Düsseldorfer Büromarkt im drastischen Wandel: „Anstatt durch mehr Homeoffice und flexible Arbeitsplatzkonzepte frei gewordene Flächen abzugeben, bauen viele Unternehmen einen Teil der klassischen Büros zu kreativen Kommunikations- und Kollaborationsräumen um“ / hohe Leerstände in Düsseldorf

Während der Coronapandemie schickten zahlreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice – teils freiwillig, teils staatlich angeordnet. Mittlerweile strömen täglich wieder Millionen Erwerbstätige in die Büros. Ganz beim Alten ist aber längst nicht alles.

Verwaiste Büros, leere Flure und verstaubte Schreibtische: Was wie Bilder aus einem Endzeitfilm wirkte, war während der Lockdowns infolge der Coronapandemie in vielen Firmen Realität. Doch auch vor dem Ausbruch des Virus waren voll ausgelastete Büros eher Wunsch als Wirklichkeit:

Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte waren im Jahr 2019 aufgrund von Urlauben, Dienstreisen, Krankheiten und Homeoffice der Mitarbeiter im Schnitt jeden Tag 40 bis 50 Prozent der Schreibtische in Büros nicht besetzt.

Immerhin 13 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiteten schon damals zumindest gelegentlich von zu Hause aus, meldet das Statistische Bundesamt. Durch die Pandemie stieg der Anteil dann stark an – auf 25 Prozent im Jahr 2021.

Einhergehend mit der vermehrten Arbeit aus dem Homeoffice liegen flexible Arbeitsplatzkonzepte wie Desk-Sharing im Trend. Dabei haben die Angestellten keinen festen Arbeitsplatz mehr, sondern buchen sich nur dann einen Platz, wenn sie tatsächlich ins Büro kommen. An anderen Tagen kann der Schreibtisch von Kollegen genutzt werden.

Das muss aber nicht heißen, dass der Flächenbedarf von Unternehmen insgesamt sinkt. So wurden im Jahr 2020 in Deutschland 2.063 Bauvorhaben zur Errichtung neuer Büro- und Verwaltungsgebäude genehmigt – nur 67 weniger als im Vorjahr. Und im zweiten Pandemiejahr lag der Wert mit 2.159 Baugenehmigungen sogar über dem Niveau von 2019.

Schon seit 2016 wird pro Jahr der Bau von mehr als 2.000 neuen Büroimmobilien bewilligt – eine Marke, die davor zuletzt in den Jahren 2003 und 2008 erreicht wurde. Natürlich gibt es immer eine gewisse Verzögerung, bis die genehmigten Bauvorhaben tatsächlich realisiert werden. Langsam spiegelt sich der Anstieg aber auch im realen Neubau wider (Grafik):

2020 und 2021 entstanden in der Bundesrepublik jeweils rund 3,2 Millionen Quadratmeter Fläche an Büro- und Verwaltungsgebäuden. Das waren 13 Prozent mehr als 2019.

Damit ist auch der Anteil der Bürobeschäftigten an allen Arbeitnehmern gestiegen. Im vergangenen Jahr arbeiteten knapp 37 Prozent aller Angestellten im Büro, 2012 waren es noch 5 Prozentpunkte weniger. Diese Zunahme gleicht die Möglichkeit, durch Homeoffice und geteilte Schreibtische Büroflächen einzusparen, etwas aus.

In Düsseldorf zeigt sich der Büromarkt von einer ganz besonderen Seite laut Immobilienmakler Aengevelt: „Mit 330.000 Quadratmetern ist der Büroflächenumsatz stabil, liegt aber rund 50.000 Quadratmeter unter dem Zehnjahresschnitt. Weil die Qualitätsanforderungen gestiegen sind, ist die Spitzenmiete auf mehr als 32 Euro pro Quadratmeter gestiegen“, heißt es in der heutigen Ausgabe der Rheinischen Post. Der Leerstand liegt nun bei 750.000 Quadratmeter, „was eine Quote von 8,1 Prozent bedeutet (zuvor 7,2 Prozent). Der strukturelle Leerstand, bei denen kaum mehr auf eine Vermietung zu hoffen ist, ist auf 90.000 Quadratmeter gewachsen.“

