen und Krisen ist es besonders wichtig, sich auf das Wesentliche und Machbare zu konzentrieren,“ so Olaf Eisele, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Helfen kann hierbei eine Wesentlichkeitsanalyse, wie sie vom ifaa für Unternehmen entwickelt wurde. Der Leitfaden mit integrierter Arbeitshilfe steht als kostenfreier Download zur Verfügung:https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/broschueren/ue-bro-wesentlichkeitsanalyse.

Wettbewerbssituation von deutschen Unternehmen

Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung des Statistischen Bundesamts weist für das Jahr 2023 einen Rückgang der preisbereinigten Wirtschaftsleistung von 0,3 Prozent sowie einen Rückgang der Arbeitsproduktivität von 1,0 Prozent aus, während die Lohnstückkosten gleichzeitig um 6,9 Prozent gestiegen sind. Damit setzt sich ein für die internationale Wettbewerbsfähigkeit nachteiliger Trend fort, der sich bereits seit 2018 beobachten lässt.

Fokus von Strategien im Bereich Umwelt und Soziales

In Deutschland lag der Fokus von Diskussionen, Strategien und Maßnahmen in Politik, Medien, Gesellschaft und Wirtschaft in den letzten Jahren auf umwelt- und sozialpolitischen Themen. Durch eine Vielzahl von neuen Richtlinien, Verordnungen, Gesetzen und Vorschriften sollte die Wirtschaft zunehmend reguliert und im Sinne politischer Umwelt- und Sozialziele transformiert und gesteuert werden. Den Unternehmen wurden umfangreiche Dokumentations-, Nachweis- und Berichtspflichten auferlegt. Einige Beispiele hierfür sind: EU-Taxonomie Verordnung, Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Die Erfüllung und Überwachung der vielfältigen regulatorischen Anforderungen binden sehr viele Ressourcen (Arbeitskräfte, Zeit, Geld) in öffentlicher Verwaltung und Unternehmen, die an anderer Stelle für Infrastruktur, Innovation und eine wettbewerbsfähige Wertschöpfung sowie Güterproduktion fehlen.

Wettbewerbsfähigkeit erfordert Konzentration auf das Wesentliche

Aufgrund begrenzter Ressourcen (Fachkräfte, Finanzmittel) müssen sich Gesellschaften, Staaten und Unternehmen auf das Wesentliche und Machbare konzentrieren. Was wesentlich ist, kann methodisch durch eine Wesentlichkeitsanalyse ermittelt werden. Für die Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse auf Unternehmensebene hat das ifaa eine praxisorientierte Methodik entwickelt. Sie unterstützt Unternehmen die Vielfalt und Komplexität von Nachhaltigkeitsanforderungen zu bewältigen und gleichzeitig die wirtschaftliche und technische Wettbewerbsfähigkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Die Methode ist in einem Leitfaden beschrieben, der betriebliche Akteure zu einer eigenständigen Durchführung in Unternehmen befähigt. Kostenfreier Download unter: https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/broschueren/ue-bro-wesentlichkeitsanalyse.

Energiebewusstsein im Aufwind: Kostenlose digitale Lernkurse von Verbraucherzentrale

Anlässlich des heutigen Weltenergiespartages geht der digitale Selbstlernkurs ‘Meine Wohnung – Energie clever nutzen’ in die zweite Runde. Das mehrteilige Bildungsangebot fügt sich in die erprobte Selbstlernkursreihe der Verbraucherzentrale ein und möchte Verbraucher:innen zum Energiesparen motivieren. Denn die Folgen der Energiekrise sorgen weiterhin bei vielen privaten Haushalten für starke finanzielle Belastungen. Die Anmeldung zum kostenfreien Selbstlernkurs ist ab sofort möglich.

Symbolfoto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Das Bildungsangebot umfasst vier Themenbereiche, die während der vierwöchigen Kurszeit in abwechslungsreichen Lernblöcken angeboten werden. Schwerpunkthemen sind dabei Heizenergie- und Stromsparen, Strom- und Gastarife verstehen und kostensparende Tarife finden sowie der Betrieb von Steckersolar-Geräten. „Unser Kurs richtet sich vor allem an Mieter:innen und Wohnungsnutzer:innen, die praktisches Wissen zum Energiesparen erwerben wollen, aber auch an Multiplikator:innen und beratende Kräfte”, sagt Jonas Petrosch, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW. „Das Besondere an unserem Format ist, dass die Teilnehmenden sich den Themen zu jeder Zeit und an jedem Ort nähern können. Sie sind an keine festen Zeiten gebunden. Somit ist die Teilnahme am Kurs mit jedem Arbeits- und Lebensalltag vereinbar.” Zu Beginn jeder Kurswoche erhalten die Teilnehmenden per E-Mail eine Einführung in das Wochenthema inklusive Lernaufgaben. Ein Online-Austausch mit den Energieexpert:innen der Verbraucherzentrale bildet zum Kursende den Abschluss des digitalen Bildungsangebotes. Hier können die Teilnehmenden Fragen stellen und ihre Erfahrungen untereinander austauschen.

