Digitalstandort Deutschland in der Krise: IT-Entscheider stellen schlechtes Zeugnis aus – Rechtsunsicherheit bremst KI-Einsatz

(cs) Deutschland droht bei der nächsten Welle der digitalen Transformation ins Hintertreffen zu geraten. Eine aktuelle Befragung im Rahmen des eco Branchenpuls, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., zeigt ein alarmierendes Bild: Über ein Drittel der IT-Entscheider:innen bewertet den Zustand des Digitalstandorts Deutschland mit der Schulnote 6. Insgesamt stufen sogar 72 Prozent den Fortschritt der digitalen Transformation als schlecht oder sehr schlecht ein.

Nur 10 Prozent sehen Deutschland gut für die KI-Zukunft aufgestellt

Trotz der zentralen Bedeutung künstlicher Intelligenz für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft glaubt nur eine kleine Minderheit von zehn Prozent, dass Deutschland ausreichend vorbereitet sei, um von der nächsten KI-Revolution zu profitieren. Damit verfestigt sich der Eindruck, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland im globalen Vergleich weiter zurückfällt – insbesondere gegenüber dynamischeren KI-Märkten wie den USA oder China.

Zwei Drittel der Unternehmen nutzen KI – doch regionale Kluft wächst

Auf Unternehmensebene nutzen bundesweit bereits mehr als zwei Drittel KI-basierte Technologien. Gleichzeitig geben über ein Viertel der Befragten (26,6 %) an, dass der Einsatz von KI-Tools nicht einmal geplant sei. Besonders markant ist die digitale Kluft zwischen Ost- und Westdeutschland: Während im Westen 71,2 Prozent der Unternehmen KI einsetzen, sind es im Osten lediglich rund 52 Prozent.

Diese Entwicklung beobachtet auch Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des eco Verbands, mit Sorge:
„Die Studie zeigt, dass sich Deutschland beim Einsatz von Zukunftstechnologien weiter auseinander entwickelt. Während Unternehmen im Westen zunehmend auf KI setzen, hemmen im Osten Misstrauen und strukturelle Defizite die Transformation. […] Wenn wir nicht gegensteuern und der Osten schnell nachzieht, riskieren wir eine digitale Zwei-Klassen-Wirtschaft.“

Rechtsunsicherheit bremst Innovationen

Die größten Hürden bei der Einführung von KI-Technologien sehen die Befragten in der unklaren Rechtslage (41 %) – noch vor Sicherheitsbedenken (40 %). Fehlendes Know-how im Unternehmen (rund 30 %) sowie fehlende Geschäftsmodelle und Einsatzgebiete (28 %) folgen als weitere zentrale Herausforderungen.

Besonders die Unsicherheit rund um den europäischen AI Act lastet schwer auf Investitionsentscheidungen. „Leitlinien und Standards sind noch nicht entwickelt, und das nationale Umsetzungsgesetz für den AI Act liegt ebenfalls noch nicht vor“, kritisiert Süme. Die Folge: Unternehmen scheuen notwendige Investitionen aus Angst vor regulatorischen Risiken.

Der eco-Vorstand fordert daher eine schnelle Standardisierung und klare Definitionen, um Planungssicherheit zu schaffen. Denkbar wäre aus seiner Sicht auch, Teile des AI Acts erst dann verpflichtend anzuwenden, wenn die entsprechenden Standards vorliegen.

Deutschland droht den Anschluss zu verlieren

Der Handlungsdruck ist groß: KI gilt als Schlüsseltechnologie, die Produktivitätsverluste ausgleichen und wirtschaftliches Wachstum sichern kann. Doch solange Rechtsunsicherheit, Sicherheitsbedenken und strukturelle Hürden Innovationen ausbremsen, könnte der Standort Deutschland weiter an Boden verlieren.

Die Ergebnisse des eco Branchenpuls zeigen deutlich: Es braucht jetzt klare politische Signale, regulatorische Orientierung und gezielte Investitionen in digitale Kompetenzen, damit Deutschland nicht endgültig den internationalen Anschluss verpasst.

