Podcastfolge 119: Was „nach“ Corona in unseren Betrieben wichtig wird! Ein Gespräch mit unserem Arbeitsrechts-Experten Alexander Jarre

Der 01. März diesen Jahres war ein denkwürdiger Tag. An diesem Tag hat nicht nur der meteorologische Frühling begonnen. Sondern es war auch der erste Tag an dem in NRW nach langer Zeit keine Corona-Schutzverordnung mehr gilt. Nach sage und schreibe 1.073 Tagen ist unser Alltag damit nicht mehr durch coronabedingte Einschränkungen bestimmt. Wir erinnern uns noch alle an die 3-G-Nachweise, Maskentragungspflicht, Reisebeschränkungen, Lockdowns und weitere Maßnahmen, die uns während der Corona-Zeit begleitet haben und in diesen Corona-Schutzverordnungen geregelt waren. Diese sind nun hoffentlich dauerhaft überwunden. Aber nicht nur unser Alltag war durch Einschränkungen bestimmt. Dies galt auch für die Arbeitswelt. Unternehmer und Arbeitnehmer mussten ebenfalls zahlreiche Herausforderungen während der Corona-Zeit meistern. Ob diese nun auch abschließend mit dem 01.03.2023 vollständig überwunden sind, darüber sprachen wir mit Rechtsanwalt Alexander Jarre sprechen. Außerdem gibt es wieder die aktuellen Meldungen aus der „Düsseldorfer Wirtschaft“ – in Folge 119 des gleichnamigen Podcasts. Außerdem gibt es wieder die aktuellen Meldungen aus der „Düsseldorfer Wirtschaft“ – in Folge 119 des gleichnamigen Podcasts. Sie hören unsere beliebte Sendung in der APP Ihrer Wahl und auf www.unternehmerschaft.de. Wenn Sie etwas für uns tun möchten: empfehlen sie uns bitte weiter! Sie können gerne auch den Link an Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Bekannte weiterleiten. Das hilft uns am meisten! Foto: https://frankwiedemeier.de/

Schnee von gestern

Ein seltenes Bild in unserer Stadt: eine geschlossene Schneedecke. Hier ein paar Schnappschüsse vom KÖ-Bogen.

Innovativ? Kreativ? Nachhaltig? Marktfähig? Interessantes Finale des „Rheinischen Innovationspreis 2023“

Die Innovationspreis-Jury: von links: Michael Grütering, Steffen Pörner, Jutta Zülow, Markus Stolz, Lisa Marie Schelig. Es fehlen: Ingo Grütters, Friedrich Überacker, Dr. Daniel Kleine.

Kann diese Innovation dauerhaft auf dem wirtschaftliche Markt bestehen? Bestehen zukunftsorientiert Erfolgschancen? Umfasst das Konzept neuartige, nachhaltige und positive Entwicklungen? Das sind drei von sieben Kriterien die Projekte darstellen müssen, um in den Bewerberkreis zum „Rheinischen Innovationspreis“ zu kommen. Heute fand im Industrieclub die entscheidende Jurysitzung statt. Gemacht wird der Innovationspreis von der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Wir erhielten in diesem Jahr elf Einsendungen. Besteht die Einsendung den Kriterienkatalog, dann wird die Einsendung zu einer „Bewerbung“ und wird der Jury vorgelegt. Die Namen der Bewerber wollen wir an dieser Stelle nicht nennen, auch nicht die Gewinnern bzw. den Gewinner, denn dieser wird im Rahmen des „Düsseldorfer Arbeitgebertages 2023“ am 8. Mai bekannt gegeben, aber wir sprechen trotzdem gerne über die empfehlenswerten innovativen Initiativen.

Diesmal kommen die Bewerbungen aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet sowie aus den Bereichen Technologie, Digitalisierung, Forschung/Entwicklung und Recruiting. Die Sitzungen der Jury sind stets sehr komplex, denn die Kernfrage ist immer: Was ist daran eigentlich neu? Innovativ? Kreativ? Nachhaltig? Marktfähig? Klar, diese Fragen können zunächst die eindeutig geklärt werden. Es folgt oft eine intensive Diskussion. Und, „oh‘ Wunder“: am Ende gibt es immer einen eindeutigen Gewinner. In den Vorjahren gab es auch schon mal „Sondergewinner“, denn manchmal sind Projekte vielleicht nicht „marktfähig“ im eigentlichen Sinne, aber sie sind laut Jury beispielsweise „sozial wertvoll“ bzw. für gesellschaftliche Entwicklungen durchaus sinnvoll.

Infos zum Innovationspreis

Berufswahlsiegel-Schule feiert Richtfest für Neubau

Das Gebäude wird als drei- bis vier geschossiger Neubau errichtet, der an zwei Stellen in das Bestandsgebäude eingebunden wird. Das verbindende Element zwischen Neubau und Altbau bildet eine repräsentative, zweigeschossige Eingangshalle. Animation: Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Bauarbeiten am Comenius-Gymnasium in Oberkassel schreiten voran: Im Beisein von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche fand gestern das Richtfest für den neuen Erweiterungsbau statt. Die Schule trägt seit vielen Jahren das Berufswahlsiegel (www.netzwerk-berufswahlsiegel.de) und ist damit eine Schule mit ausgezeichneten Initiativen und einem sinnvollen roten Faden in der Beruflichen Orientierung – auch  außerhalb der Standardelemente. Das Berufswahlsiegel wird von unserer Stiftung Pro Ausbildung vergeben.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 25 Millionen Euro. Das Projekt wird mit circa 400.000 Euro durch das Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen „Gute Schule 2020“ bezuschusst. Der Grundstein wurde im vergangenen Juni gelegt, die geplante Bauzeit liegt bei rund 38 Monaten.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: „Im Bereich der Gymnasien haben wir seit einigen Jahren hohe Anmeldezahlen. Mit der steigenden Zahl der Schülerinnen und Schülern kommen wir hier diesem Bedarf nach und schaffen neben der reinen Vergrößerung des Schulstandortes zahlreiche neue Lern- und Begegnungsorte im Comenius-Gymnasium.“

Durch den Erweiterungsbau wird das Comenius-Gymnasium zukünftig als fünfzügige Schule mit neun Jahrgangsstufen ausgelegt. Auf einer Fläche von rund 3.900 Quadratmetern werden in dem neuen Gebäude Kursräume und zusätzliche Fachräume untergebracht, während die Klassenräume im Bestandsgebäude verortet werden. Im Erdgeschoss des Neubaus werden zudem der Ganztagsbereich und ein Multifunktionsraum beherbergt und auch die neue ebenerdige Aula soll zeitweise durch den Ganztag genutzt werden. Darüber hinaus werden in dem Erweiterungsbau breite Flurzonen mit Sitznischen geschaffen, die gleichzeitig als Selbstlernzonen genutzt werden können.