Kreatives Miteinander statt Einzelbüros

Gerade in größeren Betrieben ist die Belegschaft darüber hinaus oft recht heterogen, was den Wunsch nach Heimarbeit betrifft: Eltern mit kleinen Kindern mögen das Homeoffice bevorzugen, um ihre Arbeitszeit flexibel gestalten zu können. Neu eingestellte und jüngere Mitarbeiter wollen in der Regel zumindest gelegentlich ins Büro kommen, um die Kollegen kennenzulernen und Anschluss zu finden – ebenso wie ältere Beschäftigte, die aus Gewohnheit und zur Pflege sozialer Kontakte gern in Präsenz tätig sind. Und wieder andere haben in ihren eigenen vier Wänden gar nicht den nötigen Platz oder es fehlt ihnen dort die technische Ausstattung, weshalb sie fast ausschließlich im Unternehmen arbeiten.

Die meisten Firmen haben deshalb mittlerweile eine hybride Mischung aus Büro und individuell wählbarem Arbeitsort etabliert.

Das verändert auch die Art, wie die vorhandenen Büroräume genutzt werden. Sieben von zehn der im Frühjahr 2021 durch die Unternehmensberatung Staufen befragten deutschen Firmen gaben an, dass die Zusammenarbeit in ihrem Betrieb unter der Pandemie gelitten hat. Rund die Hälfte von ihnen nannte als Hauptgrund den fehlenden informellen Austausch.

Immer mehr Unternehmen setzen deshalb bei der Bürogestaltung auf eine Mischform aus traditionellen Schreibtischplätzen und modern gestalteten Räumen mit großzügigen Co-Working-Bereichen und gemütlichen Kaffeeecken, die genau diesen Austausch unter den Mitarbeitern fördern sollen. Das Büro soll als Begegnungsstätte dienen, in der das kreative Miteinander im Vordergrund steht, so die Idee. Anstatt durch mehr Homeoffice frei gewordene Flächen abzugeben, bauen die Unternehmen so einen Teil der klassischen Büros zu Kommunikations- und Kollaborationsräumen um.

Gespaltener Büromarkt

Was heißt das für den Büromarkt? Aufgrund steigender Energie- und Materialkosten kann es gut sein, dass die Zahl der Bauvorhaben wieder zurückgeht. Im Bestand könnte es zudem zu einer Spaltung kommen: Einerseits dürfte die Nachfrage nach modernen, energieeffizienten Gebäuden mit guter technischer Grundausstattung in zentralen Lagen noch einmal wachsen, was das Angebot weiter verknappen und die Mieten in diesem Segment in die Höhe treiben würde. Andererseits werden ältere Objekte voller Einzelbüros in Randlagen in Zukunft wohl öfter leer stehen.

Quelle: eigene Recherchen, IW Köln, Aengevelt, Rheinische Post

Unternehmen suchen händeringend Azubis – viele Stellen können nicht besetzt werden, weil es weniger Bewerber gibt – Unternehmerschaft mit großem Kompetenzfeld „Nachwuchssicherung“

Diese Entwicklung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Ohne gut ausgebildete Fachkräfte können sie ihre Aufträge nicht mehr fristgerecht erledigen, innovative Projekte nicht umsetzen und auch langfristig nicht wettbewerbsfähig bleiben. Fotos: Lanxess

In vielen Branchen und Unternehmen in Düsseldorf und Umgebung herrscht derzeit ein großer Mangel an Auszubildenden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen gibt es immer weniger Schulabgänger, die sich für eine duale Ausbildung entscheiden. Zum anderen werden bestimmte Berufe immer unattraktiver, da sie als wenig zukunftssicher oder nicht prestigeträchtig gelten.

Diese Entwicklung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Ohne gut ausgebildete Fachkräfte können sie ihre Aufträge nicht mehr fristgerecht erledigen, innovative Projekte nicht umsetzen und auch langfristig nicht wettbewerbsfähig bleiben.