„So sieht mein Beruf wirklich aus“: Ausbildungsbotschafter bringen ihre Berufe ins Klassenzimmer – Unternehmen profitieren von dem Einsatz ihrer Auszubildenden

(cs) In dieser Woche waren „sie“ wieder unterwegs: die Düsseldorfer Ausbildungsbotschafter, gemacht von der Unternehmerschaft Düsseldorf und der IHK für das Düsseldorfer Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung.

Seit 2013 vermittelt das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung mit dieser Initiative Jugendlichen einen authentischen Einblick in die Welt der Beruflichen Bildung.

Die Botschafter – Auszubildende verschiedener Branchen – berichten aus erster Hand über ihre Ausbildungsberufe, den Berufsalltag sowie über Karriere- und Entwicklungschancen. So erhalten Schülerinnen und Schüler praxisnahe Orientierung und wertvolle Entscheidungshilfen für ihren eigenen beruflichen Weg.

Getragen wird das Kompetenzzentrum von der Stiftung Pro Ausbildung und der Landeshauptstadt Düsseldorf, gefördert von der Agentur für Arbeit Düsseldorf und der Stadt. Zu den starken Partnern zählen die Unternehmerschaft Düsseldorf, IHK, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft, alle weiterführenden Schulen sowie zahlreiche Unternehmen in Düsseldorf.

Kontakt:
Christina Moeser
0211.6690813
moeser@unternehmerschaft.de

Mehr Informationen: www.ausbildungsbotschafter-duesseldorf.de

Tag der Metall- und Elektro-Industrie 2025: Gesamtmetall-Vizepräsident Arndt G. Kirchhoff: „Wir brauchen massive Sozialreformen, ohne eine starke Wirtschaft ist unsere Soziale Marktwirtschaft in Gefahr“

(ud) Gesamtmetall-Vizepräsident Arndt G. Kirchhoff rief auf dem Tag der Metall- und Elektro-Industrie 2025 die Bundesregierung dazu auf, durch konsequente Reformen die Zukunft des Sozialstaats zu sichern. „Deutschland ist in der tiefsten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik. Wir brauchen jetzt massive Sozialreformen, die Industrie nicht als Problem, sondern als Lösung sieht. Denn ohne eine starke Wirtschaft gibt es keinen Wohlstand. Und ohne Wohlstand gibt es keinen sozialen Ausgleich“, erklärte Kirchhoff vor rund 300 hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Am Abend wird auch Bundeskanzler Friedrich Merz MdB erwartet.

Kirchhoff beschrieb die wirtschaftliche Lage in der M+E-Industrie als kritisch: „Wir erleben die längste Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik. Seit 2019 hat allein die stark mittelständisch geprägte Metall- und Elektro-Industrie über 240.000 Arbeitsplätze verloren – das entspricht einem Wertschöpfungsverlust von 24 Milliarden Euro pro Jahr. Jeden Monat gehen aktuell weitere 10.000 Jobs verloren. Gleichzeitig sehen wir immer weiter steigende Lohnzusatzkosten, die zur Hälfte von den Arbeitgebern getragen werden. Hier entsteht eine gefährliche Schieflage, die unsere Soziale Marktwirtschaft gefährdet. Reformen sind dringender denn je.“

„Die soziale Sicherung gehört zur DNA unseres Staates. Dazu stehen wir Arbeitgeber und stellen das als Sozialpartner immer wieder unter Beweis. Aber es gilt auch der Grundsatz der Subsidiarität und Eigenverantwortung“, erklärte Kirchhoff weiter mit Blick auf die eine Studie von Prof. Dr. Rainer Schlegel, Bundessozialgerichtspräsident a. D., zu den Prinzipien des sozialen Ausgleichs, die im Rahmen des Tages der Metall- und Elektro-Industrie vorgestellt wurde. Das komme in der öffentlichen Diskussion zu kurz. Unser Sozialstaat biete sehr viele Hilfen an, sie müssten aber auch ergriffen werden. Auch das sei ein Teil des Gerechtigkeitsversprechens unseres Sozialstaates.

