METRO setzt ab August innovativen vollelektrischen Kühl-LKW Volta Zero ein

v.l.n.r. Martin Schumacher, CEO METRO Deutschland, und Essa Al-Saleh, CEO von Volta Trucks, bei der Vertragsunterzeichnung auf dem METRO Campus in Düsseldorf. Foto: Metro

METRO arbeitet ab August mit Volta Trucks zusammen und ergänzt die bestehende Belieferungs-Flotte um den 16 Tonnen schweren Elektro-LKW des Typs Volta Zero mit Zwei-Kammer-Kühlaufbau. Ab August 2023 werden sukzessive zunächst in Nordrhein-Westfalen und zukünftig auch in Bayern und Berlin weitere vollelektrische Volta Zero für METRO zum Einsatz kommen. Mit dem Einsatz der E-LKW plant METRO Deutschland den nachhaltigen Ausbau seiner Belieferungsflotte.

Volta Trucks, Hersteller und Dienstleister von vollelektrischen Nutzfahrzeugen, war heute zur Vertragsunterzeichnung zu Gast bei METRO Deutschland in Düsseldorf. „Volta Trucks ist der ideale Partner zum Start in eine nachhaltigere LKW-Flotte, die METRO Deutschland langfristig anstrebt. Mit dem Einsatz des Volta Zero, der speziell für eine urbane Umgebung konzipiert ist, leisten wir einen weiteren Beitrag zu umweltbewusster Mobilität und weniger Emissionen“, erklärt Martin Schumacher, CEO METRO Deutschland, am Dienstag bei der Vertragsunterzeichnung auf dem METRO Campus in Düsseldorf.

Auch für Essa Al-Saleh, CEO Volta Trucks, ist die Vertragsunterzeichnung ein wichtiger erster Schritt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit METRO und mehr E-Mobilität in Deutschland: „Ich freue mich sehr, dass METRO Deutschland Volta Trucks ausgewählt hat und unseren vollelektrischen Volta Zero in ihre städtische Lieferflotte integrieren wird. Gemeinsam werden wir nun den Weg hin zur Dekarbonisierung beschreiten“, so Essa Al-Saleh, CEO von Volta Trucks. „METRO Deutschland wird die vielen Sicherheits- und Umweltvorteile schon bald hautnah sehen und erleben können, die der Volta Zero für die städtische Logistik mit sich bringt – um unsere Städte sicherer und ohne Abgasemissionen auch nachhaltiger zu machen.“

Erstes Testfahrzeug ab August bei METRO

Das erste Testfahrzeug des Volta Zero 16 Tonner Trucks wird ab August am METRO Depot in Neuss eingesetzt. Spätestens im vierten Quartal dieses Jahres werden dann alle fünf Fahrzeuge für METRO Deutschland im Einsatz sein. „Mit einem Zweikammer-System stellt der Volta Zero eine strickte Kühlung der Produkte sicher und bietet zudem ein wendiges und sicheres Fahrgefühl vor allem im innerstädtischen Verkehr. Die große Ladefläche erleichtert uns die Belieferung unserer Großkundinnen und -kunden in der Gastronomie“, sagt Frank Jäniche, Geschäftsführer Vertrieb bei METRO Deutschland. Mit dem Volta Zero verfolgt Volta Trucks das Ziel, den innerstädtischen Warenverkehr zu revolutionieren. Der Elektro-LKW zeichnet sich durch sein einzigartiges Design aus, das die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern in den Vordergrund stellt. Anstatt eines herkömmlichen Fahrerhauses befindet sich hier eine Niederflur-Kabine, die dem Fahrer eine hervorragende Sicht bietet und die Gefahr von Kollisionen reduziert. Somit sind die fünf Volta Zero Trucks, die ab August für METRO Deutschland im Einsatz sein werden, nicht nur ohne Abgasemissionen unterwegs, sondern auch in Sachen Sicherheit eine echte Weiterentwicklung.

Technische Innovationen für die Belieferung des Gastgewerbes

Mit einer außergewöhnlichen elektrischen Distanz-Reichweite von bis zu 200 Kilometern, ist der LKW bestens für den innerstädtischen Lieferverkehr geeignet. Die Batteriekapazität des Volta Zero kann zusätzlich, je nach Bedarf, angepasst werden, um den zukünftigen Anforderungen von METRO Deutschland gerecht zu werden. Zudem werden dank der Zusammenarbeit mit Volta Trucks auch eine geräuschärmere und Null-Abgas-Emissionen-Kühlung im Zweikammer-Innenraum des E-LKW gewährleistet. Ein weiterer Pluspunkt für den Volta Zero ist, dass seine Batterie-Ladeeffizienz es erlaubt, an handelsüblichen Ladestationen aufgeladen zu werden. Er verfügt außerdem über eine innovative, regenerative Bremstechnologie, die zur Aufladung der Batterie beiträgt. Dadurch wird der Energieverbrauch optimiert und die Betriebskosten vor allem im Stadtverkehr gesenkt. Mit den ersten Praxis-Tests ab August startet die Erprobungsphase, wovon sich METRO Deutschland und Volta Trucks wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Weg, hin zu einer nachhaltigen LKW-Flotte, versprechen.