Deshalb versuchen viele Unternehmen, auf verschiedenen Wegen mehr Auszubildende zu gewinnen. Zum Beispiel setzen sie verstärkt auf Werbung in sozialen Netzwerken oder organisieren Events, um Schülerinnen und Schüler auf sich aufmerksam zu machen. Auch Kooperationen mit Schulen und Hochschulen können dazu beitragen, dass sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung bei einem Unternehmen entscheiden.

Darüber hinaus bieten viele Unternehmen auch attraktive Ausbildungsbedingungen an, um Auszubildende zu gewinnen und zu halten. Dazu gehören beispielsweise eine faire Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Maßnahmen langfristig auszahlen und wieder mehr junge Menschen eine duale Ausbildung beginnen. Denn nur so können Unternehmen langfristig erfolgreich sein und ihre Zukunft sichern.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf bietet den Betrieben in Düsseldorf und Umgebung im Verbund mit der verbandseigenen Stiftung Pro Ausbildung, dem Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung und der Kommunalen Koordinierung ein großes, vielfältiges und vor allem kostenfreies Angebot zur Fachkräfte- und Nachwuchssicherung an. Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter service@unternehmerschaft.de. Außerdem empfehlen wir Ihnen gerne diese Informations- und Kommunikationsplattformen:

+ www.stiftung-proausbildung.de

+ www.mint-duesseldorf.de

+ www.kompetenzzentrum-duesseldorf.de

+ www.kommunale-koordinierung.com

Die Unternehmen bieten attraktive Ausbildungsbedingungen an, um Auszubildende zu gewinnen und zu halten. Dazu gehören beispielsweise eine faire Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Neue Koordinatorin im zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf

Rosalba Vitellaro (Mitte) verstärkt ab sofort das zdi-Team in Düsseldorf um die Koordinatoren Eva Deckers und Ekkehard Hostert.

Rosalba Vitellaro verstärkt ab sofort das zdi-Team in Düsseldorf um die Koordinatoren Eva Deckers und Ekkehard Hostert. Ihre Aufgabengebiete sind unter anderem die Organisation von Workshops und die Öffentlichkeitsarbeit. zdi in Düsseldorf baut auf dem Netzwerk “MINT Düsseldorf” auf. Hier wirken seit 2011 Unternehmen, Organisationen der Wirtschaft, Schulen, Hochschulen, Stiftungen und Vereine zusammen, um mehr Kinder und Jugendliche für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. Damit leistet zdi-Düsseldorf einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchskräftesicherung in den naturwissenschaftlich-technischen Branchen. Das Netzwerk, dem unter anderem die Landeshauptstadt Düsseldorf, Henkel und Ubisoft, die Unternehmerschaft Düsseldorf, die Agentur für Arbeit Düsseldorf, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer, die Hochschule Düsseldorf und die Heinrich-Heine-Universität-angehören, bietet jährlich mehr als 300 Workshops für mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis13 im Themenbereich MINT an. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der beruflichen Orientierung. Träger des Netzwerks ist die Stiftung Pro Ausbildung – eine Initiative des Arbeitgeberverbandes „düsseldorf metall“. Frau Vitellaro schloss ihr Studium der Romanischen Philologie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf mit dem Abschluss zur Magistra Artium ab. Berufliche Erfahrungen sammelte sie in der Tourismusbranche und als Integrationshelferin in einem Autismus-Therapie-Zentrum.