Weitere Gäste auf dem Tag der Metall- und Elektro-Industrie 2025 sind u. a. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf MdB, FDP-Bundesvorsitzender Christian Dürr,  Andreas Audretsch MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, sowie Prof. Dr. Martin Werding von der Ruhr-Universität Bochum und Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung.

Sicher zum Weihnachtsmarkt: Provinzial-Parkhaus und Vodafone Campus entlasten die Innenstadt

(cs) Das vorweihnachtliche Gedränge in Düsseldorf hat in diesem Jahr einen starken Gegenspieler: das neue Verkehrskonzept der Stadt. Mit gezielten Sperrungen, erweiterten ÖPNV-Angeboten und einer besseren Nutzung von Park-&-Ride-Flächen soll der Verkehrsfluss stabil bleiben – und nach Einschätzung der Düsseldorfer Polizei funktioniert das erstaunlich gut. „Die Maßnahmen haben ein größeres Verkehrschaos verhindert“, so eine Sprecherin gegenüber Antenne Düsseldorf.


Gezielte Sperrungen im Zentrum – samstags wird es ruhig auf der Kö

An drei besonders besucherstarken Adventssamstagen – 13., 20. und 27. Dezember 2025 – greift die Stadt zu klaren Eingriffen:

  • Theodor-Körner-Straße

  • Blumenstraße

  • Königsallee ab Königsstraße in Richtung Norden

werden jeweils von kurz vor 11 Uhr bis etwa 19 Uhr für den Individualverkehr gesperrt. Abweichungen sind möglich, je nach realer Verkehrslage.

Die Sperrstellen sind durch Personal abgesichert. Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr können jederzeit passieren. Auch die Zufahrt zu sensiblen Punkten bleibt gewährleistet:

  • Breidenbacher Hof: Zu- und Abfahrt frei

  • Kaufhof-Parkhaus: Abfahrt in Richtung Süden möglich

Zudem entfällt während der Sperrzeiten das Linksabbiegen aus dem Kö-Bogen-Tunnel in Richtung Heinrich-Heine-Allee. Die Ausfahrt ist dann nur nach rechts zur Maximilian-Weyhe-Allee möglich – analog zu bereits bewährten Konzepten in der Altstadt.


ÖPNV: Mehr Takte, mehr Platz, mehr Entlastung

Um die erwarteten Besucherströme aufzunehmen, hat die Rheinbahn ihr Angebot an vielen Bus- und Bahnlinien verstärkt – besonders an den Tagen, an denen traditionell die meisten Gäste in die Innenstadt strömen. Der Appell der Stadt ist eindeutig: „Nutzt Busse und Bahnen.“


Park & Ride: Zwei große Standorte entlasten die Innenstadt

Für alle, die dennoch mit dem Auto anreisen müssen, stehen in und um Düsseldorf über 2.200 Park-&-Ride-Plätzebereit. Besonders im Fokus:

1. Provinzial-Parkhaus Wersten (Hohensandweg 41)

  • Für ÖPNV-Abo-Kunden kostenfrei nutzbar (Registrierung erforderlich unter duesseldorf-parken.de)

  • Nähe A46, Abfahrt Wersten

  • Nur 15 Minuten in die Innenstadt über die Haltestelle Werstener Dorfstraße

  • Stadtbahnen: U72, U76, U79

  • Buslinien: SB50, 780, 782, 785

  • Kostenfrei ohne Registrierung an den Adventssamstagen 13., 20. und 27. Dezember, jeweils 10–22 Uhr

2. Vodafone Campus, Heerdt (Ferdinand-Braun-Platz 1)

  • Rund 1.700 kostenlose Stellplätze

  • Barrierefreie Anbindung über die Haltestelle Prinzenallee

  • Stadtbahnen: U70, U76, U77

  • Gute Erreichbarkeit über die B7, Abfahrt Heerdter Lohweg

  • Offene Zeiten: 13., 20., 27. Dezember, jeweils 10–22 Uhr

Alle Park-&-Ride-Standorte sind auf den wichtigsten Einfallstraßen ausgeschildert.