Handeln, und zwar jetzt: LEG spart CO2 durch grüne Innovationen in eigenen Beständen und für Dritte

Die LEG legt einen besonderen Fokus auf smarte, digitale Innovationen zur effizienten CO2-Vermeidung in Bestandsgebäuden für die gesamte europäische Wohnungswirtschaft. Dabei begreift das Wohnungsunternehmen die grüne Transformation der Wirtschaft als Chance, auf dem eigenen Klimapfad voranzukommen und gleichzeitig neue werthaltige Geschäftsmodelle und Partnerschaften jenseits der Bestandsbewirtschaftung zu entwickeln. Um diese Strategie im wahrsten Sinne des Wortes noch anschaulicher zu machen, gibt es die jüngsten Klimaideen der LEG jetzt als Video und auf der LEG-Website.

„Während im Neubau Klimaschutz schon in der Planung mitgedacht werden kann, gibt es für Bestandsgebäude nicht ‚die eine Lösung‘.  Jedes Quartier ist anders – da gilt es, einiges auszuprobieren und vieles auszutüfteln. Bei der LEG arbeiten wir mit einem ganzen Strauß an Maßnahmen, um Klimaneutralität im Wohnungsbestand voranzubringen – und das zu möglichst geringen Kosten je eingesparter Tonne CO2“, erläutert Dr. Mirko Ebbers, ESG-Experte der LEG Immobilien SE.

Für das Wohnungsunternehmen haben Klimaschutz und Nachhaltigkeit seit Jahren einen hohen Stellenwert. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern leistet die LEG einen aktiven Beitrag zur Energie- und Wärmewende. Mit großem Einsatz setzen die Verantwortlichen auf praxiserprobte Ideen und Lösungen, mit denen sie bereits beachtliche Erfolge erzielt haben, sowie auf Innovationen. Dabei ist es ihnen wichtig zu betonen, dass es nicht „die eine“ Lösung für die Herausforderung des Klimawandels der Wohnungswirtschaft gibt.

Drei wesentliche Säulen ihrer Strategie für erfolgreichen Klimaschutz stellt die LEG nun in einem Video der Öffentlichkeit vor:

  • Effiziente Gebäudehülle: Bereits Ende 2021 hat die LEG zusammen mit der österreichischen Rhomberg Bau das Gemeinschaftsunternehmen RENOWATE gegründet und forciert damit die serielle Sanierung in der DACH-Region. Die Zielsetzung von RENOWATE ist es, mit digitalen Verfahren und industrieller Vorfertigung u.a. von Fassendteilen schneller, mieterfreundlicher und perspektivisch zunehmend kostengünstiger zur CO2-Neutralität zu gelangen. Durch die serielle Sanierung wird aus einem Bestandsgebäude der Energieeffizienzklasse H durch Isolierung und neue Gebäudetechnik ein Gebäude der Klasse A.
  • Ressourcen- und mieterschonende Wärmewende:  Durch die gemeinsame Luft-Luft-Wärmepumpen-Offensive von LEG und Mitsubishi Electric Europe aus Ratingen können künftig Gebäude aller Energieeffizienzklassenmit Raumwärme versorgt werden. Durch die sofortige Verfügbarkeit der Geräte kann mit relativ geringem Aufwand die Energieeffizienz von G auf C erhöht werden und – in Verbindung mit grünem Strom – können die CO2-Emissionen sogar auf null gesenkt werden. Die Geräte eignen sich zudem insbesondere für den Einsatz in Gebäuden mit Gasetagen- bzw. dezentralen Heizungen. Hier können die Geräte alte Anlagen 1 zu 1 ersetzen.
  • KI in der Heizungssteuerung: Im Joint-Venture seero mit den Unternehmen Oventrop und mantro können durch smarte Heizkörperregelung der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoß eines Gebäudes eingestellt sowie mittels intelligenter Technik die gesetzlichen Anforderungen zum hydraulischen Abgleich automatisiert erfüllt werden. Gleichzeitig werden die Kunden befähigt, bei gleichbleibendem Wohnkomfort bis zu 30% Energie einzusparen.