Die Anmeldung zum Selbstlernkurs ist ab sofort unter www.verbraucherzentrale.nrw/energie-clever-nutzen möglich. Kursbeginn ist der 11. März.

Weitere Informationen und Links:

Zukunftssicherheit trotz Krise: Metall, Elektro und IT-Berufe erleben hohe Ausbildungsbereitschaft

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie verstärken ihre Ausbildung deutlich. Nach den offiziellen Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zum 30. September 2023 ist ein deutlicher Aufwärtstrend bei den Metall- und Elektro-Berufen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. So ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bei den industriellen Metallberufen um rund 9 Prozent auf 46.905 angestiegen.

Das Sprinterwerk an der Rather Straße ist Mitglied der Düsseldorfer Metall- und Elektro-Industrie und ein großer Ausbilder in unserer Stadt. Foto: www.duesseldorfmetall.de

Bei den industriellen Elektroberufen beträgt der Anstieg sogar fast 13 Prozent auf 13.638. Und auch bei den technischen IT-Berufen geht es weiter aufwärts, hier beträgt der Anstieg rund 8 Prozent auf aktuell 21.408 im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt werden aktuell über alle Ausbildungsjahre 180.000 junge Menschen in den Berufen der Metall- und Elektro-Industrie ausgebildet.

„Dieser Trend ist höchst erfreulich“, so Indra Hadeler, Geschäftsführerin Bildung und Internationale Beziehungen beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall, „insbesondere weil es nicht leichter geworden ist, offene Ausbildungsplätze zu besetzen“. So konnten erneut 14.000 freie Ausbildungsplätze nicht besetzt werden; schon in den Vorjahren waren jeweils rund 10 Prozent der angebotenen Plätze nicht zu besetzen. Dies liege nicht nur an der schlechten wirtschaftlichen Lage, sondern auch an der Demographie: So zeigen die Daten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, dass es im Jahr 2010 in Deutschland rund 865.000 Schulabgänger gab. 2022 waren es nur noch 769.000. „Nie geborene Kinder können wir nun einmal nicht ausbilden“, so Hadeler weiter. „Ein wichtiger Faktor bleibt daher das verstärkte Werben für die Berufsausbildung, vor allem im Rahmen der Berufsorientierung in den Schulen. Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie unterstützen hier wo sie können: So ging im Februar das neue Karriereportal www.zukunftsindustrie.de an den Start. Wir wollen den Jugendlichen zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten sie in unserer Industrie haben, Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln – bei attraktiven Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten“.

GEA’s brandneue Innovationen auf der Anuga FoodTec 2024

Explodierende Energiekosten, Klimakrise, Konsumtrends und Fachkräftemangel stellen die Milchindustrie vor massive Herausforderungen, die integrierte Lösungen verlangen: die Innovationen des Düsseldorfer Unternehmens GEA auf der Anuga FoodTec 2024 nehmen deshalb den Wasser- und Energiebedarf der Trenntechnik als Schlüsseltechnologie in Molkereien in den Fokus.

GEA führt den Entkeimungsseparator GEA ecoclear i als Skid für kleinere bis mittlere Molkereien ein. Energiesparmeister ist der servicefreundliche Direktantrieb in der Antriebskartusche. Quelle: GEA

Re:think Food Tech auf der Anuga FoodTec 2024

Neue Antriebe, neue Betriebsphilosophie, neue Intelligenz: GEAs Separatoren-Innovationen steigern Produktionseffizienz von Molkereien

Düsseldorf, 4. März 2024 – Explodierende Energiekosten, Klimakrise, Konsumtrends und Fachkräftemangel stellen die Milchindustrie vor massive Herausforderungen, die integrierte Lösungen verlangen. GEAs Innovationen auf der Anuga FoodTec 2024 nehmen deshalb den Wasser- und Energiebedarf der Trenntechnik als Schlüsseltechnologie in Molkereien in den Fokus.

„Nachhaltigkeit, Konnektivität, Digitalisierung: Wir treten an, um diese Themen mit ganz konkreten Lösungen zu unterfüttern“, bestätigt Christian Becker, Produktmanager für Separatoren in der Milchindustrie bei GEA. „Unsere Kunden brauchen Zentrifugen, die nicht nur maximale Effizienz bei minimalem Ressourcenverbrauch bieten, sondern auch unabhängig von der Qualifikation des Bedienpersonals funktionieren. Zentrifugen müssen intelligent werden, um nachhaltiger und in Zukunft auch autonom arbeiten zu können.“ Den Weg dahin beschreiten Molkereien mit GEAs Separatoren-Innovationen auf der Anuga FoodTec.