Tipp der Polizei: Parkhausbelegung vorher online checken

Wer dennoch direkt in der Düsseldorfer Innenstadt parken möchte, sollte vorher die Auslastung der Parkhäuser prüfen. Die Online-Anzeige ist in Echtzeit verfügbar – eine einfache Maßnahme, die Staus und unnötige Suchfahrten verhindert.

Quelle: Antenne Düsseldorf und Stadt

Die Zahl der insolventen Unternehmen in Deutschland hat 2025 den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht: Hohe Kosten, Bürokratie und die anhaltende Konjunkturschwäche werden das Insolvenzgeschehen weiter antreiben

(cs) Die wirtschaftspolitischen Verwerfungen hinterlassen in Deutschland tiefe Spuren – und nirgends zeigt sich das deutlicher als im Insolvenzgeschehen 2025. Nach Jahren zunehmender Belastungen hat die Zahl der Firmenpleiten ein 10-Jahres-Hoch erreicht. Insgesamt 23.900 Unternehmen mussten Insolvenz anmelden – 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwar fällt der Zuwachs geringer aus als in den beiden Ausnahmejahren 2023 und 2024, doch wirtschaftliche Entwarnung bedeutet das keineswegs.

„Viele Betriebe sind hoch verschuldet, kommen schwer an neue Kredite und kämpfen mit strukturellen Belastungen wie Energiepreisen oder Regulierung“, erläutert Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Wirtschaftsforschung bei Creditreform in Neuss. Besonders mittelständische Unternehmen geraten dadurch massiv unter Druck – für manche bedeutet es das unternehmerische Aus.


Privatinsolvenzen: Höchster Stand seit 2016

Die Krise macht auch vor privaten Haushalten nicht Halt. 76.300 Verbraucher rutschten 2025 in die Privatinsolvenz – ein Anstieg von 6,5 Prozent. Damit verzeichnet Deutschland den höchsten Wert seit fast einem Jahrzehnt.

Bundesweit gelten inzwischen 5,67 Millionen Menschen als überschuldet. Hohe Lebenshaltungskosten, Stellenabbau und steigende Arbeitslosigkeit bringen viele Haushalte an ihre finanziellen Grenzen. „Das ist die zentrale Ursache der zunehmenden Privatpleiten“, so Hantzsch.


Besonders betroffen: Kleinstunternehmen und Mittelstand

Weit über drei Viertel aller Unternehmensinsolvenzen entfallen auf Kleinstbetriebe mit höchstens zehn Beschäftigten. 19.500 Insolvenzen wurden in diesem Segment gezählt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 17.900 Fällen des Vorjahres.

Bei Großunternehmen blieb das Bild stabiler: Rund 140 Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitenden meldeten Insolvenz an. Auffällig ist dabei die hohe Betroffenheit der Gesundheits- und Pflegebranche, wo mehrere größere Fälle die Lage verschärften.


Branchenvergleich: Verarbeitendes Gewerbe und Handel besonders unter Druck

Ein genauer Blick auf die Branchen zeigt deutliche Unterschiede:

  • Verarbeitendes Gewerbe: +10,3 %

  • Handel: +10,4 %

  • Baugewerbe: +4,7 %

  • Dienstleistungen: +8,4 %

Damit liegen Bau, Verarbeitung und Dienstleistungen inzwischen rund ein Drittel über dem Niveau von 2019. Besonders im industriellen Kern des Landes verschärft sich der Druck – ein Warnsignal für die gesamtwirtschaftliche Stabilität.


Bonität verschlechtert sich weiter – Gesundheitswesen besonders betroffen

Parallel zur Insolvenzwelle sinkt die Bonität vieler Unternehmen. Besonders kritisch ist die Entwicklung im Gesundheits- und Sozialwesen. „Steigende Betriebskosten, unzureichende Finanzierung und komplexe bürokratische Anforderungen belasten diesen sensiblen Bereich massiv“, sagt Bernd Bütow, Hauptgeschäftsführer von Creditreform.