Das Gebäude wird im Nord-Westen des Grundstücks als drei- bis vier geschossiger Neubau errichtet, der an zwei Stellen in das Bestandsgebäude eingebunden wird. Das verbindende Element zwischen Neu- und Altbau bildet eine repräsentative, zweigeschossige Eingangshalle.

Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird im Rahmen des Bauvorhabens auch der vorhandene und in die Jahre gekommene Aulagang abgerissen und neu errichtet. Mit der dadurch entstehenden Flächenvergrößerung kann die Mensakapazität der steigenden Schülerzahl angepasst werden: Der Neubau wird den seitlichen Küchenanbau einbinden und bekommt darüber hinaus einen zusätzlichen eigenen Eingang an der Lütticher Straße.

Die gesamten Bauarbeiten finden während des laufenden Schulbetriebs in mehreren Bauphasen statt. Im ersten Bauabschnitt wird zunächst der Erweiterungsbau errichtet. Nach Fertigstellung des neuen Gebäudes werden zudem weitere Sanierungsmaßnahmen am 9.455 Quadratmeter großen Bestandsgebäude durchgeführt.

Ein Video zu diesem Thema wird auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf

Beim Richtfest des Erweiterungsbaus am Comenius-Gymnasium (v.l.n.r.): Schulleiter Mike Koch, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Dagmar Wandt, Leiterin des Amtes für Schule und Bildung. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Henkel in Holthausen geht von einer gegenüber dem Vorjahr verhalteneren industriellen Nachfrage sowie von einer nachlassenden Wachstumsdynamik der Konsumentennachfrage aus

Henkel-Chef Carsten Knobel. Foto: Henkel

„Wir haben im Jahr 2022 trotz aller Herausforderungen ein deutliches Umsatzwachstum und eine robuste Ergebnisentwicklung erzielt und wichtige strategische Maßnahmen umgesetzt. Es ist uns gelungen, die dramatisch gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Logistik durch höhere Preise und fortgesetzte Effizienzsteigerungen teilweise zu kompensieren.

Das zeigt sich bei unserem Umsatz, der mit rund 22,4 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht hat, und einem betrieblichen Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro. Auf dieser Grundlage schlagen wir unseren Aktionären eine stabile Dividende auf Vorjahresniveau vor. Mit der Zusammenlegung unserer Konsumentengeschäfte in den Unternehmensbereich Consumer Brands haben wir zudem eine der größten Veränderungen unseres Unternehmens in den letzten Jahrzehnten erfolgreich auf den Weg gebracht“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

„Dank des großartigen Einsatzes unseres globalen Teams, unserer starken Kultur und mit einer klaren, langfristigen Wachstumsstrategie haben wir die Herausforderungen im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt gut gemeistert. Ich sehe uns auch weiter gut gerüstet, Henkel durch diese schwierigen Zeiten zu führen und unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Wir sind gut aufgestellt, um auch im laufenden Geschäftsjahr weiteres Wachstum zu erzielen – getragen von unseren zwei Unternehmensbereichen Adhesive Technologies und Consumer Brands.“

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022

Der Konzernumsatz erreichte im Geschäftsjahr 22.397 Mio. Euro. Dies entspricht einem nominalen Wachstum von 11,6 Prozent und einem deutlichen organischen Umsatzwachstum von 8,8 Prozent, das durch Preissteigerungen über alle Unternehmensbereiche hinweg getrieben war. Akquisitionen und Divestments hatten einen leicht negativen Einfluss auf den Umsatz von -1,1 Prozent. Wechselkurseffekte wirkten sich mit 3,9 Prozent positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies erreichte eine zweistellige organische Umsatzsteigerung von 13,2 Prozent, getragen durch alle Geschäftsfelder. Der Umsatz des Unternehmensbereichs Beauty Care entwickelte sich organisch mit -0,5 Prozent leicht rückläufig. Hier wirkte sich die fortgesetzte Erholung des Friseurgeschäfts positiv aus, während das Konsumentengeschäft insbesondere durch die Umsetzung der angekündigten Portfoliomaßnahmen eine rückläufige Entwicklung verzeichnete. Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erzielte ein sehr starkes organisches Umsatzwachstum von 6,3 Prozent, insbesondere getrieben durch ein deutliches Wachstum im Geschäftsfeld Waschmittel.

Die Wachstumsmärkte erzielten mit 13,3 Prozent einen zweistelligen organischen Umsatzanstieg. Die Geschäfte in den reifen Märkten verzeichneten mit einem Anstieg von 5,2 Prozent eine sehr starke organische Umsatzentwicklung.

Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes EBIT) erreichte 2.319 Mio. Euro, nach 2.686 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021 (-13,7 Prozent). Die Auswirkungen erheblich gestiegener Preise für direkte Materialien und Logistik belasteten die Profitabilität des Konzerns und konnten durch die positiven Preisentwicklungen sowie durch fortgesetzte Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung in Produktion und Supply Chain nicht vollständig kompensiert werden.

Die bereinigte Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) lag im Berichtsjahr mit einem Wert von 10,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (2021: 13,4 Prozent).

Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie verringerte sich um -14,5 Prozent auf 3,90 Euro (Vorjahr: 4,56 Euro). Bei konstanten Wechselkursen entspricht dies einer Entwicklung von -17,8 Prozent.

Das Nettoumlaufvermögen in Prozent vom Umsatz erhöhte sich auf 4,5 Prozent und lag damit 2,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg des Nettoumlaufvermögens war insbesondere durch erheblich gestiegene Preise für direkte Materialien bedingt.

Der Free Cashflow erreichte einen Wert von 653 Mio. Euro und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (2021: 1.478 Mio. Euro). Hier wirkte sich neben dem höheren Nettoumlaufvermögen der geringere Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit infolge eines niedrigeren betrieblichen Ergebnisses aus.

Die Nettofinanzposition lag bei -1.267 Mio. Euro (31. Dezember 2021: -292 Mio. Euro). Diese reflektiert auch die Ausgaben für das im Februar 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm sowie die Dividendenzahlungen im zweiten Quartal.

Vorstand, Aufsichtsrat und Gesellschafterausschuss schlagen der Hauptversammlung am
24. April 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 1,85 Euro je Vorzugsaktie und von 1,83 Euro je Stammaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 46,6 Prozent. Die angestrebte Bandbreite von 30 bis 40 Prozent wird dabei vor dem Hintergrund der außergewöhnlichen Ergebnisbelastung insbesondere durch erheblich gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten überschritten, was dank der starken Finanzbasis und der geringen Nettofinanzverschuldung des Henkel-Konzerns möglich ist. Dadurch kann Henkel Dividendenkontinuität für seine Aktionär:innen ermöglichen.