„Own Retail“ – Strategie: Mercedes-Benz Nutzfahrzeugzentrum in Haan eröffnet

Stina Fagerman, Leiterin Marketing, Vertrieb und Services bei Mercedes-Benz Trucks: „Konsequente Kundenorientierung ist für den Erfolg von Mercedes-Benz Trucks von entscheidender Bedeutung. Dem Eigenvertrieb kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Deswegen freue ich mich sehr, dass ab April in Haan unser aktuell modernster europäischer Own Retail Standort in Betrieb ist.“ von links nach rechts: Tobias Volker, Serviceleiter Nutzfahrzeugzentrum Haan; Dr. Bettina Warnecke, Bürgermeisterin der Stadt Haan; Stefan Heinz, Head of Own Retail Germany

Unternehmenseigene Verkaufs- und Servicestandorte (Own Retail) sind ein wichtiger Teil der Vertriebsstrategie von Mercedes-Benz Trucks in Europa. Zur Stärkung des Vertriebsnetzes im Westen Deutschlands, wurde am vergangenen Freitag das Mercedes-Benz Nutzfahrzeugzentrum in Haan – zwischen Wuppertal, Düsseldorf und Leverkusen gelegen – nach knapp eineinhalb-jähriger Bauzeit eröffnet. Ab sofort werden sich dort rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Anliegen der Nutzfahrzeugkunden aus der Region kümmern.

Stina Fagerman, Leiterin Marketing, Vertrieb und Services bei Mercedes-Benz Trucks: „Konsequente Kundenorientierung ist für den Erfolg von Mercedes-Benz Trucks von entscheidender Bedeutung. Dem Eigenvertrieb kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Deswegen freue ich mich sehr, dass ab April in Haan unser aktuell modernster europäischer Own Retail Standort in Betrieb ist.“

Fagerman weiter: „In Deutschland entsteht derzeit auch in Stuttgart ein weiterer Standort, der noch dieses Jahr fertiggestellt werden soll. In Europa eröffnen darüber hinaus in diesem Jahr noch in vier weiteren Ländern neue Betriebe. Das ist eine sehr dynamische Entwicklung, da wir damit derzeit alle zwei bis drei Monate einen neuen Standort in Betrieb nehmen.“

Neueste Technik und hochmoderne Arbeitsplätz auf 6.200 Quadratmetern

Mit lichtdurchfluteten Räumen und neuster Technik ist das Nutzfahrzeugzentrum in Haan auf gut 40.000 Quadratmetern Grundstücks- und mit rund 6.200 Quadratmetern Nutzfläche nach modernsten Standards als Verkaufsstützpunkt für Lkw der Marken Mercedes-Benz und FUSO entstanden. Der Standort wird zudem als Mietstützpunkt für CharterWay-Fahrzeuge fungieren. Im Service und beim After Sales gehören auch gewerbliche Transporterkunden sowie Mercedes-Benz und Setra Omnibus-Kunden (Servicemarke OmniPlus) zur Zielgruppe.

Stefan Heinz, Leiter Own Retail Deutschland: „Mit dem Neubau investiert Daimler Truck gezielt in die Weiterentwicklung des konzerneigenen Vertriebsnetzes. Der neue Standort in Haan bietet eine individuelle und umfassende Betreuung unserer Kunden aus der Region. Natürlich haben wir beim Bau des neuen Nutzfahrzeugzentrums die Zukunft gleich mitgedacht und Hochvolt-Arbeitsplätze eingerichtet, an denen batterieelektrische Modelle wie die Mercedes-Benz Lkw eActros und eEconic sowie der FUSO eCanter im Service bedient werden können. Auch für die Betreuung von zukünftigen Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb haben wir bereits Arbeitsplätze vorbereitet.“

Eine weitere Neuheit in Haan ist ein hochmoderner Arbeitsplatz, um an den Dächern von Bussen arbeiten zu können – das ist insbesondere für den elektrischen Stadtbus Mercedes-Benz eCitaro relevant, da er seine Batterien auf dem Dach trägt. Selbstverständlich wurden am Standort auch Elektro-Ladeplätze eingeplant. Neben vier Ladesäulen mit max. 300 kW DC-Strom (High-Power-Charger) zum Laden von elektrischen Lkw und Bussen werden auch mehrere AC-Ladestationen für Transporter und Pkw zur Verfügung stehen.