Die beste Bonität weist derzeit der Bereich Bergbau, Gewinnung von Steinen und Erden auf – ein vergleichsweise stabiler, wenn auch kleiner Wirtschaftssektor. Am unteren Ende verläuft das Gastgewerbe, dessen Kreditwürdigkeit sich nach dem pandemiebedingten Einbruch zwar leicht erholt hat, aber weiterhin schwach bleibt.


Ausblick 2026: Gefahr weiterer Zunahmen – aber auch Hoffnung auf Impulse

Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. „Die deutsche Wirtschaft verliert an Wettbewerbsfähigkeit“, warnt Bütow. Hohe Kosten, Bürokratie und eine anhaltende Konjunkturschwäche könnten die Insolvenzen auch 2026 weiter antreiben.

Gleichzeitig gibt es Hoffnungsschimmer: Die Bundesregierung plant umfangreiche Milliardeninvestitionen in Infrastruktur und Verteidigung, die dem Wachstum neue Impulse geben könnten. Ob dies genügt, den negativen Trend zu bremsen, bleibt allerdings offen.

Für eine nachhaltige Erholung seien zusätzliche Strukturreformen notwendig, betont Bütow – etwa eine Entlastung beim Strompreis und spürbare bürokratische Vereinfachungen. Nur dann könne die wirtschaftliche Basis stabilisiert und der Insolvenzanstieg langfristig gedrosselt werden.

Demokratie unter Druck? Neue Vodafone-Studie zeigt Sorgen über KI, Fake News und Vertrauen in Medien

(cs) Die Sorge vor Fake News und gezielten Desinformationen in sozialen Medien wächst – und mit ihr die Angst um die Zukunft unserer Demokratie. Das zeigt die neue repräsentative Studie „Demokratie im KI-Zeitalter“, die das Vodafone Institut gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Kantar durchgeführt hat. Befragt wurden mehr als 12.000 Menschen in zwölf europäischen Ländern, darunter 1.002 Personen aus Deutschland.

Fake News: Ein wachsendes Problem – besonders in sozialen Medien
Fast jede*r vierte Deutsche (24 Prozent) berichtet, in den vergangenen Monaten häufig oder sehr häufig Falschnachrichten gesehen zu haben. In Europa sind es 27 Prozent, bei den unter 35-Jährigen sogar 38 Prozent.

Besonders problematisch: Viele Menschen erhalten Informationen zunehmend aus sozialen Medien, wo KI-generierte Inhalte kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden sind. Rund 48 Prozent der Befragten in Deutschland haben KI-Tools wie ChatGPT bereits genutzt, um sich über politische Themen zu informieren – ein Trend, der Chancen, aber auch deutliche Risiken birgt.

Vertrauen in klassische Medien wächst wieder
Mit steigender Unsicherheit wächst das Vertrauen in traditionelle Medien. 53 Prozent der Befragten in Deutschland – ebenso viele wie im europäischen Durchschnitt – geben an, dass Zeitungen, Radiosender und öffentlich-rechtliche Angebote für sie an Bedeutung gewinnen.
Sie gelten als wichtigste Quelle für verlässliche Informationen und als Gegenpol zu manipulativen Inhalten im Netz.
Was sich die Menschen wünschen: Mehr Schutz und klare Regeln
Im Kampf gegen Desinformation wünschen sich die Befragten vor allem drei Dinge:

1.) Starke klassische Medien (45 %)
2.) Technische Lösungen wie KI-Detektoren (43 %)
3.) Eine klarere staatliche Regulierung (41 %), etwa durch Gesetze wie den Digital Services Act

Die größte Angst betrifft Wahlperioden: 54 Prozent der Europäer befürchten negative Auswirkungen KI-generierter Inhalte auf demokratische Prozesse – auch wenn bisher nur etwa ein Viertel solche Inhalte bewusst wahrgenommen hat.