Entwicklung der Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2022

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies stieg im Geschäftsjahr 2022 nominal um 16,6 Prozent und erreichte 11.242 Mio. Euro. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 13,2 Prozent. Diese Umsatzsteigerung war durch eine zweistellige Preisentwicklung getrieben. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 1.530 Mio. Euro leicht unterhalb des Vorjahresniveaus (1.561 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite erreichte 13,6 Prozent, nach 16,2 Prozent im Vorjahr. Dies war insbesondere bedingt durch eine rückläufige Bruttomarge. Hier wirkte sich der erhebliche Preisanstieg für direkte Materialien negativ aus.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Beauty Care ging im Geschäftsjahr 2022 nominal um -2,6 Prozent zurück und erreichte 3.775 Mio. Euro. Organisch verringerte sich der Umsatz leicht um -0,5 Prozent. Dabei machten sich unterschiedliche Entwicklungen bemerkbar. Während das Friseurgeschäft ein sehr starkes Umsatzwachstum erzielte, lag das Konsumentengeschäft insbesondere aufgrund der Umsetzung der angekündigten Portfoliomaßnahmen organisch unter dem Vorjahresniveau. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag bei 296 Mio. Euro (Vorjahr: 351 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite wies mit 7,8 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent) eine rückläufige Entwicklung auf. Dies ging – neben der rückläufigen Entwicklung der Bruttomarge – unter anderem auf einen leichten Anstieg der Aufwendungen für Marketing und Werbung zurück.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care legte im Geschäftsjahr 2022 nominal um 8,3 Prozent zu und erreichte 7.152 Mio. Euro. Organisch stieg der Umsatz um 6,3 Prozent. Die Umsatzsteigerung war preisgetrieben, während sich das Volumen rückläufig entwickelte. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 614 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (904 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite ging auf 8,6 Prozent zurück, maßgeblich bedingt durch den Rückgang der Bruttomarge infolge erheblich gestiegener Rohstoff- und Logistikpreise sowie einen Anstieg der Aufwendungen für Marketing und Werbung.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2023

Für das Jahr 2023 wird von einer fortgesetzten Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums und – nach aktueller Einschätzung – einem anhaltend inflationären Umfeld aufgrund zu erwartender Lohnsteigerungen sowie weiterhin hoher Rohstoff- und Energiekosten ausgegangen. Dabei dürften sich im Jahr 2023 die durchschnittlichen Preise für direkte Materialien mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2022 auswirken. Darüber hinaus wird ein deutlich erhöhtes Zinsniveau erwartet. Daher geht Henkel von einer gegenüber dem Vorjahr verhalteneren industriellen Nachfrage sowie von einer nachlassenden Wachstumsdynamik der Konsumentennachfrage aus. Darüber hinaus wird angenommen, dass die Geschäftsaktivitäten in Russland bis Ende des ersten Quartals 2023 veräußert werden.

Unter Berücksichtigung dieser Annahmen erwartet Henkel im Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstumzwischen 1,0 und 3,0 Prozent, wobei davon ausgegangen wird, dass beide Unternehmensbereiche in dieser Bandbreite liegen werden. Die bereinigte Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) wird in einer Bandbreite von 10,0 bis 12,0 Prozent erwartet. Hier wird für Adhesive Technologies von einer bereinigten Umsatzrendite zwischen 13,0 und 15,0 Prozent und für Consumer Brands zwischen 7,5 und 9,5 Prozent ausgegangen. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen wird von einer Entwicklung in der Bandbreite zwischen -10,0 und +10,0 Prozent ausgegangen.

Agenda für ganzheitliches Wachstum erfolgreich umgesetzt

Trotz des schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Umfelds hat Henkel seine Strategie im vergangenen Geschäftsjahr weiter konsequent umgesetzt. Dabei hat das Unternehmen sein Geschäfts- und Markenportfolio weiterentwickelt, seine Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung gestärkt, Geschäftsprozesse optimiert und seine Unternehmenskultur gefördert. Wesentliches strategisches Fokusthema im Jahr 2022 war die Zusammenführung der Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in den integrierten Bereich Consumer Brands.

Neuer Unternehmensbereich Consumer Brands erfolgreich etabliert

Ende Januar 2022 hatte Henkel eine der größten Veränderungen des Unternehmens in den letzten Jahrzehnten angekündigt: die Zusammenführung der beiden Konsumentengeschäfte Laundry & Home Care und Beauty Care in den integrierten Unternehmensbereich Consumer Brands. Der neue Bereich, der seit Anfang 2023 erfolgreich etabliert ist, vereint alle Konsumentenmarken und -geschäfte über alle Kategorien hinweg unter einem Dach, darunter ikonische Marken wie Persil oder Schwarzkopf sowie das Friseurgeschäft. Mit dem neuen Unternehmensbereich schafft Henkel eine Multikategorie-Plattform für künftiges Wachstum mit einem Umsatz von rund 11 Milliarden Euro im Jahr 2022.

Mit dem Zusammenschluss will Henkel die Profitabilität im Konsumgütergeschäft und damit im gesamten Konzern steigern und zusätzliche positive Wachstumsimpulse setzen. Dazu soll das Portfolio rund um die globalen Kategorien Laundry & Home Care und Hair auf strategische Geschäfte und Marken mit attraktivem Wachstums- und Margenpotenzial fokussiert werden. Im Zuge der Integration werden signifikante Synergien angestrebt, die zum Teil für gezielte Investitionen in strategische Prioritäten wie Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zur Stärkung des Margen- und Wachstumsprofils des Unternehmensbereichs genutzt werden sollen.

Mittelfristig sollen Bruttoeinsparungen (vor Reinvestitionen) von rund 500 Mio. Euro realisiert werden. Synergiepotenziale liegen dabei in angepassten Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen, in einer stärkeren Fokussierung bei Werbung und Marketing sowie in einer optimierten Supply Chain. Die Umsetzung wird in zwei Phasen erfolgen: In der ersten Phase werden bis Ende 2023 Maßnahmen umgesetzt, die ab 2024 zu jährlichen Nettoeinsparungen von rund 250 Mio. Euro führen sollen. Im Jahr 2022 wurden bereits erste Nettoeinsparungen in Höhe von rund 60 Mio. Euro erzielt.