Die Technik ist das eine, der Faktor Mensch das andere. Ohne angepasstes Nutzerverhalten hilft die beste Gebäudehülle und die leistungsstärkste Wärmepumpe nichts. Information der Mieter:innen ist daher ein weitere wichtiger Bestandteil der Dekarbonisierungsstrategie der LEG. Vor diesem Hintergrund hatte die LEG zunächst in ersten Pilotprojekten das sog. Nudging eingesetzt und so in den betreffenden Beständen erreichen können, dass die Mieter:innen im Schnitt 8 % Energie im Monat eingespart haben, was sogar über die 5% hinausgeht, die zuvor als potenzielle Quote zur CO2-Einsparung durch Kundenverhalten in der ESG-Strategie kommuniziert worden waren. Die Plakate, die das ermöglicht haben, nutzt die LEG inzwischen konzernweit und erhofft sich davon einen anhaltenden CO2-Reduktions-Effekt, der sich bislang bestätigt hat. Im Hochsommer setzt die LEG die Maßnahmen aus. Aber im LEG-Team laufen bereits die Vorbereitungen für die nächste Heizsaison auf Hochtouren.

Henkel wird Trikotsponsor von Borussia Düsseldorf

Henkel und der Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf haben heute eine Sponsoringpartnerschaft bekannt gegeben. Ab der Saison 2023/2024, die im Juli startet, wird der Konsumgüter- und Industriekonzern einen der erfolgreichsten deutschen Sportvereine als Trikotsponsor begleiten. Die Partnerschaft ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

„Henkel und Borussia Düsseldorf verbindet viel. Wir sind beide in Düsseldorf beheimatet und gleichzeitig international tätig und erfolgreich“, sagt Carsten Knobel (im Foto Mitte), Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Borussia Düsseldorf ist außerdem nicht nur ein Spitzenverein und Aushängeschild der Sportstadt Düsseldorf, sondern engagiert sich auch wie kaum ein zweiter Profiverein sozial und in der Jugendarbeit. Das passt hervorragend zu unseren Unternehmenswerten.“

„Borussia Düsseldorf und Henkel haben beide eine lange Tradition, die aufgrund ihrer Überzeugungen wunderbar zusammenpassen. Wir freuen uns sehr, mit Henkel nun ein weiteres weltweit agierendes Unternehmen an unserer Seite zu wissen, das uns in den kommenden Jahren bei unseren Aktivitäten unterstützen wird“, erklärt Andreas Preuß (im Foto rechts), Manager von Borussia Düsseldorf.

Ab der kommenden Saison wird die bekannte Henkel-Marke auf den Trikots und Trainingsanzügen, am Spielfeld und auf Plakaten zu sehen sein. Auch für die Henkel-Mitarbeitenden am Hauptsitz in Düsseldorf sind verschiedene Aktionen geplant, sodass sie Tischtennis live erleben und mit dem Klub in Kontakt kommen können. Henkel hatte Borussia Düsseldorf im letzten Jahr bereits bei der Kampagne „Düsseldorf spielt Tischtennis“ unterstützt, einer stadtweiten Outdoor-Tischtenniskampagne für einen guten Zweck. (Links im Bild: Timo Boll, einer der erfolgreichsten deutschen Tischtennisspieler.)

Über Borussia Düsseldorf
Die einmalige Erfolgsgeschichte von Borussia Düsseldorf begann vor mehr als sechs Jahrzehnten. In der Saison 1960/61 gewann der Klub die erste Meisterschaft. Mit inzwischen 32 deutschen Meistertiteln, 27 deutschen Pokalsiegen und 16 Erfolgen auf europäischer Ebene ist die Borussia nicht nur nationaler Tischtennis-Rekordmeister, sondern gehört mit 75 Titeln (Stand 30. Mai 2023) zu den drei erfolgreichsten Vereinsmannschaften Deutschlands. Borussia Düsseldorf schrieb zudem bereits einige Male Sportgeschichte – u.a. mit dem Gewinn des historischen Triples (Champions League, Meisterschaft, Pokal) in 2010, 2011, 2018 und 2021. Darüber hinaus engagiert sich der Verein stark für den Nachwuchs, für Senioren, im Para-Sport und mit zahlreichen eigenen sozialen Projekten. Weitere Informationen unter www.borussia-duesseldorf.com

Glasfaserausbau in unserer Stadt schreitet voran

Hagen Rickmann und Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller stellen die Pläne zum Ausbau des Glasfasernetzes vor. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Der stadtteilweise Ausbau des Glasfasernetzes in Düsseldorf wird weiter vorangetrieben. Über 30.000 Haushalte und Gewerbe im Stadtgebiet können das neue Glasfasernetz bereits jetzt nutzen, rund 70.000 können einen FTTH-Anschluss dort beauftragen. Zielmarke ist die Versorgung von 160.000 Haushalten in 13 Stadtteilen bis 2025 alleine durch die Deutsche Telekom. Die Versorgung weiterer Stadtgebiete durch andere Ausbaupartner kommt noch dazu.

Für den im Mai gestarteten Ausbau des Glasfasernetzes in Hellerhof hatte sich auch Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller eingesetzt. Die Versorgung von weiteren 100.000 Düsseldorfer Haushalten ist geplant.