Demokratie bleibt wichtig – doch viele sind unzufrieden
Trotz aller Sorgen steht die Demokratie für die große Mehrheit an erster Stelle:
81 Prozent der Menschen in Deutschland halten sie für sehr oder extrem wichtig.
Gleichzeitig zeigt die Studie eine deutliche Ernüchterung: Nur 25 Prozent der Deutschen sind wirklich zufrieden damit, wie Demokratie im Alltag funktioniert.
Meinungsfreiheit wird zwar breit geschätzt, doch viele befürworten klare Grenzen bei Hassrede und manipulierten KI-Inhalten.

Die Studie macht deutlich: Die Menschen wünschen sich Orientierung, verlässliche Informationen und Schutz vor Manipulation in einer Zeit, in der digitale Inhalte immer schwerer einzuordnen sind. Klassische Medien gewinnen deshalb an Bedeutung – und klare Regeln für den Einsatz von KI werden zunehmend gefordert.

Rheinmetall liefert Panzermunition an die Bundeswehr – neuer Auftragseingang

(ud) Die Bundeswehr hat Rheinmetall erneut einen Lieferauftrag für 120mm-Panzermunition erteilt. So bestellten die deutschen Streitkräfte weitere Patronen Gefechts- und Übungsmunition aus dem bestehenden Rahmenvertrag. Der neue Auftragseingang liegt bei mehreren hundert MioEUR.

Im Juli 2023 hatte die Bundeswehr einen bestehenden Rahmenvertrag mit Rheinmetall zur Lieferung von Panzermunition auf ein Volumen von rund 4 MrdEUR ausgeweitet. Bis Ende 2030 können aus dem Rahmenvertrag mehrere hunderttausend Gefechts- und Übungspatronen unterschiedlicher Ausführungen im Kaliber 120mm x 570 beschafft werden, wie sie z.B. die Hauptwaffe des Kampfpanzers Leopard 2 verschießt.

Die Beauftragung unterstreicht die Rolle Rheinmetalls als bedeutender Lieferant der Bundeswehr im Bereich der 120mm-Panzermunition. Die Bestellung bringt das Bestreben der Streitkräfte zum Ausdruck, entstandene Lücken in den Beständen zu schließen und die Munitionsvorräte angesichts der sicherheitspolitischen Lage insgesamt zu erhöhen. Für viele Nutzerstaaten des Leopard-Kampfpanzers mit seiner 120mm-Glatt¬rohr¬kanone ist Rheinmetall in diesem Kaliber der wichtigste Munitionslieferant.

Immer mehr Arbeitsplätze verschwinden in unserem Bundesland: „Wir brauchen jetzt dringend den Mut für eine große Agenda.“

(cs) Die Deindustrialisierung in NRW nimmt deutlich zu. Nach Angaben von Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer von Unternehmer NRW, ist die Lage vieler Industriebetriebe „außerordentlich besorgniserregend“. Die chemische Industrie arbeitet nur noch mit 70 % Auslastung, in der Metall- und Elektrobranche liegt die Produktion 23 % unter dem Niveau von 2019. Gleichzeitig ging die Beschäftigung seitdem um 9 % zurück, schreibt die Zeitung heute. Aktuell verschwinden monatlich rund 2100 Industriearbeitsplätze in der Metall- und Elektrobranche. Lesen Sie dazu auch diesen Bericht unserer Redaktion!

Besonders kritisch: Viele gut bezahlte Stellen – im Schnitt rund 65.000 Euro Jahresgehalt – werden nicht nachbesetzt oder sogar abgebaut. Das schwächt auch Steuereinnahmen und Sozialkassen. Der erhoffte leichte Wirtschaftsaufschwung 2026 könne daran kaum etwas ändern, so Pöttering in einem Journalistengespräch.

Die Krise zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Die Zahl offener Stellen sank im November auf 125.800 – 5,3 % weniger als im Vorjahr und fast 20 % weniger als 2019. Die Arbeitsagenturen erwarten bis Februar über 800.000 Arbeitslose in NRW.