Große Fortschritte wurden auch bei der Umgestaltung des Konsumenten-Portfolios gemacht: Henkel hatte angekündigt, bis zu 1 Mrd. Euro Umsatz auf den Prüfstand zu stellen. Im Jahr 2022 wurden bereits Portfoliomaßnahmen im Umfang von rund 400 Mio. Euro erfolgreich umgesetzt – davon betreffen rund 200 Mio. Euro Maßnahmen zur Portfoliooptimierung, weitere rund 200 Mio. Euro entfallen auf Divestments. Das Ergebnis ist eine grundlegende Veränderung des Portfolios mit dem weltweiten Ausstieg aus den Kategorien Mund- und Hautpflege sowie aus selektiven Körperpflegemärkten. In Zukunft wird Henkel sein Portfolio weiter überprüfen und die Komplexität weiter reduzieren.

Die zweite Phase der Implementierung wird sich auf die Optimierung der Supply Chain konzentrieren. In diesem Zusammenhang will Henkel die Effizienz seiner eigenen Produktion verbessern und das Netzwerk der Lohnhersteller sowie seine Beschaffungskosten optimieren. Gemäß dem Prinzip „one face to the customer“ will das Unternehmen auch die kommerzielle Integration mit optimierten Logistikprozessen vorantreiben. Die zweite Phase startet derzeit und die Maßnahmen sollen überwiegend bis Ende 2025 umgesetzt sein. Von den Maßnahmen erwartet Henkel zusätzliche jährliche Nettoeinsparungen von rund 150 Mio. Euro, die ab 2026 vollständig realisiert werden sollen. Gleichzeitig ist die zweite Phase mit einmaligen Kosten in Höhe von rund 250 Mio. Euro und Investitionen verbunden, deren jeweilige Anteile für das Geschäftsjahr 2023 bereits im Ausblick für das laufende Jahr enthalten sind.

Weitere Fortschritte entlang aller strategischer Prioritäten

Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements hat Henkel über die Einstellung oder Veräußerung von Aktivitäten hinaus sein Portfolio auch durch Akquisitionen weiterentwickelt. Das Unternehmen hat das Friseurgeschäft von Shiseido in der Region Asien/Pazifik erworben und damit seine Position in diesem attraktiven Markt mit hochwertigen Haarpflege-, Colorations- und Stylingprodukten gestärkt. Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies hat Henkel seine Kompetenz bei innovativen Oberflächentechnologien und Wärmemanagementlösungen durch zwei Technologie-Akquisitionen erweitert.

Auch 2022 hat Henkel zahlreiche Innovationen auf den Markt gebracht, die wichtige Trends aufgreifen und Mehrwert für die Kunden und Konsument:innen schaffen. Dazu zählen im Unternehmensbereich Adhesive Technologies eine neue leitfähige Beschichtung für Batterien im schnell wachsenden Markt der Elektromobilität. Die Technologie verbessert die Batterieleistung, indem sie die Leitfähigkeit innerhalb der Batteriezelle um bis zu 30 Prozent erhöht. Außerdem wird die benötigte Energie im Herstellungsprozess um mehr als 20 Prozent reduziert. Im Unternehmensbereich Beauty Care hat Henkel beispielsweise auf Basis seiner führenden Expertise für Haartechnologie mit Colour Alchemy eine Haarfarben-Innovation für einzigartige Farbeffekte eingeführt. Und im Bereich Laundry & Home Care wurden unter anderem unter der Marke Somat innovative Reinigungsgels für Geschirrspüler auf den Markt gebracht.

Zudem hat Henkel Nachhaltigkeit weiter im Geschäft verankert. Hierzu hatte Henkel im vergangenen Jahr sein „2030+ Sustainability Ambition Framework“ mit neuen Ambitionen und Zielen vorgestellt.  Im Jahr 2022 wurde der Anteil des aus erneuerbaren Quellen bezogenen Stroms auf 70 Prozent erhöht – ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Ambition, bis 2030 eine klimapositive Produktion zu erreichen. Henkel hat auch die Nachhaltigkeit seines Produktportfolios gestärkt, zum Beispiel, indem mehr erneuerbare und recycelte Rohstoffe eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang wurde durch eine Partnerschaft mit BASF damit begonnen, bis zu 110.000 Tonnen chemische Rohstoffe für in Europa hergestellte Konsumgüterprodukte durch nachwachsende Rohstoffe im Rahmen eines Biomassenbilanz-Verfahrens zu ersetzen. Darüber hinaus hat Henkel eine weitere Anleihe mit einem Volumen von 650 Mio. Euro begeben, die an die Erreichung bestimmter Nachhaltigkeitsziele geknüpft ist.

Auch im Bereich Digitalisierung hat Henkel weiter Fortschritte gemacht und den Anteil digitaler Umsätze am Konzernumsatz auf mehr als 20 Prozent gesteigert. Zudem wurden in der digitalen Einheit Henkel dx die Strukturen weiter optimiert und neue Geschäftsmöglichkeiten geschaffen – hier leistet auch die digitale Geschäftsplattform RAQN einen wichtigen Beitrag.

Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsprozesse lag der Schwerpunkt im Jahr 2022 auf der Zusammenführung der Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care.

Zudem wurde die Unternehmenskultur weiter gestärkt – basierend auf dem Unternehmenszweck „Pioneers at heart for the good of generations“ und den etablierten „Leadership Commitments“. Dazu hat Henkel unter anderem neue Trainings- und Entwicklungsprogramme sowie das ganzheitliche „Smart Work“-Konzept weiter umgesetzt, das den globalen Rahmen für mobiles Arbeiten, die Gestaltung des Arbeitsumfelds und Gesundheitsinitiativen für Mitarbeiter:innen bietet.

Zusammenfassend erklärte Carsten Knobel: „Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass wir mit Consumer Brands das Fundament für weiteres profitables Wachstum unseres Konsumentengeschäfts und unseres gesamten Unternehmens gelegt haben. Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies setzen wir konsequent auf die Megatrends Nachhaltigkeit, Mobilität und Konnektivität und wollen so unsere weltweit führende Marktposition als Plattform für eine weitere Steigerung der Wachstums- und Ertragskraft nutzen. Damit sind wir stark aufgestellt. Wir haben die richtige Strategie und ein starkes Team. Ich bin voller Zuversicht, dass wir unsere ambitionierten Ziele erreichen und unsere ganzheitliche Wachstumsagenda erfolgreich umsetzen werden.“

*  Exklusive der organischen Umsatzentwicklung in Russland seit Beginn des zweiten Quartals 2022 vor dem Hintergrund der angekündigten Aufgabe der dortigen Geschäftsaktivitäten sowie der Effekte aus der Anwendung von IAS 29 für die Türkei.