„Mit dem Anschluss an ein Glasfasernetz wird jede Immobilie aufgewertet. Längst ist eine gute Datenanbindung zu einem Standortkriterium geworden. Düsseldorf ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität und ein dynamischer Wirtschaftsstandort – auch und gerade durch die gute Infrastruktur. Mit dem weiteren Ausbau der Glasfaseranbindung wird in Düsseldorf die Attraktivität als Wohn- und Arbeitsstandort gefördert“, betont Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

„Es freut mich sehr, dass wir mit dem Ausbau der Glasfaser für 260.000 Haushalte und Gewerbe in Düsseldorf einen wichtigen Schritt in die Zukunft gehen. Der schnelle und zuverlässige Internetzugang ist heutzutage unverzichtbar, für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen. Mit der flächendeckenden Verfügbarkeit von Glasfaser können wir die Infrastruktur in Düsseldorf zukunftsfähig gestalten und attraktive Standortbedingungen für Wirtschaft und Forschung schaffen“, ergänzt Hagen Rickmann (Telekom)

Täglich neue „gute Nachrichten“ aus der Düsseldorfer Wirtschaft

Entdecken Sie die erfrischende Seite der Düsseldorfer Wirtschaft! Auf www.unternehmerschaft.de präsentieren wir Ihnen täglich aktuelle, ungefilterte und kostenfreie „gute Nachrichten“ aus der Unternehmenswelt. Tauchen Sie ein in eine Welt voller Erfolgsgeschichten, Innovationen und inspirierender Unternehmerpersönlichkeiten. Von spannenden Start-ups bis hin zu etablierten Unternehmen – wir zeigen Ihnen die Vielfalt und Stärke der Düsseldorfer Wirtschaft. Mit unserer unabhängigen Berichterstattung möchten wir Sie informieren, inspirieren und Ihnen wertvolle Einblicke in die Wirtschaftswelt bieten. Erfahren Sie, welche Unternehmen Großes leisten, welche Innovationen die Zukunft prägen und wie Unternehmerinnen und Unternehmer unsere Stadt voranbringen. Besuchen Sie noch heute www.unternehmerschaft.de und lassen Sie sich von den positiven Nachrichten aus der Düsseldorfer Wirtschaft begeistern!

Wofür nutzen Unternehmen Künstliche Intelligenz? ifaa stellt die Ergebnisse der aktuellen KI-Studie anlässlich der automatica vor

Im Forum der automatica präsentiert das Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft ausgewählte Ergebnisse seiner KI-Studie: Die Fertigung ist mit großem Abstand wichtigster Einsatzbereich für KI in produzierenden Unternehmen. „Auch wenn öffentlich viel und besorgt über KI in der Personalwirtschaft diskutiert wird: Die Unternehmen messen diesem Thema wenig Bedeutung bei,“ so Dr. Frank Lennings, Leiter des Fachbereichs Unternehmensexzellenz am ifaa.

Die Ergebnisse im Detail:

  • Einsatzbereiche: Die Fertigung ist Schwerpunkt durchgeführter oder geplanter KI-Einführungen. So die Angaben von 56% der Befragten. Andere Bereiche folgen mit deutlichem Abstand: Logistik & Lager (34%), Beschaffung (23%), Forschung, Personalwirtschaft und Vertrieb (jeweils 17%)
  • Verbreitung: 36% der Teilnehmer nutzen KI, weitere 37% planen dies.
  • Anzahl der Anwendungen im Unternehmen: Die meisten Anwender verfügen über 2-5 KI-Anwendungen im Unternehmen.
  • Einführungsdauer: Für die Einführung benötigten die meisten 3 bis 12 Monate.
  • Standard- und Individuallösungen: 13% der Befragten arbeiten mit Standardlösungen ohne Individualisierung. Standardlösungen werden zudem sowohl vom Hersteller (34%) als auch vom Unternehmen selbst individualisiert (28%). Individuallösungen werden überwiegend von Dienstleistern entwickelt (21%), nur 4% der Befragten leisten dies selbst im Unternehmen.
  • Eingesetzte Technologien: Die Schwerpunkte bilden Technologien zur multidimensionalen Mustererkennung, bspw. für Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle (38%), zur Aktionsplanung und Optimierung (37%), Bild- und Tonverarbeitung (37%), Text- und Sprachverarbeitung  (36%), Wissensrepräsentation (27%). Technologien zur Emotionsanalyse und Absichtserkennung von Menschen haben untergeordnete Bedeutung (6%).

Weitere Informationen zur Studie und erste Ergebnisse finden Sie unter https://www.arbeitswissenschaft.net/ki-studie-ergebnisse

„Düsseldorf macht Schule!“ – Unternehmerschaft ist ein starker Partner der Schulverwaltung

Die neuen Visualisierungstechniken können im Unterrichtsgeschehen gemeinsam mit den iPads eingesetzt werden. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Unterwegs im Hop-On Hop-Off Bus: Bei der jährlichen Schulbautour gab Dagmar Wandt, Leiterin des Amtes für Schule und Bildung Einblicke in die fortschreitende Schulbau-Offensive. Die Tour fand bereits zum fünften Mal statt.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf investiert bis 2025 rund 1,4 Milliarden Euro in Schulen. Realisiert werden die Maßnahmen vom Amt für Schule und Bildung sowie von den städtischen Tochterunternehmen Immobilien Projekt Management Düsseldorf (IPM) und der Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG (IDR).