Konstante Leistung und energiearmer Antrieb für Entkeimer

An kleinere bis mittlere Molkereien richtet sich der Entkeimungsseparator GEA ecoclear i mit der neuesten Antriebsgeneration. Dort sind kosteneffiziente, servicefreundliche Lösungen gefragt, die die Qualität und Haltbarkeit von Molkereiprodukten verbessern, gleichzeitig aber auch Produktverluste während der Herstellung vermeiden, indem sie Bakterien und Sporen aus Milch und Molke entfernen, und so den Ausschuss minimieren. Novum ist der integrierte Direktantrieb, der die Antriebsleistung unmittelbar auf die Trommel überträgt und dadurch wesentlich weniger Energie verbraucht. Er benötigt weder Getriebe, Riemen noch Kupplung, die den Wirkungsgrad verschlechtern und verschleißen könnten. Spindel und Motor sind in einer Antriebskassette gelagert und erleichtern als modulare Austauscheinheit den Wartungsaufwand vor Ort. Der neue integrierte Direktantrieb ist nun ebenfalls für die Separatoren zur Entrahmung GEA ecocream i und zur Klärung GEA ecoclean i verfügbar.

40 Prozent weniger Energie durch Langsamlaufprinzip

In der Abwägung Investitionskosten vs. Betriebskosten gewinnen letztere durch die hohen Strom- und Wasserpreise an Gewicht. Die Nachhaltigkeitsserie für GEAs MSI-Entrahmungsseparatoren mit GEA EngySpeed regt deshalb einen Paradigmenwechsel in der Auslegung von Separatoren an: Anstelle kleinerer, aber schneller drehender Zentrifugen, die heute vielerorts noch Standard sind, treten nun die größeren Trommeldurchmesser auf den Plan. Für Molkereien bedeutet das: gleiche Klärfläche mit weniger Drehzahl und weniger Leistungsbedarf. Zudem verlängern sich die Wartungsintervalle insbesondere für die Antriebsbaugruppen, weil die geringere mechanische Belastung den Antrieb weitaus weniger verschleißt. Bei den GEA-Milchentrahmern der MSI-Serie reduziert sich durch das EngySpeed-System der Strombedarf um bis zu 40 Prozent. Faustformel: Zehn Prozent weniger Drehzahl bedeuten 20 Prozent weniger Energie.

Becker rechnet das Beispiel für eine mittelgroße Molkerei aus einem der Zielmärkte Polen: „Wenn wir für eine Milchstandardisierung von 25.000 Litern pro Stunde eine Maschinengröße größer wählen, benötigen wir rund 39 Prozent weniger Energie. Bei etwa 6.000 Betriebsstunden im Jahr würde die Molkerei mit EngySpeed etwa 65.000 Kilowattstunden pro Separator einsparen, und, abhängig vom jeweiligen Energiemix vor Ort, bis zu 43 Tonnen weniger CO2-Emissionen verursachen. [1] Je nach Strompreis würde sich die größere Zentrifuge innerhalb von zwei bis vier Jahren amortisieren.“

Digitale Prozesskontrolle verbessert Energieeffizienz

Ein Katalysator für nachhaltigere Herstellverfahren findet sich in der Digitalisierung – von der Echtzeitüberwachung, zum Servicehelfer oder zur selbstlernenden Anlagenoptimierung auf KI-Basis. Molkereiprodukte sind kritische Bereiche, in denen einzelne KI-Lösungen bereits greifbaren Mehrwert für Kunden generieren.

Für die Molkereiwirtschaft führt GEA das digitale Assistenzsystem GEA KPInsight für Separatoren als Produkt der GEA-InsightPartner-Familie ein. Während gängige Condition-Monitoring-Lösungen den Zentrifugenzustand betrachten, gibt KPInsight einen Überblick über die Leistung der Milch- und Molkenzentrifugen. Ein übersichtliches Dashboard bildet die Prozesseffizienz anhand von Schlüsselparametern wie Produktionsvolumen, Energieverbrauch, Entleerungen und CIP-Zyklen in Echtzeit ab. Die Trendanalysen im 30-Tages-Vergleich liefern Anhaltspunkte für Anomalien und Prozessabweichungen, auf die Betreiber sofort reagieren können.

„KPInsight macht die Optimierung der Separationsprozesse von Molkereien schneller und klüger“, sagt Product Manager Sales Thomas Veer, GEA Business Unit Separation. „Unsere fortschrittliche Datenanalyse deckt Korrelationen zwischen Ereignissen auf, die die Zentrifugenleistung beeinflussen. Unser Dashboard macht diese Analysen intuitiv verständlich. Wir befähigen also Molkereien, ihre Separatoren auf konstant hohem Leistungsniveau zu betreiben, deren Verfügbarkeit zu erhöhen, den Wasser- und Energieverbrauch auszubalancieren und gleichzeitig die Produktverluste zu reduzieren.“