** Bereinigt um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Restrukturierungsaufwendungen.

Das Düsseldorfer Unternehmen GEA auf Erfolgskurs: „Der Umgang mit mehreren, miteinander verknüpften Krisen verlangte uns im vergangenen Jahr viel ab und das macht unseren Erfolg umso bemerkenswerter,“ sagt CEO Stefan Klebert

GEA-Chef Stefan Klebert. Foto: GEA

Dem Düsseldorfer Unternehmen GEA auf dem Peter-Müller-Straße im Airport-Viertel ist es in einem erneut herausfordernden Jahr gelungen, alle wesentlichen Kennzahlen im Geschäftsjahr 2022 zu steigern. Der Auftragseingang stieg deutlich um 8,7 Prozent auf 5,68 Milliarden EUR und der Umsatz wuchs signifikant um 9,8 Prozent auf 5,16 Milliarden EUR. Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand kletterte um 14 Prozent auf 712 Millionen EUR und die entsprechende EBITDA-Marge erhöhte sich erneut um 0,5 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent. Der ROCE lag bei 31,8 Prozent, das Net Working Capital in Prozent vom Umsatz bei 6,1 Prozent und die Nettoliquidität bei 346,4 Millionen EUR.

„Der Umgang mit mehreren, miteinander verknüpften Krisen verlangte uns im vergangenen Jahr viel ab und das macht unseren Erfolg umso bemerkenswerter,“ sagt CEO Stefan Klebert. „Es ist uns sogar gelungen, die nach einem starken dritten Quartal angehobene Prognose noch leicht zu übertreffen. Ohne unsere engagierten Mitarbeitenden wäre das undenkbar gewesen. Für diese außerordentliche Leistung danke ich dem GEA-Team weltweit.“

Alle Divisionen tragen mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten zum Auftragseingang bei

Im Jahr 2022 stieg der Auftragseingang deutlich um 8,7 Prozent auf 5.678,9 Mio. EUR (2021: 5.222,5 Mio. EUR). Das organische Wachstum lag bei 7,6 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen alle Divisionen mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten bei. Bei den Kundenindustrien verzeichneten Dairy Farming, Dairy Processing und Chemicals deutlich zweistellige Wachstumsraten.

GEA schloss im Berichtsjahr 17 Großaufträge (Volumen > 15 Mio. EUR) mit einem Gesamtwert von 419 Mio. EUR ab. Der regionale Schwerpunkt lag in den Regionen Nord- und Lateinamerika sowie Asien Pazifik. Im Vorjahr gab es neun Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von 293 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 3.192,7 Mio. EUR 14,6 Prozent über dem Vorjahreswert (2021: 2.785,4 Mio. EUR).

Der Umsatz wuchs um 9,8 Prozent auf 5.164,7 Mio. EUR (2021: 4.702,9 Mio. EUR). Mit 8,9 Prozent lag die organische Umsatzentwicklung oberhalb der angehobenen Erwartung von mehr als 7 Prozent. Alle Divisionen konnten organisch wachsen, manche erzielten sogar ein zweistelliges Wachstum. Die Kundenindustrien Dairy Farming und Chemicals trugen mit einem deutlichen zweistelligen Umsatzwachstum bei und auch Pharma sowie Food entwickelten sich positiv. Der Anteil des Serviceumsatzes ist 2022 weiter auf 34,9 Prozent von 34,2 Prozent im Vorjahr gestiegen.

EBITDA vor Restrukturierungsaufwand, ROCE übertreffen oberes Ende des Erwartungskorridors

Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand kletterte um 14 Prozent auf 712,0 Mio. EUR (2021: 624,8 Mio. EUR) und übertraf mit 691 Mio. EUR zu konstanten Wechselkursen das obere Ende der erwarteten Bandbreite von 630 bis 690 Mio. EUR. Alle Divisionen, mit Ausnahme von Heating & Refrigeration Technologies aufgrund von Veräußerungen, trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Die entsprechende EBITDA-Marge erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent (2021: 13,3 Prozent) und liegt damit auf dem höchsten Niveau seit 2016.

Das Konzernergebnis kletterte um 31,5 Prozent auf 401,4 Mio. EUR (2021: 305,2 Mio. EUR). Infolge des verbesserten Konzernergebnisses sowie der gegenüber dem Vorjahr geringeren durchschnittlichen Anzahl von Aktien, konnte das Ergebnis je Aktie deutlich von 1,70 EUR auf 2,28 EUR gesteigert werden. Auch das Ergebnis je Aktie vor Restrukturierungsaufwand wies eine signifikante Verbesserung von 1,99 EUR auf 2,58 EUR aus.

Im Rahmen des am 16. August 2021 gestarteten und am 30. Dezember 2022 beendeten Aktienrückkaufprogramms (Volumen von 300 Mio. EUR) wurden 8.161.096 sich im Umlauf befindende Aktien zurückgekauft und werden nun im eigenen Bestand gehalten. Hierfür wurden im Geschäftsjahr 205,6 Mio. EUR aufgewendet.

Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Nettoliquidität zum Stichtag 31. Dezember 2022 346,4 Mio. EUR (2021: 499,8 Mio. EUR). Die größten Liquiditätsabflüsse sind unter anderem auf den Erwerb eigener Aktien sowie die gezahlte Dividende zurückzuführen. Das Net Working Capital in Prozent vom Umsatz liegt mit 6,1 Prozent (2021: 5,1 Prozent) weiterhin unter dem Ziel-Korridor von 8 bis 10 Prozent. Der leichte Anstieg zum Vorjahr ist auf höhere Vorräte aufgrund der Herausforderungen in den Lieferketten zurückzuführen.

Zum Stichtag stieg das Capital Employed (berechnet als Durchschnitt der letzten vier Quartale) von 1.593,6 Mio. EUR auf 1.665,9 Mio. EUR, aufgrund eines höheren Anlagevermögens sowie dem leicht gestiegenen Net Working Capital. Der ROCE verbesserte sich im Geschäftsjahr 2022 von 27,8 Prozent auf 31,8 Prozent. Alle Divisionen konnten den ROCE gegenüber dem Vorjahreswert teilweise erheblich steigern. Mit einem ROCE zu konstanten Wechselkursen von 30,9 Prozent wurde das obere Ende des Erwartungskorridors von 24 bis 30 Prozent ebenfalls übertroffen.

Erneut höhere Dividende vorgeschlagen

GEA möchte seine Aktionäre mit einer attraktiven Dividende am starken und nachhaltigen Geschäftsmodel teilhaben lassen. Auf dieser Basis und der sehr guten Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022 wird der Hauptversammlung eine zum Vorjahr um 5 Cent erhöhte Dividende von 0,95 EUR je Aktie vorgeschlagen.

GEA erwartet für 2023 ein weiteres Umsatz- und Margenwachstum

Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem weiteren organischen Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent gerechnet. Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand zu konstanten Wechselkursen soll in der Bandbreite zwischen 730 bis 790 Mio. EUR liegen. Gleichzeitig wird ein weiterer Anstieg der EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand erwartet und somit einen Wert von über 13,8 Prozent. Beim ROCE geht GEA von einem Wert von mindestens 29 Prozent zu konstanten Wechselkursen aus.