Dagmar Wandt, Leiterin des Amtes für Schule und Bildung: „Jeder zweite Euro, den wir als Stadt investieren, fließt in die Bildung. Mit unserer flächendeckenden Schulbau-Offensive nehmen wir deutschlandweit eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen Bau, der Modernisierung und der Digitalisierung von Schulen ein.“

Mit dem Hop-On Hop Off-Bus der Düsseldorf Tourismus GmbH wurden auf der Schulbautour das Comenius-Gymnasium in Oberkassel, der Neubau des Lessing-Gymnasiums in Oberbilk, der Traumschulhof des Humboldt-Gymnasiums in Pempelfort sowie ein Klassenraum mit Visualisierungstechnik am Humboldt-Gymnasiums besichtigt.

Schwerpunkt Neubau: Comenius-Gymnasium
Das Comenius-Gymnasium wird durch einen Erweiterungsbau zukünftig als fünfzügige Schule mit neun Jahrgangsstufen ausgelegt. Auf einer Fläche von rund 3.900 Quadratmetern werden dann in dem neuen Gebäude Kursräume und zusätzliche Fachräume untergebracht, während die Klassenräume im Bestandsgebäude angesiedelt sind. Im Erdgeschoss des Neubaus werden zudem der Ganztagsbereich und ein Multifunktionsraum beherbergt. Auch eine neue ebenerdige Aula soll zeitweise durch den Ganztag genutzt werden.

Darüber hinaus werden in dem Erweiterungsbau breite Flurzonen mit Sitznischen geschaffen, die gleichzeitig als Selbstlernzonen genutzt werden können. Das Gebäude wird im Nord-Westen des Grundstücks als drei- bis vier geschossiger Neubau errichtet, der an zwei Stellen in das Bestandsgebäude eingebunden wird. Das verbindende Element zwischen Neu- und Altbau bildet eine repräsentative, zweigeschossige Eingangshalle.

Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird im Rahmen des Bauvorhabens auch der vorhandene und in die Jahre gekommene Aulagang abgerissen und neu errichtet. Mit der dadurch entstehenden Flächenvergrößerung kann die Mensakapazität der steigenden Schülerzahl angepasst werden: Der Neubau wird den seitlichen Küchenanbau einbinden und bekommt darüber hinaus einen zusätzlichen eigenen Eingang an der Lütticher Straße. Die gesamten Bauarbeiten finden während des laufenden Schulbetriebs in mehreren Bauphasen statt.

Schwerpunkt Neubau und Mittagsverpflegung: Lessing-Gymnasium und Berufskolleg
Mit dem Erweiterungsbau für die naturwissenschaftlichen Fachräume für das Lessing-Gymnasium werden durch die IPM die baulichen Voraussetzungen optimiert. Gleichzeitig werden die Klassenzimmer im Bestandsgebäude auf dem Schulgelände umfassend saniert und erhalten eine moderne Ausstattung. Das Investitionsvolumen des Projektes liegt bei rund 16,4 Millionen Euro.

Die Sanierung des Hofgebäudes ist zum aktuellen Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Der Giebel zum Schulhof des Lessing-Gymnasiums erhält im Zuge der Neugestaltung der Außenanlagen abschließend einen neuen Fassadenanstrich – die Fassade des Neubaus der naturwissenschaftlichen Fachräume wird Ende Juni fertig gestellt.

Auch der Innenausbau schreitet planmäßig voran, aktuell werden die Laboreinrichtungen der Fachräume montiert. Die Umbauarbeiten im Hauptgebäude werden von September 2023 bis Mai April 2024 ausgeführt. Die Neugestaltung des Schulhofes wird ab April 2024 bis zum Ende der Sommerferien im August 2024 erfolgen.

Das Lessing-Gymnasium und -Berufskolleg verfügt zudem über eine moderne Form der Mittagsverpflegung. Die Landeshauptstadt Düsseldorf verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung, bei der wenig Lebensmittelabfälle und ein klimafreundlicher Speiseplan entscheidende Faktoren sind. Daher hat das Amt für Schule und Bildung im vergangenen Jahr an dem landes- und EU-geförderten Projekt MehrWert21 der Verbraucherzentrale NRW e. V. in Kooperation mit zwei Düsseldorfer Schulen, der Jugendberufshilfe und der Zukunftswerkstatt Düsseldorf teilgenommen.