Unternehmer NRW fordert daher stärkere politische Maßnahmen. Erste Schritte wie niedrigere Körperschaftssteuern oder Energieerleichterungen seien richtig, aber nicht ausreichend. Hohe Energiekosten, hohe Steuern, kurze Arbeitszeiten und eine langsame Bürokratie setzten den Standort massiv unter Druck. Pöttering mahnt: „Wir brauchen jetzt dringend den Mut für eine große Agenda.“

Das Gespräch mit Johannes Pöttering ist heute (08.12.2025) in der Rheinischen Post erschienen.

HENKEL: Inspirierende Nähe zur Unternehmensspitze – Warum solche Begegnungen für Azubis so wertvoll sind

(cs) Es ist ein Tag, der für viele Auszubildende und Studierende bei Henkel wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ausbildungsleiterin Funda Mutlu hatte zu einem besonderen Austausch eingeladen: Helen Kalcevic, Corporate Vice President CEO Office & Group Strategy Unit, stellte sich den Fragen der Nachwuchskräfte – offen, authentisch, auf Augenhöhe.

Schon nach wenigen Minuten war spürbar: Hier ging es nicht um ein routiniertes „Top-Management-meets-Young-Talents“-Format. Kalcevic sprach ehrlich über Karrierewege, Herausforderungen, Entscheidungen und darüber, warum es wichtig ist, immer wieder mutig neue Schritte zu wagen. Genau diese Art von persönlicher inhaltlicher Nähe macht den Wert solcher Treffen aus.

Warum sind solche Begegnungen für Azubis so wichtig?

1. Orientierung in einer komplexen Arbeitswelt
Die Ausbildung markiert für viele junge Menschen den Einstieg in eine Welt voller Möglichkeiten – aber auch voller Fragen. Ein direkter Dialog mit einer Führungskraft wie Helen Kalcevic bietet Einblicke, die man aus Broschüren, E-Learnings oder Präsentationen nie gewinnen würde. Die Azubis erleben, wie vielfältig Karrierewege sein können und dass auch Topmanagerinnen einmal ganz am Anfang standen.

2. Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen
Wenn die oberste Führungsebene Zeit investiert, um persönlich mit dem Nachwuchs zu sprechen, sendet das ein starkes Signal: Ihr seid wichtig. Eure Entwicklung zählt. Das stärkt nicht nur die Bindung an das Unternehmen, sondern fördert auch das Vertrauen in die eigene Zukunft bei Henkel.

3. Förderung einer offenen Unternehmenskultur
Offene Gespräche über Fehler, Lernen, Wandel oder Führungskultur schaffen Transparenz. Solche Momente sind mehr als ein Event – sie prägen das Klima eines Unternehmens. Besonders Auszubildende schätzen es, wenn auch Führungskräfte menschliche und persönliche Facetten zeigen.

4. Inspiration und Mut zum eigenen Weg
Viele Azubis verlassen solche Dialoge mit einem klareren Gefühl dafür, was sie wollen – und was nicht. Ein inspirierender Austausch kann Türen in den Köpfen öffnen: neue Berufsideen, neue Ziele, neue Perspektiven. Vorbilder wie Kalcevic geben ihnen Mut, ihren eigenen Weg selbstbewusst zu gestalten.

Ein Gewinn für beide Seiten

Dass solche Formate nicht nur dem Nachwuchs dienen, sondern auch der Unternehmensführung wertvolle Impulse geben können, wurde ebenfalls deutlich.

Antrittsbesuch von Michael Jungwirth bei Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller

(cs) Zu seinem offiziellen Antrittsbesuch traf unser neuer Vorsitzender Michael Jungwirth den Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller im Rathaus. In einer sehr harmonischen und offenen Gesprächsatmosphäre tauschten sich beide über aktuelle wirtschaftliche Themen der Landeshauptstadt aus.

Im Mittelpunkt standen der Wirtschaftsstandort Düsseldorf sowie die zukünftige Entwicklung der Industrie in der Stadt. Beide Seiten betonten die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Stadtverwaltung und Unternehmerschaft, um die Standortbedingungen weiter zu stärken und gemeinsam Impulse für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu setzen.