Mittelfristige Ziele bis 2026 im Rahmen der Mission 26 bestätigt

GEA bestätigt die mittelfristigen Ziele, welche im Rahmen, der im September 2021 vorgestellten Wachstumsstrategie Mission 26 präsentiert wurden. Demnach soll der organische Konzernumsatz bis 2026 jährlich um durchschnittlich 4 bis 6 Prozent wachsen. Die EBITDA-Marge vor Restrukturierungs-aufwand soll auf mehr als 15 Prozent (2022: 13,8 Prozent) steigen und der ROCE soll bis Ende 2026 mehr als 30 Prozent (2022: 31,8 Prozent) betragen.

GEA erreicht höchste MSCI ESG Rating Bewertung

Im Januar 2023 wurde GEA in der MSCI ESG Rating Bewertung von einem „AA“ auf ein „AAA“ hochgestuft. Damit gehört GEA zu den besten 11 Prozent im Bereich Industriemaschinen. Auch in allen wesentlichen anderen ESG-Ratings hält GEA Spitzenpositionen in seinem Segment. Darüber hinaus wurde GEA im Jahr 2022 als einzig deutsches Unternehmen in den Dow Jones Sustainability Europe Index aufgenommen.

GEA führt neues grünes Label “Add Better” ein

GEA entwickelt nachhaltige Lösungen für Anlagen, Maschinen und Komponenten, so dass diese weniger Rohstoffe, Energie oder Wasser verbrauchen oder weniger Abfälle produzieren. Im Jahr 2023 wird ein neues grünes Label „Add Better“ eingeführt, so dass Kunden die Vorteile nachhaltiger Produktlösungen eindeutig erkennen können. Das Add Better-Label basiert auf einem im Jahr 2022 entwickelten Prozess, welcher die erreichten Effizienzverbesserungen unter Anwendung von ISO-Standards berechnet.

„Im Zentrum unseres täglichen Handelns steht unser Purpose ‚Engineering for a better world‘. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Strategieprogramms ‚Mission 26‘. Um unserem Anspruch gerecht zu werden und schneller voranzukommen, fokussieren wir unsere Entwicklungskapazitäten auf neue Produkte, die noch energiesparender und ressourcenschonender als bisher sind,“ ergänzt CEO Stefan Klebert. „Mit dem Add Better-Label möchten wir diese für unsere Kunden noch sichtbarer machen.“

Institut der Deutschen Wirtschaft: In typischen Frauenberufen fehlen Fachkräfte – Optimierung der Beruflichen Orientierung – in diesem Bereich engagiert sich unsere „Girls & Boys Academy“

Girls & Boys Academie mit Ministerin Ina Scharrenbach. Archivbild: Gerd Kaemper/ gkfoto.de

Fünf der zehn vom Fachkräftemangel am stärksten betroffenen Berufe in Deutschland sind klassische Frauenberufe. Das geht aus einer bisher noch unveröffentlichten Studie unseres Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Darüber berichtet heute die Rheinische Post. Demnach fehlen bundesweit rund 633.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Besonders groß ist die Lücke in der Sozialarbeit, bei der Kinderbetreuung und in der Pflege – Bereiche, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten und in denen die Belastung des Personals wächst.

Das Problem ist allerdings nicht neu. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres fand das IW heraus: „Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für die Wirtschaft. Über alle Berufe hinweg fehlen derzeit fast 540.000 Fachkräfte – Tendenz steigend. Besonders groß sind die Lücken in der Sozialarbeit, der Erziehung, der Pflege, der IT und dem Handwerk. Die zehn Berufe, die aktuell am stärksten vom Fachkräftemangel betroffen sind, lassen sich als typische Männer- oder Frauenberufe beschreiben.“

Sozialarbeit, Pflege und Erziehung besonders betroffen

Die größten Lücken gibt es in Sozialarbeit und Sozialpädagogik, also beispielsweise in Kinderheimen, der Suchtberatung oder Jugendämtern. Für 80 Prozent der offenen Stellen gab es rechnerisch bundesweit keine passend qualifizierten Arbeitslosen, über 23.000 Fachkräfte fehlen. Groß ist die Lücke auch in der Kinderbetreuung und Erziehung: Hier können fast 74 Prozent der Arbeitsplätze nicht besetzt werden, weil passend ausgebildetes Personal fehlt. Mehr als 97 Prozent der Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, sind Frauen – mehr als in allen anderen Berufsgruppen. Durch die Lücke ergibt sich eine hohe Arbeitsbelastung. Ähnlich ist es in der Alten- und Krankenpflege: Hier sind rund 80 Prozent der Beschäftigten Frauen. Und es fehlen tausende Fachkräfte: Rund 35.000 von 43.000 offenen Stellen können nicht besetzt werden, weil es bundesweit keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt.

Geschlechterrollen müssen aufgebrochen werden

Lösungsorientiert schlägt das IW vor, die Berufliche Orientierung zu optimieren, um Geschlechterklischees bei der Berufswahl abzubauen. „So kann es sich lohnen, Mädchen und Jungen schon früh für die Arbeit in Engpassberufen zu begeistern – am besten klappt das mit Rollenvorbildern. Darüber hinaus lohnt es sich für Unternehmen, in ihren Stellenausschreibungen die unterrepräsentierte Gruppe gezielt anzusprechen, um mehr Bewerbungen zu erhalten. Das Aufbrechen der Stereotype kann dazu beitragen, dass sich junge Menschen stärker an den eigenen Neigungen und Fähigkeiten orientieren und diese mit der Arbeitsmarktnachfrage abgleichen – anstatt mit gesellschaftlichen Erwartungen. So würde eine bessere Passung zwischen Arbeitskräftenachfrage und -angebot erzielt.“

Es bleibt ein weiter Weg, um die Lücken zu schließen und damit die Arbeitsbelastung für Frauen – und Männer – zu verringern. So sollte möglichst früh in die berufliche Orientierung von Kindern- und Jugendlichen investiert werden. Geschlechterrollen müssen aufgebrochen und junge Menschen ermutigt werden, ihre berufliche Zukunft aufgrund ihrer Fähigkeiten und Interesse zu wählen. Wegen des demografischen Wandels ist es außerdem unverzichtbar, mehr qualifizierte Zuwanderer zu gewinnen. „Unternehmen müssen besser auf die Bedürfnisse von dem jeweils anderen Geschlecht eingehen“, sagt Studienautorin Lydia Malin. „Nur so können die Lücken etwas verringert werden. Dabei helfen eine gendergerechte Sprache und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

In diesem Bereich ist unsere „Girls & Boys Academy“ unterwegs. Sie begleitet Mädchen und Jungen in einem intensiven, kontinuierlichen Prozess, bei dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln, ihre Interessen erkunden, ihre Stärken entdecken, soziale Kompetenzen erlernen, sich selbst reflektieren sowie weibliche bzw. männliche Vorbilder in den jeweiligen Berufsfeldern kennenlernen. Dabei setzten wir auf eine geschlechterneutrale Berufswahl- und Stärkenorientierung. Unsere Inhalte bauen auf lern- und erlebnispädagogische Elemente sowie praxisorientierte Übungen zur Stärkenfindung. Zudem werden wir mit den Schülerinnen und Schüler Rollenklischees mit Hilfe von genderuntypischen Berufsvorbildern hinterfragt.