Durch diese Projektbegleitung ist es der Jugendberufshilfe gelungen, eine Reduzierung der Speisereste und einen klimafreundlichen Speiseplan in der Praxis umzusetzen und dadurch in einer Schulmensa bis zu sechs Tonnen Kohlendioxid im Jahr einzusparen. Ein zusätzlicher Erfolg ist der Geschmack – 80 Prozent der Mensagäste gaben dem Essen zum Abschluss des Projekts bei einer Abstimmung gute Noten.

Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Außenflächen: Humboldt-Gymnasium
Der neue Schulgarten des Humboldt-Gymnasiums gliedert sich in zwei Teile: Der Hauptteil wurde entsiegelt und in eine Rasenfläche mit Bäumen und Sträuchern entlang der Grundstücksgrenze umgestaltet. Auf einen Weg über den Rasen wurde zugunsten der Vegetation verzichtet. Der andere Teil des Gartens wurde auf der Fläche der ehemaligen Grünbrache angelegt und besteht aus einem kleinen Wiesen-Biotop sowie einem Bereich, in dem schuleigene Pflanzenversuchsflächen in kleinen naturnah gestalteten Beeten angelegt werden können. Der Biotop-Garten wurde mit einem Pfad aus Natursteinplatten, einem Hochbeetkasten sowie einer Sitzbank ausgestattet.

Die für die Pflege der Außenanlagen eingesetzten Geräte, wie etwa Laubsauger, wurden in den vergangenen drei Jahren nahezu komplett von einem fossilbetriebenen auf einen akkubetrieben Antrieb umgestellt. Die Umstellung der Außenpflegeräte auf den Akkubetrieb stellt einen Baustein in der Erreichung der Klimaneutralität der Landeshauptstadt Düsseldorf bis zum Jahr 2035 dar und wurde aus dem Klimaschutzetat des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz mitfinanziert. Bis zum Ende des Jahres 2023 werden die Außenpflegegeräte an 100 Schulstandorten komplett auf den Akkubetrieb umgestellt. Durch diese Umstellung können jährlich 44.392 kg an Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden.

Schwerpunkt Digitalisierung: Max-Weber-Berufskolleg
Das Max-Weber-Berufskolleg verfügt über 51 Klassenräume mit neuer Visualisierungstechnik, zudem wurden der Schule  vom Schulträger 400 iPads zur Verfügung gestellt. Die neuen Visualisierungstechniken können im Unterrichtsgeschehen gemeinsam mit den iPads eingesetzt werden.

Zusammen mit dem benachbarten Walter-Eucken-Berufskolleg konnte sich das Max-Weber-Berufskolleg zuletzt in einem deutschlandweiten Schul-Wettbewerb für überdurchschnittliche Digitalisierung und moderne Lern- und Lehrmethoden behaupten.

Weitere Schulbau-Großprojekte in den nächsten Jahren:
•    Neuer Schulneubau der Hauptschule Bernburger Straße an der Vennhauser Allee
•    Neue dreizügige Realschule an der Borbecker Straße in Unterrath
•    Neue vierzügige Gesamtschule an der Aldekerkstraße in Heerdt
•    Neues vierzügiges Gymnasium an der Bernburger Straße in Eller
•    Neues vierzügiges Gymnasium am Heinzelmännchenweg in Flingern-Nord
•    Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Rückkehr zum G9-Betrieb an allen Gymnasien

Ein Video zu diesem Thema wird in Kürze auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

Führungskräfte des Düsseldorfer Flughafens besuchen das Rathaus

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat Führungskräfte des Düsseldorfer Flughafens zu einer Führung im Düsseldorfer Rathaus empfangen. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat Führungskräfte des Düsseldorfer Flughafens im Jan-Wellem-Saal des Rathauses empfangen.

Düsseldorfs internationaler Flughafen diesmal ganz lokal: Die von den Geschäftsführern Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt angeführte 17-köpfige Flughafen-Delegation wurde von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller nach dem Empfang durch das historische Rathaus geführt – der Rundgang endete im Ältestenratsaal mit den Bildportraits der früheren Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf. Daran schloss sich für die Führungskräfte des Airports auch noch eine Altstadtführung an.

METRO unterzeichnet Pakt gegen Lebensmittelverschwendung

Die METRO sowie 13 weitere Unternehmen aus dem Lebensmittelgroß- und Einzelhandel haben heute in Berlin eine Vereinbarung mit Bundesminister Cem Özdemir zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen unterzeichnet: Die Unternehmen verpflichten sich gegenüber dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent zu verringern. Unterstützt werden die Unternehmen hierbei durch den BVLH (Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels). METRO setzt mit der Unterzeichnung die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens konsequent fort.