Durch schnellen und umfassenden Service sowie einen überdurchschnittlich hohen Lagerbestand von über 10.000 Mercedes-Benz Originalteilen können die Flotten der Nutzfahrzeugkunden so viel Zeit wie möglich im Einsatz, so wenig Zeit wie nötig im Stillstand sein. Durch den Einsatz eines 24 Stunden Notdienstes werden die Kunden in der Region im Pannenfall auch rund um die Uhr mobil gehalten. Ganz im Sinne einer „One Stop Strategie“ sind am Standort Haan – neben dem Angebot von Anhängerreparaturen – auch ein Prüfstützpunkt der Dekra und eine Waschanlage für Lkw und Busse entstanden, die ein Dienstleister betreibt.

Die Lage direkt an der A46, Anschlussstelle Haan-Ost, ermöglicht eine optimale Anbindung an die bereits vorhandene Infrastruktur – auch für den Fernverkehr.

Nachhaltigkeit am Standort

Der neue Vertriebsstandort wurde in einer Bauweise errichtet, die eine Versorgung aus zum Großteil erneuerbaren Energien sicherstellt. Neben einer biologischen Wasseraufbereitungsanlage wird perspektivisch auch eine großflächige Photovoltaikanalage auf dem Dach installiert werden.

Das Own Retail Netz in Europa

Aktuell sind in Deutschland an rund 20 Own Retail Standorten in Summe rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftig. Im übrigen Europa sind es zwölf weitere eigene Standorte in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Polen und Tschechien mit in Summe rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Stefan Heinz, Chef von Own Retail Germany

Wirtschaftsdezernent Michael Rauterkus geht ins Umfeld des Landesfinanzministeriums – Rückblick auf unsere 71. Podcastfolge „Prima Klima“

Michael Rauterkus und Amtsleiterin Theresa Winkels im Gespräch mit unserer Podcast-Redaktion.

Eigentlich sollte unser Wirtschaftsdezernent Michael Rauterkus am 20. April abgewählt werden. Dem kam er nun zuvor und wechselt in eine andere Stelle im Öffentlichen Dienst in den „Dunstkreis“ des Finanzministeriums, meldet die Rheinische Post. Auch dort soll er sich u.a. um Digitalisierung kümmern. Zu Rauterkus Dezernat gehören die Bereiche Wirtschaft, Digitalisierung, Personal und Organisation. Zum 1. Juli 2021 trat er seine Stelle in Düsseldorf an. Zuvor war er Erster Beigeordneter der Stadt Nettetal für Verwaltungs- und Infrastrukturmanagement. Wer seine Nachfolge in Düsseldorf antritt oder ob die Aufgabenbereiche aufgeteilt werden, muss noch entschieden werden.

>> Michael Rauterkus und Amtsleiterin Theresa Winkels waren am 12. November 2021 zu Gast in unserer 71. Podcastfolge „Prima Klima“ www.kurzelinks.de/duesseldorferwirtschaft

Annette Grabbe startet bei der Rheinbahn und übernimmt im Mai die Funktion der kaufmännischen Vorständin

Klaus Klar, Annette Grabbe und Andreas Hartnigk

Der Rheinbahn-Vorstand bekommt ein neues Gesicht. Am 1. Mai übernimmt Annette Grabbe die Funktion der kaufmännischen Vorständin von Susanne Momberg, die am 31. Mai vertragsgemäß in den Ruhestand wechseln wird. Am Montag hatte Annette Grabbe ihren ersten Arbeitstag bei der Rheinbahn. Die 43-Jährige wechselt von der Westenergie Netzservice GmbH zur Rheinbahn und erhält einen Fünf-Jahres-Vertrag. Der Aufsichtsrat hatte der Bestellung im September einstimmig zugestimmt.