Woche der Ausbildung startet am kommenden Montag

Die bundesweite Woche der Ausbildung startet am Montag, 13. März, auch in unserer Stadt. Die Kernbotschaft lautet „Ausbildung ist Zukunft“. Die Agentur für Arbeit und das Jugendjobcenter Düsseldorf haben ein volles Programm zusammengestellt.

Michael Flak (Foto) ist seit Februar 2023 für die Berufs- und Studienberatung der Agentur für Arbeit Düsseldorf verantwortlich. Sein Team besteht aus 40 Berufs- und Studienberaterinnen und -beratern sowie aus drei Teamleitungen. An insgesamt 87 Düsseldorfer Schulen sind seine Beraterinnen und Berater erste Ansprechpartner für die Berufliche Orientierung.

Mit dem Angebot zur Woche der Ausbildung zeigt Michael Flak bereits seine neuen Weichenstellungen auf: „Die Berufsberatung wird ihre Angebote für die Eltern der Jugendlichen weiter ausbauen, um sie künftig noch besser in den Berufswahlprozess mit einzubeziehen. Zudem ist es unser Ziel, neue Beratungsorte zu erschließen“, beschreibt Michael Flak seine Ausrichtung. „Wir freuen uns daher besonders, dass wir in der Woche der Ausbildung ein Angebot in der Stadtbücherei in Bilk für Eltern und Jugendliche bereitstellen können.“

Das Programm zur Woche der Ausbildung wurde von der Agentur für Arbeit und des Jugendjobcenters Düsseldorf zusammengestellt. Es richtet sich an Jugendliche und deren Eltern sowie an Unternehmen, die Nachwuchs suchen. Es umfasst unter anderem Bewerbungsmappen-Checks an insgesamt vier Tagen, ein Beratungsangebot für Eltern und Jugendliche in der Stadtbücherei Bilk sowie Online-Veranstaltungen zur Ausbildungssuche. Auch über weniger bekannte Wege zu einem vollwertigen Berufsabschluss, wie die Ausbildung in Teilzeit, können sich die Besucherinnen und Besucher informieren. Zudem gibt es inspirierende Impulse für die Ausbildungssuche und Angebote, um die Vielzahl der Ausbildungsberufe kennen zu lernen.

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/duesseldorf/woche-der-ausbildung

Repräsentativstudie des VOCER Instituts betont die gesellschaftliche Bedeutung von Resilienz im Digitalen

Der digitale Konsum und die Flut an negativen Nachrichten können bei Menschen „eine chronische mentale Überlastung“ verursachen – so eines der zentralen Studienergebnisse. Die Folge: Teile des Publikums wenden sich aufgrund der Überlastungserscheinungen „nachrichtenmüde“ ab, es sei eine „News Fatigue“ und im Extremfall ein „News Burnout“ festzustellen, eine totale Erschöpfung als Folge von zu intensivem Nachrichtenkonsum.

Das auf ein Jahr angelegte Forschungsprojekt „Digitale Resilienz in der Mediennutzung“ des VOCER Instituts für Digitale Resilienz in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag untersucht die gesundheitlichen und sozialen Folgen der digitalen Mediennutzung und deren herausragende Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Unserer Redaktion liegen die Informationen jetzt vor.

In ihrem Abschlussbericht „Wie resilient sind wir im Netz?“ betonen die beiden Studienleiter Dr. Leif Kramp (ZeMKI, Universität Bremen) und Dr. Stephan Weichert (VOCER Institut für Digitale Resilienz, Hamburg), dass es gerade in Krisen- und Kriegszeiten darauf ankommt, einen souveränen Umgang mit digitalen Medien zu finden: „Digitale Kommunikation und Nachrichten nehmen besonders in Krisenzeiten einen höheren Stellenwert in der Bevölkerung ein – die Pandemie hat die Nachfrage nach digitalen Medieninhalten massiv verstärkt. Smartphone & Co. machen uns ständig erreichbar – auch für belastende Krisen-News: Nahezu pausenlos werden Nutzende sozialer Medien und Nachrichten-Apps mit Hiobsbotschaften und den Einlassungen anderer Nutzer:innen dazu konfrontiert“, so das Fazit der Medienexperten.

Insbesondere warnen die Medienforscher vor der Kehrseite der gestiegenen digitalen Mediennachfrage während Krisen: Der digitale Konsum und die Flut an negativen Nachrichten können bei Menschen „eine chronische mentale Überlastung“ verursachen – so eines der zentralen Studienergebnisse. Die Folge: Teile des Publikums wenden sich aufgrund der Überlastungserscheinungen „nachrichtenmüde“ ab, es sei eine „News Fatigue“ und im Extremfall ein „News Burnout“ festzustellen, eine totale Erschöpfung als Folge von zu intensivem Nachrichtenkonsum. „Im permanenten Ausnahmezustand, wenn wir von einer Krise in die nächste geraten, fügt sich beides – Resilienz und Digitalität – zusammen.“

„Uns ist daran gelegen, eine individuelle wie auch gesellschaftliche digitale Resilienz zu entwickeln und zu fördern, also eine innere Widerstandskraft, die Menschen helfen kann, stärker in eine Gestaltungsrolle zu schlüpfen“, sagt Ko-Studienleiter Stephan Weichert. Ziel der Studie sei es, „zu ergründen, wie professionelle Medien und ihr Publikum dem Strudel des belastenden Medienkonsums entkommen.“ Aus der Repräsentativbefragung gehe hervor, dass gerade jüngere Menschen unter den Ambivalenzen ihrer digitalen Mediennutzung leiden und dadurch „das Risiko eines emotionalen Erschöpfungszustandes“ steige, sagt Ko-Studienleiter Leif Kramp. Zugleich sei der Wunsch in der Bevölkerung hoch, „etwas gegen Desinformation und Hass im Netz zu unternehmen – aber was genau, das bleibt schemenhaft.“

„Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass sich viele Befragte angesichts von Pandemie, Krieg, Inflation und Klimawandel Sorgen um ihre Zukunft machen. Für uns zeigt das einmal mehr die Brisanz des Themas Resilienz und weshalb wir als Gesundheitsmedienhaus diese verstärkt in den Fokus unserer Angebote rücken“, so Dr. Dennis Ballwieser, Chefredakteur der Apotheken Umschauaus dem Wort & Bild Verlag, Kooperationspartner der Studie. „Wir versuchen unserer Pflicht nachzukommen, einen möglichst großen Teil der Bevölkerung mit praktischen Tipps zu versorgen, um mit Ängsten, Stress und Überforderung besser umgehen zu können.“

In ihren zahlreichen auf Basis der Studie entwickelten Empfehlungen raten die Medienexperten Kramp und Weichert zur „digitalen Entrümpelung“ und empfehlen etwa, Bildschirmzeiten regelmäßig zu kontrollieren und die Social-Media-Nutzung einzuschränken: „Das suchtartige Checken, Scrollen und Aktualisieren von Neuigkeiten in Nachrichten- und Social-Media-Apps, etwa Facebook, Instagram und TikTok ist aus unserer Sicht mit Abstand der größte Zeitfresser, der durch das reflexartige Reiz-Reaktions-Prinzip die Menschen am ehesten krank macht“, so Weichert. Weitere Methoden und Hilfestellungen, die sich in den illustrierten Handreichungen des 38-seitigen Abschlussberichts findet, sind die Verordnung regelmäßiger Medien-Auszeiten und Ruhepausen sowie Achtsamkeitsübungen im beruflichen Alltag und eine Verankerung von Präventionsstellen am Arbeitsplatz.

Gelassener durch die Krise zu kommen bedeutet, die eigene Selbstwirksamkeit im Umgang mit digitalen Medien zu trainieren und dadurch dem Publikum zu einem aktiveren Handlungsrahmen zu verhelfen“, sagt Leif Kramp. Die Studie liefert eine empirische Plausibilität, warum sich die Häufung von Krisen und der damit verbundene, teils stark emotionalisierte Mediengebrauch immer mehr als gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellen. „Unser dringlicher Appell ist es, angesichts von digitalem Suchtverhalten, Depressionen und Nachrichtenvermeidung neue ganzheitliche Ansätze, Methoden und Werkzeuge zur Resilienzsteigerung zu entwickeln. Denn bei dieser Herausforderung geht es um nichts weniger als die Vulnerabilität der Gesellschaft – und damit die Resilienz unserer Demokratie“, so das Fazit des Abschlussberichts „Wie resilient sind wir im Netz?“.

Der Abschlussbericht ist kostenlos abrufbar unter www.digitale-resilienz.org.

Die gesamte Studie ist zu beziehen über: info@digitale-resilienz.org

Premier in unserer Stadt: Rheinmetall vermeldet Erstauftrag im Bereich E-Truck

Die Business Unit Castings des Düsseldorfer Rheinmetall-Konzerns hat kürzlich einen Neuauftrag über Getriebegehäuse für einen renommierten Truck-Hersteller verbucht. Der Auftragswert liegt im unteren zweistelligen MioEUR-Bereich. Die Produktion startet im ersten Quartal 2026 und läuft zunächst über fünf Jahre. Die Projektlaufzeit zwischen dem Technologiekonzern und dem Truckhersteller beträgt insgesamt allerdings mehr als 15 Jahre, sodass mit weiteren Folgeaufträgen in der Zukunft gerechnet wird. Mit der Beauftragung hat sich das Unternehmen erfolgreich gegen zwei Marktbegleiter im Bereich Niederdruck-Kokillenguss durchgesetzt.

Die Gehäuse werden als fertig bearbeitetes Bauteil geliefert. Hierdurch ergeben sich für den Konzern Synergieeffekte, da der Guss am Standort Neckarsulm erfolgt, während die weitere Bearbeitung am Standort Langenhagen ausgeführt wird. Damit gelingt es, die Kernkompetenzen beider Produktionsstandorte optimal auszuschöpfen. Bei den Gehäusen handelt es sich um hochkomplexe Gusslösungen für den Einsatz im jungen Marktsegment der E-Trucks.

Für Rheinmetall hat dieser Auftrag als Erstauftrag im Bereich E-Trucks eine hohe Bedeutung. Denn der Bereich E-Trucks befindet sich in der Branche in einem frühen Entwicklungsstadium und besitzt aufgrund der Transformation der Industrie hin zu umweltschonenden und modernen Antriebsverfahren ein hohes Wachstumspotenzial. Rheinmetall erhält durch diesen Auftrag die Möglichkeit, seine Expertise im Bereich der E-Mobilität in dieses neue Marktsegment einzubringen und diese weiter auszubauen, um fast von Anfang an an der Marktentwicklung zu partizipieren. Durch die Zusammenarbeit mit dem Traditionshersteller für Trucks strebt der Konzern die gemeinsame Entwicklung und Einführung des Bauteils auf den europäischen Markt an, wodurch die Chancen auf weitere Aufträge erhöht werden.

Rheinmetall unterstreicht mit dem Gewinn des Auftrages seine Expertise als zuverlässiger Partner im globalen Fahrzeugbau, in renommierten wie auch in neuen zukunftsträchtigen Marktsegmenten.

Die Business Unit Castings gehört zur Konzerndivision Materials and Trade und zählt zu den weltweit führenden Herstellern und renommierten Partnern bei der Entwicklung von Systemkomponenten für den Grundmotor. Das Produktportfolio umfasst Zylinderkurbelgehäuse, Strukturbauteile, Getriebeteile und Komponenten im Bereich E-Mobility. Das Angebot umfasst die Gusstechniken Druck-, Niederdruck-, Sand- und Kokillenguss sowie Zusatzleistungen wie die Fertigbearbeitung, aber auch Oberflächenbeschichtung und Montage.

Mit jedem Auftrag über Komponenten und Systeme zur modernen und umweltschonenden Mobilität gelingt es Rheinmetall, die Transformation der Industrie hin zur kompletten E-Mobilität weiter erfolgreich voranzutreiben, nicht nur im Pkw-, sondern auch im Truck-Bereich.

Die Business Unit Castings ist ein globales Joint Venture zwischen Rheinmetall und HUAYU Automotive Systems Co., Ltd. (HASCO), einer Tochtergesellschaft der chinesischen SAIC-Gruppe. Castings besteht aus den beiden großen Unternehmen KS HUAYU AluTech GmbH in Europa und HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co., Ltd. (KPSNC) in China. Rheinmetall und SAIC halten jeweils 50 Prozent der Anteile an dem Joint Venture.