„Wir haben bereits seit vielen Jahren eine Vielzahl an Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung etabliert. Dennoch ist es unser Ziel, hier noch besser zu werden, auch wenn das keine leichte Aufgabe ist“, so Martin Schumacher, CEO METRO Deutschland. Seit 2019 beteiligt sich METRO Deutschland am Dialogforum für den Groß- und Einzelhandel, in dem konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle im Handel diskutiert und in den Unternehmen umgesetzt werden. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung am 27. Juni 2023 mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, erklärt sich METRO Deutschland zur Fortführung erprobter Maßnahmen sowie zur Umsetzung neuer Lösungen bereit, die zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen führen werden. Bestandteil der Vereinbarung sind für alle unterzeichnenden Unternehmen verpflichtende Maßnahmen sowie weitere Wahlmaßnahmen – alle mit dem Ziel, das spezifische Reduzierungspotenzial von Lebensmittelabfällen zu heben.

Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir zeigt sich erfreut: „Der Handel und mein Ministerium haben sich zusammengetan, um die Lebensmittelverschwendung in Deutschland entschlossen anzupacken. Wir schließen einen Pakt, damit unsere wertvollen Lebensmittel im Topf und auf dem Teller landen – statt in der Tonne. Unser Pakt basiert auf Freiwilligkeit, aber ist alles andere als eine lose Vereinbarung, denn wir haben klare und verbindliche Regeln verabredet: Im Zentrum steht das Miteinander anhand konkreter Ziele und Maßnahmen, die auch überprüft werden und zu denen die Unternehmen öffentlich Rechenschaft ablegen. So schaffen wir Transparenz und so bringen wir einen Stein ins Rollen, damit sich andere anschließen. Ich freue mich über diesen wichtigen Schritt und danke allen teilnehmenden Unternehmen.“

Neben dem Bundesminister waren Vertretungen der beteiligten Unternehmen sowie des Bundesverbands des Deutschen Lebensmitthandels (BVLH) zur Unterzeichnung im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin am Nachmittag des 27. Juni anwesend.

Viele Maßnahmen führen zum Ziel

Bereits seit vielen Jahren dreht METRO an unterschiedlichen Stellschrauben, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren: So wird kontinuierlich die Warensteuerung optimiert, damit diese sich noch besser am tatsächlichen Kundenbedarf orientiert. Aber auch marktinterne Prozesse werden verbessert und Mitarbeitende mit Hinblick auf die Reduzierung von Lebensmittelabfällen geschult. Für Kundinnen und Kunden sichtbare Maßnahmen sind beispielsweise die Frischen GastroDeals, mit denen Obst und Gemüse, das optisch nicht der Norm entspricht, zu reduziertem Preis angeboten wird. Außerdem arbeitet der Großhändler mit den Tafeln und anderen gemeinnützigen Organisationen zusammen: Allein im vergangenen Geschäftsjahr 2021/2022 hat METRO Deutschland beispielsweise den Gegenwert von ca. 18,7 Mio. Mahlzeiten gespendet.

Nachhaltigkeit bei METRO

Maßnahmen wie diese sind Teil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie von METRO. Diese basiert auf den drei Säulen „Klima & CO2“, „Ethisches Verhalten und Vertrauen“ sowie „Gleichberechtigung, Inklusion und Wohlbefinden“. „METRO hat sich mit einer eigenen Klimastrategie zu einem klimaneutralen Geschäftsbetrieb bis 2040 verpflichtet. Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist ein elementarer Bestandteil davon. Durch systematische Datenauswertungen erarbeiten wir konkrete Maßnahmen, um noch genauer konkrete Bedarfe zu ermitteln, damit es gar nicht erst zu Überangeboten kommt. Darüber hinaus planen wir unsere bundesweite Kooperation mit den Tafeln fortzusetzen und zu intensivieren“, betont Ivonne Bollow, Senior Vice President Corporate Responsibility & Public Policy METRO AG. Dazu gehört beispielsweise die Reduzierung von Emissionen – sei es im eigenen Geschäftsbetrieb, in der Logistik als auch im Sortiment: So wird zum Beispiel Plastik in den Verpackungen durch nachhaltige Alternativen reduziert, das Sortiment wird um weitere regionale, Bio, vegan/vegetarische und alternative Produkte erweitert und das Thema Elektromobilität vorangetrieben. Mit Fokus auf die Gastronomie hat METRO die Plattform „Mein nachhaltiges Restaurant“ entwickelt, um Gastro-Betriebe beim Thema Nachhaltigkeit zu unterstützen. Auch schreibt METRO Deutschland seit 2019 jährlich den Preis für nachhaltige Gastronomie aus, mit dem nachhaltige, kreative Konzepte der Gastronomie prämiert werden.

Für seine nachhaltigen Leistungen ist METRO Deutschland bereits das zweite Jahr in Folge durch EcoVadis mit einer Bronze-Medaille ausgezeichnet worden, eine international anerkannte Plattform, die seit 2007 Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit bewertet. Darüber hinaus hat METRO Deutschland das Nachhaltigkeits- und Compliance-Assessment von IntegrityNext sehr erfolgreich abgeschlossen. Integrity Next bewertet die Nachhaltigkeitsaktivitäten von Lieferanten.