„Mit Annette Grabbe hat sich eine über alle Maßen sympathische, ergebnis- und kundenorientierte Persönlichkeit mit starkem finanzwirtschaftlichen und unternehmerischen Fokus für die Rheinbahn entschieden“, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Andreas Hartnigk. „Wir begrüßen Frau Grabbe sehr herzlich in unserem Unternehmen und wünschen ihr allzeit eine glückliche Hand bei der Ausübung ihrer neuen Tätigkeit.“

Annette Grabbe: „Ich freue mich sehr auf die vor mir liegenden Aufgaben und Begegnungen. Die Rheinbahn zählt zu den leistungsstärksten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland und hält Düsseldorf und die Region mobil. Die vor uns liegenden Aufgaben, insbesondere die klimagerechte Gestaltung der Verkehrswende in finanziell wie strukturell anspruchsvollen Zeiten, haben mich motiviert, meine Erfahrungen und Fähigkeiten einzubringen. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, die vielen neuen Kolleginnen und Kollegen und den gesellschaftlichen Mehrwert, den die Rheinbahn für Düsseldorf und die Region seit so langer Zeit bereits leistet.“

„Mit Annette Grabbe begrüßen wir die Nachfolgerin von Susanne Momberg im Rheinbahn-Vorstand“, freut sich Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor. „Annette Grabbe hat sich entschieden, den Straßenbahn-Führerschein zu machen und atmet so bereits seit vielen Wochen Rheinbahn-Luft. Sie kennt die Themen der Zeit, geht wertschätzend auf die Menschen zu und legt einen Pragmatismus an den Tag, der der Rheinbahn gut tun wird. Michael Richarz und ich freuen uns sehr auf die künftige Zusammenarbeit.“

Annette Grabbe ist Diplom-Kauffrau, verheiratet und hat drei Kinder. Seit 2004 arbeitet sie in verschiedenen Bereichen der Energiewirtschaft, zuletzt als Geschäftsführerin Finanzen, Steuerung und Geschäftsentwicklung bei der Westenergie Netzservice GmbH mit den Schwerpunkten Aufbau neuer Geschäftsfelder, kaufmännische und kommerzielle Steuerung, Qualitätsmanagement und Digitalisierung.

Annette Karsten jetzt bei „Zukunft durch Industrie“

Der Düsseldorfer Verein „Zukunft durch Industrie“, wir sind dort Mitglied, hat mit Annette Karsten eine neue Geschäftsführerin. Frau Karsten ist ein „Medienprofi“ und arbeite 16 Jahre im Bereich Marketing und Unternehmenskommunikation bei Vallourec in Rath. „Zukunft durch Industrie“ versteht sich als Kommunikationsplattform, die alle gesellschaftlichen Gruppen zum Dialog einlädt mit dem Ziel, den Nutzen einer modernen und innovativen Industrie transparent zu machen und bestehende Chancen und Risiken zu diskutieren. Der Verein erklärt Wirkungszusammenhänge, macht Industrie erlebbar und möchte so Vorbehalte abbauen und mehr Begeisterung für Industrie, insbesondere bei jungen Menschen, wecken.
Damit dies gelingen kann, ist Zukunft durch Industrie mit allen relevanten Akteuren im Gespräch und schafft vielfältige Anlässe für Begegnung und Austausch. Weitere Informationen: https://www.zukunft-durch-industrie.de

Aufträge im Wert von über 100 Millionen: Rheinmetall baut Geschäft im Bereich E-Mobilität aus

Archivbild: Rheinmetall

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern hat mit seiner Division Materials and Trade drei neue Aufträge für Strukturbauteile im Bereich E-Mobilität gewonnen. Jeder Auftragseingang bildet für sich einen weiteren Baustein für den Konzern auf seinem Weg zur Transformation hin zu zukunftsfähigen und umweltgerechten Formen der Mobilität und somit weg vom Verbrennungsmotor.

Die Aufträge, die unter die Business Unit Castings fallen, liegen jeweils im zweistelligen MioEUR-Bereich. Die Produktion aller Komponenten wird im Jahr 2024 starten. Für Geely werden ab diesem Zeitpunkt Stoßdämpferaufnahmen im Set, jeweils für rechts und links, produziert, während für Jidu Auto – einen neuen Automobilhersteller – Sets für die vorderen Stoßdämpferaufnahmen hergestellt werden. Der dritte und größte Auftrag eines renommierten Autoherstellers umfasst Sets bestehend aus zwei vorderen Stoßdämpferaufnahmen und zwei Längsträgern jeweils für die rechte und die linke Seite der Fahrzeuge.