Mehr Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie von METRO Deutschland: https://www.metro.de/nachhaltigkeit

„Zeit im Fluss. Müllgeschichte(n) aus dem Rhein“: Ausstellung im SchifffahrtMuseum (unser Lesefest-Partner)

Die präsentierte Auswahl spiegelt unter anderem die neueren Verkaufsstrategien nach den entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegsjahren. Foto: Lammert

Das Blockblocks Archiv ist bis zum 10. September 2023 zu Gast im SchifffahrtMuseum Düsseldorf. In der ersten Etage des Schlossturms wird eine Ausstellung zum Werdegang der Müllgeschichte(n) des Rheins, vor allem ab den 1950er Jahren präsentiert. Im Museum findet im November das Pre-Opening des Lesefest 2023 (www.leseban.de) für die Medien statt.

Der Müll vergangener Zeiten spricht nicht nur von achtlosem Wegwerfverhalten, sondern dokumentiert auch Zeitgeschichte. So bewahrte das Team des „Blockblocks Cleanups“ seit der ersten Sammelaktion spannende Funde auf. Nach fünf Jahren ist ihr Archiv deutlich angewachsen und dokumentiert den Alltag vergangener Generationen.

Dr. Annette Fimpeler, Leiterin des SchifffahrtMuseums: „Die historische, länger zurückliegende Wasserverschmutzung war im Museum immer wieder ein Thema. Die eindrucksvolle Sammlung im Archiv von Blockblocks Cleanup ermöglicht es uns zu zeigen, dass das unbedachte Verhalten in der Vergangenheit Auswirkungen bis in die Gegenwart und Zukunft hat.“

Zahlreiche, heute teils kurios anmutende Objekte erzählen ihre eigenen faszinierenden Geschichten. Die hier präsentierte Auswahl spiegelt unter anderem die neueren Verkaufsstrategien nach den entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegsjahren. Erst in den 1950er Jahren gab es wieder ein breiteres Warenangebot. Gleichzeitig stand ein neues Verpackungsmaterial zur Verfügung, das den Konsum mit ankurbeln sollte. Es begann der Siegeszug der Plastikverpackungen.

Sie „wirken“ bis heute und belasten den Rhein auch noch zukünftig. Die gemeinnützige Initiative macht mit ihren Aktionen und ihrem Archiv darauf aufmerksam, dass nicht nur die Weltmeere, sondern auch der Rhein „vor unserer Haustür“ von einer Überbelastung bedroht ist.

„Wir danken dem SchifffahrtMuseum Düsseldorf für die Möglichkeit, uns im Schlossturm mit einer Ausstellung präsentieren zu können“, erklärt Victoria Blocksdorf, Gründerin der Blockblocks Cleanup gGmbH. „Wir freuen uns darauf, der breiten Bevölkerung das Thema ‚Plastikmüll in unseren Gewässern‘ zugänglich zu machen. Es ist erschreckend und faszinierend zugleich, Dinge in den Händen zu halten, die eine jahrzehntelange Reise hinter sich haben, über die wir aber nie alles erfahren werden: ihre Zeit im Fluss.“

Programm

Im Rahmen der Schaufensterausstellung „Zeit im Fluss. Müllgeschichte(n) aus dem Rhein“ werden zwei Kuratorenführungen sowie ein Sommerferienprogramm angeboten.

Sonntag, 2. Juli, 15 Uhr, und Sonntag 30. Juli, 15 Uhr
Öffentliche Führung – zum Schaufenster „Zeit im Fluss“
Der Müll vergangener Zeiten spricht nicht nur von achtlosem Wegwerfverhalten, sondern dokumentiert auch Zeitgeschichte. Die Führung zeigt, wie dieser Müll das Konsumverhalten dokumentiert – von den Wirtschaftswunderjahren bis heute. Die lange Haltbarkeit der Kunststoffe im Müll mahnt zudem vor der Überbelastung des Rheins und schließlich der Weltmeere.

Mittwoch, 5. Juli, Mittwoch, 19. Juli, und Mittwoch, 2. August, jeweils 15 Uhr
„Alles Abfall oder was?“
Workshop für Kinder ab acht Jahren – in den Sommerferien
Plastikmüll gehört nicht in den Rhein, aber was lässt sich sonst noch damit anfangen? Hier können Kinder kreative Upcycling-Ideen ausprobieren und auch mit Unterstützung des „Blockblocks Rhein Cleanup“-Teams nützliche neue Dinge aus diesem alten Kunststoffmüll gießen – wie einen eigenen Karabinerhaken.

Die Dauer beträgt rund anderthalb Stunden und die Teilnahmegebühr fünf Euro. Eine verbindliche Voranmeldung bis drei Tage vorher ist telefonisch unter 0211-8994195 oder per E-Mail an schifffahrtmuseum@duesseldorf.de notwendig. Die Workshops finden nur bei einer Mindestteilnehmerzahl statt.