Der Lieferumfang der Sets bestehend aus den vorderen Stoßdämpferaufnahmen und den beiden Längsträgern beträgt knapp 200.000 Stück. Bei den Längsträgern handelt es sich um große Druckgussteile mit einem Gussgewicht von mehr als 50 kg. Die Sets werden in dem ersten voll elektrischen Minivan des Kunden ihren Einsatz finden. Im Vorfeld der aktuellen Beauftragung hatte die Division bereits die Beauftragung für den zugehörigen Hilfsrahmen, der im Niederdruckverfahren hergestellt wird, gewonnen. Dies zeigt, dass Rheinmetall mit seinen Produkten zu überzeugen und Folgeaufträge zu generieren weiß.

Der zweitgrößte Auftrag ebenfalls über Stoßdämpferaufnahmen kommt von einem neuen E-Autohersteller namens Jidu, hinter dem ein Joint Venture aus Baidu, einem chinesischen Suchmaschinenbetreiber, und Geely, einem chinesischen Auto- und Motorradhersteller, steht. Das Entwicklungsportfolio dieses Herstellers umfasst dabei nicht nur elektronisch angetriebene, sondern auch autonom fahrende Fahrzeuge. Es handelt sich für die Rheinmetall-Division um einen Erstauftrag.

Der Auftrag für den Autobauer Geely, dem unter anderem Volvo gehört, umfasst knapp 200.000 Stoßdämpferaufnahmen. Der Autohersteller strebt an, den raschen Übergang zum Elektroantrieb voranzutreiben.

Rheinmetall ist ein kompetenter Partner beim Thema Leichtbau, etwa bei Strukturbauteilen für Fahrwerk und Chassis, für etablierte wie auch innovative neue Autohersteller. Jeder einzelne Auftrag unterstreicht die erfolgreiche Transformation des Technologiekonzerns hin zu modernen und umweltschonenden Antriebsformen im automobilen Bereich.

Die Business Unit Castings ist ein globales Joint Venture zwischen Rheinmetall und HUAYU Automotive Systems Co. Ltd. (HASCO), einer Tochtergesellschaft der chinesischen SAIC-Gruppe. Castings besteht aus den beiden großen Unternehmen KS HUAYU AluTech GmbH in Europa und HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co., Ltd. (KPSNC) in China. Rheinmetall und SAIC halten jeweils 50 Prozent der Anteile an dem Joint Venture.

Cold, fresh und in Bio-Qualität – Düsseldorfer Unternehmen Teekanne ab Mai mit neuen Sommergetränken

Warme Tage wecken den Wunsch nach kühler Erfrischung und sommerlichen Getränken. Erfrischend und lecker sollen sie sein – und am besten in Bio-Qualität. Doch handelsübliche Kaltgetränke enthalten oft viel Zucker und künstliche Zusatzstoffe. Für selbstgemachte Durstlöscher sind wiederum Zeit, Muße und die richtigen Zutaten im Haus gefragt. Hausgemachte Bio-Erfrischungen ohne hausgemachten Stress gibt es ab diesem Frühjahr vom Heerdter Unternehmen TEEKANNE. Mit dem neuen Bio-Kaltaufguss-Sortiment TEEKANNE cold & fresh, kommen ab Mai 2023 herrlich erfrischende Sommergetränke in vier Geschmackskombinationen in den Handel, die im Handumdrehen zubereitet sind. TEEKANNE cold & fresh vereint aromatische Früchte und spannende Kräuter in Bio-Qualität im Beutelformat – ganz ohne Zucker und ohne Kalorien.

Cold & fresh in vier Geschmacksrichtungen: Heiß begehrt, kalt genossen

TEEKANNE cold & fresh bringt ab Mai mit sommerlichen Sorten Abwechslung ins Glas. Die vier Früchte- und Kräutertee-Kompositionen „Grapefruit-Minze-Ingwer“, „Orange-Rosmarin“, „Pfirsich-Maracuja“ und „Zitrone-Minze“ sind inspiriert von den beliebten „homemade lemonades“ aus der Gastronomie und sorgen für kühlen Teegenuss bei warmen Temperaturen – egal ob auf der Sonnenliege im Garten oder beim digitalen Business-Meeting auf dem Balkon. Die Zubereitung ist dabei denkbar einfach: Den Teebeutel ins Glas geben, mit kaltem Wasser aufgießen, 8 Minuten ziehen lassen und genießen. So kann der Sommer kommen!

Empf. VK-Preis: TEEKANNE cold & fresh: 2,99 EUR

Über TEEKANNE:

Die TEEKANNE GmbH & Co. KG, Düsseldorf, steht seit über 140 Jahren für Teegenuss höchster Qualität und Innovationskraft: Seit der Gründung des Stammhauses R. Seelig & Hille 1882 in Dresden hat TEEKANNE entscheidend zur Entwicklung des deutschen und internationalen Teemarktes beigetragen. Erfindungen wie die Teebeutelpackmaschine und der weltweit verbreitete Doppelkammerbeutel gehören zu den Meilensteinen der bewegten Unternehmensgeschichte. Heute ist TEEKANNE Marktführer im Bereich Tee (Quelle: AC Nielsen Market Track, Basis: LEH + DM (inkl. Aldi, Ostfriesland), Basis: Verkauf Wert MAT KW 05/23) und gibt dem Markt mit immer neuen Geschmacksvarianten und Teemischungen wichtige Impulse. Die TEEKANNE Gruppe ist international in sieben Ländern mit Produktionsstätten bzw. Niederlassungen vertreten und verfügt in vielen weiteren Ländern über ein ausgeprägtes Netz an Vertriebspartnern. Weltweit werden 1.300 Mitarbeiter beschäftigt. TEEKANNE macht den Tee seit 1882: von Schwarzem Tee über Grünen und Weißen Tee, Kräuter- und Früchtetee bis hin zu Rotbuschtee. Dabei kommt bei TEEKANNE von der Pflanze bis zum fertigen Produkt alles aus einer Hand. Hauseigene Experten betreuen jeden einzelnen Schritt mit Wissen und Hingabe – so garantiert der Teespezialist höchsten Genuss bei bester Qualität.

Klüh’s Initiative „Wir für Düsseldorf“ hilft mit 25.000 EUR

Die von Unternehmer Josef Klüh ins Leben gerufene Spendeninitiative „Wir für Düsseldorf“ unterstützt in diesem Jahr Vereine in der NRW-Landeshauptstadt, die sich für das Wohl von Menschen in Armut engagieren. Mit insgesamt 25.000 Euro bekommen diese die Möglichkeit, ihre sozialen Projekte voranzutreiben und damit vielen Menschen zu helfen.

Frank Theobald, Sprecher der Klüh-Unternehmensgruppe: „Unter dem Eindruck der steigenden Inflation und ihren Auswirkungen ist die Zahl von Menschen in Armut in den zurückliegenden Monaten stark gestiegen. Viele von ihnen sind zunehmend auf Hilfsangebote angewiesen, deren Mittel jedoch begrenzt sind.“

Die „Wir für Düsseldorf“-Jury – bestehend aus Dr. Vera Geisel, Wolfgang Rolshoven und Josef Klüh – habe sich daher in diesem Jahr entschieden, die folgenden Vereine und Projekte zu begünstigen:

Für Klüh gehört Verantwortung seit jeher zu den Unternehmenswerten. Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Umwelt, Gesellschaft und gegenüber dem Markt. Dies sind auch die vier Säulen, auf denen die Strategie der unternehmerischen Verantwortung von Klüh aufbaut. „Wir für Düsseldorf“ ist dabei seit vielen Jahren Teil des unternehmerischen Engagements von Klüh für die Gesellschaft.

Hinweis: Die Initiative „Wir für Düsseldorf“ ist nicht zu verwechseln mit der Klüh Stiftung zur Förderung von Innovation in Wissenschaft und Forschung, die seit 1986 mehr als 800.000 Euro ausgeschüttet hat.